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Autor: Möbelfertigung

Sieben Projekte bei „Jugend forscht“ siegreich

Die Gewinner des diesjährigen Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ stehen fest. Sieben Projekte wurden mit dem ersten Platz ausgezeichnet und haben sich somit für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Die 90 Kinder und Jugendlichen, die an der Technischen Hochschule Rosenheim ihre Projekte und Forschungsarbeiten aus dem MINT Bereich vorgestellt haben, machten es den Jurymitgliedern nicht leicht. Die Arbeiten reichten vom smarten Bienenvolk, dem Bau und der Beobachtung eines hermetisch abgeschlossenen Biotops, Algen als Energiequelle der Zukunft, der Feinstaubbelastung in Traunstein, bis zu der Frage wie der Leopard zu seinen Flecken kommt, einem Seifenmembran Filter oder einem Hightech-Bobbycar. Eingereicht wurden die Forschungsprojekte in den sieben Themengebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Nach mehreren ausführlichen Jury-Besprechungen standen nach zwei Wettbewerbstagen die Preisträgerinnen und Preisträger fest:

Gabriel Duft (14 Jahre) mit dem Projekt „Modifizierung einer selbstgebauten Diffusionsnebelkammer mithilfe eines Raspberry Pi“ (Fachbereich Physik); Gymnasium Miesbach

Miriam Brühwiler (12 Jahre), Anneke Fritz (11 Jahre) und Juliana Schatz (12 Jahre) mit dem Projekt „Leben auf dem Jupiter-Mond Europa“ (Fachbereich Geo-Raumwissenschaften); Landschulheim Schloß Ising am Chiemsee

André Stapfelfeld (17 Jahre) mit dem Projekt „Beeinflussung der Vermehrungsart und der Regenerationsdauer der Dugesia“ (Fachbereich Biologie); Max-Rill-Gymnasium Reichersbeuern

Vera Duft (11 Jahre) und Charlotte Dettmann (11 Jahre) mit dem Projekt „Verhalten und Farbwahrnehmung von Stabheuschrecken“ (Fachbereich Biologie); Gymnasium Miesbach

Korbinian Haberstetter (13 Jahre) mit dem Projekt „Das smarte Bienenvolk“ (Fachbereich Arbeitswelt); Chiemgau-Gymnasium

Jonathan Woltereck (14 Jahre) und Malte Reents (14 Jahre) mit dem Projekt „Autonomes Auto 3.1“ (Fachbereich Technik); Gymnasium Miesbach

Marvin Hanke (16 Jahre) mit dem Projekt „Birdwatch – das digitale Vogelhäuschen“ (Fachbereich Technik); Johannes-Heidenhain-Gymnasium Traunreut

Die elf Siegerinnen und Sieger der Regionalebene haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert, der Anfang März beginnt. Den Abschluss der 55. Runde von „Jugend forscht“ bildet das Bundesfinale vom 21. bis 24. Mai in Bremen. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

Die Technische Hochschule Rosenheim richtete den Regionalwettbewerb in Rosenheim in diesem Jahr erstmals als Partnerunternehmen der Stiftung „Jugend forscht“ zusammen mit dem Seeoner Kreis aus. Der Seeoner Kreis als Pate vertritt nicht nur die regionale Wirtschaft und ist eng verbunden mit der TH Rosenheim, sondern denkt auch schon heute an morgen. „Es ist uns wichtig ein Projekt der Jugend und somit die Zukunft der Region zu fördern. Wir sind ein starker Wirtschaftsstandort, ohne Fachkräfte und Wissenschaftler könnten wir diese Position nicht halten“, so Franz Winterer, Vorstandsvorsitzender des Seeoner Kreises. Die Technische Hochschule Rosenheim bietet mit ihrer Ausrichtung auf naturwissenschaftliche Fächer und ihrem hohen Praxisbezug die idealen Rahmenbedingungen für die Teilnehmer von Jugend forscht. Wo, wenn nicht in den Räumen der Hochschule, werden Kompetenz und Leidenschaft für Projekte und angewandte Wissenschaften besser unter Beweis gestellt? Die Kinder und Jugendlichen hatten so außerdem die Gelegenheit in die Welt der Hochschule hinein zu schnuppern. „Für uns als Hochschule ist es selbstverständlich, den Nachwuchs zu fördern und diesen so früh wie möglich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern“, sagte TH-Präsident Prof. Heinrich Köster.

