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Autor: Möbelfertigung

Wiederholte Zertifizierung für die Möbelwerke A. Decker

Bereits zum vierten Mal seit 2016 wurden die Möbelwerke A. Decker aus Borgentreich jetzt von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet. „Der Massivholzmöbelhersteller Decker war nicht nur der erste Teilnehmer unseres DGM-Klimapakts, sondern auch das erste Unternehmen, das seine CO2-Emissionen vollständig kompensiert hat. Wir begrüßen dieses tolle Engagement für den Klimaschutz, das jedem von uns und auch den kommenden Generationen zugutekommt“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Jeder Mensch und auch jedes Unternehmen hinterlässt einen CO2-Fußabdruck auf der Erde. Die Teilnehmer des Klimapaktes, den die DGM im Jahr 2016 gegründet hat, möchten diesen Fußabdruck fortlaufend verkleinern oder als „Klimaneutraler Hersteller“ sogar komplett für ein Kalenderjahr neutralisieren. Nach gründlicher Prüfung aller klimarelevanten Prozesse haben die Möbelwerke A. Decker aus Ostwestfalen nun bereits das vierte Jahr in Folge alle ihre unvermeidbaren CO2-Emissionen kompensiert und dafür in nachhaltige Klimaschutzprojekte investiert. „Eine Tonne emittierten Treibhausgases entspricht einem Umweltzertifikat von geprüften Projektbetreibern auf der ganzen Welt, die beispielsweise Initiativen zur Aufforstung, zum Ausbau regenerativer Energien oder zur Verbesserung der Wasserqualität durchführen. Der Kauf derartiger Zertifikate hilft also sowohl der globalen CO2-Bilanz als auch der regionalen Infrastruktur vor Ort“, erklärt Winning und weist darüber hinaus auf den Nutzen des DGM-Labels „Klimaneutraler Möbelhersteller“ hin: „Damit ausgezeichnete Unternehmen können im Handel schließlich für sich und ihre klimafreundlichen Möbel werben. Ich bin überzeugt, dass immer mehr Endverbraucher diese Vorbildfunktion zu würdigen wissen und sich eher für nachhaltige Produkte von verantwortungsbewussten Herstellern entscheiden.“

Weitere Informationen gibt es unter www.dgm-moebel.de.

Zwischen Shutdown und Neustart

Nach dem Shutdown im April hat die Schwinn Beschläge GmbH am 4. Mai 2020 die Kunststoffproduktion in Ober-Ramstadt bis zu 60 Prozent wieder hochgefahren. Logistik, Versand und Warenannahme arbeiten voll. Die Produktion in Polen lief in der Zwischenzeit uneingeschränkt weiter.

Wegen geringerer Bestellvolumina polnischer Kunden konnten Lieferrückstände aufgeholt und Lieferzeiten signifikant verkürzt werden. Waren aus China erreichen das Unternehmen per Luft- und Seefracht. Für Geschäftsführer Oliver Hoffmann sind das gute Voraussetzungen: „Wir sind handlungsfähig, produzieren und liefern, ob aus Europa oder Asien. Der Kunde profitiert vom ‚double sourcing‘.“

Es ist eine doppelte Herausforderung für das Unternehmen, das seit 1. März 2020 die Insolvenz in Eigenverwaltung managt. Auch die Schwinn Beschläge GmbH bekam die Auftragsrückgänge zu spüren, die sich in Folge der Schließung der Möbelhäuser in ganz Europa ergaben. Trotzdem erreichte der Zulieferer den für April avisierten Umsatz: Einige Kunden ließen aus Kulanz trotzdem Griffe, Knöpfe, Möbelfüße und Haken anliefern.

Wie sich die Lage in den nächsten Monaten weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Hoffmann rechnet zunächst mit weiterer Kaufzurückhaltung. Der für Mai geplante Umsatz soll aber auf jeden Fall die Kosten decken. Die Auftragsbestände und für den Monat bestätigte Aufträge stimmten zuversichtlich, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Das wäre auch eine Grundvoraussetzung, um die Eigenverwaltung aufrechtzuerhalten.

