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Autor: Möbelfertigung

Lobte Gestaltungswettbewerb für angehende Schreinermeister:innen aus

Schreiner:innen und Innenausbauer:innen brennen für ihr Handwerk. In ihren Werkstätten erwecken sie Möbelkreationen zum Leben. Zwar ist Holz noch immer der dominierende Werkstoff, doch die Branche ist offen für Neues. Der Mix aus traditionellen und neuen Materialwelten, überraschende Werkstoffkombinationen und die Ergänzung um technische Features erweitert das Portfolio und eröffnet neue Gestaltungsspielräume. In den Meisterschulen des Schreinerhandwerks wächst eine junge Generation heran, die ihre Zukunft in der Kombination aus Tradition und Innovation sieht. Mit diesen kreativen Köpfen der Schreinerwelt suchte Rehau – als Hersteller von Kanten- und Oberflächenmaterialien – den Austausch. Entwickelt hat sich daraus eine intensive Zusammenarbeit mit der Meisterschule in Ebern, bei der am Ende beide Seiten viel mehr als Inspiration gewonnen haben.

20 angehende Schreinermeisterinnen und -meister des Kursus 71 haben am Gestaltungswettbewerb teilgenommen, den Rehau in Kooperation mit der Meisterschule im unterfränkischen Ebern ausgelobt hat. Die Fach- und Führungskräfte der Schreinerbranche von morgen konnten ihre Kreativität, Präsentationsfähigkeiten und ihr handwerkliches Können gleichermaßen unter Beweis stellen. „Das ist genau die Zielgruppe, die sich im kreativen Innenausbau täglich neu erfinden und daher neuen Herausforderungen stellen muss. Somit ist sie offen für neue Techniken und Materialien“, berichtet Hans Peter Mehnert, Director Product Management Furniture Components and Systems der Division Furniture Solutions bei Rehau.

„Einen großen Anteil im Unterrichtsfach Gestaltung haben die Grundlagen der Gestaltung und die Konstruktion. Dazu zählen wir das Freihandzeichnen, die Form- und Farbenlehre, das räumliche Darstellen sowie das Entwerfen von Möbeln, Innenräumen und Bauelementen“, beschreibt Stefan Andritschke, Dipl.-Ing. (FH), Innenarchitekt und Fachlehrer Gestaltung/Konstruktion, sein Aufgabenfeld. Die Idee, dies mit einem Gestaltungswettbewerb zu verbinden, wurde von allen Seiten begrüßt: Die Schülerinnen und Schüler hatten eine konkrete Aufgabenstellung, die Ausbilder Zugang zu neuen Werkstoffen und Rehau das Feedback, dass seine Hightech-Materialien mit den traditionellen Materialien des Schreinerhandwerks kreativ kombiniert werden können.

Drei Kategorien standen zur Wahl:
• Stehen und Arbeiten im Homeoffice
• 1 + 1 = 3 – zwei Elemente, drei Funktionen
• Taschenentleerer/Flurmöbel

Gefragt war ein mobiles und freistehendes Möbelstück aus Rehau Oberflächenmaterialien, kombiniert mit Massivholz, Stahl, Alu, Beschlägen und Elektronik, das innerhalb von 40 Werk-stattstunden gebaut werden kann. Alle erforderlichen Materialien wurden von Rehau bereitgestellt. Christopher Markert, verantwortlich für das Objektgeschäft der Division Furniture Solutions bei Rehau, stand den Teilnehmenden in der Entwurfs- und Umsetzungsphase mit Rat und Tat zur Seite.

