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Autor: Möbelfertigung

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Januar über 10 % gesunken

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2022 kalender- und saisonbereinigt 10,8 Prozent niedriger als im Dezember 2021. Dieser Rückgang im Vormonatsvergleich ist insbesondere auf den durch Großaufträge bedingten hohen Auftragseingang im Dezember 2021 zurückzuführen. Im Vergleich zum Januar 2021 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Januar 2022 um 4,4 Prozent niedriger.

Trotz des realen Rückgangs erreichte der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im Januar 2022 mit einem Volumen von 7,0 Milliarden Euro den höchsten jemals gemessenen Wert in einem Januar seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Der nominale Austragseingang lag damit 9,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der nominale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,1 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Bei den hohen Umsatzsteigerung sind zwei Effekte besonders zu berücksichtigen: ein besonders schwacher Januar 2021 bedingt durch das Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung im Jahr 2020 sowie die sehr stark gestiegenen Baupreise (real, preisbereinigt: +7,0 Prozent gegenüber Januar 2021).

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen stieg im Januar 2022 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Ergebnisse zum Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe liegen aktuell bis zum Jahresende 2021 vor: Zu diesem Zeitpunkt lag der nominale Auftragsbestand mit 64,3 Milliarden Euro um 15,5 Prozent höher als zum Jahresende 2020. Neben der anhaltend hohen Nachfrage nach Bauleistungen trugen auch Lieferengpässe bei Baumaterialien dazu bei, dass eingehende Aufträge im Jahresverlauf nicht schnell genug abgearbeitet werden konnten.

Setzt Wachstumskurs auch 2022 fort

Die Verbundgruppe Meisterteam ist erfolgreich ins Jahr 2022 gestartet. So wurde in den ersten beiden Monaten des Jahres wurde ein zentral regulierter Umsatz von 4,7 Mio. Euro generiert, das sind 20 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Für das Jahr 2021 meldet die Gruppe einen Umsatz von 29,45 Mio. Euro (Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zu 2020). Der Meisterteam-Aufsichtsrat sieht die Entwicklung mit Blick auf aufsteigende Preise für Rohstoffe und Energie realistisch, die Basis sei aber gestärkt worden. Die gute Entwicklung werde zu einem großen Teil vom Wunsch der privaten Kunden nach mehr Komfort in den „eigenen vier Wänden“ getragen. Die Meisterteam-Betriebe aus den Bereichen Holz, Metall, Glas und Fensterbau seien dabei kompetente Partner.

Die Bedeutung der Partnerschaft zwischen dem produzierenden Handwerk und den Vertragslieferanten des Meisterteams betonte der Aufsichtsrat bei seiner jüngsten Sitzung. Das Gremium tagte mit der Meisterteam-Geschäftsführung bei Reinaert Deuren BV in Haaksbergen in den Niederlanden und damit zum ersten Mal bei einem ausländischen Vertragslieferanten. Reinaert, seit Ende 2020 Vertragslieferant des Meisterteams, stellt Objekt- und Funktionstüren aus Holz und Holzwerkstoffen an zwei Standorten in Haaksbergen und im deutschen Saterland her. Vertriebsleiter Christian Albers betonte, dass die Firma 95 Prozent ihres Umsatzes mit Betrieben des holzverarbeitenden Handwerks mache. Die Kontakte zu Meisterteam-Betrieben hätten sich gut entwickelt und sollen weiter ausgebaut werden.

Aus Schüco Alu Competence wird Schüco Interior Systems

Die Schüco International KG überführt zum 19. April 2022 den Bereich Schüco Alu Competence in eine neue Tochtergesellschaft. Das dann eigenständig operierende Unternehmen Schüco Interior Systems KG mit Sitz in Borgholzhausen soll die Marktposition von Schüco weiter stärken und deutlich ausbauen.
Die Schüco International KG schafft mit diesem Schritt klare rechtliche und betriebliche Strukturen, die Grundvoraussetzung für eine Neuausrichtung des strategisch bedeutsamen Geschäftsfeldes sind.

