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Autor: Möbelfertigung

10.000 Bäume zum Erhalt heimischer Wälder

Anlässlich des 85-jährigen Firmenjubiläums hat Holzgroßhändler Becher eine Baumpflanzaktion gestartet, bei der 10.000 Setzlinge in den heimischen Wäldern der Becher-Standorte gepflanzt werden. Auftakt war am Dienstag, den 15. März, in Blieskastel. Dort wurden 800 junge Buchen gepflanzt.

„Im Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. Januar 2022 haben wir insgesamt 10.000 Parkettboden-Pakete unserer umweltbewussten Marken Belmono, Boen, Haro und Meister verkauft. Für jedes verkaufte Parkettpaket pflanzen wir nun einen Baum, um die regionale Wieder- und Neuaufforstung zu fördern und zu unterstützen“, erklärt Gerhard Becher, Beiratsvorsitzender bei Becher.

Nachhaltigkeit und der regionale Bezug der Aktion sind für den Holzgroßhändler von großer Bedeutung. „Als traditionelles Familienunternehmen liegen uns Werte wie nachhaltiges Handeln und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen sehr am Herzen. Zudem ist uns auch wichtig, die Mitarbeiter der Standorte bei den Pflanzaktionen miteinzubeziehen“, sagt Thomas Kiefer, Geschäftsleiter bei Becher Blieskastel. Beim Startschuss der Baumpflanzaktion in Blieskastel halfen die Mitarbeiter, die 800 Buchen-Setzlinge im Stadtwald in unmittelbarer Nähe des Becher-Standortes einzupflanzen. Die insgesamt 10.000 Bäume, die dank der Jubiläumsaktion zusammenkamen, sollen noch bis Herbst 2023 an den anderen Becher-Standorten gepflanzt werden.

Produktion im neuen chinesischen Headquarter erfolgreich angelaufen

Ab sofort fertigt Schmalz in seinem neuen China-Headquarter in Taicang sowohl einzelne Vakuum-Komponenten, als auch komplette Systeme für die Automation und manuelle Handhabung mit Vakuum. Beim Spatenstich vor zwei Jahren setzte sich das Glattener Unternehmen das Ziel, neben dem praktischen Nutzen auch Nachhaltigkeitsaspekte in den Fokus zu stellen.

Anfang 2020 erwarb die J. Schmalz GmbH ein etwa 27.000 Quadratmeter großes Grundstück in der West Dalian Road, Taicang City, rund 50 Kilometer nordwestlich vom Zentrum Shanghais. Heute stehen dort ein Büro- und ein Produktionsgebäude sowie ein Lager. Daneben unterhält Schmalz eine Vertriebszentrale in Shanghai und mehrere Außenbüros, unter anderem in Beijing und Shenzhen. Im neuen Headquarter Schmalz (China) Co., Ltd. in Taicang konzentriert man sich auf die Fertigung von Vakuum-Komponenten und Systemen. Mit dem neuen Standort wird nicht nur die lokale Wertschöpfung signifikant ausgebaut, auch werden Kunden aus verschiedensten Branchen bestmöglich bedient. Hierbei sollen zukünftig auch speziell für den chinesischen Markt entwickelte Produkte entstehen – ganz nach dem „local-for-local“-Grundsatz.

Den Nachhaltigkeits-Anspruch setzt Schmalz dort in mehrfacher Hinsicht um: Die 4.000 Quadratmeter große Produktionshalle trägt eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 280 kWp. Geothermie und zwei Wärmepumpen helfen bei der Temperierung der Gebäude, während frequenzgeregelte Lüftungstechnik für die richtige Frischluftmenge im Verwaltungsbau sorgt. Zudem sind ein Energiemanagement-System sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge Bestandteil des Standorts. Doch Schmalz hat nicht nur an die Schonung der Ressourcen, sondern auch an das Arbeitsklima gedacht: Höhenverstellbare Tische an allen Arbeitsplätzen, Touchscreen-Bildschirme in Besprechungsräumen und auf dem Shopfloor sollen die Produktivität ebenso steigern, wie eine Leisure Area und Kantine zum Entspannen und Stärken dient.

