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Autor: Möbelfertigung

Setzt ein rein digitales Format „Ligna.Innovation Network“ auf im September 2021

Die Präsenzmesse „Ligna“ 2021, die bereits im Herbst 2020 frühzeitig vom angestammten Platz um Christi Himmelfahrt in den September 2021 wanderte, wurde im April komplett abgesagt. Und nun? Heute Mittag informierte die Deutsche Messe AG darüber, dass es vom 27. bis zum 29. September eine virtuelle Veranstaltung entlang der Fokusthemen der „Ligna“ geben soll: Das Digitalevent „Ligna.Innovation Network“.

Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG, macht klar: „Nichts wird und soll dauerhaft eine Präsenzmesse in Hannover ersetzen. Die ,Ligna‘ ist normalerweise so groß wie alle ,Verfolgerveranstaltungen‘ zusammengenommen. Und trotzdem benötigen wir Planbarkeit, die es aktuell in der Corona-Pandemie nicht gibt. Dem müssen wir uns stellen. Und wenn eine ,Ligna‘ wegen der Pandemie keine Weltleitmesse sein kann, sondern ,nur‘ eine rein deutsche Veranstaltung, dann können wir es nicht einfach laufen lassen. Darum wagen wir den Schritt zu einem digitalen Event. Unter anderem auch deswegen, weil wir bereits sehr gute Erfahrungen mit einer digitalen Messe bei der letzten ,Hannover Messe‘ machen durften, die eine tolle Resonanz hatte. Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2023 eine normale ,Ligna‘ in Hannover haben und können nur dazu aufrufen, dass sich möglichst viele Unternehmen beteiligen, den digitalen Weg mit uns zu gehen und sich möglichst schnell ernsthaft Gedanken dazu machen, wie sie ihren Kanal beim ,Ligna.Innovation Network‘ bespielen wollen.“

Geplant ist ein Mix aus allgemeinem Content, individuellen Unternehmenspräsentationen und einem digitalen Netzwerk – das natürlich davon lebt, dass sich möglichst viele beteiligen. Konkrete Zahlen bezüglich der Aussteller beim „Ligna.Innovation Network“ wollte Köckler allerdings noch nicht nennen.

Der Messechef führte weiter aus: „Im besten Fall entsteht aus dem ,Ligna.Innovation Network‘ ein gutes, zusätzliches Tool der Marke ,Ligna‘. Denn es wird sicherlich auch in Zukunft Interessierte geben, die von sehr weit her nicht nach Hannover reisen können oder wollen. Aber dann vielleicht über den digitalen Zweig zusätzlich zur normalen ,Ligna‘ ein Teil dieser Branche werden. Wir würden uns wünschen, dass das Beste aus der analogen und digitalen Welt auf Dauer zusammenwächst. Und die ersten Schritte hierfür machen wir Ende September.“

Das Digitalevent „Ligna.Innovation Network“ besteht konkret aus den drei Säulen „Expo“, „Conference“ und „Networking“ und wird auf dem Messegelände in Hannover im H’Up organisiert.

Im Bereich „Expo“ haben die Besucher direkten Zugriff auf die umfassenden Produktübersichten der Aussteller. Via Best-Case-Anwendungen, Video-Tutorials, Live-Streamings oder per Video-Chat können sie sich über konkrete Lösungsansätze für die Optimierung ihrer Prozesse informieren und in den direkten Austausch mit den ausstellenden Unternehmen treten.

Das virtuelle Konferenzprogramm beginnt am 27. September und orientiert sich inhaltlich an den Fokusthemen der „Ligna“. Dort geht es zum Beispiel um die Transformation in der Holzbearbeitung mittels Digitalisierung und Vernetzung. Ein weiteres Fokusthema widmet sich den Vorfertigungsprozessen im Holzbau. Neu ist das Thema „Prozesstechnologien der Bioökonomie“. Damit heben die Veranstalter die wirtschaftlichen und technischen Innovationen hervor, die sich durch neue Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Holz als wichtigste nachwachsende Ressource ergeben.

