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Autor: Möbelfertigung

Wird vom Januar in den August verschoben

Die ursprünglich für Ende Januar geplante „MEM Industrial“ und die „Tecno Mueble Internacional“ werden erstmals gemeinsam vom 18. bis 21. August 2021 durchgeführt. Veranstaltungsort ist das Messegelände „Expo Guadalajara“. Die Partnerschaft der „MEM Industrial“ mit der „Tecno Mueble Internacional“ wurde bereits im Februar dieses Jahres vereinbart, mit dem Ziel, die Kräfte der beiden landesweit größten Fachmessen für die Holzindustrie zu bündeln.

Die „MEM Industrial“ ist Lateinamerikas Leitmesse für Holzbe- und -verarbeitung, Möbelfertigung und Forstwirtschaft. Die „Tecno Mueble Internacional“ ist eine vor allem für die Region Guadalajara bedeutende Veranstaltung für Maschinen, Rohstoffe und Zubehör der Möbel- und holzbearbeitenden Industrie. Die Region um Guadalajara beheimatet den wichtigsten Möbelcluster Mexikos. Parallel zu den beiden Veranstaltungen findet auch die „Expo Mueble Internacional“ statt, die Leitmesse der Möbel- und Inneneinrichtung.

„Der gemeinsame Termin von „MEM Industrial“ und „Tecno Mueble Internacional“ schafft neue Synergien und bietet großes Potenzial für die gesamte Branche. So können wir die ganze Wertschöpfungskette der Be- und verarbeitung von Holz und Möbeln von der Forstwirtschaft, den Maschinen und Zulieferprodukten bis zu den Fokusthemen wie Industry 4.0 und Digitalisierung an einem Ausstellungsort darstellen“, betont Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking der Deutschen Messe. „Darüber hinaus erhalten die beteiligten Unternehmen durch die Verschiebung der ,MEM Industrial‘ angesichts der anhaltenden Covid-19-Pandemie mehr Zeit für ihre Vorbereitungen und eine deutlich größere Planungssicherheit.“

Die Austragungsorte der neuen gemeinsamen Veranstaltung, die sich zur wichtigsten Messe für die Holz- und Möbelindustrie in Mexiko und Lateinamerika entwickeln soll, wechseln jährlich zwischen der „Expo Guadalajara“ und dem „Centro Citibanamex“ in Mexico City.

Neue Regelungen für den großflächigen Handel

Noch bevor der Corona-Gipfel im Kanzleramt beendet war, konnte bereits durchsickern, dass es eine neue Quadratmeter-Regelung für Großflächen im Einzelhandel geben soll. So schreibt die „Bild“, dass ab einer Einkaufsflächen von 800 qm künftig ein Kunde pro 20 qm das Geschäft betreten darf. Diese neue Regelung müsste dann auch für den Möbelhandel gelten. Für kleinere Geschäfte gelte nach wie vor die 10-Quadratmeter-Regel.

Deutsche Messe AG

250 Stellen sollen abgebaut werden – Aufsichtsrat stimmt Konzept zu – Arbeitnehmervertreter dagegen – Heute und morgen wird verhandelt

In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Deutschen Messe AG hat der Vorstand dem Aufsichtsrat das Zukunftskonzept „Deutsche Messe 2027“ vorgestellt. Mit dem Konzept reagiert die Messegesellschaft auf die gravierenden Umsatz- und Ergebnisrückgänge infolge der Corona-Krise, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: Das Unternehmen fokussiert künftig noch stärker auf Vertrieb, Neugeschäft und hybride Messeformate. Gleichzeitig sind erhebliche Einsparungen bei Sach- und Personalkosten vorgesehen und notwendig. Mit Ausnahme der Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter haben alle Aufsichtsratsmitglieder dem Vorschlag des Vorstandes zur Neuausrichtung des Unternehmens zugestimmt.
„Wir sind inmitten der größten Krise der Messe- und Eventbranche“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes, Deutsche Messe AG. „Sowohl die Nachfrage nach Messebeteiligungen als auch die Geschäftsreisetätigkeit wird voraussichtlich noch auf Jahre unter dem Vor-Corona-Niveau liegen. Daher müssen wir verstärkt auf neue Messeformate setzen und unsere Kosten zwingend an die geringeren Umsätze anpassen.“

Nach Unternehmensangaben wird für dieses Jahr ein Minus von 103 Mio. Euro erwartet – bei einem Umsatz in Höhe von 95 Mio. Euro. 2019 lag der Umsatz noch bei knapp 350 Mio. Euro.

