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Autor: Möbelfertigung

Sonderwünsche gehören zum normalen Produktionsalltag

Im Geschäft mit Endkunden gehören Sonderwünsche schon lange zum Alltag, in fertigenden Betrieben hingegen rechnete man über Jahrzehnte in Quantitäten jenseits der 1.000 Werkstücke. Lange passten die internen Prozesse nicht zu Kleinserien- oder Einzelstückfertigung. „Interne Fertigungs- und Verwaltungsprozesse können heute durch Software gestützt nahezu kostenneutral, unabhängig von der gewünschten Stückzahl, im Unternehmen abgebildet werden“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. Das Softwareunternehmen ist mit seinem ERP/PPS-System „Fepa“ bei zahlreichen fertigenden Unternehmen im Einsatz. Der Ansatz ist dabei ganzheitlich und umfasst sowohl die Software, aber auch eine kritische Untersuchung und Optimierung der Prozesse rund um Fertigung, Produktionsplanung und anschließende Logistik sowie Verwaltung. Digitale Prozesse, durchgängig von der Order bis zur Auslieferung, sind dabei unabdingbar, um die Losgröße 1-Kette zu erfüllen.

Auch der IT-Report des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau bestätigt den Bedarf nach mehr Digitalisierung und der Losgröße 1. Für viele Unternehmen aus der fertigenden Industrie sind neben digitalen Ersatzteilkatalogen daher auch Webshops für den B2B-Vertrieb in der Umsetzung oder eine zukünftige Option. Für 2020 gehören durch den Kunden konfigurierbare Varianten zu den Top 10-Investitionsbereichen des deutschen Maschinenbaus, so der IT-Report des VDMA. 2018 war das Thema noch abgeschlagen auf Platz 18 zu finden. Für eine nahtlose Bearbeitung müssen individuelle Stücklisten und Fertigungsaufträge auf Basis der Stammdaten erzeugt werden. Die digitale Abbildung der Spezifikationen ist dabei essentiell, manuelle Arbeit mit hohem Zeitaufwand und massiver Anfälligkeit für Fehler zu reduzieren. Eine automatisierte Weitergabe von Konstruktionsdaten an das ERP/PPS sorgt für weitere Effizienz in der Fertigungsplanung. In der Automobil- und Zulieferindustrie hat sich zudem EDI als gemeinsamer Standard der Datenübertragung für Bestellungen durchgesetzt. Kern einer jeden EDI-Anbindung an ein ERP-System ist der Import und Export von strukturierten Daten, die bei Sender und Empfänger gleich verstanden werden.

Die Import- und Exportschnittstelle in einem ERP-System ist für die Verarbeitung von externen Daten zuständig. Üblicherweise erfolgt die Datenübergabe an einen EDI-Konverter, welcher die weitere Verarbeitung der Daten übernimmt. Die Datenübertragung an den EDI-Konverter kann dabei auf verschiedene Weise erfolgen, beispielsweise per SFTP-Server oder einer direkten API-Integration. Allerdings hat die Losgröße 1 auch Auswirkungen auf die Fertigung selber: Die schnelle Umkonfiguration erfordert höhere Rüstkosten der Maschinen. „Eine intelligent und effizient aufgesetzte Fertigung, die bis zu den Maschinen reicht, ist hier entscheidend. Maschine und Bediener müssen jeweils in Echtzeit den Status aktualisieren, um optimale Abläufe zu gewährleisten“, so Biebl. Die Erfassung aller Betriebsdaten ist damit unabdingbar, beginnend mit der Auswertung aller Maschinendaten wie Laufzeit, Auslastung, Ruhezeiten oder Defekte und Wartungen und dem Fortschritt eines jeden Fertigungsauftrages in Echtzeit. So kann wesentlich präziser disponiert werden, nicht nur für weiterführende logistische Prozesse wie dem Abtransport, sondern auch in der Beschaffung für Folgeaufträge und Liefertermine, die durch den Vertrieb an Kunden zugesagt werden können.

Forscht seit März mit 5G-Mobilfunk

Vor allem im privaten Mobilfunkbereich ist der neue Funknetzstandard 5G weltweit in aller Munde. Doch insbesondere für die drahtlose, flexible und schnelle Kommunikation eröffnen sich zahlreiche neue Möglichkeiten. Fraunhofer in Lemgo betreibt daher ab sofort gemeinsam mit den Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der TH OWL eines der ersten privaten 5G-Netze überhaupt: Ziel sind neue industrielle Anwendungen und Geschäftsmodelle für die Automation und die Produktion. Denn hier geht es vor allem um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Geschwindigkeit.

