Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Bosch Gruppe

Gibt sich Leitlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz

Bosch setzt der künstlichen Intelligenz (KI) ethische Grenzen. Das Unternehmen hat sich für den Einsatz von KI in seinen intelligenten Produkten jetzt Leitlinien gegeben. Die Maxime des KI-Kodex von Bosch lautet: Der Mensch soll bei allen Entscheidungen der KI die Kontrollinstanz sein. „Künstliche Intelligenz soll den Menschen dienen. Mit dem KI-Kodex geben wir unseren Mitarbeitern klare Leitlinien für die Entwicklung von intelligenten Produkten an die Hand“, sagte Bosch-CEO Volkmar Denner zum Auftakt des diesjährigen IoT-Branchentreffens „Bosch Connected World“ (BCW) in Berlin. „Unser Ziel ist, dass die Menschen unseren KI-Produkten vertrauen.“

KI ist für Bosch eine Schlüsseltechnologie. Ab 2025 sollen alle Bosch-Produkte über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Das Unternehmen hat den Anspruch, dass seine KI-Produkte sicher, robust und nachvollziehbar sind. „Wenn KI für den Menschen keine Blackbox ist, entsteht Vertrauen, das in einer vernetzten Welt zum wesentlichen Qualitätsmerkmal wird“, sagte Michael Bolle, CDO und CTO von Bosch. Anspruch von Bosch ist es, vertrauenswürdige KI-Produkte herzustellen. Der Kodex basiert auf dem Bosch-Leitmotiv „Technik fürs Leben“, das Innovationsstreben mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Innerhalb der kommenden zwei Jahre will Bosch 20 000 Mitarbeiter fit für den Umgang mit KI machen. Das Programm schließt den KI-Kodex für den verantwortungsvollen Einsatz der Technologie ein.

Künstliche Intelligenz ist weltweit ein Motor für Fortschritt und Wachstum. So erwartet zum Beispiel die Beratungsgesellschaft PwC bis 2030 in China eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts durch KI um 26 Prozent, in Nordamerika um 14 Prozent und in Europa um rund zehn Prozent. Ob in der Mobilität, in der Medizin oder in der Landwirtschaft – in fast allen Bereichen des Lebens kann die Technologie helfen, Herausforderungen wie beispielsweise den Klimaschutz zu meistern und Ergebnisse zu optimieren. Dafür werden große Mengen an Daten ausgewertet, Algorithmen ziehen Schlüsse daraus und sind in der Lage, Entscheidungen zu treffen. Bosch stellt sich schon vor Einführung eines bindenden EU-Standards bewusst den ethischen Fragen, die der Einsatz der neuen Technologie aufwirft. Werte, wie sie in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ festgehalten sind, bilden dafür das moralische Fundament.

Gemäß dem KI-Kodex von Bosch soll künstliche Intelligenz nicht ohne menschliche Kontrollinstanz über Menschen entscheiden. Vielmehr soll sie den Menschen als Werkzeug dienen. Drei Szenarien sind dabei möglich. Ihr gemeinsamer Nenner: Der Mensch soll bei den Entscheidungen der von Bosch entwickelten KI-Produkte die Kontrolle behalten. Im ersten Szenario ist künstliche Intelligenz reines Hilfsmittel – etwa bei entscheidungsunterstützenden Anwendungen, bei denen der Mensch bei der Klassifikation von Gegenständen oder Lebewesen unterstützt wird (Human-in-command). Im zweiten Szenario trifft ein intelligentes System selbst Entscheidungen, die der Mensch aber jederzeit übersteuern kann (Human-in-the-loop). Ein Beispiel dafür ist das teilautomatisierte Fahren: In die Entscheidung eines Einparkassistenten etwa kann der Mensch direkt eingreifen. Im dritten Szenario, beispielsweise bei einem Notbremsassistenten, legen Experten während der Entwicklung des intelligenten Produkts bestimmte Parameter als Grundlage für die Entscheidung der KI fest, in die Entscheidung selbst können sie nicht eingreifen. Im Nachhinein überprüft der Entwickler, ob sich die Maschine an die vom Menschen gegebenen Vorgaben gehalten hat. Falls nötig, kann er die Parameter verändern (Human-on-the-loop).