Die Entscheidung, das China-Headquarter in Taicang aufzubauen, lag nahe. Die Stadtverwaltung erleichtert es innovativen Mittelständlern, sich vor Ort anzusiedeln – dazu zählen bereits 350 deutsche Unternehmen. Das entsprechend qualifizierte Zulieferernetzwerk sowie die Nähe zu Shanghai sprechen ebenfalls für die Stadt in der Provinz Jiangsu.

„Mit dem neuen China-Headquarter haben wir eine ideale Basis, um unsere Position als namhafter Anbieter in dem für Schmalz wichtigsten Wachstumsmarkt weiter auszubauen“, sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH. Erfüllen sich diese Erwartungen, ist der Vakuum-Experte vorbereitet: Erweiterungsflächen für alle Gebäudeteile stehen bereit, um mit dem lokalen Geschäft weiter zu wachsen.

Umsatz stieg 2021 um 26 Prozent

„2021 war ein Jahr der hohen Nachfrage“, brachte es Hettich Geschäftsführer Sascha Groß in der heutigen digitalen Pressekonferenz des Systemspezialisten auf den Punkt. So erwirtschaftete das Unternehmen 1,348 Mrd. Euro Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr (2020: 1,066 Mrd. Euro). Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 26 Prozent. „Unsere Kunden hätten sogar gerne noch mehr Aufträge platziert“, ergänzte Geschäftsführerin Jana Schönfeld. „Aber Engpässe zum Beispiel bei Containern oder fehlende Kapazitäten bei LKW-Fahrern machten das leider nicht möglich.“ „Manchmal fehlte Rohmaterial, die Lieferketten waren verstopft oder die Kapazitäten erschöpft“, fügte Sascha Groß hinzu.

Der Exportanteil stieg 2021 auf 74 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent). Bei den Märkten zogen unter anderem China, Indien und die USA kräftig an. Aktuell arbeiten 7.400 Menschen in sechs Produktionsländern und Tochtergesellschaften in 24 Ländern bei dem Systemspezialisten, davon mehr als 3.700 in Deutschland.

Natürlichen waren und sind auch bei Hettich die massiv steigenden Kosten eine große Herausforderung. „Die Kostensteigerungen haben uns sehr belastet. Und wir kamen um Preisanpassungen nicht herum“, so Uwe Kreidel, Geschäftsführer bei Hettich International. „Diese mussten wir weitergeben, was aber nur zeitverzögert möglich gewesen ist. Natürlich hat uns das starke Wachstum in 2021 geholfen, die Belastungen abzumildern. Wir rechnen damit, dass auch 2022 die Ertragslage belastet bleibt und werden erneut mit den Kunden über Preisanpassungen sprechen müssen.“

79 Mio. Euro flossen bei Hettich global 2021 in neue Produkte, Gebäude und Maschinen. Aktuell investiert Hettich in weitere Kapazitäten. So erweitert das Unternehmen in Kirchlengern/Bünde seine Produktionsflächen für Auszugsführungen und Schubkästen mit dem Bau einer neuen Produktionshalle. Mehr als 30 Mio. Euro werden investiert, um zusätzliche 23.500 Quadratmeter Nutzfläche zu schaffen. Hier sollen vor allem verschiedene Schubkastensysteme produziert werden. 2023 wird dort die Produktion aufgenommen.

Auch baut Hettich eine weitere Produktion in der chinesischen Region Guangdong, dem Herzen der dortigen Möbelindustrie, auf. „Wir werden dort Aufzugsführungen und Scharniere für den lokalen Markt produzieren“, so Sascha Groß.

Was das Thema Messen angeht, wird Hettich in diesem Jahr unter anderem auf der „Holz-Handwerk“ ausstellen. In Sachen „Sicam“ steht die Entscheidung noch nicht zu hundert Prozent, aber Uwe Kreidel sagte auf Nachfrage, dass er davon ausgehe, dass man wieder in Pordenone ausstellen werde. Die „Interzum“ für das kommende Jahr ist gesetzt.