So sieht die Hallenstruktur für den kommenden Januar aus

Obwohl auf dem Münchener Messegelände die beiden neuen Messehallen C5 und C6 errichtet wurden, fallen die Anpassungen zur „Bau“ 2021 moderat aus. Das Grundgerüst der Hallenstruktur bleibt im Wesentlichen unverändert, einige Ausstellungsbereiche erhalten gezielte Updates. So präsentiert sich die Weltleitmesse 2021 wieder mit 200.000 Quadratmeter Fläche in 19 Messehallen. Das ist – ohne das Freigelände, das bei der „Bau“ mit dem Zeitpunkt im Januar witterungsbedingt nicht belegt wird – die maximal mögliche Auslastung der Messe München. Im Detail gliedern sich die Hallen der BAU 2021 wie folgt:

Im Bereich der A-Spange finden sich in den Hallen A1 und A2 traditionell die Bereiche Steine/Erden/Verbindungslösungen. Neu hinzu kommen „Modulbau“ und „Architektonische Baustoffe“. Das Thema Carbonbeton ergänzt die Nomenklatur. Damit umfasst der Bereich Beton, Porenbeton, Stahl- und Carbonbeton, Bims-/Faserzementbaustoffe, Kalksandstein, Fassadensysteme, Putze, Estriche, Dämm- und Isolierstoffe sowie die Themen Trockenbau und Fertigbau/Modulbau.

Ziegel und Dachkonstruktionen belegen wieder die komplette Halle A3. Die Ziegelindustrie zeigt ihr ganzes Repertoire – vom Mauerziegel über Dachziegel, Dachfenster und Dachbahnen bis hin zum kompletten Fassadenteil.

In Halle A4 präsentiert sich der Bereichen Fliesen/Keramik erstarkt mit mehr Ausstellern und mehr Fläche neben dem Thema Naturstein/Kunststein. Durch die vermehrte Einbindung des Themas Marmor gewinnt der Ausstellungsbereich zusätzlich an Attraktivität. „Diese Halle dient als verbindendes Element von Fassadenelementen und Bodenbelägen“, erklärt „Bau“-Projektleiter Mirko Arend.

Die Hersteller von Bodenbelägen belegten 2019 erstmals zwei komplette Hallen, A5 und A6. Wegen der hohen Nachfrage in diesem Bereich wird das auch 2021 so bleiben. Die Aussteller präsentieren das gesamte Repertoire von elastisch (Linoleum, PVC, Kautschuk, Kork) und textil über Laminat bis hin zu Parkett – Verlege- und Anwendungstechnik inklusive.

In der B-Spange sieht es folgendermaßen aus:

Die Halle B1 bildet mit der Halle C1 einen zusammenhängenden Ausstellungsbereich. Hier geht es wie gewohnt um Fassaden, Systeme und Profile aus Aluminium. Der insgesamt 20.000 Quadratmeter große Ausstellungsbereich umfasst außerdem Maschinen zur Aluminium- und Stahlbearbeitung.

Etwas mehr Platz erhält die Energie-, Gebäude- und Solartechnik in Halle B2 – eine Folge der starken Nachfrage im Bereich Klima. Hersteller zeigen, wie man technische Lösungen – Lüftungs- und Klimatechnik, solares Bauen – architektonisch anspruchsvoll und energieeffizient in das Gebäude integrieren kann.

Ebenfalls in Halle B2: Bau- und Fassadensysteme sowie Profile aus Stahl, ebenso Systeme, Produkte und Oberflächen aus Edelstahl, Zink und Kupfer.

Tor- und Türantriebstechniken belegen wieder die Halle B3. Ein wesentlicher Teil der Halle sind auch die aufwendig präsentierten intelligenten Parksysteme.

Ein zusammenhängendes Areal bilden die Themen Schloss, Beschlag und Sicherheit. Im Mittepunkt der Hallen B4 und C4 stehen Türen und Fenster aus Holz, Aluminium, Kunststoff und Glas. Komplettiert wird das Angebot durch Schlösser und Beschläge sowie Einbruchschutzanlagen, Türantriebstechnik und Zutrittssysteme.

