Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Das „Goldene M“ geht an… Priess-Möbel

Die Friedrich Priess GmbH & Co. KG ist neues Mitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Der Hersteller von Wohn- und Schlafmöbeln aus dem ost-westfälischen Hille verpflichtet sich zur Einhaltung der strengen Güte- und Prüfbestimmungen „RAL-GZ 430“ und wird dafür mit dem „Goldenen M“ ausgezeichnet. „Das RAL Gütezeichen weist Endverbraucher auf geprüfte Möbelqualität hin. Am ‚Goldenen M‘ erkennen sie Möbel, die garantiert sicher und langlebig sind sowie eine einwandfreie Funktionalität, Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit bieten“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning und freut sich über den Zuwachs für die Gütegemeinschaft.

Priess-Möbel werden seit über 85 Jahren gefertigt. Seit den 1950er-Jahren nimmt der Be-trieb richtig Fahrt auf: Angebot und Nachfrage sowie Betriebsfläche, Produktionskapazität und Mitarbeiterzahl stiegen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an. Der eigene Anspruch in den Bereichen Qualitätsmanagement, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit wächst ebenfalls bis heute. „Die Selbstverpflichtung zur Einhaltung der strengen und transparenten Anforderungen der DGM war ein logischer nächster Schritt, den das Unternehmen ohne großen Mehraufwand gehen konnte“, betont Winning.

Sichergestellt wird die Einhaltung der RAL-GZ 430 in unabhängigen Prüflaboren, wo die Priess-Möbel auf Herz und Nieren untersucht wurden. Diese Laboruntersuchungen werden regelmäßig wiederholt und die Güte- und Prüfbestimmungen stets an den Stand der Technik angepasst, damit das „Goldene M“ fortwährend eine zuverlässige Entscheidungshilfe beim Möbelkauf darstellt. „Unser RAL Gütezeichen ist der umfassendste Nachweis über Möbelqualität in Europa. Die Firma Priess hat es sich verdient, dass wir sie damit auszeichnen und diesen Verdienst für den Endverbraucher deutlich sichtbar machen“, so Winning.

Über das „Goldene M“ hinaus wurde die Friedrich Priess GmbH & Co. KG jetzt außerdem mit dem neuen geografischen Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ ausgezeichnet. „Möbel Made in Germany“ bedeutet gemäß der RAL-Registrierung 0191, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen – eine reine Formsache für das Unternehmen aus Hille. Entwickelt und eingeführt hat das Herkunftslabel der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gemeinsam mit RAL. Die Einhaltung der Anforderungen überwacht die DGM im Auftrag des VDM.

Dr. Vera Haye ab 1. Januar neue Hauptgeschäftsführerin

Zum Jahresbeginn wird Dr. Vera Haye neue Hauptgeschäftsführerin des Industrieverbands Klebstoffe e.V. (IVK). Damit folgt sie folgt auf Ansgar van Halteren, der sich nach fast 38 Jahren Verbandsarbeit – davon 28 Jahre an der Spitze des Verbands – Ende 2020 in den Ruhestand verabschieden wird.
 
Die promovierte Mikrobiologin Vera Haye wurde 1979 in Mettmann geboren. Nach ihrem Studium der Biologie in Düsseldorf wechselte sie zur Technischen Universität Hamburg, wo sie am Institut für Technische Mikrobiologie promovierte und anschließend drei Jahre als PostDoc arbeitete. 2013 kam Dr. Haye zurück nach Düsseldorf und war beim Cluster Industrielle Biotechnologie (CLIB) als Wissenschaftliche Referentin in der Netzwerkarbeit tätig. Seit 2018 arbeitet sie beim IVK und verantwortete dort seit Juli 2020 als Geschäftsführerin insbesondere die Bereiche Kommunikation und Nachhaltigkeit.

„Wir freuen uns sehr, mit Dr. Vera Haye eine erfahrene Netzwerkerin als Hauptgeschäftsführerin gefunden zu haben“, betont IVK-Vorstandsvorsitzender Dr. Boris Tasche. „Die Herausforderungen unserer Branche erfordern strategische Weitsicht, ein tiefes Verständnis für die Klebtechnik und unsere Industrie sowie eine starke Kommunikation. Der bisherige Hauptgeschäftsführer Ansgar van Halteren hat in den vergangenen Monaten alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe der Geschäftsführung geschaffen und so wünschen der gesamte IVK-Vorstand Frau Dr. Haye eine glückliche Hand und viel Erfolg.“