Auf einen Blick: Die Leitlinien des KI-Kodex von Bosch

·         Jedes KI-Produkt von Bosch soll unserem Leitmotiv Technik fürs Leben, das Innovationsstreben mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet, entsprechen.

·         KI soll nicht ohne eine menschliche Kontrollinstanz über den Menschen entscheiden, sondern dem Menschen als Werkzeug dienen.

·         Wir wollen sichere, robuste und nachvollziehbare KI-Produkte entwickeln.

·         Vertrauen gehört zu den Grundwerten unseres Unternehmens. Wir haben den Anspruch, vertrauenswürdige KI-Produkte zu entwickeln.

·         Bei der Entwicklung von KI-Produkten beachten wir rechtliche Vorgaben und orientieren uns an ethischen Grundsätzen.

Starkes Wachstum durch KI-Anwendungen erwartet

Mit einem enormen Wirtschaftspotenzial machen Technologien und Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) auf sich aufmerksam. Wird KI flächendeckend eingesetzt, ist ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von über 13 Prozent bis 2025 (im Vergleich zu 2019) realistisch. Das entspricht einem Gesamtpotenzial von ca. 488 Mrd. Euro. Zu dieser Erkenntnis kommt eine gemeinsame Studie von Eco – Verband der internetwirtschaft und Arthur D. Little, unterstützt vom Vodafone Institut, die erstmals anhand von 150 Use Cases untersucht hat, welche Effekte konkret für Unternehmen in Deutschland durch KI zu erwarten sind.

„Wir beobachten, dass Unternehmen in Deutschland KI Technologien bislang noch sehr zaghaft nutzen. Ein längeres Zögern und Hadern beim Einsatz von KI in den jeweiligen Unternehmensprozessen kann sich der Wirtschaftsstandort Deutschland aber nicht länger leisten“, erklärt Eco Vorstandsvorsitzender Oliver J. Süme. „Im internationalen Wettbewerb müssen wir jetzt mit Offenheit und Experimentierfreude sowohl seitens der Internetwirtschaft als auch der Anwenderindustrien voranschreiten und KI in unseren Schlüsselbranchen der Wirtschaft implementieren. Nur so werden wir von diesem Technologieeinsatz schnellstmöglich profitieren und durch unsere Erfahrungen hieraus neue Geschäftsmodelle generieren.“

Am meisten würden laut der Studie die Branchen Handel & Konsum sowie Energie, Umwelt & Chemie mit je knapp unter 100 Mrd. Euro von den Anwendungen profitieren. Außerdem werden für Industrie 4.0 besonders große Chancen gesehen.

Die Studie können Sie sich hier ansehen.

Sagt Teilnahme an „Light + Building“ ab

Signify, ehemals Philips Lighting, hat sich dazu entschieden, nicht an der „Light + Building“ (8.-13.3.) teilzunehmen. Der Branchenleader begründet seine Absage aufgrund der Gesundheitsrisiken durch das Coronavirus (Covid-19). Eine brisante Entscheidung ist für die Messe Frankfurt, da Signify im Forum Besuchermagnet ist und eine große Präsenz zeigt.

„Obwohl wir uns sehr darauf gefreut haben, unsere Kunden zu treffen und unsere neuesten Innovationen auf der ,Light + Building‘ zu präsentieren, möchten wir dazu beitragen, das Risiko einer weiteren Verbreitung des Virus einzudämmen“, so Eric Rondolat, CEO von Signify. „Die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner ist und bleibt unsere oberste Priorität.“

Bleibt abzuwarten, wie weitere Unternehmen der Branche reagieren werden. Am Wochenende wurde bekannt, dass in Italien die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus auf 150 gestiegen ist.

