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Autor: Möbelfertigung

Erwartet neuen Besucherrekord

Selten waren Messe-Vorzeichen günstiger als für die „Meble Polska“, die vom 25. bis 28. Februar in Posen stattfindet. Rund 500 Firmen und Marken, elf Messehallen, die neuesten Möbelkollektionen für die nächste Verkaufssaison, fast alle führenden Möbelhersteller aus Polen, viele Messeneulinge und zahlreiche Ausstellungen, Vorträge und Diskussionen – all das erwartet Gäste. Der Veranstalter Grupa MTP rechnet mit insgesamt über 20.000 Besuchern.

Die wachsende Bedeutung der Messe, die Verschiebung des März-Termins auf Februar und natürlich die Stornierung der Messen in Asien spielt den Veranstaltern in die Karten, die auf eine Rekordveranstaltung hoffen. „Die diesjährige Messe erfreut sich eines Rekordinteresses von Händlern aus dem Ausland. Aus den Registriersystemdaten geht hervor, dass nach Posen noch mehr Händler kommen, als während der vorherigen schon erfolgreichen Editionen”, heißt es in einer Pressemitteilung und weiter: „Das Interesse an einer Teilnahme bekundeten die größten Einkaufsgruppen und Möbelhaus-Ketten aus Europa und viele Möbelhändler aus anderen Teilen der Erde. Die Delegationen einiger Unternehmen werden sogar mehrere Dutzend Personen umfassen“, erklärt der Direktor der „Meble Polska“, Józef Szyszka. Der Anteil der Messebesucher aus dem Ausland wird höchstwahrscheinlich noch größer sein als im Vorjahr, als er 34 Prozent betrug, und dies trotz des Umstands, dass wegen der Coronavirus-Epidemie praktisch alle Händler aus China, Malaysia oder Singapur ihren Besuch abgesagt haben. Erwartet werden Möbelhändler aus nahezu 70 Ländern.

Polnische Unternehmen, die am Exportgeschäft interessiert sind, nutzen diese Bühne. Außer preiswerten, aus Holzwerkstoffen gefertigten Kastenmöbeln zeigen sie auch Produkte aus Massivholz und andere hochwertige Kasten- und Polstermöbel sowie Matratzen. Während Ausstellern aus zehn weiteren Ländern, zumeist osteuropäischen, präsent sind, fehlen die chinesischen komplett.

Parallel zur „Meble Polska“ findet die „Home Decor“, eine Fachmesse für Innenausstattung, statt und die Arena Design lockt unter dem Motto „Slowness“ mit zwei Sonderschauen. Polnische Designer zeigen ihr Können im Bereich „Zukunftsformen“. Die Ausstellung „Visionäre des polnischen Designs“ präsentiert polnische Marken, die auf mutiges, innovatives und visionäres Design setzen.

Neu gibt es eine Reihe von Podiumsdiskussionen auf der „Marken-Bühne“ zu aktuellen Themen wie Design und Business, internationale Zusammenarbeit sowie Innovationen und neue Technologien. Mit dabei ist auch Jan Kurth vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Außerdem Jan Szynaka, Präsident der Szynaka Möbelgruppe und der gesamtpolnischen Wirtschaftskammer der Möbelhersteller, Mauro Mammoli, Präsident des italienischen Verbandes Federmobili, Maciej Formanowicz, Präsident der Forte Möbelfabriken und Ewelina Wójcik, Mitglied der Geschäftsführung von Wójcik Meble.

Nur wer sich online registriert – www.meblepolska.p/en ­ erhält ein kostenloses Ticket und spart sich zudem Schlangen am Messeeingang.

„Domotex USA“ 2020

Erfolgreiche Neuauflage in Atlanta

Auch die zweite Ausgabe der „Domotex USA“, der einzigen kombinierten Messe- und Konferenzveranstaltung in Nordamerika, die sich auf Teppiche und Bodenbeläge konzentriert, ging am 7. Februar in Atlanta erfolgreich zu Ende. Drei Tage lang präsentierten insgesamt 101 Aussteller aus 12 Ländern ihre neuesten Produkte auf einer Fläche von 39.800 qm. Parallel dazu hatten die Organisatoren der Hannover Fairs USA ein umfangreiches Schulungs- und Vortragsprogramm auf die Beine gestellt.