„Es ist eine spannende Zeit und ich freue mich auf die neuen Aufgaben“, so Vera Haye. „Wir werden auch weiterhin im engen Austausch mit unseren Mitgliedern eine starke Verbandsarbeit leisten, um die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu meistern.“

VDM

Möbel-Segmente: Geschäftsklima steigt leicht

Das Geschäftsklima bei den Möbeln-Segmenten zeigt ein ähnliches Bild wie bei Möbeln im Allgemeinen. Der Wert stieg leicht im November 2020 im Vergleich zum Vormonat von -5 auf -3 Punkte. Diese Entwicklung zeigt sich bei fast allen Segmenten der Möbelindustrie. Bei den Wohnmöbeln gab es einen Anstieg von +10 auf +15 Punkte, während die Polstermöbel von +11 Punkten auf +31 Punkte zulegten. Bei den Küchenmöbeln sank dagegen das Klima von +15 Punkten auf -2 Punkte.

Bauteilsortierung mittels systemischer Lösungen

SPONSORED ARTICLE Die nach wie vor weiter zunehmende Varianten- und Bauteilevielfalt als Resultat einer maximal kundenindividuellen Möbelfertigung kann unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur durch eine kommissionsweise Produktion bewältigt werden. Dabei kommt der Sortierung von Korpusbauteilen und Frontelementen in diesem Zusammenspiel der Prozesse eine entscheidende Rolle zu: Das Sortieren von Werkstücken ist einer der Kernprozesse in der industriellen Möbelproduktion. Christian Schaaf, Senior Consultant bei L’ENGINEERS – Ingenieurbüro Lammers, kennt sich mit den verschiedenen Varianten bestens aus.

Wird dieser Arbeitsschritt manuell von Mitarbeitern ausgeführt, ist diese Produktionsstufe lohnkostenintensiv und provoziert Kommissionierfehler. Bei sich weiter verschärfendem Preis- und Wettbewerbsdruck wird eine wirtschaftliche und prozesssichere Produktion ganz zweifellos eine der wichtigsten Rahmenbedingungen sein.

Eine sehr effektive Alternative zu einer manuellen Sortierung und Kommissionierung sind systemgestützte Sortierlösungen, die es von verschiedenen Anbietern in unterschiedlichen Ausbau- und Leistungsklassen gibt.

Vorteile systemischer Lösungen zur Bauteilsortierung
Durch die Sortierung eines chaotisch ankommenden Teilestroms entsteht für die Folgeprozesse ein geregelter Materialfluss. Dieser lässt sich dann dank frei definierbarer Ein- beziehungsweise Auslagerstrategien noch weiter optimieren. Zudem können Werkstücke nach unterschiedlichen Kriterien wie Tour, Korpusdekor, Teilegruppe, Materialgruppe, Zielarbeitsplatz im Folgeprozess, Vorlaufteile, Vollständigkeit der Korpusteile und ähnliches aussortiert werden.

Einschleusteile, also Sicht- und Lackseiten, Kontur- und Ausfallteile, und Ausschleusteile wie etwa No Read, QS-Prüfteile, Baumer-Detektion oder Vorlaufteile bekommen ein optimales, weil systemisches Handling. Ein weiteres Plus: Die maschinelle Sortierung verhilft zu einer maximalen Transparenz durch positionsgenaue Teileverfolgung und auch komplett visualisierte Teileverwaltung entlang des gesamten Lager- und Sortierprozesses. Teilweise sind auch Mehrfachfunktion möglich, bestehend aus Teilepufferung, Entkopplung der Kantenanlage vom Folgeprozess, Bauteilsortierung und Vollständigkeit der Bauteile bei Auslagerung für Folgeprozess.

Die Produktionsprozesse werden aufgrund hoher Prozesssicherheit insgesamt planbarer, die Materialausnutzung durch Zwischenlagerung und zeitlich passendes Zusortieren von Kann-Teilen verbessert. Insgesamt erhöht sich in der Regel die Leistung und Produktivität, die Sortierzellen lassen sich vielfach bei Mengenwachstum und steigenden Anforderungen skalieren.

