Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Im Infektionsschutz-Gesetz fehlen Perspektiven für die Messewirtschaft

Am 21. April stimmt der Deutsche Bundestag einer Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes zu. Dabei wird Durchführung von Messen, die normalerweise jährlich von 250.000 Ausstellern und über 16 Mio. Besuchern genutzt werden, jedoch nach wie vor keine Perspektive und Planungssicherheit geboten. Ende Oktober 2020 wurden Messen in den zweiten Lockdown geschickt, ohne einen Ausblick auf den Re-Start zu geben. So ist es für die Messewirtschaft nicht nachvollziehbar, dass die Politik unfähig ist, aus den absehbaren Erfolgen der Impfkampagne, begleitet von einem breitflächigen Testangebot ein Planungsszenario abzuleiten. „Wir appellieren deshalb an die Bundesländer, schnellstens Rahmenbedingungen zu definieren, unter denen Messen wieder stattfinden können“, erklärt Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Auma – Verband der deutschen Messewirtschaft. Denn anhaltendes Zögern führt zu weiteren Messeabsagen im zweiten Halbjahr. Bereits jetzt sind über die Hälfte der 380 geplanten Messen des Jahres 2021 gestrichen.

Eines der wichtigsten Geschäftsanbahnungs-Instrumente der deutschen Unternehmen steht nicht zur Verfügung und dies mit gravierenden Folgen:  Bereits im November 2020 hat eine Befragung von Mitgliedern der Industrieverbände VDMA, ZVEI und Spectaris ergeben, dass drei Viertel der Unternehmen fehlende Chancen zur Gewinnung neuer Kunden aufgrund von Messe-Absagen beklagen. 60 Prozent sahen Einbußen, weil sie Produkte nicht real präsentieren konnten. Inzwischen dürften diese Anteile noch gestiegen sein. Gerade kleine und mittelständische Firmen trifft es besonders schwer, wenn ihre jeweiligen Branchenplattformen nicht stattfinden können.

 „Die Bundesländer müssen jetzt handeln! Es gehe um ein Perspektive-Signal! Mindestens zwei Monate Vorlauf sind aufgrund der langen Planungszeiten für Messen nötig“, so der auma-Geschäftsführer. „Auch die Möglichkeit zur Durchführung von Modellprojekten auf regionaler Ebene sollte dabei bedacht werden. Diese Projekte werden zusätzlich wieder Vertrauen in eine sichere Durchführung auch größerer Messen aufbauen. Die Messewirtschaft muss nach der Sommerpause wieder deutlich in Gang kommen, ansonsten drohen nicht nur Wachstumsverluste für die Wirtschaft insgesamt, sondern auch weitere Betriebsschließungen und der Abbau von Arbeitsplätzen bei Messeveranstaltern und Messe-Dienstleistern. Im Jahr 2020 sei der Beitrag der Messen zur gesamten deutschen Wirtschaftsleistung um fast 80 Prozent geschrumpft. Dieser Schaden dürfe sich 2021 nicht wiederholen.“

Standorte verkauft

Saint-Gobain verkauft mit der Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH einen Teil der glasverarbeitenden Betriebe aus dem Netzwerk der „Glassolutions“ in Deutschland an die Aequita Gruppe. Die Standorte stellen Glasprodukte für den Fassadenmarkt her und werden vom Käufer weitergeführt und entwickelt. Die Transaktion beinhaltet auch eine langfristige geschäftliche Beziehung zu Saint-Gobain. Die Veräußerung betrifft die Standorte Radeburg und Berlin (Döring Glas) der Saint-Gobain Glassolutions Objekt-Center GmbH, an denen insgesamt knapp 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Betriebe gehen im Mai 2021 an die Münchner Aequita Gruppe über, die 2019 bereits die niederländischen Aktivitäten von „Glassolutions“ erworben hat.

„Wir sind froh, einen weiteren Schritt unserer strukturellen Veränderung gegangen zu sein und mit Aequita als neuen Eigentümer einen guten Partner für die Zukunft der Standorte sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden zu haben“, so Raimund Heinl, CEO Saint-Gobain Deutschland & Österreich. „Aequita zeichnet sich durch seine umsichtige, langfristig ausgelegte Investitionsstrategie aus, was ein wichtiges Auswahlkriterium für die Entscheidung von Saint-Gobain darstellte“, ergänzt Dr. Stephan Kranz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Saint-Gobain Deutsche Glas GmbH, zu der die veräußerte Gesellschaft bisher gehört.

