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Autor: Möbelfertigung

HDH

Das Holzgewerbe bewertete Lage und Erwartungen im Februar besser

Das Geschäftsklima im Holzgewerbe war im Februar 2020 durchweg positiv: Der Wert bei der Geschäftslage stieg im Februar 2020 im Vergleich zum Vormonat von 17 auf 26 Punkte. Im Februar 2019 hatte dieser Wert bei 23 Punkten gelegen. Die Geschäftserwartungen stiegen im Februar 2020 im Vergleich zum Vormonat von minus 5 auf nunmehr plus 13 Punkte. Im Februar 2019 hatte der Wert bei plus 2 Punkten gelegen. Hinweis: Das Ifo-Institut hat seine Berechnungsmethodik im April 2018 umgestellt, womit es zu leichten Abweichungen zu den zuvor ausgewiesenen Werten kommen kann.

Sagt Teilnahme an der diesjährigen „Holz-Handwerk“ ab

Ima Schelling wird nicht als Aussteller auf der im Juni stattfindenden „Holz-Handwerk 2020“ (16. – 19. 6. 2020 in Nürnberg) präsent sein. „Wir haben uns dazu entschieden, die Teilnahme an der ,Holz-Handwerk‘ für dieses Jahr abzusagen. Die aktuelle Situation und den kurz vor der Urlaubszeit gewählten Ersatztermin nehmen wir zum Anlass, uns voll und ganz auf die individuelle Kundenbetreuung zu konzentrieren“, erläutert Sales Director Maximilian Lehner die Entscheidung.

Absagen und Verschiebungen von Messen sind ein wirtschaftliches Desaster

Durch die Absagen und Verschiebungen von Messen in Deutschland wegen des Coronavirus ist der Messestandort Deutschland schon jetzt erheblich betroffen. Den Messeveranstaltern und -dienstleistern wie zum Beispiel Messebauunternehmen entstehen hierdurch erhebliche wirtschaftliche Einbußen. Viele andere Wirtschaftszweige sind ebenfalls stark betroffen. Dazu zählen vor allem die Hotellerie und Gastronomie, das Transportgewerbe sowie zahlreiche Lieferanten und Handwerker vor Ort. Für die genannten Branchen sind teilweise erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, die sich direkt auf die Beschäftigten auswirken.

Für die jeweilige Stadt oder Region hat das auch direkte wirtschaftliche Konsequenzen, da aufgrund der Umsatzeinbußen Steuereinnahmen wegfallen. Das Institut der Deutschen Messewirtschaft im Auma hat die Effekte auf Deutschland erstmalig hochgerechnet. Grundlage sind Berechnungen des Ifo Instituts zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Messen von 2018.

Demnach sind allein durch die bisher bekanntgegebenen Absagen beziehungsweise Verschiebungen Einbußen für die Gesamtwirtschaft in Höhe von fast drei Milliarden Euro zu erwarten. Mehr als 24.000 Arbeitsplätze sind danach betroffen und dem Fiskus gehen über 470 Millionen Euro Steuereinnahmen verloren.

In den genannten Summen sind nicht die den Unternehmen entgangenen Umsätze enthalten, die sie sonst auf Messen getätigt hätten. Diese Werte liegen um ein Vielfaches höher als die oben genannten Summen und können nur in begrenztem Umfang durch andere Maßnahmen substituiert werden. Denn kein anderes Marketing-Instrument ist in der Lage, die Darstellung des Unternehmens und der Produkte in ihrer Breite und Tiefe über den persönlichen Kontakt herzustellen.

Dazu der Vorsitzende des Auma, Philip Harting: „Fast alle Messeplanungen für die nächsten Monate werden gerade Makulatur. Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister verlieren jede Planungssicherheit. Sie haben hohe Vorlaufkosten ohne Aussicht auf entsprechenden Nutzen oder hohe akute Umsatzeinbußen. Der Beitrag der Messewirtschaft von jährlich über 28 Milliarden Euro zur gesamten Wirtschaftsleistung könnte um rund 10 Prozent sinken. Es muss sichergestellt werden, dass die Wirtschaft, gerade kleine und mittelständische Unternehmen, auch in Zukunft das hocheffiziente Instrument Messe nutzen kann und der Branche auch künftig starke Dienstleister zur Verfügung stehen. Das wird ohne staatliche Unterstützung kaum zu realisieren sein, trotz hoher Anstrengungen der Branche selbst.“

Der Messeplatz Deutschland ist weltweit die Nummer 1 bei der Durchführung internationaler Messen. Jährlich finden 160 bis 180 internationale und nationale Messen in Deutschland statt, mit rund 180.000 Ausstellern und 10 Mio. Besuchern. Messen am Standort Deutschland bringen Partner aus aller Welt zusammen. Deutsche ausstellende Unternehmen investieren fast die Hälfte ihrer Etats für Business-to-Business-Kommunikation in Messebeteiligungen.