Kundenindividuelle Kriterien für die Konzeptansätze
Natürlich gibt es diverse kundenindividuelle Kriterien für unterschiedliche Systemlösungen und Konzeptansätze. Wie zum Beispiel die grundsätzliche Fertigungsphilosophie bei der Bauteilfertigung abhängig vom Mengengefüge und Produktionsvolumen pro Tag, einer strikt auftragsbezogenen Teilefertigung ab Schnittplanoptimierung oder auch Serienfertigung auf der Ebene Bauteilreferenz und Kommissionierung aus einem Hochregallager. Ebenso eine Rolle spielt die Zellenlänge und -breite, Hallenhöhe und alle sonstigen baulichen Gegebenheiten und vieles darüber hinaus wie etwa die Anlagenausstattung, vor allem im Bereich der Kante, oder auch Bauteilabmessungen sowie Teiledicken. Und nicht zuletzt das Investitionsbudget. Möbelhersteller verfolgen vor dem Hintergrund eines höheren Produktionsvolumens grundverschiedene Fertigungsphilosophien in der Bauteilfertigung. Folglich haben diese Unternehmen unterschiedliche Anforderungen an das Sortieren und benötigen andere Konzepte und Lösungsansätze. Das Spektrum reicht von Regalen die mit Pick-by-Light-Systemen ausgestattet sind, über Vertikalliftsysteme mit Tablaren, Sortierlager mit Regalbediengeräten bis hin zu vollautomatischen Sortierzellen mit Robotern verschiedenster Ausprägungen.

Die richtige Lösung finden mit L’ENGINEERS – Ingenieurbüro Lammers
Am Ende gilt bei allen Varianten, dass die Anforderungen und Gegebenheiten des Kunden die Konzeptlösung bestimmen. Nicht zuletzt daraus ergeben sich auch immer wieder neue Denkansätze und Umsetzungen. Es gibt de fakto eine ganze Reihe an Lösungsansätzen und technischen Konzepten für eine systemisch unterstützte Bauteilsortierung. Aber nicht eine immer richtige Lösung. Viele verschiedene Ansätze erläutert Christian Schaaf von L’ENGINEERS – Ingenieurbüro Lammers in der Ausgabe 8/2020 der „möbelfertigung“.

So kann bei der Anforderung „Sortieren von zwei Teilen pro Minute bei einer mittleren Losgröße von drei Teilen pro Teilereferenz und rund 100 Teilereferenzen“ ein Homag „RBG-Sorter“ in Mehrfachtiefe die richtige Antwort sein. Bei der Anforderung „Sortieren von vier Teilen pro Minute bei einer mittleren Losgröße von einem Teil pro Teilereferenz“ hingegen eine Fives Cinetic Sortierlösung mit je einem Eingangs- beziehungsweise Ausgangsroboter.

Es müssen die individuellen Anforderungen und Erfordernisse, das Teilespektrum, die Gegebenheiten sowie Rahmenbedingungen berücksichtigt, abgewägt und im Detail sorgfältig analysiert werden. Nur so kann in Gemeinsamkeit die für den Kunden richtige und optimale Lösung entstehen.

Genau solche stimmigen Lösungen für die Möbelindustrie erarbeitet L’ENGINEERS – Ingenieurbüro Lammers. Mit kompetenter Beratung, Konzeption, Planung, Durchführung und Begleitung von Projekten bekommen Unternehmen eine professionelle Unterstützung von Branchenkennern mit langjährigem Know-how. Bereits seit 1999 unterstützt das Ingenieurbüro Lammers GmbH die Holz- und Möbelindustrie bei der Weiterentwicklung ihrer Unternehmen. Wie bei einem Uhrwerk müssen zur optimalen Gestaltung der unternehmensspezifischen Aufbau- und Ablauforganisation viele Zahnräder richtig ineinandergreifen. L’ENGINEERS unterstützt die Konzeption und die Umsetzung der Organisation um dieses Ineinandergreifen zu ermöglichen. Dies geht bis zur Gestaltung der einzelnen Arbeitsplätze unterstützt durch geeignete Methoden.

Verarbeitendes Gewerbe hatte fast drei Prozent mehr Aufträge im Oktober 2020

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2020 saison- und kalenderbereinigt 2,9 Prozent höher als im September 2020. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2019 gab es kalenderbereinigt einen Anstieg um 1,8 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Oktober 2020 saison- und kalenderbereinigt 1,7 Prozent höher als im September 2020.

Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Oktober 2020 saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent höher. In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang im Oktober 2020 weiter an (+1,0 % zum Vormonat) und lag damit 6,0 Prozent über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Oktober 2020 um 2,4 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 3,2 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 0,5 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,8 Prozent.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Oktober 2020 um 2,3 Prozent über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,8 Prozent und im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 2,2 Prozent.