Zunächst unscheinbar: Eine behördliche Urkunde der Bundesnetzagentur, eine Basisstation mit Antenne, ein Funkmessplatz und ein Transportroboter, der aussieht wie ein ferngesteuertes Auto. Was die drei Lemgoer Wissenschaftler jedoch zeigen, könnte die Datenkommunikation der Zukunft in den produzierenden Unternehmen sein: In der Smartfactory OWL, einer gemeinsamen Initiative des Fraunhofer IOSBINA und der TH OWL, wird seit März eines der ersten privaten 5G-Netze betrieben.

Dieser Technologie werden heute diejenigen Eigenschaften zugeschrieben, die das weithin verbreitete WLAN und die bisherigen Mobilfunksysteme nicht bieten können: eine garantierte Übertragungsqualität mit fest definierten Bandbreiten und Übertragungszeiten. Mit dem neuen 5G-Netzwerk stellt der Standort Lemgo wieder einmal seine Vorreiterrolle in der Industriellen Kommunikation unter Beweis. Prof. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB-INA, freut sich über die neue Ausrüstung in der Lemgoer Forschungs- und Demonstrationsfabrik: „Vor zwei Wochen haben wir die Frequenzuteilung und die Betreibererlaubnis durch die Bundesnetzagentur für ein privates Netz bekommen. Jetzt haben wir die entsprechende Hardware für die 5G-Basisstation und das Kernnetzwerk im Haus, sodass wir ab sofort gemeinsam mit Partnern in Forschungs- und Industrieprojekten unterschiedlichste Anwendungsfälle bearbeiten und erproben können.“

5G: Flexible Ressourcenzusicherung für industrielle Anwendungen Das Besondere an der 5G-Funktechnolgie: Sie ist geeignet für Anwendungen, die Übertragungs- beziehungsweise Reaktionszeiten unter einer tausendstel Sekunde erfordern. Im Gegensatz zum WLAN besteht der wesentliche Vorteil darin, dass die sogenannte Dienstgüte (Geschwindigkeit und Übertragungszeit) mit Hilfe des „Network Slicing“ garantiert werden kann. Damit hat der Betreiber eines „privaten“ 5G Netzwerks die vollständige Kontrolle über die verfügbaren Ressourcen und ein hohes Maß an Flexibilität. Zusammen mit einem bereits in der Smartfactory OWL vorhandenen Rechencluster (Edge Computing) besteht ein Testfeld für viele Echtzeit-Anwendungen.

Ein Anwendungsgebiet für 5G in der Industrie sind die Steuerung mobiler Roboter oder die Fernbedienung von automatisierten Maschinen und Anlagen. Ein anderes Beispiel sind führerlose Transportsysteme in der Intralogisitik, deren Steuerung gebündelt, von einem Rechencluster in der Fabrik aus erfolgen kann. „Alle datenintensiven Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Bandbreite, zum Beispiel Virtual Reality- oder Big Data-Anwendungen – in Produktanlaufphasen oder Servicefällen, finden mit 5G eine geeignete Technologie“, fasst Jasperneite zusammen.

Im ersten Quartal 15 Prozent gestiegenes EBIT im Vorjahresvergleich

Die Surteco Group SE, Holdinggesellschaft für führende nationale und internationale Marken der Oberflächentechnologie, richtet alle Maßnahmen auf das erfolgreiche Bestehen der aktuellen Corona-Krise aus. Die Zuversicht basiert auf einem nach Branchen breit diversifizierten Produktportfolio sowie der soliden finanziellen und bilanziellen Aufstellung. Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Prognosen sowohl beim Konzernumsatz mit 675,3 Mio. Euro als auch beim um Einmaleffekte von 19,4 Mio. Euro bereinigten Ergebnis (EBIT) mit 40,5 Mio. Euro erreicht. Das ausgewiesene EBIT lag bei 21,1 Mio. Euro (2018: 32,2 Mio. Euro), der Konzerngewinn bei 9,4 Mio. Euro (2018: 18,6 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund der derzeit nicht quantifizierbaren Auswirkungen der zu erwartenden Corona bedingten globalen Rezession im Jahr 2020 wird der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zu einem späteren Zeitpunkt einen Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns der Surteco Group SE vorlegen.

„Surteco ist bilanziell und finanziell gut gewappnet, um die aktuelle Corona-Krise zu meistern. Unsere Markt- und Technologieführerschaft und unser breites Produktportfolio kommen uns dabei im Wettbewerbsumfeld zugute“, zeigt sich Wolfgang Moyses, der Vorstandsvorsitzende der Surteco Group SE, zuversichtlich.