Acht Schulwochen nach dem Startschuss und kurz vor dem ersten Lockdown konnten die Entwürfe und Modelle einer Jury aus Lehrkräften und Rehau Mitarbeiter:innen präsentiert werden. Pro Themengebiet gab es jeweils einen Gewinnerentwurf. Der Plan sah vor, diese drei Entwürfe anschließend in Gruppenarbeit in der Werkstatt der Meisterschule baulich umzusetzen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mit Lockdown und massiven Präsenzbeschränkungen war die Fertigstellung der Exponate das eigentliche Meisterstück. Denn der Zugang zu den Werkstätten war extrem limitiert. „Hier zeigten die Meisterschüler:innen, dass sie die Fachkräfte der Zukunft sind und auch als Meister der Organisation bestens vorbereitet sind“, so Christopher Markert in seiner Rede zur virtuellen Preisverleihung. „Danke an alle für den regen Austausch, die hervorragende Zusammenarbeit und die Zeit, die für dieses Projekt von den Lehrkräften und Schüler:innen investiert wurde.“

Platz 1 in der Kategorie „Stehen und Arbeiten im Homeoffice“ gewann Malte Hoppen, der seine Ausbildung zum Tischler in der Massivholztischlerei Reimers-Freese in Rüllschau/Maasbüll bei Flensburg absolvierte, mit einem Stehpult beziehungsweise Steharbeitsplatz. In der Kategorie „1 + 1 = 3 – zwei Elemente, drei Funktionen“ setzte sich Sina Sarah Hitschmann, Schreinerin bei Segmüller, mit einem Sideboard-ähnliche Möbelstück durch und Platz 1 in der Kategorie „Taschenentleerer/Flurmöbel“ ging an Lukas Weß von der Tischlerei Zeitlos in Holz.

Zahl der Roboter nimmt stark zu

Die Anzahl der weltweit installierten Industrie-Roboter hat sich innerhalb von zehn Jahren bis zum Jahr 2019 mehr als verdreifacht und erreichte zuletzt eine Stückzahl von 381.000 Einheiten pro Jahr. Die International Federation of Robotics berichtet von den Top-5-Trends, die die industrielle Fertigung rund um den Globus derzeit prägen. „Die Industrie-Roboter befinden sich in einer Pole-Position, wenn es darum geht die traditionelle Produktion mit ‚Digitalstrategien‘ zu verbinden“, sagt Dr. Susanne Bieller, Generalsekretärin des IFR.

Welche fünf Trends gerade den Absatz von Robotern befeuern, erfahren Sie in der Printausgabe der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint. Oder Sie lesen das Magazin sofort digital unter http://bit.ly/mf03-21. Um das E-Magazin auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets bequem konsumieren zu können, gibt es jetzt ganz neu eine „möbelfertigung“ App. Diese erhalten Sie kostenfrei als Download wahlweise im Google Play Store für Android-Systeme oder im iOS ,,App Store‘‘ für Apple-Gerate.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will; warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind; welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt; was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat; wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert; was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum @home“ ist; wie Kettnaker seine Produktion auf neustem Stand hält; der australische Hersteller Dezignatek seine Werkstücke optimal für das Thermoformen vorbereitet, welche Roboter Fanuc-Marketingleiter Nils Tersteegen für den Einstieg empfiehlt und vieles mehr.

Darüber hinaus unser neuer Service für Sie und erstmals in der „möbelfertigung“: Die große Übersicht der Intralogistik- und Automationsspezialisten.

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Datenqualität ist die größte Herausforderung

Eine zentrale Maßnahme zur Optimierung vertrieblicher Maßnahmen und Sicherstellung einer höheren Kundenbindung stellt die Digitalisierung der Prozesse und der gezielte Einsatz betrieblicher Anwendungssysteme dar. Dabei bieten insbesondere CPQ-Lösungen (Configure Price Quote) für das Variantenmanagement und CRM-Lösungen (Customer Relationship Management) für das Kundenbeziehungsmanagement enorme Potentiale für den Maschinen- und Anlagenbau.

