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Autor: Möbelfertigung

Die digitale Möbelbranche – Der neue E-Commerce- und Social-Media-Report ist da

Der Retail Report „Möbelhandel Online 2020“ aus dem Ferdinand Holzmann Verlag lotet auf über 280 Seiten das Online-Business der Einrichtungsbranche aus.

Das Thema E-Commerce wird zunehmend komplexer. Kein noch so winziger Teilaspekt der Online-Vermarktung wird dabei vernachlässigt. Für alles gibt es eine Lösung und mindestens einen Dienstleister. Und immer wieder auch Innovationen und Überraschungen. Somit wird an allen Stellschrauben weiter gedreht, um näher an den Kunden heranzurücken und die Conversion-Rate zu erhöhen. Denn der digitale Möbelhandel ist weiter auf dem Vormarsch.
Lesen Sie alles über die heißesten Onlinepflaster, aktuellen Trends, individuelle Konzepte, Multichannel-Strategien und die Entwicklung im digitalen Möbel-Business der letzten Monate. Gestützt von zahlreichen Statistiken, Insider-Statements, Best-Practice-Beispielen, und Experten aus Handel und Industrie.

Ein besonderes Highlight: Die 150 wichtigsten Möbelshops und Portale. Gelistet und bewertet, gegliedert nach der Höhe der täglichen Zugriffszahlen, der Absprungrate und der Verweildauer der Kunden. Dazu alle wichtigen Infos und Adressen.

Wer sich beim Thema „Social Media“ upgraden will, hat jetzt die Möglichkeit, zusätzlich zum „Retail Report“, auch den brandneuen „Social Media Report 2020“ zu ordern. Während die Nutzungsraten klassischer Kanäle stetig sinken, erleben die sozialen Netzwerke einen anhaltenden Boom. Instagram, Facebook, Pinterest & Co. stehen besonders bei der jungen Generation hoch im Kurs. Der „Social Media Report“ zeigt Best Practice-Beispiele aus der Branche, inklusive Ranking und Analyse der Top-Player bei Instagram und Facebook.

Sichern Sie sich diesen Wissensvorsprung und bestellen Sie direkt bei uns im Shop oder bei Nicole Pornhagen unter: nicole.pornhagen(at)holzmann.de.

Möbel-Umsätze steigen online um 13,5 Prozent

Im April haben die deutschen Onlinehändler den im März verzeichneten Umsatzrückgang deutlich aufholen können. Insgesamt lag der E-Commerce mit Waren um 17,9 Prozent über dem Vorjahresmonat und erreichte ein Volumen von 6,82 Mrd. Euro inkl. USt (April 2019: 5,78 Mrd. EUR inkl. USt). Der Bereich Möbel, Lampen und Dekoration konnte im Vorjahresvergleich um 13,5 Prozent zulegen und erwirtschaftete digital im April 469 Mio. Euro inkl. USt. Bei den Haus- und Heimtextilien (+ 20,8 Prozent) sowie den Haushaltswaren und -geräte (+ 21,5 Prozent) legten die Erlöse im Vorjahresvergleich sogar noch deutlicher zu. Das zeigt eine Sonderauswertung des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel e.V. (BEVH) auf Grundlage der übers ganze Jahr erhobenen Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“.

Allerdings konnten noch nicht alle Sortimente das im März verzeichnete Minus kompensieren. Kumuliert man die Monate März und April, so liegt beispielsweise der Umsatz im Segment „Bekleidung“ mit 1,75 Mrd. EUR inkl. USt Umsatz noch um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (2019: 1,92 Mrd. EUR inkl. USt).

Dass insgesamt durch den April der schwache März mit einem kumulierten Plus von 2,3 Prozent überkompensiert wurde, liegt insbesondere am starken Wachstum der Kategorien Lebensmittel (+101 Prozent), Medikamente (+87,3 Prozent), Drogeriewaren (+55,1 Prozent) und Tierbedarf (+20,2 Prozent). Gerade diese Sortimente waren allerdings in der Lockdown-Phase kontinuierlich auch im stationären Handel zu erhalten.

