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Autor: Möbelfertigung

Erweitert Aufbereitungszentrum für Gebrauchtgeräte in Tschechien

Das erst 2017 eröffnete Aufbereitungswerk für Gebrauchtstapler von Linde Material Handling in Velké Bílovice bei Brünn (Tschechien) wird vergrößert. Pro Jahr sollen auf 6.700 Quadratmetern bis zu 2.000 Geräte aufbereitet werden, was einer Erweiterung um 48 Prozent entspricht. Die Gebrauchtgeräte haben einen einheitlichen Qualitätsstandard und tragen zu mehr Nachhaltigkeit bei.

Fast alle Stapler, die dortwiederaufbereitet werden, rekrutieren sich aus Rückläufern der Linde-eigenen Lang- und Kurzzeitmietflotte. Das heißt: Die Geräte wurden während ihres „ersten Staplerlebens“ fortlaufend von qualifizierten Technikern gewartet und verfügen über eine lückenlos dokumentierte Servicehistorie. Bei der Reparatur kommen ausschließlich Linde-Originalersatzteile zum Einsatz.

Die Aufbereitung der gebrauchten Stapler erfolgt nach einem standardisierten Verfahren. Dabei werden nicht bloß Schäden repariert, sondern jedes Fahrzeug wird von speziell geschulten Fachkräften geprüft und durchläuft mehrere Stationen. Verlassen die Stapler das Aufbereitungszentrum, erfüllen sie alle einschlägigen Sicherheitsanforderungen der europäischen Gesetzgebung im Bereich Handhabungstechnik und erhalten das Gütesiegel „Approved by Linde“.

Dass die Fahrzeuge durch die Aufarbeitung ein „zweites Staplerleben“ erhalten, bedeutet auch ein deutliches Plus in Sachen Nachhaltigkeit.

„Linde-Gebrauchtstapler sind für unsere Kunden eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Alternative. Zudem können die Stapler mit zusätzlichen Features – wie etwa unseren Sicherheitsassistenzsystemen – ausgestattet werden“, so Christophe Lautray, Chief Sales and Service Officer bei Linde Material Handling.

Die Zahl der Mitarbeiter im Aufbereitungswerk Velké Bílovice hat sich in den vergangenen drei Jahren auf 70 fast verdoppelt.

Mercedes-Benz Vans

Feierte in 2019 einen Absatzrekord

Mercedes-Benz Vans hat 2019 in einem schwierigen Umfeld einen neuen Bestwert beim Konzernabsatz erzielt und in Summe 438.400 Transporter abgesetzt (+4%). Der Umsatz entwickelte sich ebenfalls positiv auf 14,8 Mrd. Euro, während das EBIT aufgrund zahlreicher Einmaleffekte deutlich negativ war (-3,1 Mrd. €). Um diese Einmaleffekte bereinigt, erzielte Mercedes-Benz Vans ein positives operatives Ergebnis in Höhe von 284 Mio. Euro. Für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft von Mercedes-Benz Vans hat die Leitung des Geschäftsbereichs bereits 2019 wegweisende Entscheidungen getroffen.

„2019 war für uns ein herausforderndes Jahr. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit unseren überzeugenden Produkten im siebten Jahr in Folge den Absatz steigern konnten“, sagte Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans. „Wir haben im vergangenen Jahr nicht nur die neue V-Klasse erfolgreich auf dem Markt positioniert und den EQV als unsere erste elektrisch angetriebene Großraumlimousine präsentiert, sondern auch den Produktionsstart des ,eSprinter‘ gefeiert und das Angebot unserer Konnektivitätsdienste weiter ausgebaut.“

Breitschwerdt weiter: „Darüber hinaus haben wir wegweisende Entscheidungen getroffen, um den Van wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Dazu gehört die Überarbeitung unseres Produktportfolios genauso wie die Einrichtung eines so genannten Transformation Offices, das den Wandel gemeinsam mit der Geschäftsleitung weiter aktiv vorantreiben wird.“

Mit der Effizienz- und Transformationsinitiative „Boost“, die Anfang des Jahres 2019 bei Mercedes-Benz Vans auf den Weg gebracht wurde, wurden bereits wichtige Stellhebel umgelegt. Um die Initiative noch stärker bei Mercedes-Benz Vans zu verankern, wurde Anfang Februar 2020 mit dem Boost Transformation Office (BTO) eine dezidierte Organisation mit den drei Säulen „Performance“, „Strategy“ und „Transformation“ aufgesetzt.