Die Networking-Funktion ermöglicht es allen Teilnehmern des „Ligna.Innovation Network“, direkt mit den Ausstellern, Sprechern und anderen Besuchern der Plattform in Kontakt zu treten. Dabei unterstützt die personalisierte Einstiegsseite mit entsprechendem Dashboard. Dort werden die für den jeweiligen Besucher relevanten Unternehmen, Sprecher und Teilnehmer angezeigt. Per Klick kann eine direkte Kontaktanfrage gestartet werden, um sich dann per Chat oder Video-Call auszutauschen.

Umsatzzuwachs trotz Coronakrise

Trotz der Coronakrise steigerte die Würth-Gruppe im Geschäftsjahr 2020 ihren Umsatz geringfügig auf 14,4 Milliarden Euro (2019: 14,3 Milliarden Euro). Das entspricht einem Wachstum von 1,0 Prozent. Bereinigt um Wechselkurseffekte liegt das Plus bei 2,0 Prozent. Das Betriebsergebnis liegt mit 775 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr (2019: 770 Millionen Euro). Ursächlich hierfür war ein stringentes Kostenmanagement. Bemerkbar machen sich vor allem die durch die Pandemie eingesparten Reise- und Konferenzkosten. Dadurch konnten coronabedingte Umsatzeinbrüche in profitablen Geschäftsfeldern kompensiert werden.

Zwei Faktoren haben die Umsatzentwicklung 2020 entscheidend beeinflusst: Das Handwerk, das Würth im Kerngeschäft der Würth-Linie mit Befestigungs- und Montagematerial versorgt, arbeitete aufgrund seiner Systemrelevanz ununterbrochen auf hohem Niveau. Gleichzeitig bot die Multi-Kanal-Strategie den Kunden die richtigen Lösungen für eine kontaktlose Materialbeschaffung – die Digitalisierungsstrategie mit Onlineshop, E-Procurement und Würth App synchronisiert sich perfekt mit der stationären Beschaffung in den Niederlassungen. Entsprechend entwickelte sich der E-Business-Umsatz 2020 und stieg um 5,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, womit sich sein Anteil am Konzernumsatz auf 19,3 Prozent erhöhte.

„Wir hatten die Weichen schon vor Ausbruch der Pandemie gestellt: Unsere Kunden kennen sich mit den digitalen Bestellwegen aus – zusätzlich unterstützt der Außendienst beratend. Damit schließt sich der Kreis: 100 Prozent Flexibilität bei der Warenbeschaffung, auch mit Kontaktbeschränkungen“, erklärt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Die Würth-Gruppe in Deutschland schloss das Geschäftsjahr mit einem Plus von 2,9 Prozent ab. Die Pandemie wirkte sich dabei ganz unterschiedlich auf die einzelnen Branchen aus, die Würth bedient. Sowohl die Division Bau (+12,2 Prozent) als auch der Elektrogroß-handel Deutschland (+10,8 Prozent) verbuchten Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich. Rückläufig dagegen waren die Umsätze aus den Bereichen, die den Automobil- und Maschinenbau direkt beliefern. Die Automobilindustrie, die wegen der Bemühungen um den Klimawandel ohnehin schon unter Druck stand, büßte unter dem Nachfragerückgang und dem wochenlangen Produktionsstillstand stark an Umsatz ein. Auch der Maschinenbau hat gelitten. Die ausländischen Gesellschaften mussten einen Umsatzrückgang von 0,4 Prozent hinnehmen

Besonders stabil zeigte sich die Adolf Würth GmbH & Co. KG, die größte Gesellschaft im Konzern. Sie erwirtschaftete einen Umsatzanstieg von 7,4 Prozent im vergangenen Geschäftsjahr. Das Potenzial der digitalen Vertriebswege während der Pandemie spiegelt sich in den Zahlen wider: Auf den Webseiten der Adolf Würth GmbH & Co. KG gehen pro Minute knapp 1.000 Suchanfragen ein. Pro Monat loggen sich die Kunden fast eine Million Mal im Onlineshop und der Würth App ein.

