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Autor: Möbelfertigung

Übernimmt soziale Verantwortung – Mitarbeiter spenden Blut

Jede Blutspende zählt. In Deutschland werden täglich 15.000 Blutspenden benötigt, um die Versorgung der Patienten in den Krankenhäusern mit Blut oder Blutpräparaten sicherzustellen. 15.000 Menschen müssen sich jeden Tag neu bereit erklären, ihr Blut für andere zu spenden. Doch Studien zeigen, dass immer weniger Menschen in Deutschland dazu bereit sind. 33 Prozent allein, weil sie keine Zeit haben oder einfach nicht daran denken. Für diese Aufgabe braucht das Deutsche Rote Kreuz ein breites Netzwerk und starke Partner.
„Blutspende ist und bleibt ein gesellschaftlich wichtiges Thema. Ein jeder von uns, unsere Familien und Freunde, können jederzeit in die Situation geraten, plötzlich auf lebensrettende Blutkonserven angewiesen zu sein“, so Andreas Wagner geschäftsführender Gesellschafter bei Rotpunkt Küchen. Inspiriert von anderen Unternehmen, die bereits Blutspende-Tage in den Arbeitsalltag integriert haben, hat Rotpunkt Küchen zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz einen Aufruf gestartet und einen Blutspende-Tag organisiert.

„Die Blutspende vereint sowohl gemeinschaftliche als auch individuelle Interessen gleichermaßen. Sie gibt uns als Rotpunkt Küchen die Chance, weiter unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Doch auch jeder Einzelne kann sich durch die eigene Blutspende persönlich für andere Menschen einsetzen“, erklärt Andreas Wagner weiter.

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern an, Blut zu spenden und damit Leben zu retten. Krebspatienten, Unfallopfer und Menschen, die sich verschiedenartigen Operationen unterziehen müssen, erhalten durch diese Hilfsbereitschaft eine Überlebenschance. In der vergangenen Woche wurde bei Rotpunkt Küchen erstmalig Blut gespendet: Im Blutspende-Mobil fanden sich 49 Blutspender, davon 37 Erstspender, ein. Insgesamt wurden über 20 Liter Blut gespendet.

„Wir freuen uns sehr über die große Teilnahme unserer Kolleginnen und Kollegen und sagen Danke an jeden von Ihnen. Meine eigene Spende hat mir gezeigt, wie einfach es ist zu helfen. Wir werden einen Blutspende-Tag auf jeden Fall wiederholen“, so Andreas Wagner.

Preisgekröntes Küchendesign

An Auszeichnungen mangelt es auch in 2021 nicht für „Next125“. Dies beweist die Tatsache, dass die Küchenmarke aus Herrieden in diesem Jahr gleich drei renommierte Preise einfahren konnte: den „German Brand Award“ für die Marke in ihrer Gesamtheit, den „German Innovation Award“ für die Insel auf Füßen sowie den „Red Dot Award Product Design“ für das intelligente Nischenregal Frame.

„Kontinuierlich Neues zu schaffen, eine Antwort auf aktuelle Bedürfnisse zu liefern und den Menschen zu berühren, das ist unser Ziel bei der Entwicklung neuer Produkte für ,Next125‘. Die Auszeichnungen in diesem Jahr zeigen, dass uns dies gelungen ist: das freut uns natürlich sehr und bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, so die Geschäftsführung von „Next125“.

Erfolgreichstes Geschäftshalbjahr der Firmengeschichte

Glänzende Zahlen stellte jüngst die Einhell Germany AG vor: Der Spezialist für do-it-yourself-Werkzeuge erzielte im ersten Geschäftshalbjahr 2021 hohe Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag. Die Umsatzzuwächse konnten vor allem durch eine Steigerung der Marktanteile sowie durch eine starke Nachfrage nach den Power X-Change Akku-Produkten erreicht werden. Insgesamt verbuchte der Einhell-Konzern damit das beste Halbjahresergebnis seit Bestehen des Unternehmens. Auch der weitere Ausblick ist positiv.

