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Autor: Möbelfertigung

Neue Niederlassungen in Israel, Japan und Brasilien

Der italiensische Maschinenspezialist Biesse Group hat die Erweiterung seines internationalen Netzwerks mit der Eröffnung neuer Niederlassungen in Israel, Japan und Brasilien angekündigt, um die Präsenz in strategisch bedeutsamen Märkten zu stärken. Die weitere Internationalisierung ist für die Biesse Gruppe neben technologischen Weiterentwicklungen ein wichtiger Schlüsselfaktor für den künftigen Unternehmenserfolg. Seit der Eröffnung der ersten Auslandsniederlassung in den Vereinigten Staaten in den späten 1980er Jahren ist die Globalisierung einer der Eckpfeiler der Konzernstrategie.

Mit 39 Niederlassungen in Europa, Nordamerika, Lateinamerika, dem Nahen und Fernen Osten, Asien und Ozeanien ist die Gruppe bestrebt, den Service, den sie ihren Kunden bietet, kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehört ein stabiles, weit verzweigtes Netzwerk und bestmögliche lokale Präsenz. Das globale Agieren ist gleichzeitig eine ausgezeichnete Chance für die Gewinnung und berufliche Weiterentwicklung der besten Nachwuchskräfte – sowie eine kulturelle Bereicherung für die gesamte Gruppe.

„Die Globalisierung ist einer der Schlüsselfaktoren, die schon immer die Entwicklung unserer Gruppe vorangetrieben haben. Und heute, wo wir rund 85 Prozent unseres konsolidierten Umsatzes im Ausland erwirtschaften, ist das mehr denn je der Fall“, erklärt Roberto Selci, Chief Executive Officer der Biesse-Gruppe. „Unser Fokus auf eine zunehmend globale Präsenz hat es uns im Laufe der Jahre ermöglicht, unsere Produkte und Dienstleistungen auf der ganzen Welt zu vertreiben: unsere Niederlassungen in Übersee sind von entscheidender Bedeutung, um auf diesen strategischen Märkten vor Ort zu agieren und dabei die lokalen Besonderheiten und Kulturen zu respektieren und darauf aufzubauen.“

Israel
Die Biesse Gruppe war schon immer sehr an Israel interessiert. Ein Ausdruck dessen ist das Projekt „Open-I“, das im vergangenen Jahr begann. „Open-I“ ist ein Innovationslabor von Biesse, welches in Israel durch eine Partnerschaft mit dem „AdlerInlight Technology Observatory“ entwickelt wurde und Innovationen und Industrie in Italien zusammenbringen soll. Im Schulterschluss mit diesem Projekt wird das neue Büro der Gruppe in Israel dafür sorgen, dass sich auch ein kommerzieller Erfolg einstellt.

Japan
Die Expansion nach Japan spiegelt den Wunsch wider, in ein Land mit exzellentem Potenzial zu investieren, vor allem aufgrund der innovativen Einstellung der lokalen Holzverarbeitungsindustrie. Durch die Kombination von lokalen Managementfähigkeiten und der Expertise der Gruppe wird die neue Niederlassung es der Gruppe ermöglichen, ein Geschäft aufzubauen, das dank der früheren Partnerschaft mit Shinx bereits recht gut läuft.

Brasilien
In Brasilien ist Biesse bereits vertreten und vertreibt dort Ausrüstungen für die Glas- und Steinbearbeitung. Die Gruppe baut diese Präsenz aus, indem sie in den Holzbearbeitungsmarkt eintritt, einen Sektor, dem ein Wachstum prognostiziert wird. Der Standort in Brasilien wird es auch ermöglichen, andere südamerikanische Märkte zu prüfen und zu bewerten.

Als Teil des internationalen Expansionsprogramms stärkt die Gruppe ihr Partnernetzwerk zudem durch eine Vereinbarung mit einem neuen Partner in Litauen.

Eine Expansionsidee gibt es auch für die USA: Die Niederlassung dort soll mit dem Bau eines neuen Gebäudes auf dem Campus in Charlotte N.C. weiter wachsen, wodurch sich die Gesamtfläche des nordamerikanischen Standortes auf über 15.000 Quadratmeter erhöht.