Um die neue Gesellschaft zukünftig agil aufzustellen und an den Anforderungen der Märkte und kundenorientierten Prozessen optimal auszurichten, wird zum Unternehmensstart zudem mit SAP S/4HANA ein hochmodernes ERP-System eingeführt.

Die Schüco Interior Systems KG wird in Zukunft eigenständig, flexibel und noch schneller in einem anspruchsvollen Marktumfeld agieren und auf spezifische prozessuale Anforderungen unserer Kunden und Branchen reagieren können.

Durch die Verselbständigung ergibt sich zudem die Möglichkeit, unter dem Schirm der Schüco-Gruppe weitere Wachstumsfelder zu erschließen und die Entwicklung neuer Produkte voranzutreiben. Konkret heißt das, neue Produkte für das Wohn- und Arbeitsumfeld insbesondere für den Innenbereich zu entwickeln, wie beispielsweise multifunktionale Innenraumsysteme, Regal- und Möbelsysteme. Damit verknüpft ist der Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit den langjährigen industriellen Partnern sowie die Gewinnung neuer Kundengruppen. Hierfür wurde bereits eine neue Vertriebsstrategie ausgearbeitet und verabschiedet. Neben den neuen Produkten und Systemen sind Kundennähe, strategische Partnerschaften und zusätzlicher Service die Eckpfeiler dieser neuen Ausrichtung, die sich bereits in der Umsetzung befindet.

Die Schüco Interior Systems KG wird dabei konsequent die Marke Schüco nutzen und verzichtet bewusst auf einen Namenszusatz mit einem separaten Logo. Hierdurch profitieren die Partner und das eigene Unternehmen von der starken Marke Schüco mit einer klaren Positionierung.

Die neu gegründete Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Schüco International KG und bleibt ein wichtiger und strategisch bedeutsamer Bestandteil der Schüco Gruppe. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ändert sich nichts. Alle betroffenen Arbeitsverhältnisse gehen auf die Schüco Interior Systems KG über. Somit ist sichergestellt, dass das langjährige Branchenwissen am Standort Borgholzhausen unseren Partnern weiterhin zur Verfügung steht.

Alle Vorteile der Schüco International KG in Form der Markennutzung, der Unterstützung durch die Fachabteilungen in Bielefeld, der nationalen und internationalen Vernetzung bleiben erhalten und werden in Zukunft als Alleinstellungsmerkmale der gesamten Schüco Gruppe noch mehr zum Tragen kommen.

Erhält das „Goldene M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel

Das Unternehmen Röhr-Bush aus Rietberg ist neues Mitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Der Hersteller von Büromöbeln und Jugendzimmern hat die Einhaltung aller allgemeinen sowie Segment-spezifischen Anforderungen der Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430 in unabhängigen Laboruntersuchungen nachgewiesen und wird daher von der DGM mit dem RAL Gütezeichen „Goldenes M“ ausgezeichnet – dem umfassendsten Nachweis über Möbelqualität in Europa.

Im Jahr 1953 legten Gerhard Röhr sen. und Konrad Driftmeier den Grundstein für das Unternehmen Röhr-Bush, das sich heute über 350.000 Quadratmeter Betriebsgelände im ostwestfälischen Rietberg-Mastholte erstreckt. 130.000 Quadratmeter davon sind Produktionsfläche. Hier werden jährlich rund 48.000 Einrichtungen für Jugendzimmer und 40.000 Büromöbel gefertigt und montiert, allesamt individuell konfigurierbar und ab sofort noch strenger qualitätsgeprüft, um Endverbrauchern rundum sichere und nachhaltige Lösungen anbieten zu können. Insgesamt beschäftigt Röhr-Bush 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Als DGM-Mitglied positioniert sich Röhr-Bush klar zu Qualitätsmöbeln“, freut sich DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. „Durch das ‚Goldene M‘ wird das Unternehmen im Möbelhandel eindeutig als geprüfter und verantwortungsbewusster Hersteller erkennbar. Das RAL Gütezeichen kennzeichnet Möbel, die einwandfrei funktionieren, die sicher und langlebig sowie gesundheits- und umweltverträglich sind.“

Wird Marke des Jahrhunderts

Durch die Aufnahme in das Markenprojekt „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts“ rückt RAL Farben in die Königsklasse deutscher Warenzeichen auf. Mit der Jubiläumsausgabe „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts 2022“ präsentiert der Zeit Verlag einen Bildband mit über 200 großen und bekannten deutschen Marken.