Die Nachfrage nach do-it-yourself (DIY) Produkten von Einhell befindet sich weiter im Aufwind: In den Monaten Januar bis Juni 2021 erzielte der Einhell-Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 463,4 Millionen Euro (i. Vj. EUR 341,6 Mio.). Der Anteil der verkauften Power X-Change Produkte am Gesamtumsatz beträgt zum 30. Juni 2021 37,2 Prozent. Die Umsätze bewegen sich damit deutlich über Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Ertragsteuern legte ebenfalls zu und beträgt 37,7 Millionen Euro was einer Rendite von etwa 8,1 Prozent (i. Vj. 6,8 Prozent) des Umsatzes entspricht. Die Umsatzzuwächse konnten vor allem durch eine starke Nachfrage nach den „Power X-Change“ Akku-Produkten erreicht werden, sowie durch eine kontinuierliche Steigerung der Marktanteile in den Kernregionen. So gehört Einhell in Deutschland im Bereich der batteriebetriebenen Powertools zu den drei führenden Marken, gemessen an den verkauften Stückzahlen. Im Bereich Garten ist Einhell sowohl im DIY-Gesamtmarkt, als auch bei den Akku-Gartengeräten, gemessen an den verkauften Einheiten, die Nummer eins.

„Die Triebfedern für unseren weiteren Umsatzanstieg sind zum einen die weltweit gestiegene Nachfrage von Endverbrauchern nach DIY-Produkten, die kabellose Freiheit bieten. Dafür haben wir mit unserer Palette von mehr als 200 ,Power X-Change‘ Akku-Produkten genau das richtige Angebot zur richtigen Zeit. Zum anderen aber auch unser starker Auftritt in den Baumärkten, am Point of Sale und in den E-Commerce Kanälen. Hier zahlen sich jetzt die verstärkten Marketinginvestitionen und zusätzlichen Listungen im Handel und E-Commerce aus den vergangenen Jahren aus“, kommentiert Andreas Kroiss, CEO der Einhell Germany AG, das Ergebnis.

„Insgesamt stellen wir fest, dass sich der Einhell-Konzern auf einem erfolgreichen Weg befindet“, freut sich Einhell-CEO Andreas Kroiss. „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen während der Pandemie und aufgrund der Stärke in den verschiedenen Vertriebskanälen erwarten wir eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung und rechnen aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatz von rund 830 bis 850 Millionen Euro.“

Die Einhell Germany AG setzt zum weiteren Wachstum verstärkt auf die internationale Expansion. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie von Warburg Research. Darin heißt es unter anderem: „Einhell hat einen starken Track Record im internationalen Wachstum. Die weitere regionale Expansion in ausgewählten potenziellen Märkten (USA, Thailand, Mexiko, Südafrika) wird ein zusätzlicher langfristiger Wachstumstreiber sein. Der US-Markt bleibt für Einhell hochinteressant.“ Dazu soll auch die vor kurzem abgeschlossene Vereinbarung mit dem FC Bayern München als Goldpartner und „Official Home and Garden Expert“ beitragen, die vor allem auf die weltweite Markenbildung positiv einzahlt. Der Vorstand erwartet aus der Partnerschaft mit dem deutschen Rekordmeister und zweifachen Triple-Gewinner eine international starke Wahrnehmung der Marke Einhell.

Bpi Solutions

Verhilft Siematic zu mehr Transparenz und Effizienz in den Prozessen

Neue Anforderungen des Marktes erforderten bei der Siematic Möbelwerke GmbH & Co. KG eine Neuausrichtung der IT-Landschaft. Mit der Einführung der ERP-Lösung SAP wurde die bestehende Archivlösung „dg Hyparchive“ erweitert. Die Implementierung übernahmen die Bielefelder IT-Spezialisten Bpi Solutions, die sowohl durch fundiertes Fach- und Branchen-Know-how überzeugten.

Siematic, gegründet 1929, gehört mit erstklassigen Einrichtungs- und Küchenkonzepten zu den innovativsten Küchenmöbelherstellern. Produkte, die in Technik, Design und Qualität vorbildlich sind. Diese hohen Ansprüche stellt Siematic sowohl an sich selbst, als auch an die im Unternehmen eingesetzten Produkte und Dienstleistungen.

