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Autor: Möbelfertigung

Produzierendes Gewerbe legte im Januar zu

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 saison- und kalenderbereinigt um 3,5 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember 2022 gegenüber dem Vormonat noch um 2,4 Prozent gesunken war (vorläufiger Wert: minus 3,1 Prozent). Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat Januar 2022 war die Produktion kalenderbereinigt 1,6 Prozent niedriger.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) nahm im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent zu. Gegenüber Januar 2022 sank die Industrieproduktion kalenderbereinigt um 0,9 Prozent.

Zur positiven Entwicklung der Industrieproduktion im Januar 2023 trugen insbesondere starke Zuwächse in der Herstellung von elektronischen Ausrüstungen (saison- und kalenderbereinigt plus 7,1 Prozent zum Vormonat) und der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (plus 9,8 %) bei. Stark negativ entwickelten sich hingegen die für die deutsche Industrie bedeutenden Bereiche Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 5,2 Prozent) sowie Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen (minus 12,9 Prozent).

Betrachtet man die Industrie insgesamt, sank die Produktion von Konsumgütern im Januar 2023 gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent. Die Produktion von Investitionsgütern verringerte sich um 0,6 Prozent, während die Produktion von Vorleistungsgütern um 6,9 Prozent zunahm. Bei den Vorleistungsgütern trug unter anderem die positive Entwicklung in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen und der Herstellung von elektronischen Ausrüstungen zum starken Zuwachs bei.

Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung im Januar 2023 um 0,4 Prozent höher als im Vormonat. Die Bauproduktion erholte sich zum Jahresbeginn und stieg im Vormonatsvergleich um 12,6 Prozent, nachdem die Bauproduktion zum Ende des Jahres 2022 stark zurückgegangen war (-7,5 Prozent zum Vormonat im Dezember 2022).

In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 um 6,8 Prozent gestiegen. Damit erholte sich die Produktion auch in diesem Bereich, nachdem sie im Dezember 2022 noch um 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken war. Trotz des Anstiegs lag die energieintensive Produktion im Januar 2023 um 13,2 Prozent niedriger als im Januar 2022. Eine Analyse zum Produktionsindex für energieintensive Industriezweige ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Als Familienunternehmen in dritter Generation sind die Werte Langlebigkeit und Wertschätzung seit jeher gelebter Alltag bei Hailo. Besonders unter den aktuellen Gegebenheiten und Herausforderungen unserer Zeit ist sich das Unternehmen seiner Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt bewusster denn je. Die regelmäßigen Investitionen in effizientere Abläufe, neue Technologien und ressourcenschonende Verarbeitungswege markieren für Hailo wichtige Etappenziele auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Einen neuen großen Schritt geht das Unternehmen mit der Teilnahme an dem gemeinschaftlichen Projekt „Wege zum klimaneutralen Unternehmen“, organisiert vom Verband Klimaschutz-Unternehmen e.V. in Kooperation mit der Universität Kassel, welches im Sommer 2022 in die zweite Runde startete. Neben neun weiteren Unternehmen beschäftigt sich Hailo in einer Reihe verschiedener Workshops und Seminare mit den Themen Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität und erarbeitet in diesem Rahmen individuelle Maßnahmen zur Erreichung eines wichtigen Ziels: der Reduzierung des CO2-Fußabdrucks. Insbesondere steht dabei die Nutzung von recycelten Materialien im Fokus. Dieser Bereich ist für Hailo keineswegs neu, wie Geschäftsführer Jörg Lindemann deutlich macht: „Schon seit 2015 arbeiten wir mit recyceltem Aluminium und recycelten Kunststoffen. Wie alle unsere Produkte halten sie trotzdem länger als gesetzlich vorgeschrieben. Im Projekt wollen wir untersuchen, wie wir mit Rezyklaten den CO2-Fußabdruck für die Produkte und damit auch für Kundinnen und Kunden sowie unser Unternehmen verbessern.“

