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Autor: Möbelfertigung

Pilotprojekt: IT-Studierende aus Ghana für den Maschinen- und Anlagenbau

Der IT-Fachkräftemangel in Deutschland verschärft sich immer weiter. Ende 2022 berichteten 73 Prozent der Unternehmen von grundsätzlichen Personalengpässen, wobei fast 140.000 Stellen für IT-Kräfte in Deutschland unbesetzt waren. Zugleich wächst insbesondere in diesem Bereich der Bedarf der Unternehmen, da durch die Herausforderungen der Digitalisierung gerade hier viele Projekte anstehen.

„Ganz oben auf der Wunschliste von mehr als zwei Dritteln der Führungskräfte im Maschinenbau stehen IT-Architekten, Datenwissenschaftler und Cloud-Spezialisten“, sagt Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung im VDMA.

Vor diesem Hintergrund plant die Abteilung Informatik des VDMA ein Pilotprojekt zur Ansprache von IT-Fachkräften in Ghana.

„In Deutschland und Europa mangelt es an IT-Fachkräften, während es in Afrika viele studierte Informatikerinnen und Informatiker gibt. Diese finden auf dem dortigen Arbeitsmarkt aber häufig keine Jobs. Mit unserem Projekt wollen wir beide Seiten zusammenbringen“, erklärt Christoph Herr, Referent der VDMA Abteilung Informatik „Wir werden mit diesem Kooperationsprojekt in Ghana beginnen, denn Ghana ist demokratisch gefestigt und wirkt als wichtiger Stabilitätsanker in Westafrika.“

Die Hochschullandschaft Ghanas befindet sich in einer Phase der massiven Expansion. Nach Zahlen von Juni 2019 gibt es insgesamt 205 durch das National Accreditation Board anerkannte Universitäten, Colleges, „Polytechnics“ und andere Institute. Ein mehr als 30-facher Anstieg innerhalb von 20 Jahren. Ähnlich sieht es mit Ghanas Studierendenzahlen aus: Hier ist ein Anstieg von über 20.000 auf fast 420.000 zwischen 1994 und 2016 zu verzeichnen.

Umgesetzt werden soll das Programm mit ghanaischen Universitäten, die innerhalb ihrer Studentenschaft, aber auch im Alumnikreis, Studentinnen und Studenten identifizieren, die als IT-Experten für deutsche Unternehmen arbeiten können. Diese sollen von Ghana aus, also remote tätig werden. Um die Skills und Profile zwischen Ghana und Deutschland vergleichbar zu machen und eine hohe Qualität beim Matching zu erreichen, wird eine Kommission eingerichtet, die je zur Hälfte aus deutschen und aus ghanaischen Expertinnen und Experten besteht.

Eine Kooperation mit Universitäten, um IT-Experten zu finden und vor Ort für Unternehmen aus dem Ausland zu beschäftigen, gibt es in dieser Form noch nicht.

Neuer Geschäftsführer für die Dieffenbacher Energy GmbH

Mit Wirkung zum 1. März 2023 wurde Wolfgang Lashofer als neuer Geschäftsführer der Dieffenbacher Energy GmbH bestellt, die zu Jahresbeginn aus der Übernahme der Bertschenergy mit Sitz in Bludenz, Westösterreich, hervorgegangen war. Als Geschäftsführer der Dieffenbacher Energy übernimmt Wolfgang Lashofer somit auch die Leitung der neu gegründeten Business Unit Energy bei Dieffenbacher.

„Ich freue mich sehr auf die vor mir liegenden Aufgaben und vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem hochmotivierten Team der Dieffenbacher Energy“, erklärt Lashofer. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind absolute Experten auf ihrem Gebiet und haben damit in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass unsere Produkte und Technologien im Markt einen exzellenten Ruf genießen – eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft“, so Lashofer weiter.