Die Ausgaben von Ausstellern und Besuchern für Messen in Deutschland führen zu gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekten von über 28 Milliarden Euro. Über 230.000 Arbeitsplätze werden durch die Organisation von Messen gesichert. Die Messe-bedingten Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden erreichten rund 4,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Muss wegen behördlichem Einreisestopp verschoben werden

Eigentlich sollte sie von Dienstag, 26. Mai 2020 bis Freitag, 29. Mai 2020 im „Corporación de Ferias y Exposiciones S.A.“ im Zentrum von Bogotá stattfinden – die „Interzum Bogotá“. Jetzt wird seitens der Koelnmesse allerdings auch für diese Messe ein neuer Termin gesucht. Grund dafür ist der Einreisestopp bis einschließlich 30. Mai, den die kolumbianischen Behörden wegen der Corona-Pandemie per sofort verhängt hat. Anvisiert ist ein Termin im vierten Quartal, der zeitnah bekannt gegeben wird.

HDH

Umsätze im Holzgewerbe im Jahr 2019 leicht im Minus

Die amtlichen Zahlen zu den Umsätzen im Holzgewerbe lagen im Gesamtjahr 2019 leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Laut Statistischem Bundesamt sanken die Umsätze um 1,8 Prozent. Einen erheblichen Rückgang vermeldeten die Holzverpackungen mit minus 21,9 Prozent. Wichtig in diesem Zusammenhang: Bei den Holzverpackungen werden seit Anfang 2019 fünf Prozent weniger Unternehmen mit 16 Prozent weniger Beschäftigten erfasst. Die Holzwerkstoffe verloren 4,5 Prozent. Schließlich hatten auch die Sägewerke einen moderaten Rückgang um 2,5 Prozent zu verzeichnen. Der baunahe Bereich konnte hingegen um 3,7 Prozent zulegen. Umsätze für die Herstellung von Parketttafeln werden seit Januar 2019 nicht mehr veröffentlicht.

Hat sich gegen eine Teilnahme an der „Holz-Handwerk“ im Juni entschieden

Nach reiflicher Überlegung hat Martin heute beschlossen, nicht an der im Moment für Juni terminierten Messe „Holz-Handwerk“ teilzunehmen.

„Wir halten es nur für konsequent, unter dem Eindruck des wegen des Coronavirus ausgerufenen Katastrophenfalls in Bayern auch entsprechend zu handeln“, erläutert Michael Mühldorfer, Marketingleiter im Hause Martin, die Entscheidung. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter und unserer Kunden stand bei unserer Entscheidung im Vordergrund.“ Zudem, so Mühldorfer weiter, würden so alle Beteiligten Planungssicherheit bekommen.

Auch ist, ausgehend von Aussagen berufener Experten und immer drastischer werdenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens nach Überzeugung von Martin nicht zu erwarten, dass der Termin im Juni stattfinden wird.

Mit neuer Strategie durch die „Corona-Krise“

Die Welt ändert sich aktuell fast stündlich. Neue Nachrichten erreichen uns quasi im Minutentakt und gebannt werden neue Beschlüsse und Maßnahmen von Politikern und Experten erwartet. Vieles, was vor wenigen Wochen noch unvorstellbar war, ist heute Realität. Die Welt hat sich geändert, tut es weiter und vor allem: Sie bleibt nicht stehen.

Die Gastronomie und Hotellerie gehören mit zu den derzeit mit am stärksten betroffenen Branchen. Für die Steimel GmbH, die sich auf die Herstellung von Möbeln für genau diese Märkte spezialisiert hat, keine leichte Situation. Noch vor wenigen Tagen berichtete das Unternehmen über den gelungenen Wechsel in die nächste Generation und die Übernahme des Betriebes. Plötzlich steht das Traditionsunternehmen – wie viele andere Unternehmen – vor ganz neuen und unerwarteten Herausforderungen.

Gerade in diesen schweren Zeiten ist es wichtig, schnell neue Strategien und Initiativen zu entwickeln und das beste aus der Situation zu machen – insbesondere mit dem Fokus alle rund 20 Arbeitsplätze zu sichern und diese zu erhalten. Kreativität und die Beschreitung neuer Wege sind gefragt. „Und den Optimismus wollen wir auch in diesen schwierigen Zeiten nicht verlieren“, da sind sich Carmen und Philipp Aldinger als Unternehmer-Ehepaar einig.

Seit über 125 Jahren produziert das Unternehmen Möbel und beliefert die Gastronomie und Hotellerie. Denn hier kommt es bei Möbeln ganz besonders auf Parameter wie Langlebigkeit, Robustheit und Pflegeleichtigkeit an. Hinzu kommt eine Hersteller-Qualität aus Deutschland und diese maximal individualisierbar und an die jeweiligen Bedürfnisse und Einrichtungskonzepte anpassbar. All das macht Steimel branchenbekannt und zum Garant für Sitzmöbel mit höchstem Komfort und sogar führend im Branchenvergleich.

