Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Neuer Vorstand gewählt

Der VDMA Software und Digitalisierung hat einen neuen Vorstand: Die Mitglieder wählten Michael Finkler, Geschäftsführer der ProAlpha Business Solutions GmbH, zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Seine beiden Stellvertreter sind Matthias Dietel, Leiter des Bereichs Corporate Social Responsibility der IBM Deutschland GmbH sowie Sebastian Betzin, Vorstand bei generic.de Software Technologies AG. Über die neue Aufgabe als Vorstandsvorsitzender freut sich Michael Finkler: „Mein zentrales Anliegen für den Fachverband ist es, in den nächsten Jahren eine noch stärkere Rolle als Impulsgeber für Digitalisierung im gesamten Verband einzunehmen. Ich bin überzeugt, dass gerade in turbulenten Zeiten digitale Lösungen und neue Geschäftsmodelle nachhaltig zum Erfolg im Maschinen- und Anlagenbau beitragen werden. Dazu ist der VDMA Software und Digitalisierung eine wichtige Schnittstelle.“

Michael Finkler hat als Gründer und Vorstandsvorsitzender seit 1994 die ProAlpha sowie die Alpha Business Solutions AG aufgebaut und im Jahr 2015 den Zusammenschluss zur ProAlpha-Gruppe verantwortlich geleitet. „Mit Michael Finkler und seinen beiden Stellvertretern haben wir ein starkes und gut vernetztes Team an der Spitze des VDMA Software und Digitalisierung. Auf die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch freue ich mich sehr“, sagt Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer VDMA Software und Digitalisierung.

Michael Finkler tritt die Nachfolge von Karl Friedrich Schmidt an, der in den vergangenen vier Jahren den Fachverband erfolgreich geleitet hat und satzungsgemäß nicht mehr zur Wahl antreten durfte. Der Vorstand wird komplettiert durch folgende Vorstandsmitglieder: Franz Koller von der User Interface Design GmbH; Georg Kube von der SAP SE; Wolfram Schäfer von der iT Engineering Software Innovations GmbH; Klaus Bauer von der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG; Daniel Gal von der GAL Digital GmbH Agentur für digitale Lösungen; Dr. Thomas Genßler von der CAS Software AG; Dr. Harald Göbel von der Viastore Software GmbH und Michael Möller von der Gbo Datacomp GmbH.

Kesseböhmer

Konfrontiert mit nie dagewesenem Auftragseingang

Das Jahr 2020 stellt die Branche vor besondere Herausforderungen. Das gilt natürlich auch für den Global Player Kesseböhmer. Doch wie agierte der innovative Systemspezialist in den letzten Monaten? Wie stellt er sich für aktuelle und kommende Szenarien auf. Und welche Rolle spielt dabei das Thema Messen? Die Redaktion der „möbelfertigung“ fragte bei Geschäftsführer Burkhard Schreiber nach.
möbelfertigung: Herr Schreiber, wie hat sich die Pandemie auf das Geschäft von Kesseböhmer ausgewirkt?
Burkhard Schreiber: 2020 hat sich zu einem besonderen Jahr entwickelt, das in seinen unterschiedlichen Ausprägungen einer Achterbahnfahrt gleicht.
Wir bekamen die Krise zunächst in der zweiten Märzhälfte mit deutlichen Umsatzeinbrüchen zu spüren, die ihren Tiefpunkt im Mai erreichten. Mit den uns zur Verfügung stehenden Arbeitszeitinstrumenten haben wir die Kapazitäten an die Geschäftsentwicklung angepasst.
In der Verwaltung sind wir – je nach Bereich in unterschiedlichen Größenordnungen – zum 1. April in die Kurzarbeit gegangen, gepaart mit einem Abbau der Zeitkonten und dem Vorziehen von Urlaubstagen. In der Produktion haben wir im Zuge der Kurzarbeit im Mai und Juni einige Tage herausgenommen.
Im Juli kam dann die überraschende Wende. Ich erinnere mich gut daran: Nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub Ende Juli sahen wir uns plötzlich konfrontiert mit einem noch nie dagewesenen Auftragseingang mit Zuwachsraten im hohen zweistelligen Bereich. Dieser steile V-förmige Verlauf unserer Umsatzentwicklung scheint sich bis in das nächste Jahr hinein fortzusetzen.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.