Wolfgang Lashofer war zuvor mehr als 35 Jahre lang für die österreichische Andritz Gruppe tätig. Als Senior Vice President und Global Division Manager verantwortete er dort zuletzt unter anderem die Bereiche Altpapieraufbereitung, Faserplatten (MDF) und Recycling. „Dass wir mit Herrn Lashofer eine so erfahrene Führungspersönlichkeit für uns gewinnen konnten, wird der Dieffenbacher Energy weiteren Rückenwind geben“, freut sich Dieffenbacher -CFO Volker Kitzelmann. „Damit haben wir die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start unseres jüngsten Tochterunternehmens geschaffen“, ergänzt er.

Feiert 20-jähriges Bestehen

Während sich der Fokus der Möbelproduktion zu Beginn der 2000er Jahre immer weiter in den Osten verlagerte, blickte Martin Link, Inhaber der Inter Link Firmengruppe, nach Westen und baute eine eigene Produktionsstätte in Brasilien auf. Am 19. März 2003 wurde die Firma Inter Link do Brasil, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Inter Link SAS, eingetragen und feiert somit in wenigen Tagen ihr 20-jähriges Bestehen.

Seit dem ersten Tag produziert Inter Link do Brasil hochwertige Massivholzmöbel aus nachhaltigen Hölzern und beliefert den wachsenden brasilianischen Online-Markt sowie Handelspartner in ganz Europa. Das Unternehmen hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten mehr als 110 Arbeitsplätze geschaffen und sich als wichtiger Akteur in der holzverarbeitenden Industrie im Süden Brasiliens etabliert. Bei Inter Link do Brasil wird laufend in neue Maschinen investiert, die Fertigung entspricht daher den höchsten technologischen Ansprüchen. In den vergangenen zwei Dekaden ist dementsprechend eine Millionensumme in die Infrastruktur der Fabrik geflossen. Produktionsleiter vor Ort ist Alecksander Cesconetto, der 2003 in der Lackierabteilung begonnen hat und sich von dort aus Step by Step bis zum General Manager nach oben gearbeitet hat. Bei Inter Link do Brasil sind nur langjährige Vollprofis beschäftigt, damit hochwertige Möbel an die Endkunden ausgeliefert werden können.

„Wir sind stolz auf das, was wir in den letzten 20 Jahren in Brasilien erreicht haben“, sagt Martin Link, Geschäftsführer von Inter Link do Brasil. „Wir haben nicht nur unser Geschäft ausgebaut, sondern mit ehrgeizigen Investitionen viele Arbeitsplätze geschaffen und unser Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz bewiesen.“

Ralf Arp hat das Unternehmen verlassen

Wie Ekornes AS mitteilt, hat Ralf Arp, seit fünf Jahren Geschäftsführer Central Europe, das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen.

Ab sofort übernimmt James Thompson, seit 3 Jahren SVP Commercial Europe, die Geschäftsführung der Ekornes Möbelvertriebs GmbH. Das Unternehmen wird zudem mit der Suche nach einem neuen Vertriebsleiter beziehungsweise kaufmännischen Direktor beginnen, um die Position mittelfristig zu besetzen.

Der norwegische Hersteller betont zudem, dass der Auftragseingang in Zentraleuropa derzeit sehr gut sei, die Kostensituation aber weiterhin eine Herausforderung darstelle. Zuletzt hatte das Unternehmen die neu geplante Linie „Stressless Beds“ auf Eis gelegt.

Erst Ende November 2022 war CEO Roger Lunde von seinem Posten zurückgetreten. Seitdem steht Fredrik Ødegård Nilsen als Interims-CEO an der Spitze. Im Januar wurden zudem umfassende Restrukturierungen in Asien, Maßnahmen zur Steuerung der Kosten- und Margenentwicklung sowie ein Stellenabbau in Norwegen bekannt gegeben.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Lieferketten-Compliance – wohin führt uns 2023?

Wir leben in einer komplexen Welt. Wie komplex die Lieferketten sind, haben uns die Produktionsausfälle und damit einhergehende Lieferkettenstörungen durch Corona und den Ukraine-Krieg oder auch der Umstand, dass die „Ever-Given“ nicht nur den Suez-Kanal, sondern auch weltweite Lieferketten verstopfen kann, vor Augen geführt. Vieles hängt mit vielem zusammen. Genau diese internationalen Verbindungen sind, es, die das Lieferkettengesetz in Deutschland nun aufgreift.

Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten sind seit dem 1. Januar 2023 beziehungsweise werden, wenn die Unternehmen mehr als 1000 Beschäftigte haben, ab dem 1. Januar 2024 verpflichtet, bestimmte Menschenrechtsstandards und Umweltrechtsstandards upstream in ihrer Lieferkette einzuhalten. Kritiker sagt, deutsche Unternehmen sollen nun weltweit die Menschenrechte retten oder anders gewendet die Staaten imperialistisch mit unserem Standard „beglücken“. Ob dieser Vorwurf ganz oder teilweise berechtigt ist – das diskutiert Dr. Lars Maritzen, Partner der überörtlichen Sozietät Kleiner Rechtsanwälte PartG, gerne mit allen Anwesenden im Anschluss an seine Keynote am ersten Konferenztag der „Internationalen Möbeltage Dresden“ am 22. und 23. März in der sächsischen Landeshauptstadt.

Auf keiner anderen Konferenz können Teilnehmer bei derart vielen aktuellen Forschungsprojekten „über die Schulter blicken“. Seien Sie dabei und netzwerken Sie während der Veranstaltung im Tagungszentrum der Dreikönigskirche in Dresden oder beim Networking Dinner in den Wenzel Prager Bierstuben Dresden mit Dr. Lars Maritzen, Gerald Koch (Thünen-Institut für Holzforschung), Erwin Friedl (TH Rosenheim), Harald Klüh (Grass), Sina Kämmerling (Findiq), Uwe Bodenschatz (Angewandte Kunst Schneeberg), Florian Fischer (Jowat), Sebastian Siwek (TU Dresden), Werner Herrmann (Berater für digitale Prozessoptimierung) sowie anderen Referenten und Teilnehmern: https://www.moebeltage.de. Das komplette Programm lässt sich auf der Veranstaltungshomepage ebenfalls ansehen. Direkt anmelden und noch einen Platz sichern!

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten oder Company-Tickets informiert Sie Nicole Pornhagen, nicole.pornhagen@vincentz.net, +49 40 632018-81

Holger Harald Stephan wird neuer COO für Produktion und Logistik

Bei Blanco steht ein Wechsel in der Geschäftsführung an: Chief Operating Officer Andreas Ostermann von Roth (58) scheidet auf eigenen Wunsch zum 30.06.2023 aus dem Unternehmen aus. Die Nachfolge übernimmt Holger Harald Stephan (50), der ab dem 01.04.2023 zunächst als Mitglied der Geschäftsführung in die Blanco Gruppe eintreten wird, bevor er dann ab dem 01.07.2023 das Amt des Chief Operating Officer übernimmt. In seiner Verantwortung liegen unter anderem die Bereiche Produktion, Supply Chain und Logistik.

Andreas Ostermann von Roth war seit Januar 2020 für Blanco tätig und als Chief Operating Officer für den operativen Betrieb der globalen Produktionswerke und Logistikzentren zuständig.

Für Bernd Eckl, CEO der Blanc & Fischer Familienholding und Vorsitzender des Blanco Verwaltungsrates, steht nun die Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses im Vordergrund: „Andreas Ostermann von Roth hat die globale Produktion und Logistik von Blanco in den letzten Jahren strukturell und operativ hervorragend weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund bedauern wir seinen Weggang, akzeptieren aber selbstverständlich seinen Wunsch, nun mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Gleichzeitig freuen wir uns, mit Holger Harald Stephan einen erfahrenen Operations-Profi gewonnen zu haben. Seine Expertise wird uns helfen, die operativen Bereiche der Blanco im Sinne der strategischen Ausrichtung voranzutreiben.“