Bei Boost Performance liegt der Schwerpunkt auf der Kostenoptimierung. Boost Strategy hat die Neuausrichtung von Mercedes-Benz Vans im Rahmen der Produkt-, Nachhaltigkeits- und Geschäftsfeldstrategie im Fokus. Boost Transformation führt den Kulturwandel weiter.

Natürlich ist auch bei Mercedes die Corona-Krise längst angekommen: Die Daimler AG unterstützt weiterhin die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und orientiert sich dabei an den Anordnungen und den Empfehlungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Dementsprechend stellt Mercedes-Benz wichtige Services und Notdienste für seine weltweiten Kunden sicher. Eine tragende Rolle nimmt dabei das Global Logistics Center in Germersheim ein, das für die schnelle Teileversorgung der Servicebetriebe in aller Welt zuständig ist. Die Gesundheit und Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter hat oberste Priorität. Dort wo gearbeitet wird, wurden entsprechende Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen.

„Die Auswirkungen des Corona-Virus betreffen uns alle und werden uns auch in den kommenden Wochen noch weiter begleiten. Wir haben frühzeitig Maßnahmen zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter eingeführt. Gemeinsam mit unseren weltweiten Handelspartnern haben wir unsere Online-Aktivitäten weiter verstärkt. Über unsere digitalen Plattformen sind wir insbesondere in der aktuellen Situation jederzeit für unsere Kunden erreichbar. Wir verlieren unsere Ziele nicht aus den Augen und arbeiten weiterhin an Zukunftsthemen und strategischen Projekten, um nach der Krise wieder voll durchzustarten“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Vertrieb. „In China und Südkorea haben unsere Handelsbetriebe komplett geöffnet und wir sehen dort einen deutlichen Anstieg der Nachfrage. Das stimmt uns zuversichtlich.“

Mercedes-Benz hat nach einem guten Jahresauftakt im Januar das erste Quartal mit einem weltweiten Retail-Absatz in Höhe von 477.378 Pkw abgeschlossen (-14,9%). Bei der Marke smart wirkte sich im gleichen Zeitraum unter anderem der Auslauf der Vorgängermodelle sowie die Umstellung auf den rein batterieelektrischen Antrieb stark auf den Absatz aus: Weltweit wurden 5.863 Modelle der Marke smart übergeben (-78,3%). Bei den gewerblichen Vans (Citan, Vito und Sprinter) wurden nach einem ebenfalls guten Januar-Absatz in Summe 64.588 Einheiten im ersten Quartal ausgeliefert (-14,9%).

Die Pkw und Vans von Mercedes-Benz sind mit einem deutlichen Plus bei den weltweiten Auslieferungen in das laufende Jahr gestartet. Die Mercedes-Benz Produkte erfreuten sich großer Beliebtheit. Die Pandemie-Entwicklungen in Europa und USA und die Folgen der vorübergehenden Schließung von Handelsbetrieben in diesen Märkten haben sich deutlich auf den Absatz im März ausgewirkt. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen wurden in den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars & Vans in Summe 547.829 Einheiten im ersten Quartal abgesetzt.

„Das Jahr 2020 hat gut begonnen und wir konnten den Absatz unserer Kernbaureihen vor allem im Januar steigern. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben bereits den Absatz im März stark geschwächt und daher sind wir mit Blick auf das Quartal hinter den angepeilten Zahlen geblieben. Dennoch konnten wir vor allem in Deutschland ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Resonanz der Kunden ist positiv und wir sehen gerade jetzt, welchen Beitrag unsere Produkte für unseren Alltag leisten – sei es als Krankenwagen, im Dienst der Polizei oder bei Lieferdiensten und Handwerkern. Wir werden weiter konsequent unseren Kurs im Bereich Elektromobilität und der anderen Zukunftsthemen halten“, so Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes-Benz Vans.