„Deutscher Nachhaltigkeitspreis Design“

Die Sieger sind gekürt

Seit dem 3. Dezember dürfen sich 37 Unternehmen Sieger des ersten „Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design“ nennen. Die Bandbreite der Siegerprojekte in den Kategorien Ikonen, Vorreiter und Zukunftsvisionen zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus – darunter kreislauffähige Mode, Möbel aus neuartigen Materialien, ressourcenschonende Verpackungslösungen, zukunftsweisende Baukonzepte, innovative Projekte aus dem Bereich Mobilität, Reparaturinitiativen und andere Kreislaufsysteme zur Abfallvermeidung und vieles mehr.

Alle Sieger finden Sie auf www.nachhaltigkeitspreis.de 

Ein besonders interessanter Sieger ist das Unternehmen WYE, dass einen neuartigen Werkstoff namens „Neolign“ einreichte. Er besteht zu 83 Prozent aus PEFC-zertifizierten Holzspänen aus Industrieabfällen. Hinzu kommen Polymere sowie Farbpasten, die für eine volle Durchfärbung des Materials sorgen. „Neolign“ wird im Recyclingprozess zu Granulat verarbeitet und steht so als Rohstoff wieder zur Verfügung. WYE bietet für seine Möbel einen Rücknahmeservice an. Um den Anreiz zu erhöhen, erhält jeder Kunde bei Rückgabe eine Gutschrift in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises. Zudem wird für jedes verkaufte Produkt in Kooperation mit PrimaKlima ein Baum gepflanzt. Ein ganzheitlicher Designansatz, den die Produkte formal und funktional bis ins Detail nachvollziehbar widerspiegeln.

Aus den bereits im Oktober bekannt gegebenen 104 Finalisten wurden am Abend des 3. Dezember die im Sinne der Aufgabenstellung 37 besten Produkte, Lösungen und Systeme geehrt. Vertreten sind Start-ups ebenso wie international agierende Großkonzerne, Young Professionals mit ihren visionären Projekten und Hersteller von Designklassikern. Die Sieger repräsentieren ein breites Spektrum verschiedener Lebensbereiche und Branchen.

Die Jury, die sich gleichermaßen aus Design- und Nachhaltigkeitsexperten zusammensetzte, diskutierte viel und einigte sich dann einstimmig auf die ausgezeichneten Beispiele nachhaltiger Gestaltung. „Alle Sieger eint ihr Potential, den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit voranzutreiben – auf ganz unterschiedliche Art. Wir hoffen, dass die Auszeichnung die Unternehmen unterstützt, sich dank der Dynamik dieser Leitidee im Markt zu positionieren und andere zu motivieren, ebenfalls an innovativen Projekten zu arbeiten“, kommentiert Juror Tobias Lutz, Gründer der Plattform Architonic.

„Die vielen hervorragenden Einreichungen und die engagierte, erstklassige Jurybeteiligung haben uns darin bestärkt, dass wir mit unserem neuen Design-Wettbewerb ein sensibles und wichtiges Thema aufgegriffen haben, das trotz oder vielleicht auch gerade wegen der aktuellen Pandemie besondere Relevanz erhält“, sagt DNP-Initiator Stefan Schulze-Hausmann.

VDM

Geschäftsklima Möbel: Lage deutlich besser, Erwartungen sinken

Das Geschäftsklima in der Möbelindustrie zeigt sich im November 2020 gespalten. Der Wert für die Geschäftslage erhöhte sich im November 2020 im Vergleich zum Vormonat von -4 auf +16 Punkte. Im November 2019 hatte der Wert bei +17 Punkte gelegen. Bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate zeigt sich die Möbelindustrie dagegen etwas pessimistischer: Hier sank der Wert im Vergleich zum Vormonat von -6 Punkten auf -21 Punkte. Im Vorjahresmonat hatte der Wert für die Geschäftserwartungen bei -22 Punkten gelegen.

AMK

Veränderungen im Vorstand

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) hat Herrn Bernd Weisser, Vertriebsleitung bei Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG und Herrn Dr. Olaf Hoppelshäuser, Vorstand der MHK Group AG, in das Leitungsgremium des Küchen-Branchenverbandes kooptiert. Die Zuwahl erfolgte einstimmig mit Wirkung zum 18. November 2020.

Bereits in der Sitzung vom 18. November 2020 hatte der AMK-Vorstand Bernd Weisser und Dr. Olaf Hoppelshäuser in den Vorstand der AMK kooptiert. Damit folgen die beiden Herren auf die scheidenden Vorständen Dr. Oliver Streit und Werner Heilos in den AMK-Vorstand.