Auch Frank Gfrörer, CEO der Blanco Gruppe, setzt auf Kontinuität in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens: „Wir befinden uns als Blanco in einer wichtigen Phase des Übergangs von einem klassischen Komponentenhersteller zum Systemanbieter für den Küchenwasserplatz. Ich freue mich darauf, diese Transformation gemeinsam mit Herrn Stephan und dem gesamten Team bei Blanco zum Erfolg zu führen.“

Holger Harald Stephan schloss sein Studium an der Rheinischen Fachhochschule Köln als Ingenieur Maschinentechnik und als Diplom-Wirtschaftsingenieur Produktionstechnik ab. Berufliche Stationen absolvierte er im In- und Ausland unter anderem im Maschinen- und Motorenbau und in der Küchenindustrie. Zuletzt war er bei einem weltweit führenden Anbieter von Messgeräten und Dienstleistungen im Bereich der industriellen Verfahrenstechnik als Director Operations eines Geschäftsbereichs beschäftigt.

Hawa Sliding Solutions

Strafft die Organisationsstruktur

Am 1. Januar 2023 hat Jean-Louis Keraudren beim schweizerischen Schiebebeschlaghersteller Hawa Sliding Solutions AG die neu geschaffene Geschäftsleitungsposition als Head of Marketing & Sales übernommen. Er berichtet direkt an CEO Ezequiel Di Claudio. Keraudren kommt von der Hilti AG, wo er von der Konzernzentrale in Liechtenstein aus und von anderen europäischen Standorten verschiedene Marketing- und Vertriebsbereiche leitete. Bei Hawa startete der Maschinenbauingenieur und Betriebswirt im September 2022 als für den Vertrieb verantwortliches Geschäftsleitungsmitglied.

„Ich freue mich, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen das Familienunternehmen Hawa im neuen Bereich Marketing & Sales weiterzuentwickeln und meinen Beitrag zur Erhaltung der geschätzten Unternehmenswerte zu leisten“, sagt Keraudren. In seine Aufgabe bei Hawa bringt er über 20 Jahre Erfahrung im Verkauf und im Marketing ein, die er international in verschiedenen Funktionen in der Bauindustrie und im Handwerk sammeln konnte.

Mit einer auf nur fünf Bereiche fokussierten Organisationsstruktur sowie dem Wechsel auf ein Einzel-CEO-Modell zielt Hawa zudem seit Beginn des Jahres 2023 darauf ab, wegweisende Entscheidungen zu beschleunigen. Ezequiel Di Claudio, Co-CEO seit 2021, übernimmt nun die Gesamtverantwortung für die Hawa Sliding Solutions AG. Co-CEO Peter Möller wechselt Ende April 2023 in den Ruhestand. Er hatte das Wachstum des Unternehmens in den letzten zehn Jahren wesentlich beeinflusst und die Fusion mit der EKU AG begleitet.

Neue Ideen und neue Mitarbeiter

Hajo Bobeth (44) verstärkt seit Jahresbeginn die Vogelsänger Studios mit Firmensitz in Lage/Ostwestfalen als Senior Projektmanager im Event-Bereich. Der gebürtige Südafrikaner, der in Hamm in Westfalen aufgewachsen ist, verfügt über eine große Expertise im Bereich des Veranstaltungsmanagements. Verstärkt digitale Kompetenzen bringt er seit Anfang des Jahres auch in das umfangreiche Portfolio rund um Foto-, Film- und Event-Produktionen bei den Vogelsänger Studios ein, wo er nach kürzester Zeit schon in zahlreiche Projekte eingebunden ist.