Der VDMA Fachverband Software und Digitalisierung hat eine Kurzstudie „Variantenmanagement und Kundenbeziehungsmanagement“ erstellt, die deutliche Optimierungspotenziale aufdeckt. Die Umfrage zeigt, dass die mit Abstand größte Herausforderung für Unternehmen in diesem Zusammenhang die Datenpflege zur Sicherstellung einer hohen Datengüte darstellt: 84 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen den damit verbundenen Aufwand zur Eingabe, Suche und Pflege von Daten als hoch ein. Dieser Aspekt ist besonders relevant, da die Pflege von Daten einen direkten Effekt auf die Datenqualität und die Nutzbarkeit von IT-Lösungen aufweist. „Hier sollten Unternehmen ansetzen, denn nur mit einer hoher Datenqualität ist ein effizienter Einsatz der Systeme gewährleistet“, sagt Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung. Weitere Herausforderungen für die Unternehmen sind die fehlende bereichsübergreifende Kommunikation (45 Prozent) sowie die unzureichende Systemintegration bzw. der unzureichende Aufbau von Systemschnittstellen (39 Prozent). Oetter fährt fort: „Ohne die intensive Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und angrenzenden Unternehmenseinheiten kommt es zu Intransparenz über unternehmensinterne Abläufe. Das führt zu einer unzureichenden Informationsbasis für vertriebliche Aktivitäten, die niemand im Unternehmen möchte“.

Eine wesentliche Voraussetzung zur Nutzung systemübergreifender Synergiepotentiale stellt der Aufbau von Schnittstellen und systemübergreifende Austausch relevanter Daten dar. „Wenn es um den Vertrieb komplexer und variantenreicher Produkte geht, ist eine nahtlose Integration von CRM- bzw. CPQ-Systemen in die IT-Landschaft zwecks automatisiertem Datenaustausch nahezu unverzichtbar“, so Oetter. Die aktuelle Kurzstudie des VDMA Software und Digitalisierung deckt hierbei Verbesserungspotential bei der Integration der Systemlandschaften auf. 17 Prozent der CPQ-Lösungen und 18 Prozent der CRM-Systeme werden als Insellösung ohne jegliche Ankopplung an die restliche IT des Unternehmens betrieben. „Dies stellt ungenutztes Potential für die Optimierung der bereichsübergreifenden Prozesse und damit auch für eine Gesamtsicht auf den Kunden dar“, resümiert Oetter.

Ein wesentlicher Betrachtungsfokus der Studie lag auch in der Evaluation der implementierten IT-Infrastruktur im Vertrieb und den angrenzenden Bereichen. Einen sehr niedrigen Verbreitungsgrad weisen CPQ-Lösungen auf. So zeigt die Studie, dass CPQ-Lösungen nur bei 40 Prozent der Befragten eingesetzt werden. „Gerade bei variantenreichen Produkten mit hohen technischen Abhängigkeiten, wie sie im Maschinen- und Anlagenbau üblich sind, ist der Einsatz von CPQ-Lösungen sinnvoll, weil bereits der Vertrieb in die Lage versetzt werden sollte, die technische Konfiguration durchzuführen“, fasst Claus Oetter zusammen.

Hat sich von seinem Sägewerk in Bradford getrennt

Der Laubholzspezialist Danzer hat am 15. April den Verkauf seines Laubholzsägewerks in Bradford, Pennsylvania/USA, abgeschlossen. Danzer veräußerte das Werk an ein Joint Venture zwischen der Rossi Group, einem Laubholz verarbeitenden Unternehmen, und der Lyme Timber Company, die sich auf Investitionen in Waldflächen spezialisiert hat. Durch den Verkauf wurden die 85 bestehenden Arbeitsplätze am Standort in Bradford gesichert. Außerdem planen die neuen Eigentümer, mindestens 20 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mit seinem Werk zur Schnittholztrocknung in Shade Gap, Pennsylvania, ist Danzer weiterhin im nordamerikanischen Holzgeschäft vertreten.