5. Holzanatomisches Kolloquium im September

Am 9. und 10. September 2021 veranstaltet das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) gemeinsam mit der Professur für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik der TU Dresden das 5. Holzanatomische Kolloquium.

Der traditionsreiche Holzforschungsstandort Dresden mit zahlreichen Instituten, Organisationen und Unternehmen rund ums Holz bietet beste Voraussetzungen für ein solches Fachkolloquium.

Die Holzanatomie als eine sehr alte Teildisziplin der biologischen Naturwissenschaften bietet auch heute noch großes Potenzial. Moderne Anwendungsbereiche sind zum Beispiel Strukturanalytik, Nanotechnologie, Materialwissenschaften oder Bionik. Im diesjährigen Programm stehen unter anderem Vorträge zu Themen wie Angewandte Holzanatomie, Holzartenbestimmung und funktionelle holzbasierte Materialien. Das komplette Programm finden Sie online unter https://www.ihd-dresden.de/de/veranstaltungen/. Aufgrund der Corona-Pandemie findet das Kolloquium erstmals in hybridem Format statt. Bei einer Anmeldung bis zum 9. Juli 2021 wird ein Frühbucherrabatt gewährt.

Kooperation in neuer Produktreihe

Platte und Kante aus einer Hand: Rehau und Pfleiderer kombinieren ihre Kompetenzen in einer gemeinsamen Produktreihe. So verbergen sich hinter „Solutions4Furniture“ Pfleiderers Lackplatte „PrimeBoard“ und Rehaus Nullfugenkante „Raukantex pro“.

Damit sollen OEM-Partner und Möbelhersteller von vereinfachten Prozessen in der Bestellung über die Verarbeitung und den After-Sales-Bereich bis hin zur schnellen Verfügbarkeit der Farbkollektion profitieren. Das Bauteil entsteht, ab Losgröße 1, durch die Konfektion bei der Firma Hunger.

Trauer um Anton Hettich

Eine der großen Persönlichkeiten der Branche ist gegangen: Anton Hettich, der langjährige geschäftsführende Gesellschafter und Beiratsvorsitzender der Hettich Unternehmensgruppe, starb am 24. April 2021 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren.

Anton Hettich war bereits seit 1949 Mitgesellschafter des Familienunternehmens in Schramberg. Nach dem frühen Tod seines Vaters 1956 wurde er im Alter von nur 27 Jahren Mitglied der Geschäftsführung. Im Januar 1959 nach der gesellschaftsrechtlichen Trennung vom Stammhaus im Schwarzwald wurde er Vorsitzender der Geschäftsleitung der Paul Hettich GmbH & Co. KG in Herford. 1991 wechselte er in den Beirat. Erst 2016 beendete er seine Tätigkeit als Beiratsvorsitzender.

Durch sein Engagement und seinen Ideenreichtum entwickelte Anton Hettich die Firma zu einem international erfolgreichen Unternehmen. Viele technische Entwicklungen und neue Standortgründungen entstanden unter seiner Führung.

Darüber hinaus stellte Anton Hettich seine beruflichen Erfahrungen der Wirtschaft in vielen Ehrenämtern zur Verfügung: Er war zehn Jahre lang Vorsitzender der Unternehmergruppe Ostwestfalen-Lippe und mehrere Jahre Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld. Als Ehrenvorsitzender der Industrievereinigung Möbelzubehör (IVM) in Düsseldorf blieb er mit der Beschlagbranche eng verbunden. In den 70er Jahren war Anton Hettich CDU Ratsmitglied in Herford. Als langjähriger Vorsitzender des Golf- und Landclubs Bad Salzuflen von 1956 e.V. entwickelte er diesen erfolgreich weiter.