Dank der Verbesserung der Verschuldung im Wesentlichen durch den Verkauf des Imprägniergeschäfts in den USA sowie der Rückführung der letzten Tranche eines US-Private-Placements konnte die Bilanzsumme um 8 Prozent von 844,5 Mio. Euro auf 780,3 Mio. Euro verkürzt werden. Während die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 deutlich von 41,8 Prozent auf 45,4 Prozent stieg, wurde die Nettofinanzverschuldung substanziell von 197,5 Mio. Euro auf 179,9 Mio. Euro gesenkt, wodurch der Verschuldungsgrad von 56 auf 51 Prozent abnahm. Die operative Entwicklung und eine fokussierte Investitionstätigkeit führten zu einem von 11,2 Mio. Euro auf 47,9 Mio. Euro verbesserten Free Cashflow. Damit ist der Konzern bilanziell und finanziell gut für die möglichen Auswirkungen der Corona-Pandemie aufgestellt.

Surteco konnte trotz der ab Mitte März spürbaren Corona bedingten Negativeffekte im 1. Quartal 2020 eine Verbesserung des EBIT von 11,6 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 15,5 Prozent. Ausschlaggebend hierfür waren positive Effekte aus den Effizienzsteigerungsmaßnahmen des Vorjahres, eine gute Auslastung aller Produktionsbetriebe bis Mitte März und Verbesserungen in der Materialquote. So stieg das EBIT im Segment Decoratives von 9,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,2 Mio. Euro, im Segment Technicals von 1,0 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro und bei Profiles von 2,8 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Beim Konzernumsatz machte sich die Corona-Krise und die Trennung vom nordamerikanischen Imprägniergeschäft mit einem Rückgang von 181,9 Mio. € im 1. Quartal 2019 auf 171,6 Mio. € bemerkbar.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden sich besonders im 2. Quartal negativ bemerkbar machen. Für das Gesamtjahr 2020 sind sie derzeit aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich Dauer und Dimension der Pandemie nicht abschätzbar. Aufgrund der weltweit eingeleiteten weitreichenden staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Krise muss von einer globalen Rezession und somit mit Umsätzen gerechnet werden, die erheblich unter der ohne die Kriseneffekte aufgestellten Prognose von 675 bis 700 Mio. Euro liegen werden. Vor diesem Hintergrund muss ebenfalls mit einem erheblich unter die ursprüngliche Prognose von 40 Mio. Euro bis 45 Mio. Euro sinkenden Konzernergebnis (EBIT) gerechnet werden.

„Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt“ 2020

BMU und BDI würdigen exzellente Innovationen von sieben Unternehmen

Das Bundesumweltministerium (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben den „Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt“ (Iku) verliehen. Prämiert werden herausragende Umweltinnovationen von sieben deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, Unter anderem für neue Wege im Artenschutz, intelligentes Energiemanagement in der Industrie und in den Kommunen, die nachhaltige Herstellung von Peptiden, Wärmemanagement in Bürogebäuden, intelligente Wasserzähler und die umweltfreundliche Herstellung von Plastikverpackungen. Die für heute geplante feierliche Preisverleihung wurde aufgrund der aktuellen Lage abgesagt.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Umweltinnovationen schützen nicht nur unsere Lebensgrundlagen und den Industriestandort Deutschland, sondern sorgen auch für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Wohlstand. Mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt ermutigen wir Unternehmen und Forschungseinrichtungen, mit kreativen Ideen neue Wege beim Klima- und Umweltschutz zu gehen.“

Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer: „Beim Klimaschutz stehen wir vor einer Herkulesaufgabe, deren Lösung völlig neue Technologien und Innovationen erfordern. Die Siegerprojekte des Iku beweisen, welches Potenzial wir in unserem Land haben und dringend nach vorne bringen müssen. Mit innovativen Ideen lässt sich Geld verdienen. Das muss auch in Zukunft so bleiben, damit die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Ökologie und Soziales, zusammenfinden.“

Der Iku ist eine renommierte Auszeichnung, die in diesem Jahr bereits zum siebten Mal gemeinsam von BMU und BDI vergeben wird. Eine hochrangig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Ottmar Edenhofer, Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat die Preisträger in sechs Wettbewerbskategorien ausgewählt. Grundlage der Jury-Entscheidung war die wissenschaftliche Bewertung durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Der Iku wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Preisgeld beträgt für jeden Preisträger 25.000 Euro. In der Kategorie „Umweltfreundliche Technologien“ wurden in diesem Jahr zwei Unternehmen ausgezeichnet.

