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Autor: Hahn, Sebastian

Pfleiderer

Neue Spanplatte „OrganicBoard P2“: mehr Nachhaltigkeit dank „OrganicGlue“

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Nah an der Natur: Beim neuen „OrganicBoard P2“ von Pfleiderer kommt der biogene Leim „OrganicGlue“ zum Einsatz.
© Pfleiderer Deutschland GmbH

Dass Pfleiderer sich beim Thema Nachhaltigkeit viel vorgenommen hat und erfolgreich agiert, ist bekannt. Die ehrgeizigen Ziele des Unternehmens finden nun auch ihren Niederschlag im neuen Produkt „OrganicBoard P2“. Die dekorative Platte für den Möbel- und Innenausbau setzt mit ihrem natürlichen und regenerativen Rohstoffkonzept Maßstäbe beim Spurwechsel von fossilen auf biogene Rezepturen: Durch den Einsatz des biogenen Leims „OrganicGlue“ kann die Nutzung fossiler Ressourcen bei der Herstellung um ca. 50 Prozent reduziert werden. „Pfleiderer hat schon vor langer Zeit erkannt, dass wir als Unternehmen eine gesellschaftliche Verantwortung haben, der wir gerecht werden wollen“, erläutert Stefan Zinn, CCO der Pfleiderer Deutschland GmbH. Diese Erkenntnis führte zur 2021 veröffentlichten Nachhaltigkeitsstrategie „Natürlich nachhaltig“, in der Pfleiderer sich unter anderem dazu verpflichtete, bis 2025 mindestens 10 Prozent des jährlich produzierten Volumens an Spanplatten unter Verwendung von Bioharzen zu fertigen. „Diesen Worten lassen wir Taten folgen“, so Stefan Zinn. „Auch in der Produktpalette. Das ,OrganicBoard P2‘ ist eine Erweiterung unseres nachhaltigen Portfolios, mit dem wir einen Beitrag zur Erreichung einer besseren Klimabilanz leisten.“

Mehr Nachhaltigkeit durch biogene Rohstoffe

Die melaminbeschichtete dekorative Platte „OrganicBoard P2“ basiert auf einem ressourcenschonenden, nachhaltigen Holzmix – auf Wunsch mit FSC- oder PEFC-Zertifizierung. Wie bei allen Pfleiderer Produkten bietet „OrganicBoard P2“ kompromisslose „Quality Made in Germany“, die zuverlässig zu verarbeiten ist und der Gestaltungsfreiheit – dank der uneingeschränkten Dekor- und Strukturauswahl des „DST EXPRESS“ Lager- und Schnelllieferprogramms – keine Grenzen setzt. „Eine echte Innovation dabei ist unser neuer biogener Leim ,OrganicGlue‘“, sagt Stefan Zinn. „OrganicGlue“ wird aus biogenen Rohstoffen hergestellt, die in anderen Industrien als Kopplungsprodukte entstehen. Das trägt entscheidend zu besserer Nachhaltigkeit bei und spart rund 20 m³ Erdgas bei der Produktion von 1 m³ „OrganicBoard P2“ ein. Und Stefan Zinn sieht noch einen weiteren Vorteil in dem Produkt: „Durch die Verwendung von ,OrganicGlue‘ wird die Herstellung weitgehend von der Versorgungslage für Erdgas und Harnstoff entkoppelt. Grundsätzlich und in der gegenwärtigen Situation ist diese Tatsache ebenfalls von hoher Bedeutung.“

„OrganicBoard P2“ ist beidseitig melaminbeschichtet und basiert auf einem nachhaltigen Holzmix – auf Wunsch mit FSC- oder PEFC-Zertifizierung.
© Pfleiderer Deutschland GmbH

„OrganicBoard P2“ wird in den Plattenformaten 5.310 / 2.655 x 2.100 mm und in den Stärken 16, 18, 19, 22 mm angeboten. Weitere Stärken sind auf Anfrage erhältlich. Neben ihren ökologischen und gestalterischen Vorteilen ist die neue Platte wie alle dekorativen Produkte von Pfleiderer besonders pflegeleicht und antimikrobiell. Hinsichtlich der technischen Eigenschaften sowie der Be- und Verarbeitbarkeit bestehen keinerlei Einschränkungen zum bisherigen Standard „DecoBoard P2“. „Innovation, Kundenorientierung, Nachhaltigkeit und Qualität – das ,OrganicBoard P2‘ verkörpert alles, wofür Pfleiderer steht“, so Stefan Zinn.