Für Schwinn geht es nun darum, die Liquidität weiter so zu steuern, dass die Eigenmittel ausreichen. Das Kurzarbeitergeld und ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Reduktion aller Kosten, die nicht unmittelbar der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes dienen, helfen dabei, das Unternehmen mit definierten Kosten durch die Krise zu steuern. „Je besser uns das gelingt“, sagt Hoffmann“, umso eher können wir eine Entscheidung in Bezug auf eine Übernahme herbeiführen.“ Vier Investoren hatten dazu bereits erste Konzepte vorgelegt, ihre Entscheidung aber aufgeschoben, da die Beurteilung der Absatzlage im Moment schwierig sei.

„Die Ausgangslage für die Schwinn Beschläge ist trotz der sehr turbulenten Zeit nicht aussichtslos“, schätzt Oliver Hoffmann. „Wir sehen durchaus positive Entwicklungen, zumindest für die europäisch produzierenden Betriebe.“ Die nächste Zeit werde zeigen, ob die angedeutete Rückbesinnung auf näherliegende Produktionsbetriebe wirklich eintritt. Unter dem Slogan „made in Europe“ richtet Schwinn derzeit seine Beschaffungsketten aktiv danach aus.

Feiert den 15. Geburtstag

Im Mai 2005 ging die Handwerkerplattform „Myhammer“ online. Das Ziel: Auftraggebern Dienstleistungen vermitteln und Handwerkern den Weg in die digitale Auftragsbeschaffung ebnen. Mittlerweile vermittelt Myhammer jeden Monat viele Tausend Aufträge an Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in ganz Deutschland und Österreich und treibt die Digitalisierung mit mobilen Angeboten voran. Darüber hinaus fördert Myhammer das Handwerk durch Wettbewerbe wie den Myhammer Handwerker Azubi-Award.

Mit 15 Jahren Erfahrung als Internetunternehmen entwickelt Myhammer seine Plattform kontinuierlich weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse von Auftraggebern und Handwerkern. Anfänglich als Plattform für Rückwärtsauktionen gestartet, wurde dieses Modell bereits 2006 verworfen. Seitdem können Auftraggeber frei entscheiden, welcher Betrieb den Zuschlag bekommt. Handwerker haben keine Einsicht in die Angebote anderer.

Ein großer Meilenstein war 2009 die Einführung der neuen Profile für Handwerker, die Auftraggebern maximale Transparenz geben soll. Hier sind alle Kontaktdaten sowie Qualifikationen und Zulassungen einsehbar. Damit bekommen Auftraggeber die Sicherheit, dass die Arbeiten von den Betrieben ordnungsgemäß ausgeführt werden können. Handwerker erhalten im Gegenzug einen aussagekräftigen Online-Auftritt und können sich mit Hilfe von guten Bewertungen eine positive Online-Reputation aufbauen. Alle Qualifikationen und Zulassungen werden von Myhammer geprüft. Seit 2011 ist außerdem die Handwerkskarte als Nachweis erforderlich.

2014 erschien die Myhammer-App als logische Weiterentwicklung des digitalen Angebots. Damit können Auftraggeber und Handwerker direkt aus der Hosentasche heraus Aufträge ausschreiben und annehmen. Außerdem enthält die App nützliche Funktionen wie einen eingebauten Scanner, mit dem Räume über die Handykamera automatisch ausgemessen werden können.

„Die Digitalisierung im Handwerk gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wir sind stolz, diese Entwicklung mit unserem Angebot schon seit 15 Jahren zu fördern“, so Claudia Frese, CEO von Myhammer

„Die Digitalisierung im Handwerk gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wir sind stolz, diese Entwicklung mit unserem Angebot schon seit 15 Jahren zu fördern“, sagt Claudia Frese, CEO von Myhammer. „Und die Zukunft wird noch digitaler. Seit 2019 setzten wir maschinelles Lernen ein. Mit der Technologie werden beispielsweise jedem Kunden die passenden Handwerker bzw. die besten Aufträge vorgeschlagen.“

Myhammer möchte als Partner das Handwerk stärken und die Digitalisierung im Handwerk unterstützen. Daher rief Myhammer 2011 den Wettbewerb zur „Handwerkerseite des Jahres“ ins Leben. Der Wettbewerb fand insgesamt sieben Mal statt. In 2015 folgte die Auszeichnung „Handwerker des Jahres“. Durch den Wettbewerb soll hochwertige Handwerksarbeit sichtbar gemacht und ausgezeichnet werden. 2018 wurde das erste Mal der Myhammer Handwerker Azubi Award ins Leben gerufen, bei dem besonders engagierte Handwerkerazubis geehrt werden.