Im Zuge der Unternehmens- und Marktentwicklung genügte die bisher eingesetzte ERP-Lösung nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Zu viele manuelle Tätigkeiten, zu viele Schnittstellen zwischen der Informationsweitergabe vom Auftragseingang bis zur Fakturierung behinderten einen effizienten Ablauf. Im Rahmen eines Systemwechsels Siematic sollte nicht nur das ERP-System ersetzt werden, sondern auch die Prozesse verbessert und optimiert werden. Neben dem SAP-System sollte das zentrale Archivsystem vollständig integriert werden.

Als langjähriger „Hyparchive“-Anwender entschied sich Siematic für Bpi Solutions als Integrationspartner. Bpi Solutions führte die nahtlose Integration von SAP-Dokumenten und -Belegen in den „Digital Workplace“ durch. Die Bielefelder unterstützten Siematic bei der Archivintegration mit der „ArchiveLink“ Anbindung und der „Bpi Connect“ Anwendung. Damit wird es Siematic ermöglicht alle aus- und eingehenden Dokumente zu archivieren und darüber hinaus sämtliche Prozesse in SAP abzulegen und in SAP sichtbar zu machen. Ferner wird durch den Indexexport die Recherche direkt im Archiv nach SAP Dokumenten ermöglicht.

Zukünftig wird es einfacher die verschiedensten Kundenaufträge und Lieferanteneingänge zu verwalten und den Auftragsfortschritt zu steuern. Siematic setzt dazu auf ein Kunden- und Lieferantenportal mit Archiv- und SAP-Anbindung. Kunden werden damit in die Lage versetzt Ihren Auftrag und den Auftragsfortschritt einzusehen. Durch die umfassende Verbesserung der Prozesse ist Siematic für die zukünftigen Entwicklungen des Unternehmens bestens aufgestellt.

Weltweit „innovativstes Einrichtungshaus“ in Wien am Netz

Nach zwei Jahren Bauzeit ist am Wiener Westbahnhof das nach Angaben des Unternehmens „innovativste Einrichtungshaus, das es aktuell in der Ikea Welt gibt“ ans Netz gegangen. „Ikea Wien Westbahnhof ist in seiner Art einmalig. Er soll ein einzigartiger und vielfältiger Treffpunkt sein, an dem sich die Menschen zu Hause fühlen können; ein Ort, an dem wir bei Ikea die Träume und Wünsche unserer Kund:innen verwirklichen dürfen – unabhängig von der Größe ihrer Geldbörse“, erklärt Jesper Brodin, CEO der Ingka Group / Ikea. Und Alpaslan Deliloglu, Country Manager und Chief Sustainability Officer bei Ikea Österreich fügt hinzu: „Mit dem City Store setzen wir bei Ikea neue Maßstäbe für zukünftige Projekte und möchten jede und jeden dazu inspirieren, nachhaltigere Entscheidungen im Rahmen des Planeten zu treffen.“

Das siebenstöckige Haus ist komplett auf Fußgänger:innen, Öffi-Nutzer:innen und Radfahrer:innen ausgerichtet. So können leicht zu transportierende, kleinere Produkte vor Ort gekauft werden – über 3.000 Artikel sind zum Mitnehmen lagernd. Alle größeren Produkte werden mittels Lieferung mit Elektrofahrzeugen oder per Click & Collect zum Abholen bestellt. Auf der öffentlich zugänglichen Dachterrasse ist eine Snackbar eingerichtet. Daneben haben Jo&Joe Vienne in den beiden oberen Etagen ein frisches Beherbergungskonzept verwirklicht, das sich mit seiner kreativen Mischung aus Hostel, Hotel und erweitertem Wohnzimmer sowohl an Reisende als auch einheimische Nachbar:innen richtet.