Die Halle B5 präsentiert wie gewohnt das umfangreiche Angebot der Holzindustrie. Hier geht es vor allem um konstruktiven Holzbau ebenso wie um Holzfertigbau, Innenausbau, Holzwerkstoffe, Treppen und Furniere.

Die Bauchemie belegt wie bereits zur „Bau“ 2019 exklusiv eine komplette Halle, die B6. Hier zeigen führende Hersteller, wie und wo ihr umfangreiches Sortiment zum Einsatz kommt: Putze, Lacke, Farben, Klebstoffe, Wärme-, Kälte-, Brand- und Schallschutz, Isolier- und Dämmstoffe sowie Abdichtungen.

Dann gibt es natürlich noch die C-Spange:

Die Themen Licht in Kombination mit Smart Building wurden 2019 neu eingeführt – und waren gleich ein voller Erfolg. Auch 2021 verbindet die Halle C2 wieder das Thema Licht mit dem Thema Smart Building/Gebäudeautomation. Im Bereich Licht geht es um Lichtlenkung, Lichtsteuerung, Lichtkonzepte, Tageslicht versus Kunstlicht. Aussteller der Gebäudeautomation und -Steuerung werden hier zusammengeführt und bilden ein Bindeglied zu bereits bestehenden Bereichen wie Fassadensystemen, Fenster und Türen oder Energietechnik.

Die Aussteller der Glasindustrie rückten 2019 von der Halle C2 in die Halle C3. Dabei bleibt es. Führende Unternehmen der internationalen Glas- und Glasfassadenindustrie zeigen die neuesten Entwicklungen und Produkte in den Bereichen Glas und Glas-Architektur.

Die bei den Besuchern äußerst beliebten Bauwerkzeuge haben in Halle C6 wieder einen Bereich für sich. Der Treffpunkt Handwerk, wo es spezielle praxisorientierte Vorführungen und Vorträge für das ausführende Gewerbe gibt, fügt sich perfekt in dieses Umfeld ein.

Die „Bau-IT“, neben der neuen „Digitalbau“, die vom 11. bis 13. Februar 2020 in Köln ihre Premiere feierte, die größte Schau dieser Art in Europa, behält ihren Platz und belegt wie 2019 eine komplette Halle, die C5. Besucher finden hier IT-Lösungen aller Art aus den Bereichen Ausschreibung und Vergabe, Abrechnung, Projektplanung, Messtechnik, Projekt-management und Controlling. Auch das „Digital Village“ ist in der C5 angesiedelt. Start-ups, Softwareanbieter und Unternehmen der Bauindustrie präsentieren hier Konzepte und Ideen für das digitale Planen und Bauen der Zukunft.

„Investieren in die Zukunft“, lautet das Motto in der kleineren Halle B0. Dort findet man unter anderem Ansprechpartner aus Hochschulen sowie Instituten und Verbänden der Bauwirtschaft. Im Forum der Halle B0 stehen die Themen Forschung und Förderung am Bau im Vordergrund. Dazu gibt es eine eigene Vortragsreihe rund um das Thema Bauen im Bestand. Das Angebot in dieser Halle richtet sich in erster Linie an Young Professionals zwischen 25 und 35 Jahren, die bereits erste Berufserfahrungen gesammelt haben und den nächsten Schritt machen wollen.

„Euroshop“ 2020

2.300 Aussteller zeigten ihre große Innovationskraft

Nach fünf erfolgreichen Tagen ging gestern die weltweit führende Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, die „Euroshop“ 2020, zu Ende: Die rund 2.300 Aussteller aus 57 Nationen berichten von sehr guten Kontakten und Geschäftsabschlüssen. Zudem ist mit einem lebhaften Nachmessegeschäft zu rechnen. 94.000 Besucher kamen an den Rhein, um sich über das in 16 Messehallen gezeigte Spektrum an Produkten, Trends und Konzepten für den Handel und seine Partner zu informieren. Das sind allerdings 19.000 weniger Gäste als zur Rekordveranstaltung 2017. Als Grund dafür wird das Coronavirus vermutet.