„Wir haben unsere Partnerschaften mit wichtigen Verbänden der Bodenbelags- und Designbranche erweitert, um unser Bildungsangebot zu verdreifachen“, sagte Larry Turner, Präsident und CEO von Hannover Fairs USA (HFUSA), dem Organisator der Veranstaltung. „Obwohl wir bei dieser zweiten Wiederholung unserer Show vor einigen globalen Herausforderungen standen, sind wir dem Erfolg von ,Domotex USA‘ verpflichtet. In den nächsten zwei Monaten wird HFUSA Marktforschung betreiben und unsere Zielgruppen befragen, um die Show für 2021 umzugestalten und weiter zu verbessern“, fügte er hinzu. Dann findet sie vom 1. bis 3. März im Georgia World Congress Center in Atlanta statt.

Durch die Partnerschaft mit der National Wood Flooring Association (NWFA) bot die „Domotex USA“ Fortbildungsveranstaltungen an, um Installateuren dabei zu helfen, häufige Probleme zu lösen, die sich auf Massivholz und Holzfußböden auswirken. In den NWFA-Sitzungen ging es auch darum, wie ein erfolgreiches Geschäft mit Parkettböden betrieben werden kann, und es wurden Probleme im Zusammenhang mit vor Ort fertiggestellten und fabrikfertigen Holzböden untersucht. „Alle von der NWFA akkreditierten Sitzungen waren mit einer engagierten Beteiligung des Publikums gut besucht“, sagte Michael Martin, Präsident und CEO der NWFA.

Ein Highlight gab es schon vor der Eröffnung, eine mitreißende Keynote von Denise Lee Yohn, Expertin für Markenführung, darüber, wie Bodenbelagsexperten ein Markenerlebnis entwickeln können, das wirklich mit ihren Kunden in Verbindung steht. „Ich wollte, dass das Publikum versteht, wie man seine Geschäfte anders führt, um profitablere und loyalere Kunden anzulocken. Mein Ziel war es, jedem Fachmann zu helfen, einen gezielteren und zielgerichteteren Ansatz für die Entwicklung einer großartigen Marke und eines großartigen Kundenerlebnisses zu verfolgen“, so Yohn.

Führende amerikanische Hersteller wie Anderson Tuftex und COREtec (beide Geschäftsbereiche von Shaw Industries), The Dixie Group und Mullican Flooring kehrten 2020 zurück, um ihre neuesten Designs für weiche und harte Böden vorzustellen. Milliken & Company stellte beide Jahre aus und fokussierte sich 2020 auf seine neuesten „Broadloom“-Produkte, LVTs und Teppichfliesen. 

Wieder dabei war XL Flooring mit Sitz in Vancouver. „Unsere Teilnahme im vergangenen Jahr war ein Augenöffner für uns“, so Paul Riches, Präsident von XL Flooring. „Wir haben 2019 einige sehr starke nationale Einzelhandels- und Vertriebskontakte aufgebaut und auf diesem Erfolg in diesem Jahr aufgebaut.“ 

„Hersteller aus aller Welt nutzen unser ,Domotex‘-Messeportfolio, um ihren Zielgruppen innovative Bodenbeläge vorzustellen“, sagte Sonia Wedell-Castellano, Global Director der Marke „Domotex“ bei der Deutschen Messe Group. „Obwohl die Gesamtzahl der Teilnehmer an der ,Domotex USA 2020‘ nicht die von HFUSA ergriffenen Maßnahmen und Bemühungen widerspiegelte, sind wir dem Erfolg der Messe im Jahr 2021 voll und ganz verpflichtet. Wir sind sicher, dass unsere nordamerikanische Messe andere US-Bodenbelagsausstellungen in vielen Bereichen weit übertrifft.“

Als erstmaliger Aussteller sehr zufrieden, war Filomaestro, italienischer Hersteller einer besonderen hochtechnischen Teppichfaser. „Da unsere Teppiche neu auf dem US-amerikanischen Markt sind und ziemlich einzigartig, haben wir während der Messe viel Neugierde geweckt und Kontakte geknüpft“, freute sich Kundenbetreuerin Francesca Mulongwe.