Bündelung der Kompetenzen und Stärken – Standortverlagerung für Raimann

Die Weinig Gruppe ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Hersteller von Maschinen und Systemen für die Massivholzbearbeitung. Unter dem Markennamen Weinig bieten mehrere spezialisierte Einzelunternehmen eine Produktpalette an, mit der die komplette Prozesskette vom Rohmaterial bis zum Endprodukt abgedeckt wird. Einen wichtigen Teil in der gesamten Wertschöpfungskette bildet die Raimann Holzoptimierung GmbH & Co. KG in Freiburg als Hersteller von leistungsstarken Auftrennsystemen ab. Um die Kompetenzen im Bereich „Zuschnitt“ zu bündeln, wurde die Verlagerung von Freiburg an den Standort Illertissen zu Weinig Dimter beschlossen. Durch die Zusammenführung des Know-hows im Bereich Längen- und Breitenzuschnitt können die Anforderungen der Kunden noch besser erfüllt werden. Mit dieser Entscheidung wird die zukunftsorientierte, strategische Ausrichtung in der Unternehmensgruppe weiter vorangetrieben.

Die Neuausrichtung im Bereich Zuschnitt wurde durch die Coronakrise beschleunigt. Allerdings hat sich die Weltwirtschaft bereits vor der aufgekommenen Pandemie deutlich abgekühlt, was sich bei Raimann in einer veränderten Kundennachfrage gezeigt hat. Aus wirtschaftlicher Sicht bietet die Standortverlagerung die Möglichkeit, Kosten durch Synergien zu reduzieren. Gleichzeitig wird durch die Bündelung von Kompetenzen eine effizientere Prozessgestaltung ermöglicht. Durch die enge Vernetzung wird eine noch bessere Liefertreue, eine Steigerung der Qualität und eine schnellere Umsetzung von Innovationen für die Kunden realisiert, bekräftigt die Weinig Gruppe heute in einer Pressemitteilung.

Auch die sich verändernde Nachfrage aus den Märkten hat den Konzern zu dieser notwendigen Entscheidung bewegt. Insbesondere das Projektgeschäft ist in den vergangenen Monaten weiterhin stark gewachsen. Die Anpassung der Rahmenbedingungen, um als Unternehmensgruppe projektfähig zu sein, ist unumgänglich, damit allen Kunden die gewohnt hohe Weinig Qualität gewährleistet werden kann. Noch leistungsfähigere Produktionsanlagen, und das zu marktgerechten Preisen sind direkte Mehrwerte für Kunden auf der ganzen Welt.

Am neuen Standort in Illertissen – unmittelbar in räumlicher Nähe von Weinig Dimter – finden sich die optimalen Rahmenbedingungen für die Neuausrichtung der Raimann Holzoptimierung GmbH & Co. KG wieder. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde das Areal der ehemaligen Butzbach GmbH von der Weinig Gruppe erworben. Die Verlagerung eines Standortes ist immer eine sehr umfangreiche und herausfordernde Maßnahme. Besonders für die Mitarbeiter aus Freiburg wird diese Umstellung viele Veränderungen mit sich bringen.

Gregor Baumbusch, Vorstandsvorsitzender der Weinig Gruppe, betont in diesem Zusammenhang, dass allen Mitarbeitern in Freiburg ein Arbeitsplatz in Illertissen angeboten wird. „Alle Mitarbeiter haben bis heute bei Raimann gute Leistungen erbracht. Die gesamte Geschäftsleitung versteht natürlich die Bedenken bei Raimann. Mit der Verlagerung nach Illertissen bieten sich für die gesamte Unternehmensgruppe jedoch noch bessere Möglichkeiten, um unsere Kunden langfristig und erfolgreich mit Weinig Lösungen bedienen zu können“, so Baumbusch weiter.

Der Umzug der Gesellschaft soll bis zum Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein. Die Weinig Gruppe wird weiterhin mit dem bestehenden Produkt- und Serviceportfolio sowie allen bekannten Ansprechpartnern zur Verfügung stehen.

