Zum Hauptinhalt springen
HDH
HDH  | 

Kunststoffindustrie erwartet bessere Geschäfte im zweiten Halbjahr

Die deutsche Kunststoffindustrie atmet leicht auf: Der HDH-Konjunkturindikator stieg im Mai auf -15,6 Punkte – nach -25,0 Punkten im April und einem noch tieferen Einbruch im März. Getragen wird die Erholung vor allem von verbesserten Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr (-25,5 Punkte nach zuvor -42,7 Punkten). Die aktuelle Geschäftslage bleibt dagegen nahezu unverändert bei -5,1 Punkten.

Das Bild ist uneinheitlich. Im Segmentvergleich halten sich allein die Hersteller technischer Kunststoffteile mit +1,7 Punkten knapp im positiven Bereich. Platten- und Folienhersteller, Verpackungsproduzenten und Hersteller von Baubedarfsartikeln verharren klar im negativen Bereich. Auf das kommende Halbjahr blicken alle Segmente ohne Ausnahme negativ.

Was die fragile Stabilisierung gefährdet, ist der Iran-Krieg. Er treibt Energie- und Rohstoffpreise nach oben und setzt Lieferketten unter Druck – mit wachsender Wirkung: Laut ifo-Konjunkturumfrage vom 2. Juni 2026 melden bereits 23,7 Prozent der Gummi- und Kunststoffwarenhersteller Versorgungsengpässe – einer der höchsten Werte im gesamten Verarbeitenden Gewerbe. Die Stabilisierung im Mai ist damit ein erstes Signal – aber kein Trendbruch. So lange Energiekosten, Lieferkettenrisiken und schwache Abnehmer märkte das Umfeld prägen, bleibt die Erholung anfällig.

Die aktuelle Geschäftslage in der Kunststoffe verarbeitenden Industrie zeigt keine wesentliche Veränderung und verbleibt auf leicht negativem Niveau. Die mittelfristigen Geschäftserwartungen verschlechtern sich hingegen deutlich und ziehen das Geschäftsklima leicht nach unten.

Geschäftsklimaindex, HDH, Ifo-Geschäftsklima, Kunststoffindustrie