Kollaborierende Roboter sind ideale Einstiegsmodelle

Die Fanuc Deutschland GmbH ist ein verlässlicher Partner für die Automatisierung intelligenter Produktionssysteme und Spezialist in der Robotertechnologie – der Hersteller sieht sich beispielsweise in den Bereichen Kamerasysteme, Schnittstellen und lebenslange Wartung als marktführend. Die „möbelfertigung“ hat sich mit Marketingleiter Nils Tersteegen unterhalten – unter anderem über Roboter in der holzbe- und -verarbeitenden Industrie.

möbelfertigung: Herr Tersteegen, der Trend zur Automatisierung ist in der holzbe- und -verarbeitenden Industrie längst angekommen. Wie sehen Sie die Entwicklung: Sind es vor allem Industriebetriebe, die auf die „zuverlässigen Helfer“ setzen?
Nils Tersteegen:
Im Industriebereich sind die Roboter sicherlich schon länger vertreten – wir bemerken aber durchaus eine Nachfrage aus dem Handwerk. Die Anforderungen sind dort anders. Während in der Industrie immer wiederkehrende Aufgaben über Roboter gelöst werden, möchte das Handwerk einen kollaborativen Einsatz. Vielfach in Verbindung mit dem Wunsch, eine einzelne Maschine höher zu automatisieren. Um sie beispielsweise in der Nacht durchlaufen zu lassen und der Roboter sorgt für die Versorgung mit Material beziehungsweise die Abstapelung.

möbelfertigung: Was sind gängige Anwendungen, in denen Fanuc Roboter in der Holzverarbeitung zum Einsatz kommen?
Nils Tersteegen:
Es sind bislang nicht unbedingt die Prozesse direkt „am Holz“. Sondern das Handling drumherum, beispielsweise das Be- und Entladen von Maschinen, Zuführen, Sortieren oder Umsortieren, Verpacken und Palettieren. Vielfach eingesetzt werden sie auch bei der Oberflächenbearbeitung, also Lackierung und Verklebung. In diesen Bereichen sind wir schon sehr lange aktiv.
Es gibt mittlerweile viele gängige Konzepte, die über Systempartner „von der Stange“ zu kaufen sind. Und vielfach auch in angelehnten Bereichen, die in den Möbelbau hineinspielen. Beispielsweise dem Schweißen von Gestellen und ähnliches.
Letztlich wird aber auch die direkte Bearbeitung von Holz und ähnlichen Werkstoffen immer interessanter für uns. Die Anfragen gehen verstärkt in diese Richtung. Hierfür gibt es im Fanuc-Sortiment spezielle Roboter-Typen mit erhöhten Steifigkeiten und Funktionen wie beispielsweise Schleifen und Entgraten.

möbelfertigung: Und welchen Bereich sehen Sie eventuell auch noch zu automatisieren, wo sich Unternehmen schwertun?
Nils Tersteegen:
Eben genau diese Holzbearbeitung. Es gibt am Roboter beispielsweise Kraftmoment-Sensoriken, die feinfühlig bohren, fräsen, schleifen oder montieren können. Zudem verfügen die Roboter über Kamerasysteme, die sehr genau Qualitäten inspizieren können – beispielsweise, wenn Teile aus einer Maschine kommen.
Und all das geht auch in Form eines einzigen Roboters, er punktet somit überall dort, wo wenig Platz vorhanden und eine hohe Flexibilität gefordert ist. Dies ist dann allerdings eine individuell zu programmierende Sonderlösung.

möbelfertigung: Wie resistent sind die Roboter gegenüber den bei der Holzbearbeitung und anderen Materialien entstehenden Stäuben?
Nils Tersteegen:
Grundsätzlich sind viele Roboter mittlerweile sehr robust, beispielsweise wasserfest, und neigen somit wenig zur Verschmutzung. Zusätzlich dazu lassen sich Roboter auch über spezielle Folien schützen.

Das komplette Interview mit Nils Tersteegen erwartet Sie in der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will; warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind; welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt; was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat; wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert; was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum @home“ ist; wie Kettnaker seine Produktion auf neustem Stand hält; der australische Hersteller Dezignatek seine Werkstücke optimal für das Thermoformen vorbereitet und vieles mehr. Darüber hinaus unser neuer Service für Sie und erstmals in der „möbelfertigung“: Die große Übersicht der Intralogistik- und Automationsspezialisten.