Produktion ist wieder gestartet

Emsiges Polstern, Schleifen, Nähen und Tackern: In den Sedda Polstermöbelwerken geht es geschäftig zu. Das Familienunternehmen aus Österreich hat am 14. April die Produktion seiner exklusiven Polstermöbel und hochwertigen Betten wieder aufgenommen. „Wir haben die Arbeitsplätze so umstrukturiert, dass wir unseren Mitarbeitern maximalen Gesundheitsschutz bieten“, erklärt Sedda-Geschäftsführer Roland Ragailler.  Dafür wurden die Hygiene- sowie Reinigungsstandards erweitert und parallel dazu ausreichend Platz geschaffen, damit die Belegschaft bequem Abstand halten kann. Auf diese Weise sind alle Voraussetzungen erfüllt, um die Fertigung in Wallern weiterzuführen.

Die Marke Sedda steht für handwerkliche Meisterarbeit und verknüpft wohngesunde Materialien mit intelligenten Funktionen zu langlebigen Produkten, die auch nach vielen Jahren noch mit hohem Komfort überzeugen. „Für unsere zu 100 Prozent in Österreich produzierten Möbel achten wir konsequent auf eine perfekte Verarbeitung unserer hochwertigen Rohstoffe unter strengster Einhaltung ökologischer Standards“, unterstreicht Roland Ragailler. Grund genug, auch bei den Lieferanten auf beste Zutaten Wert zu legen. So kommen alle notwendigen Werkstoffe und Materialien größtenteils aus dem eigenen Lande oder dem benachbarten europäischen Ausland. Damit hält der Produktionsbetrieb die Lieferketten kurz und ist in der Lage, Termine zuverlässig zu halten. Dank gefüllter Lager ist Sedda aktuell gut aufgestellt und kann eine zügige Abarbeitung der Aufträge ermöglichen.

Ob funktionsstarke Polstermöbel, moderne Relaxer, hochwertige Essplatzgarnituren oder elegante Betten und verschiedene Matratzen – das Sedda-Sortiment punktet mit Wohlfühl-Qualität ebenso wie mit nachhaltigen Vorzügen. „Wir fühlen uns bereits seit Jahrzehnten dem Gleichgewicht von Mensch und Natur verpflichtet“, unterstreicht Roland Ragailler. Das Traditionsunternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit schadstoffarmen Möbeln und umweltfreundlicher Produktion seinen Beitrag zu einem gesunden und ökologischen Lebensgefühl zu leisten. Das spiegelt sich in allen auf Maß gefertigten Sitz- und Schlafmöbeln spürbar wider. Damit erfüllt der Qualitätshersteller die Sehnsucht nach echten Liebhaberstücken, die mit Qualität und Natürlichkeit überzeugen und einen Beitrag zu einem gesunden Wohnklima leisten.

Darüber hinaus tragen alle Sedda-Produkte das Österreichische Qualitätsgütesiegel und beeindrucken mit eigens entwickelten, patentierten Funktionen, die sie so einzigartig machen. Dank dieser innovativen Fertigungstechniken verwandeln sich die Polster in wenigen Sekunden zu vollwertigen Betten, erfüllen mit verschiedenen Sitz- und Liegetiefen per Knopfdruck jeden Relax-Wunsch und lassen sich für jede Räumlichkeit individuell planen. Diesen hohen Anspruch wissen auch Hotels zu schätzen. So hat sich die Manufaktur mit ihren designstarken Multifunktionslösungen und der Premium-Qualität „made in Austria“ bereits seit Jahrzehnten als kompetenter Partner für die Ausstattung des gehobenen Hotel- und Objektbereichs bewährt. Ob exklusive Polster, Schlafsofas und edle Polsterbetten mit Boxspring-Luxus oder auch Spa-Bereiche und Hotel-Lobbys – Sedda bietet für jedes Ambiente die passende Lösung. So zeichnen sich alle Kollektionen durch hohe Stabilität und Langlebigkeit aus. Sie halten den besonderen Ansprüchen der Gastronomie elegant stand und überzeugen in jedem Raum mit ihrem außergewöhnlichen Sitz- und Schlafkomfort auf höchstem Niveau.

