Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und in der Corona-Krise hat sich das Handwerk als sehr stabil erwiesen. Doch aktuell wird die Branche gleich mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. „Die Auftragsbücher sind zum Bersten voll“, äußert sich Uwe Pfister, Geschäftsführer der Pfister Möbelwerkstatt aus Angelbachtal, gegenüber der „möbelfertigung“. „Gleichzeitig sind die Lieferzeiten für unterschiedlichste Produkte unglaublich lang, was für uns schwierig ist, da wir natürlich die Aufträge unserer Kunden zu deren Zufriedenheit durchführen möchten.“ „Die Materialbeschaffung ist in der Tat eine große Herausforderung“, bestätigt auch der Schreinermeister Marc Weiß, Inhaber des Pfullinger Betriebs Weißgeschreinert. „Man muss bei mehreren Lieferanten einkaufen, um alles zu bekommen, was man benötigt. Dazu kommen monatliche Preiserhöhungen seitens vieler Unternehmen, so dass Preissicherheit fehlt.“ Hinzu kommt der Fachkräftemangel. Laut einer in diesem Jahr veröffentlichten Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung fehlen in Deutschland im Handwerk knapp 65.000 Fachkräfte, davon allein 54.000 Gesellinnen und Gesellen.
Wie die Betriebe mit der herausfordernden Situation umgehen, lesen Sie in der „möbelfertigung Handwerk & Innenausbau“, die am 14. September erscheint.
Weitere Themen dieser Ausgabe: Wie die Schreinerei Holder in Richtung Handwerk 4.0 geht, warum der Einbruchschutz in den Regularien der Baubranche eine untergeordnete Rolle spielt, weshalb die „Tech Together“ gerade jetzt so wichtig ist, mit welchen Konzepten und Produkten der Zulieferindustrie die Küche aufgewertet wird, wie Designmöbel-Hersteller Müller Small Living seine Produktion effizienter macht, warum Maschinen- und Lacktechnologie perfekt ineinandergreifen müssen, was das „Ligna.Innovation Network“ zu bieten hat und noch Vieles mehr.
Außerdem: Die umfassende Redaktionsstrecke zum Thema Software & IT mit der großen Übersicht der wichtigsten Anbieter.
Am 1. September erfolgte bei Blum der Ausbildungsstart für 93 neue Lehrlinge in den Vorarlberger Werken. Sechs dieser Jugendlichten starten im neuen Ausbildungsmodell Duale Akademie eine praxisnahe Ausbildung nach der Matura. In den USA stellte das Familienunternehmen zudem acht, in Polen zwei Auszubildende ein. Damit beginnen insgesamt 103 junge Menschen eine Lehre. „Die duale Ausbildung ist und bleibt ein zentraler Faktor für unser Unternehmen““, erklärt Ausbildungsleiter Dieter Hämmerle und ergänzt: „Die Entwicklungen rund um das Corona-Virus hatte auf unsere Einstellungszahlen bei den Lehrlingen keinen Einfluss. Wir orientieren uns da an der mittelfristigen Bedarfsplanung aus unseren Werken.“
Das Ausbildungsangebot von Blum umfasst zehn Lehrberufe: Elektro-, Maschinenbau- und Prozesstechnik, Zerspanungs-, Konstruktions- und Fertigungsmesstechnik sowie Werkstoff-, Kunststoff-, Werkzeugbautechnik und Mechatronik. Zudem können Maturantinnen und Maturanten im Rahmen der Dualen Akademie eine duale Fachausbildung im Bereich Mechatronik oder Elektrotechnik absolvieren. Dies ist eine attraktive Alternative zum Studium und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven.