An dem virtuellen Event „Hettich Experience Days“ hatten zwischen März und September 2021 61.500 Interessentinnen und Interessenten teilgenommen.

Mit Sorge schaut Hettich aktuell in die Ukraine, wo das Unternehmen in Kiew ein Vertriebsbüro betreibt. „Unseren dortigen 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht es den Umständen entsprechend gut“, führt Sascha Groß aus. „Sie haben sich aus Kiew in das bislang noch sichere Umland begeben.Wir verurteilen diesen Krieg aufs Schärfste. Diese militärische Aggression gegen ein unabhängiges Land ist nach Jahrzehnten des Friedens in Europa ein tiefer Einschnitt für uns alle. Was der Krieg für die Menschen vor Ort und für uns bedeutet, bleibt abzuwarten. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den Menschen im Kriegsgebiet und wir hoffen, dass weiteres Leid vermieden wird.“

Eigene Autobahnbrücke wurde eingeweiht

Das rote Band ist durchschnitten: Für Nobilia war Freitag fraglos ein besonderer Tag. Denn nach neun Monaten Bauzeit ist die eigene Autobahnbrücke über die A2 offiziell freigegeben. Ziel ist, die Nobilia-Werke in Verl-Sürenheide und Am Hüttenbrink in Gütersloh zu verbinden, um für den Pendelverkehr die Wege zu verkürzen und zugleich die öffentlichen Straßen zu entlasten. Mit einer Spannweite von 51,5 Metern und einer 7,5 Meter breiten zweispurigen Fahrbahn sowie bis zu 40 Tonnen Nutzlast wurde die Brücke so ausgelegt, dass sich hier zwei Lkws begegnen können.

Das Band zur Einweihung durchschnitten haben Dr. Lars Bopf, Vorsitzender der Geschäftsführung, Nobilia-Inhaber Werner Stickling, die Bürgermeister Norbert Morkes und Michael Esken sowie COO Frank Kramer.

Traditionsreiches Eppinger Familienunternehmen setzt Restrukturierung im Insolvenzverfahren fort

Die 1963 gegründete und bereits in der dritten Generation geführte Andreas Rupp GmbH, bei Kunden und in der Region unter dem Namen Rupp-Spritzguss bekannt, setzt ihre Restrukturierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens fort. Das zuständige Amtsgericht Heilbronn bestellte mit Holger Blümle von Schultze & Braun einen erfahrenen Sanierer zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Blümle, der bereits mehrere Unternehmen aus der Region und dem Kunststoffbereich bei ihrer Sanierung begleitet hat, ist aktuell vor Ort und verschafft sich einen Überblick über die Situation und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens mit Sitz in Eppingen. „Der Geschäftsbetrieb bei Rupp-Spritzguss läuft mit Unterstützung der Kunden in vollem Umfang weiter. Die Kunden erhalten weiterhin die Hightech-Spritzgussteile in höchster Qualität und Komplexität, für die Rupp-Spritzgusstechnik seit fast 60 Jahren steht“, sagt Blümle.

Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft nun die Optionen für die Restrukturierung des Familienunternehmens und sondiert dabei auch den Einstieg möglicher Investoren. „Rupp-Spritzguss ist bei den Produkten und den Kunden breit aufgestellt und mit seinen Hightech-Spritzgussteilen in vielen Branchen zu Hause. Neben der Automobilbranche ist Rupp auch für Kunden aus der Elektroindustrie, der Medizintechnik, dem Maschinenbau, der Haushaltsgeräte- und Möbelindustrie und der Bürotechnikbranche tätig. Ich sehe auch daher Chancen für die Restrukturierung“, sagt Blümle. Im Automobil-Bereich fertigt Rupp für namhafte Hersteller unter anderem Akustik-Bauteile, Armauflagen, Schaltknäufe, Lüfterklappen, Zierleisten und Windschotts aus hochfestem Kunststoff sowie Griffelemente in 2K-Technik.