Peter Schwenk ist der neue CEO

Peter Schwenk ist am 20. April 2020 als neuer CEO in die Altendorf Group eingetreten. Diese Position hatte zuletzt seit Februar 2019 Andreas Tingvall bekleidet. Der Diplom-Betriebswirt Schwenk hat eine lange Geschichte im Maschinenbau und verfügt über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse in Unternehmen wie Kannegiesser, der Pfaff Industrial AG und der Ewag AG (United Grinding Group) als CEO und darüber hinaus als Geschäftsführer der Lapp Group. Darüber hinaus verfügt Schwenk als Senior Business Executive über eine solide Erfolgsbilanz in internationalen wachstumsorientierten Unternehmen.

Avedon als Gesellschafter der Altendorf Group hat im Oktober 2017 in Altendorf investiert, um den Weltmarktführer für hochwertige Maschinen in der sekundären Holzbearbeitung zu bilden. Dies geschieht durch die Ergänzung von traditionsreichen Nischenmarktführern mit ergänzenden Produkten. Mit der Übernahme von Hebrock Ende April 2018 hat Avedon einen zweiten großen Schritt zur Umsetzung dieser Buy & Build-Strategie unternommen. Die Kombination von Altendorf und Hebrock stärkt die einzelnen Unternehmen, indem sie ihre jeweiligen Vertriebs- und Produktkompetenzen zusammenbringt, um ihren Kunden weiterhin erstklassige Lösungen zu liefern.

Rutscht durch das Corona-Virus in die Insolvenz

Das sind die Nachrichten, vor denen sich die Branche fürchtet: Die Poggenpohl Möbelwerke GmbH, ein führender deutscher Hersteller von Premiumküchen, verzeichnet seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie einen erheblichen Auftrags- und Umsatzrückgang. Die daraus resultierenden Liquiditätsengpässe können trotz kurzfristig ergriffener Maßnahmen wie Kurzarbeit und Anpassung der Produktionskapazitäten nicht mehr kompensiert werden. Da Unternehmen mit laufender Restrukturierung das von der Bundesregierung aufgelegte Hilfsprogramm zum Schutz der Wirtschaft in der Corona-Krise nicht in Anspruch nehmen können, musste Poggenpohl am 24. April 2020 beim zuständigen Amtsgericht in Bielefeld einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.

Das Gericht hat dem Antrag entsprochen und den sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Manuel Sack, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner, als vorläufigen Insolvenzverwalter für Poggenpohl bestellt. Für die weiteren Gesellschaften der Poggenpohl-Gruppe im In- und Ausland sind keine Insolvenzanträge gestellt worden. Der vorläufige Insolvenzverwalter ist mit seinem Team vor Ort, um den Betrieb zu stabilisieren und Auslieferungen zu gewährleisten.

Die Auszahlung der Löhne und Gehälter an die 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Poggenpohl Möbelwerke GmbH für die Monate April bis Juni 2020 soll kurzfristig über eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung gesichert werden.

Das Geschäft von Poggenpohl hatte sich zuletzt stabil entwickelt. Nach dem Umbau des Unternehmens in den vergangenen zwei Jahren verfolgte das Unternehmen konsequent eine Multikanal-Vertriebsstrategie, die unabhängige Händler als wichtigste Vertriebspartner in den Mittelpunkt stellte. Weitere wichtige Vertriebskanäle sind eigene Flagship Stores, der Einzelhandel, Küchenstudios sowie das Projektgeschäft mit größeren Baueinheiten. Zudem hatte Poggenpohl sein Distributionsnetzwerk in Asien mit der Gründung eines Joint Ventures für den Vertrieb Ende 2019 erfolgreich gestärkt. Im Ergebnis sind auch die Auftragsbücher für die zweite Jahreshälfte gut gefüllt. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird es daher das Ziel sein, die Restrukturierung von Poggenpohl fortzusetzen und das Unternehmen sowie die Marke zu erhalten.

„Welche verbindende Funktion eine Küche im Haushalt einnimmt, erleben wir momentan alle in unserer eigenen Wohnung: Weil wir nur zu Hause und nicht bei Freunden oder im Restaurant essen können, erleben wir das private Kochen viel intensiver als vorher. Von diesem neuen Gefühl, das sicherlich längere Zeit anhalten wird, kann Poggenpohl profitieren. Deshalb werden wir bereits in dieser Woche mit der Investorensuche starten, und der Geschäftsbetrieb läuft weiter“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Manuel Sack.