Für sein erfolgreiches unternehmerisches Handeln wurde Anton Hettich mehrfach ausgezeichnet. 2006 erhielt er den Hessischen Verdienstorden. 2014 wurde Anton Hettich das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Er behielt stets das Gemeinwohl im Auge und wurde auch für sein soziales Engagement vielfach geehrt. Ein ihm wichtiges Ziel war die Förderung von Bildung, Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen. So gründete Anton Hettich bereits 1992 die Anton Hettich Stiftung. Das Gründungskapital stockte er 2019 anlässlich seines 90. Geburtstags gemeinsam mit seinem Sohn Andreas auf 14 Millionen Euro auf.

Seine Familie, alle Gesellschafter, der Beirat, die Geschäftsführung, sowie das gesamte Hettich Team trauern um eine große Persönlichkeit und werden die Hettich Unternehmensgruppe in seinem Sinne weiterentwickeln.

„Automatica Sprint“

Findet ausschließlich online statt

Nach engem Austausch mit dem Fachbeirat steht nun fest: die „Automatica Sprint“ findet online statt. Das neue Messeformat im „Automatica“-Portfolio bietet der Robotik- und Automationsindustrie vom 22. bis zum 24. Juni 2021 eine digitale Plattform für Austausch, Wissen und Business. Dank des flexiblen Konzepts haben bereits im Vorfeld zahlreiche internationale Key Player ihr Kommen bestätigt. Einen großen Mehrwert bietet der „Munich_i Summit“, Hightech-Plattform für Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik, der im Rahmen der „Automatica Sprint“ am 22. Juni seine Premiere feiert. „Mit dem Messekonzept „Automatica Sprint“ haben wir unseren Kunden von Anfang an Planungssicherheit gegeben. Das Format war sowohl als Präsenz- als auch als Digitalveranstaltung konzipiert, sodass eine Durchführbarkeit garantiert war“, sagt Falk Senger, Geschäftsführer Messe München und verantwortlich für die „Automatica Sprint“. „Der große Zuspruch aus der Industrie zum nun entschiedenen Online-Format beweist, dass wir den besonderen Bedürfnissen in den aktuellen Zeiten absolut gerecht werden“, so Senger.

Zu den bereits bestätigten Ausstellern zählen aus dem Bereich Robotik unter anderem ABB, Epson, Fanuc und Kuka. Darüber hinaus haben sich aus den Bereichen Montage- und Handhabungstechnik Bosch Rexroth, Festo, Hahn Automation, Mikron, Siemens, Schunk sowie Teamtechnik angemeldet. Ebenso mit dabei: Basler, IDS, MVTec und VMT, die Entwicklungen aus der industriellen Bildverarbeitung präsentieren werden.

Wilfried Eberhardt, Chief Marketing Officer der Kuka AG und Vorsitzender VDMA Robotik + Automation sieht der Online-Ausgabe sehr positiv entgegen: „Die Branche hat einen enormen Bedarf an Orientierung, Austausch, Inspiration und Innovation. Endlich haben wir mit der digitalen Umsetzung der „Automatica Sprint“ eine Möglichkeit, als Branche wieder zusammen zu kommen.“

Im Rahmen der „Automatica Sprint“ findet erstmals auch „Munich_i“ als neu geschaffene und weltweit einzigartige Plattform für Robotik und Künstliche Intelligenz, ebenfalls ausschließlich online, statt. Wesentlicher Baustein der Kooperation zwischen „Automatica“ und der Munich School of Robotics and Machine Intelligence (MSRM) der Technischen Universität München (TUM) ist der „Munich_i Hightech“-Summit am 22. Juni 2021, für die der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Schirmherrschaft übernommen hat. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sami Haddadin, Direktor der MSRM und Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz an der TUM, und Prof. Dr. Alena Buyx, Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin und Inhaberin des Lehrstuhls für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien an der TUM, erwarten die Teilnehmer des Summits unter dem Leitmotiv „intelligence empowering tomorrow“ mehr als 20 Vorträge rund um den verantwortungsvollen technologischen Wandel und die Interaktion von menschlicher und künstlicher Intelligenz, insbesondere in den gesellschaftlichen Bereichen Arbeit, Gesundheit und Mobilität.