Der Weg zur Klimaneutralität ist ein komplexes Unterfangen und stellt die teilnehmenden Firmen vor eine Reihe anspruchsvoller Herausforderungen, wie Prof. Jens Hesselbach als Leiter des Fachgebiets Umweltgerechte Produkte und Prozesse (upp) von der Universität Kassel betont: „Klimaneutralität ist maßgebend für Unternehmen, da Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will. Doch was heißt klimaneutral? Woran sollen sie sich orientieren? Es gibt viele verschiedene Ansätze, aber noch keine Norm.“ Um die ehrgeizigen Konzepte und Pläne erfolgreich durchführen zu können, liegt der Fokus der Arbeit daher auf der praktischen Umsetzung in den einzelnen Betrieben. So kann Nachhaltigkeit vor Ort gelebt und gefördert werden. Im engen Austausch mit den Unternehmen des ersten Projekt-Durchlaufs konnten bereits gemeinsam Strategien zum Klimaschutz entwickelt und konkrete Maßnahmen ausgearbeitet werden. Wie dies in der realen Umsetzung aussieht, ist von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich. Doch auch wenn alle Unternehmen individuell festgesteckte Ziele im Verlauf des Projekts verfolgen, arbeiten alle Teilnehmer an einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um mehr als 45 Prozent bis 2035. Dies ist auch für alle Beteiligten ein wichtiger Beitrag zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 1,5 °C. Für Hailo ist es nicht zuletzt der Wunsch nach wirkungsvollen Innovationen und gangbaren, praxisbezogenen Maßnahmen, der hierfür eine treibende Kraft ist und das Unternehmen einen bedeutenden Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit anstreben lässt.

GEZE

Zum zehnten Mal unter den Top 100 der innovativsten Mittelständler Deutschlands

Geze wurde bereits zum zehnten Mal vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien, im Rahmen des „Top 100 Awards“, als einer der Spitzen-Innovatoren des Mittelstands ausgezeichnet.„Wir sind stolz darauf, in 2023, das Jahr unseres 160. Firmenjubiläums, wieder zu den Top 100 Innovatoren im Mittelstand zu gehören“, freut sich Marc Philipp Alber, Chief Officer Product Development & Operations bei Geze. „Das Siegel gehört zu den renommiertesten und wichtigsten Mittelstandspreisen in Deutschland und belegt unsere große Innovationskraft. Es ist eine wunderbare Anerkennung für unsere Mitarbeitenden, die seit 160 Jahren an unserer gemeinsamen Vision arbeiten, lebenswerte Gebäude der Zukunft zu schaffen.“ Gleichzeitig sei die Auszeichnung auch ein Ansporn für Geze: „Wir stecken uns selbst hohe Ziele, gerade hinsichtlich der Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit unserer Produkte. Der Titel ‚Top 100 Innovator‘ ist für uns auch mit der Herausforderung verbunden, ihm immer wieder gerecht zu werden und die hohen Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen, besser noch: zu übertreffen“, so Alber.

Das Unternehmen überzeugte die Jury im Wettbewerb 2023 mit innovativen Technologien und Lösungen für zuverlässigen Brandschutz und modernste Gebäudeautomation. Hoch bewertet wurde auch das exzellente Innovationsklima des Mittelständlers aus Leonberg bei Stuttgart. „Bei ,Top 100‘ geht es um die Frage, welchen Stellenwert das Innovationsziel im Unternehmen einnimmt“, erklärt Prof. Dr. Nikolaus Franke, wissenschaftlicher Leiter des Wettbewerbs. „Dominieren Routinen und Gewohnheiten oder aber ist das Unternehmen in der Lage, Bestehendes zu hinterfragen, kreativ und neu zu denken und erfolgreich am Markt durchzusetzen? Wir analysieren diese Fähigkeit anhand von mehr als 100 Prüfkriterien.“

Seit 30 Jahren vergibt Compamedia das Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mit 26 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von „Top 100“ ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Im Jubiläumsjahr war das Interesse am Wettbewerb besonders groß: 550 Mittelständler hatten sich beworben. Am 23. Juni wird Ranga Yogeshwar Geze bei der Preisverleihung in Augsburg persönlich zu diesem Erfolg gratulieren.