„Poggenpohl ist eine Marke, die weltweit große Strahlkraft entfaltet. Wir bei Poggenpohl inszenieren und integrieren Premiumküchen in Wohnungen und Häuser einzigartig hochwertig. Seit 1892 stehen wir für Innovationen im täglichen Leben der Menschen, von der ersten Anbauküche über die erste Massivholzküche bis zur beinahe revolutionären Öffnung der Küche zum Wohnzimmer. ‚Made in Herford‘ war immer ein Garant für richtungsweisendes Design und fortschrittliche Technik. Diese Traditionen wollen wir auch im jetzt begonnenen Verfahren fortsetzen, um Poggenpohl wirtschaftlich in die Zukunft zu führen“, sagt Geschäftsführer Gernot Mang. Eine Schlüsselrolle wird dabei der unabhängige Küchenfachhandel einnehmen.

Luigi De Vito, Direktor des Geschäftsbereichs Holzbearbeitungsmaschinen SCM Group

„Die sozioökonomischen Auswirkungen dieser Pandemie auf globaler Ebene sind erheblich und es wird mit Folgewirkungen in einem Ausmaß wie bei der Krise im Jahr 2008 oder sogar darüber hinaus zu rechnen sein. Dennoch begegnet SCM dieser Situation mit Zuversicht und dem Bewusstsein, dass das Unternehmen, vielleicht mehr als damals, auf einige Stärken setzen kann: die finanzielle Solidität des Konzerns; die kompetitive Positionierung unserer Produkte, die allen Anforderungen der Holzbearbeitung gerecht werden; die starke Orientierung auf den Kunden, die Innovation und den Kundenservice mit digitalen Diensten, mit denen wir auch in dieser Zeit und per Remote-Support ein verlässlicher Partner mit Rundum-Lösungen für die Unternehmen der Branche sind; die fachlichen Kompetenzen in jedem Land, in dem wir tätig sind, in die wir mit unseren Standorten weiter investieren und für die wir das Angebot an Online-Kursen ausbauen; und nicht zuletzt die Aufmerksamkeit und ständige Präsenz unserer Teilhaber.

Im Hinblick auf die Verkäufe erweist sich die Verteilung der Exportquote auf mehrere strategische Märkte, die heute bei über 90 Prozent liegt, als weiteres positives Element, da sich einige Länder und Bereiche bereits erholen.

Das Unternehmen SCM hat schnell mit Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht auf den derzeitigen Gesundheitsnotstand reagiert. Der Konzern hat umgehend einen eigenen Lenkungsausschuss eingesetzt. Dieser beobachtet die kontinuierliche Entwicklung der Pandemie und soll Strategien zu deren Bewältigung umsetzen. All das dient einem doppelten Ziel: Der Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen gemäß den Ministerialrichtlinien an den Standorten und Produktionszentren und gleichzeitig auch der Fortführung und Weiterentwicklung aller Remote-Support- und Kundendienstangebote für die Kunden, das Vertriebsnetz und die Filialen weltweit.

SCM verwandelt die Notwendigkeit, die Beziehungen aufrecht zu erhalten, in eine digitale Strategie, mit der wir die Beziehungen zwischen uns ohne räumliche und zeitliche Beschränkungen aus der Ferne pflegen. Es gibt keine Beschränkungen mehr, sondern Chancen. Unser Team arbeitet weiterhin in Form eines „Smartworking“, um Kunden und Händler auch per Remote-Support zu unterstützen. Wir haben die Zusammenarbeit mit Unternehmen aller Ebenen einschließlich den Handwerkern intensiviert und bieten Tagungen, Konferenzschaltungen, praktische Vorführungen und Online-Kurse zu unseren Technologien an. Mit der Plattform „Maestro connect“ bieten wir einen unmittelbaren Zugriff auf ein großes Angebot an Diensten, so dass die Unternehmen in der Holzbranche auch im „virtuellen“ Modus vom SCM-Team unterstützt und betreut und alle Kundendienst- und Wartungstätigkeiten optimiert werden können. Mit dem Dienst des Augmented-Reality-Supports „Smartech“, der Video-, Kamera-, Mikrofon- und Lautsprecherfunktionen mit drahtloser Konnektivität integriert, können unsere Experten mit tragbaren Computern und einer speziellen Steuerungssoftware Probleme in Echtzeit diagnostizieren und lösen. Damit ist eine Zwei-Wege-Kommunikation mit interaktiver Datenfreigabe möglich, ohne dass der Bediener die Hände benutzen muss. Darüber hinaus haben wir über unsere Plattform „e-Campus“ das umfangreiche Programm an Online-Kursen, Video-Tutorials und Webinaren mit qualifizierten Experten zu neuesten Trends und Themen, die für die Holzbearbeitung von Interesse sind, weiter ausgebaut. Und Händler und Verkäufer nehmen dieses Angebot mit großer Begeisterung an.