Die Teilnahme am Hightech-Summit ist für Besucher der Digitalplattform der „Automatica Sprint“ im Ticket inbegriffen. Die Vortragssprache ist Englisch.

Weitere Informationen zum „Munich_i Summit“ mit dem gesamten Programm im Überblick, Hintergründen zu den Sprechern etc. sind bereits online verfügbar.

Startet eigenen Podcast „Fischer Highlights“

Auf der neuen Podcast Plattform „Fischer Highlights“ präsentiert die Unternehmensgruppe auf direktem Wege interessante Themen rund um den Weltmarktführer. Eine Seltenheit für Familienunternehmen und den deutschen Mittelstand.

Fischer verbindet in der neuen Podcast-Reihe aktuelle Themen mit spannenden Persönlichkeiten. So ist in der ersten Folge von „Fischer Highlights“ Prof. Klaus Fischer, der Inhaber der Unternehmensgruppe im Gespräch zu hören.

Die neue Audio-Serie der Unternehmensgruppe Fischer ist abrufbar auf allen gängigen Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer, Amazon oder Youtube sowie auf der Internetseite des Unternehmens unter www.fischer.group.

Künftig werden in regelmäßiger Folge weitere Podcasts zu vielfältigen Themen aus dem mittelständischen Unternehmen veröffentlich.

Bosch Gruppe

Bilanz 2020: Geschäftsjahr besser als erwartet

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch kombiniert das Internet der Dinge (IoT) mit künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) und setzt auf Elektromobilität, um aus technologischen und ökologischen Umbrüchen neue Geschäftschancen zu erschließen. „Bosch hat das Corona-Jahr 2020 gut gemeistert“, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Vorlage des Geschäftsberichts 2020. „Wir gehören zu den Gewinnern der Elektrifizierung und bauen unser Softwaregeschäft durch Vernetzung mit künstlicher Intelligenz deutlich aus.“

In der Antriebstechnik etabliert sich die Elektromobilität bei Bosch als Kerngeschäft. Dafür erbringt das Unternehmen laut Denner hohe Vorleistungen, allein 700 Millionen Euro in diesem Jahr. Insgesamt hat Bosch bereits fünf Milliarden Euro an Vorleistungen für die Elektromobilität aufgewendet. Derzeit wächst der Umsatz für elektrische Antriebskomponenten von Bosch mit nahezu 40 Prozent doppelt so stark wie der Markt. Bis 2025 soll sich der jährliche Umsatz auf etwa fünf Milliarden Euro verfünffachen, die Gewinnschwelle wird ein Jahr zuvor erreicht. „Die Elektromobilität ist längst keine Wette mehr auf die Zukunft, wir verdienen die Vorleistungen zurück“, sagte der Bosch-Chef in einer Online-Pressekonferenz. Insgesamt hat Bosch bis Ende 2020 bereits ein Auftragsvolumen von mehr als 20 Milliarden Euro akquiriert.

Der Umsatz der Bosch-Gruppe stieg in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahr um 17,0 Prozent. „Bosch ist mit dem ersten Quartal erfolgreich in das Jahr 2021 gestartet“, erläuterte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Er zeigte sich zuversichtlich für 2021, erwartet jedoch erneut ein anspruchsvolles Jahr. Für den laufenden Berichtszeitraum soll der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 6 Prozent steigen und die operative Rendite sich leicht auf rund 3 Prozent verbessern – ohne Restrukturierungsaufwendungen auf rund 4 Prozent. Allerdings sei dies abhängig von den schwer abschätzbaren Auswirkungen der Halbleiter-Engpässe. „Das Jahr 2021 wird zum wichtigen Meilenstein auf dem Weg, unsere Zielrendite von rund 7 Prozent in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder zu erreichen“, sagte Asenkerschbaumer. Das trotz Corona-Pandemie erfreuliche Geschäftsjahr 2020 mit einem operativen Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT, bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen bei Automotive Steering und BSH Hausgeräte) von 2,0 Milliarden Euro, ist für Bosch eine wichtige Basis, um weiter in Zukunftsfelder investieren zu können. Bei einem Umsatz von 71,5 Milliarden Euro blieb der Aufwand für Forschung und Entwicklung mit 5,9 Milliarden Euro nahezu stabil, die operative EBIT-Rendite erreichte 2,8 Prozent. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, die das Ergebnis 2020 zusätzlich belastet haben, ergibt sich ein von Wert von 4,7 Prozent.