Mehr Naturstein = mehr Nachhaltigkeit

Mit den zwei Schwerpunkten „Nachhaltigkeit“ und „Design“ setzt die „Stone+tec“ 2020 neue Impulse für die europäischen Stein-Verarbeiter vom Steinmetz bis zum Industriebetrieb. Die internationale Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie findet vom 17. bis 20. Juni 2020 in Nürnberg statt. Neue und erweiterte Sonderschauen zu heimischen Natursteinen und Design sowie ein umfassendes Angebot aus Material, Maschinen und Werkzeug, Grabmal und Zubehör zeichnen das Top-Treffen der Branche aus. Im erstmals ausgelobten Design-Wettbewerb „Stone for Future“ werden Entwürfe für funktionale Naturstein-Produkte prämiert und die Gewinner eigens für die „Stone+tec“ produziert.

Nachhaltigkeit gilt als prägendes Thema der neuen Dekade. Für das Material Stein sind dies beste Aussichten: Als Baustoff, der in der Natur bereits in fertiger Form zur Verfügung steht, erfüllt Stein optimal die Anforderungen an nachhaltige Baumaterialien. Gewinnung und Weiterverarbeitung verbrauchen deutlich weniger Energie, als bei Beton, Glas oder Keramik. Reiner Krug, Geschäftsführer des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV) betont: „Nachhaltig, authentisch, regional verwurzelt: Naturstein ist die Antwort auf aktuelle Megatrends in Gestaltung, Bau und Inneneinrichtung! Von diesem Momentum kann die ganze Branche profitieren.“ Das Messeangebot und das Fachprogramm der „Stone+tec“ gibt der Branche die richtigen Werkzeuge an die Hand, um erfolgreich neue Wege mit dem Material Stein zu gehen.

Heimische, europäische Steine bieten für Bau, Innenarchitektur, Garten- und Landschaftsgestaltung sowie Grabmal die beste Nachhaltigkeitsbilanz. Aus dieser Überzeugung heraus startete die „Stone+tec“ in Kooperation mit DNV, BIV (Bundesverband deutscher Steinmetze) und der Zeitschrift Naturstein bereits 2018 die Sonderschau „Unser Naturstein – gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft“. 2020 zeigen auf der Sonderschau rund 15 Steinbrüche und Natursteinanbieter mit Schwerpunkt DACH-Region ihre Materialien in Rohplatten und bearbeiteten Objekten in Halle 9 der Fachmesse.

Designer und Innenarchitekten wählen immer häufiger Naturstein als Material für einzigartige, langlebige und funktionale Entwürfe. 2020 widmet sich die „Stone+tec“ erstmals in einer Sonderschau dem Thema Naturstein-Design. Besucher erleben hier Marken wie Favius oder Sigur, die aus Marmor, Granit, Sandstein und Co., funktionale, markttaugliche Alltagsgegenstände kreieren. Die Sonderschau bietet Inspiration für Designer und Steinmetzbetriebe gleichermaßen. Produktdesign ist gemessen am Materialeinsatz ein margenstarker Markt, nutzwertige Alltagsgegenstände sprechen zudem neue Zielgruppen an und machen sie mit dem Material Stein vertraut. Das Motto der Sonderschau, „Stone for Future“, unterstreicht den Imagegewinn durch Design.

Erstmals in der deutschsprachigen Natursteinbranche lobt die NürnbergMesse zudem einen Designwettbewerb für Naturstein-Objekte aus, die mittels CNC-Technik produziert werden. Zugelassen sind Projekte in den vier Kategorien Badgestaltung, Stadtmöbel und Gartengestaltungselemente, Accessoires für Innenräume sowie Sakralarchitektur. Berechtigt zur Teilnahme sind Steinmetzgesellen, Naturwerksteinmechaniker, Steintechniker, Steinmetz- und Steinbildhauermeister sowie Meisterbetriebe und Naturwerkstein-Fachbetriebe in Deutschland und Österreich. Die erstplatzierten Projekte der vier Kategorien werden vor Messebeginn auf CNC-Maschinen von Kooperationspartnern in Naturstein ausgeführt und auf der Design-Sonderschau der „Stone+tec“ 2020 präsentiert. Die Einreichungsfrist läuft bis 12. April 2020. Kooperationspartner sind BIV und DNV. Alle Informationen und Teilnahmeunterlagen zum Wettbewerb „Stone for Future“ gibt es unter www.stone-tec.com/stone-for-future.