„Wir sind sehr erfreut, dass die ,Euroshop‘ einmal mehr unter Beweis stellen konnte, dass sie die wichtigste Plattform für die globale Retail-Szene in Sachen Trends, Inspiration und Networking ist. Ein dickes Lob gebührt unseren Ausstellern für ihre Loyalität. Sie waren mit ihrer Innovationskraft wieder einmal der Magnet für eine ganze Branche“, zeigt sich Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, sehr zufrieden mit dem Verlauf der Messe, in dessen Mittelpunkt die Themen Digitalisierung, Emotionalisierung und Nachhaltigkeit standen.

Die Aussteller lobten vor allem die hohe Internationaliät der „Euroshop“. Rund 70 Prozent des Publikums reiste in diesem Jahr aus dem Ausland an. Große Delegationen kamen zum Beispiel aus Brasilien, Australien und Neuseeland. Insgesamt konnte mit 142 Ländern auf Besucherseite die Anzahl der vertretenen Nationen im Vergleich zur Vorveranstaltung in 2017 noch einmal gesteigert werden.

„Der Erfolg des Online-Handels spornt die Händler geradezu an: Sie haben erkannt, dass sie den Kunden über das Sortiment hinaus Gründe geben müssen, in den Laden zu kommen. Durch den Wettbewerb wurde der gesamte Einzelhandel in seinem Niveau nach oben gedrückt. Es wird in Ladenbau investiert in die Schaffung von Erlebniswelten“, erläutert Michael Gerling, Vorsitzender des „Euroshop“-Beirats und Geschäftsführer des EHI Retail Institute Köln, und ergänzt: „Darüber hinaus boomt die Digitalisierung im Handel. Sie ermöglicht es dem Händler einerseits, dem Kunden noch mehr Services anzubieten sowie On- und Offlinekanäle miteinander zu verknüpfen, andererseits vereinfacht sie Prozessabläufe, Logistik und vieles mehr.“

Die nächste „Euroshop“ findet vom 26. Februar bis zum 02. März im Jahr 2023 in Düsseldorf statt. Die Redaktion der „möbelfertigung“ war für Sie auf der Messe unterwegs, den Bericht lesen Sie in der kommenden Ausgabe. Begleitend zu dieser Meldung finden Sie eine Bildergalerie mit einigen Eindrücke der Messe.

Welt-Roboterverband IFR

Das sind die Roboter-Top-Trends 2020

Von 2020 bis 2022 werden rund zwei Millionen neue Industrie-Roboter in den Fabriken weltweit installiert – so die Prognose des IFR-Statistikdepartments. Neue Technologietrends machen es Unternehmen möglich, auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren. Welche Top-Trends innovative Entwicklungen vorantreiben berichtet die International Federation of Robotics in einem Überblick.

„Intelligente Robotik und Automation sind wichtig, um mit neuen Verbrauchertrends, steigender Nachfrage nach Produktvielfalt oder Herausforderungen durch Handelsbarrieren umzugehen“, sagt Dr. Susanne Bieller, Generalsekretärin des IFR. „Neue technologische Lösungen ebnen dabei den Weg für mehr Flexibilität in der Produktion“.

Top-Treiber für den Einsatz von Industrie-Robotern sind: Vereinfachte Bedienbarkeit, die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sowie Digitalisierung.

Die Programmierung und Installation von Robotern wird deutlich vereinfacht. Wie das in der Praxis aussieht: Digitale Sensoren in Verbindung mit intelligenter Software ermöglichen direkte Lehrmethoden – etwa in Form von „Programmierung durch Demonstration“. Die Aufgabe, die der Roboterarm ausführen soll, wird dabei zunächst von einem Menschen ausgeführt: Er nimmt den Roboterarm buchstäblich an die Hand und zeigt den gewünschten Bewegungsablauf. Die dabei aufgezeichneten Daten werden anschließend von der Software in das digitale Programm des Roboterarms umgewandelt. Zukünftig werden automatische Lernprogramme Roboter dazu anleiten, ihre Bewegungen mit Versuch-und-Irrtum-Methoden zu optimieren und mit Videodemonstrationen zu arbeiten.

Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ist ein weiterer wichtiger Trend in der Robotik. Durch die Fähigkeit, mit Menschen zusammenzuarbeiten, sind moderne Robotersysteme in der Lage, sich an eine schnell verändernde Umgebung anzupassen. Die Palette der kollaborativen Anwendungen, die von den Roboterherstellern angeboten wird, erweitert sich ständig. Gegenwärtig sind Anwendungen mit einem gemeinsamen Arbeitsraum (Shared Workspace) am häufigsten, bei denen Mensch und Maschine die Aufgaben nacheinander schrittweise erledigen – also sequenziell.