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Logo des MMFA
MMFA

Poli-Eco ist neues Mitglied

Poli-Eco Tworzywa Sztuczne ist dem MMFA (Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge) beigetreten.

„Poli-Eco zeigt, dass Traditionen und Innovationen Hand in Hand gehen können – mit 30 Jahren Erfahrung auf dem Markt entwickelt das Unternehmen auch weiterhin neue Produktlösungen in seinen Laboren. Wir freuen uns, das Unternehmen als neues Mitglied im MMFA zu begrüßen und hoffen auf einen fruchtbaren Austausch in der Zukunft“, so Jan Dossche, Präsident des MMFA.

Dawid Weryszko, CEO von Poli-Eco, dazu: „Poli-Eco ist bestrebt, Innovationen im PVC-Sektor voranzutreiben. Dazu zählen im Jahr 2022 auch SPC-Paneele. Als ein Unternehmen, das kontinuierlich nach neuen Möglichkeiten sucht, sein Fachwissen und seine Größe zu erweitern, sind wir davon überzeugt, dass der Austausch mit anderen MMFA-Mitgliedern und die Mitwirkung an den Aktivitäten des Verbands für beide Seiten gewinnbringend sein wird – vor allem, da Poli-Eco erst vor Kurzem in die Fußbodenproduktion eingestiegen ist.“

Poli-Eco ist ein internationales Unternehmen, das auf den polnischen, europäischen und östlichen Märkten tätig ist. Die Produkte des Unternehmens werden unter der gemeinsamen Marke KORNER vertrieben. Dank seines Angebots an PVC-Produkten für den Innenausbau – von Sockelleisten aus geschäumtem und hartem PVC bis hin zu Möbelkanten, PVC-Granulat und Trockenmischungen – ist es Poli-Eco in den letzten 30 Jahren erfolgreich gelungen, sein Profil als bedeutender europäischer Hersteller aufzubauen. Dies schaffte auch eine solide Grundlage, um Bodenbeläge in Form von SPC-Paneelen zu produzieren, womit das Unternehmen im Jahr 2022 begann.

Durch die Aufnahme von Poli-Eco in den MMFA wird der Verband vergrößert und umfasst nun 30 ordentliche Mitglieder (Hersteller von MMF-Bodenbelägen oder ihre europäischen Vertretungen), 30 außerordentliche Mitglieder (Zulieferunternehmen) und drei fördernde Mitglieder (wissenschaftliche Institute).

Leichtes Umsatzplus im März

Mit einem Umsatz von 116,4 Mio. Euro haben die hiesigen Polstermöbelproduzenten den März 2023 abgeschlossen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist das ein Plus von 3,02 Prozent, teilte der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) mit. Angetrieben wurde die gute Entwicklung vom Inland, wo mit 78,848 Mio. Euro ein Zuwachs von 5,02 Prozent erzielt wurde. In der Eurozone kletterten die Umsätze um 3,21 Prozent auf 14,38 Mio. Euro. Im Ausland insgesamt wurden 37,558 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Rückgang von einem leichten Rückgang von 0,94 Prozent entspricht. Die Exportquote sank um 1,29 Prozent auf 32,26 Prozent.

Weinig

Erweitert Geschäftsführung

Mit Wirkung vom 01.04.2023 wurde Michael Bock zum weiteren Geschäftsführer der Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG (WVSG) bestellt.

Damit vertritt er die Gesellschaft gemeinsam mit Gregor Baumbusch, der neben seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender auch den Bereich Vertrieb der WVSG verantwortet. Michael Bock zeichnet für das Projektgeschäft verantwortlich und führt in Personalunion operativ den Bereich Weinig System Solutions.