Bosch will seinen Wettbewerbsvorsprung durch vielseitige Erfahrungen in der Kombination von Vernetzung (Internet der Dinge, IoT) und künstlicher Intelligenz (AI) für künftiges Geschäft nutzen und zum führenden AIoT-Unternehmen werden. In den nächsten Jahren sieht Bosch einen Milliarden-Umsatz mit AI-fähigen Produkten voraus. Der Absatz vernetzbarer Geräte für den Wohnbereich soll sich 2021 gegenüber dem Vorjahr von vier Millionen auf rund acht Millionen verdoppeln. Darüber hinaus will Bosch Daten zur Nutzung seiner Produkte mittels AI auswerten und über entsprechende Software-Updates neue Funktionen und Dienstleistungen für den Kunden schaffen. „Die Vernetzung der Dinge führt zu Wissen über die Verwendung der Dinge“, erklärte Denner. „Damit können wir unsere Produkte immer weiter verbessern, auf dem neuesten Stand halten und unseren Kunden einen größeren Nutzen bieten.“ Im Bereich der Videosicherheit eröffnet zum Beispiel die auf neuronalen Netzen basierende Videoanalyse neue Möglichkeiten. Dazu integriert Bosch Detektoren sowohl in neue Kameras als auch in eine AI-Box, die sich mit installierten Geräten verknüpfen lässt. Erste Anwendung ist ein „Traffic Detector“, der zunächst Fahrzeuge in verkehrsreichen Situationen auch bei schwierigen Lichtverhältnissen präzise erkennen und lokalisieren kann. Je mehr Daten in die Kundenanwendung fließen, desto mehr wird AI können, zum Beispiel eine exakte Unfalldetektion, so das Unternehmen.

Für die Weltwirtschaft erwartet das Unternehmen im laufenden Jahr ein Wachstum von knapp 4 Prozent, nach einem Rückgang um 3,8 Prozent im Vorjahr. „Auch wenn wir mit Zuversicht ins Geschäftsjahr 2021 gestartet sind, birgt die Pandemie weiterhin erhebliche Risiken“, sagte Asenkerschbaumer.

Zudem spürt Bosch gerade im Automobilsektor die Marktengpässe insbesondere bei stark nachgefragten Halbleitern, so der Finanzchef. In dieser angespannten Situation unternehme das Unternehmen alles in seiner Macht Stehende, um seine Kunden zu unterstützen. Eine kurzfristige Verbesserung sei aber nicht zu erwarten und die Situation könne sich auch auf die Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres auswirken. Auf Dauer hält es Asenkerschbaumer für erforderlich, die Lieferketten in der Automobilindustrie insgesamt resilienter zu gestalten. Zudem erfordere die Ausrichtung der Mobilitätssparte auf Zukunftsfelder wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren oder auf die künftige Elektronikarchitektur enorme Vorleistungen. „In diesem tiefgreifenden Wandel ist 2021 ein für uns sehr wichtiges und zugleich anspruchsvolles Jahr.“

Der Umsatz der Bosch-Gruppe lag 2020 bei 71,5 Milliarden Euro und blieb pandemiebedingt 6,4 Prozent, wechselkursbereinigt 4,3 Prozent, unter Vorjahr. Das Unternehmen erzielte ein operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT, bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen bei Automotive Steering und BSH Hausgeräte) von 2,0 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite lag bei 2,8 Prozent. „Verbesserte Umsätze in der zweiten Jahreshälfte sowie erhebliche Kosteneinsparungen haben zur Abfederung der Pandemie beigetragen“, erklärte Asenkerschbaumer. Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin auf hohem Niveau mit 44 Prozent, der Free-Cash-Flow erreichte eine Rekordhöhe von 5,1 Milliarden Euro. Der Finanzchef sieht das Unternehmen in einer erfreulichen Liquiditätssituation und betonte: „Bosch verfügt weiterhin über eine solide Finanzstruktur, um seine Zukunftsthemen vorantreiben zu können.“