Beim Bau des neuen Standortes, in den mehr als 140 Millionen Euro flossen, wurde streng auf Nachhaltigkeit geachtet. 160 Bäume und Sträucher, die von den schwedischen Nationalparks inspiriert wurden, begrünen Fassade und Dachterrasse. Zusätzlich wurden am Gebäudedach Photovoltaikanlagen über 800 Quadratmeter der gesamten Dachfläche installiert und es gibt ausreichend Platz für Vogelnester sowie Bienenstöcke.

Gleich fünfmal mit dem besten Emissionslabel ausgezeichnet

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat das ostwestfälische Unternehmen RMW Wohnmöbel in fünf Kategorien mit dem Emissionslabel der Klasse A ausgezeichnet. Die zertifizierten Kasten-, Büro- und Sitzmöbel sowie Betten und Tische aus Rietberg sind nachweislich besonders wohngesund.

„Seit 2003 erfüllen die Rietberger Möbelwerke als DGM-Mitglied die strengen Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430. Durch die jetzige Zertifizierung mit dem Emissionslabel in allen vom Unternehmen vermarkteten und hergestellten fünf Produktgruppen unterstreicht das Unternehmen seinen hohen Qualitätsanspruch im Bereich Wohngesundheit und erhält neben dem ‚Goldenen M‘ weitere aussagekräftige Label, die Endverbrauchern als Entscheidungshilfe und Wegweiser bei der Suche nach hochwertigen Möbeln dienen“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Das Emissionslabel der DGM dient als Zertifizierung, um Endverbrauchern Orientierung und Sicherheit beim Möbelkauf zu geben. Denn gerade das Thema Wohngesundheit wird immer wichtiger und Möbel, die noch umfassender kontrolliert werden, ehe sie in den Handel kommen, und noch strengere Emissionswerte einhalten als es der Gesetzgeber vorgibt, werden von vielen Menschen bevorzugt ausgewählt. Das Emissionslabel wird daher in den Emissionsklassen A bis D vergeben. Der Emissionsklasse A liegen die strengsten Grenzwerte zugrunde, die Emissionsklasse D entspricht den gesetzlichen Anforderungen für Schadstoffemissionen.

„Die Kasten-, Büro- und Sitzmöbel sowie Betten und Tische von RMW Wohnmöbel erfüllen die Vorgaben der Emissionsklasse A. Sie sind damit absolut unbedenklich und nachweislich besonders wohngesund“, so Winning. Alle ausgezeichneten Möbel wurden in unabhängigen Prüflaboren untersucht, um die Einhaltung der guten Emissionswerte objektiv sicherzustellen.

Bildungsoffensive für Industrie 4.0

Bosch setzt seine Industrie-4.0-Bildungsoffensive fort. „Industrie 4.0 stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Produktionsstandorten und trägt so zur Sicherung von Beschäftigung bei“, sagt Rolf Najork, in der Bosch-Geschäftsführung zuständig für die Industrietechnik. Zum Start des Ausbildungsjahres 2021/2022 nimmt Bosch ein neues Industrie-4.0-Trainingscenter in Stuttgart-Feuerbach und eines im Kunden- und Innovationscenter von Bosch Rexroth in Ulm in Betrieb. Auch neue von Bosch initiierte Zertifikatslehrgänge, etwa zum „Industriemanager Digitale Transformation IHK“, starten im September. Nach Pilotierung werden von Bosch mitentwickelte Lehrgänge international exportiert, beispielsweise zur „Fachkraft für Industrie 4.0“.

Insgesamt bietet Bosch über 100 Schulungen und Trainings für Industrie 4.0 extern an, die Mitarbeitern und Interessenten anderer Unternehmen offenstehen. „Mit unseren weltweit rund 240 Werken sind wir am Puls der Zeit. Wir schöpfen aus Erfahrung und entwickeln Konzepte, um Mitarbeiter für Industrie 4.0 fit zu machen“, sagt Filiz Albrecht, Bosch-Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der Robert Bosch GmbH. In den vergangenen fünf Jahren hat Bosch in Summe über eine Milliarde Euro in die Qualifizierung seiner Mitarbeiter investiert. Neu konzipierte Industrie-4.0-Rollen führt das Unternehmen jetzt flächendeckend in seinen Werken ein.