Anwendungen, bei denen Mensch und Roboter gleichzeitig am selben Teil arbeiten, sind im Vergleich dazu deutlich anspruchsvoller. Forschung und Entwicklung (F&E) konzentrieren sich derzeit auf Methoden, die es den Robotern ermöglichen, am Arbeitsplatz mit dem Menschen in Echtzeit zu reagieren. So wie zwei Menschen in der Fabrik zusammenarbeiten würden, wollen die F&E-Teams, dass der Roboter seine Bewegungen an die Umgebung anpassen kann, um eine wirklich reaktionsfähige Zusammenarbeit zu gewährleisten. Bei diesen Lösungen wird beispielsweise berücksichtigt, die menschliche Stimme oder Gestik zu erkennen. Mit der Technologie von heute bietet die Mensch-Roboter-Kooperation bereits ein enormes Potenzial für Unternehmen aller Größen und Branchen. Investitionen in kollaborative Systeme werden die traditionellen Industrie-Roboter ergänzen.

Industrieroboter sind die zentralen Komponenten der digitalen und vernetzten Produktion, wie sie in der Industrie 4.0 eingesetzt werden. Umso wichtiger ist es, dass sie miteinander kommunizieren können – unabhängig vom Hersteller. Die so genannte „OPC Robotics Companion Specification“, die von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des VDMA und der Open-Platform-Communications-Foundation (OPC) entwickelt wurde, definiert eine standardisierte generische Schnittstelle für Industrieroboter und ermöglicht die Anbindung von Industrierobotern an das Industrial Internet of Things (IIoT). Die digitale Konnektivität von Robotern, beispielsweise mit der Cloud-Technologie, ist auch ein Treiber für neue Geschäftsmodelle: Roboterleasing – genannt Robots-as-a-Service – hat beispielsweise Vorteile, die besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) attraktiv sein könnten: keine Kapitalbindung, fixe laufende Kosten, automatische Upgrades und kein Bedarf an qualifiziertem Personal für die Roboter.

„German Design Award“ 2020 für Schraube „Power-Fast II“

Als Gewinnerin in der Kategorie „Building and Elements“ erhielt die Power-Fast II des Befestigungsspezialisten Fischer den „German Design Award“ 2020. Dies bestätigt den hohen Innovationsgrad der neuen Spanplattenschraube, die technologisches Know-how mit hoher Designqualität vereint.

„Wir freuen uns, dass unsere Schraube „Power-Fast II“ bereits zu ihrer Markteinführung Anfang 2020 mit dem ,German Design Award‘ ausgezeichnet wurde“, betont Michael Geiszbühl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Befestigungssysteme bei der Unternehmensgruppe Fischer.

In der Jurybegründung wurde insbesondere die universelle Anwendbarkeit und Leistungskraft der „Power-Fast II“ hervorgehoben. Darin heißt es: „Die Schraube ist für praktisch alle Arten von Holz- und Holzwerkstoffen geeignet und sorgt hier für stabile Verbindungen.“ So gewährleistet die „Power-Fast II“ hohe Tragfähigkeit in Nadel- und Hartholz sowie Spanplatten als auch bei kleinen Rand- und Achsabständen. Eingesetzt werden kann sie auch mit geprüften Lasten im Dübel und mit Metallbeschlägen. Weiterhin beschleunigt und vereinfacht die Schraube mit ihrem schnellen Biss und geringem Einschraubwiderstand die Montage und ist zugleich hochpräzise sowie sicher in der Anwendung. Ermöglicht wird dies durch die besondere Geometrie der „Power-Fast II“. „Die Schraube ist durchdacht bis in die Spitze“, heißt es daher in ihrer Jurybeschreibung.

Auch unter Designaspekten erfüllt die „Power-Fast II“ hohe Ansprüche. So vermeidet die Schraube, dass die Oberflächen auf-reißen und wertet dadurch ihre Optik und Haptik auf. Sie ist mit breitem Produktprogramm galvanisch-verzinkt und blau passiviert erhältlich. Material und Beschichtung enthalten keine Chrom-VI-Anteile und schonen somit die Umwelt im Vergleich zu Alternativlösungen. Ihre Beschaffenheit ist auch unter praktischen Gesichtspunkten von Vorteil: So vermindert die Hoch-leistungs-Wachsbeschichtung das Einschraubdrehmoment.