Whitepaper zur Blockchain im Mittelstand

Die Blockchain-Technologie bietet vom sicheren Datenaustausch bis hin zu automatisierten Liefer- und Transportketten zahlreiche Lösungen und Anwendungsmöglichkeiten, die auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant sind. Um diesen einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie Blockchain-Projekte im eigenen Betrieb umgesetzt werden können, hat Eco – Verband der Internetwirtschaft jetzt das Whitepaper „Die Blockchain im Mittelstand“ veröffentlicht. Auf 38 Seiten geben Experten einen aktuellen Überblick über die Möglichkeiten der Technologie und zeigen, unter welchen Voraussetzungen mittelständische Unternehmen von ihr profitieren.

„Die Blockchain ist eine Querschnittstechnologie mit einem breiten Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten für viele Branchen“, sagt Stephan Zimprich, Leiter der Kompetenzgruppe Blockchain im Eco Verband. So ermögliche die Technologiebeispielsweise Transaktionen von Werten im digitalen Raum. Ohne Vermittler, lässt sich nachvollziehbar und manipulationssicher etwa der Handel mit Wertpapieren, die Einspeisung von Strom oder die Übertragung von Nutzungsrechten dokumentieren.

Das Eco Whitepaper vermittelt Grundlagenwissen zu Distributed-Ledger- und Blockchain-Technologien und zu Smart Contracts als Programme auf einer Blockchain. Es beleuchtet speziell für Mittelständler Voraussetzungen und Herausforderungen bei ihrem Einsatz sowie zu Aspekten der Sicherheit und des Datenschutzes.

Interessierte können sich das Whitepaper hier herunterladen.

Martin Marxen ist neuer Sales, Marketing und Art Director

Als führend im Design wahrgenommen zu werden, ist neben der Kostenwettbewerbsfähigkeit und dem Service einer der wichtigsten Faktoren, um erfolgreich zu sein. Dies trifft in letzter Zeit mehr denn je zu, da Unternehmen in Designs investieren, die mit den sich immer schneller ändernden Lifestyle-Trends einhergehen.

Um weiterhin eine Organisationsstruktur zu schaffen, die das Wachstum des Unternehmens unterstützt, und um Lamigraf als führendes Unternehmen im Designbereich zu positionieren, erweitert Lamigraf seinen Verwaltungsrat um ein neues Mitglied: Martin Marxen wird Lamigraf als neuer Sales, Marketing und Art Director beitreten.

Herr Marxen verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Branche, da er viele Jahre für den Marktführer für Pressplatten Hueck Rheinische und als Geschäftsführer des Designstudios Hueck Design gearbeitet hat.
 
„Ich bin überzeugt, dass die neue Struktur sowohl unsere Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Design als auch unsere Marktpositionierung stärken und sich stark auf unseren Umsatz auswirken wird. Ich bin sicher, dass Herr Marxen, dem wir alle viel Glück wünschen, bei Lamigraf sehr erfolgreich sein wird“. – sagt Pep Colomer, CEO bei Lamigraf.

Will in Österreich die Marktführerschaft übernehmen

Mit großen Plänen ist der neue Ikea-Österreich-Chef Alpaslan Deliloglu in sein Amt gestartet. Mitte Dezember hatte er von Viera Juzova übernommen, die eine globale Aufgabe bei Inter Ikea Systems übernahm (moebelkultur.de berichtete). Gegenüber der „Kronen Zeitung“ erklärte er jetzt: „Beginnend in Wien, wollen wir in einigen Jahren Marktführer werden und XXXLutz überholen.“ Schon bald solle der Umsatz, der zuletzt um 5,5 Prozent auf 800 Mio. Euro geklettert war, die Milliarden-Grenze durchbrechen.