Die vernetzte Industrie wird Realität. Fast zwei Drittel aller deutschen Unternehmen haben inzwischen Industrie-4.0-Anwendungen in ihre Fertigung integriert – vor drei Jahren war es noch lediglich jedes zweite. (Quelle: Bitkom, 2021) Doch Hürden bleiben: Laut dem Branchenverband Bitkom fehlen 55 Prozent der Unternehmen Industrie-4.0-Fachkräfte, 52 Prozent fühlen sich durch die Komplexität des Themas überfordert. Bosch arbeitet dagegen an.

„Bei Industrie 4.0 ist Bosch Pionier. Wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrungen und unterstützen Unternehmen dabei, diese moderne Form der Produktion erfolgreich umzusetzen“, sagt Najork. Über Akademien von Bosch Rexroth und Bosch Connected Industry präsentiert das Unternehmen ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm für Industrie 4.0. Bestandteile hieraus werden zudem von Kooperationspartnern angeboten. So lässt sich beispielsweise die von Bosch mitkonzipierte Weiterbildung zur „Fachkraft für Industrie 4.0“ bei Industrie- und Handelskammern bundesweit absolvieren.

Dank den Außenhandelskammern wird diese Industrie-4.0-Ausbildung „made in Germany“ jetzt auch international zum Standard: Von Slowenien und Tschechien über Malaysia und Singapur bis nach Kolumbien und Peru – Unternehmen qualifizieren Mitarbeiter nach deutschem Vorbild. „Fachkräfte sind der Schlüssel für Industrie 4.0 und ein echter Wettbewerbsfaktor. Wer erfolgreich werden und erfolgreich bleiben will, muss Mitarbeiter qualifizieren“, erklärt Najork. Neben Ausbildungsformaten entwickelt Bosch komplette Trainingsanlagen, die Roboter-Programmierung, Augmented Reality, App-Technologie, RFID und Fertigungsmanagementsysteme umfassen. Zum Einsatz kommen die „Industrie-4.0-Minifabriken“ bei Berufs- und Hochschulen sowie in Ausbildungsstätten von Betrieben. Darüber hinaus öffnet Bosch die eigenen Werkstore und bietet an mehreren Standorten die Möglichkeit zu Industrie-4.0-Führungen.

Seit 2012 digitalisiert Bosch die eigenen Werke. Weltweit sind bereits rund 85 Prozent aller Teilefertigungen und Montagelinien in den Bosch-Fabriken vernetzt. Leistungsdaten von Maschinen wie Taktzeiten, Störungen oder Ausschuss werden so automatisiert und digital erfasst. „Nahezu jedes unserer Werke hat vernetzte Anwendungen im Einsatz. Wir bilden unsere Mitarbeitenden für Industrie 4.0 konsequent weiter“, sagt Albrecht.

Bosch bietet dafür rund 360 verschiedene Lernangebote zu Digitalisierung und speziell Industrie 4.0 – von Apps über Videos und Online-Seminaren bis hin zu klassischen Weiterbildungen vor Ort. Speziell für Industrie 4.0 entwickelte Rollenprofile werden derzeit weltweit in den Werken eingeführt. So soll künftig jedes Bosch-Werk über ein festes Industrie-4.0-Team verfügen, das aus einem Koordinator sowie IT-Spezialisten für Infrastruktur, Hardware und Prozesse besteht. Komplettiert werden die Teams durch Datenanalysten und Datenwissenschaftler, die Produktionsergebnisse übersichtlich aufbereiten und Probleme mit Hilfe von Machine Learning frühzeitig erkennen. „Für jede neue Rolle bieten wir passende Schulungen. Denn nur wer die vernetzte Welt versteht, kann sie auch gestalten“, sagt Albrecht.

„EU-Gesetz bedroht Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Industrie“

Zur anstehenden Diskussion über den KI-Regulierungsvorschlag im Europäischen Parlament und im Rat der EU sagt Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer des VDMA Software und Digitalisierung:

„Künstliche Intelligenz ist für den europäischen Maschinen- und Anlagenbau eine wesentliche Schlüsseltechnologie für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit. Der VDMA unterstützt daher ausdrücklich die Pläne der EU-Kommission, für dieses wichtige Technologiefeld einen verlässlichen EU-Rechtsrahmen zu schaffen. Nur so erreichen wir es, dass eine nationale Fragmentierung verhindert und gleichzeitig die breitflächige Akzeptanz für KI-Technologien erhöht wird.