Digitales Verkaufshandbuch kommt schon im September

Bereits zu ihrer Hausmesse im September will die Baumann Group für ihre Marken Bauformat und Burger ein digitales Verkaufshandbuch vorstellen. „FurniMobile“ entsteht in Zusammenarbeit mit Go-2B, dem Softwarespezialisten für das Management von Produktdaten. Die Motivation hierfür sind ein effizientes und dabei nachhaltiges, papierloses Arbeiten einerseits und zum anderen Synergieeffekte durch die Anknüpfung an das schon jetzt genutzte Content-Management-System „FurniData“, bei dem sämtliche Produktdaten im branchenüblichen IDM-Format hinterlegt sind. Ziel ist es, Handelspartnern neue Möglichkeiten bei Verkauf und Planung zu eröffnen.

„Wir reduzieren unseren Papierverbrauch und schonen damit natürliche Ressourcen. Wir können unser Handbuch gleichzeitig viel besser an die Bedürfnisse unserer Handelspartner anpassen. ,FurniMobile‘ ist nämlich individualisierbar, zum Beispiel in puncto Kalkulationen“, so Dennis Bischoff, Marketingleiter der Baumann Group.

Außerdem hat „FurniMobile“ eine Schnittstelle für die Küchen-Planungssoftware „Winner“ aus dem Hause Compusoft, das wie Go-2B zur Cyncly Unternehmensgruppe gehört. Die Software wird laut Pressemitteilung aktuell von rund 800 gemeinsamen Kunden an mehr als 3.200 Beraterarbeitsplätzen eingesetzt. Mit „Winner“ zu arbeiten, sei aber keine Voraussetzung für die effektive Nutzung von ,FurniMobile‘. Das digitale Verkaufshandbuch ist auch für andere Planungssysteme offen. „Obwohl ,FurniMobile‘ deutlich mehr Inhalt hat als die Papiervariante, ist das digitale Handbuch als plattformunabhängige, Plugin-freie Applikation wesentlich leichter zu transportieren. Über das browserbasierte System lassen sich zusätzliche Informationen wie zum Beispiel Videos, passendes Zubehör fürs Upselling oder auch eine dynamische Lieferzeitenabfrage aufrufen“, nennt Hermann Balke, aus der Go-2B-Geschäftsleitung weitere Vorteile. Zudem ersetze eine Suche mit Filterfunktion langwieriges Blättern, und die Anbindung an stets aktuelle Produktdaten vermeide Konfigurationsfehler.

Mit „FurniMobile“ können Händler zielgenauer und effektiver beraten. Deren Kundinnen und Kunden profitieren von zusätzlich bereitgestellten Informationen. Denn mit „erlebbaren Verkaufshandbuch“ kann die neue Küche schon während der Planungsphase besser visualisiert werden. Lediglich ein Internetzugang ist Voraussetzung.

Zurzeit wird das Handbuch in direkter Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam von Go-2B auf die Bedürfnisse der Handelspartner der Baumann Group abgestimmt. Dennis Bischoff freut sich, wie unkompliziert da möglich ist.

100.000 Euro für Erdbebenopfer

Die Folgen der Erdbeben in der Türkei und in Syrien mit ihren hohen Opferzahlen und Zerstörungen sind verheerend. Deshalb haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hettich rund 50.000 Euro weltweit individuell an humanitäre Hilfsorganisationen gespendet. Die Hettich Unternehmensgruppe hat sich diese Summe zum Vorbild genommen und ebenfalls als Soforthilfe geleistet. Damit hat Hettich gemeinsam als Team insgesamt rund 100.000 Euro Spendengelder an humanitäre Hilfsorganisationen übergeben, um die Betroffenen der Erdbeben zu unterstützen.