Die internationale Aufstellung des Konzerns mit über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern schafft zu Krisenzeiten Stabilität. Außerdem garantiert die Branchenvielfalt Unabhängigkeit von einem einzigen Wirtschaftszweig: Im Kerngeschäft der Würth-Linie, dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, beliefern die Gesellschaften Kunden aus den Bereichen Metall, Auto, Industrie, Holz und Bau; die Allied Companies sind in angrenzenden Geschäftsfeldern wie beispielsweise Elektronik, Elektrogroßhandel oder Chemie tätig. Diese strategische Ausrichtung des Konzerns gepaart mit der Multi-Kanal-Strategie ist speziell in der Pandemie ein wichtiger Pluspunkt.

Logistik gehört zu den Kernkompetenzen von Würth. Um Kunden mit hoher Bestellfrequenz in der Effizienz ihrer Arbeitsabläufe und Planbarkeit ihres Lagermanagements zu unterstützen, bietet die Adolf Würth GmbH & Co. KG das neue Serviceangebot „Würth Liefertag“ an. Das bedeutet: Bisher viele einzelne Bestellungen des Kunden laufen auf einen fixen Zustelltermin in der Woche auf und werden gebündelt. Den Tag der Zustellung definiert der Kunde selbst. Das Potenzial der CO2-Reduktion liegt bei 30 Prozent pro Kunde.

„Bis zum Jahr 2024 will die Adolf Würth GmbH & Co. KG klimaneutral sein und übernimmt eine Vorreiterrolle im Konzern. Wir versenden bereits heute unsere Pakete klimaneutral an den Kunden. Bis 2030 wollen wir weitestgehend zirkulär wirtschaften. Dafür arbeiten wir kontinuierlich an nachhaltigen Bestellprozessen: Von der digitalen Rechnung bis zu nachhaltigen Verpackungs- und Belieferungssystemen“, so Friedmann.

Für den Kunden ergeben sich dank des Serviceangebots mehrere Vorteile: Es fällt weniger Verpackungsmaterial an, die Menge an Füllmaterial sinkt bei gleichzeitig weniger Fahrten für die Zustellung – was automatisch Ressourcen und die Umwelt schont. Zudem kann der Kunde entsprechend der Zustellungen zielgerichtet seinen Personalaufwand planen. Eine Ausrollung dieses Modells auf alle Würth-Linie-Gesellschaften ist geplant.

„Dieses Beispiel zeigt, wie viel Potenzial vorhanden ist und was wir bewegen können, wenn wir Prozesse neu denken. Es geht nicht mehr nur um Schnelligkeit, sondern Effizienz. Auch das Thema nachhaltiges Wirtschaften wird vom Handwerk verstärkt nachgefragt“, erläutert Friedmann das neue Serviceangebot.

Zusammen mit einem Verpackungshersteller entwickelte Würth Verpackungen aus 100 Prozent Recyclat (PCR – post consumer recyclat aus dem dualen System) für Zerspanungswerkzeuge. Die Verpackungen werden nahezu CO2-neutral produziert und bestehen aus 100 Prozent Altplastik. Auch die Etiketten bestehen vollständig aus recyceltem Kunst-stoff und werden mit ökologisch unbedenklichem Klebstoff aufgebracht.

So war es möglich, dass die neuen Verpackungen Cradle to Cradle™-zertifiziert wurden. Die Vorteile der nachhaltigen Verpackungen: Sie bieten einen sehr guten Produktschutz bei gleichzeitig geringem Materialeinsatz, sind wiederverwendbar sowie widerstandsfähig gegen Öle, Fette und Feuchtigkeit. Dank dieser Umstellung werden pro Jahr rund 45 Tonnen neuer Kunststoff eingespart und die CO2-Emission für diese Produktgruppe wird um 77 Prozent gesenkt.