Michael Bock war zuvor in Führungspositionen internationaler Anlagenbauer erfolgreich und hat im August 2022 bei der WVSG die Leitung des Bereichs Weinig System Solutions übernommen.

Leicht/Global Kitchen Design Award

Jetzt Planungsprojekte einreichen

Geht in die nächste Runde: Der „Global Kitchen Design Award“. Deshalb sind ab sofort und bis zum 31.08.2023 die weltweiten Leicht-Partnerinnen und -Partner, Architektinnen und Architekten sowie Interior-Designerinnen und -Designer herzlich eingeladen, ihre neuesten Leicht-Projekte online über www.global-kitchen-design.com einzureichen. Gesucht werden innovative und inspirierende Küchen- und Wohnraumplanungen, die in ihrer Umsetzung das Potential der Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Portfolio des Küchenmöbel-Spezialisten widerspiegeln. Die Preisverleihung des Awards findet am 28. Oktober 2023 statt.

Im von Leicht ausgelobten, internationalen Wettbewerb treten die eingereichten Projekte mit dem Leicht-Portfolio im direkten Vergleich gegeneinander an und werden danach bewertet, ob Planung und Ausstattung in besonderer Weise überzeugen. Neu in diesem Jahr ist, dass sich Teilnehmende ein Profil anlegen und ihre Daten hinterlegen können, wodurch eine erneute Teilnahme in Zukunft erleichtert wird.

Weltweit beschäftigen sich täglich über 1.000 Küchenplanerinnen und -planer mit den Leicht-Produkten. „Wir suchen nach Partnerinnen und Partnern, die diese Überzeugung mit uns teilen und neu interpretieren. Die Idee hinter dem Award ist die internationale Küchenwelt zu vernetzen sowie Handelspartnerinnen und -partnern und Endkundinnen und -kunden Inspiration für kreative Einrichtungsideen von und mit Leicht zugänglich zu machen“, so Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der Leicht Küchen AG.

Walter Knoll

Bereiten Generationswechsel vor

Die Weichen Richtung Zukunft gestellt: Mara Benz, Tochter von Walter Knoll CEO Markus Benz, ist der Geschäftsleitung des Unternehmens beigetreten. Als Chief Information Officer (CIO) wird sie fortan alle Themen im Bereich der Systeme und Prozesse verantworten und vorantreiben.

„Unser Unternehmen zukunftsfähig zu machen und gleichzeitig das Familienerbe fortzuführen, ist und war mir stets ein großes Anliegen. Mit Mara bereiten wir den Generationswechsel vor“, erklärt Markus Benz.

Mara Benz, die in London und St. Gallen Betriebswirtschaft studiert und 2020 ihren „Master in Strategy and International Management“ absolviert hat, war in den vergangenen Jahren als Consultant in der Strategieberatung bei Oliver Wyman in Zürich tätig. Zu den weiteren Stationen ihrer beruflichen Laufbahn zählen Arbeitserfahrungen und Praktika bei unterschiedlichen Luxusgüterunternehmen, darunter Porsche, Bulgari, Loewe und Louis Vuitton.

Als CIO soll Mara Benz künftig die Digitalisierung vorantreiben. „Wir haben diesen Weg gewählt, um mit der nächsten Generation bei Walter Knoll ein neues Zeitalter der Digitalisierung einzuleiten“, so Markus Benz. „Unsere Systeme und Prozesse werden in Zukunft ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Unternehmen sein. Daher ist es wichtig, dass wir fachübergreifend die Grundlagen in unseren Systemen und Prozessen aufbauen, um unseren Kundinnen und Kunden auch in Zukunft hochwertigste Produkte und Services anbieten zu können.“

Mit Mara Benz hat sich die dritte Generation der Familie Benz auf den Weg gemacht, Walter Knoll in die Zukunft zu führen. 1993 erwarben die Großeltern, Hilde und Rolf Benz, das Traditionsunternehmen aus Herrenberg. Rolf Benz, Gründer und Pionier der gleichnamigen Möbelmarke, sah in dem Kauf von Walter Knoll die Fortsetzung der unternehmerischen Ziele der Familie.