Der Startschuss für die Ausbildung ist seit vielen Jahren der traditionelle, dreitägige Kennenlern-Workshop. Nach dem im Vorjahr vieles Corona bedingt anders organisiert werden musste, treffen die neuen Lehrlinge in diesem Jahr, dank dem entsprechenden Präventionskonzeptes, wieder im Dornbirner Ebnit erstmals auf ihre Ausbilderinnen und Ausbilder. Bei verschiedenen Teamaktivitäten lernen die Jugendlichen sich näher kennen, erfahren mehr über ihre Ausbildung und wachsen als Team zusammen. Auch mit den Produkten von Blum kommen die neuen Lehrlinge bei diesem Workshop in Berührung. „Ankommen und sich kennenlernen ist uns wichtig. Wir wollen, dass sich unsere Mitarbeitenden von Beginn an bei uns wohlfühlen“, unterstreicht Dieter Hämmerle, Ausbildungsleiter bei Blum, die Wichtigkeit eines guten Starts in die Lehrzeit.
Die Zahlen sind beeindruckend: 250 Millionen Euro investiert die dänische Möbelkette in ihr Rebranding. 97.600 Stück neuer Firmenkleidung für über 7.000 Mitarbeiter wurden bestellt. 50.000 neue Einkaufskörbe mit dem Jysk-Logo versehen. Die wohl größte Unternehmenstransformation des Landes präsentiert sich am 27. September. Denn dann ändert Dänisches Bettenlager bundesweit seinen Namen zu Jysk und beruft sich damit auf seine nordischen Wurzeln.
Als Jysk ist das 1979 in Dänemark gegründete Unternehmen bereits in 49 Ländern weltweit tätig – und bald auch in Deutschland. Damit einher ging die Umgestaltung der über 950 Store-Fassaden in nur sieben Wochen und Tausende neue Logo-Integrationen an allen Touchpoints des Unternehmens. Das Rebranding-Projekt besteht dabei nicht nur aus der Namensänderung – auch zahlreiche Systeme, Konzepte und Technologien, mit denen JYSK weltweit bereits sehr erfolgreich ist, werden umgestellt. Und auch in Zukunft hat JYSK große Ziele: „Wir möchten uns stetig weiterentwickeln und haben das Ziel, in den nächsten Jahren auf 1.150 Stores in Deutschland zu expandieren. Zudem werden Themen wie Nachhaltigkeit und modernste Technologie eine tragende Rolle spielen“, so Christian Schirmer, Jysk Country Manager Germany.
Großartige Angebote zu attraktiven Preisen – mit diesem Ziel positionieren sich die Dänen als Einrichtungsexperte für Jedermann. Denn mit neu gestalteten Verkaufsflächen an gut erreichbaren Standorten will der Filialist JYSK eine vielseitige Auswahl bei verlässlicher Qualität zu attraktiven Preisen bieten. „Neben der Erneuerung von fast 40 Prozent des Produktsortiments werden im Rahmen des Rebrandings in den nächsten drei Jahren alle über 950 Geschäfte das Store Concept 3.0 – ein durchweg neues Ladenbaukonzept – erhalten“, so Schirmer. So wird die strategische Ausrichtung weg vom „Bettenlager“ hin zu „Scandinavian Sleeping & Living“ nicht nur im Namen, sondern auch in waren-gruppenübergreifenden Themen- und Farbwelten sichtbar. Unterstützt wird der Abschluss des Rebrandings in einer reichweitenstarken Kampagne, die unter anderem in TV (über 480 Millionen Kontakte) und Online (über 300 Millionen Kontakte) ausgespielt wird.
Mit dem Rebranding beruft sich der Einrichter verstärkt auf die Unternehmensphilosophie des dänischen Mutterkonzerns Jysk. Der Begriff „jysk“ spielt dabei die größte Rolle. „Das Wort „jysk“ besagt, dass jemand von der dänischen Halbinsel Jütland stammt – und Jütländer sind als besonders fleißig, bodenständig und verlässlich bekannt“, erklärt Schirmer. „Genau diese Werte und diese Einstellung sind ein zentraler Bestandteil der Jysk-Kultur. Und diese können wir mit unserem Rebranding nun noch deutlicher nach außen transportieren.“
Im Rahmen des Projekts werden zentrale Organisationsstrukturen zu dezentralen Strukturen umgewandelt und die verschiedenen Fachbereiche mit der Retail-Organisation vor Ort verbunden. „Für starken Support der Storeteams und damit besten Service für den Kunden.“ Auch Digitalisierungsmaßnahmen und modernste Technologie wie beispielsweise digitale Preisschilder oder Smartphones mit Task-Management-Systemen für die Store-Mitarbeiter sollen künftig mehr Zeit für den Kunden gewährleisten.