Für September 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Anstieg um 1,1 Prozent gegenüber August 2020 (vorläufiger Wert: +0,5 %). Grund hierfür sind Nachmeldungen unter anderem von Großaufträgen im Bereich des Luft- und Raumfahrzeugbaus.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Oktober 2020 saison- und kalenderbereinigt um 4,0 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Oktober 2020 saison- und kalenderbereinigt 4,6 Prozent niedriger. Für September 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber August 2020 (vorläufiger Wert: +1,1 %).

In der Automobilindustrie ist der Umsatz im Oktober 2020 gegenüber dem Vormonat um 9,5 Prozent gestiegen und liegt um 1,7 Prozent über dem Wert von Februar 2020.

HDH

Der Umsatz mit Holz steigt im In- und Ausland

Das Holzgewerbe vermeldete im September 2020 insgesamt steigende Umsätze. Während die Inlandsumsätze um 8,7 Prozent stiegen, kletterten die Auslandsumsätze um 11,1 Prozent. Damit lag der Gesamtwert 9,3 Prozent über dem Wert vom September 2019.

Damals hatte es einen Umsatzrückgang von insgesamt -0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben. Dabei hatte der Umsatzanstieg im Inland bei 0,6 Prozent gelegen und der Umsatz im Ausland war um -3,2 Prozent gesunken.

HPE

Aussichten der Branche verschlechtern sich leicht

Laut einer Umfrage des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. haben sich die Aussichten für die Branchenmitglieder leicht eingetrübt. Insbesondere die sich zuspitzende Schnittholzsituation, steigende Holzpreise und die fehlende Planbarkeit angesichts des zweiten Teil-Lockdowns setzen den fast ausschließlich kleinen und mittelständischen Familienunternehmen der Branche zu. „Zugleich zeigt sich in der Befragung auch, wie flexibel die traditionelle Branche auf die digitalen Herausforderungen in der Corona-Pandemie reagiert“, resümiert Marcus Kirschner, Geschäftsführer des HPE.
 
Nach bisher zwei Umfragen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Holzpackmittelindustrie nahmen aktuell 110 Unternehmen an einer dritten Umfrage des Verbandes teil. Befragt nach den Folgen der Krise, geben 70 Prozent der Unternehmen an, negativ von Umsatzeinbußen betroffen zu sein. Dies bedeutet immerhin eine leichte Verbesserung zur vorherigen Umfrage, dort waren es 73 Prozent der Befragten. „Allerdings sind die Prognosen für die kommenden drei Monate nicht rosig: 66 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen weiter von gleichbleibenden bis deutlich zunehmenden nachfrageseitig bedingten Einbußen aus“, so Kirschner. „Hinzu gekommen ist eine neue, besorgniserregende Dimension: Sprunghaft angestiegen gegenüber den letzten Umfragen sind die Sorgen um die Lieferketten. 39 Prozent der Befragten erwarten Versorgungsengpässe bei Schnittholz und Holzwerkstoffen. Dieser Wert hat sich von 12 Prozent gegenüber der letzten Befragung mehr als verdreifacht.“
 
Auch der Optimismus der zweiten Umfrage für den wirtschaftlichen Ausblick 2021 hat sich deutlich eingetrübt. Waren es im Sommer noch 39 Prozent, die eine Besserung der Lage erwartet hatten, so sind es nun mit 24 Prozent deutlich weniger. „Hauptgründe dafür sind in den steigenden Corona-Fallzahlen zum Zeitpunkt der Befragung Ende Oktober zu sehen und dem sich da schon abzeichnenden zweiten Teil-Lockdown sowie die Preisrallye an den Schnittholzmärkten insbesondere in den USA“, erklärt der HPE-Geschäftsführer.
 
Nach wie vor sind die Bereiche Exportverpackungen (37 Prozent), Kisten- (43 Prozent) und Palettenherstellung (40 Prozent) in den Unternehmen stärker von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen als beispielsweise Lagerung (fünf Prozent) oder Logistik (acht Prozent). Die coronabedingten Auswirkungen im Export sowie auf den schrumpfenden außereuropäischen und europäischen Märkten stellen besonders diese Bereiche vor große Herausforderungen. Das Instrument der Kurzarbeit wird insgesamt weniger genutzt, da einerseits die Schwankungen beim Auftragseingang deutlich zugenommen haben und andererseits angesichts steigender Fallzahlen mehr Flexibilität für etwaige Quarantänen bei Mitarbeitern benötigt werde.
 