Die Eröffnung des City-Stores in Wien im Herbst dieses Jahres sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Auch in anderen Landeshauptstädten könnten kleine Stores entstehen. Da Nachhaltigkeit in Zukunft einen noch größeren Stellenwert im Unternehmen einnimmt, will Deliloglu im kommenden Jahr zudem die Vermietung von Büro- und Kindermöbeln anbieten. Darüber hinaus soll der Rück- und Weiterverkauf gebrauchter Waren per App ausgebaut werden.

Hat in die Produktion investiert

Bei dem Ampfinger Unternehmen Schörghuber ist im Januar eine neue Lackieranlage in Betrieb genommen worden. Damit verfolgt der Hersteller von Spezialtüren aus Holz das Ziel, Ablaufprozesse zu reduzieren und damit die Durchlaufzeiten eines Auftrags zu senken.

In der Vergangenheit erfolgte die Beschichtung von Türblättern und Zargenteilen auf mehreren Walz- beziehungsweise Spritzlackieranlagen. Um die beiden Verfahren in einer Anlage zu konsolidieren, entschied sich der Hersteller für eine neue Lackieranlage, welche die bisherigen vier Anlagen ersetzen soll. Auf der neuen Lackieranlage werden zukünftig nahezu alle Türblätter und Zargenteile beschichtet. Dabei übernimmt die Lackieranlage den kompletten Oberflächenaufbau von der Beize über den gesamten Lackierauftrag. Die finale Lackierung erfolgt entweder im Walzlack- oder im hochwertigen Spritzlackverfahren. Zudem ist auch eine Premium-Lackierung mit allen RAL- und NCS-Farbtönen nach Kundenmuster oder Farbkarten möglich.

Weiteres Ziel der gesamten Umstrukturierung und der Investition in eine neue Lackieranlage ist eine Ausweitung des Produktspektrums in Bezug auf Türbreite und -höhe: „Auf der neuen Lackieranlage werden wir zukünftig noch größere Tür- und Zargenteile lackieren“, so Norbert Koenigs, Technischer Leiter der Schörghuber Spezialtüren KG. Zudem kann der Hersteller mit der neuen Lackieranlage zukünftig zwischen verschiedenen Lackierverfahren mit minimierten Umrüstzeiten und Lackverlusten wechseln: „Durch das neue Anlagenkonzept können wir in Zukunft einen Auftrag mit verschiedenen Lackieranforderungen auf einer Anlage bearbeiten. Die Durchlaufdauer und -wege sowie Liegezeiten eines Auftrags werden hierdurch reduziert. Mit dieser Prozessoptimierung können wir viel Zeit einsparen und somit unsere Produktionskapazitäten erweitern“, so Koenigs. Schörghuber hat mit der flexiblen Neukonzeptionierung der Lackieranlage auch konsequent seinen Losgröße 1-Ansatz verfolgt und kann somit individuell auf Kundenwünsche eingehen. Zusätzlich tragen automatisierte Abläufe, und damit minimierte Bedienfehler, sowie optimierte Lackier- und Trocknungsbedingungen zur Verbesserung der Qualität bei.

Ein Prozent mehr Umsatz als 2018

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) hat die aktuellen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlicht. Demnach ist der Gesamtumsatz zum Jahresende mit einem Zuwachs von 0,76 Prozent etwas geringer ausgefallen als vor einigen Monaten geschätzt worden ist. Mit einem Zuwachs von gut vier Prozent im Jahr 2019 haben sich Hobelwaren und Bauelemente (Innen-türen) besser entwickelt als der Gesamtdurchschnitt. Das Sortiment Holz im Garten erreicht ein Plus von zwei Prozent, um 0,6 Prozent angestiegen sind Fußböden. Rückläufig sind Holzwerkstoffe mit minus 0,8 Prozent und Schnittholz mit minus 1,7 Prozent. Besonders positiv entwickelt hat sich der Umsatz mit Dienstleistungen im Holzhandel, der 2019 zweistellig gewachsen ist. „Dienstleistungen spielen im Holzhandel eine zunehmende Rolle, wir erwarten hier in den kommenden Jahren einen wachsenden Anteil am Gesamtumsatz“, so der Geschäftsführer des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) Thomas Goebel.