„Uns ist es wichtig, dass wir uns auch über die Plattform hinaus für unsere Nutzer einsetzen“, sagt Claudia Frese. „Im Mittelpunkt unserer digitalen Lösung stehen Menschen, die miteinander interagieren. Dienstleistungen zu vermitteln bedeutet, Menschen zusammenzuführen. Einmal gab es sogar eine Myhammer-Hochzeit zwischen einem Handwerker und einer Auftraggeberin.“

Schon ein Jahr nach dem Start in Deutschland ging Myhammer 2006 auch in Österreich online. 2008 erhielt das Unternehmen seine erste Auszeichnung: den Deutsche Internetpreis des Branchenverbandes Bitkom. In 2010 kam der Deloitte Technology Fast 50 Award als Deutschlands wachstumsstärkstes Technologie-Unternehmen hinzu.

Auch die Zahlen sprechen für sich: Seit 2015 wächst das Unternehmen zweistellig, zuletzt um 29 Prozent. Auf Myhammer werden heute über 200 Leistungen angeboten. Das Auftragsvolumen belief sich 2019 auf über 1,4 Milliarden Euro und jeden Tag werden durchschnittlich 3.000 Aufträge eingestellt, Tendenz steigend. Im April 2020 knackte die Zahl der eingestellten Aufträge das erste Mal die 100.000-Marke und es wurden 38 Prozent mehr Aufträge ausgeschrieben als noch im April 2019. Seit dem Start 2005 konnten Handwerker und Dienstleister insgesamt fast zehn Mio. Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 14 Milliarden Euro bei Myhammer finden.

Mehr Informationen rund um das Jubiläum von Myhammer gibt es unter https://news.my-hammer.de/15jahre/

Größte Anleihe der Firmengeschichte erfolgreich platziert

Aktive Zukunftssicherung: Die Würth-Gruppe nutzt die attraktiven Konditionen an den Kapitalmärkten zur Aufnahme langfristiger Mittel und platziert über ihre Finanzgesellschaft Würth Finance International B.V. am 11. Mai 2020 erfolgreich eine Euro-Anleihe über 750 Millionen Euro am Markt.

Die Anleihe mit einer Laufzeit von 7,5 Jahren verfügt über einen Zinskupon von 0,75 Prozent pro Jahr und ist durch eine unbedingte, unwiderrufliche Garantie der Adolf Würth GmbH & Co. KG besichert. Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat die Anleihe mit einem Rating von „A, outlook stable“ versehen.

Die Federführung für die Emission nahmen die Joint Lead Manager BNP Paribas, DZ Bank, HSBC und Landesbank Baden-Württemberg wahr. Nach der Ankündigung des Emissionsvorhabens und der positiven Marktresonanz – die Anleihe wurde 3-fach überzeichnet – konnte die Transaktion innerhalb weniger Stunden abgeschlossen werden. Für die Investoren ergibt sich eine Rendite von 0,7820 Prozent pro Jahr.

Die Emission stärkt die langfristige Finanzierungs- und Liquiditätsbasis der Würth-Gruppe als Grundlage für das zukünftige Konzernwachstum. Die durchschnittliche Laufzeit der ausstehenden Finanzverbindlichkeiten der Würth-Gruppe verlängert sich deutlich.

Verzeichnete ein gutes erstes Quartal 2020 mit leichtem Anstieg der Aufträge

Trotz der Corona-Pandemie konnte die Homag Group das erste Quartal 2020 gut abgeschließen, in allen großen Werken wurde nahezu durchgehend produziert. Im März haben sich jedoch auch bei dem erfolgreichen Maschinenbauer bereits erste Auswirkungen der Corona-Pandemie bemerkbar gemacht. Vollzogen wurde die Akquisition des Handelspartners in China.

Der Umsatz der Homag Group belief sich in den ersten drei Monaten 2020 auf 290 Millionen Euro und lag damit neun Prozent unter Vorjahr (319 Mio. Euro). Ebenfalls um neun Prozent auf 304 Millionen Euro (Vorjahr: 335 Mio. Euro) verringerte sich der Auftragseingang. Der Auftragsbestand lag zum 31. März 2020 mit 556 Millionen Euro etwas über dem Wert am Jahresende 2019 (31.12.2019: 546 Mio. Euro). Im ersten Quartal 2020 erzielte die Homag Group ein operatives EBIT von 16,1 Millionen Euro (Vorjahr: 20,5 Mio. Euro). Zum 31. März 2020 waren 6.613 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.03.2019: 6.633) beschäftigt.