„Auch Wochen später ist die Not groß und die Menschen vor Ort sollen nicht vergessen werden“, sagt Laura-Sophie Putschies, Unternehmenskommunikation bei Hettich. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Es ist selbstverständlich, dass wir die humanitäre Hilfe in den Krisengebieten unterstützen, um das Leid der Menschen zu lindern.“

Die Hettich Gruppe hat die Spendensumme verdoppelt, die das Hettich Team individuell gespendet hat. In einer anonymen Umfrage konnten alle Hettich Kollegen weltweit ihre persönliche Spendensumme nennen. Diese Art der gemeinsamen Spende hat Hettich auch in anderen Notsituationen bereits durchgeführt. „Wir bei Hettich sind stolz auf die große Spendenbereitschaft unserer Kolleginnen und Kollegen, die ihre Solidarität mit der notleidenden Bevölkerung in der Türkei und in Syrien zeigt“, betont Putschies.

Zählt zu den „Digital-Champions 2023“

Im Rahmen der Studie „Digital-Champions 2023“ von „Deutschland Test“ und „Focus Money“ erreichte Würth Industrie Service den zweiten Platz in der Kategorie „Baustoffe und Bauzubehör (Großhändler)“ und geht damit als digitaler Vorreiter hervor.

Erfolgsgeschichten made in Germany: Der Digital-Champions-Award zeigt eindrucksvoll, wie digitale Pioniere ihre Innovationskraft anhand von intelligenten Technologien und Lösungen gewinnbringend in ihren Unternehmen integriert haben.

Welche Maßnahmen für einen erfolgreichen Wandel bedeutend sind, untersucht die Studie „Digital-Champions 2023“, die im Auftrag von „Focus Money“ und „Deutschland Test“ durch das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung mit wissenschaftlicher Begleitung des HWWI Hamburgisches WeltwirtschaftsInstituts realisiert wurde. Zu rund 12.000 Unternehmen wurden im definierten Zeitraum vom 01. Dezember 2021 bis 30. November 2022 verschiedenste Aussagen in den Kategorien Digitalisierung, Technologie und Innovation breit und umfassend analysiert.

Nach dem Leitsatz „Immer weiter und einen Schritt voraus“ trägt die Würth Industrie Service dazu bei, gemeinsam den digitalen Wandel voranzutreiben. „Innovation und Neugier haben bei uns einen hohen Stellenwert.“, so Stefan Reuss, Geschäftsführer IT und Digital Solutions der Würth Industrie Service. Zur gezielten Steuerung und Koordination von Innovationsprojekten sowie der Zusammenarbeit mit Start-Ups setzt sich eine eigene Abteilung Digital Business Development & Innovations mit zukunftsweisenden Trends auseinander. Außerdem geben die Expertinnen und Experten agile Arbeitsmethoden an die Hand, um durch intelligente Lösungen die tägliche Arbeit zu erleichtern. Von der Innovationsstrategie der Würth Industrie Service überzeugt, zeichneten „Focus Money“ und „Deutschland Test“ das Unternehmen als „Digital-Champions 2023“ aus.

Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe leicht gestiegen

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 saison- und kalenderbereinigt um 1,0 Prozent gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Zuwachs von 2,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022 lag der Auftragseingang kalenderbereinigt 10,9 Prozent niedriger.

Die In- und Auslandsaufträge entwickelten sich im Januar 2023 gegensätzlich. Inlandsaufträge sanken gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent, während die Auslandsaufträge sich um 5,5 Prozent erhöhten. Dabei nahmen Auftragseingänge aus der Eurozone um 2,9 Prozent ab, während Aufträge aus dem restlichen Ausland um 11,2 Prozent zunahmen. Der Zuwachs der Aufträge aus Staaten außerhalb der Eurozone ist dabei vor allem auf Großaufträge im Bereich des Luft- und Raumfahrzeugbaus zurückzuführen.