„Unsere Kunden haben für uns absolute Priorität. Deshalb sind alle neuen Maßnahmen und Systeme auf eine bestmögliche Customer Experience ausgerichtet“, so Christian Schirmer weiter. Nachdem mit dem großen Rebranding das Projekt „One Jysk“ – eine Marke weltweit – umgesetzt ist, steht im Geschäftsjahr 2021/22 das Thema Nachhaltigkeit noch stärker im Fokus. „Neben dem flächendeckenden Einsatz von Ökostrom und der zunehmenden Nutzung von klimaneutralem Ökogas werden ab 2022 alle neuen Produkte auf Holzbasis FSC-zertifiziert sein“, so Schirmer weiter. „Zudem haben wir es uns zum Ziel gesetzt, der attraktivste Arbeitgeber im Einzelhandel zu werden. Die vielen Beispiele von langjähriger Unternehmenszugehörigkeit und Karrieren bei Jysk möchten wir ausbauen und uns als Chancengeber und offenes, transparentes Unternehmen positionieren“, so Schirmer.
Die Möbelmanufaktur Team 7 bietet Interessierten mit einer fundierten Lehrlingsausbildung spannende Perspektiven. Am 1. September fiel nun der Startschuss für acht neue Lehrlinge. Die angehenden Tischlerinnen und Tischler verteilen sich auf die Werke in Pram und Ried. Unterstützt wird die Zentrale zudem von einer auszubildenden Bürokauffrau. Damit bildet Team 7 derzeit 35 Lehrlinge aus – mit viel Praxisnähe, großer Holzkompetenz und immer am Puls der Zeit.
Schon zu Beginn der Ausbildung steht ein spannendes Programm. Im betriebseigenen Wald erfahren die Lehrlinge hautnah, wie wichtig der respektvolle Umgang mit der Natur ist. Sie bekommen Einblicke in die Grundlagen nachhaltiger Forstwirtschaft und erleben den Weg vom Rundholz zum Schnittholz. „Die Natur und ihre Erhaltung ist das Herz unseres Unternehmens. Welche Kraft uns die Natur schenkt und wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit ihr ist, erlebt man am besten im Wald“, erläutert Mitgeschäftsführer Hermann Pretzl das Ausbildungsprogramm. „Unsere Ausbilder setzen alles daran, dass der Funke überspringt und Leidenschaft zum Werkstoff Holz und zum Handwerk entsteht. Wir wünschen uns, dass die Liebe zum Handwerk ein Leben lang wächst“.
Die Lehrlinge werden daher vielseitig und auf höchstem Niveau sowohl in der traditionellen Kunst der Möbelfertigung geschult als auch mit den neuesten Produktionstechnologien vertraut gemacht. Sie lernen die wichtigsten Holzarten ebenso kennen wie alte Holzverbindungen. Und schon nach kurzer Zeit fertigen die angehenden TischlerInnen ihre eigenen ersten Werkstücke. Nach der vierwöchigen Grundausbildung geht es rein in die Arbeitswelt, wo im Rotationsprinzip alle Abteilungen des Unternehmens durchlaufen werden. So erhalten sie auch Einblicke in Bürotätigkeiten und arbeiten Hand in Hand mit Kolleginnen und Kollegen aus dem kreativen Bereich.