Der Vorsitzende des Vorstands Pekka Paasivaara erklärt: „Wir sind gut in das Jahr gestartet und im Januar und Februar lag unser Auftragseingang erkennbar über Vorjahr. Im März hat sich jedoch die Corona-Pandemie bei uns, wie in der gesamten Branche, deutlich ausgewirkt. Trotz der aktuell herausfordernden Situation haben wir Anfang Mai die restlichen 75 Prozent der Anteile an unserem langjährigen Vertriebs- und Servicepartner in China übernommen. Damit investieren wir in unsere globale Präsenz und sind für das erwartete Marktwachstum in China sehr gut aufgestellt.“

Die Produktion konnte die Homag Group bislang auch in der Krise weitestgehend aufrechterhalten. „Unsere Lieferketten sind im Großen und Ganzen stabil“, sagt Pekka Paasivaara. „Unsere frühzeitig eingeleiteten Hygienemaßnahmen greifen und ich bin sehr stolz, wie diszipliniert und verantwortungsvoll unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dieser herausfordernden Situation umgehen. Dadurch bleiben wir arbeitsfähig.“

Auch der Kontakt zu den Kunden ist insgesamt stabil, wie Paasivaara weiter erklärt. „Zwar entwickelt sich die Situation in den einzelnen Ländern und Regionen mit sehr unterschiedlicher Dynamik. Doch in allen Märkten können wir unseren Kunden mit unseren digitalen Werkzeugen und Kommunikationskanälen zur Seite stehen. Dazu zählt beispielsweise die virtuelle Planung mit dem digitalen Zwilling oder unser breites Spektrum an Service-Apps.“ Dennoch macht sich die Investitionszurückhaltung der Kunden deutlich bemerkbar. Die Homag Group rechnet zunächst mit einer anhaltenden Eintrübung im Markt, die vor allem im zweiten Quartal 2020 zu einem signifikant niedrigeren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr führen wird. Für die zweite Jahreshälfte wird eine schrittweise Erholung erwartet.

Neues Werk in Bad Krozingen in Betrieb

Die Schwarzwälder Siko GmbH, bekannt als Hersteller für innovative Sensoren und Positioniersysteme, verwirklichte jüngst einen neuen Meilenstein seiner über 50jährigen Firmengeschichte. Realisiert wurde ein weiterer Standort in dem infrastrukturstarken Ort Bad Krozingen, circa 30 Kilometer entfernt des traditionellen Firmensitzes in Buchenbach,  

Von den weltweit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, verteilt auf nun 7 Standorte, sind ab Mai 2020 70 Mitarbeiter in dem imposanten Neubau in Bad Krozingen tätig und freuen sich auf das neue und moderne Arbeitsumfeld. Nach dem offiziellen Spatenstich für den Neubau im Gewerbegebiet „Am Krozinger Weg“, der Ende März 2019 erfolgte, dauerte der Bau bis zur Fertigstellung also etwas über ein Jahr. „Bedenkt man, dass unsere Elektronikfertigung bereits Ende 2019 schrittweise in unser neues Werk umgezogen ist und zügig die Produktion aufnahm, können wir mit der Gesamtdauer des Baus, trotz Bau-Boom in 2019 und Corona-Krise in 2020, sehr zufrieden sein“, gibt Geschäftsführer Sven Wischnewski zu Protokoll.

Auf 5.000 Quadratmeter Nutzfläche sind im neuen Werk Bad Krozingen nun die Produktion der elektronischen Geräte sowie Vertrieb und Marketing tätig. Das Investitionsvolumen inklusive Maschinen und Gebäudeausstattung betrug 13 Millionen Euro und ist ein Bekenntnis zur lokalen Produktion in Deutschland und zu den treuen und langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Region.