Auch in weiteren Wettbewerben und Sonderschauen zeigt sich auf der Messe das Können der Branche. So ruft der BIV erneut den Nachwuchswettbewerb für alle Auszubildende, Junggesellen und Meisterschüler aus. Unter dem Motto „Die Vielfalt des S(t)eins“ erarbeiten die jungen Steinmetze auf dem überdachten Messevorplatz drei Tage lang ein freies Objekt. Nach dem Juryrundgang am dritten Messetag winken bei der Prämierung abends attraktive Geld- und Sachpreise. Die Anmeldung läuft bis zum 30. April 2020.

Bereits am ersten Messetag verleiht der DNV in Kooperation mit dem Bund deutscher Architekten und der NürnbergMesse den renommierten Deutschen Naturstein Preis für Architekten und Landschaftsgestalter. Die Einreichungsphase hierfür ist bereits beendet. Neben gestalterischen Themen kommen auch Praxistipps für den Arbeitsalltag auf der „Stone+tec“ nicht zu kurz: Die dezentrale Sonderschau „Technik“ nimmt 2020 Maschinen und Werkzeuge speziell für die Bearbeitung von Großkeramik in den Blick. Live-Vorführungen zum Kleben, Pflegen und Dichten von Naturstein, Quarzkomposit und Keramik bietet der Bauchemie Partnerworkshop auf der „Stone+tec“. Auch das Thema Grabmal und Friedhof soll auf der Messe nicht zu kurz kommen. Steinmetze dürfen hierzu viel Inspiration und starke Argumente erwarten.

Die „Stone+tec“ 2020 fokussiert auf Zukunftsideen für ein traditionsreiches Handwerk und richtet sich an alle Stein-Bearbeiter aus Denkmal, Bau, Friedhof und Gestaltung. Weitere Informationen unter www.stone-tec.com.

Vorstandsmitglied Dr. Michael Schlipf feierte 65. Geburtstag

Dr. Michael Schlipf, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Fachgruppe Fluoropolymergroup des Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. feierte am 18. Februar 2020 seinen 65. Geburtstag. Seit mehreren Jahren ist der Geschäftsführende Gesellschafter aus Burgkirchen fester Bestandteil des pro-K und genießt eine hohe Reputation in der gesamten Kunststoffbranche.

Bereits seit 1985 ist der promovierte Chemiker in der Welt der Fluorpolymere unterwegs. Während seiner Arbeit in den Bereichen Forschung, Anwendungsentwicklung und Marketing, sammelte Dr. Michael Schlipf umfangreiche Erfahrungen bei der Herstellung und Verarbeitung von Fluorpolymeren.

Als Experte auf dem Gebiet der Fluorpolymere gründete Schlipf 2012 sein eigenes Unternehmen im Bereich Fluorpolymer-Engineering mit den Schwerpunkten Produktneuentwicklung, Projektmanagement und Aus-/Weiterbildung. Er ist Gastdozent an der Hochschule Aalen und unterrichtet zu verschiedenen Themenbereichen in „Kunststoffe im Maschinen- und Leichtbau“. Seit mehreren Jahren ist er Mitglied des Pro-K Vorstandes und hat maßgeblich dabei mitgewirkt, dass die Verarbeiter und Hersteller von Fluorpolymeren im Pro-K organisiert sind. Schlipf hat seitdem den Vorsitz der Fluoropolymergroup inne.

„Drupa“ 2020

Mit neuer Sonderschau für den digitalen Textildruck

Zur „Drupa“ 2020 im Juni feiert mit dem „Touchpoint Textile“ in Halle 4 eine neue Sonderschau für Anwendungen im Bereich des digitalen Textildrucks Premiere. Die Textilindustrie eröffnet Querschnittstechnologien für zahlreiche Branchen – der „Touchpoint Textile“ bringt diese Unternehmen zusammen, bietet Raum für branchenübergreifende Zusammenarbeit, neue Projekte sowie Produkt- und Fertigungsideen, die in einer Micro Factory vor Ort anschaulich realisiert werden.