Das vom Vorstand vorgelegte Paket sieht unter anderem den Einsatz von Kurzarbeit in 2021, die Reduktion der Wochenarbeitszeit in 2022, Einschnitte bei Führungskräften und die Reduzierung von tariflichen und übertariflichen Leistungen vor. Auch eine Reduktion der Mitarbeiterzahl von 730 auf 480 Mitarbeiter bis 2027 ist vorgesehen – sozialverträglich durch Fluktuation und Freiwilligenprogramme. „Alle Ebenen des Unternehmens werden ihren Anteil leisten müssen: Vorstände, Führungskräfte und Mitarbeiter. Die Zugeständnisse sind hart, aber zumutbar“, erklärt Köckler und versichert: „Wir haben ein tragfähiges und sozialverträgliches Konzept für die Zukunft.“

Im Rahmen eines Spitzengesprächs der Anteilseigner, des Messe-Vorstands, der IG Metall und dem Messe-Betriebsrat am Dienstag wurden die unterschiedlichen Positionen des Vorstands und der Arbeitnehmervertreter gegenübergestellt. Die Anteilseigner haben beide Seiten aufgefordert, am Donnerstag und Freitag ganztägig zu verhandeln, um eine Lösung zu erarbeiten, die die Lücke zwischen den beiden Positionen schließt und damit die Basis für die zu verbürgende Finanzierung schafft. Köckler: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass wir nun in konkrete Verhandlungen eintreten und sind zuversichtlich, eine Lösung im Sinne des Unternehmens und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erarbeiten.“

Laut NDR hatte Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) Anfang der Woche eine Senkung der Personalkosten gefordert. Im Gegenzug stellte er eine Bürgschaft des Landes in Aussicht, mit der die Messe leichter an neue Kredite kommen könnte. Das Land hält rund die Hälfte der Anteile an der Messe AG.

Am Rande der Aufsichtsratssitzung haben Wirtschaftsvertreter im Aufsichtsrat die Bedeutung des Zukunftskonzepts für die Messe AG hervorgehoben:

BDI-Präsident Dieter Kempf: „Das Zukunftskonzept der Deutschen Messe ist die richtige Reaktion auf die Herausforderungen der Corona-Krise. Die Inhalte des Konzeptes bilden die Basis für den Fortbestand des Unternehmens und stehen für eine solide Perspektive der Messebranche mit und nach Corona.“

Pekka Paasivaara, Vorstandsvorsitzender Homag (größter Aussteller der „Ligna“): „Die Corona-Pandemie ist auch für uns ein Transformationsbeschleuniger. Wir haben in den vergangenen Monaten zahlreiche neue digitale Möglichkeiten entwickelt, um mit unseren Kunden in Kontakt zu treten. Mit dem Fokus auf hybride Messeformate geht die Deutsche Messe AG daher genau den richtigen Weg. Die ,Ligna‘ bleibt unsere wichtigste Messe. In Zukunft werden wir bei unseren Messeauftritten aber verstärkt auch auf hybride Produkte und Services zugreifen.“

Die Fachausstellungen Heckmann GmbH (FH) als auch die Deutsche Messe Technology Academy GmbH (DMTA) werden rückwirkend zum 01.01.2020 mit der Muttergesellschaft Deutsche Messe AG (jeweils 100 Prozent) verschmolzen werden.

Sozialverträglicher Interessenausgleich vereinbart – 136 Mitarbeiter müssen gehen

Nach konstruktiven und zielführenden Verhandlungen in den vergangenen Wochen haben die Geschäftsführung der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG und der Betriebsrat am 23.11.2020 für den Standort Krefeld einen Interessenausgleich für die von der Personalanpassung betroffenen Mitarbeiter der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH und Siempelkamp Maschinenfabrik GmbH vereinbart.
„In den Verhandlungen mit dem Betriebsrat waren beiden Seiten vor allem zwei Dinge besonders wichtig: Erstens die Findung einer sozialverträglichen Lösung für diejenigen Mitarbeiter, die von der geplanten Personalanpassung in beiden Unternehmen betroffen sind. Zweitens die Schaffung eines zukunftsfähigen und nachhaltigen strategischen Handlungsrahmens für Siempelkamp, um die Unternehmensgruppe an die sich veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen anpassen zu können.“, erklärt Dr. Martin Stark, Sprecher der Geschäftsführung der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG. Seit dem 23.11.2020 liegt für beide Unternehmensteile ein Interessensausgleich vor.