Dr. Oliver Streit wurde vor über zehn Jahren in den Vorstand berufen und von den Vorstandskollegen am 2.September 2012 zum Vorstandssprecher ernannt. „Unser besonderer Dank geht an Herrn Dr. Streit. Mit ihm verabschieden wir einen langjährigen Vorstandssprecher und damit eines der Gesichter der AMK. Er hat sich ein Jahrzehnt in den Dienst der AMK und damit der gesamten Küchenbranche gestellt hat.“ Fasst Vorstandssprecher Roland Hagenbucher zusammen.

„Werner Heilos wurde im Jahr 2001 in den AMK-Vorstand gewählt und hat dank seines außerordentlichen Engagements die AMK maßgeblich mitgestaltet. Wir danken ihm für über 19 Jahre persönlichen Einsatz für die Weiterentwicklung der Küchenbranche. Er war über die Jahre hinweg eine stete Größe und Bindeglied in der AMK“ schließt Hagenbucher.

Als neu gewählter AMK-Vorstandssprecher ergänzt Markus Sander (Häcker Küchen): „Wir freuen uns sehr, mit Bernd Weisser und Dr. Olaf Hoppelshäuser zwei engagierte Persönlichkeiten im Vorstand der AMK begrüßen zu dürfen. Wir sind davon überzeugt, mit ihnen auch vor dem Hintergrund der von ihnen vertretenen Unternehmen eine gute Nachfolge und Ergänzung für den AMK-Vorstand gewonnen zu haben“.

Laut Satzung der AMK hat der Vorstand die Möglichkeit für AMK-Vorstände, die vor Ablauf der Amtszeit aus dem Gremium ausscheiden, neue Vorstandsmitglieder nach zu wählen. Die Amtszeit des derzeitigen AMK-Vorstandes endet regulär mit der Vereinsmitgliederversammlung 2021.

Grenzen des Machbaren immer wieder verschieben

Wie verläuft die gemeinsame Entwicklung eines innovativen Produkts durch einen Beschlagspezialisten und einen Küchenmöbelproduzenten? Das hat die „möbelfertigung“ Grass und Häcker Küchen in Bezug auf „Vionaro V8 Slim Drawer“ gefragt. Zumal das nur acht Millimeter starke Schubkasten-System mit seinem minimalistischem Design die nächste Schubkasten-Generation repräsentieren soll. Harald Klüh, Global Brand Manager von Grass, und Michael Dittberner, Leiter Produktentwicklung & Produktmanagement bei Häcker Küchen, geben spannende Einblicke in die gemeinsame Arbeit und werfen einen Blick Richtung Zukunft.
möbelfertigung: Herr Dittberner, Herr Klüh, was gab den Anstoß für das neuen Schubkasten-System „Vionaro V8 Slim Drawer“ beziehungsweise den „Slim Line Drawer“ wie er bei Häcker Küchen geführt wird?
Harald Klüh: Im Januar 2018 saßen wir zusammen und von Häcker Küchen kam die Frage auf: Wie sieht eigentlich die Zukunft des Schubkastens aus?
Hintergrund war, dass Häcker Küchen den Neubau in Venne plante und die Produktion dort für die nächste Dekade aufstellen wollte – und auch der Schubkasten sollte sich in die Zukunft bewegen. Also haben wir uns überlegt, was wir dazu beitragen können. Wir mussten etwas verändern, etwas kreieren, was markant anders ist. Der entscheidende Einfall kam dann, als jemand einen Bleistift in die Hand nahm und meinte, es müsste doch möglich sein, einen Schubkasten auf die Breite von dem Bleistift zu reduzieren. Das war der Startschuss.
Michael Dittberner: Genau. Für uns war damals schon klar, dass wir einen großen Umbau für unsere Premium-Produktlinie „Systemat“ vornehmen würden. Im Zuge dieser Planung haben wir die Hersteller von Bewegungs-Systemen in einem offenen Pitch aufgefordert, uns die Zukunft des Schubkastens zu zeigen. Da hat unser bisheriger Lieferant Grass die Nase vorne gehabt, mit einem zukunftsgewandten, aber auch zeitlosen Thema.
Harald Klüh:  Zeitlos ist ein wichtiges Stichwort. Die Idee, alles immer kleiner, immer dünner zu machen und immer weniger Ressourcen zu verbrauchen, ist ja an sich nicht neu. Das wird schon seit Menschengedenken so praktiziert. Es geht immer darum, an die Grenzen des Machbaren zu gehen.
Die Rechenleistung, die zur ersten Apollo-Mondlandung eingesetzt wurde, war damals sensationell, heute steckt in einem iPhone mehr Rechenpower. Es geht immer darum, die Machbarkeitsgrenze zu verschieben. Und der „Vionaro V8 Slim Drawer“ entspringt der gleichen Überlegung: Wie können wir mit weniger Platz, weniger Material ein hocheffektives System generieren?
Am Ende ist es uns gelungen, weil wir bei der Entwicklung konsequent auf alles Überflüssige verzichtet haben. Das Ergebnis: Es ist so, wie es ist, perfekt.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, wie eine junge Firma das automatisierte Nähen revolutioniert, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.