Als Weltleitmesse für Printing Technologies trägt die „Drupa“ mit dem neuen Forum der zunehmenden Bedeutung des digitalen Textildrucks Rechnung und unterstreicht ihren Stellenwert als Impulsgeber und Motor für neue Geschäftsfelder innerhalb der Printbranche. Die Sonderschau repräsentiert außerdem die zunehmende Etablierung der Messe in neuen Märkten, die neben Textildruck Bereiche wie Verpackungsproduktion, Großformat oder Industrie- und Funktionsdruck umfassen. All diese Segmente durchlaufen dieselben Wandlungsprozesse und bieten enorme Wachstumspotenziale.

Die beiden Partner des „Touchpoint Textile“ sind Europas größtes Textilforschungszentrum, die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), sowie der Non-Profit-Verein ESMA (European Specialist Printing Manufacturers Association).

Gemeinsam mit branchenübergreifenden Industriepartnern realisiert das DITF auf der „Drupa“ eine Digital Textile Micro Factory und damit eine voll vernetzte, integrierte Prozesskette vom Kundenwunsch über das Design bis hin zur Veredelung. Diese zeigt neue Möglichkeiten der Digitalisierung und direkten Kundeneinbindung, etwa in Form von 3D-Bekleidungssimulationen mit unmittelbarer Datenübergabe in Virtual und Augmented Reality. Auch die Integration von digitalem Textildruck, Zuschnitt und Farbmanagement in einer vernetzten Konfektion wird vorgeführt – tagesaktuell an unterschiedlichen Produkten wie Fahnen, T-Shirts oder Taschen. Solche vernetzten Produktionsketten werden es der Textilindustrie ermöglichen, in Zukunft noch schneller und gezielter auf Kundenwünsche, auch bei geringen Auftragsmengen, und Trends zu reagieren. Als Treiber für den Erfolg gilt hierbei die Kombination aus Agilität, Kreativität, Flexibilität und Realisierung.

Partner und Sponsoren der Digital Textile Micro Factory sind Assyst (3D-Simulation digitaler Zwilling Bekleidung), Vuframe (VR/AR), Mitwill (Design- Netzwerk), Ergosoft und Caddon (RIP und Farbmanagement), HP und Multiplot (großformatiger Textildruck), Zünd (digitaler Zuschnitt), Juki (Konfektion und Workflow), Dommer, Berger textiles und Kaspar (Sponsoren). Konzeptionell wichtiger Partner ist auch die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, die damit gleichzeitig den Auftrag annimmt, neue Themen in ihre Lehre zu integrieren und Mitarbeiter von morgen auf neue Herausforderungen vorzubereiten.

Der ESMA verantwortet das Vortragsprogramm und lädt Referenten aus Forschung, Entwicklung und Industrie dazu ein, Fragen nach Druck- und Veredelungstechologien, Arbeitsabläufen, Marktentwicklungen oder Nachhaltigkeit zu thematisieren. „Der Textildruck expandiert immer schneller mit neuen Entwicklungen im Druckprozess. Sowohl digitale als auch klassische Technologien können hier mitwirken,“ so ESMA-Geschäftsführer Peter Buttiens. „Wir freuen uns, auf dem ,Touchpoint Textile‘ während der ,Drupa‘ unsere Expertise und Kompetenz im Bereich textiler Applikationen den Besuchern näherzubringen.“

„Die weiter voranschreitende Digitalisierung und Querschnittstechnologien sind Treiber für Innovationen“, erklärt Sabine Geldermann, Director „Drupa“ und Global Head Print Technologies der Messe Düsseldorf. „Die ,Drupa‘ versteht sich als Motor und Impulsgeber für Veränderungen in unserer Branche und gestaltet diese mit. Uns ist es wichtig, alle relevanten Themen zu identifizieren und in den Foren zu integrieren. Das Wachstumspotential im Textildruck ist beeindruckend – vor diesem Hintergrund widmen wir diesem Anwendungsbereich ein eigenes Sonderforum.“ Auch über die Sonderschau „Touchpoint Textile“ hinaus wird der digitale Textildruck einen wichtigen Bestandteil des Ausstellerangebotes darstellen. Besuchern der Messe ist somit ein 360-Grad-Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends im Textildruck garantiert.