Was vielen Nutzerinnen und Nutzern der RAL Farben Produkte schon lange bewusst ist, wurde nun auch von offizieller Seite bestätigt: Die Aufnahme von RAL Farben in den exklusiven Kreis der hochwertigsten deutschen Marken im Rahmen des Projektes „Deutsche Standards – Marken des Jahrhunderts“. Diese belegt eindrucksvoll, dass die Marke für die Einhaltung höchster Qualitätsstandards steht und diese seit vielen Jahren auch nach außen glaubhaft verkörpert.

Das Markenprojekt führt seit rund 40 Jahren die erste Riege der deutschen Warenzeichen zusammen und verkörpert damit eine Art „Who-Is-Who“ der Premiummarken. Die Kür der „Marken des Jahrhunderts“ orientiert sich an verbindlichen, transparenten Regeln und wird durch eine hochkarätig besetzte Jury vorgenommen. Diese hat die Marke RAL Farben für die Produktgattung „Farbstandard“ als Marke des Jahrhunderts bewertet.

„Für RAL Farben ist diese Auszeichnung ein weiterer Beleg dafür, dass die Marke durch moderne, langfristig ausgerichtete Markenführung in Verbindung mit der verbindlichen Definition von Farbstandards bei ihren Stakeholdern ein hohes Maß an Vertrauen und Loyalität genießt. In einem Marktumfeld, welches durch sich ständig ändernde Rahmenbedingungen gekennzeichnet ist, stellt unser Portfolio aus verlässlich definierten Farbstandards und darauf aufbauender flexibler Gestaltungstools eine perfekte Symbiose für Gestaltende in den unterschiedlichsten Branchen und auf allen Kontinenten dar“, sagt Markus Frentrop, Leiter RAL Farben.

RAL ist die weltweit angewandte Sprache der Farbe. Mit den Farbsammlungen RAL Classic und RAL Effect sowie dem RAL Design System plus bietet RAL den Farbanwendern eine vielfältige Auswahl präziser Farbvorlagen. Die Palette der RAL Farben umfasst insgesamt 2.540 Farbtöne. Die RAL Farben Produkte reichen von Farbfächern über Kunststoffstandards und digitale Lösungen bis hin zu Farbgestaltungs- und Trendbüchern.

Erhebt Kostenzuschlag zum 1. April 2022

Aufgrund der gegenwärtig außerordentlichen Situation erhebt die Felix Schoeller Group einen temporären Kostenzuschlag für ihre Produkte. Der generelle Aufschlag erfolgt segmentorientiert und gilt ab dem ersten April 2022 bis auf weiteres. Der temporäre Kostenaufschlag betrifft alle Produktionen der deutschen Standorte der Felix Schoeller Gruppe.

„Zur Absicherung unseres Spezialpapiergeschäfts müssen wir alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Produktion sowie Lieferungen aufrechtzuerhalten und damit die Versorgung unserer Kunden sicherzustellen,“ so Hans-Christoph Gallenkamp, CEO der Felix Schoeller Group. „Die aktuelle Dynamik in den Märkten macht einen temporären Kostenaufschlag für unsere Produkte leider unumgänglich.“

Die Felix Schoeller Group weist den Kostenzuschlag separat auf Rechnungen an ihre Kunden aus.

RWK & Kuhlmann Küchen

Ralf Marohn zieht sich zurück

Bei Poggenpohl ist Ralf Marohn bereits im September ausgestiegen, jetzt zieht er sich auch von RWK & Kuhlmann Küchen zurück, zumindest aus dem operativen Management. An seiner Stelle übernehmen zum ersten April die beiden Prokuristen Hilmar Fröhlich und Christian Reupke die Geschäfsführung in Löhne.