Fahren, Arbeiten, Relaxen – diese drei Tätigkeiten verschmelzen in der digital-vernetzten und nachhaltigen Mobilität der Zukunft. Continental hat dazu den nahezu perfekten Fahrzeuginnenraum entwickelt. Besucher der „IAA Mobility“ in München können im „Ambienc3“ die Zukunft des Innenraums erleben. Alles ist aus einem Guss designt und konzipiert: schicke, leichte und robuste Oberflächen für Boden, Wände und Decken, für Sitze, Liegen und Tische. Natürliche, dezente und helle Farben. Warme, klar definierte Lichteffekte. Unaufdringliche Klänge… Um die Bilderstrecke zu starten, einfach auf das erste Bild klicken!
Im neuen Konzeptfahrzeug von Continental treffen sich Fahr-, Arbeits-, -und Relax-Erlebnis in einem 3rd Space, einem dritten Raum, der alle Tätigkeiten miteinander vereint. Das Fahrzeug steckt voller neuer Oberflächenlösungen aus innovativen und nachhaltigen Materialien. Apropos Nachhaltigkeit: Dem Upcycling-Trend folgend dient als Basis für den „Ambienc3“ mit dem „VW T2 Bulli“ ein emotional aufgeladenes Fahrzeug. So trifft Retro auf Zukunft: „Mit dem ,Ambienc3“ verbinden wir eine global bekannte Auto-Ikone mit neuen, aufregenden Oberflächen und wegweisenden Technologien der Zukunft, die mit ihren Eigenschaften das Fahren, Arbeiten und Relaxen bestmöglich unterstützen und diese durch Farbe, Design und Material voneinander abgrenzen“, sagt Ralf Imbery, Leiter Innovation, Transformation und Design bei den Oberflächenexperten von Continental. „Im ,Ambienc3‘ zeigen wir unsere Expertise im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Design, Funktionalität, 3rd Space und Kundenorientierung. So bringen wir wesentliche Treiber für die Zukunft des mobilen Innenraums zusammen.“
Wer mehr erfahren will, kann sich auf dem AMBIENC3 Webportal informieren.
Ergänzend können Sie in möbelfertigung. Die App alles zum neuen Zentrum für funktionalen Druck von Continental und zur Zukunft der Oberfläche lesen. Die „möbelfertigung“ war exklusiv bereits im Juni vor Ort.
Am 02. September fand das Ausstellervorgespräch zum anstehenden „16. Branchentag Holz“ am 09. und 10. November in der Messehalle 8 der Koelnmesse statt. Die Beteiligung mit knapp 80 Vertretern seitens Industrie und Dienstleistern war sehr gut. Neben Auf- und Abbauplanung und dem umfänglichen Dienstleistungsangebot auf www.branchentag.de für alle Aussteller stand das Hygienekonzept der Koelnmesse im Vordergrund der digitalen Veranstaltung. Die GD Holz Service GmbH und die Koelnmesse haben ein detailliertes Konzept ausgearbeitet, welches den Schutz der Gesundheit aller Messebesucher und Aussteller an oberste Stelle setzt. „Das Konzept ist gut und sehr sicher und wir wollen, dass sich alle Besucher am 16. Branchentag Holz sicher und wohlfühlen“, so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel. Derzeit haben knapp 130 Aussteller den Branchentag gebucht, 85 Prozent der zur Verfügung stehenden Fläche ist belegt. In den kommenden Wochen geht es in die heiße Phase der Vorbereitung, dann wird noch ein abendliches Get-together am ersten Abend geplant, das den aktuellen Vorschriften angepasst sein wird. Der Ticketshop unter www.branchentag.de wird in der KW 37 online gehen.
Der GD Holz geht davon aus, dass nach einer langen Veranstaltungspause sehr viele Besucher nach Köln kommen werden, um sich endlich wieder vor Ort und live mit der Branche zu treffen.