„Bis zum Jahr 2025 will die Adolf Würth GmbH & Co. KG 50 Prozent der Verpackungen auf kreislauffähige Lösungen umgestellt und 20 Prozent Verpackungs-material gegenüber dem Jahr 2020 eingespart haben“, sagt Friedmann.

Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich leicht von 78.686 auf 79.139 erhöht. In Deutschland sind 24.514 Menschen beschäftigt, dies entspricht einer Steigerung um 0,7 Prozent, im Außendienst sind es konzernweit 33.176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Würth-Gruppe verfügt über eine verlässliche finanzielle Stabilität: Das Eigenkapital der Würth-Gruppe stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 6,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro – ein Plus von 366 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt damit zum Jahresende bei 43,8 Prozent (2019: 44,0 Prozent). Die Ratingagentur Standard & Poor´s bestätigte 2020 das Rating der Würth-Gruppe mit A/outlook stable. Dies zeigt erneut die Stabilität des Geschäftsmodells.

Der Blick der Wirtschaftsinstitute in die Zukunft ist wieder optimistischer. Dennoch lässt sich aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens keine verlässliche Prognose treffen. Wichtig bleibt für den Konzern daher, Wachstum aus eigener Kraft zu generieren: über die zuverlässige Erreichbarkeit für die Kunden, eine hohe Marktaktivität, den Ausbau von Vertriebskapazitäten und nicht zuletzt neue Marktanteile aufgrund einer hohen Leistungsfähigkeit und finanziellen Stabilität. Dass Würth hier weiter erfolgreich ist, zeigen die Zahlen zu Beginn des Pandemiejahrs 2021: Der Konzern verbuchte im ersten Quartal ein Umsatzplus von 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Würth-Gruppe in Deutschland verzeichnete ein Umsatzwachstum von 7,2 Prozent in den ersten drei Monaten des neuen Jahres, die ausländischen Gesellschaften schnitten mit einem Plus von 12,6 Prozent ab. Auch die Adolf Würth GmbH & Co. KG startete sehr gut ins neue Jahr: Sie ist in den ersten drei Monaten um 11,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Neuer Vertriebsleiter

Arriën Voerman wird neuer Vertriebsleiter der Recticel Schlafkomfort GmbH. Damit tritt er die Nachfolge von Jochen Engelhardt an, der nach fast 40 Jahren bei Schlaraffia in den Ruhestand geht.

Arriën Voerman ist ein international versierter Vertriebsstratege, der mit seiner langjährigen Erfahrung in verschiedenen Führungspositionen im Hause Recticel die vertriebliche Ausrichtung der Traditionsmarke Schlaraffia kontinuierlich weiter auf- und ausbauen wird. In seiner Funktion als Vertriebsleiter berichtet Arriën Voerman an Henning Kantner, Commercial Director Bedding bei Schlaraffia.

 „Wir freuen uns sehr, mit Arriën einen ausgewiesenen Vertriebsprofi mit viel Produkterfahrung im Hause Recticel für die Nachfolge von Jochen Engelhardt gewinnen zu können“, so Henning Kantner. „Auch die geplante Neuausrichtung der Vertriebsstruktur in Deutschland wird durch das neu aufgestellte Vertriebsmanagement optimal unterstützt und begleitet.“

Arriën Voerman hat „European Business Administration“ studiert und verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung im Vertrieb von Markenartikeln im In- und Ausland. Zuletzt arbeitete er bei der Konzernmutter als „International Key Account Manager“ & „Sales Manager für das Non-Brand-Geschäft“ in Benelux. Offizieller Starttermin in seiner neuen Funktion ist für Voerman der 1. Juli 2021 – die Zwischenzeit wird als Übergabephase genutzt, um ihm eine möglichst gute Einarbeitung zu ermöglichen.