Siempelkamp hatte im August 2020 ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, mit dessen Hilfe die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in einem schwierigen globalen Marktumfeld nachhaltig gestärkt werden soll. Aufgrund der aktuellen Pandemie und dem damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, haben sich die unternehmerischen Herausforderungen für die global tätige Gruppe verstärkt. In diesem Kontext werden aktuell in der Siempelkamp Maschinen und Anlagenbau GmbH 56 und in der Siempelkamp Maschinenfabrik GmbH 80 Stellen abgebaut. Hinzugerechnet werden bereits erfolgte Reduzierungen. Es wird zu betriebsbedingten Kündigungen und Frühverrentungen kommen.

„Die Gespräche mit dem Betriebsrat und deren Beratern verliefen äußerst konstruktiv und zielführend“, betont Stefan Ziemes, Verhandlungsführer von Siempelkamp. „Wir haben mit den vorliegenden Vereinbarungen unser Ziel erreicht, die Personalanpassungen möglichst sozialverträglich zu gestalten.“

Fordert Verlängerung der Konjunkturhilfen

In der letzten Woche brachte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nach dem ersten Investitionsförderprogramm mit der Flächenprämie für den Wald in der letzten Woche ein weiteres Konjunkturpaket auf den Weg. Ein zusätzliches Förderprogramm für die Holzwirtschaft sei nach Meldung des BMEL in Vorbereitung. Die Deutsche Holzwirtschaft fordert nun eine Verlängerung der Förderungen: „Der Zeitrahmen bis Ende 2021 für Förderantrag, Prüfung, Bewilligung, Maßnahmendurchführung und Mittelabruf ist zu kurz für die Unternehmen, um die Hilfen vollständig beanspruchen zu können. Wir schlagen der Politik eine Verlängerung des Förderzeitraumes bis Ende 2023 vor“, so Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschafsrates.

„Unsere Unternehmen begrüßen die Förderungen ausdrücklich. Nach den ökologischen und wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten drei Hitzesommer kam 2020 zu allem Übel die Coronakrise hinzu. Der Lockdown im Frühjahr brachte die ohnehin angespannten Holzmärkte durcheinander und der erneute Teillockdown verzögert die wirtschaftliche Erholung. Die mit den Förderungen von Forst und Holz bezweckten Konjunkturmaßnahmen können ihre Wirkung aber nur entfalten, wenn die Betriebe die Mittel auch werden abrufen können.

Viele drängende unternehmerische Maßnahmen, die durch die Förderungen unterstützt werden sollen, wie Erweiterungen der Betriebsstätten, Ausbau der Verarbeitungskapazitäten oder Investitionen in die Digitalisierung, benötigen einen teilweise mehrjährigen Planungsvorlauf. Um aber die Förderungen erhalten zu können, müssten alle Vorhaben innerhalb einiger Monate umgesetzt sein. Das ist für die Unternehmen schlicht nicht möglich. Beispielsweise liegen die Lieferzeiten von Fahrzeugen schon bei mehreren Monaten, für Spezialmaschinen bei mehr als einem Jahr. Selbst Beratungsunternehmen, insbesondere im IT-Bereich, sind derzeit ausgelastet und in der erforderlichen Anzahl nicht am Markt vorhanden, um die gewünschten Beratungsleistungen oder Softwareinvestitionen innerhalb des kommenden Jahres zu erbringen.“    