Die „HettichXperiencedays 2021“ haben es Hettich in diesem Jahr ermöglicht, trotz der schwierigen Situation seine Kunden und Partner, aber auch neue Interessenten aus der ganzen Welt online wie offline zu treffen. Allein zwischen Mitte März und Anfang September wurden auf dem Hybrid-Event weltweit 61.500 Teilnehmer virtuell oder vor Ort registriert. Alle internationalen Hettich-Teams waren aktiv an der Durchführung des Großprojekts beteiligt, und jeder Standort hatte Gelegenheit, mit lokalen Aktionen und Events seinen Teil zum Gesamterfolg beizusteuern. In der Summe wurden so innerhalb von sechs Monaten international über 1.000 Showroom-Touren online und offline durchgeführt, es wurden mehr als 1.000 Einzelevents organisiert, und es fanden über 250 Themenworkshops statt. Hinzu kam das vielseitige Keynote-Programm, mit dem für die unterschiedlichen Zielgruppen ein breites Spektrum hochaktueller Themen in bis zu 12 Sprachen angeboten wurde.
Die positive Resonanz auf das Hybrid-Format hat dem Hettich-Team Auftrieb gegeben, und die wertvollen Erfahrungen, die man bei Hettich aus diesem Projekt gewonnen hat, können nun in die Weiterentwicklung unterschiedlichster Arbeitsbereiche einfließen. Natürlich bieten die regionalen Hettich-Standorte allen Kunden und Interessierten auch künftig virtuelle Rundgänge zu den Highlights der „HettichXperiencedays“ sowie Showroombesuche vor Ort an. Das Portal der „HettichXperiencedays“ bleibt online, so haben registrierte Nutzer jederzeit Zugriff auf sämtliche Inhalte, seien es die Informationen zu den Megatrends oder das umfangreiche Angebot der Mediathek mit internationalen Keynotes oder Videos zu virtuellen Führungen in mehreren Sprachen.
Ein besonderes Highlight zum Entdecken auf eigene Faust bleibt die virtuelle Präsentation der Trendbereiche in der „3D Xperienceworld“: Hier findet man reichlich Inspiration für mehr Design, mehr Funktion und mehr Komfort – für große und kleine Räume, für flexibles, urbanes Wohnen, für New Work und Homeoffice, für Shop und Hotel, für Weiße Ware und auch für den Outdoor-Bereich. Alle Exponate werden anschaulich in Bewegung und Funktion gezeigt, inklusive nützlicher Zusatzinformationen wie Beschlaglisten, CAD-Zeichnungen, Produktvideos oder Bildmaterial.
Als „lebendiger Organismus“ wird die Xdays-Plattform von Hettich den Nutzern international auch in Zukunft neue Impulse bieten, denn die Inhalte werden eventbezogen aktualisiert und mit neuen, interessanten Themen gefüllt.
Der Begriff Nachhaltigkeit erlebt eine rasante Entwicklung: Im Millennium-Jahr 2000 kannten ihn lediglich 13 Prozent der Deutschen, 16 Jahre später waren es bereits 88 Prozent. Der schonende Umgang mit den Ressourcen ist mittlerweile für viele Konsumenten ein starkes Kaufargument. Und zunehmend gerät der Einsatz kreislauffähiger Materialien auch in den Fokus der Möbelindustrie. Gründe genug für Schmidt Küchen und Wohnwelten, mit „Origin Twist“ seine erste Küche zu entwickeln, die zu 100 Prozent aus recyceltem Holz besteht. Es ist ein Zurück zu natürlichen Werkstoffen, denn das verwendete Holz für den Bau von Korpus, Front und der Arbeitsplatte in der Stärke von 20 Millimeter war entweder bereits in Gebrauch oder stammt aus Rückständen. Es setzt sich etwa zusammen aus Holzresten, Verschnitt aus Sägewerken, Wiederverwendung von Altmobiliar, Bau- und Abbauholz oder aus Holz von Verschalungen und Verpackungen. Selbstverständlich haben die nachhaltigen Möbel die gleiche Qualität und Widerstandsfähigkeit wie alle anderen Einrichtungslösungen von Schmdt, heißt es aus Türkismühle.
„Wenn man Abfall als Ressource sieht, kann er Kreativität hervorbringen und Innovationen forcieren. Mit der Entwicklung dieser aus komplett recyceltem Holz bestehenden Produktreihe und robuster Möbel mit sehr natürlichem Design untermauern wir unser Engagement für die Öko-Verträglichkeit“, erklärt Jean-Michel Jaeglé, der Produktmanager von Europas fünftgrößtem Küchenhersteller.