Konnte Emissionsziele erneut übertreffen

Der schwedische Bürospezialist Kinnarps hat eine aktuelle Ausgabe seines Nachhaltigkeitsberichtes „The Better Effect“ veröffentlicht und darin seine Nachhaltigkeitsziele erneut höhergesteckt. Denn neben einer effizienten und umweltfreundlichen Nutzung von Ressourcen, umfasst Nachhaltigkeit bei dem Unternehmen auch Produkte, die erneuert und wiederverwendet werden können sowie eine nachhaltige Logistik und Lieferung. Durchdachte, flexible und multifunktionale Inneneinrichtungslösungen sollen auf Langlebigkeit ausgelegt sein und das Wohlbefinden fördern.

So wurden die die selbstgesteckten Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen für das Jahr 2020 nicht nur erreicht, sondern auch übertroffen: Statt der angestrebten 35 Prozent erreichte Kinnarps eine Reduktion um 47 Prozent. Zu diesem Erfolg tragen vor allem Kinnarps Umstieg auf erneuerbaren Dieselkraftstoff und die Investition in einen gasbetriebenen LKW bei. Bis zum Jahr 2025 sollen die CO2-Emissionen durch den Transport von Produkten um 70 Prozent sinken. Für die CO2-Emissionen, die durch den Zahlungsverkehr entstehen, ist eine Reduktion um 30 Prozent vorgesehen.

Auch die Ziele zum Einsatz von Lösungsmitteln konnte Kinnarps übertreffen und diesen um 57 Prozent reduzieren. Der Energieverbrauch wurde um 19 Prozent reduziert.Weitere Schritte für noch mehr Nachhaltigkeit, sind unter anderem ein Testlauf zu einem Kreislauf-Mietmodell, das die Langlebigkeit der Produkte im Fokus hat. Darüber hinaus sind neue nachhaltige Materialien, wie ein Kunstleder und Produkte aus Abfall oder eine Tischplatte aus recycelten Plastikflaschen entwickelt worden.

Exporte und Importe im März gestiegen

Die Exporte sind in Deutschland, laut Statistischem Bundesamt (Destatis), im März gegenüber Februar kalender- und saisonbereinigt um 1,2 Prozent gestiegen. Die Importe sogar um 6,5 Prozent. Wie das Amt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,9 Prozent unter und die Importe 6,7 Prozent über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Rekord: Auftragseingang steigt im ersten Quartal um 49 Prozent auf 448 Mio. Euro

Die Homag Group ist gut in das Geschäftsjahr 2021 gestartet und erzielte beim Auftragseingang im ersten Quartal einen neuen Rekord. Dabei stiegen die Bestellungen in allen Weltregionen gleichermaßen kräftig.
Im ersten Quartal 2021 erhöhte sich der Auftragseingang der Homag Group deutlich um 49 Prozent auf 448 Mio. Euro (Vorjahr: 302 Mio. Euro). Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 309 Mio. Euro (Vorjahr: 290 Mio. Euro). Aufgrund der starken Zunahme der Bestellungen lag der Auftragsbestand zum 31. März 2021 mit 719 Mio. Euro deutlich über dem Wert am Vorjahresstichtag (31.03.2020: 556 Mio. Euro) und erreichte ebenfalls Rekordniveau. Die Homag Group erzielte ein operatives EBIT von 13,5 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro).

„Der positive Trend der letzten Monate 2020 hat sich im ersten Quartal 2021 fortgesetzt, auch wenn die Margenqualität noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht hat“, betont der Vorstandsvorsitzende Ralf W. Dieter. „Es bestätigt sich, dass sich die Möbelindustrie nach zwei schwächeren Jahren wieder in einem Investitionszyklus befindet.“ Die Homag Group profitierte vor allem von einer starken Nachfrage im Einzelmaschinengeschäft sowie Zuwächsen im Service.

Zum 31. März 2021 waren 6.948 Mitarbeiter (31.03.2020: 6.613) im Unternehmen beschäftigt. Aus dem Erwerb der Unternehmen Homag China Golden Field und System TM in Dänemark sind rund 550 Mitarbeiter neu hinzugekommen.