FSK

Workshop „Polyurethane für Einsteiger“ bei Zelu in Murr Ende September

Am 30. September 2020 ist es wieder soweit: Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) veranstaltet den beliebten Workshop Polyurethan. Für einen Tag bieten sich einmalige Einblicke in die Welt des vielfältigen Werkstoffs und des Verbandsmitglieds Zelu Chemie GmbH, das die Teilnehmer in seinem Werk in Murr willkommen heißt.

Durch die Corona-Krise kann eine Vielzahl der geplanten Veranstaltungen nicht stattfinden und auch im Herbst 2020 ist eine gewisse Planungssicherheit nicht gegeben. Großveranstaltungen dürfen bis Ende August nicht stattfinden. Da der FSK-Workshop Polyurethane für Einsteiger eine begrenzte Teilnehmerzahl von 30 Personen hat und damit keine Großveranstaltung ist, findet dieser nach jetzigem Stand am 30. September 2020 statt. Sollten sich diesbezüglich Änderungen ergeben, erhalten Sie umgehend Informationen vom Fachverband.

Der angesagte Workshop „Polyurethane für Einsteiger“ richtet sich an Studierende, Produktdesigner, Entwickler, Nachwuchskräfte und alle anderen Interessierte, die eine spannende Gelegenheit PUR hautnah kennenzulernen, nicht verpassen möchten. Unser Mitgliedsunternehmen Zelu Chemie GmbH in Murr öffnet einen Tag Tor und Tür und gewährt den Teilnehmern einmalige Einblicke. Zum einen wird der Werkstoff Polyurethan, seine Herstellung sowie Verarbeitungs- und Anwendungstechnologien in Theorie nähergebracht und von Experten erklärt, aber auch in Technikum und Labor live vorgeführt. Zum anderen haben die Teilnehmer die Möglichkeit das FSK-Mitgliedsunternehmen Zelu näher kennenzulernen. Denn der Spezialist für Polyurethan-Schaumsysteme und Klebstoffe mit mehr als 125 Jahren Erfahrung lädt auch zum Rundgang durch das Unternehmen ein. Das detaillierte Programm zum FSK-Workshop Polyurethane für Einsteiger finden Sie auf der Verbandswebsite.

Der Fachverband veranstaltet regelmäßig Einsteiger-Workshops in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsunternehmen und schätzt diese Möglichkeit, den Werkstoff in seiner ganzen Bandbreite für Branchenneulinge und -fremde erlebbar zu machen. Für die Unternehmen bieten solche Veranstaltungen eine gute Chance, Nachwuchskräfte zu begeistern.

Eine frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert, denn die Teilnehmerzahl für den Workshop ist begrenzt und die Veranstaltung ist erfahrungsgemäß schnell ausgebucht. Für Studierende, Hochschulangehörige und FSK-Mitglieder ist die Teilnahme kostenfrei, doch auch interessierte Nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Die Anmeldung ist online unter www.fsk-vsv.de möglich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fsk-vsv.de oder unter der Telefonnummer 0711 993 7510.

„Best Workplace Award“ 2020

Noch bis morgen abstimmen

Zum dritten Mal sind Europas größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu und der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) in diesem Jahr auf der Suche nach den besten Büroarbeitsplätzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Noch bis morgen, den 30. April 2020, können Büromitarbeiter auf https://kunu.nu/IBA2020 nicht nur ihren Arbeitgeber, sondern im Rahmen einer Sonderbefragung auch ihre Arbeitsplätze detailliert bewerten. Insgesamt zehn Unternehmen, die hinsichtlich Bürogestaltung, Arbeitsatmosphäre und Unternehmenskultur am überzeugendsten abschneiden, werden im Herbst 2020 auf der „Orgatec“ in Köln mit dem „Best Workplace Award“ 2020 ausgezeichnet.

In einer sich wandelnden Arbeitsumgebung, in der vermehrt auf Agilität, eigenverantwortliches Arbeiten und flache Hierarchien gesetzt wird, bekommt das Büro eine neue, identitätsstiftende Rolle. „In einer digitalisierten Arbeitswelt muss der Arbeitsplatz erweiterten Anforderungen gerecht werden – er kann Mitarbeitern Sinn und Werte vermitteln und sogar zum Träger der Unternehmenskultur werden“, betont der IBA-Vorsitzende Hendrik Hund in diesem Zusammenhang.