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Führungswechsel

Nachdem Jens Becker 13 Jahre alleine die Geschäftsführung beim Spezialmaschinenhersteller geführt hat, wurde Heinrich Kannen zum weiteren Geschäftsführer des Unternehmens bestellt. Der 52-jährige wird nach einer Einarbeitungszeit die alleinige Gesamtverantwortung übernehmen.
Kannen war bis 2020 Geschäftsführer der KIP Deutschland GmbH und ist ausgewiesener Experte im Bereich Vertrieb und Software. Er soll dem Spezialisten für High-End Großformat-Scanner mit seinen Erfahrungen weitere internationale Wachstumspotenziale erschließen.

„Ich freue mich darauf, in einem Unternehmen Verantwortung zu übernehmen, das sehr gut am Markt positioniert ist sowie einzigartige Produkte produziert und vertreibt“, betont Heinrich Kannen.

Erfolgreicher Start

Gestern öffnete die „Drupa“ ihre virtuellen Messetore. Rund 17.000 registrierte Besucher aus 155 Nationen profitierten bereits von 660 Minuten inspirierender, hochaktueller Themen in der Conference Area sowie 930 Minuten Live Web Sessions und vernetzten sich im Exhibition Space und der Matchmaking Plaza mit 212 Ausstellern aus 45 Ländern. Noch bis zum 23. April 2021 wird sich die internationale Print & Packaging Community auf der virtual.drupa treffen und an hochkarätigen Key Notes, Panel Diskussionen und Live Web Sessions teilnehmen. Wertvolle Insights, Branchentrends und technologische Innovationen setzten dabei Impulse für die Erschließung von Geschäftspotenzialen und bieten Orientierung.

Die internationale Beteiligung von Ausstellern wie Besuchern unterstreicht den Stellenwert des virtuellen Events. So verzeichnet der erste Laufzeittag bereits 222.000 Seitenaufrufe aus der ganzen Welt; alleine am Konferenzprogramm nahmen 7.500 Besucher teil. Und auch die Teilnahme bedeutender Global Player als Aussteller und als virtual.drupa Event Partner dokumentieren den Erfolg – darunter Bobst, DuPont de Nemours, Electronics For Imaging, Esko, Fujifilm, Heidelberger Druckmaschinen, HP, IST Metz, Koenig & Bauer, Kodak, Komori, Konica Minolta, Kurz, Kyocera, Landa, Siemens, Stora Enso, Windmöller & Hölscher, Xeikon und viele mehr.

Sabine Geldermann, Director Print Technologies, zieht eine positive Bilanz des ersten Veranstaltungstages: „Wir freuen uns, dass die Interaktion innerhalb der Community so positiv gestartet ist. Das beeindruckende Angebot an wertvollem Wissenstransfer in der Conference Area und dem Exhibition Space sowie der Austausch mit Geschäftspartnern über das Matchmaking in der Networking Plaza werden hervorragend angenommen.“

Eröffnet wurde der Tag gemeinsam mit drupa Präsident Claus Bolza-Schünemann sowie einer nachfolgenden Key Note des Wallstreet Journal Bestselling Autors und Innovationspartners Michael Gale. Anschließend gaben Präsentationen, Best Cases und Vorträge von Top-Speakern, Partnern, Verbänden und Ausstellern Impulse zu den Themen „Artificial Intelligence“ und „Circular Economy“ sowie den neuesten Innovationen auf dem Markt. Bis Freitag werden zusätzlich dazu die Schwerpunkte „Connected Consumer“ und „Platform Economy“ in den Fokus gerückt. Eröffnet werden die Laufzeittage jeweils durch die hochkarätigen Key Note Speaker James Sommerville, Gabrielle Walker und Michael Gale, die besondere Expertise in den Bereichen Design Thinking, Sustainability, beziehungsweise Digitalisierung mitbringen.