Der Bereich Möbel, Lampen und Dekoration verlor 4,4 Prozent (von 731 Mio. Euro inkl. USt auf 699 Mio. Euro inkl. USt), während Haus- und Heimtextilien sowie Haushaltswaren und -geräte jeweils um fünf (2020: 179 Mio. Euro inkl. USt) sowie um 10,1 Prozent (2020: 709 Mio. Euro inkl. USt) zulegten. Von Januar bis April 2020 gewann der Möbel-Commerce dagegen fünf Prozent im Vorjahresvergleich dazu erzielte einen Gesamtumsatz von 1,659 Mrd. Euro inkl. USt. Mit Haus- und Heimtextilien ließ sich ein Plus von 7,6 Prozent (Jan. – Apr. 2020: 431 Mio. Euro inkl. USt) erwirtschaften und Haushaltswaren bzw. -geräte sorgten für ein Umsatzplus von Januar bis April 2020 im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent (1,536 Mrd. Euro inkl. USt).

Trotz der Corona-bedingten Delle im März erzielte der E-Commerce insgesamt ein Volumen von 23,3 Mrd. Euro inkl. USt und der Branchenumsatz damit inzwischen 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Allein im März hatte das Online-Geschäft 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert verloren. In beiden Jahren lag Ostern mitten im April, so dass keine kalenderbedingte Sondereffekte auftraten.

„Der Weg in die neue Normalität ist noch weit und die Pandemie noch längst nicht überwunden“, so BEVH-Präsident Gero Furchheim. „Wichtig ist jetzt, die vielen ermutigenden Initiativen voranzutreiben, die das lokale Angebot digital erlebbar machen und die Kunden mit den Händlern nachhaltig verbinden. E-Commerce ist auch für primär stationär tätige Händler mehr als ein Rettungsanker in der Corona-Pandemie. E-Commerce ist unverzichtbarer Baustein für jedes zeitgemäße Handelskonzept.“

Nordrhein-Westfalen weiterhin Kernland der deutschen Möbelindustrie

Noch unbeeinflusst von der Corona-Krise hat sich die deutsche Möbelindustrie 2019 wirtschaftlich stabil entwickelt. Seine führende Position als wichtiges Kernland der deutschen Möbelindustrie baute Nordrhein-Westfalen aus (Umsatzanteil 37,5 Prozent), insbesondere Ostwestfalen-Lippe darf sich weiter als das Zentrum der deutschen Möbelindustrie bezeichnen (Umsatzanteil OWL an BRD 27,6 Prozent, an NRW 73,6 Prozent ). Diese Position verdankt die Region vor allem einer gut aufgestellten Küchenmöbelindustrie, wo zwar nur 38 Prozent der Betriebe dieses Branchenzweiges ansässig sind, jedoch fast 70 Prozent der Umsätze geschrieben werden.

„Auch wenn wir mit Blick auf den Küchen-affinen Kreis Herford leider leichte Umsatzeinbußen im Vergleich zu 2018 hinnehmen mussten, können wir 2019 dennoch von einer im Vorjahresvergleich insgesamt gestärkten Rolle der Möbelindustrie in Nordrhein-Westfalen und ganz besonders Ostwestfalen-Lippe sprechen“, so Jan Kurth, Geschäftsführer der Herforder Möbelverbände.

Auf Basis statistischer Auswertungen ist etwa jedes dritte Unternehmen der deutschen Möbelindustrie in Nordrhein-Westfalen ansässig und rund 31 Prozent der in der Branche Beschäftigten arbeiten am Standort NRW. Bei annähernd gleicher Betriebsanzahl und gleichzeitig rückläufigen Beschäftigtenzahlen werden rund 7,5 Mrd. Euro (37,5 Prozent) der mit 19,9 Mrd. Euro gesamten Umsätze der deutschen Möbelumsätze in Nordrhein-Westfalen generiert – im Vorjahresvergleich mit weiterhin wachsender Tendenz (+1 Prozent).

