„In Zukunft wollen wir noch mehr Branchen bedienen“
Kein Unternehmen ist in Sachen dekorative Oberfläche so breit aufgestellt wie Surteco. Was auch eine Herausforderung ist. So gelingt es nicht immer, die Kompetenzen
effizient zu bündeln. Das soll in Zukunft besser werden, wie CSO Max Betzler und der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Moyses betonen. Zudem wird in Internationalität und Innovationen investiert, denn die Gruppe denkt zunehmend sowohl über Europa als auch die Möbelindustrie hinaus.
möbelfertigung: Surteco ist mit einem überschaubaren Umsatz-Rückgang und damit stabil durch das „Corona-Jahr“ 2020 gekommen. Wie ist das gelungen und worin lagen die größten Herausforderungen?
Wolfgang Moyses: Nach dem ersten Schock im zweiten Quartal investierten die Menschen stark in ihr Zuhause. Auch wurden die Baustellen die ganze Zeit betrieben und es fand eine rege Bautätigkeit statt. Zudem sind wir mit unserem Profilbereich stark im Baumarkt vertreten. Von allem haben wir natürlich profitiert.
Max Betzler: Unser Corona-Maßnahmenpaket hat unheimlich gut gegriffen. Alle Standorte weltweit konnten durchgehend produzieren. Das hat uns natürlich sehr geholfen, die starke Nachfrage durch alle Produktsegmente hindurch ab dem dritten Quartal gut zu bedienen.
Insgesamt hatte Surteco international eine gute Konjunktur – durch alle Produktsegmente hindurch. In der Region Ozeanien profitierten wir zudem besonders vom Caravan-Boom, wobei dieser natürlich auch in allen anderen Regionen positiv spürbar war und ist.
möbelfertigung: In welchen Bereichen ist Surteco aus Ihrer Sicht stark und wo wollen Sie die Schlagkraft erhöhen?
Max Betzler: In Sachen Kante sind wir global sehr gut aufgestellt. Aktuell überlegen wir uns unterschiedliche Vertriebswege. Da sieht es für uns, global betrachtet, heterogen aus.
In diesem Zusammenhang spielt auch das Thema Digitalisierung eine große Rolle und diesbezüglich können wir sicher noch besser werden.
Weit vorne sind wir beim Thema Strukturgeber. Da haben wir mit der LM-10 eine neue Technologie entwickelt und ganz sicher eine Benchmark gesetzt. In der durchimprägnierten Finishfolie sehen wir uns als Marktführer.
Sicherlich mehr geht im Bereich Dekorpapier. Da ist Surteco keiner der drei Großen. Was jedoch die Dekorqualität angeht, sehe ich die Surteco als führend an. Diesen Führungsanspruch begründen wir mit den Tätigkeiten von Surteco-Art. Da sind wir die Avantgardistischen und Mutigsten. Und diese Top-Position werden wir in Zukunft mit dem Digitaldruck noch mehr ausspielen.
Nach wie vor existiert Nachholbedarf in Sachen Fußboden. Da hat Surteco länger keine Kollektion angeboten. Eine solche gibt es jetzt wieder und sie wird auch gut angenommen. Allerdings herrscht seit Corona das Problem, dass die Holzwerkstoffhersteller, aufgrund der extrem hohen Nachfrage und Lieferengpässen, selbst ältere Kollektionen noch nicht konsequent und breit in die Märkte bringen konnten. Sie sind halt absolut ausgelastet.
Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 4/2021 der „möbelfertigung“, die Mitte Juli erscheint.
Außerdem in der Ausgabe: Philipp Blum über die derzeitige Lieferketten-Situation, Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, was nach der Übernahme durch Lectra mit Gerber Technology passiert, Besuch in Continentals Technologie-Zentrum bei Freiburg, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Claudia Küchen und Sabrina Wieland von Schattdecor über Designtrends, Wie Saviola das Geschäft in Deutschland anheizen will, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, warum Kraft Maschinenbau Becker Sondermaschinenbau übernommen hat und noch viel viel mehr.
Außerdem: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.