Im Tagesverlauf nahmen auch alle anderen Vorträge des interaktiven Konferenzprogramms Bezug auf wichtige Fragestellungen, die die Branche bewegen, wie: Welche Rolle spielt KI in der Print- und Packaging Industrie? Wie können Workflows und Prozesse dank Digitalisierung optimiert werden? Wie treibt Produktdesign Innovationen an? Und welchen Stellenwert wird Circular Economy in der Branche einnehmen? Ob konkrete Use Cases oder langfristige Zukunftsstrategien – die Visionen von renommierten Branchenexperten inspirieren, geben Orientierung und helfen, konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Damit fördert die virtual.drupa Innovationen und wertvollen Wissenstransfer, zeigt Geschäftspotenziale auf und ermöglicht Teilnehmern einen Wettbewerbsvorteil.

Besucher aus anderen Zeitzonen, die die Präsentationen nicht live verfolgen konnten, haben die Gelegenheit, das Vortragsprogramm über die Video Library 24/7 on demand abzurufen und sich anschließend für einen persönlichen Austausch über das Matchmaking in der Networking Plaza mit den Ausstellern zu vernetzen.

Kostenfreie Registrierungen zur Teilnahme an der virtual.drupa sind weiterhin möglich unter https://virtual.drupa.de/de/Registrierung

Das Beste aus zwei Welten bieten

Tiefdruck- und Digitaldruck-Kompetenz aus einer Hand. Dazu Industrie 4.0-Lösungen sowie maßgeschneiderte Anlagen für die Weiterverarbeitung und Oberflächenveredelung. Das bietet Hummingbird Converting Solutions (HCS) unter dessen Dach sich die innovativen Unternehmen Palis und Rotodecor vereinen. Ein so umfassendes Leistungsportfolio weckt natürlich nicht nur Interesse sondern wirft auch Fragen auf. Deshalb sprach die „möbelfertigung“ mit Thomas Schmid (CEO HCS), Patrik Lutz (CEO Palis/CTO HCS), Christopher Gremmel (CEO Rotodecor/­COO HCS) und Christoph Babendererde (CFO Rotodecor/CFO HCS).

möbelfertigung: Im Sommer 2019, haben sich die Rotodecor GmbH und die PadaLuma Ink-Jet Solutions GmbH (Palis) unter dem Dach der Hummingbird Gruppe zusammengeschlossen. Was führte zu diesem Schritt? Gab es hierfür einen Auslöser?

Thomas Schmid: Bei Rotodecor standen wir damals an dem Punkt, an dem die Anforderungen der Kunden vielfältiger wurden, Spezifikationen über den bloßen Maschinenbau hinausgingen und der Wunsch nach Internationalisierung im eigenen Unternehmen vorhanden war. Dieser nächste Entwicklungsschritt wäre für uns organisch nur sehr schwierig und langwierig möglich gewesen. Daher sind wir damals auf die Suche nach einer guten Lösung gegangen.

Patrik Lutz: Wir haben die Palis mit Padaluma gemeinsam mit Felix Schöller Technocell im Jahr 2009 gegründet. Damals mit dem klaren Fokus darauf, zu beweisen, dass digitaler Dekordruck im industriellen Stil möglich ist. Daran haben wir insbesondere bei Schattdecor gearbeitet, wo die Anlage dann 2017 einschichtig und teilweise zweischichtig lief. Den Beweis hatten wir also angetreten. Schon hierbei kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen Palis und Rotodecor. Auch im Bereich Verpackung haben Rotodecor und Palis in dieser Zeit eine gemeinsame Lösung geschaffen. Eine Konstellation, die einfach gut funktio­niert hat. 2018 stellte man sich dann bei Felix Schöller die Frage, inwiefern ein technologisches Maschinenbauunternehmen überhaupt in das eigene Portfolio passe und war nicht abgeneigt, ein Angebot für die eigenen Anteile zu erhalten. Und auch wir hatten damals den Gedanken, uns neben rein dekorfokussierten Entwicklungsthemen breiter aufzustellen und Themen wie zum Beispiel Verpackung und Tapete ins Portfolio zu integrieren. Themen, die für Felix Schöller eher uninteressant, für uns jedoch technologisch und in Hinblick auf Synergien hochspannend waren.

möbelfertigung: Mit CGS ist eine Private Equity Gesellschaft Eigner der Hummingbird Gruppe. Welchen Einfluss hat dies auf die tägliche Arbeit? Werden Investitionen getätigt und engagiert sich CGS eher langfristig in Unternehmen?