„Diese Verhältnisse zeigen sich am deutlichsten bei der deutschen Küchenmöbelindustrie“, bekräftigt Kurth und fährt fort: „Denn hier sind es 3,6 Mrd. Euro von deutschlandweit 5,1 Mrd. Euro Umsatz, die dieser Branchenzweig in Nordrhein-Westfalen generiert. Wertmäßig sind das etwa 71 Prozent der deutschen Produktion!“

Die Küchenmöbelindustrie zeigt seit langem besondere Stärke in Ostwestfalen-Lippe. Aktuell werden 68,5 Prozent der deutschen bzw. 96 Prozent der nordrhein-westfälischen Umsätze des Branchenzweigs Küche in dieser Region erwirtschaftet. Dahinter stehen 26 Unternehmen mit rund 54 Prozent der in der deutschen Küchenmöbelindustrie Beschäftigten (9.600 Arbeitnehmer zu 17.710 BRD gesamt).

Die höchste Konzentration zeigt sich im Kreis Herford, wo rund ein Drittel der Beschäftigten der deutschen Küchenmöbelindustrie in diesem Branchenzweig tätig sind und fast 30 Prozent der Umsätze erarbeitet werden – ein Volumen, welches annähernd dem der gesamten deutschen Küchenmöbelindustrie außerhalb Ostwestfalen-Lippes entspricht.

„Diese Auswertungen unterstreichen die große Bedeutung der Möbel- und insbesondere der Küchenmöbelindustrie als strukturbestimmende Wirtschaftssegmente für Nordrhein-Westfalen und OWL“, betont Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth. „Mit Blick auf den Corona-Lockdown ist es deshalb wichtig, den Möbelhandel schnell zu reaktivieren und die Grenzen für Möbelexporte zu öffnen. Nach unseren jüngsten Erhebungen leiden derzeit drei Viertel aller Unternehmen der Küchenmöbelindustrie unter dem fehlenden Auftragseingang aus dem Handel. Wir hoffen deshalb“, so Kurth weiter, „dass die jetzt beschlossene Lockerung des Lockdowns unseren Wirtschaftszweig Schritt für Schritt zurück in die Normalität führt.“

Neu: Fünf Jahre Herstellergarantie auf alle DI-Dekodur-Produkte

DI Dekodur International GmbH setzt mit ihrem Qualitätsver-sprechen neue Maßstäbe im Markt der Schichtstoffplatten. Ab 1. Mai 2020 gewährt der Schichtstoff-Experte allen Kunden eine Herstellergarantie von 5 Jahren auf alle DI-Dekodur-Produkte. Grundlage dieses Qualitätsversprechens sind Top-Materialien und eine effektive und nachhaltige Qualitätssicherung, die bei DI Dekodur immer schon höchste Priorität genießen.

Die 5-Jahres-Garantie gilt für DI-Dekodur-Produkte, die ab dem 01. Mai 2020 erworben wurden, zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung und unbeschadet gesetzlicher Haftungs-vorschriften. Mit dieser Herstellergarantie bestätigt DI Dekodur seinen Kunden, dass die Produkte zum Herstellungszeitpunkt frei von Material-, Herstellungs- und Konstruktions-fehlern sind. Maßgeblich ist hierbei der Stand von Wissenschaft und Technik zum Herstel-lungszeitpunkt. Die Garantie gilt für eine Frist von fünf Jahren ab Kaufdatum des Kunden, maximal jedoch sechs Jahre nach Herstellung.

Voraussetzung für die Gewährung der Garantie ist eine fachgerechte Verarbeitung und Installation (durch einen Meisterbetrieb oder einen autorisierten Fachbetrieb) und den anerkannten Regeln der Technik und die Verwendung der DI Dekodur-Produkte gemäß Produktdatenblatt und Pflegeanweisungen von DI Dekodur. Weitere Details zur Garantie-vereinbarung sind unter www.dekodur.com/Herstellergarantie hinterlegt.