Diejenigen Aspekte der Arbeitslatzgestaltung, die dafür besonders wichtig sind, stehen im Fokus der Online-Befragung für die „Best Workplace Awards“ 2020. Neben Funktionalität und Design können die Arbeitnehmer Faktoren wie Akustik, Licht und Gesundheitsbeitrag ihres Büroarbeitsplatzes bewerten. Basierend auf den Ergebnissen wird der Award, wie auch in den Vorjahren, in drei Kategorien – kleine Unternehmen (bis 49 Mitarbeiter), mittelgroße Unternehmen (50-249 Mitarbeiter) und große Unternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter) – verliehen.

Die Frage, welche Gestaltungsaspekte besonders stark zum Wohlbefinden der Mitarbeiter am Arbeitsplatz beitragen, beschäftigte Kununu und den IBA schon in den beiden vergangenen Jahren. Im Rahmen der „Best Workplace Awards“ 2019 bewerteten zuletzt rund 16.000 Arbeitnehmer über 9.000 Unternehmen. Die Ergebnisse gaben wichtige Hinweise darauf, wie sich attraktive Büroumgebungen realisieren lassen. Das österreichische BMD Systemhaus, der Gewinner in der Kategorie große Unternehmen 2019, hatte beispielsweise die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter bei der Gestaltung der Arbeitsplätze in den Vordergrund gestellt. So wurden die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Abteilungen, zum Beispiel in puncto Akustik, berücksichtigt und in-dividuell angepasst. Auch der Dating-App-Anbieter Lovoo, erstplatzierter Arbeitgeber in der Kategorie mittelgroße Unternehmen, punktete durch hohe Individualisierung basierend auf dem Feedback der Angestellten.

Aufgrund einer besonders familiären und kommunikativen Arbeitsumgebung konnte sich die Schweizerische Vermögensverwaltung Diem Client Partner AG den Award für kleine Unternehmen sichern, auch hier stand das Wohlbefinden der Mitarbeiter bei der Bürogestaltung an erster Stelle.

„Die Ergebnisse aus den beiden vergangenen Jahren zeigen, dass sich die Zufriedenheit der Mitarbeiter von Unternehmen aller Größenordnungen durch die Bürogestaltung signifikant beeinflussen lässt“, so Dr. Sarah Müller, Geschäftsführerin der Kununu GmbH. Viele der Preisträger hätten nicht nur durch eine gute Arbeitsatmosphäre überzeugt, sondern auch durch ein funktionales Büro-Design.

In den drei Kategorien kleine, mittlere und große Unternehmen werden Kununu und der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) die je drei bestbewerteten Arbeitgeber mit dem „Best Workplace Award“ auszeichnen. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für die beste Arbeitsatmosphäre verliehen. Die Übergabe findet dieses Jahr im Rahmen der „Orgatec“, der Leitmesse für moderne Arbeitswelten in Köln, statt. Unter dem Motto „Variety of Work“ werden vom 27. bis 31. Oktober 2020 innovative Konzepte für die Zusammenarbeit im Büro der Gegenwart und Zukunft präsentiert und diskutiert.

Bosch Power Tools

Innovationswettbewerb für mehr Zusammenarbeit mit Start-ups

Bosch Power Tools hat mit der „Digital Breakthrough Challenge“ einen Innovationswettbewerb gestartet: Der Geschäftsbereich setzt damit auf strategische Partnerschaften mit Start-ups, um gemeinsam das Geschäft mit digitalen Produkten und Services auszubauen. Im Fokus des Wettbewerbs stehen Lösungen, die für Verwender einen Mehrwert schaffen, der über die Bereitstellung des richtigen Werkzeuges hinausgeht. „Wir suchen Start-ups mit bahnbrechenden digitalen Lösungen in unserem Geschäftsfeld. Mit diesen Partnern wollen wir die digitale Zukunft der Branche gemeinsam gestalten“, sagt Henk Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Power Tools GmbH.

Im Mittelpunkt des Innovationswettbewerbs stehen digitale Produkte und Services in drei Bereichen: DIY und Garten, Handwerksbetriebe sowie große Bau-stellen. Im Bereich DIY und Garten stehen digitale Lösungen im Fokus, die Heimwerker und Gartenliebhaber dabei unterstützen, ihre Projekte zu verwirklichen. Die zweite Kategorie konzentriert sich auf digitale Angebote, die typische Problemstellungen im Arbeitsalltag von Handwerksbetrieben lösen und damit zur Effizienzsteigerung der Betriebe beitragen sollen. Im Bereich große Baustellen sucht Bosch Power Tools nach Start-ups, die mit ihrem digitalen Service die Bauindustrie verändern wollen: Dabei steht im Vordergrund, wie Projekte auf einer Baustelle möglichst effizient und sicher realisiert werden können. „Unser Ziel ist es, digitale Lösungen und Dienstleistungen zu entwickeln, die unsere Verwender in den Mittelpunkt stellen. Heimwerker wollen wir durch ihr gesamtes Projekt begleiten, Handwerker bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen und auf Baustellen wollen wir wesentlich dazu beitragen, Aufgaben einfacher und effizienter zu gestalten“, erklärt Andreas Leinfelder, Leiter strategische Geschäftsentwicklung bei Bosch Power Tools.