„Mich reizt hier die Vielseitigkeit, Kreativität und die multimediale Kompetenz im Hause. Ich möchte mich konzeptionell einbringen, um die entsprechenden Projekte und Veranstaltungen mit den Kunden umsetzen zu können“, sagt Hajo Bobeth. Christian Tjo, Senior Executive, Business Development & Head of Event, freut sich über den Neuzugang in seinem Team: „Wir brauchen hier solche Menschen wie Hajo Bobeth, die mit Freude, Neugierde und Expertise ans Werk gehen.“

Neue Wege geht Vogelsänger auch bei den Creative Factorys im ostwestfälischen Lage bei Bielefeld und in Neufahrn bei München. Sie sollen unter dem Motto „Drehorte mit allen Sinnen erschaffen“ mit Neuromerchandising-Ansätzen neu erfunden werden. Kooperationspartner Achim Fringes beschreitet mit dieser Kooperation Neuland: „Das Neuromerchandising passt zu einhundert Prozent zu einem Content-Studio. Ein Foto- und Filmstudio wird eindeutig mit allen Sinnen erlebt – von den Mitarbeitenden und den Kunden.“

Achim Fringes ist Coach, Buchautor und Top-Speaker für den Bereich Neuromerchandising, eine Marketing-Disziplin, die er selbst im deutschsprachigen Bereich etabliert hat. In seiner mehr als 20 Jahre währenden Laufbahn als selbständiger Berater hat er bereits für Audi, Bosch, Edeka, Ferrero, Melitta, Sony, Unilever und weitere bekannte Marken neue Wege mithilfe von Neuromerchandising erschlossen. Geschäftsführer Cord Vogelsänger: „Wir freuen uns, dass wir mit Achim Fringes einen Kooperationspartner an unserer Seite haben, der mit seinem großen Erfahrungsschatz sehr viel über Markenpositionierung mit Emotionen weiß.“

Marktstudie soll Logistikzentren ressourceneffizienter machen

Im Forschungsprojekt „GILA“ des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML soll eine von März bis Mai 2023 laufende Marktstudie Aufschluss über die Energieeffizienz von Logistikstandorten geben. Dazu sammeln die Forschenden Daten zur Energieeffizienz und zu Treibhausgas-Emissionen von verschiedenen Logistik-Standorten.

Denn: Auch die Logistik-Branche muss ihren Teil zu den weltweiten Bemühungen beisteuern, Gesellschaft und Wirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Die Ressourceneffizienz zu steigern und Treibhausgas-Emissionen zu senken sind wesentliche Bausteine, um das Pariser Abkommen einzuhalten und das ehrgeizige Ziel zu erreichen, bis 2050 die Logistik emissionsfrei zu gestalten. Genau dort setzt das Forschungsprojekt „GILA“ (German, Italian & Latin American consortium for resource efficient logistics hubs & transport) an, das noch bis Juli 2023 läuft.

Betreibern und Eigentümern von Logistikzentren fehlt häufig die Transparenz, welche Ressourcen und welche Mengen verbraucht und welche Emissionen verursacht werden. Das gilt teilweise für den jährlichen Bedarf, vor allem aber für den Verbrauch auf Prozess- oder Equipment-Ebene (z. B. Beleuchtung, Intralogistik). Diese Transparenz ist aber entscheidend, um Reduktionspotenziale zu identifizieren und Nachhaltigkeitsmaßnahmen abzuleiten.

Die Ergebnisse vorheriger Marktstudien zeigen deutlich, dass der Ansatz von „GILA“ anwendbar und für die Industrie hilfreich ist, da in den Bereichen Energieverbrauch, Austritt von Kältemittel und Transportverpackungen klare Anknüpfungspunkte für mehr Nachhaltigkeit identifiziert wurden.

In der nächsten Erhebungsrunde möchten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch fokussierter versuchen, die bisher gewonnenen Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch, die bestehenden Datenlücken zu geografischem Rahmen und Standortclustern zu schließen.

Das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts ist es, durchschnittliche KPI-Werte (Key Performance Indicators) für ausgewählte Standorttypen zu erarbeiten und Abhängigkeiten zwischen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und u. a. dem CO2-Fußabdruck zu identifizieren. Darüber hinaus erstellen sie eine Roadmap als Online-Plattform, auf der sie Basisinformationen zu Nachhaltigkeitsmaßnahmen und Checklisten zur Überprüfung des Status quo für Logistikstandorte zur Verfügung stellen.

Interessierte, die an der Marktstudie teilnehmen möchten, wenden sich an contact-reff@iml.fraunhofer.de.