Christoph Babendererde: Die CGS ist traditionell ein im Maschinenbau tätiger Investor. Dabei findet auch zwischen den Portfolio-Unternehmen der CGS ein Know-How-Transfer statt. Das ist ein sehr offenes Umfeld, von dem wir profitieren.Natürlich sind Private Equity Beteiligungen zeitlich befristet. Aber CGS fährt keine kurzfristige Buy-and-Build Strategie. Wir werden also nicht nach drei Jahren wieder abgestoßen.Was Investitionen angeht, sind wir innerhalb des Budgets relativ frei. Wir müssen also nicht bei jeder Investition anrufen und nachfragen – ab einer gewissen Höhe natürlich schon – aber es stehen bei uns auch nicht regelmäßig sechsstellige Investitionen auf der Tagesordnung. Wir verfügen über Entwicklungsbudgets, deren Verwendung in unserer Hand liegt.

möbelfertigung: Neben dem Druck sind auch Lackieranlagen und Rotationsstanzen Teil des Rotodecor-Portfolios. Welche Anwendungen werden hier bedient?

Christopher Gremmel: Im Bereich der Rota­tionsstanzen gehen wir sehr stark in den Bereich des Liquid-Packaging, aber auch in weitere Verfahren, in denen Stanzen benötigen werden. Bei den Lackieranlagen sind wir nicht festgelegt. Solange Rolle zu Rolle lackiert wird, können wir jede Branche bedienen. Hier sind wir sehr breit aufgestellt. Natürlich aus der Historie heraus mit einem Schwerpunkt im Holzwerkstoff­bereich.

Das komplette Interview lesen Sie  in der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint. Einige Tage vorher können Sie das Magazin bereits digital lesen unter https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/62108939bed5/editions.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will, warum Hettich in verschiedenen Szenarien plant, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind, welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt, wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert, was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum@home“ ist, welche Roboter für die holzbe- und verarbeitende Industrie besonders interessant sind und vieles mehr.

Darüber hinaus unser Service für Sie und erstmals in der „möbelfertigung“: Die große Übersicht der Intralogistik- und Automationsspezialisten.

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Elegantes Bewegungsdesign

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Nach dem verdeckten Scharnier und dem doppelwandigen Schubkasten hat Grass eine weitere Innovation geschaffen, die Standards für die Zukunft setzt. Das „Vionaro V8 Slim Drawer System“ ist die schmalste Stahlzarge der Welt. Mit „Vionaro V8“ hat Grass bewiesen, dass eine Schubkastenzarge auf acht Millimeter reduziert und wirtschaftlich produziert werden kann.

Grass bietet mit „Vionaro V8“ die perfekte Lösung, um Küchen-, Bad- und Wohnmöbel mit dem gleichen Bewegungs-System auszustatten. Das puristische Design lässt „Vionaro V8“ zum Bindeglied zwischen den einzelnen Wohnbereichen werden – und ermöglicht dabei eine optimale Stauraumnutzung.

Unter dem Schubkasten gewährleistet das Führungs-System „Dynapro“ exzellente Laufeigenschaften, präzise Bewegungen und hohe Stabilität.
Das „Vionaro V8 Slim Drawer System“ ist für die Industrie in fünf Zargenhöhen erhältlich: vom Herdschubkasten bis zum 250 mm hohen Auszug. Ergänzt werden diese Schubkästen durch eine elegante Framelösung, die individuelle Einschub-Elemente wie zum Beispiel Glas ohne Front- und Rückwandhalter aufnehmen kann.
Mehr Info: www.grass.eu

Benötigte Volumina schwer zu bekommen

Hettich ist sehr stabil durch das unruhige Jahr 2020 gekommen. Doch natürlich reißen die Herausforderungen nicht ab. Aktuell muss sich das Unternehmen mit dem Thema der verknappten, teuren Rohstoffe und den weg­gefallenen Kapazitäten, der einem Großbrand zum Opfer gefallenen Galvanik in Berlin auseinandersetzen. Was den Systemspezialisten aber nicht davon abhält, mit innovativen Konzepten und Produkten Richtung Zukunft zu schauen, wie das Gesprächder Redaktion der „möbelfertigung“ mit den Hettich-Geschäftsführern Jana Schönfeld und Sascha Groß deutlich zeigt.

möbelfertigung: Frau Schönfeld, Herr Groß. Hettich ist gut durch das turbulente Jahr 2020 gekommen. Wie entwickelt sich das laufende Geschäftsjahr bislang?