Die Produktionsinfrastruktur, mit modernsten Arbeitsplätzen und Maschinen zur Produktion von zum Beispiel Elektronikplatinen für die eigene Antriebstechnik, wurde konsequent an Methoden der „Lean Production“ ausgerichtet. Fertigungsmitarbeiter und Büroangestellte zu gleich, freuen sich über eine Gebäude- und Arbeitsplatzgestaltung, die offene Kommunikation und Zusammenarbeit einerseits fördert, gleichzeitig aber auch ruhiges und konzentriertes Arbeiten ermöglicht. Ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze sind seit langem Standard bei Siko und beugen Rückenbeschwerden effektiv vor. Die eigene Mitarbeiterkantine mit Loungebereich im Schwarzwald typischen Holzdesign, sorgt in angenehmer Atmosphäre, für das leibliche Wohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Um der Umwelt und dem Klima Rechnung zu tragen, wurden für Besucher und Mitarbeiter mehrere Stromtankstellen für E-Autos oder E-Bikes auf dem Firmenparkplatz errichtet. Diese werden ökologisch nachhaltig über eine großflächig ausgelegte Photovoltaikanlage, welche sich auf dem Dach des Gebäudes befindet, mit grünem und selbsterzeugten Strom gespeist. Erdsonden mit Wärmepumpen sowie eine klimatechnisch förderliche Betonkernaktivierung sind weitere Elemente die umgesetzt wurden, um das neue Werk energieeffizient zu betreiben.

Siko Geschäftsführer, Sven Wischenwski, fasst zusammen: „Das neue und moderne Werk in Bad Krozingen war ein notwendiger und richtiger Schritt für die Zukunft der Siko GmbH. Unsere jüngsten Produkte sind nicht nur innovativ, sondern auch wichtig bei der Realisierung von Industrie 4.0 Fertigungen und Automatisierungsprozessen der Industrie. Bereiche also die stetig an Bedeutung gewinnen und wachsen. Der Standort Bad Krozingen gibt uns und unserer Belegschaft die Möglichkeit, mit den für uns relevanten Märkten mitzuwachsen und innovative Produkte zu fertigen und zu vermarkten, die zukünftige Marktimpulse setzen“.

Kreativität durch Lebenserfahrung

Viele Auszeichnungen hat der praktische Drehteller „Comfortspin“ von Hettich seit seiner Markteinführung im Mai 2019 erhalten. Und wenn sprichwörtlich jeder Erfolg viele Väter hat, so weiß man bei Hettich nach dieser Produktentwicklung: Auch Großväter und Großmütter haben das Zeug zu einer echten Erfolgsstory. Denn hinter dem innovativen „Comfortspin“ stehen als „Mastermind-Team“ zwölf ideenreiche Senioren aus Chemnitz.

Auf der Suche nach kreativen Köpfen für innovative Produkte hat der Beschlag-Spezialist Hettich (Kirchlengern) Mut zu neuen Wegen bewiesen: Als sich Hettich-Innovationsmanager Daniel Rehage (47) vor einigen Jahren an seinem neuen Wohnort Chemnitz nach einem offenen Innovations-Netzwerk umsah, konnte er allerdings noch nicht ahnen, wohin die Reise gehen würde. Sein Ziel war die Entwicklung zukunftsfähiger Konzepte sowie die Optimierung von Fertigungsprozessen. Ein erster Kontakt mit der Chemnitzer Technischen Universität führte bald zu der Idee, geeignete Fachleute über das dortige Seniorenkolleg zu finden.

Anfang 2016 wurde das Vorhaben an der TU Chemnitz vorgestellt, und das Interesse bei den „älteren Semestern“ war so groß, dass Rehage bereits wenige Monate später mit seinem neuen Innovationsteam an den Start gehen konnte: Die bunt gemischte Gruppe umfasst Diplomingenieure und andere Akademiker, darunter ehemalige Konstrukteure, Elektrotechniker, Technologen, einen Patentingenieur und einen Arbeitswissenschaftler. Zumeist einmal pro Woche treffen sich seither die rund zwölf Fachleute im Alter von Mitte 60 bis Mitte 80, unter ihnen auch eine Frau, um gemeinsam an Neuheiten im Bereich Möbel und Haushalt zu tüfteln. Hinzu kommen regelmäßige Sitzungen in kleineren Arbeitsgruppen.

Aus dem bescheidenen Anfangsdomizil zog das Team bereits im Jahr 2017 in größere Projekträume in einen Chemnitzer Gewerbepark um: Hier baut Hettich-Entwicklungsingenieur Andreas Matthes (42), der die Senioren auch fachlich betreut, sämtliche Prototypen in der teameigenen Werkstatt. Im Jahr 2018 ist zu den Räumen noch eine komplett ausgestattete Musterküche hinzugekommen, in der die Prototypen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden.