Der Innovationswettbewerb ist bereits im März 2020 gestartet – die Bewerbungsfrist endet am 03. Mai 2020. Im Verlauf der „Digital Breakthrough Challenge“ werden den vielversprechendsten Start-ups erfahrene Business Mentoren zur Seite gestellt, die sie begleiten und beraten. Das Finale findet im Juli 2020 in Stuttgart statt. Sechs ausgewählte Finalisten werden dort ihre Lösungen vor Bosch-Experten und dem Management präsentieren. Für die drei vielversprechendsten Unternehmen sind jeweils bis zu 15.000 Euro als Startbudget eingeplant. Damit sollen die ausgewählten Lösungen validiert und der erste Grundstein für eine zukünftige Kooperation gelegt werden. „Wir sind gespannt auf innovative Lösungen! Wir freuen uns darauf, mit Start-ups neue Wege zu gehen und spannende Projekte ins Leben zu rufen“, sagt Andreas Leinfelder.

Blitzumfrage nach den Lockerungen im Handel

Ruhig und diszipliniert – so ist die erste Woche im wieder geöffneten Einzelhandel abgelaufen. Laut einer Blitzumfrage des Handelsverbandes NRW lag die durchschnittliche Kundenfrequenz in den Einkaufsstraßen zwischen 25 und maximal 45 Prozent der Werte aus Vergleichszeiträumen. Differenzierter sah es bei der Umsatzsituation aus. Von den 184 Antworten berichten 45,4 Prozent, dass der Umsatz bis zu 40 Prozent des Vorjahresumsatzes betragen habe. Bei 20,7 Prozent der Befragten lag der Umsatz hingegen auf Vorjahreshöhe oder darüber. „Etwa ein Viertel der Umfrageteilnehmer war zuvor nicht von der Geschäftsschließung betroffen, weil beispielsweise Lebensmittel oder Drogerieartikel angeboten wurden“, erläutert Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW diese Ungleichverteilung bei den Umsatzergebnissen.

Die Kunden waren aus Sicht des Handels überwiegend disziplieneirt. Nur in Einzelfällen (2,8 Prozent) kam es zu Problemen etwa beim Abstandsgebot. Die umfangreichen Schutzmaßnahmen des Handels gehen über Hinweisschilder und Zugangskontrollen hinausn. 78,7 der Umfrageteilnehmer stellen Desinfektionsmittel bereit, 47,1 Prozent geben Mund-Nasenschutz aus. „Der von einigen befürchtete Massenansturm auf den Einzelhandel ist wie vom Handel auch erwartet ausgeblieben, da verständlicherweise die Konsumstimmung in der Bevölkerung auf sehr niedrigem Niveau verharrt“, resümiert Achten.

Befragt nach finanzieller Unterstützung geben 64,2 Prozent der Teilnehmer an, die Soforthilfe bereits erhalten zu haben, vereinzelt wird von noch nicht erhaltenen Zahlungen trotz bereits erfolgter Bewilligung berichtet. 33 Prozent nehmen Steuerstundungen, 17,3 Stundungen von Sozialabgaben, 24,6 Prozent Mietstundungen und 12,8 Prozent bewilligte Bankkredite in Anspruch. Fast Zwei Drittel (64,5 Prozent) haben Kurzarbeit angemeldet. Etwa ein Viertel der Umfrageteilnehmer befürchtet, sein Geschäft aufgeben zu müssen. 9,9 Prozent sehen hier eine sehr große Gefahr, 14,4 Prozent eine große Gefährdung der geschäftlichen Existenz. 22,7 Prozent beurteilen die Gefahr einer Geschäftsaufgabe mit mäßig. „Um massenhafte Geschäftsaufgaben im Einzelhandel zu vermeiden, werden neben den bestehenden Hilfsprogrammen auch direkte Zuschüsse nötig werden. Auch brauchen wir Programme zu Stärkung der Massenkaufkraft“, führt Achten fort. „Was wir nun brauchen, ist ein verantwortungsbewusstes Hochfahren des gesamten Einzelhandels ohne Beschränkungen der Verkaufsflächengröße aber mit klaren Hygienevorgaben. Die immer noch vorhandene Diskriminierung von Betrieben mit Verkaufsflächen oberhalb von 800 Quadratmetern ist nicht nachvollziehbar.“