Die „Origin Twist“ dokumentiert nicht nur den besonnenen Umgang mit der Umwelt, sondern sie besticht auch durch ihr Design. Denn durch die markante Struktur hebt sich das im wahrsten Sinne des Wortes ab. Ein einzigartiger Textilgewebe-Effekt auf dem Korpus sorgt zum einen für mehr Charakter und Tiefe, zum anderen für ein angenehmes haptisches Erlebnis. Die Optik lehnt sich an den Bohemian-Style an. Unterbrochen wird das natürliche Design von schwarzen Metallelementen, die harmonisch mit den hellen Tönen korrespondieren. Sie gehören zum neuen Küchen-Konzept „L’épicerie“, das Schmidt in Zusammenarbeit mit der Designagentur 5.5 aus Paris entwickelte und das direkt nach seiner Vorstellung im April den begehrten „Janus de l’espace de vie“ 2021 gewann. Es beinhaltet sechs Neuheiten für eine individuelle Gestaltung – und einige davon werden auch in dieser grünen Küche im Farbton „Twist“ präsentiert.
„Origin Twist“ unterstreiche auf der einen Seite das gelebte Öko-Konzept der Traditionsmarke, auf der anderen belege sie auch die werteorientierte Unternehmenskultur. „Sie ist ein weiterer Baustein unserer CSR – Corporate Social Responsibility. Denn bei Schmidt gehören Fragen zur Nachhaltigkeit und zur gesellschaftlichen Verantwortung genauso zu den zentralen Themen wie etwa Einkaufspreise oder Vertriebsstrategien“, sagt Jean-Michel Jaeglé. Und Jaeglé weiter: „Sein Engagement für die Umwelt sichtbar zu machen, ist heutzutage ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Und hier positionieren wir uns selbstbewusst und zukunftssicher.“
Laut Ergebnissen einer Umfrage, die die Tagezeitung „Die Welt“ veröffentlicht hat, wird Kesseböhmer eine hohe Ausbildungsattraktivität bescheinigt. Hintergrund: Service Value aus Köln, eine auf das Beziehungsmanagement zwischen Unternehmen und Stakeholdern spezialisierte Analyse- und Beratungsgesellschaft, erhob 2021 erstmalig, wie die Bevölkerung größere Unternehmen als Ausbildungsbetriebe wahrnimmt.
Anhand der Beurteilungen wurde auf einer fünfstufigen Antwort-Skala je Unternehmen ein ungewichteter Mittelwert gebildet, der über die Positionierung im Ranking nach Wirtschaftszweig entschied. Dabei erhielten überdurchschnittlich gut bewertete Unternehmen die Auszeichnung „hohe Attraktivität“. Innerhalb dieser Gruppe wiederum überdurchschnittlich bewertete Unternehmen erwarben die Auszeichnung „sehr hohe Attraktivität“.
Die Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2021“ listet im Ergebnis 3.998 untersuchte Unternehmen, auf die knapp 700.000 Urteile entfallen, und ordnet sie – unterteilt in Dienstleistung (1.750), Handel (400) und Industrie (1.848) – in ein branchenübergreifendes Ranking ein. Zu den 810 Unternehmen mit dem höchste Grad an Ausbildungsattraktivität gehört auch Kesseböhmer.
Mit diesem Ergebnis kann sich nicht nur das Unternehmen als interessanter Arbeitgeber profilieren, sondern auch Ausbildungssuchenden bietet es Orientierung. „Gut ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte sind eine wichtige Ressource für die Gesellschaft“, kommentiert Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführer der Service Value GmbH, und ergänzt, „dabei bedarf es aber nicht nur der Motivation des Nachwuchses, sondern auch der Bereitschaft der Unternehmen, als Ausbildungsbetrieb verantwortungsvoll zu investieren.“