Wie bei den In- und Auslandsaufträgen zeigten sich auch in den Hauptgruppen des Verarbeitenden Gewerbes stark gegensätzliche Entwicklungen. Während der Auftragseingang im Bereich der Investitionsgüter im Januar 2023 um 8,9 Prozent gegenüber dem Vormonat stieg, sank er im Bereich der Vorleistungsgüter um 8,9 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter verringerte sich der Auftragseingang um 5,5 Prozent. Die Investitionsgüter profitierten dabei neben der Entwicklung im Luft- und Raumfahrzeugbau (plus 138,5) auch von starken Auftragszuwächsen in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren (plus 6,8 Prozent). Bei den Vorleistungsgütern waren die Auftragseingänge in den meisten Bereichen rückläufig. Besonders besonders deutlich war der Auftragsrückgang in der Herstellung elektronischer Ausrüstungen mit minus 22,3 Prozent, nachdem es im Vormonat noch ein Plus von 34,3 Prozent gegeben hatte.

Für Dezember 2022 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Zuwachs des Auftragseingangs gegenüber November 2022 von 3,4 Prozent (vorläufiger Wert: plus 3,2 Prozent).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Januar 2023 saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent höher als im Vormonat. Für Dezember 2022 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber November 2022 (vorläufiger Wert: minus 1,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022 lag der Umsatz im Januar 2023 kalenderbereinigt 0,4 Prozent niedriger.

Trendstudie: Ethischer Konsum im Wandel

Die Deutschen sind deutlich preissensibler geworden, orientieren sich beim Kauf aber weiter mehrheitlich an der Nachhaltigkeit der Produkte. Laut der aktuellen Trendstudie des Trendbüros, initiiert und herausgegeben von der Otto Group betrachten immer noch 62 % der Befragten ethisches Konsumverhalten als festen Bestandteil ihrer Kaufüberlegungen (2020: 70 %). Wichtiger als früher ist den Menschen das langfristige Ziel, den Klimawandel zu bekämpfen. 68 % wünschen sich Klimaneutralität als Maßstab des ethischen Konsums und fordern Marken und Unternehmen auf, zum Motor der Transformation für Klimaneutralität zu werden.

Als eine Antwort auf Klimawandel und Ressourcenknappheit wird die Kreislaufwirtschaft immer besser verstanden. Mit diesem Konzept sind 62 % vertraut, 75 % wären bereit, den Weg von der Wegwerf- zur Kreislaufgesellschaft mitzugehen (2020: 82 %). Dabei sind aktuell die Babyboomer mit 85 % entschlossener als die Gen Z (64 %).

67 % der Deutschen haben ihr Konsumverhalten aufgrund von Faktoren wie Corona, Inflation, Energiekrise und Klimawandel Richtung Nachhaltigkeit verändert. Klimaneutralität ist für die Befragten der neue Maßstab des ethischen Konsums geworden, auch wenn biologisch-regional, soziale Gerechtigkeit und Gesundheit weiterhin wichtige Faktoren beim Konsum bleiben. 53 % sprechen sich für Sharing-Modelle aus. Allerdings sagen auch 43 Prozent, dass es für sie seit den Krisen zweitrangig geworden ist, nachhaltig zu leben.

„Wir beobachten eine steigende Sensibilisierung der Menschen für die Auswirkungen des Konsums auf die Umwelt und das Klima. Dieser Trend ist sicherlich auch mit der Ausweitung des Produktangebots in den letzten Jahren zu erklären. Nachhaltig deklarierte Produkte gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Preisspannen“, fasst der Leiter der Studie, Prof. Peter Wippermann vom Trendbüro, die Erkenntnisse zusammen. „Außerdem wird die Kreislaufwirtschaft zunehmend als eine Lösung auf dem Weg dorthin begriffen“, so Prof. Wippermann weiter. Unternehmen rate er daher, ihre Geschäftspraktiken und -modelle im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu überdenken, nur so würden sie im Wettbewerb bestehen und ihre Zukunft sichern.