Marohn werde aber nach seinem Ausscheiden Ende März weiterhin Geschäftsführer der Muttergesellschaft, der Kuhlmann GmbH, bleiben. In dieser Funktion ist er Vertreter aller Gesellschafter – inklusive seiner eigenen Geschäftsanteile auch der RWK & Kuhlmann Küchen GmbH.

Ralf Marohn führt das Unternehmen seit der Übernahme durch die Boloni-Gruppe/Gründung (2014). Als Gesellschafter und Geschäftsführer der Kuhlmann GmbH wird Ralf Marohn dem Unternehmen weiter sehr eng verbunden bleiben. Hilmar Fröhlich und Chris an Reupke sind langjährige Mitarbeiter, die als Prokuristen seit dem Umzug von Enger nach Löhne im Sommer 2019 das operative Geschäft der RWK & Kuhlmann Küchen GmbH führen. Hilmar Fröhlich verantwortet dabei den Bereich Technik/Einkauf/Verwaltung und Chris an Reupke den Bereich Vertrieb/Marketing/Sortimentsentwicklung. Diese Aufgabenteilung bleibt weiterhin erhalten.

HTL-Diplomprojekt optimiert die Arbeit im Lack-Labor

Drei, zwei, eins – Start: Gespannt, konzentriert und auch ein kleines bisschen nervös beobachten Leonardo, Maximilian und Fabian jede Bewegung des Roboterarms, der vor ihnen still und leise seine aufwändige Tätigkeit aufnimmt. Zum ersten Mal testen die drei Schüler der HTL Fulpmes das von ihnen erdachte und erbaute Gerät im Echtbetrieb. Vor den Augen ihrer Lehrer – und des Adler-Projektteams, das ihnen bei dieser spannenden Abschlussaufgabe zur Seite gestanden ist. Im Gepäck hatten die Besucher aus Schwaz diesmal das Gerät, um das sich – im wahrsten Sinne des Wortes – alles dreht: Der Messkopf des Flüssigmessinstruments, das im Labor der Schwazer Lackfabrik tagtäglich zum Einsatz kommt, musste bisher nach jedem Eintauchen in den zu messenden Lack mühselig händisch gereinigt werden. Für ihn haben die einfallsreichen Maschinenbauer eine automatische Reinigungsanlage ersonnen.

Über ein Jahr lang haben Leonardo Gori, Fabian Strickner und Maximilian Thomann getüftelt, geplant, gebaut – und gedruckt. Denn einige Teile ihrer innovativen Anlage mussten sie sich mit dem 3D-Drucker selbst anfertigen. Am ersten März stand nun die Premiere an: Erstmals erprobten die Teenager ihren „Reinigungs-Roboter“ live am Objekt. Mit überwältigendem Ergebnis. Alles passte bis aufs i-Tüpfelchen, alles funktionierte genau nach Plan. „Wir sind begeistert, wie perfekt und mit welcher unglaublichen Motivation und Präzision die drei Jungs die herausfordernde Aufgabenstellung umgesetzt haben“, lobt Melanie Knapp aus dem Adler-Labor, die gemeinsam mit Johannes Hartmann und dem Leiter der Zentralen Forschung und Entwicklung bei Adler, Dr. Matthias Glätzle, das Diplomprojekt von Adler-Seite betreute. Letzterer trat – auf Vorschlag des damaligen Adler-Controlling-Leiters Mag. Elmar Türtscher, der als Stubaier den Erstkontakt zur HTL Fulpmes herstellte – mit der Idee für die Zusammenarbeit an die Schule heran und erntete sofort überschwänglich Resonanz. Denn das Anwenden des erworbenen Wissens in heimischen Industriebetrieben ist der sehr praxisorientierten Ausbildungsstätte für Maschinenbau ein besonders großes Anliegen.