Danzer startete das Sägewerk in Bradford 1988, um Kunden auf der ganzen Welt hochwertiges amerikanisches Schnittholz anbieten zu können. In den letzten Jahren investierte Danzer in moderne Technologien, beispielsweise in die sogenannte „curve-saw“-Technologie, die aus gebogenen Stämmen gerade Bretter sägt, was zu einer besseren Nutzung der wertvollen Laubholzressource führt. „Die Wettbewerbsdynamik erlaubte es jedoch nicht, das Schnittholz Produkt ausreichend zu differenzieren, um die starken Wettbewerbsvorteile zu erzielen, die Danzer von allen Geschäftsbereichen erwartet“, erklärte CEO Hans-Joachim Danzer. Greg Lottes, Geschäftsführer von Danzer Lumber North America, fügt hinzu: „Für das Sägewerk in Bradford haben wir einen hervorragenden Käufer und Betreiber gefunden. Bei der Lyme/Rossi-Gruppe sind unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Bradford gut aufgehoben. Davon profitiert auch die lokale Gemeinde. Die bestehende Sägewerkskapazität von Rossi und der größere Waldbesitz von Lyme in Pennsylvania bilden eine hervorragende Ergänzung zum Bradford-Komplex.“

Greg Lottes, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der nordamerikanischen Holding von Danzer, wird weiterhin die Aktivitäten von Danzer Lumber North America leiten. Lottes übergab jedoch am 1. Januar 2021 die Führung von Danzer Veneer Americas (DVA), an dessen Spitze er die letzten 12 Jahre stand. Der neue Geschäftsführer des Unternehmens ist Dan W. Sullivan, der seit 2010 als Chief Financial Officer bei Danzer North America tätig ist. Sullivan wird von einem Team erfahrener Danzer-Führungskräfte unterstützt: Tracy Rowlett (Executive Vice President), Vijay Reddy (Vice President, Sales and Marketing), Dan Rastatter (Vice President, Manufacturing and Engineering) und Greg Hartog (Vice President, Procurement).

Im weiterhin bestehenden Danzer-Werk in Shade Gap wird frisches Laubholz angekauft und homogen getrocknet. Fast alle amerikanischen Laubholzsorten werden hier in Kammern mit einer Kapazität von 1,4 Millionen Board Feet getrocknet. Der Schwerpunkt des Werks liegt auf den Holzarten Weißeiche und Nussbaum mit einer Stärke von ca. 4/4 inch bis 12/4 inch. Für Nussbaumholz stehen vor Ort zwei Dämpfkammern zur Verfügung und es werden Hobel- und Zuschnittservices angeboten.

Gründung kann bis zum Sommer erfolgen

Es wird immer konkreter: In der „möbelfertigung“ 1/2021 haben wir ausführlich über die Idee berichtet, in Ostwestfalen eine „Lehrfabrik Möbelindustrie“ zu errichten. Die Möbelverbände in Herford treiben das Projekt als Auftraggeber der ausführenden Beratungsfirma Zeus GmbH aus Paderborn gezielt voran.

Entstehen soll ein hochmodernes Trainingszentrum mit etwa 2.000 Quadratmetern – aktuell sieht es so aus, als ob Löhne ein sehr wahrscheinlicher Standort sein könnte. In der Lehrfabrik sollen alle technischen Fähigkeiten in und nach der Ausbildung wie etwa Holzmechaniker, Mechatroniker und viele weitere Berufe der Möbelindustrie erlernt werden können. Ein Fokus liegt aber auch auf regelmäßigen Fortbildungen der gesamten Belegschaft eines Möbelherstellers. Zudem soll die Einrichtung interessierten Möbelherstellern beim Recruiting von Schülern und anderen Zielgruppen helfen. Denn: Die Gewinnung von Fachkräften wird in Zukunft immer schwieriger werden und letztlich buhlen die Unternehmen innerhalb der Branche schon aufgrund der Ballung in Ostwestfalen um das gleiche Personal. Die ganz großen Produzenten haben oft die Nase vorne, denn sie bieten inhouse mehr Möglichkeiten und Optionen.