82 % der Befragten befürworten es, wenn Produktdesigns von der Planung bis zur Wiederverwertung nachhaltige Lösungen bieten. 81 % würden Reparaturservices im E-Commerce nutzen. 78 % sehen bei dieser Aufgabe die Hersteller in der Pflicht, 62 % den Handel. Mehr Transparenz, entschlosseneres Handeln und konkrete Maßnahmen werden gefordert. So fühlen sich 46 % durch Greenwashing betrogen und würden die Produkte nicht mehr kaufen. „Von Unternehmen wird mehr erwartet als ein ‚Purpose Statement‘. Diese Erkenntnis aus der Trendstudie sollten Unternehmer:innen wie Unternehmen sehr ernst nehmen,“ sagt Alexander Birken, CEO der Otto Group. „Deshalb arbeiten wir mit unseren Marken wie Otto, Bonprix, Manufactum, Hermes oder About You konkret an nachhaltigen Lösungen, um den Klimawandel zu bekämpfen,“ so Birken weiter. „Die Otto Group will die Kreislaufwirtschaft voranbringen – mit konkreten Beiträgen ihrer einzelnen Marken unter anderem in den Bereichen Reparatur, Recycling und Re-Use.“

Für die repräsentative Studie wurden die Ergebnisse einer Befragung von 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 16 und 72 Jahren im November 2022 mit Erkenntnissen aus der Trendforschung kombiniert.

Neue Betriebsstätte zum Firmenjubiläum

Vor 25 Jahren wurde Arreda Systems GmbH gegründet und konnte sich einen Namen als Spezialist für die Entwicklung sowie Produktion von Aluminiumprofilen, -komponenten und -systemen machen. Das Unternehmen bietet individuelle Lösungen für die Möbelindustrie sowie den Ladenbau. Jetzt hat Arreda Systems ein neues Zuhause in der Hiddenhausener Industriestraße beziehen können.

Nicht allein Fertigung und Vertrieb profitieren von dieser Verdreifachung der Betriebsfläche. Auch die inzwischen 35 Arreda-Mitarbeiter finden in dem modernen Industriebau mit 4.000 Quadratmetern Fläche noch bessere Arbeitsbedingungen vor. Das Gebäude ist dabei in drei Produktionsbereiche strukturiert: Halle A mit dem Eingang von Langware und der Fertigung griffloser Systeme mit Kommissionsbezug, das Segment mit CNC- bzw. mechanischer Bearbeitung sowie Halle C mit dem Wareneingang von Stückgut, der Bauteil-Montage sowie dem Versand.

Mit der Beteiligung des neuen Mehrheitsgesellschafters Deutsche Industrie-Holding (DIH) aus Frankfurt am Main zum 1. März vergangenen Jahres hat Arreda Systems einen mächtigen Schritt nach vorn getan. Nicht nur der im August 2022 gestartete Betriebsstättenwechsel ist dafür ein sichtbares Zeichen. Auch die Umsatzentwicklung im letzten Jahr hat die ursprüngliche Prognose von Geschäftsführer Dirk Beckmann erfreulicherweise weit überholt – statt dem erwarteten Wachstum von 20 bis 30 Prozent gelang dem Unternehmen 2022 ein preisbereinigter Umsatzboom von 50 Prozent.

Mit den nun möglichen und sukzessive umgesetzten Anlageninvestitionen werden die Produktionskapazitäten weiter wachsen, was besonders für den hohen Anteil von Tageskommissionen für die Küchenmöbelindustrie wichtig ist. Dies gilt auch für die eigenentwickelten Profilsysteme mit vollintegrierter LED-Technik für grifflose Küchen, für innovative Schranktür-Lösungen mit Glas sowie für Aluminium-Komponenten für die Möbelherstellung.

Für 2023 erwartet das Unternehmen mindestens Auftragsstabilität. Intern liegt der Aufbau der Hausaustellung, die im Sommer anlässlich einer kleinen Geburtstagsfeier zum „25.“ eröffnet werden soll, gut im Plan. Und extern freut sich das Team um Dirk Beckmann auf die kommende Branchenleitmesse „Interzum“ in Köln. Dort darf die Präsentation verschiedener Neuentwicklungen auf dem dreiseitig offenen 45 m² Messestand A49 in Halle 7 erwartet werden.