Ziel des Verfahrens ist unter anderem ein langfristiger Erhalt des Spritzguss-Spezialisten und der Arbeitsplätze am Standort Eppingen. Zusammen mit Geschäftsführer Andreas Rupp und Betriebsleiter Sebastian Rupp hat Blümle die rund 100 Mitarbeiter bereits über das vorläufige Insolvenzverfahren informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende April über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert.

Die ausschlaggebende Ursache dafür, dass Rupp-Spritzguss seine Neuaufstellung nun im Rahmen eines Insolvenzverfahrens fortsetzt, ist der Krieg in der Ukraine. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Halbleiter-Mangels sind auch an uns nicht spurlos vorübergegangen“, sagt Geschäftsführer Andreas Rupp. „Wir haben aber schon früh damit begonnen, unsere Produktionskapazitäten und -prozesse an die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. So hätten wir diese durchaus schmerzhaften Krisen und auch die in den letzten Jahren stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten durch unsere vorausschauende Planung noch meistern können.“ Durch einen erneuten deutlichen Umsatzeinbruch infolge der Werksschließungen beziehungsweise der deutlich eingeschränkten Produktion der deutschen Fahrzeughersteller aufgrund der Ukraine-Krise sei diese Planung nun jedoch nicht mehr zu halten gewesen, so Rupp weiter. „Wir sind aber sicher, dass wir unser Unternehmen auf dem jetzt eingeschlagenen Weg für die Zukunft neu aufstellen und wir im kommenden Jahr unser 60-jähriges Betriebsjubiläum feiern können.“

Bund Deutscher Innenarchitekten zeichnet Absolventinnen aus

Der Preis „bdia ausgezeichnet!“ stellt regelmäßig herausragende Abschlussarbeiten aus dem Bereich Innenarchitektur vor. Sowohl der erste Preis, als auch der Sonderpreis, gehen an Absolventinnen der TH Rosenheim. Der erste Preis von „bdia ausgezeichnet“ geht an die Innenarchitekturabsolventin Kathrin Müller. Ihre Bachelorarbeit „Ausganspunkt“ überzeugte sowohl die beiden Betreuer:innen Prof. Karin Sander und Prof. Rainer Haegele von der Fakultät für Innenarchitektur, Architektur und Design, als auch die Jury des Bund Deutscher Innenarchitekten (bdia). Kathrin Müller entwickelte ein Konzept für einen Einkaufsladen, der 24 Stunden geöffnet hat und zu einer Entwicklung von ländlich gelegenen Klein- und Mittelstädten beitragen soll. Eine Ladenfläche am Marktplatz in Freudenstadt, einer 24.000 Einwohner großen Stadt im Nordschwarzwald in deren Nähe Katrin Müller geboren und aufgewachsen ist, diente als Ausgangspunkt des Entwurfes.

„Ich möchte einen Ort schaffen, an dem Alltagskultur entsteht. Einen Ort der Zusammenkunft. Einen Ort, an den jeder Mensch in einem unkonventionellen Rhythmus – Tag wie Nacht – kommen kann und so die Stadt belebt. Einen Ort, an dem sozialer Zusammenhalt an erster Stelle steht und dadurch Ausgangspunkt für tiefere Beziehungen, eine intensivere Stadtgemeinschaft und eine gestärkte Region ist“, erläutert Kathrin Müller die Hintergründe ihres Entwurfes. Um genau diesen komplexen Aufgabenstellungen einen einheitlichen Rahmen zu bieten, nimmt sich der Raum durch sein neutrales Weiß in seinem Erscheinungsbild komplett zurück. Weiß kann durch seine Neutralität und Klarheit alle Generationen vereinen und beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Zielgruppe.