Befragt nach den digitalen Veränderungen in der Branche, zeigt sich ein erfreuliches Bild. Während vor dem Beginn der Corona-Pandemie bei 14 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter im Homeoffice beschäftigt waren, hat sich dieser Wert im Verlauf der Krise mehr als verdoppelt auf 34 Prozent. Auch wenn sich bei der Umsetzung von Homeoffice diverse Widrigkeiten ergeben können, gaben 78 Prozent der befragten Unternehmer an, damit keine Probleme zu haben. „Dies zeigt, wie anpassungsfähig die teilweise in sechster oder siebter Generation geführten Branchenbetriebe arbeiten“, fasst der Verbandsmann die Flexibilität der Verbands-Unternehmen und -Mitarbeiter abschließend zusammen.

Wirtschaftsminister der Bundesländer wollen Zukunft der Messewirtschaft sichern

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer fordern, dass die Bundesregierung eine Initiative zur Sicherung und Weiterentwicklung der deutschen Messewirtschaft starten soll. Ansonsten droht die Gefahr, dass die international führende Branche durch die andauernden Corona-bedingten Messe-Absagen geschwächt werde.

Die Wirtschaftsminister betonen, dass in Deutschland weiterhin möglichst viele internationale Leitmessen stattfinden müssen. Denn gerade der deutsche Mittelstand erhalte damit ideale Voraussetzungen für die Stärkung seines Exportgeschäfts. Darüber hinaus müssen die Messegesellschaften trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen in die Lage versetzt werden, dass sie in Digitalisierung, aber auch in die Energie-Effizienz ihrer Messekapazitäten investieren können.

Zudem sollen Messe-Genehmigungen durch die Gesundheitsbehörden so gestaltet werden, dass auch bei Zunahme des Infektionsgeschehens kurzfristige Absagen vermieden werden. Denn gerade die Vielzahl von Absagen kann zu irreparablen Schäden durch Insolvenzen führen. Ebenso müsse es auf anderen Gebieten verlässliche Rahmenbedingungen geben, etwa bei der möglichst ungehinderten Einreise ausländischer Messeteilnehmer. Im Rahmen der Kompetenzen der Länder sei eine möglichst frühzeitige Wiederaufnahme der Messedurchführung anzustreben. Die Konferenz bittet das Bundeswirtschaftsministerium, sich in Beratungen und Verhandlungen zur Stärkung der Messen in Deutschland weiterhin aktiv einzubringen.

„Das ist eine wertvolle Unterstützung und Ermutigung für die Messewirtschaft angesichts von Umsatzrückgängen bei Veranstaltern und Dienstleistern von 70 bis 80 Prozent im Jahr 2020“, so der Auma-Vorsitzende Philip Harting. „Außerdem beklagen die Aussteller in erheblichem Umfang fehlende Geschäftschancen und direkte wirtschaftliche Einbußen aufgrund abgesagter Messen Jeder Schritt zu stabileren Rahmenbedingungen für Messen unterstützt auch die Wirtschaft als Ganzes“.

Hettich

Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten auch während der Pandemie

Selbst Covid-19-Pandemie konnte das Hettich-Team nicht von ehrenamtlichen Tätigkeiten abhalten – ganz im Gegenteil: Über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hettich-Standorteweltweit haben sich mit verschiedenen Projekten bei der Aktion „Hettich Ehrenamt 2020“ beworben. Dabei wurden ausgewählten 122 Projekte in Deutschland, Tschechien, Frankreich, Australien, Italien, und Japan mit jeweils 500 Euro gefördert. Insgesamt hat die Hettich Unternehmensgruppe 2020 weltweit Spendenchecks in Höhe von 61.000 Euro ausgestellt. Davon gingen allein 35.500 Euro an Vereine in Deutschland, in denen sich Hettich-Kolleginnen und -Kollegen engagieren.

„Gemeinnützige Vereine, die auf finanzielle Unterstützung von außen angewiesen sind, haben gerade in der Corona-Zeit schwer zu kämpfen. Darum freuen wir uns umso mehr, dass wir 2020 mit unserer Aktion ‚Hettich Ehrenamt‘ wieder zahlreiche Projekte sinnvoll unterstützen können. Es macht uns stolz, dass unsere Kolleginnen und Kollegen sich so vielfältig engagieren, und wir wünschen allen weiterhin viel Motivation und Erfolg“, so Jana Schönfeld, Geschäftsführerin bei Hettich.

Seit dem Startschuss der Aktion „Hettich Ehrenamt“ anlässlich des 125. Firmenjubiläums im Jahr 2013 sind bereits über 1.000 Projekte mit insgesamt 600.000 Euro gefördert worden.