Sascha Groß: Es gibt enorm viel zu tun, denn wir kommen aus einer großen Nachholphase, die seit dem dritten Quartal des vergangenen Jahres anhält. Dementsprechend voll sind die Auftragsbücher. 2021 läuft bislang also sehr gut. Sicher auch weil „konkurrierende Segmente“ wie Reisen, Auto und diverse Freizeitaktivitäten aktuell kaum oder nur kleine Rollen spielen können. Insofern sind wie für das Jahr zuversichtlich, auch wenn wir natürlich nicht wissen, was noch kommt. Die Planbarkeit unter Pandemie-Bedingungen bleibt einfach schwierig und erfordert immer wieder Flexibilität. Zum Glück denken unsere Kolleginnen und Kollegen stets extrem gut mit. Außerdem stehen als Werkzeuge Zeitkonten und Urlaub, sowie die Kurzarbeit, die wir im letzten Jahr genutzt haben, zur Verfügung, um flexibel agieren zu können.

möbelfertigung: Wie steht es aktuell um das Thema Lieferfähigkeit, mit dem fast alle Unternehmen aktuell gewisse Probleme haben?

Sascha Groß: Momentan stellt die Beschaffung der Rohmaterialien eine Herausforderung dar. Die Preise sind nach oben gegangen, aber auch mit viel Geld bekommt man nicht unbedingt die benötigten Volumina. Durch gute Planung konnten wir uns zwar solide aufstellen, aber wenn man zum Beispiel aufgrund steigender Nachfrage mehr Stahl benötigt, wird es sportlich. Und die Stahlhersteller lassen sich ihr Material gerade sehr gut bezahlen. Es wird aktuell quasi meistbietend versteigert. Wobei sich diese Situation durch diverse Produktsegmente zieht. So haben die Spanplattenhersteller Probleme mit der Leimversorgung, den Leimproduzenten fehlen Grundchemikalien und so weiter.

möbelfertigung: Aus welchen Märkten kommt momentan eine besonders große Nachfrage?

Sascha Groß: China ist zum Beispiel wieder ein Wachstumstreiber, während andere wichtige Märkte, wie die USA und Indien, weiterhin durch hohe Corona­zahlen belastet sind, was sich im Geschäft niederschlagen kann. Allerdings schaffen es die jeweiligen Wirtschaften immer besser, trotz dieser Rahmenbedingungen, gut zu arbeiten. Insofern ziehen das Geschäft für uns durchaus auf breiter Ebene an.

möbelfertigung: Wie erleben Sie den Handel mit Großbritannien seit dem Austritt aus der EU?

Jana Schönfeld: Die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich ist da und die Logistik für den Markt inzwischen auch organisiert. Man muss nur einräumen, dass jetzt alles ein wenig länger dauert, woran wir uns mit der entsprechenden Logistik aber angepasst haben. Zum Beispiel werden von uns Sendungen nach Großbritannien gebündelt, um die Zollaktivitäten in einem durchführen zu können.

Das komplette Interview lesen Sie  in der „möbelfertigung“ 3/2021, die am 27. April erscheint oder einige Tage zuvor in der digitalen Ausgabe unter https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/62108939bed5/editions.

Außerdem in der Ausgabe: Wie CEO Ralf W. Dieter den Marktanteil der Homag Group auf 40 Prozent heben will, was die vorherrschenden Trends bei Industrierobotern sind, welche Strategien der neue Geschäftsführer von Salice Deutschland verfolgt, was Hummingbird in Sachen Tiefdruck- und Digitaldruck zu bieten hat, wie die Branche die Herausforderungen des Brexits meistert, was aus Sicht von Messe-Direktor Maik Fischer besonders spannend an der „interzum@home“ ist, welche Roboter für die holzbe- und verarbeitende Industrie besonders interessant sind und vieles mehr.

Darüber hinaus unser Service für Sie und erstmals in der „möbelfertigung“: Die große Übersicht der Intralogistik- und Automationsspezialisten.

