Luigi De Vito, Direktor des Geschäftsbereichs Holzbearbeitungsmaschinen SCM Group
„Die sozioökonomischen Auswirkungen dieser Pandemie auf globaler Ebene sind erheblich und es wird mit Folgewirkungen in einem Ausmaß wie bei der Krise im Jahr 2008 oder sogar darüber hinaus zu rechnen sein. Dennoch begegnet SCM dieser Situation mit Zuversicht und dem Bewusstsein, dass das Unternehmen, vielleicht mehr als damals, auf einige Stärken setzen kann: die finanzielle Solidität des Konzerns; die kompetitive Positionierung unserer Produkte, die allen Anforderungen der Holzbearbeitung gerecht werden; die starke Orientierung auf den Kunden, die Innovation und den Kundenservice mit digitalen Diensten, mit denen wir auch in dieser Zeit und per Remote-Support ein verlässlicher Partner mit Rundum-Lösungen für die Unternehmen der Branche sind; die fachlichen Kompetenzen in jedem Land, in dem wir tätig sind, in die wir mit unseren Standorten weiter investieren und für die wir das Angebot an Online-Kursen ausbauen; und nicht zuletzt die Aufmerksamkeit und ständige Präsenz unserer Teilhaber.
Im Hinblick auf die Verkäufe erweist sich die Verteilung der Exportquote auf mehrere strategische Märkte, die heute bei über 90 Prozent liegt, als weiteres positives Element, da sich einige Länder und Bereiche bereits erholen.
Das Unternehmen SCM hat schnell mit Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht auf den derzeitigen Gesundheitsnotstand reagiert. Der Konzern hat umgehend einen eigenen Lenkungsausschuss eingesetzt. Dieser beobachtet die kontinuierliche Entwicklung der Pandemie und soll Strategien zu deren Bewältigung umsetzen. All das dient einem doppelten Ziel: Der Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen gemäß den Ministerialrichtlinien an den Standorten und Produktionszentren und gleichzeitig auch der Fortführung und Weiterentwicklung aller Remote-Support- und Kundendienstangebote für die Kunden, das Vertriebsnetz und die Filialen weltweit.
SCM verwandelt die Notwendigkeit, die Beziehungen aufrecht zu erhalten, in eine digitale Strategie, mit der wir die Beziehungen zwischen uns ohne räumliche und zeitliche Beschränkungen aus der Ferne pflegen. Es gibt keine Beschränkungen mehr, sondern Chancen. Unser Team arbeitet weiterhin in Form eines „Smartworking“, um Kunden und Händler auch per Remote-Support zu unterstützen. Wir haben die Zusammenarbeit mit Unternehmen aller Ebenen einschließlich den Handwerkern intensiviert und bieten Tagungen, Konferenzschaltungen, praktische Vorführungen und Online-Kurse zu unseren Technologien an. Mit der Plattform „Maestro connect“ bieten wir einen unmittelbaren Zugriff auf ein großes Angebot an Diensten, so dass die Unternehmen in der Holzbranche auch im „virtuellen“ Modus vom SCM-Team unterstützt und betreut und alle Kundendienst- und Wartungstätigkeiten optimiert werden können. Mit dem Dienst des Augmented-Reality-Supports „Smartech“, der Video-, Kamera-, Mikrofon- und Lautsprecherfunktionen mit drahtloser Konnektivität integriert, können unsere Experten mit tragbaren Computern und einer speziellen Steuerungssoftware Probleme in Echtzeit diagnostizieren und lösen. Damit ist eine Zwei-Wege-Kommunikation mit interaktiver Datenfreigabe möglich, ohne dass der Bediener die Hände benutzen muss. Darüber hinaus haben wir über unsere Plattform „e-Campus“ das umfangreiche Programm an Online-Kursen, Video-Tutorials und Webinaren mit qualifizierten Experten zu neuesten Trends und Themen, die für die Holzbearbeitung von Interesse sind, weiter ausgebaut. Und Händler und Verkäufer nehmen dieses Angebot mit großer Begeisterung an.
Was die Supply Chain angeht, zeigt sich in der aktuellen Situation, mit der die Welt konfrontiert ist, dass die SCM Lieferkette eine der großen Stärken ist. Durch die extrem hohe Fertigungstiefe und vor allem lokale Fertigung vieler Komponenten wie die Maschinenständer, Gußteile, Elektrospindeln, Schaltschränke in Firmen die zur SCM Group gehören, wird diese Stärke verdeutlicht. Diese Strukturen ermöglichen es uns somit auch in Zeiten wie diesen wo wir mit der neuen Situation mit China und der Rest der Welt konfrontiert sind, unsere Kunden aktiv zu bedienen. Dies wird auch unsere Stärke sein, wenn alle Aktivitäten wieder aufgenommen werden und der Markt wieder anzieht.
Wir sollten diese Krisensituation als Beschleuniger für den Wandel sehen. Wir stehen vor einer Herausforderung, die wir noch nie zuvor erlebt haben. Und aus diesem Grunde wird unsere Fähigkeit, angemessen zu reagieren und die Maßnahmen für die Zukunft zu beschließen, von entscheidender Bedeutung sein. Wir sollten diese Zeit zum Anlass nehmen, unsere Arbeitsweise zu überdenken, unsere Produktionsumgebungen zu optimieren und sicherer, gesünder und komfortabler zu gestalten, sowie unsere Prozesse zu transformieren und zu verbessern, um deren Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Viele Unternehmen unserer Branche investieren jetzt noch mehr in Forschung und Entwicklung, technologische Innovation und das „Humankapital“: die Faktoren, die den größten Unterschied machen werden, wenn wir wieder durchstarten dürfen. Viele Kundenunternehmen haben zwar die Produktion eingestellt, nicht jedoch ihre Kreativität. Sie nutzen diese Zeit, um neue Produktionsstrategien, neue Geschäftsmöglichkeiten, neue Wege des smarten Arbeitens und der Kommunikation mit Kunden und Lieferanten zu untersuchen und umzusetzen, die sie vorher vielleicht kaum in Betracht gezogen hätten.
Das Unternehmen SCM investiert weiterhin sehr intensiv in Technologie, Know-how, Kompetenzen und Innovation, um die Kunden bei diesen Projekten mit der „Smart&Human Factory“ zu unterstützen. Hinter der „Smart&Human Factory“ verbirgt sich die Vision einer digitalen Fabrik mit modernsten Automatisierungssystemen, die für alle zugänglich ist und auf einem menschlichen Ansatz und vor allem guten Kundenbeziehung mit Rundum-Support aus einer Hand basiert.“
Umgang mit der Corona-Krise – die „möbelfertigung“ fragt nach