Nahezu wöchentlich fallen mittlerweile wichtige Entscheidungen rund um eine mögliche „Lehrfabrik Möbelindustrie“, mit der mittelständische Unternehmen aus dem Herzen der deutschen Möbelindustrie ihre Auszubildenden und Mitarbeiter auf ein neues „Wissenslevel“ heben könnten.

Wie der aktuelle Stand der Dinge ist und was die bisher beteiligten Unternehmen zur Lehrfabrik sagen, erfahren Sie in der Printausgabe der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint. Sie können das Magazin auch sofort digital lesen unter http://bit.ly/mf03-21. Um das E-Magazin auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets bequem konsumieren zu können, gibt es jetzt ganz neu eine „möbelfertigung“ App. Diese erhalten Sie kostenfrei als Download wahlweise im ,,Google Play Store‘‘ für Android-Systeme oder im iOS ,,App Store‘‘ für Apple-Gerate.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will; warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind; welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt; was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat; wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert; was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum @home“ ist; wie Kettnaker seine Produktion auf neustem Stand hält; der australische Hersteller Dezignatek seine Werkstücke optimal für das Thermoformen vorbereitet, welche Roboter Fanuc-Marketingleiter Nils Tersteegen für den Einstieg empfiehlt und vieles mehr.

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Kooperieren mit Sherwin-Williams Deutschland

Mit Sherwin-Williams Deutschland konnten die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen einen neuen Partner für ihr Netzwerk gewinnen. Das Unternehmen entwickelt und produziert seit 1866 Oberflächenbeschichtungen.

Sherwin-Williams ist mit seinem Geschäftsbereich ‚Performance Coating Group‘ führend in der Produktion von industriellen Beschichtungen und liefert im globalen Umfang Oberflächenlösungen für Originalhersteller (OEM) und Zulieferer. Für den Vertrieb der flüssigen und pulverförmigen Oberflächentechnologien für Holz, Metall und Kunststoff sowie Zubehör für die Lackapplikation greift die Unternehmensgruppe auf eine sich auf sechs Kontinente erstreckende Infrastruktur zurück. Mit über 60.000 Mitarbeitern weltweit, einer global vernetzten Forschung und lokalen Services generiert Sherwin-Williams innovative Lösungen für die Holzwerkstoff- und Möbelindustrie.

Durch seine internationale Ausrichtung verfügt der Oberflächenspezialist über umfassendes Knowhow bei der Holzbeschichtungsindustrie und ist für die Mitglieder der in Herford ansässigen Möbelverbände ein kompetenter Ansprechpartner. Die Partnerschaft mit den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie ermöglicht Sherwin-Williams, die langfristigen Kundenbedürfnisse der deutschen Holz- und Möbelindustrie besser zu verstehen und für die Entwicklung von nachhaltigen und maßgeschneiderten Lösungen zu nutzen.

Will das Vertriebsnetz ausbauen

Seit Oktober 2020 verantwortet Dr. Piero Gamma die deutsche Tochter von Salice. Dabei liegt sein Fokus unter anderem im Auf- und Ausbau von Unternehmensstrukturen und des Vertriebsnetzes.

möbelfertigung: Herr Dr. Gamma, wie sehen Sie die Position von Salice im deutschen und europäischen Markt?

Dr. Piero Gamma: In den letzten Jahren konnte Salice seine Position auf dem deutschen und europäischen Markt weiter ausbauen und Maßstäbe in puncto Qualität der Produkte in der Möbel-, Bau- und Immobilienindustrie, sowie im Contract-Segment und bei den Händlern setzen.

möbelfertigung: Wo liegen aus Ihrer Sicht in den kommenden Monaten die größten Herausforderungen für die Deutsche Arturo Salice GmbH?