Neben der komplexen technischen Entwicklung hat sich das „Comfortspin“-Projektteam in Chemnitz ebenso mit professioneller Marktforschung beschäftigt – inklusive einer Bedarfsermittlung und natürlich der Frage, welchen Preis Kunden für ihr Produkt zu zahlen bereit sind. „Dazu haben wir eigene Fragebögen für Probanden erarbeitet“, erzählt Bernd Lehmann (73), ehemaliger Konstrukteur bei Thyssen-Krupp. Gefunden wurden die ersten Testpersonen unter anderem im Seniorenkolleg der TU Chemnitz. Nach einem Fernsehbeitrag des Senders MDR konnten zusätzliche Interessenten für eine zweite Nutzerbefragung gewonnen werden. Alle Ergebnisse waren so positiv, dass sich der Beschlaghersteller Hettich entschied, mit dieser Produktneuheit in Serie zu gehen.

Schon im Mai 2019 war es dann soweit: Hettich brachte den Drehteller unter dem Namen „Comfortspin“ offiziell auf den Markt, zunächst im Online-Verkauf. Es dauerte nicht lange, und das innovative Produkt aus der Chemnitzer Ideenschmiede konnte die ersten Auszeichnungen gewinnen, darunter den IF-Industrie-Forum-Designpreis für Produktgestaltung in Gold. – Ein schöner Premierenerfolg, auf den das Seniorenteam zu Recht stolz ist. Inzwischen haben sich die kreativen Chemnitzer Experten auch den Namen ihrer Gruppe „Wirfinder“ schützen lassen. Das offizielle Logo dazu stammt vom Chemnitzer Formgestalter Karl Clauss Dietel.

Dass es den Chemnitzer Entwicklern bei ihrer Tätigkeit nicht allein ums Geld geht, betont Hartmut Endlerlein, (82) emeritierter Professor für Ergonomie an der TU Chemnitz: „Die Arbeit belebt und hält uns jung. Es bereichert unser Leben, wenn wir uns auch im Alter noch mit unseren Qualifikationen und Kompetenzen einbringen können.“ Auch Daniel Rehage hat im Kontakt mit seinem Chemnitzer Team persönlich viel dazu gelernt. Eine wichtige Erfahrung ist, dass sich durch die Synergien seiner Experten aus verschiedenen Fachrichtungen neue Produkte manchmal schneller zur Marktreife bringen lassen als sonst in den Entwicklungsabteilungen.

Die älteren Teammitglieder können außerdem wertvolles Wissen um die Bedürfnisse ihrer Generation einbringen, das jüngeren Entwicklern vielleicht noch fehlt. Dabei geht es nicht allein um Ergonomie und leichtes Handhaben von Produkten, sondern beispielsweise um den Wunsch nach praktischem Stauraum für Medikamente. Der „Comfortspin“ erfüllt auch dieses Bedürfnis, denn er lässt sich nicht nur in Kühlgeräte, sondern auch in Schränke oder Regale einbauen. Im Unterschied zu herkömmlichen Drehtellern aus Plexiglas nutzt der rechteckige „Comfortspin“ die Fläche des Schrankfachs nahezu vollständig aus und ist trotzdem leicht um 360 Grad drehbar. Dafür sorgt ein neuartiges Kugellager, das inzwischen durch mehrere Patente urheberrechtlich geschützt ist.

Längst arbeiten die kreativen Chemnitzer Senioren an weiteren Anwendungen ihres innovativen Kugellagers für Möbel und Küchengeräte. „Das gelungene Startprojekt hat uns alle beflügelt und macht natürlich Lust auf mehr“, sagt Daniel Rehage. „Wir tüfteln bereits an neuen Produktideen, die Ergonomie und Technik für Möbel intelligent miteinander verbinden.“ Die Branche darf also gespannt sein, mit welchen Lösungen die „Wirfinder“ künftig noch mehr Nutzerkomfort in unseren Möbelalltag bringen.

Gewinnspiel für die Rückkehr ins Büro

Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Krise lassen sich nur schwer abschätzen. Dank weiterer Lockerungen der Corona-Auflagen dürfen mehr und mehr Geschäfte wieder öffnen. Nun gilt es für die Palmberg-Fachhandelspartner, Ihr erfolgreiches Comeback zu planen.

Das Palmberg dabei auch in schwierigen Zeiten an ihrer Seite steht und sie in dieser extremen Phase mit unterschiedlichen Maßnahmen proaktiv unterstützt, ist für das Unternehmen selbstverständlich.