Interessierte Unternehmen können sich weiterhin in der Sonderschau mit Exponaten oder Vorträgen präsentieren. Ansprechpartnerin bei der Messe Düsseldorf ist Kerstin Houf (E-Mail HoufKe@messe-duesseldorf.de, Tel. +49 (0)211 4560 7268).

Auszeichnung für das „Würth24“-Konzept

Vor zwei Jahren eröffnete die Adolf Würth GmbH & Co. KG die erste 24h-Niederlassung in Vöhringen. Mittlerweile können Kunden in zwölf „Würth24“ Niederlassungen von Montag bis Samstag rund um die Uhr einkaufen. Diese Pionierleistung wurde nun bei den „Reta Awards“ 2020 gewürdigt. Schauplatz der Preisverleihung war Mitte Februar die Seifenfabrik Dr. Thompsons in Düsseldorf. Hier zeichnete das wissenschaftliche Institut des Handels EHI Retail Institute und das Fachmagazin „Lebensmittel Zeitung“ im Rahmen der Messe „Euroshop“ 2020 die besten Technologie-Lösungen im Handel aus.

Würth erhielt den Top Supplier Retail Award in der Kategorie Best Customer Experience. Diese Auszeichnung bekommen Händler, die zukunftsorientierte Methoden und Technologien eingeführt haben, um die Kundenloyalität und -zufriedenheit zu erhöhen. „,Würth24‘ ist das Paradebeispiel für zukunftsweisende und vor allem realisierbare Shop-Formate. Nach dem äußerst erfolgreichen Testlauf und den üblichen Feinjustierungen sind wir gerade mitten im nationalen Roll-out. Mit Wanzl haben wir hierfür den idealen Technologiepartner an unserer Seite“, freut sich Matthias Glaser, Leiter Niederlassungsexpansion bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Das Unternehmen Wanzl wurde als Technologiepartner der 24-Stunden-Niederlassungen ebenfalls ausgezeichnet.

„Würth24“ steht für Einkaufen rund um die Uhr von Montag bis Samstag auch außerhalb der gewohnten Öffnungszeiten. Zugang zur Niederlassung erhält der Kunde via QR-Code über die Würth App. Dank innovativster Technik erfolgt die Waren- und Auftragserfassung elektronisch. Tagsüber ist die Würth24 Niederlassung während den regulären Öffnungszeiten mit Mitarbeitern besetzt, die für eine kompetente Beratung zur Verfügung stehen. Die Verknüpfung von E-Commerce und stationärem Handel schafft mehr Freiraum und Sicherheit für die Kunden bei der Deckung ihres Sofortbedarfs.

Fast fünf Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2019

Und es geht noch weiter aufwärts: Im Vergleich zu 2018 kletterte der Nobilia-Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 4,9 Prozent auf 1,288 Milliarden Euro (2018: 1,228 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von 60,3 Millionen Euro. Das wurde heute auf der Bilanz-Pressekonferenz bekannt gegeben. Wachstumstreiber war vor allem das Geschäft mit Holzteilen. Dieses erreichte mit mehr als 7,53 Millionen Schränken und über 1,7 Millionen Arbeitsplatten eine neue Bestmarke. Die Jahresleistung belief sich im vergangenen Jahr auf über 753.000 Küchenkommissionen. Der Elektrogeräteabsatz konnte nicht mit dem Mengenwachstum der Typenproduktion mithalten. Somit stagnierte die Komplettvermarktungsquote.