Koelnmesse

„Interzum Forum Italy“ soll im Juni 2024 in Bergamo stattfinden

Die Koelnmesse launcht eine neue Veranstaltung: Das „Interzum Forum Italy“ soll erstmals am 6. und 7. Juni 2024 auf dem Gelände der Messe Bergamo stattfinden. Geplant ist danach ein Zwei-Jahres-Rhythmus.

Konzeptionell fokussiert das Team der Koelnmesse Italia um Geschäftsführer Thomas Rosolia auf Vorträge in einem Kongressformat. Die begleitende Ausstellung soll „Interzum“-Produktsegmente wie Büro, Polstermöbel, Textilmaschinen, Oberflächen und Beschläge enthalten.

Auf aktuelle Themen rund um dekorative Oberflächen von Holzwerkstoffen und Networking auf Spitzen-Niveau können sich italienische Branchenvertreter bereits am 7. und 8. Mai 2024 freuen. Dann veranstalten die B2B-Branchen-Netzwerke „arcade“ und „möbelfertigung“ aus dem Vincentz Network erstmals die „Surface in Motion Italy“ in Verona. Konferenzsprache ist Italienisch, begleitend wird eine englische Simultanübersetzung angeboten. Am Abend des ersten Konferenztages findet ein im Konferenzpreis inkludiertes Networking-Dinner im Ristorante Caffè Vittorio Emanuele direkt an der Arena di Verona statt.

Infos und Kontakt: https://shorturl.at/nDU46

Die B2B-Branchen-Netzwerke „arcade“ und „möbelfertigung“ reagieren damit auf die Nachfrage des italienischen Marktes nach einem sehr spitzen und hochwertig kuratierten Programm und den Erfolg der „Surface in Motion – Technology & Design Conference“. Das Format findet in diesem Jahr am 26. und 27. September bereits zum 4. Mal in Wiesbaden statt und war 2022 mit mehr als 200 Teilnehmern restlos ausverkauft.

Image-Film: https://shorturl.at/emMX7

Infos und Kontakt: https://shorturl.at/lsv38

Fachverband der Holzindustrie Österreichs

Aktuelle Geschäftslage bleibt herausfordernd

Für 2022 kann Österreichs Holzindustrie positive Zahlen vorweisen, wie der zuständige Fachverband im Rahmen seiner Jahrpressekonferenz mitteilte. „Unsere fast 1.300 Mitgliedsbetriebe und ihre circa 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben 2022 Waren im Wert von 11,45 Milliarden Euro abgesetzt, das ist eine Steigerung von 13 Prozent. Auch beim Außenhandel steht ein Überschuss von fast 1,8 Milliarden Euro, 11 Prozent mehr als 2021,“ so Herbert Jöbstl, Obmann des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs. „Trotz des Krieges in der Ukraine und der hohen Inflation sind unsere Geschäftszahlen für 2022 noch gut. Holzprodukten aus Österreich sind in Europa und weltweit anerkannt und gefragt. Unser internationaler Erfolg sichert Arbeitsplätze und Kaufkraft in Österreich“, so Jöbstl.

Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage herrscht hingegen wenig Optimismus. „Seit der Jahresmitte 2022 verzeichnen wir einen erheblichen Rückgang der Nachfrage, besonders seitens der Bauwirtschaft als größten Abnehmer. Es gibt heuer keine Frühjahrsbelebung, weder von der heimischen Baukonjunktur noch von den Überseemärkten“, teilt Dr. Erlfried Taurer, Obmann-Stv. des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs, mit. Angesichts der schwachen Auftragslage werden die Betriebe weiterhin Produktionskapazitäten reduzieren müssen, denn die Kosten für Energie, Logistik, Rohstoffe und Personal sind weiterhin auf hohem Niveau und steigend. Langfristig ist Taurer optimistisch: „Die Erfolgsgeschichte Holz ist weiterhin intakt. Wir nutzen einen nachwachsenden Rohstoff, der vielseitig sowie mehrfach verwendbar ist und Kohlenstoff speichert. Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt.“