Auszubildende wieder mit Prüfungs-Bestnoten

Drei von vier Remmers-Auszubildenden übersprangen die Hürde der Abschlussprüfungen mit den Bestnoten „sehr gut“ beziehungsweise „gut“ und waren damit deutlich besser als der IHK-Durchschnitt. Chemielaborant Thomas Hinkamp wurde sogar zum Gruppenbesten in seinem Berufsgang gekürt.

Remmers gehört traditionell zu den besten Ausbildungsbetrieben im Nordwesten und betreibt seit Jahren hochqualifizierte Nachwuchsförderung.

In einer Feierstunde im Remmers-Forum wurden jetzt die Chemielaboranten und Industriekaufleute geehrt. Zu diesem Anlass waren neben dem Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd-Dieter Sieverding auch Personalchef Jürgen Jahn und die Ausbildungsleiterin Doris Wolke sowie die Ausbilder Andreas Tewes (Chemielaboranten) und Annika Thomes (Industriekaufleute) erschienen.

Die Bestnoten-Quote der Auszubildenden wurde nur noch durch die Übernahme-Quote bei Remmers übertroffen: Bis auf eine Nachwuchskraft, die aus persönlichen Gründen Niedersachsen verlässt, bleiben alle anderen dem Unternehmen erhalten – entweder in einer der vielen Unternehmensabteilungen oder als Teilnehmer eines dualen Studiums.

„Diese Entwicklung zeigt, dass man sehr wohl erfolgreich auf den unbestreitbaren Fachkräftemangel reagieren kann. Mit unserem Konzept der Nachwuchsförderung machen wir nicht nur die Ausbildung attraktiv, sondern bieten hervorragende mittel- und langfristige Berufsperspektiven.“ betonte Gerd-Dieter Sieverding. „Dass wir von Unternehmensseite hier zu fünft stehen unterstreicht die hohe Bedeutung die wir der Förderung unserer jungen Kolleginnen und Kollegen beimessen.“

Im vergangenen Jahr wurde das familiengeführte Unternehmen vom unabhängigen Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Zeitschrift „Focus-Money“ als deutschlandweit bester Ausbildungsbetrieb in der Chemieindustrie ausgezeichnet.

Zweites Leuchtturm-Projekt im Bereich „Green Technology“

Der Krefelder Maschinenbauer Siempelkamp konnte einen weiteren Erfolg in Sachen „Green Technology“ verbuchen: Das ägyptische Unternehmen Wood Technology Co. (Wotech) platzierte im Dezember ein Projekt bei Siempelkamp. Repräsentanten beider Unternehmen unterzeichneten den Vertrag über eine MDF-Anlage mit einer Jahres-Produktionskapazität von 205.000 Kubikmeter, die die Einjahrespflanze Reisstroh als Rohstoff verarbeitet.

Wotech positioniert sich mit dieser Anlage in den Bereichen Umweltschutz und Ressourceneffizienz, denn die wertschöpfende Nutzung von Reisstroh erschließt neue Perspektiven für einen Rohstoff, der ansonsten als Abfallprodukt verbrannt würde. Das Konzept ist zudem attraktiv für Länder wie Ägypten, die nicht über genügend Holzaufkommen verfügen, die für eine industrielle Verwendung nötig wären.

„Wir verfolgen die Erforschung des Rohstoffes und die Entwicklung einer marktreifen Anlage zur Verarbeitung von Reisstroh bereits seit vielen Jahren. Insofern freuen wir uns über den Auftrag unseres ägyptischen Partners, der mit uns neue Wege der nachhaltigen Holzwerkstoffproduktion beschreitet“, so Jürgen Philipps, Managing Director Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH. Wotech ist nach der kalifornischen CalAg, LLC, der zweite Auftraggeber, der eine MDF-Anlage auf Reisstrohbasis bei Siempelkamp nachfragt.