Die breite Aufstellung der Bosch-Gruppe hat sich 2020 erneut bewährt und sorgte für einen Ausgleich unterschiedlicher Geschäftsverläufe. Im Unternehmensbereich „Mobility Solutions“ entwickelte sich der Umsatz besser als der Markt. Die Erlöse lagen mit 42,1 Milliarden Euro 10 Prozent unter Vorjahr, allerdings ging die weltweite Automobilproduktion gleichzeitig um 16 Prozent zurück. Wechselkursbereinigt belief sich das Minus auf 8,2 Prozent. Die operative EBIT-Rendite betrug -1,3 Prozent und war auch von der Neuausrichtung des Geschäfts belastet. Im Unternehmensbereich „Industrial Technology“ erreichten die Erlöse 5,1 Milliarden Euro. Der bereits vor der Corona-Pandemie rückläufige Markt führte zu einem Umsatzminus von 17 Prozent, wechselkursbereinigt von 15 Prozent. Die EBIT-Rendite blieb mit 4,7 Prozent unter Vorjahr. Im Unternehmensbereich „Consumer Goods“ stieg die Nachfrage nach Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen während der Pandemie erheblich an. Der Umsatz legte um 5,1 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro zu. Wechselkursbereinigt betrug das Plus 8,4 Prozent. Die operative Rendite erzielte einen Spitzenwert von 11,5 Prozent. Im Unternehmensbereich „Energy and Building Technology“ gingen die Erlöse um 2,7 Prozent zurück, wechselkursbereinigt um 0,8 Prozent. Bei einem Umsatz von 5,5 Milliarden Euro ergab die EBIT-Rendite 4,6 Prozent.

In Europa lag der Umsatz im Gesamtjahr mit 38,0 Milliarden Euro um 5,1 Prozent unter Vorjahr, wechselkursbereinigt um 3,7 Prozent. In Nordamerika betrug der Umsatz 10,7 Milliarden Euro und sank damit um 15,5 Prozent. Wechselkursbereinigt entspricht das 12,8 Prozent. In Südamerika belasteten die Wechselkurseffekte den Umsatzausweis besonders stark. Die Erlöse von 1,1 Milliarden Euro blieben 22,3 Prozent unter Vorjahr, wechselkursbereinigt ging der Umsatz nur um 0,2 Prozent zurück. In Asien-Pazifik einschließlich übrige Regionen konnte die frühe und kräftige Markterholung in China die Effekte der Corona-Pandemie abfedern. Der Umsatz von 21,7 Milliarden Euro sank lediglich leicht um 2,6 Prozent, wechselkursbereinigt sogar nur um 0,7 Prozent.

Geht Kooperation mit Dr. Keller Holztechnik ein

Um den Marktausbau von Standardmaschinen in Süddeutschland weiter voranzutreiben, hat Koch mit dem Maschinenhändler Dr. Keller Maschinen mit Standorten in Freiburg, Mannheim und Ostfildern den richtigen Partner gefunden. Bei der Zusammenarbeit steht vor allem die Vermarktung von einseitigen Maschinen im Fokus. Diese werden für die Fertigung von Losgröße 1 oder Kleinserien eingesetzt und sind somit ideal für den Einsatz in kleinen bis mittelgroßen Handwerksunternehmen geeignet. Neben einseitigen Bohr- und Dübeleintreibautomaten bietet die Standardproduktlinie von Koch auch Maschinen für die Kantenbearbeitung von Schmal- und Sonderteilen, Kappsägen und kleine Durchlaufbohrmaschinen. Für die Möbelmontage vertreibt Koch exklusiv in Deutschland Pressen des spanischen Herstellers Dynma. Abgestimmt auf verschiedenste Fertigungsgrößen umfasst das Angebotsspektrum Korpuspressen, Türen- und Rahmenpressen, sowie Schubkastenpressen. Dr. Keller handelt im Rahmen der Zusammenarbeit sowohl mit Koch, als auch mit Dynma Produkten.

Weitere Informationen über Koch und Dr. Keller finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten www.kochtechnology.de und www.dr-keller.de.