Ein Mix aus sehr kurzen Lieferzeiten über das gesamte, umfangreiche Produktportfolio, einer maximalen Flexibilität bei Sonderlösungen und kurzfristigen Anfragen sowie einer einhundertprozentigen Zustellpünktlichkeit verbunden mit der gewohnten Palmberg-Qualität sind dabei die Hauptsäulen. Zusätzlich wird der Büromöbelspezialist ab sofort monatlich effiziente Angebote, kreative Lösungen und hilfreiche Materialien über seinem neuen Newsletter P!N direkt in die Inbox seiner Fachhandelspartner liefern. 

In der ersten Ausgabe widmet sich Palmberg aus gegebenem Anlass den Hauptthemen „Home-Office“, der aktuellen 10-Tage-Schnelllieferaktion sowie der neuen Hygieneschutzwand „Barrio“, die nun auch als Glasvariante angeboten wird.

Neben der Unterstützung der eigenen Fachhandelspartner möchte Palmberg aber auch allen Homeoffice-Workern die Vorfreude auf die Rückkehr ins Büro verschönern. Wie? Mit seinem Instagram-Gewinnspiel #ichfreuemichschonwiederaufsbüro. Alle derzeit im Home-Office Arbeitende haben noch bis zum 20. Mai die Möglichkeit, sich bei der T-Shirt-Kampagne #ichfreuemichschonwiederaufsbüro ein kostenloses T-Shirt nach Hause schicken zu lassen und mit etwas Glück ein Büro-Umstyling zu gewinnen!

Das mitmachen ist einfach: Unter der E-Mail-Adresse media@palmberg.de ein eigenes „Ich freue mich schon wieder aufs Büro“-T-Shirt (inklusive Größenangabe) bestellen. Sobald das T-Shirt da ist, schnell anziehen und ein Foto machen. Dieses Foto dann in der eigenen Instagram-Story hochladen und mitteilen, warum man sich schon wieder aufs Büro freut. Jetzt nur noch Palmberg verlinken, den Hashtag „ichfreuemichschonwiederaufsbüro“ nutzen – und schon ist man im Lostopf für das Büro-Umstyling dabei.

Neue Prinzipien der Arbeitsmethodik nach der Corona-Krise

„Mit der Gelegenheit des Paradigmenwechsels nach der Krise wollen wir unseren Handlungen mehr Sinn geben, die richtige Energie zur richtigen Zeit am richtigen Ort einsetzen, Ressourcen und Zeit verantwortungsbewusster nutzen. Gemeinsam mit den Sozialpartnern rechnen wir mit sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen, die uns darin bestärken, die Motivation und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu wichtigen Säulen der Unternehmensleistung zu machen”, sagt Xavier Chéreau, Personalchef der Groupe PSA und zuständig für die Transformation des Unternehmens.

Im Kontext der globalen Gesundheitskrise hat die Umsetzung des Prinzips der Groupe PSA, Mitarbeiter und das Unternehmen zu schützen, zur Einführung von verstärkten Gesundheitsmaßnahmen an allen Industrie-, Tertiär-, F & E- und kommerziellen Standorten weltweit geführt.

Die Lehren aus der allgemeinen Implementierung von Telearbeit tragen dazu bei, die Umgestaltung der Betriebsmethoden des Unternehmens zu beschleunigen, um die Flexibilität und Effizienz zu erhöhen.

Von Anfang an hat sich die Groupe PSA an die Krise angepasst, indem sie ihre IT-Kapazität im März 2020 verdoppelt hat. Dies hat die rasche Entwicklung der Telearbeit ermöglicht (38.000 gleichzeitige Verbindungen zum globalen IT-System der Gruppe im April im Vergleich zu durchschnittlich 18.000 in den vorhergehenden Monaten). Auf diese Weise kann das Management die Kontinuität bei der Steuerung des Unternehmens sicherstellen.

Zuvor hatte die Groupe PSA bereits die Bereitstellung von mobilem Arbeiten eingeleitet. Im Jahr 2019 haben fast 18.000 Mitarbeiter diese Arbeitsweise regelmäßig oder gelegentlich genutzt (gegenüber 2.500 im Jahr 2016), was 3 Millionen Telearbeitsstunden und fast 500.000 eingesparten Fahrten entspricht.