Dr. Piero Gamma: Es liegen mehrere wichtige, interne und externe Herausforderungen vor uns. Einerseits die Optimierung und das Wachstum der Unternehmensergebnisse, andererseits der Auf- und Ausbau der Unternehmensstruktur und des Vertriebsnetzes.

möbelfertigung: Wie vertraut ist Ihnen die deutsche Küchenmöbel- und Möbelindustrie und wie nehmen Sie diese in Sachen Innovationsfähigkeit und internationale Bedeutung bislang wahr?

Dr. Piero Gamma: Persönlich bin ich daran gewöhnt, auf sehr unterschiedlichen Gebieten flexibel zu handeln und optimistisch, dass meine vielfältigen Erfahrungen auch auf die deutsche Küchenmöbel- und Möbelindustrie zutreffen. Die dramatischen Entwicklungen, die die letzten zwölf Monate in allen Branchen prägten, haben alle Perspektiven verändert. Dies fordert von uns, dass wir viel schneller reagieren und Chancen nutzen müssen. Zum Beispiel sehe ich im Bereich der Digitalisierung einen gewissen Nachholbedarf und die Herausforderung die digitalen Möglichkeiten, jetzt konsequent und in allen Bereich bis hin zur Kommunikation und Vermarktung zu nutzen.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint. Einige Tage vorher können Sie das Magazin bereits digital lesen unter https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/62108939bed5/editions.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will, warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind, wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert, was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum@home“ ist, welche Roboter für die holzbe- und verarbeitende Industrie besonders interessant sind, was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat und vieles mehr.

Darüber hinaus unser Service für Sie und erstmals in der „möbelfertigung“: Die große Übersicht der Intralogistik- und Automationsspezialisten.

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Zeigt bei der „Interzum @ home“ mit „TeraBlack“ mattschwarze Beschläge

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In den letzten Jahren zeigte sich ein klarer Trend zu dunklen Beschlägen und Designelementen in Schränken. „TeraBlack“ ist die Antwort des Beschlagspezialisten Titus auf diese wachsende Nachfrage. Das mattschwarze finish mit einer lichtabsorbierenden Struktur ist dabei weit mehr als nur eine Farboption.

„Tera“ steht für Titus Enhanced Resistance Application. Die einzigartige Oberfläche reflektiert nicht und ist gleichmäßig mattschwarz. Sie ist korrosionsresistent und langlebig. Die beeindruckende Optik bleibt durch den gesamten Lebenszyklus des Beschlages erhalten.
Das gelungene Design und die hohe technische Qualität macht die „TeraBlack“-Produktreihe für Möbelhersteller jeder Größe attraktiv. Die spannende Optik wertet Schränke aus dunklen Hölzern oder mit dunklem Finish auf. Weißen Schränken oder hellen Hölzern geben die dunklen Elemente dagegen einen mutigen und dramatischen Kontrast.
Titus ist bei der digitalen Messe „Interzum @ home“ vom 4. bis 7. Mai dabei und freut sich auf Fragen zur „TeraBlack“-Reihe und anderen innovativen Lösungen.
Mehr Infos: www.titusplus.com

Jim Keane, President und CEO von Steelcase Inc., geht in den Ruhestand

Jim Keane, President und CEO von Steelcase, verkündet seinen Rücktritt nach 25 Jahren im Unternehmen und mehr als sieben Jahren als CEO. Er wird seine Rolle als President und CEO noch bis zum 4. Oktober 2021 ausüben und bis zum Rentenantritt am 7. Januar 2022 als stellvertretender Vorsitzender tätig sein.

Sara Armbruster, die zum Executive Vice President und in den Steelcase Board of Directors berufen wurde, übernimmt am 4. Oktober 2021 die Rolle des President und CEO.