Die Jury des bdia, bestehend aus den Innenarchitekt:innen Eva Durant, Daniela Scheibe, Veronika Kammerer und Andreas Utzmeier, begründet die Entscheidung wie folgt: „Mit ihrem Ort für soziokulturelle Interaktion trifft Kathrin Müller den Nerv der Zeit und schafft einen multifunktionalen Treffpunkt, der die Innenstadt 24 Stunden bereichert und belebt. Die Jury war vom konsequenten Konzept, dem Umnutzungs- und Wiederbelebungsgedanken und der spannenden Innenraumgestaltung dieser Bachelorarbeit begeistert und würdigt Sie gerne mit dem ersten Preis.“

Prämiert wurde außerdem die Bachelorarbeit „Raumhaut“ der Innenarchitekturabsolventin Melissa Wilhelm. Sie erhält den Sonderpreis des Bund Deutscher Innenarchitekten. Melissa Wilhelms Entwurf hinterfragt konventionelle Ansätze und verleiht dem klassischen Wohnkonzept eine neue Haut: textil, visionär und nachhaltig. „Die menschliche Haut bestimmt mit ihrem mehrschichtigen Aufbau das äußere Erscheinungsbild und schützt gleichzeitig das Innerste. Genauso umhüllen Textilien sämtliche Raumoberflächen und werden so zur atmosphärebildenden und schützenden Raumhaut“, beschreibt die Absolventin der TH Rosenheim ihr Konzept. Der herkömmliche, statische Wandaufbau wird durch mehrere textile Schichten zu einer flexiblen Raumhülle. Abgeleitet von der menschlichen Haut besteht der textile Wandaufbau aus zwei Schichten. Die Jury beschreibt die Bachelorarbeit „Raumhaut“ als visionär, konsequent und poetisch. „Wohnutopien waren schon immer wichtige Impulsgeber in der Architektur. Auch wenn sich ein Konzept im Alltag nicht durchsetzen wird, so können doch einzelne Aspekte eines radikalen Ansatzes Einzug in die Welt der Architektur halten. Aus diesem Grund erhält die Arbeit den Sonderpreis der Jury mit Respekt und Glückwunsch, für den Mut eine außergewöhnliche Idee konsequent zu Ende zu denken“, so die Jurybegründung. Betreut wurde die Bachelorarbeit von Melissa Wilhelm von Prof. Karin Sander und Prof. Michaela Wolf von der Fakultät für Innenarchitektur, Architektur und Design.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Masterarbeit „(m)ein kleines Stückchen Stadt“ der TH-Absolventin Alexa Kessenböhmer. Alle weiteren, durch den Bund Deutscher Innenarchitekten, ausgezeichneten Arbeiten sind hier zu finden.

China und Deutschland dominieren weltweites Exportgeschäft mit Maschinen

Die starke wirtschaftliche Erholung in wichtigen Absatzmärkten hat den Maschinenausfuhren aus Deutschland 2021 kräftig auf die Sprünge geholfen. Die Maschinenexporte stiegen um nominal knapp 10 Prozent auf 179,4 Milliarden Euro. Das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 von 181,7 Milliarden Euro wurde somit nur knapp verfehlt. Für die Rückeroberung des Titels Exportweltmeister hat es allerdings nicht gereicht, die chinesischen Wettbewerber bauten ihren Vorsprung weiter aus. Die Maschinenexporte aus China stiegen um mehr als 26 Prozent auf 210,1 Milliarden Euro.

„Sorgen bereitet die Entwicklung im EU-Binnenmarkt. Die chinesischen Maschinenausfuhren in die EU ohne Deutschland sind mit einem Plus von 32 Prozent deutlich stärker gewachsen als die deutschen Maschinenausfuhren in die EU-Partnerländer (plus 11 Prozent). Damit erhöhte China im vergangenen Jahr seinen Marktanteil auch in der EU“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass ein erheblicher Teil der chinesischen Maschinenexporte aus Fertigungsstätten stammt, die ausländische Unternehmen in China betreiben oder an denen sie in Form von Joint Ventures beteiligt sind.“