Das Jahr 2019 war insgesamt geprägt von einem guten Absatz und einer starken Nachfrage in fast allen Sortimenten. Bauwirtschaft und holzverarbeitendes Handwerk sind Treiber der Nachfrage, daran wird sich auch 2020 wenig ändern, so die Einschätzung des Verbandes. Preiswirkungen in wichtigen Sortimenten haben sich allerdings auf das Umsatzwachstum dämpfend ausgewirkt.

Erste Einschätzungen für den Jahresstart sind eher positiv, auch wenn der Januar nicht zu den umsatzstärksten Monaten im Jahresverlauf zählt. Eine milde Witterung lässt die Betriebe am Bau durcharbeiten und sorgt so für regelmäßigen Umsatz. Die Einschätzung der Unternehmen des Holzhandels für 2020 ist daher eher positiv, wenn auch verhalten. Die Mehrzahl der Unternehmen, die sich am Betriebsvergleich des GD Holz beteiligen, erwartet für das Frühjahrsgeschäft eine stabile oder sogar steigende Entwicklung.

Die Daten stammen aus den GD Holz-Betriebsvergleichen, die der Verband monatlich mit Mitgliedsunternehmen durchführt. Im Durchschnitt beteiligen sich 50 Unternehmen aller Umsatzgrößenklassen an diesem Vergleich.

Schritt nach vorne statt Schockstarre

Ohne Frage ist es eine schwierige Zeit, die das Unternehmen Schwinn Beschläge aus Ober-Ramstadt durchmacht. Trotz Insolvenzphase hat der Zierbeschlägespezialist allerdings daran festgehalten, an der „ZOW“ in Bad Salzuflen teilzunehmen. „Wir wollten ein Zeichen setzen, dass wir die Köpfe nicht in den Sand stecken“, sagt Geschäftsführer Oliver Hoffmann. „Und wir wollen und brauchen natürlich die persönlichen Gespräche zu unseren Kunden.“ Der Möbelzulieferer zieht ein positives Fazit.

Vom 4. bis 6. Februar 2020 traten die Produkte zugunsten der Fragen rund um die Zukunft der Geschäftsbeziehungen in den Hintergrund. „Wir nehmen etwas ganz Entscheidendes von dieser Messe mit, was zuversichtlich stimmt“, erklärt Hoffmann: „Dass sich die Kunden eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit uns wünschen, weil unsere Produkte gut ankommen, und die Zusage, dass unsere Grifflösungen in der nächsten Ausmusterungsphase dabei sind, sobald die Unternehmenssituation geklärt ist.“

Zudem stellte sich Schwinn der Frage, ob die Warenversorgung aus China für die bereits im Programm befindlichen Produkte sichergestellt sei. Diese sei mit Hinweis auf jahrelang gewachsene, stabile Lieferbeziehungen zum aktuellen Zeitpunkt positiv zu beantworten; Luft- und Seefracht liefen, sagt Hoffmann. Auch der Output aus Polen habe sich im Januar 2020 verbessert. Im März wird Oliver Hoffmann, der die Insolvenz gemeinsam mit Rechtsanwalt Ole Brauer von der Elsässer Restrukturierung GmbH, München, in Eigenverwaltung regelt, dann endgültig sagen können, wie es weitergeht.

Auf der „ZOW“ freute sich das Team über eine gute Resonanz und intensive Gespräche. Alle Kunden aus der Küchenmöbel- und Möbelindustrie seien am Stand gewesen. Schwinn hatte sich als kompetenter Partner für designorientierte Zierbeschlaglösungen, vor allem für längenunabhängige Stangengriffe präsentiert. Mit dem „Schwinn Light System“ stellte das Unternehmen eine Möglichkeit vor, Griffe an beweglichen Möbelteilen zu beleuchten und dabei die Komplexität bei der Montage zu reduzieren.