Was die Supply Chain angeht, zeigt sich in der aktuellen Situation, mit der die Welt konfrontiert ist, dass die SCM Lieferkette eine der großen Stärken ist. Durch die extrem hohe Fertigungstiefe und vor allem lokale Fertigung vieler Komponenten wie die Maschinenständer, Gußteile, Elektrospindeln, Schaltschränke in Firmen die zur SCM Group gehören, wird diese Stärke verdeutlicht. Diese Strukturen ermöglichen es uns somit auch in Zeiten wie diesen wo wir mit der neuen Situation mit China und der Rest der Welt konfrontiert sind, unsere Kunden aktiv zu bedienen. Dies wird auch unsere Stärke sein, wenn alle Aktivitäten wieder aufgenommen werden und der Markt wieder anzieht.

Wir sollten diese Krisensituation als Beschleuniger für den Wandel sehen. Wir stehen vor einer Herausforderung, die wir noch nie zuvor erlebt haben. Und aus diesem Grunde wird unsere Fähigkeit, angemessen zu reagieren und die Maßnahmen für die Zukunft zu beschließen, von entscheidender Bedeutung sein. Wir sollten diese Zeit zum Anlass nehmen, unsere Arbeitsweise zu überdenken, unsere Produktionsumgebungen zu optimieren und sicherer, gesünder und komfortabler zu gestalten, sowie unsere Prozesse zu transformieren und zu verbessern, um deren Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Viele Unternehmen unserer Branche investieren jetzt noch mehr in Forschung und Entwicklung, technologische Innovation und das „Humankapital“: die Faktoren, die den größten Unterschied machen werden, wenn wir wieder durchstarten dürfen. Viele Kundenunternehmen haben zwar die Produktion eingestellt, nicht jedoch ihre Kreativität. Sie nutzen diese Zeit, um neue Produktionsstrategien, neue Geschäftsmöglichkeiten, neue Wege des smarten Arbeitens und der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten zu untersuchen und umzusetzen, die sie vorher vielleicht kaum in Betracht gezogen hätten.

Das Unternehmen SCM investiert weiterhin sehr intensiv in Technologie, Know-how, Kompetenzen und Innovation, um die Kunden bei diesen Projekten mit der „Smart&Human Factory“ zu unterstützen. Hinter der „Smart&Human Factory“ verbirgt sich die Vision einer digitalen Fabrik mit modernsten Automatisierungssystemen, die für alle zugänglich ist und auf einem menschlichen Ansatz und vor allem guten Kundenbeziehung mit Rundum-Support aus einer Hand basiert.“

Fordert eine zeitnahe Perspektive für den Messen-Neustart

Nachdem Bund und Länder erste Lockerungen für die Wirtschaft beschlossen haben, erwartet auch die Messewirtschaft eine zeitnahe Perspektive für ihren Neustart. Bislang wurden die Branchentreffs vielfach im Zusammenhang mit Volksfesten, Open-Air-Festivals oder Sportveranstaltungen mit hohen Besucherzahlen genannt. „Messen sind aber Business-Plattformen und sind essentiell, um die Wirtschaft zügig und nachhaltig wieder in Gang zu bringen“, betont der Geschäftsführer des Auma – Verband der deutschen Messewirtschaft, Jörn Holtmeier.