Keane, 61 Jahre, fing 1997 bei Steelcase an. Im Laufe seiner Karriere war er als Chief Operating Officer, Chief Financial Officer, President und Chief Executive Officer tätig. Er leitete weltweit agierende Teams in den Bereichen Unternehmensstrategie, IT, Forschung, Produktentwicklung, Design, technische Planung (Engineering), Fertigung, Sales und Vertrieb. 2013 wurde Keane in den Steelcase Board of Directors berufen. Keane ist darüber hinaus im Aufsichtsrat von Rockwell Automation, IDEO, dem Economics Club of Grand Rapids, der Business and Institutional Furniture Manufacturer’s Association (BIFMA) sowie im Kuratorium der Stiftung Grand Valley University Foundation. Er ist sowohl passives Mitglied als auch Vorsitzender des Business Roundtable – einer Vereinigung von CEOs führender US-amerikanischer Unternehmen.

Keane verwandelte Steelcase in ein global agierendes Unternehmen mit einer starken Organisationskultur, das auf schnelle und dezentralisierte Entscheidungsfindung setzt. Er war hauptverantwortlich für die Entstehung des Steelcase Learning + Innovation Centers in München, einem globalen Knotenpunkt, an dem Angestellte, Fachhändler und Gäste zusammenkommen, um zu lernen und entscheidende Entwicklungen in Bezug auf die Zukunft der Arbeit voranzubringen. Jim Keanes Fähigkeit, Kreativität zu fördern und Innovation zu beschleunigen, hat Steelcase in die Lage versetzt, den Wandel der Arbeitsumgebungen zu realisieren – und diese von Orten, an denen es nur um Effizienz ging, hin zu dynamischen Landschaften zu verwandeln, die den stetigen Wandel am Arbeitsplatz bestmöglich begleiten.

Keane war es immer wichtig, die Möglichkeiten des Unternehmens zu nutzen, um sich für gute Zwecke einzusetzen, was sich unter anderem in Steelcase‘ Engagement im Bereich Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung (ESG – Environmental, Social and Governance) zeigt. Steelcase gehört zu den ursprünglichen Unterzeichnern des ‚Statement on the Purpose of a Corporation‘ (Erklärung über den Zweck eines Unternehmens) des Business Roundtable im Jahr 2019, in dem sich Keane und weitere CEOs dazu verpflichten, ihre Unternehmen zugunsten der Stakeholder zu führen. ISS, eine Ratingagentur, die Unternehmen anhand ihres ganzheitlichen Einsatzes im Bereich Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung bewertet, hat Steelcase diesbezüglich als führend in der Branche beurteilt. Insgesamt erhielten nur zwei andere Unternehmen im Juli 2020 noch bessere Geschäftsbeurteilungen von ISS in diesem Bereich. Steelcase wurde darüber hinaus vom Wall Street Journal als eines der „100 am nachhaltigsten geleiteten Unternehmen weltweit“ aufgeführt. 2020 erreichte das Unternehmen die CO2-Neutralität bei allen Produkten und hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, mithilfe wissenschaftlich begründeter Vorgehensweisen bis 2030 CO2-negativ zu werden.

„Der Steelcase Board of Directors und ich möchten uns sehr herzlich bei Jim für die hervorragende Umsetzung seiner Tätigkeit als CEO in den letzten sieben Jahren bedanken sowie für seinen Einsatz für Steelcase in den letzten 25 Jahren“, betont Rob Pew, Vorsitzender des Steelcase Board of Directors. „Unter seiner Führung hat das Unternehmen unglaubliche Verbesserungen im Bereich Innovation erlebt und ist stark gewachsen. Jim hat Steelcase souverän durch die momentane globale Krise geführt und überlässt uns das Unternehmen in einer starken strategischen und finanziellen Position. Wir wünschen ihm das Allerbeste für seinen Ruhestand.“