Ist neues Mitglied im VR Business Club

Wie werden Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality unsere Zukunft verändern? Welche Anwendungsfelder und Geschäftsmodelle sind richtungsweisend? Fragen, auf die Siempelkamp zum Beispiel im Bereich der virtuellen Planung von Anlagen und digitalen Serviceangeboten bereits Antworten bereithält. Als neues Mitglied in VR Business Club setzt die Gruppe nun auf branchenübergreifendes Networking.
Deutschlandweit bringt der VR Business Club mittelständische und große Unternehmen, Institutionen und Medienhäuser mit passenden Technologie-Experten zusammen – „Matchmaking“ also. Im Fokus stehen Treffen und Projekte im virtuellen Raum, bereichert durch ein internationales Kontaktnetzwerk. Themen wie Künstliche Intelligenz, perfekte 3D-Daten, virtuelle Kommunikation, Virtual Reality, Augmented Reality sowie Digital Dignity liefern ab sofort zusätzliche Impulse.

„Wir als Siempelkamp-Gruppe beschäftigen uns schon länger mit VR-Tools und deren Integration in unsere Geschäftsprozesse und Angebote. Wir erwarten durch die Mitgliedschaft im VR Business Club einen spannenden Austausch mit Unternehmen, die sich dem Feld der Virtuellen Realität aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln nähern. Die Vernetzung mit Führungskräften und Entscheidern anderer mittlerer und großer Unternehmen, Startups, Beratungsunternehmen, Agenturen aller Branchen, die Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality einsetzen oder verwenden möchten, wird uns bereichern.“, betont Carola Lenkewitz, Head of Marketing and Communications der Siempelkamp-Gruppe.

Wählt Elektronenstrahl-Anlagen von PCT für neue Beschichtungslinie

Interprint, einer der weltweit führenden Dekordrucker, hat PCT Ebeam and Integration als Hersteller und Lieferant der Elektronenstrahl-Systeme für die neue Beschichtungsanlagen gewählt, die im Werk Ozorków, Polen installiert werden. Jochen Geiger, Geschäftsführer von Interprint Polska, kommentiert: „PCT wurde als Partner für dieses Projekt aufgrund der technischen Vorteile des angebotenen Designs, der langjährigen Erfahrung in diesem Marktsegment und der professionellen Herangehensweise des gesamten Teams gewählt.“
Die Elektronenstrahl-Anlagen werden zur sofortigen Härtung von Beschichtungen auf Dekorpapieren verwendet. Dieser Härtungsprozess ermöglicht Eigenschaften wie beispielsweise eine hohe Kratzfestigkeit und eine exzellente chemische Resistenz. Mit der ES-Technologie können die unterschiedlichsten Oberflächen von hochglänzend bis matt erreicht werden. Der Einsatz von elektronenstrahl-härtenden Beschichtungen fügt sich nahtlos in die Bestrebungen der Industrie ein, Formaldehyd-freie Produkte in der Möbel-, Fußboden- und Holzindustrie liefern zu können.

„Wir sind sehr glücklich, diesen Auftrag von Interprint erhalten zu haben, gerade inmitten einer sehr ungewissen Zeit. Unser Team freut sich auf eine erfolgreiche Partnerschaft mit diesem geschätzten Kunden,“ freut sich Karl Swanson, Präsident von PCT.