EMV

„Unsere Gesellschafter empfinden die irrationalen Entscheidungen der Politik als diskriminierend“

Unser Schwestermagazin, die „möbel kultur“ hat nachgefragt:

Die Gesellschafter im Europa Möbel Verbund haben sich minutiös auf die Wiedereröffnungen nach dem Lockdown vorbereitet. Dementsprechend positiv fällt das Résumé in Nordrhein-Westfalen aus. Gleichzeitig wächst der Unmut über die Politik, die mit ihren Entscheidungen in den letzten Wochen nach Auffassung des EMV ein Regel-Wirrwarr und einen föderalen Flickenteppich hervorgerufen hat. Der Widerstand des Möbelmittelstands wächst, wie die beiden Geschäftsführer Felix Doerr und Ulf Rebenschütz im Interview erklären.

möbel kultur: Herr Rebenschütz, wie sind die ersten Kundenreaktionen bei Ihren Händlern nach der Wiedereröffnung in der vergangenen Woche?

Ulf Rebenschütz: Wenn wir zunächst mal NRW betrachten, weil dort alle Flächen wieder öffnen durften, war die Resonanz dort erfreulicherweise etwas besser als erwartet. Die Frequenzen waren im Bereich normal bis gut. Die Kunden, die kamen, kauften auch. Mit anderen Worten – Kunden, die Ihren konkreten Bedarf decken wollten, waren in der Frequenz stark, Schaukunden, die zum Bummel oder zur Inspiration kommen und  für das zukünftige Geschäft wichtig sind, waren leider Fehlanzeige. Umsatztechnisch war in NRW der überwiegende Teil der Händler aber zufrieden bis sehr zufrieden. Die mittelständischen Häuser bis 10.000 qm taten sich dabei etwas leichter.

In den Bundesländern mit der 800-Quadratmeter-Regelung lief es ähnlich, insbesondere das Küchengeschäft hat nach wie vor gute Zugkraft. Die weitere Entwicklung bleibt natürlich abzuwarten.

möbel kultur: Herr Doerr, beobachten Sie, dass die Kunden ihre Verhaltensweisen ändern?

Felix Doerr: Die Sensibilität für das Thema Abstand und Hygiene hat eindeutig zugenommen, allerdings ohne einen Anflug von Hysterie. Die meisten Kunden verhalten sich eher gelassen. Die Kunden sind bereits in einer Art Corona-Modus gewesen – viele kamen bereits mit Masken. Tendenziell waren die älteren Kunden etwas unvorsichtiger. Die Ordnungsämter kontrollierten in vielen Fällen und lobten dabei oftmals die umgesetzten Hygienekonzepte.

möbel kultur: Hat es spezielle Aktivitäten zu Neustart gegeben?

Ulf Rebenschütz: Mit klassischer Werbung haben sich die Mitglieder in der letzten Woche zurückgehalten. Über Social Media wurde zwar etwas angeschoben, aber viele unserer Händler setzen Werbung erst in den kommenden Tagen wieder ein. Unsere Inhouse-Agentur PERSPEKTIVE hat die Händler aber mit zahlreichen passenden Motiven zum Restart ausgestattet.Besonders herauszustellen ist, dass eine Reihe von Händlern während der Shutdown-Phase ihre Kunden digital beraten hat, z.B. per Videokonferenz oder Facetime. Auch „Personal Shopping“ wurde von einigen Mitgliedern erfolgreich umgesetzt. Wer solche Aktivitäten umgesetzt hat, konnte den Schaden oft signifikant begrenzen. Wir wissen von Händlern, die es so geschafft haben, die Umsätze des Vorjahres für März und April zu halten.

möbel kultur: Was musste für den Restart noch bedacht werden?

Felix Doerr: Wer die Diskussionen verfolgt hatte, konnte ahnen, dass Schutzmasken obligatorisch sein würden, wenn es zu Lockerungen kommt. Durch unser Beschaffungs-Netzwerk in China waren wir in der glücklichen Lage an Schutzmasken heranzukommen, um unsere Mitglieder im EMV und KSV unverzüglich damit zu versorgen. Bei einer schnellen – auch hier wieder – digitalen Abfrage – kamen innerhalb weniger Stunden Bestellungen von knapp 400.000 Stück zusammen, so dass im Übrigen auch der Preis immer attraktiver wurde.

möbel kultur: Wie kommen die Mitglieder mit den Beschlüssen zu den unterschiedlichen Flächenöffnungen klar?