Die Holzindustrie spricht sich angesichts der nachlassenden Bauaktivitäten für antizyklische Investitionsanreize aus. „Die Bauwirtschaft ist wichtig für die gesamte Konjunktur und die Beschäftigung. Zusätzlich trifft weniger Wohnbau auf eine wachsende Bevölkerung. Wir reden hier auch über ein soziales Thema“, betont Dr. Andreas Ludwig, Obmann-Stv. des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs und führt weiter aus: „Angesichts der Energie-, Klima- und Wirtschaftskrise schlagen wir vor, diesen Krisen mit Investitionen in bezahlbaren und energieeffizienten Wohnungsbau zu begegnen, dazu zählen Neubau, Sanierung und Nachverdichtung.“ Die jährliche Sanierungsrate stagniert schon länger bei 1,5 Prozent und das politische Ziel von 3 Prozent wurde bei weitem nicht erreicht. Circa 70 Prozent der Wohngebäude in Österreich sind vor 1990 gebaut wurden, die meisten in den 1970’er Jahren. „Wir plädieren daher für einen Sanierungsturbo mit den nötigen Instrumenten wie Förderungen, einfach umsetzbare Wohnraumkonzepte, etwa der modularen Bauweise, verständliche Beratung für Eigentümer und den Abbau rechtlicher Hürden. Holz als klimafreundlicher Baustoff kann hier einen herausragenden Beitrag leisten. So kann es gelingen, mit eigenen Rohstoffen regionale Wertschöpfungsketten, Konjunktur, Arbeitsplätze sowie Klimaschutz zu stärken“, unterstreicht Ludwig.

Sekundärrohstoff Altholz nicht einschränken

Holz kann wieder- und mehrfach verwendet werden. Das ist gut für die Ressourceneffizienz und verlängert die Kohlenstoffspeicherung. Umso ärgerlicher ist es, dass Altholz dem Abfallwirtschaftsgesetz unterliegt und damit seit Jänner 2023 die Verpflichtung zum Bahntransport besteht. „Nun ist die Bahn zweifelsfrei ein ökologischer Verkehrsträger, aber leider im Vergleich zum LKW nicht wettbewerbsfähig. Die Verpflichtung zum Bahntransport erhöht unsere Transportkosten teilweise um das Doppelte und führt zu neuen bürokratischen Hürden“, kritisiert Erlfried Tauer. Zudem wird die Wettbewerbsfähigkeit der Kreislaufwirtschaft geschwächt. „Der Einsatz von Altholz wird unattraktiver und Betriebe setzen zunehmend Frischholz ein. Die ressourcenfreundliche Altholznutzung als wichtigen Baustein für Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie wird durch diesen Rechtsrahmen massiv behindert. Altholz ist kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff, der Bahntransport sollte daher nicht verpflichtend sein“, hebt Taurer hervor.

Der European Green Deal soll Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen. Aus Sicht der Holzindustrie verfolgt der Green Deal die richtigen Ziele, die Forst- und Holzwirtschaft könnte viel dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen. „Leider führen einige politische Impulse aus der EU mit Bezug zur Forstwirtschaft dazu, die Nutzung der nachhaltigen und erneuerbaren Ressource Holz einzuschränken“, bedauert Herbert Jöbstl. Entweder ginge es darum, große Waldflächen unter noch strengeren gesetzlichen Schutz zu stellen und die Waldbewirtschaftung einzuschränken oder darum, den Kohlenstoffaufbau im Wald zu forcieren. Österreichs Holzindustrie spricht sich für einen besseren Green Deal aus. Obmann Jöbstl: „Die Wälder müssen nachhaltig bewirtschaftet werden, um klimafit, vital und kontinuierlich wachsend zu sein.“ Zudem können mit der Verwendung des Holzes aus Europas Wäldern CO2-Emissionen vermieden werden. „Während der Kohlenstoff des geernteten Baumes in einem Holzgebäude gebunden bleibt, wächst im Wald ein junger Baum nach, der erneut CO2 aufnimmt. So schaffen wir einen zweiten Wald, der das Klima schützt und Arbeitsplätze garantiert. Holznutzung und aktive Forstwirtschaft sind starke Hebel, um dem Klimawandel entgegenzuwirken“, betont Jöbstl. Zusammen mit Verbänden der Holzindustrie aus sieben EU-Mitgliedstaaten fordert der Fachverband der Holzindustrie Österreichs in einem gemeinsamen Positionspapier eine Kurskorrektur in der EU-Forstpolitik. „Wir verfügen in Europa über den Rohstoff Holz und die Fertigungskompetenz für eine nachhaltige und klimafreundliche Bioökonomie. Es braucht einen Green Deal, der eine zuverlässige und wirtschaftliche Rohstoffverfügbarkeit garantiert“, so Jöbstl abschließend.