Zum Auftakt stand für die Schüler ein Ausflug nach Schwaz auf dem Programm. „Die Vor-Ort-Besichtigung bei Adler war für uns sehr wichtig, um ein klares Bild der Aufgabenstellung zu erhalten“, schildert Thomann. Danach startete eine „Fahrt ins Ungewisse“. Denn schließlich gab es für die erwünschte Anwendung noch keine vergleichbaren Anlagen oder Maschinen. Alle drei Schüler erarbeiteten entsprechend eines Lasten- und Pflichtenhefts verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Gemeinsam einigten sie sich dann auf ein Gesamtkonzept und machten sich an die Umsetzung.

„Während der Fertigung, Montage, Programmierung und bei den Versuchen gewannen wir kontinuierlich neue Erkenntnisse und Eindrücke, die zu einem ständigen Entwicklungsprozess unserer Anlage führten. Am Ende konnten wir nun eine voll funktionsfähige Anlage präsentieren“, sind Thomann und seine Kollegen zu Recht stolz: In mehreren Schritten, gesteuert von einem Tablet aus, wird die sensible Messsonde gründlich gesäubert. Sogar das Abtrocknen und Polieren mit einem kleinen Tüchlein (das dann natürlich automatisch entsorgt wird) darf nicht fehlen. Dass dabei auch der Nachhaltigkeit die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wurde, zeigt sich im äußerst geringen Verbrauch an Reinigungslösung, welche im Prozess vielfach wiederverwendet wird. „Die Schüler haben sehr engagiert und professionell gearbeitet“, lobt auch ihr Lehrer Ing. Elmar Müller, der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Werkstatt, Dipl.-Päd. Harald Falschlunger, betreute.

Noch steht der Prototyp in Fulpmes und harrt seiner Präsentation als Diplomprojekt. Aber wenn es nach Adler geht, soll ein solches Gerät als Paradebeispiel für Arbeitserleichterung durch Automatisierung und Digitalisierung bald auch in der Schwazer Lackfabrik Einzug halten. „Während der Reinigungsroboter die notwendige Routinetätigkeit selbständig erledigt, können wir uns einer anderen Aufgabe widmen“, sieht Knapp einen entscheidenden Vorteil. Damit dem Adler-Team noch mehr Zeit für seine eigentliche Aufgabe bleibt: Perfekte Lacke für die Kunden zu entwickeln.

Messetrio punktet mit Engagement, Qualität und dem richtigen Timing

Vom 15. bis 17. März 2022 fanden die drei Fachmessen „ICE Europe“, „CCE International“ und „Inprint Munich“ parallel auf dem Messegelände München statt – drei Live-Events, die von den Branchen dringend gebraucht wurden. Erstmals bot sich wieder die Gelegenheit für persönliche Businesstreffen und Networking auf Höchstniveau. Insgesamt 10.618 Teilnehmer aus 65 Ländern kamen in die bayerische Landeshauptstadt, um sich über Maschinen, Systeme, Materialien und Zubehör zu informieren, darunter 5.675 dezidierte Fachbesucher. Insgesamt 474 Aussteller aus 23 Ländern präsentierten auf einer Nettoausstellungsfläche von rund 12.500 Quadratmetern ihre neuesten Technologien und Lösungen.

Die meisten Besucher kamen aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien, Österreich und Frankreich. Zu den wichtigsten Ausstellerländern zählten Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz. Mit der frühen Austragung im Jahr 2022 markieren die Fachmessen einen wichtigen Meilenstein für die gesamte Converting-, Papier- und Druckindustrie seit dem Ausbruch der Pandemie.

„Eine zentrale Branchenplattform zu schaffen und die richtigen Leute zusammenzubringen, um miteinander ins Geschäft zu kommen – das war schon immer unser Beitrag zur Wirtschaft“, erklärt Nicola Hamann, Geschäftsführerin von Mack-Brooks Exhibitions. „In diesem Jahr war unsere Arbeit wichtiger denn je. Es war ein gutes Gefühl, das überwiegend positive Feedback während der Messe zu erhalten – überall war deutlich zu spüren, wie sehr die Teilnehmer die Messe und den damit verbundenen persönlichen Austausch schätzen.“