„Mit diesen Werten und dem Wissen um das Leistungspotential unserer Mitarbeiter haben wir für uns schnell erkannt, in neue Richtungen denken zu müssen und glücklicherweise auch zu können. Positiv bleiben und die Potentiale nutzen ist unsere Devise“, so Philipp Aldinger, Geschäftsführer und Inhaber der Steimel GmbH. „Unser vielfältiges und zugleich individuelles Angebot, welches bisher hauptsächlich von Gastronomen, Hoteliers, Pflegeeinrichtungen, Planern und Architekten genutzt wurde, ist natürlich auch für private Kunden besonders attraktiv. Dies haben uns regelmäßige Anfragen in der Vergangenheit bereits bestätigt.“

Bislang hat das Unternehmen dies aus fertigungstechnischen Gründen und aus der Historie nicht im größeren Umfang angeboten. Doch warum eigentlich nicht? „Mit wenigen Umstellungen von Prozessen können wir unsere Möbel auch in Kleinserien Privatkunden anbieten und dies kann in dieser Form als Novum angesehen werden: Komplett individualisierbare Möbel für zu Hause. Das ist für viele Privatkunden ebenfalls interessant“, ist sich Carmen Aldinger, verantwortlich für Marketing und Vertrieb, sicher.

Vom Holzfarbton über den Bezug bis hin zur Sitzhöhe oder Rückenhöhe bietet Steimel daher ab sofort auch privaten Kunden die Option, Sitzmöbel ganz nach den eigenen Vorstellungen zu konfigurieren. Dabei sind die Möglichkeiten im Hause Steimel so vielfältig wie die Ideen Ihrer Kunden, verspricht das Unternehmen und ist gerne bereit Interessenten mit entsprechender Beratungskompetenz zu unterstützen.

Mit der neuen Strategie und zusätzlichen Ausrichtung hofft das Unternehmer-Ehepaar in unsicheren Zeiten wie diesen aber vor Allem auf eines: die Arbeitsplätze der 20 Mitarbeiter und den Bestand der Traditionsmarke über die Krise hinaus zu sichern und es bleibt zu wünschen, dass Beispiele wie dieses mit Erfolg belohnt werden und am Standort Achern weiterhin mit gleicher Leidenschaft und Qualität Sitzmöbel produziert werden – für Privat und Geschäftskunden.

ADA

Schließt seine Werke vorübergehend wegen des Corona-Virus

Der namhafte Polster- und Bettenspezialist Ada Möbelwerke in Anger folgt den Empfehlungen der Österreichischen Bundesregierung und wird entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft einleiten. „Wir nehmen den Kampf gegen das Corona-Virus sehr ernst und unterstützen die Maßnahmen, die die Bundesregierung gesetzt hat. Auch wenn aktuell keine Ansteckung vorliegt, steht die Sicherheit der Belegschaft und ihrer Familien für uns an erster Stelle“, so ADA-Vorstand Gerhard Vorraber.

Produktionsbetriebe leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Wirtschaftssystems, daher wurden die gesundheitlichen Risiken und Konsequenzen der durch die Bundesregierung getroffenen Vorkehrungen diskutiert. Die oberste Priorität hat dabei die Fürsorgepflicht und die damit zusammenhängende Gesundheit der MitarbeiterInnen, daher wurde der Entschluss gefasst, die Werke vorerst zu schließen.

Wie ernst die Situation nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa zu nehmen sei, verdeutlichte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag, den 15. März 2020 in einer Presseerklärung. Die Geschäfte bleiben geschlossen, mit Ausnahme des Lebensmittelhandels, Apotheken und anderer Notwendigkeiten. Es wurde auch konkret darauf hingewiesen, dass es aktuell nur drei Gründe gibt, das Haus zu verlassen: für Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, für dringend notwendige Besorgungen oder um Menschen zu helfen, die es selbst nicht können. Diese Maßnahmen haben ADA dazu bewogen ihre MitarbeiterInnen nach Hause zu schicken, um damit das Risiko einer Infizierung und Erkrankung zu senken und auch zukünftig eine verantwortungsvolle Produktion zu gewährleisten.

Spendet 300.000 Euro für Krankenhäuser

Zusammenstehen in einer schwierigen Phase: Die Neolith-Gruppe beteiligt sich mit einer Spende von 300.000 Euro für drei Krankenhäuser in Castellón, wo der spanische Verarbeiter von gesintertem Stein seinen Sitz hat, am Kampf gegen die Corona-Pandemie. Neolith selbst beschäftigt in Almazora (Castellón) derzeit über 500 Personen.

„Mit diesem finanziellen Beitrag, wie auch einer Reihe von Präventionsmaßnahmen, die in Einhaltung der Richtlinien des Gesundheitsministeriums in den Werkshallen und Büros umgesetzt wurden, möchten wir uns dieser außergewöhnlichen Situation stellen und unserer Verpflichtung gerecht werden, unsere Mitarbeiter, deren Familien und die Gemeinschaft, in der wir leben und arbeiten, zu schützen.“ So lautet dazu der Kommentar des international aktiven Unternehmens.