„Iwofurn“-Plattform

Kann jetzt auch mit offenen, transparenten 3D-Daten operieren

Durch die Kooperation zwischen „Iwofurn“ und „Intelligentgraphics“ wird es künftig möglich sein, 3D-Daten im Openconfiguration-Format transparent in die „Iwofurn“-Plattform einzuleiten. Grundlage bildet die unter dem Namen „Openconfiguration“ gestartete Initiative für ein format- und anwendungsunabhängiges 3D-Bewegungsdatenformat, welches eine nicht-proprietäre Repräsentation ermöglicht.

Die elektronische Auftragsabwicklung ist längst unverzichtbarer Bestandteil der Geschäftsprozesse im Einrichtungsbereich. Mit Ausnahme weniger Branchensegmente findet diese bisher allerdings überwiegend nur mit kaufmännischen Informationen statt.

Da aber zunehmend visuelle Konfiguratoren und Planungssysteme im Einsatz sind, drängt sich die Frage nach einer Erweiterung um 3D-Daten auf. Die Vorteile liegen auf der Hand: bessere Überprüfbarkeit der Bestellung durch den Lieferanten, die ermöglichte Nutzung der Bestellung in übergreifenden Planungen (z.B. CAD) oder auch für die Erbringung von Dienstleistungen bzw. Generierung von Mehrwerten (CGI-Renderings) durch den Lieferanten bzw. Dienstleister.

Intelligentgraphics (Ilmenau) – vom DCC e.V. mit der Koordination der Entwicklung des grafischen Stammdatenformats IDM-3D beauftragt – hat unter dem Namen „Openconfiguration“ eine Initiative für ein format- und anwendungsunabhängiges 3D-Bewegungsdatenformat für eine nicht-proprietäre Repräsentation gestartet. Gegenüber allgemeinen 3D-Austauschformaten besitzt das Programm den Vorteil, dass es strukturell und referentiell auf die parallelen kaufmännischen Daten abgestimmt ist. Darüber hinaus kann es alternative Basisformate und Qualitätsstufen beinhalten.

Durch die jetzt beschlossene Kooperation zwischen Iwofurn (Holzgerlingen) und dem Ilmenauer Konfigurator-Spezialisten wird es möglich sein, 3D-Daten im „Openconfiguration“-Format transparent in die „Iwofurn“-Plattform einzuleiten. Für Iwofurn ist die Weitergabe von 3D-Daten die logische Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Integrationen von Konfigurationsergebnissen in die kaufmännischen Prozesse der Warenwirtschaften. Iwofurn betrachtet diese Einbindung als einen weiteren Baustein bei der Adaption von Standards, zum Beispiel aus den Gremien des DCC.

Dabei transponiert die Iwofurn das „Openconfiguration“-Format in die vorhandene Schnittstelle der Warenwirtschaften und überträgt nach Bestellauslösung die 3D-Konfigurationsinformationen zusammen mit kaufmännischen Daten an die Möbelindustrie. Nach jetzigem Stand ist die Verfügbarkeit der Integration zu Beginn 2021 gegeben.

Die Iwofurn Service GmbH aus Holzgerlingen bei Stuttgart ist der Branchen-Dienstleister mit Fokus auf die qualitative Verbesserung unternehmerischer Prozesse. Mit einem skalierbaren Angebot zur Digitalisierung und Automatisierung inner- und außerbetrieblicher Abläufe unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren das Change-Management seiner Anwender. Spezialisiert auf die Integration von Prozessen, Partnern und Systemen verbindet der etablierte Kommunikationsexperte über 1.000 Branchenteilnehmer aus Industrie sowie Handel und realisiert aktuell rund 80.000 Datentransfers pro Tag.