Der Anteil ausländischer Maschinenbauunternehmen am chinesischen Maschinenexport lag im Jahr 2017 bei rund 27 Prozent. Joint-Venture-Unternehmen waren darüber hinaus für knapp 14 Prozent der Maschinenausfuhren verantwortlich. Damit entfiel auf Unternehmen mit ausländischer Beteiligung ein Exportanteil von 41 Prozent. „Aktuellere Exportdaten nach Inhaberstruktur liegen nicht vor. Jedoch dürfte weiterhin mindestens jede dritte Maschine aus China von Unternehmen mit ausländischer Beteiligung stammen“, sagt Wiechers. „Darunter fallen auch Engagements deutscher Unternehmen. Wie viele dies sind, lässt sich allerdings mit den vorliegenden Daten nicht quantifizieren.“ Ein Blick in die Branchen des Maschinenbaus zeigt jedoch, dass die Exporterfolge nicht rein chinesischen Ursprungs nach Teilbranchen teilweise sehr unterschiedlich ausfallen. So betrug der Exportanteil von ausländischen Unternehmen am chinesischen Industrieroboterexport im Jahr 2017 noch über 80 Prozent.

Die Analyse der jüngsten Exportdaten Chinas liefert aufschlussreiche Ergebnisse für die regionale Aufstellung der chinesischen Maschinenexporteure. So sind für sie die drei Absatzmärkte EU, ASEAN und Nordamerika etwa von gleicher Bedeutung. In alle drei Regionen wurden im Jahr 2021 Maschinen im Wert von 35 Milliarden Euro exportiert. Zum Vergleich: Aus Deutschland wurden im vergangenen Jahr Maschinen im Wert von knapp 71 Milliarden Euro in die EU-Partnerländer exportiert, was einem Anteil von knapp 44 Prozent am gesamten deutschen Maschinenexport entspricht. Das zeigt die enorme Bedeutung des heimischen europäischen Absatzmarktes für die Maschinenexporteure aus Deutschland. Nach Nordamerika wurden Maschinen im Wert von 19,8 Milliarden Euro und nach ASEAN lediglich Maschinen im Wert von 4,4 Milliarden Euro geliefert. Die Top-5 Absatzländer für die Maschinenausfuhren aus China sind die USA (plus 22 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro), Japan (plus 22 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro), Vietnam (plus 30 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro), Indien (plus 39 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro) und Deutschland (plus 40 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro).

Die Maschinenexporte aus China nach Russland sind im Jahr 2021 um 55 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro gestiegen. In die Ukraine lieferten die Hersteller aus China Maschinen im Wert von 1,1 Milliarden Euro (plus 44 Prozent). Die Maschinenexporte aus Deutschland nach Russland erhöhten sich im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, in die Ukraine wurden Maschinen „Made in Germany“ im Wert von 1,1 Milliarden geliefert. „China ist in Russland aufgrund der hohen Zugewinne nun mit Abstand die Nummer eins der ausländischen Maschinenlieferanten. Bezogen auf ihre jeweiligen Gesamtausfuhren liegt die Bedeutung des Absatzmarktes von Russland und der Ukraine zusammengenommen für China und Deutschland mit jeweils weniger als 5 Prozent jedoch auf einem ähnlichen, überschaubaren Niveau“, analysiert Wiechers. In Folge der russischen Invasion in die Ukraine und der weitreichenden gegenseitigen Sanktionen Europas und Russlands dürften sich hier jedoch absehbar die Anteile spürbar verschieben. „Wir müssen davon ausgehen, dass selbst bei einem raschen Friedensschluss Sanktionen aufrechterhalten und europäische Maschinen- und Anlagenbauer einen schwereren Stand auf diesem Markt haben werden. als ihre chinesischen Wettbewerber“, sagt der VDMA-Chefvolkswirt.

Erweitert Partnerschaft mit Atlas Copco

Nach über einem Jahr seit Beginn der strategischen Partnerschaft zwischen Oltrogge und Atlas Copco intensivieren die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit. So erweiterte das Bielefelder Unternehmen sein Portfolio um die Vakuumtechnik von Atlas Copco.