Wenatex

Als „Klimaneutraler Hersteller“ bestätigt

Wenatex bleibt klimaneutraler Möbelhersteller: Als Mitglied im Klimapakt der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) verpflichtet sich der österreichische Produzent von Matratzen, Lattenrosten und weiterem Schlafzubehör seit zwei Jahren zur Bilanzierung und Reduzierung seiner CO2-Emissionen. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine unvermeidbaren Treibhausgasemissionen jetzt auch für 2023 erfolgreich abgelöst. „Wir freuen uns, Wenatex auf der höchsten Stufe unseres Klimapakts bestätigen zu können. Das Einsparen und Kompensieren von CO2-Emissionen trägt unmittelbar zum Klimaschutz bei, denn es verbessert die globale CO2-Bilanz“, so DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.  
 
Seit 2015 ist Wenatex Mitglied in der DGM und verpflichtet sich im Zuge dessen zur Einhaltung der Güte- und Prüfbestimmungen für das RAL-Gütezeichen „Goldenes M“. Den hohen eigenen Ansprüchen in Sachen Qualität und Nachhaltigkeit folgend, schloss sich das Unternehmen 2021 auch dem DGM-Klimapakt für die Möbelindustrie an, dessen Teilnehmer proaktiv am Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN) mitwirken möchten.
 
Um seine CO2-Emissionen wirksam zu verringern, hat Wenatex am Produktionsstandort Ranshofen daher im vergangenen Jahr seine Innenraumtemperatur von 21 auf 19 Grad reduziert und so Einsparungen an Gas von etwa 15 Prozent erreicht. Außerdem wurden eine eigene Photovoltaikanlage mit 49,3 kWp installiert und in Betrieb genommen sowie die Beleuchtung der Produktion und des Lagers von Leuchtstoffröhren auf sparsame LED-Technik umgestellt. Kurzstreckenflüge werden grundsätzlich nicht mehr durchgeführt, was die CO2-Bilanz im Berechnungsjahr 2022 ebenfalls verbessert hat. Um diese Bilanz schließlich auszugleichen, wurden jetzt alle unvermeidbaren Treibhausgasemissionen durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten im „Verified Carbon Standard“ (VCS) ausgeglichen. Diese hochwertigen Zertifikate unterstützen weltweit Maßnahmen für den Klimaschutz und tragen zu einer insgesamt besseren CO2-Bilanz bei.
 
„In jedem Unternehmen und auch bei jeder Privatperson gibt es CO2-Einsparpotenziale. Diese auszuschöpfen erfordert häufig nur kleinere Anpassungen, aber ist für den Klimaschutz von großem Nutzen“, sagt Winning. Als Nachweis für das Engagement zum Wohle des Klimas zeichnet die DGM das Unternehmen Wenatex mit dem RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ aus. Es ist das erste Gütezeichen für den Klimaschutz im Qualitätssicherungssystem von RAL überhaupt und eine gute Möglichkeit für die Teilnehmer des Klimapakts, ihr Umwelt-Engagement als Wettbewerbsvorteil im Möbelhandel einzubringen.