Feiert 20. Jubiläum in der Türkei

Die Präsenz türkischer Firmen auf Veranstaltungen der Messe Frankfurt erhöhen – mit diesem Ziel etablierte das Unternehmen im Jahr 2000 eine Tochtergesellschaft in Istanbul. 20 Jahre später feiert das Unternehmen Jubiläum – als fester Bestandteil des internationalen Netzwerks aus 29 Tochtergesellschaften der Messe Frankfurt. Das Engagement hat sich gelohnt: Die Türkei ist weltweit auf Veranstaltungen der Messe Frankfurt vertreten, am Messeplatz Frankfurt belegte sie im Jahr 2019 mit über 700 Unternehmen den vierten Platz unter den internationalen Ausstellernationen. „Die Türkei gehört zu den wichtigsten Aussteller- und Besuchernationen“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. „Den Grundstein für diesen Erfolg haben wir im Jahr 2000 gelegt. Wir konnten damit nicht nur einen nachhaltigen Beitrag zum Exportgeschäft der Türkei leisten, sondern auch zahlreiche mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, zu wichtigen Handelsakteuren auf internationaler Ebene zu werden.“
Neben ihrer Funktion als starker Handelspartner übernimmt die Messe Frankfurt Istanbul International Exhibition LLC seit vielen Jahren auch soziale Verantwortung und unterstützt zahlreiche Projekte aus den Bereichen Bildung und ökologische Nachhaltigkeit.

Technischer Leiter Hardy Danel geht in den Ruhestand

„Hardy Danel hat die Isolette quasi über den Beruf hinaus mit großgezogen und gelebt“, würdigt Mirco Röttger, Niederlassungsleiter der Isolette-Zentrale Düsseldorf, den langjährigen technischen Leiter des Unternehmens, der Ende November 2020 in den wohlverdienten Ruhestand geht. Das Unternehmen verdankt Hardy Danel die Entwicklung diverser elektronischer und mechanischer Komponenten des Jalousien-Isolierglases als Ergebnis seiner kontinuierlichen Arbeit an Verbesserungen der Isolette. Dazu gehört die ständige Weiterentwicklung von Antriebskomponenten, insbesondere der seit 2011 verwendete und in der Glasscheibe integrierte austauschbare elektronisch geregelte Motorantrieb „BA 11“.

Stellt auf Verpackungen aus Naturkarton um

Der verantwortungsbewusste Umgang mit natürlichen Ressourcen bei Produktion, Verpackung und Logistik hat eine hohe Bedeutung bei Parador. Aus dieser Haltung heraus wird der Coesfelder Bodenhersteller ab sofort die Verpackungen seiner Produkte schrittweise auf Naturkarton umstellen.

„Künftig wollen wir auch mit unserer Verpackung einen Beitrag leisten, unsere nachhaltigen Werte und unsere ökologische Haltung in einer neuen äußeren Form sichtbar zu machen“, erläutert Birgit Kunth, Leitung Marke, Marketing und Kommunikation, diesen Schritt.

Der Naturkarton hat als Verpackungsmaterial in den vergangenen Jahren erheblich an Beliebtheit gewonnen. Mit der Umstellung der Kartonage unterstützen Parador auch am Point of Sale die nachhaltige Wahrnehmung der Marke und unterstreichen den naturverbundenen Charakter der Produkte.

Die umweltfreundliche, braune Kartonage besteht aus Wellpappe, die Recyclingfasern enthält. Das Material ist umweltfreundlich und nachhaltig. Die neue Verpackung kommt erstmals bei der „One Ground Design Edition“ zum Einsatz. Sukzessive werden in den kommenden Monaten alle weiteren Serien auf die neue Kartonage umgestellt.

Konjunktur gibt in Sachen Automation deutlich nach

„Auch wenn die aktuelle konjunkturelle Lage nur schwierig einzuschätzen ist und die Unsicherheit Pandemiebedingt hoch bleibt, rechnen wir für das nächste Jahr mit einer deutlichen Erholung“, erklärt Roland Bent, Vorstand des Fachverbands Automation. „Zumal die langfristigen Entwicklungstrends, insbesondere die Anforderungen an einen wirkungsvollen Klimaschutz und die voranschreitende Digitalisierung, für die Automation nach wie vor intakt sind.“

Der Fachverbands-Vorstand betont darüber hinaus, dass die Automation gerade in der Corona Krise ihre Stärken ausspielt und einen wichtigen Beitrag zur Fortsetzung der Produktion geleistet habe. „Es zeigt sich, dass ein hoher Automatisierungsgrad durch Steuerungen, Sensorik, Aktorik hilft, die Produktion auch unter Wahrung der Corona-Sicherheitsregeln aufrechtzuerhalten.“

Nach den ersten neun Monaten 2020 beträgt der in Deutschland gemeldete Umsatz der Automation 34,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit setzen sich die Verluste im zweiten Jahr infolge fort. Erfreulich ist, dass sich der globale Automationsmarkt erholt und die Rückgänge mit minus drei Prozent deutlich geringer ausfallen werden als erwartet.