Nach Berechnungen des ifo-Instituts tragen Messen jährlich zu Produktionseffekten von über 28 Mrd. Euro in der gesamten deutschen Wirtschaft bei – insbesondere in den Regionen rund um die Messestädte. Nach Auffassung des Auma braucht auch die jeweilige regionale Wirtschaft diese Impulse dringend, von Hotels und Gaststätten über Einzelhandel, Verkehrsbetriebe bis zum Handwerk.

„Die Messewirtschaft erwartet deshalb, dass Messen bei künftigen Entscheidungen von Bund und Ländern als separater Veranstaltungstyp differenziert betrachtet werden“, führt Holtmeier fort. „Wir fordern einen Zeitplan für den Neustart, der berücksichtigt, dass Messen eine Vorlaufzeit von zwei bis drei Monaten haben.“ Der Auma fordert, dass der Messebetrieb ab September wiederaufgenommen wird. Vorschläge für Rahmenbedingungen beim Neustart der Messewirtschaft habe die Branche bereits erarbeitet.

Nach Überzeugung des Auma seien Messen in der Lage, die Vorgaben des Robert-Koch-Instituts zu Hygiene und Abstandsregeln zu erfüllen. Insbesondere Fachmessen hätten angesichts der variabel zur Verfügung stehenden Flächen eine weitaus geringere Dichte an Teilnehmern pro qm als viele andere Veranstaltungsformate. Zudem seien die Messeveranstalter sehr erfahren in der Steuerung von Besucherströmen.

Die Krise nutzen, um die Zeit danach vorbereiten

Derzeit bestimmt die Corona-Pandemie das gesamte politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben. Wie reagiert man als Produzent auf die Herausforderungen dieser Ausnahmesituation, die in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar war? Für die Jaka-BKL GmbH heißt das, Verantwortung zu übernehmen und alle betrieblichen Entscheidungen ständig der aktuellen Sachlage anzupassen. Im Vordergrund stehen die Mitarbeiter – deren Gesundheit und finanzielle Sicherheit – aber auch, die Weichen für das „Danach“ zu stellen.

Die Jaka-BKL mit ihren Marken „Marlin“, „Optifit“ und „Jasani“ produziert bis auf Weiteres weiter – selbstverständlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Regelungen. Arbeitseinschränkungen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Bestellte Ware, die nicht abgenommen werden kann, wird derzeit eingelagert, um sie nach der Krise kurzfristig ausliefern zu können. Darüber hinaus nutzt der ostwestfälische Hersteller von Küchen- und Badmöbeln diese Phase, um interne Prozesse zu optimieren und sein Liefer- und Serviceangebot zukünftig noch leistungsfähiger gestalten zu können. Auch neue Produktentwicklungen werden intensiv vorangetrieben, damit sie für die Messen „M.O.W.“ und „SHK“ im Herbst – sofern die Termine bestehen bleiben – zur Verfügung stehen.

Leo Brecklinghaus, geschäftsführender Gesellschafter der Jaka-BKL bewertet die derzeitige Lage: „Wir sind uneingeschränkt für unsere Kunden erreichbar und halten die Lieferketten aufrecht. Die Baumärkte und Sanitärfachbetriebe sind ja nach wie vor geöffnet und der Internethandel ist aktiv.

In den Möbelhäusern werden – trotz vorrübergehender Schließung – derzeit noch bestehende Aufträge abgewickelt. Wir hoffen, dass dieses Volumen insgesamt ausreichen wird, um unseren Betrieb auch weiterhin aufrechtzuerhalten. Wir sind äußerst flexibel, um möglichst allen Kundenwünschen nachzukommen.

Was uns allerdings Sorge bereitet sind einige Handelspartner, die sich wenig solidarisch verhalten. Dazu gehört beispielsweise die Auflösung bestehender Haftungs- und Zahlungsvereinbarungen. Aber auch wir müssen unsere Zahlungsverpflichtungen nachkommen und haben wegen der geringeren Auslastung hohe Materialbestände, die vorfinanziert wurden. Nicht nachvollziehbar und vertretbar ist für mich die Forderung einer großen deutschen Spedition, die gleich 8,5 Prozent „Corona Erschwerniszulage“ verlangt. Wir setzen alles daran, gemeinsam mit unseren Lieferanten, Dienstleistern und Handelspartnern diese Krisensituation zu meistern, um in absehbarer Zeit wieder durchstarten zu können.“