Die Expertise des Unternehmens mit Stammsitz in Krefeld wird durch diese Nachfrage einmal mehr bestätigt. Im Bereich der Produktion – zum Beispiel Streumaschinen, Form- und Pressenstraße – ist der Produktionsprozess mit dem der MDF-Produktion vergleichbar. Das green-end hingegen, die Strohaufbereitung, erfordert spezifische Anpassungen, die Siempelkamp zur Marktreife geführt hat. „Im Produktionsprozess wurden unter anderem die Aufbereitung, das Handling und die Verarbeitung des Reisstrohs neu entwickelt“, erläutert Jochen Dauter, Sales Director Siempelkamp.

Der Vertragswert für das neue Projekt markiert den drittgrößten Einzelauftrag, der je bei Siempelkamp platziert wurde. Das Unternehmen Wotech, gegründet für dieses Projekt von Unternehmen der ägyptischen Öl- und Gasindustrie, die zum Erdöl-Ministerium des Landes gehören, erfährt auch auf politischer Ebene positive Resonanz. Die neue Anlage gilt als fundamentaler Beitrag zur Unterstützung der staatlichen Bemühungen in Ägypten, eine umweltfreundliche, CO2-reduzierende und nachhaltige Nutzung von Reisstroh zu realisieren. Zudem werden Arbeitsplätze im Bereich der MDF-Produktion und Möbelindustrie geschaffen.

„Euroshop“ 2020

Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Auf der alle drei Jahre stattfindenden „Euroshop“, dominierten diesmal ganz klar zwei Themen: Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Während auf der letzten Veranstaltung noch viele Prototypen oder Produkte vorgestellt wurden, die Zukunftsmusik spielten, sind High-Tech-Lösungen jetzt im Handel angekommen. Dazu zählen Leitsysteme für den POS, genauso wie Tracking-Lösungen oder Check-out-Ideen, um die Warteschlangen an den Kassen zu minimieren.  „Für den stationären Handel wird es immer wichtiger, zu wissen was der Kunde im Laden macht. Denn der Onlinehandel hat in der Kenntnis von Kundendaten einen Vorsprung“, so EHI-Experte Marco Arzberger, der gemeinsam mit Axis eine weltweite Retailstudie vorstellte. Danach gibt es zwar Unterschiede im Kaufverhalten zwischen Paris, Shanghai und New York und auch das Bezahlverhalten divergiert, allerdings spielt der Komfort in allen Ländern eine wichtige Rolle, oftmals eine wichtigere als der Preis. Preiswürdigkeit sei in Deutschland ein Hygienefaktor geworden.

Licht und Bildschirme lassen sich immer individueller steuern, sodass Frequenzen gelenkt werden können. So kann auch die Atmosphäre im Raum, je nachdem wer ihn betritt, entsprechend angepasst werden. Ein Check-in-Terminal, bei dem sich der Kunde inspirieren lassen kann und der die Augenbewegungen misst, macht es möglich.

Neben den digitalen Optionen gehört Nachhaltigkeit zu den Wachstumsthemen und das nicht nur bei Schaufensterpuppen aus recyceltem Plastik, sondern auch im Ladenbau durch den Einsatz von Verbundmaterialien aus wiederverwendeten Stoffresten. Urban Gardening bleibt ebenso ein starker Trend wie Fast Flooring, also Böden, die ohne Kleber auf jedem Untergrund schnell verlegt werden können.

Leichter Auftragsrückgang beim verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2019

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2019 saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vormonat. Dabei gingen die nicht erledigten Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum November 2019 um 0,1 Prozent zurück, der Bestand an Auslandsaufträgen verringerte sich um 0,3 Prozent. Der Auftragsbestand umfasst die Summe der Auftragseingänge am Ende des Berichtsmonats, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Umsätzen geführt haben und die nicht storniert wurden.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragsbestand im Dezember 2019 um 0,4 Prozent höher als im November 2019. Bei den Herstellern von Investitionsgütern ging er um 0,4 Prozent zurück. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand um 0,7 Prozent höher als im November 2019.

Die Reichweite des Auftragsbestands betrug im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2019 5,7 Monate. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandene Nachfrage abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz pro Monat im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag die Reichweite des Auftragsbestands im Dezember 2019 bei 2,9 Monaten (November 2019: 2,8 Monate). Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug sie 7,9 Monate (November 2019: 7,8 Monate) und im Bereich der Konsumgüter wie im Vormonat 2,1 Monate.