Die Intelligentgraphics AG mit Sitz in Ilmenau/Thüringen hingegen hat sich auf endkundenorientierte, visuelle Konfiguratoren spezialisiert und arbeitet mit zahlreichen Firmen zusammen – beispielsweise auf dem Gebiet der kaufmännischen Konfiguratoren und Prozesse. Zu ihren Kunden zählen namhafte Unternehmen aus dem Einrichtungsbereich – sowohl auf der Industrie-, wie auch auf der Handelsseite.

VDM

Möbelumsätze bis September 2020 im Minus

Die Umsätze der Möbelindustrie sanken nach amtlichen Angaben im Zeitraum Januar bis September 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Die Büromöbel landeten bei minus 12,5 Prozent und die Laden- und Objektmöbel bei minus 11,2 Prozent. Die „sonstigen Möbel“ – also beispielsweise Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile – wiesen mit minus 10,5 Prozent den dritthöchsten Rückgang auf. Etwas verhaltener fielen die negativen Veränderungsraten bei den Polstermöbeln mit minus 3,4 Prozent aus, bei den Küchenmöbeln gab es ein Plus von 1,8 Prozent. In allen Segmenten mit Ausnahme der Laden- und Objektmöbel war der Rückgang bei den Auslandsumsätzen signifikant höher als im Inlandsgeschäft.

Nähautomatisierung ist alles andere als Zukunftsmusik

Viele namhafte Nähmaschinenhersteller agieren seit Jahrzehnten am Markt – und seit gerade einmal zehn Jahren sorgt Neuzugang Vetron für Wirbel unter den Etablierten. Der Hersteller aus Kaiserslautern fordert die Branche mit innovativen vernetzten, digitalen Nähmaschinenmodellen. Und versetzt sich für die Entwicklung derselben immer wieder in die Lage des Maschinenbedieners. Die „möbelfertigung“ hat mit Holger Labes, Geschäftsführer von Vetron Typical Europe, über sein Unternehmen, die Performance am Markt und die Anforderungen der Möbelindustrie gesprochen.
möbelfertigung: Wie schwer war es, in einem gesättigten Markt mit einigen namhaften Unternehmen Marktanteile zu gewinnen?
Holger Labes: Als junge Marke hat man es auf der internationalen Bühne zwischen den traditionellen und etablierten Unternehmen nicht immer leicht. Es existieren langjährige Geschäftsbeziehungen, die nur über echte Argumente und Produktvorteile aufzubrechen sind.
Agilität und Innovation sind unsere Schlüssel für die Entwicklung des Unternehmens. Wir sind heute in fast allen Ländern der Erde selbst oder durch unsere zuverlässigen und hochqualifizierten Partner vertreten. Eine tolle Leistung unserer Vertriebsabteilung.
möbelfertigung: Was unterscheidet die Vetron Modelle von denen Ihrer Marktbegleiter?
Holger Labes: Dass wir unsere Produkte aus der Kundenperspektive entwickeln. Und wir sie auch immer wieder so betrachten. Wir versuchen immer wieder unsere „Nähmaschinenspezialistenbrille“ abzulegen und herauszufinden, ob eine Näherin das Produkt auch noch entspannt bedienen kann oder ein Techniker, der viele verschiedene Prozesse und Anlagen betreut, sich trotz der Menge an Technologie und Funktion nicht überfordert fühlt. Das ist insbesondere an der Schwelle zur Digitalisierung eine spezielle Herausforderung.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 10. Dezember erscheint.

Weitere Themen: Wie Grass und Häcker Küchen gemeinsam ein neues Schubkastensystem entwickelt haben, wie Fraunhofer und Kinnarps eine Berliner Behörde auf Vordermann gebracht haben, welchen Herausforderungen sich Kesseböhmer dieses Jahr stellen musste, warum Emotion-24 Niemann übernehmen musste, wie verschiedene Möbelhersteller mit der Rohstoffknappheit umgehen, auf welche neuen Anlagen Rolf Rissel und ATL setzen, wie Ambigence Möbel neu denkt und noch viel mehr.

Außerdem in der Ausgabe: Das Special Beschläge, Licht & Küche und die große Übersicht der CAD/Cam-Spezialisten im Bereich Polstermöbel.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.