Der vorliegende Entwurf ordnet allerdings bereits regulierte Maschinenbauprodukte in die Kategorie der Hoch-Risiko-Anwendungen ein und setzt sie damit auf die gleiche Risikostufe wie KI-Systeme zur biometrischen Identifizierung und Klassifizierung von Personen oder KI-Systeme zur Strafverfolgung. Allein diese Zuordnung birgt die Gefahr, die weltweite Reputation des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus als zuverlässigen Technologiepartner zu beschädigen und die Skepsis gegenüber dem Einsatz von KI zu erhöhen.

Dies führt auch zu nicht notwendigen Barrieren und Unsicherheiten, die Unternehmen, KI-Forschung und letztendlich den Standort Europa belasten. Industrielle KI, die bereits durch harmonisierte Rechtsakte erfasst wird, muss daher vom neuen KI-Gesetz ausgenommen werden. Viel wichtiger ist es, den Fokus auf bisher nicht regulierte Anwendungsfelder zu legen, um die europäischen Werte zu schützen.

Umso mehr stehen Europäisches Parlament und die Mitgliedsstaaten jetzt vor der Aufgabe den vorliegenden Regulierungsvorschlag eingehend auf seine rechtssichere und vor allem innovationsfreundliche Gestaltung zu prüfen und entsprechend nachzubessern. Nur so können die Chancen und Möglichkeiten der KI-Technologie auch für den europäischen Maschinen- und Anlagenbau umfänglich nutzbar gemacht werden.“

Erwirbt Mehrheit an Bartenbach

Eglo hat die Mehrheit der Anteile der Tiroler Firmengruppe Bartenbach erworben. Das Tiroler Lichtplanungsunternehmen wurde vor mehr als 50 Jahren von Prof. Christian Bartenbach gegründet. 2007 wurde die Leitung auf seinen Sohn, Christian Bartenbach, übertragen.

Bartenbach ist in der Lichtbranche ein international bekanntes Unternehmen, das für Architekten und Bauherren sowie Kunden der Beleuchtungsindustrie maßgeschneiderte und herstellerunabhängige Tages- und Kunstlichtplanungen erstellt. Mit einem weitreichenden Leistungsspektrum, von der Beratung über die Konzeption bis hin zur Umsetzung der gesamten Planung, werden für Kunden bestmögliche Lichtlösungen garantiert, heißt es aus der österreichischen Eglo-Zentrale in Pill. In den letzten Jahren habe Bartenbach viele, auch große Lichtobjekte im In- und Ausland geplant und umgesetzt, medial bekannt wurde vor allem der Royal Clock Tower in Mekka mit 4 LED-beleuchteten Ziffernblätter mit über 40 Meter Durchmesser.

Die Bartenbach Gruppe, die aus vier Einzelunternehmen besteht, erzielt einen Umsatz von rund 10 Mio. Euro, wobei Eglo in Zukunft durch den finanziellen Background das weitere Wachstum der Bartenbach Gruppe vorantreiben will. Bartenbach bleibt eigenständig und neutraler Dienstleister mit seinen rund 100 Mitarbeitern weiterhin am Standort in Aldrans.

Eglo, ebenfalls ein Familienunternehmen mit mehr als 50-jähriger Geschichte, als größter Wohnraumleuchtenanbieter Europas erwartet, dass mit dieser Firmenbeteiligung die technische Lichtkompetenz des Konzerns im Leuchtenbereich weiter ausgebaut werden kann und parallel bedeutende Synergien aus der Planungsexpertise von Bartenbach und der logistischen, produktions- und vermarktungstechnischen Fähigkeit von Eglo realisiert werden. Die Gruppe peilt mittlerweile inklusive der Immobiliensparte einen Umsatz von rund 700 Mio. Euro an.