„Mit der ,ICE Europe‘, ,CCE International‘ und ,Inprint Munich‘ haben wir einen zentralen Marktplatz für Branchenspezialisten geboten, und das zu einem Zeitpunkt, als dieser am dringendsten benötigt wurde“, erklärt Patrick Herman, Messedirektor für Converting, Papier und Druck bei Mack-Brooks Exhibitions. „Sowohl unsere Aussteller als auch Besucher zeigten sich äußerst zufrieden mit ihren neu geknüpften Geschäftsbeziehungen. Einige Aussteller konnten ihre Maschinen sogar schon während der Messe verkaufen.“

Zum dritten Mal vergab Veranstalter Mack-Brooks Exhibitions die „ICE Awards“ für Best Practice, Exzellenz, Innovation und außergewöhnliche Leistungen in der Converting-Industrie. Aussteller wurden in drei Kategorien ausgezeichnet: „Digitale Converting-Lösungen“, „Nachhaltige Produkte und Verarbeitungsprozesse“, sowie „Effiziente Produktionslösungen“. Die „ICE Awards“ 2022 wurden am ersten Messetag von Nicola Hamann, Geschäftsführerin von Mack-Brooks Exhibitions, an die ausstellenden Unternehmen überreicht. Die Gewinner waren zuvor in einem Online-Voting über die offizielle Messewebsite ermittelt worden. Insgesamt 29 Ausstellerbeiträge schafften es in die engere Auswahl; rund 1.000 Branchenexperten gaben ihre Stimme ab, um den Gewinner in der jeweiligen Kategorie zu wählen.

In der Kategorie „Digitale Converting-Lösungen“ gewann das Unternehmen Dienes Werke für Maschinenteile GmbH & Co. KG. mit 44 Prozent aller Stimmen einen „ICE Award“ für ihr „Teoc AddOn“ – ein Gerät zur optimalen Konnektivität von Messerhaltern. „Teoc“ verarbeitet die gesammelten Maschinen-, Umwelt- und Servicedaten und wertet diese bei Bedarf aus. Die darauf basierenden Erkenntnisse werden vor allem in der Prozessoptimierung beim Kunden vor Ort genutzt, um Maschinenausfallzeiten zu reduzieren und die Produktivität zu steigern.

In der Kategorie „Nachhaltige Produkte und Verarbeitungsprozesse“ erhielt die Firma Work Microwave GmbH mit 52 Prozent aller Stimmen den „ICE Award für ihre „WorkSens SR“ Serie. Diese bietet eine umfassende Lösung für die kontinuierliche, exakte Inline-Feuchtigkeitsüberwachung, die sich sowohl in etablierte Linien integrieren lässt als auch mit neuen digitalen Industrie-4.0-Konzepten harmoniert.

Mit 53 Prozent aller Stimmen gewann Tesa SE den „ICE Award“ in der Kategorie „Effiziente Produktionslösungen“. Ihr „Tesa 51948 Black X“ gewährleistet mit ausgezeichneten Benetzungseigenschaften auf hochgleitfähigen Folien eine sichere Spleißleistung auch bei hohen Maschinengeschwindigkeiten und reduziert gleichzeitig den Abfall.

Das umfangreiche Konferenzprogramm der „Inprint Munich“, unterstützt von Xaar und moderiert von Werner Zapka (WZA-Consulting), bot Teilnehmern wieder spannende Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen und innovative Projekte. Mehr als 60 Sitzungen auf zwei eigens eingerichteten Konferenzbühnen sorgten für eine große Themenauswahl, darunter auch die FuturePrint Sessions, die von Frazer Chesterman und Marcus Timson moderiert wurden. Die CCE Open Seminar Sessions stellten mittels Fallstudien, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen einige der aktuellsten Trends und Entwicklungen in der Wellpappen- und Kartonagenindustrie vor.

Viele Aussteller der diesjährigen Veranstaltung haben ihre Teilnahme an der nächsten „ICE Europe“, „CCE International“ und „Inprint Munich“ 2023 bereits angekündigt. Die nächste Ausgabe des Messetrios findet vom 21. bis 23. März 2023 auf dem Messegelände München statt.