„Nie war ich mehr gespannt, was die Zukunft von Steelcase angeht“, sagt Keane. „Dennoch ist es jetzt, nach 25 Jahren, Zeit für eine Veränderung. Die Krise aufgrund der Pandemie flaut langsam ab und wir spüren erste Zeichen einer Erholung. Gleichzeitig bringen wir viele neue, innovative Produkte auf den Markt. Es ist somit der perfekte Zeitpunkt, um einen neuen CEO willkommen zu heißen.“

Der Steelcase Board of Directors begann vor etwa zwei Jahren mit der Planung des CEO-Wechsels, wobei die abschließende Auswahl im Laufe der letzten Monate erfolgte. Zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten durchliefen einen Beurteilungsprozess.  „Ich möchte mich beim Vorstand für seinen Einsatz und seine Sorgfalt in dieser wichtigen Angelegenheit bedanken. Sara hat während des gesamten Prozesses geglänzt, aufgrund ihrer rücksichtsvollen und aufmerksamen Art, ihrer herausragenden Fähigkeit, Design Thinking in ihr gesamtes Handeln einfließen zu lassen und aufgrund ihrer inklusiven Geisteshaltung“, so Pew.

Seit sie 2007 bei Steelcase angefangen hat, leitete Armbruster, die heute 50 Jahre alt ist, den Bereich Corporate Strategy und Akquisitionen. Sie war darüber hinaus für mehrere Geschäftszweige innerhalb von Steelcase verantwortlich, unter anderem Steelcase Education, Steelcase Health und die Polyvision Corporation. Zu ihren vielschichtigen Verantwortlichkeiten gehörten die Leitung der IT, globaler Designstudien, neuer geschäftlicher Initiativen und die Leitung der Covid-19-Projektgruppe zur Krisenbekämpfung.

Armbruster sitzt momentan im Board of Directors von Winnebago Industries und dem Institute of Design des Illinois Institute of Technology. Sie bringt sich darüber hinaus aktiv in vielen gemeinnützigen Organisationen in West Michigan ein. Bevor sie anfing bei Steelcase zu arbeiten, war Armbruster für McKinsey & Company sowie als Vice President für Business Development bei der Banta Corporation tätig, wo sie die strategische Geschäftsentwicklung und die Merger & Acquisitions-Aktivitäten leitete.

Armbruster schloss ein MBA-Studium an der Amos Tuck School des Dartmouth College ab. Sie hat einen Master in Internationalen Beziehungen an der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies der Johns Hopkins University absolviert und besitzt einen Bachelorabschluss der Yale Universität im Bereich Slawische Sprachen und Literatur.

„Sara wird zehnter CEO in unserer 109-jährigen Geschichte“, so Pew. „Ihre strategische Expertise, ihr Führungsstil und mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrungsschatz in verschiedenen Führungsrollen machen sie zur absolut qualifizierten Kandidatin für die neue Rolle.“

„Ich freue mich sehr, dass Sara vom Board of Directors als nächster CEO berufen wurde“, bekräftigt Keane. „Sara stand mir immer zuverlässig zur Seite bei der Bestimmung der Geschäftsstrategie und in der letzten Zeit bei der Bewältigung der Krise. Sie genießt ein hohes Ansehen als eine Führungskraft mit starkem Engagement für die Werte, die Steelcase zu einem so gefragten Arbeitgeber machen.“

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass mir diese Position angeboten wurde und bin überaus dankbar für die 14 Jahre, in denen ich eng mit Jim Keane zusammengearbeitet habe“, so Armbruster. „Ich bin stolz darauf, mit unserem starken Führungsteam und den vielen unglaublich talentierten und engagierten Teams, die Steelcase weltweit vertreten, zusammenzuarbeiten. Die jetzige Zeit markiert einen Entwicklungsmoment für unser Unternehmen. Die Arbeit und die Orte, an denen die Arbeit stattfindet, werden gerade neu definiert. Dank Jim steht Steelcase ausgezeichnet da – und das in einer Zeit, in der es äußerst wichtig ist, dass die Geschäftsführung die Richtung für die Zukunft der Arbeit vorgibt.“