„Wir arbeiten weiterhin intensiv an der Optimierung von Abläufen und Strukturen und unseres Produktprogramms“, erklärt Dieter. „So zahlt sich beispielsweise aus, dass wir mehrere neue Maschinen und Anlagen auf den Markt gebracht haben und damit die Attraktivität unseres Angebots erhöht haben.“ Die Homag Group profitiert von den während der Corona-Pandemie gestiegenen Möbelkäufen für das eigene Zuhause, welche die Nachfrage bei den Homag-Kunden ankurbeln. „Die Aussichten auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 sind sehr gut, weshalb wir mit Zuwächsen bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT-Marge rechnen“, so Dieter weiter.

Das starke erste Quartal 2021 lässt für die Zukunft hoffen

„Besser kann man das neue Jahr nicht beginnen. Die von unserem Studienbüro verarbeiteten Daten bestätigen die ,starke Wahrnehmung‘ der letzten Monate: Das Jahr 2021 hat sehr positiv begonnen, mit einer starken Zunahme der Nachfrage nach Technologie für die Möbel- und Holzindustrie“, sagt Luigi De Vito, Präsident von Acimall – dem Verband, der die italienischen Hersteller von Technologien, Werkzeugen und Ausrüstungen für Holz und Holzwerkstoffe vertritt.

58 Prozent mehr Aufträge brachte das erste Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung der internationalen Aufträge war mit einem Plus von 52 Prozent sehr positiv, während die Inlandsnachfrage mit einem Zuwachs von 87,8 Prozent regelrecht boomte.

„Der Rebound hat unsere Erwartungen weit übertroffen, unterstützt durch die positiven Signale im letzten Quartal 2020″, fügte De Vito hinzu.

Die vierteljährliche Umfrage des Studienbüros von Acimall bei Unternehmen zeigt auch, dass der Auftragsbestand 4,1 Monate umfasst, während die Preisschwankungen seit dem 1. Januar ein Prozent betragen. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2020 um 2,4 Prozent.

In der Qualitätsbefragung gaben die Befragten ein klares Feedback: 75 Prozent der Stichprobe gaben einen positiven Produktionstrend an (gegenüber 50 Prozent im Vorquartal, ein klarer Beleg für das zunehmende Vertrauen in „reaktivere“ Märkte); fünf Prozent berichten von einem rückläufigen Geschäft, während 20 Prozent stabil sind. Wachstum war auch der vorherrschende Trend bei den Beschäftigungszahlen: 55 Prozent der Stichprobe berichteten von einem stabilen Trend, während 40 Prozent einen Anstieg und fünf Prozent einen Rückgang meldeten.

Laut der Prognoseumfrage erwarten 55 Prozent der Unternehmen, dass der Exporttrend auf den aktuellen Werten bleibt, während 45 Prozent glauben, dass sich die Situation verbessern kann. Niemand befürchtet, dass sich die Situation verschlechtern könnte, was für das Vertrauen in die Zukunft von Bedeutung ist. Betrachtet man nur den Inlandsmarkt, so sind die Aussichten etwas anders: 55 Prozent der Stichprobe erwarten eine weitere Expansion, 40 Prozent Stabilität und fünf Prozent denken an einen Rückgang.

Das erste Quartal zeigte also eine klare und positive Richtungsänderung nach schwierigen Jahr 2020.

Natürlich wirkte sich die globale Situation auch auf den italienischen Export aus. Ein Rückgang von 15,8 Prozent gegenüber 2019 und einem absoluten Wert von 1.330 Mio. Euro. Trotzdem bleibt der internationale Verkauf der wichtigste Treiber für die gesamte Branche.

Der Rückgang des Imports im Jahr 2020 war prozentual sogar noch stärker, mit einem Minus von 28,2 Prozent oder 153 Mio. Euro. Insgesamt zeigen diese Zahlen, dass sich die Inlandsnachfrage 2020 immer noch in einer kritischen Situation befand, während die Handelsbilanz – also die Export-Import-Differenz – weiterhin auf hohem Niveau blieb (1.177 Mio. Euro).