Angesichts der positiven Erfahrungen und effizienten Maßnahmen, die bereits im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise ergriffen wurden, hat die Groupe PSA entschieden, verstärkt auf Telearbeit zu setzen und sie zum Maßstab für Aktivitäten zu machen, die nicht direkt mit der Produktion zusammenhängen.

Dieser Grundsatz gilt ab sofort im Rahmen der schrittweisen und sicheren Wiederaufnahme der Bürotätigkeiten sowie der Handels- und F & E-Aktivitäten verbunden mit Maßnahmen zur Unterstützung der Teilaktivität.

Der Konzern nutzt diese Krise als Gelegenheit, sich zu verändern und ein neues Unternehmen mit drei Beschleunigungshebeln zu formen:

1. Die technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung und der bereits vorhandenen Tools für die kollaborative Telearbeit, die sich stets weiterentwickeln und unsere Arbeitsweise verändern

2. Die Lehren aus der Erprobung der Telearbeit vor der Krise und während der Krise mit der weit verbreiteten Nutzung von Telearbeit (Großtest)

3. Der Paradigmenwechsel nach der Krise mit der verstärkten Notwendigkeit, unseren Handlungen einen Sinn zu geben, indem Energie, Ressourcen und Zeit noch verantwortungsbewusster eingesetzt werden

Neben der Telearbeit wird die physische Präsenz von Mitarbeitern in neu gestalteten Räumen die Zusammenarbeit, wertschöpfende Interaktionen und die Suche nach kollektiver Energie verstärken.

Dieses Projekt bietet den Vorteil einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für die betroffenen Mitarbeiter, da die Häufigkeit und Dauer des Pendelns verringert wird. Darüber hinaus können die Mitarbeiter ihren Wohnort mit größerer Freiheit der individuellen Mobilität wählen.

Um diese Veränderung umzusetzen, verfolgt die Groupe PSA den Ansatz des konstruktiven Dialogs mit den Sozialpartnern. Ein Ansatz, der bereits im Rahmen des zu Beginn des Jahres in Frankreich unterzeichneten Abkommens über Motivation und Wohlbefinden verfolgt wurde. Diese Vereinbarung wird derzeit international eingeführt, um zu definieren, wie das Unternehmen von morgen mit seinen neuen Methoden und durchdachten Kooperationsräumen aussehen wird.

Dieses Neustrukturierungsprojekt erfolgt in drei Schritten:

– seit Montag, den 11. Mai: Nach-Eindämmung: Vorrang hat der Schutz der Mitarbeiter mit der Fortsetzung des Homeoffice als Referenz. Damit besteht die Möglichkeit, unter Einhaltung des Protokolls verstärkter Hygienemaßnahmen für Tätigkeiten, die nicht direkt mit der Produktion verbunden sind, in begrenzter Anzahl an den Standorten zu arbeiten.

– von Mai bis Juni: Gemeinsamer Aufbau mit der Analyse der gewonnenen Erkenntnisse und Effizienzhebel (Umfrage zum mobilen Arbeiten und Rückmeldung aus den letzten Monaten) mit der Berücksichtigung der Möglichkeiten zur Beschleunigung der Digitalisierung, einer Ermittlung des Bedarfs an Vor-Ort-Besuchen und neuen damit verbundenen Verwendungszwecken, um die Komplementarität der kollektiven Vor-Ort- Erfahrung und der digitalen und Remote-Erfahrung zu stärken, der Definition neuer Räume (Besprechungs-, Erstellungs-, Lern- und Veranstaltungsräume; flexibler und kollaborativer) und zugehöriger Dienste, der Ermittlung des zusätzlichen Bedarfs an digitalen Tools (verstärkter Einsatz von Video, Remote-Team-Management-Tools, Reservierung von Räumen vor Ort), der Neudefinition der Regeln für Remote- und Vor-Ort-Arbeiten, der Entwicklung der Verwaltungsmodi und dem Coaching und Training im Zusammenhang mit diesen neuen Arbeitsweisen.

– bis zum Sommer 2020: Umsetzung neuer Arbeitsmethoden und Entwicklung neuer Räume an den Pilotstandorten Poissy (Kompetenzzentrum), Vélizy, Carrières und Sochaux.

Dieses internationale Projekt wird sich auf alle nicht produktionsbezogenen Aktivitäten der Groupe PSA erstrecken. Weltweit wurden bereits mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, beispielsweise im Nahen Osten, in Afrika sowie in Lateinamerika.