Im Inland verzeichnet Nobilia im Geschäftsjahr 2019 ein Wachstum von 0,7 Prozent auf 646,7 Millionen Euro. Dieser Wert übertrifft den Vorjahresumsatz um 4,7 Millionen Euro. Rund 85 Prozent der Inlandsumsätze entfallen auf die Vertriebskanäle Einrichtungshäuser (43 %) und Küchenspezialisten (42 %). Dem gegenüber konnten im Vertriebskanal SB/Discount (9 %) keine Zuwächse verzeichnet werden. Zugenommen hat hingegen der Umsatzanteil in den „sonstigen“ Vertriebswegen (6 %). Hierunter fallen im Wesentlichen hybride Vermarktungsformen, bei denen stationäre Vermarktung und E-Commerce kombiniert werden, das Objektgeschäft sowie Umsätze bei Elektro- und Badspezialisten. Der Außenhandel wuchs um 9,5 Prozent bei einer Exportquote von 49,8 Prozent.

Die Unternehmensgruppe wuchs nominal um 5,1 Prozent und erreichte einen Wert von 1,448 Milliarden Euro. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem Plus von 70,1 Millionen Euro (1,378 Mrd. Euro). Für die Ermittlung des Gruppenumsatzes wurden die Innenumsätze eleminiert (konsolidiert) und die Beteiligungsverhältnisse berücksichtigt (quotisiert). Bei der Franchise-Organisation sind nur die Gebühren und nicht deren Verkaufserlöse eingeflossen.

Neben der Umsatzbilanz verkündete Nobilia darüber hinaus seine Teilnahme an der „Livingkitchen“, die vom 18. bis 24. Januar 2021 im Zuge der „Imm cologne“ stattfindet.

Was will der Endkunde wirklich?

Die Endkunden in den Fokus rücken will das Forschungsprojekt „Furniture 2025“, das gestern bei den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie im MARTa in Herford vorgestellt wurde. Die zentrale Frage lautet dabei: Wie können Handel, Industrie und Zulieferer die aus den Marktveränderungen resultierenden Erfolgs- und Wachstumspotenziale für sich gemeinsam nutzen und erfolgreich umsetzen? Denn nur wenn die Branche versteht, was die Endkunden wirklich bewegt, könne diese sich in eine erfolgreichere Zukunft bewegen. Denn die Herausforderungen vor denen die Branche steht, sind gewaltig – u. a. durch die Marktkonzentration, Rabatte, fehlende Innovationen und die Digitalisierung, die aber auch enorme Chancen durch mehr Transparenz biete.

Initiatoren des Projekts sind die Unternehmensberatung Titze aus Neuss, in Person von Branchenkenner Winfrid Titze, Prof. Dr. Jürgen Franke, Hochschule Osnabrück, der sich bereits seit 2003 immer wieder mit Möbelthemen beschäftigt, und Günther Möller, „Markenpapst“ von der Unternehmensberatung Hermann, Möller + Partner aus München.

Eigentlich ist jedem in der Branche natürlich bewusst, dass das Erkennen der Bedürfnisse der Endkunden ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Aber – so heißt es von den drei Protagonisten, werde der Verbraucher immer noch nicht wirklich ernst genommen. Der Endkunde stehe immer noch nicht im Mittelpunkt der Wertschöpfung. Deshalb soll dieser jetzt – in einem ersten Schritt – in einer umfassenden Studie mit insgesamt 3.000 Befragten durchleuchtet werden. Denn sicher ist, dass sich das Kaufverhalten, nicht nur durch E-Commerce, massiv verändert. In einem zweiten Schritt sind Strategieworkshops vorgesehen. Dort sollen die Erkenntnisse zu einer optimalen Ergebnisverwertung führen.

Und nun ist die Branche aufgerufen, mitzumachen. Dabei werden sowohl Möbelhändler und -hersteller, als auch Zulieferer angesprochen. Start war gestern mit der ersten Vorstellung des Projekts in Herford vor rund 20 Branchenvertretern. Bis April soll nun die Fragebogenerstellung unter Einbeziehung der Anregungen der Teilnahme finalisiert werden. Noch vor dem Sommer findet die Umfrage/Endkundenanalyse statt. Im Herbst sollen die Ergebnisse vorliegen, mit denen dann bis Ende des Jahres in den Workshops gearbeitet wird. Mindestens zehn Teilnehmer müssen sich finden, damit das Projekt läuft. Weitere Infos gibt es hier.