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Stellt das neue Kommunikationskonzept „Uchronia“ vor – auch auf der „Interzum @home“

Durch die aktuellen Entwicklungen hat sich das Verständnis, was „Zeit“ bedeutet, die Sicht auf „Zeit“ und wie Zeit bewertet wird, verändert. Die vielfach zitierte „neue Normalität“ beeinflusst nicht nur die Art und Weise, wie jemand leben will. Sondern es beschäftigt mehr denn je die Frage, wie und wofür die wertvolle Zeit genutzt werden soll und wie ein Gleichgewicht zwischen Freizeit und Arbeit, zwischen Zeit für uns und Zeit für andere zu erreichen ist.

Gerade weil der Faktor Zeit für die Gesellschaft wie auch für jeden Einzelnen eine so immense Bedeutung und Tragweite erlangt hat, stellt Impress das Thema Zeit in den Mittelpunkt seines neuen Kommunikationskonzeptes: „Uchronia“, eine Time Utopia, in der der Mensch in vollkommener Harmonie mit dem persönlichen Zeitrhythmus und Zeitgefühl lebt. „Uchronia“ ermöglicht es, mit uns selbst, dem Körper und dem Geist in Einklang zu sein und so in der ganz eigenen Geschwindigkeit voranzuschreiten.

„Der Gedanke dahinter ist eine neue Sichtweise von Zeit. Denn uns wird zunehmend bewusst, dass ein permanent technologischer Fortschritt zu immer größerem Zeitdruck, zu immer größerer Belastung sowohl für uns Menschen als auch für unsere Erde führt“, erklärt Sascha Kostros, Head of Decor Management bei Impress. Vor diesem Hintergrund erlaubt uns ,Uchronia‘, unsere Aufmerksamkeit ganz anderen, ganz neuen Aspekten der Zeit zu widmen, so etwa unserer inneren Zeit, der biologischen Zeit, der Traumzeit oder der geologischen Zeit der Erde. Wir entdecken die zahlreichen Eigenschaften sowie die ihr innewohnende Magie und Tragik, wie sich Zeit auf unsere und andere Kulturen auswirkt, wie wir sie wahrnehmen oder wie sie Materialien und Werte beeinflusst.

Mit seinem Kommunikationskonzept „Uchronia“ nimmt Impress seine Kunden in den nächsten Monaten mit auf eine Reise zu den verschiedenen Dimensionen von Zeit. Dafür führt der Dekorspezialist eine ganz neue Art der Kommunikation ein.

Ende April 2021 startet der Dekorspezialist mit einer innovativen digitalen Plattform. Inspiriert von den einzelnen „Uchronia“-Aspekten werden in digitalen Wohnräumen die neuesten Impress Dekore präsentiert – mit aktuellen Trendaussagen und Hintergrundinformationen von den Impress-Designexperten. „Damit schaffen wir eine völlig neue Customer-Experience, bieten unseren Kunden ein noch nie dagewesenes Erleben unserer Dekore. Wir machen einen großen Schritt hin zur Digitalisierung von Eindrücken. Was bislang nur in realen Räumen erlebbar war, kann nun auch virtuell simuliert werden. Der Kunde erhält das Gefühl, physisch im digitalen Raum zu sein und sich hier selbst und frei zu bewegen. Die Plattform ermöglicht es jedem, die Impress Dekore zu Hause oder unterwegs zu erleben, anstatt sie sich nur anzuschauen oder über sie zu lesen“, berichtet Sascha Kostros begeistert.

Parallel dazu erscheinen zu den einzelnen Zeitaspekten von „Uchronia“ sehr exklusive, aufwendig gestaltete Storybooks – gedruckt und in limitierter Auflage. Sie führen den Leser nicht zuletzt über interaktive Elemente zu den verschiedenen Facetten des Themas Zeit und stellen die Verbindung zu den aktuellen Trendaussagen und dazu passenden Dekoren her. Alle Informationen aus der Welt von „Uchronia“ stehen auch auf der digitalen Plattform für Besucher zur Verfügung.