Erneut ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb

Die Meisterwerke erhalten auch in diesem Jahr und damit zum achten Mal in Folge wieder das Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Dafür waren die Auszubildenden des Unternehmens anonym befragt worden.

Die Azubis beantworteten rund 100 detaillierte Fragen. Themen waren beispielsweise die Ausbildungsinhalte, der Umgang mit den Azu-bis im Betrieb oder die Zukunftschancen. Für das Gütesiegel wurden zusätzlich mit den Personalverantwortlichen Kennzahlen erhoben, wie die Anzahl der übernommenen Auszubildenden oder die Ergeb-nisse in den Abschlussprüfungen. „Durch die Kombination dieser Kennzahlen mit der Beurteilung der Azubis erhalten Jugendliche eine verlässliche Auskunft darüber, wie gut ein Ausbildungsbetrieb tatsächlich ist“, sagt Wirtschaftspsychologin Judith Grefe von der „ertragswerkstatt“, die die Vergabe des Siegels betreut. Denn: Nur Betriebe, die von ihren Azubis gute Noten bekommen und sich in der Ausbildung besonders engagieren, sind „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2021“. Das Gütesiegel wird seit 2013 jährlich verliehen. In den letzten Jahren haben jährlich mehr als 100 Unternehmen die Qualität ihrer Ausbildung umfassend bewerten lassen. Die Initiative „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ ist damit die größte unabhängige und neutrale Zertifizierung für Ausbildungsbetriebe in Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Ausbildungsaktivitäten auch in diesem nicht ganz einfachen Corona-Jahr durch unsere Azubis wieder so gut bewertet wurden. Das detaillierte Feedback hilft uns dabei, uns noch weiter zu verbessern“, erklärt Personalleiter Simon Korn. „Als innovativer und vor Ort produzierender Mittelständler ist die Ausbildung unserer künftigen Fachkräfte eine essentielle Aufgabe, die uns sehr am Herzen liegt. Ich bedanke mich bei unseren Ausbildungsleitern und den Ausbildern in den Fachabteilungen für ihre tolle Arbeit!“

Hauptversammlung zum zweiten Mal virtuell – Zuversichtlicher Ausblick

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat die Homag Group AG ihre Hauptversammlung zum zweiten Mal virtuell durchgeführt. Die Präsenz des Grundkapitals lag bei rund 86 Prozent.

Auf der Hauptversammlung wurden die bislang bereits gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieder Dr. Steffen Lorscheider, Rechtsanwalt und Notar, Partner der Anwaltssozietät Spieker & Jäger, und Dr. Jochen Weyrauch, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG, in den Aufsichtsrat gewählt. Ihre Amtszeit endet – wie die Amtszeit der übrigen Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat – mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2025. Zudem wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit entlastet. Auch dem Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Homag Group AG und der im Jahr 2020 vollständig übernommenen Homag China Holding GmbH hat die Hauptversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt.

Für das Geschäftsjahr 2020 zahlt die Homag Group AG ihren Aktionären eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1,01 Euro je Aktie. Die Ausgleichszahlung resultiert aus dem mit Dürr geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

In seiner Rede blickte der Vorstandsvorsitzende, Ralf W. Dieter, auf das Geschäftsjahr 2020 zurück, das auch in der Homag Group maßgeblich von der Corona-Pandemie geprägt war. Er betonte, dass die Homag Group trotz aller Herausforderungen ein operatives EBIT von 27 Mio. Euro erzielen konnte. Dieter verwies darauf, dass man das Unternehmen auch in der Pandemie strategisch weiterentwickelt und die Weichen für profitables Wachstum gestellt habe. Als Beispiele nannte er die Komplettübernahme des langjährigen Vertriebs-Joint-Ventures Homag China Golden Field sowie die Entwicklung des neuen Geschäftsfelds Massivholz, das man mit zwei Akquisitionen gestärkt hat. Auf das laufende Geschäftsjahr blickte der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich und rechnet mit einem Plus bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT-Marge.