Weltweit erster „Cradle to Cradle“ zertifizierter Nähfaden für den technischen Kreislauf

Die Amann Group erhielt im Januar 2020 für ihre neue Produktlinie „Lifecycle“ als erster Nähfadenhersteller weltweit die Auszeichnung „Cradle to Cradle Certifiedtm Gold“ für den technischen Kreislauf. „Cradle to Cradle“ zertifizierte Produkte sind für die vollständige Kompostierung (biologischer Kreislauf) oder das materialreine Recycling (technischer Kreislauf) konzipiert und ermöglichen eine konsequent geschlossene Kreislaufwirtschaft, bei der keine Abfälle anfallen.

Als einer der ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren steht die Textilindustrie vor einem grundlegenden Wandel. Um die Flut der globalen Textilabfälle einzudämmen und der Verantwortung gegenüber Umwelt und Menschen gerecht zu werden, setzen Textilhersteller und Modelabel verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft nach den „Cradle to Cradle“ Prinzipien. „Cradle to Cradle“, von der Wiege bis zur Wiege, steht für Produkte, die durch Recycling entweder als technische Nährstoffe endlos in technischen Kreisläufen gehalten oder die als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt werden.

Seit Jahren entwickelt Amann gezielt Produkte weiter, um sie durch den Einsatz von ausgesuchten Recycling- und Naturmaterialien nachhaltiger zu machen. Mit dem recycelten und nach „Cradle to Cradle“ zertifizierten Nähfaden „Lifecycle Polyamide“, hergestellt aus Polyamid 6.0 Multifilament, positioniert sich Amann am Markt mit einer neuen Produktstrategie.

„Lifecycle Polyamide“ wurde in Zusammenarbeit mit dem internationalen Umweltinstitut EPEA für eine Wiederverwertung als Rohstoff im technischen Kreislauf optimiert. Dies bedeutet, Amann hat ein Produkt entwickelt, das maximale Recyclingfähigkeit gewährleistet, keine Ressourcen verbraucht und sich gleichzeitig durch besonders hohe Qualität auszeichnet. Gewonnen wird der Rohstoff für „Lifecycle Polyamide“ aus recycelten Fischernetzen sowie anderen textilen Abfällen. Da bei der Herstellung nach „Cradle to Cradle“ keinerlei gesundheits- und umweltschädliche Materialien eingesetzt werden dürfen, verzichtet Amann auf Silikone und verwendet bei der Färbung der Fäden ausschließlich kompostierbare Farbstoffe. Diese ressourcenschonende Vorgehensweise wirkt sich nicht nur positiv für die Umwelt aus, sondern auch auf die Produktqualität. Der neue Nähfaden „Lifecycle Polyamide“ besitzt exzellente Festigkeitswerte und ist äußerst robust, scheuerbeständig und belastbar.

„Bewertet werden bei der ,Cradle to Cradle‘ Produktzertifizierung die fünf Kategorien Material-Gesundheit, Material-Wiederverwendung, Einsatz erneuerbarer Energien, Wassermanagement und soziale Verantwortung,“ betont Jörg Bühler (Global Director Quality Management) von Amann. „Für uns hieß das, dass alle Produktkomponenten und Produktionsprozesse nach dem Prinzip einer potenziell unendlichen Kreislaufwirtschaft konzipiert sein mussten. Heute sind wir stolz, dass wir unseren Kunden als erster Nähfadenhersteller weltweit den ersten ,Cradle to Cradle Certifiedtm Gold‘ Nähfaden aus unserem ,Lifecycle‘ Sortiment anbieten können.“

„Nachhaltigkeit, ökologisches, soziales Denken und Handeln seien in der Amann Unternehmens-philosophie von Anfang an verankert“, so Jörg Bühler weiter. Alle Amann Produktionsstätten in Deutschland, Großbritannien, Tschechien, Rumänien, Bangladesch, China und Vietnam sind mit modernsten, nachhaltigsten Anlagen und Technologien ausgestattet.

Eine Erweiterung der „Lifecycle“ Produktlinie ist in Durchführung. Zudem sind auch kompostierbare Nähfäden aus natürlichen Rohstoffen für die Zuführung in biologische Kreisläufe in Planung.