„Wir wissen, wie wichtig Vakuumtechnik für viele unserer Kunden ist – sei es beim Befördern und Verpacken von Produkten oder in der eigentlichen Produktion“, erläutert Oltrogge-Geschäftsführer Marcus Scheiber. „Wir freuen uns deshalb, auch im Bereich Vakuumtechnik mit Atlas Copco als erfahrenem Partner zusammenzuarbeiten.“

Dennis Lange, Verkaufsleiter Drucklufttechnik bei Oltrogge ergänzt: „Anders als viele Hersteller von Vakuumpumpen, betrachtet Atlas Copco die Konzeption von Vakuumlösungen für die Produktion ganzheitlich. Gemeinsam sorgen wir mit einer zentralen, digital gesteuerten und optimierten Vakuumlösung für maximale Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Produktion unserer Kunden.“ So sind je nach Gerät Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent problemlos möglich.

Gehört zu den „Digital Champions“

Das Magazin „Focus Money“ veröffentlichte kürzlich einen Bericht über die Ergebnisse einer Unternehmensstudie von „Deutschland Test“. Diese hat deutsche Branchen danach untersucht hat, wie sie die Digitalisierung vorantrei­ben. Und bei den Beschlagherstellern steht Kesseböhmer ganz oben.

12.500 Unternehmen bildeten die Grundlage für die Studie des IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung, die „Deutschland Test“ und „Focus Money“ mit wissenschaftlicher Un­terstützung durch das „WeltWirtschaftsInstitut“, Hamburg, beauftragt hatten. Die Analysten bewerteten die Umsetzung der Digitalisierung auf Basis von 438 Millionen Internetdaten, wie Webseiten, Foren, Blogs, Pressemitteilungen, Nachrichtenseiten, und eines Fragebogens. 1.391 Unternehmen aus der Grundgesamtheit schnitten gut und sehr gut ab und erhielten darum die Auszeichnung „Digital Champion 2022“. Kesseböhmer erreichte mit 100 Punkten das beste Ergebnis bei den Be­schlagherstellern und darf sich deshalb im „Focus“ als Branchenprimus bezeichnen lassen.

Die durchschnittliche Onlinezeit pro Woche lag 2021 bei 65,1 Stunden. Dabei ist das belieb­teste Gerät zur Nutzung des Internets mit 79 Prozent das Smart­phone. Das erhöhe die Chancen, potenzielle Kunden und Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Kesseböhmer hat auf die Möbelindustrie, den Küchenhandel und den Endverbraucher abgestimmte Weblösungen entwickelt. Dazu gehören zum Beispiel individualisierte Händlerlogins, die dem Küchenplaner nur die von ihm vertriebenen Küchenmarken samt Kesseböhmer-Ausstat­tungsmöglichkeiten anzeigen. Als die große Branchenmesse „Interzum“ 2021 pandemiebedingt als Präsenzveranstaltung ausfiel, schuf das Un­ternehmen mit „Kesseböhmer@home“ eine eigene digitale und vor al­lem nachhaltige Plattform: das Fachwerkhaus auf dem Betriebsgelände bot die Kulisse für ein virtuelles mehrsprachiges Zuhause. Kesseböhmer bot bei der digitalen Online-Präsentation persönli­che Führungen, Begegnungen mit Unternehmenspersönlichkeiten, 33 Touchpoints, 96 Kurzvideos, bewegbare 3D-CAD-Bilddaten und insge­samt 12,3 GB Material vermittelten einen authentischen Eindruck vom Unternehmen und seinen Innovationen.

Die Website kesseboehmer.world zeigt zudem die ganze Kompetenz des Metallver­arbeiters. Im Bereich Möbelbeschlagsysteme transportiert sie nicht nur die Dynamik der Stauraumlösungen anschaulich; sie macht im Zusam­menspiel mit den Social Media-Kanälen auch Bewerbern das Unterneh­men schmackhaft.