Ulf Rebenschütz: Unsere Gesellschafter empfinden diese irrationalen Entscheidungen der Politik als diskriminierend. Der entstandene föderale Flickenteppich kommt hinzu. Wir haben beispielsweise nach Vorliegen der Beschlüsse vom 16. April sofort schriftlich in Bayern bei der Staatsregierung interveniert und sogar ein Schutz- und Hygienekonzept für eine Öffnung vorgelegt. Darauf gab es bis dato keine Antwort, stattdessen dürfen Autohäuser öffnen und es geht in der Diskussion schon wieder um Kaufprämien für Neufahrzeuge. Um es freundlich auszudrücken – es fällt schwer dieser Politik zu folgen. Wir haben uns daher entschieden für unsere Mitglieder zu kämpfen und haben in verschiedenen Bundesländern mit Eilanträgen Normenkontrollklagen eingereicht, um die Ungleichheit verfassungsrechtlich prüfen zu lassen. Letztendlich geht es um wirtschaftliche Existenzen und unsere Aufgabe ist es diese am Markt zu erhalten.

Felix Doerr: Nicht dass wir falsch verstanden werden – die Gesundheit und der Schutz von Kunden und Mitarbeitern steht über allem. Aber die Plan- und Orientierungslosigkeit, die durch die derzeitigen Beschlüsse für diese nächste Phase der Pandemie vorliegen, werden das weitere Steuern dieser Krise deutlich erschweren. Wenn heute etwas für die Menschen nicht transparent nachvollziehbar ist, wird die Gefolgschaft bröckeln. Da nützen dann auch die besten Umfragewerte nichts, auf die der eine oder andere Politiker offenbar fokussiert ist.

möbel kultur: Warum gelingt es der Autobranche offenbar besser Gehör zu finden als der Möbelbranche?

Ulf Rebenschütz: Neben der objektiv stärkeren wirtschaftlichen Bedeutung der Autobranche, scheint in der Führung der Politik ein völlig falsches Bild unserer Branche zu bestehen. Mit ‚Möbelhaus‘ verbinden die Spitzenpolitiker Ikea und vielleicht noch Lutz und Höffner – und damit wiederum Tagesbesucherfrequenzen in den Tausendern, Jahrmarktszenen und Bratwurstbuden. Dass es Tausende von erfolgreichen Händlern mit gerade mal 20 oder 30 Besucherpartien am Tag gibt, hat die Politik nicht auf dem Zettel. Wir müssen uns als Möbelmittelstand deutlich mehr Gehör verschaffen – an diesem Bild muss unbedingt auch über Corona hinaus gearbeitet werden.

möbel kultur: Wie verändert eine solche Pandemie das Verbandsleben?

Felix Doerr: Das lässt sich in der Drastik auf drei Begriffe verknappen – es wird digitaler, schneller und kooperativer. Alle Beteiligten rücken noch mehr zusammen.

möbel kultur: Könnten Sie das noch etwas ausführen?

Felix Doerr: Wir haben eine sehr fortschrittlich denkende Vertriebsmannschaft, die von einem Moment auf den anderen die Kommunikation auf Videokonferenzen umgestellt hat. Praktisch täglich fanden intern wie auch mit unseren Mitgliedern Gesprächsrunden statt, die für alle sehr nützlich waren, um die neuesten Informationen und Erfahrungen auszutauschen. Dadurch, dass sich praktisch täglich neue wichtige Themen im Bereich Wirtschafts- und Arbeitsrecht, Finanzierung, Subventionen etc. entwickelten – und dies z.T. ja länderspezifisch – war der Informationsbedarf enorm hoch.

möbel kultur: Wie muss man sich das operativ vorstellen?

Ulf Rebenschütz: Es gab Tage in den ersten zwei bis drei Wochen nach dem Shutdown, an denen regelmäßig fünf bis sechs Videokonferenzen mit bis zu je 20 Händlern stattfanden. Nach meinem Eindruck waren wir noch nie mit so vielen Mitgliedern gleichzeitig so eng im Gespräch wie in dieser Phase. Sie hören dann sehr schnell heraus, wo der Schuh drückt und man kann gemeinsam die richtigen Maßnahmen treffen. Um die Gewinne zum Beispiel vier Wochen früher zur Auszahlung zu bringen, haben wir die Gesellschafterversammlung digital durchgeführt. Da dies bisher satzungstechnisch nicht vorgesehen ist und von allen 500 Gesellschaftern dazu aber die Zustimmung vorliegen muss, hatten wir einen kleinen Kraftakt zu meistern. Das geht nur mit großer Nähe zu den Gesellschaftern und auf digitalem Wege.