Ebenso präsentiert sich impress mit dem „Uchronia“-Konzept inklusive der Trendthemen 2021/2022 und seinen neuesten Dekoren auf der „Interzum @home“, der digitalen Ausgabe der weltweiten Leitmesse für die Möbelfertigungs- und Innenausbauindustrie. „Auch wenn wir es natürlich bedauern, dass es keine reale ,Interzum‘ gibt, freuen wir uns sehr, dass unsere Branche neue Wege des digitalen Kontakts zu Kunden, Messebesuchern und Designern geht. Wir sind davon überzeugt, dass gut ausbalancierten Hybridkonzepten die Zukunft gehört und die ,Interzum @home‘ ein wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung ist“, sagt Sascha Kostros.

Abgesagt – keine Präsenzmesse im September

Die nächste reguläre „Ligna“ findet vom 15. bis 19. Mai 2023 statt. Die für dieses Jahr vom 27. September bis 1. Oktober geplante Veranstaltung entfällt in diesem Veranstaltungszyklus. Aufgrund des nach wie vor weltweit hohen Infektionsgeschehens im Zuge der COVID-19 Pandemie, des schleppenden nationalen und internationalen Impffortschritts und damit weiterhin bestehender Reiserestriktionen, hat die Deutsche Messe gemeinsam mit dem VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen die Entscheidung für die Absage der Weltleitmesse für Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zur Holzbe- und -verarbeitung getroffen.

„Die Unsicherheiten im Zuge der Pandemie sind weltweit nach wie vor sehr groß. Daher haben wir in enger Abstimmung mit dem VDMA entschieden, die ,Ligna‘ als physische Veranstaltung in 2021 abzusagen“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG. „Um der Branche dennoch eine Plattform für Innovationen, Wissensaustausch und Networking anzubieten, werden wir eine digitale Netzwerk- und Contentplattform aufsetzen, die Ende September an den Start geht. Außerdem planen wir im Frühsommer 2022 die Rosenheimer ,Ligna.Conference‘. In beiden Fällen lassen wir die vielen neuen Erkenntnisse und positiven Erfahrungen aus der jüngst ausgerichteten ,Hannover Messe Digital Edition‘ einfließen.“

„Die Entscheidung zur Absage der ,Ligna‘ in diesem Veranstaltungszyklus ist uns allen sehr schwer gefallen. Zusammen mit dem Partner Deutsche Messe und gemeinsam mit den Ausstellern, den Unternehmen der holzbe- und verarbeitenden Industrie, haben wir für die Durchführung der ,Ligna‘ als weltweit wichtigste Branchenplattform in diesem Jahr gekämpft. Das Commitment aus dem Markt war bis zuletzt außerordentlich hoch – selbst in diesen unsicheren Zeiten. Das hat uns allen in den letzten Wochen viel Rückenwind gegeben. Wir müssen bei der ,Ligna‘ berücksichtigen, dass ganze Maschinenparks mit langem Vorlauf und hohem Aufwand konzipiert, aufgebaut und im Live-Betrieb präsentiert werden. Dies erfordert eine Messeplanung von vielen Monaten. Vor diesem Hintergrund waren wir nun gezwungen, eine Entscheidung über die Durchführung der ,Ligna‘ im Herbst zu treffen, um unseren Kunden die notwendige Planungssicherheit zu geben. Eine erneute Verschiebung macht mit Blick auf die Innovationszyklen der Unternehmen sowie mit Blick auf die nächste ,Ligna‘, die turnusmäßig wieder im Mai 2023 stattfindet, keinen Sinn. Somit ist die Absage in diesem Jahr leider alternativlos“, ergänzt Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer im VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen.

„Das Alleinstellungsmerkmal der ,Ligna‘ sind Live-Demonstrationen von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen bis hin zu kompletten Fertigungsstraßen. Dafür steht die ,Ligna‘ und das macht den Markenkern der Veranstaltung aus. Wir konzentrieren uns jetzt darauf, im Mai 2023 zum nächsten regulären Termin wieder eine internationale und innovationsreiche Veranstaltung auf die Beine zu stellen und dieses Live-Erlebnis mit Technik zum Anschauen, Anfassen und Ausprobieren wieder in Hannover zu haben.“, sagt Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows bei der Deutschen Messe. „Mit der digitalen Netzwerk- und Contentplattform entlang unserer Fokusthemen im September diesen Jahres sowie der Rosenheimer ‚Ligna.Conference‘ im Frühsommer 2022 bleibt die ,Ligna‘ der Impulsgeber für die internationale Holzbe- und verarbeitungsbranche“, so Pfeiffer weiter.