Fachmessen und Kongresse ab Ende Mai wieder erlaubt

Im Rahmen der Corona-Krise konnten die einzelnen Landesregierungen mehr oder weniger selbstständig über Lockerungsmaßnahmen verfügen. In Nordrhein-Westfalen heißt das: Flächenbeschränkungen beim Handel entfallen, Fachmessen sollen ab Ende Mai wieder veranstaltet werden können. Alle Öffnungen stehen unter der Voraussetzung, dass sich die Infektionslage nicht verschlechtert. Das teilte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit.
Pinkwart: „Die Wiederbelebung der Wirtschaft ist dringend nötig. Denn wir befinden uns in der größten Krise seit Ende des 2. Weltkriegs. Viele Händler haben massive Einbußen erlitten. Ich freue mich daher sehr, dass alle Geschäfte größenunabhängig vom 11. Mai an wieder öffnen dürfen. Das gibt neue Kaufimpulse und die Ertragslage der Betriebe kann sich wieder verbessern.
Zudem nutzen wir die Spielräume, die wir uns erarbeitet haben, um die am härtesten getroffenen Branchen Gastronomie und Tourismus verantwortlich und behutsam zu öffnen. Schritt für Schritt müssen Gastronomen und Hoteliers die Umsätze erreichen, die sie vor der Krise erzielen konnten – nur so können sie ihren 150.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Perspektive geben.
Schließlich dürfen Fachmessen und Fachkongresse, wenn die Infektionslage sich nicht verschlechtert, demnächst unter strengen Auflagen wieder stattfinden – damit ist das Messeland Nordrhein-Westfalen Vorreiter in Deutschland. Bei jedem dieser Schritte gilt: Wir halten die Balance zwischen Gesundheitsschutz und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Öffnung, um das Erreichte nicht zu gefährden.“
Kurz: Fachmessen und Kongresse mit Hygiene-Konzept und begrenzter Teilnehmerzahl korrespondierend zur Veranstaltungsfläche dürfen nach dem 30. Mai wieder durchgeführt werden.

Der neue Klebstoff-Prospekt ist jetzt erhältlich

Oft ist die Auswahl des passenden Klebstoffes gar nicht so einfach. Welcher Schmelzkleber eignet sich für welche Vorschubgeschwindigkeiten und ist damit perfekt für meine Maschine geeignet? Welcher Weißleim hat eine besonders lange offene Zeit und lässt sich so auch für die Verarbeitung besonders großer Werkstücke einsetzen? Ein Blick in den Ostermann-Prospekt gibt schnell Aufschluss. Übersichtliche Tabellen und ausführliche Produktbeschreibungen helfen dem Verarbeiter dabei, schnell das gewünschte Produkt für die individuelle Anforderung zu finden.

Auf über 60 Seiten des Prospekts werden die Produkte im Detail vorgestellt. Zusätzlich zu den reinen Produktdaten findet man wichtige Hintergrundinformationen zum Thema „Kleben“ sowie praktisches Zubehör, wie zum Beispiel Auftragsgeräte für Klebstoffe.

Weitere Infos zum Prospekt finden Verarbeiter unter dem Suchbegriff „#Klebstoffprospekt“ auf der Ostermann-Website www.ostermann.eu

Entwickelte sechs Thesen für das Büro mit und nach Corona

Corona hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Viele Maßnahmen gelten wahrscheinlich nur vorübergehend, aber die veränderten Abläufe könnten schnell zur Gewohnheit werden. Mit der langjährigen Erfahrung, wie man Lösungen für Arbeits- und Wohnumgebungen entwickelt und gestaltet, hat Vitra sechs Thesen entwickelt.

Der Gesundheitsschutz erhält Vorrang:
Neue Vorsichtsmaßnahmen bei gemeinschaftlich genutzten Räumen dienen dem Schutz vor Ansteckung und Krankheit. Oberflächen, Türklinken, Sanitärräume und häufig berührte Flächen an Stühlen werden täglich gereinigt. Textilien und Polster könnten durch abwischbare Materialien wie Leder oder Kunstleder sowie Kunststoff verdrängt werden. Eine gute Alternative ist Holz, das als warmes, natürliches Material mit angenehmer Haptik und guten Hygiene- und Reinigungseigenschaften eingesetzt werden kann.

Das Home-Office setzt sich durch:
Viele Menschen arbeiten inzwischen zu Hause. Dieses unfreiwillige Experiment hat gezeigt, dass die erforderlichen Technologien existieren und funktionieren – und dass produktive Teamarbeit auch so möglich ist. Unternehmen, die ihre Angestellten zu Hause arbeiten lassen, erhalten dadurch nicht nur Zugang zu einem globalen Pool qualifizierter Arbeitskräfte, sie verringern auch ihren ökologischen Fußabdruck. Außerdem führt regelmäßiges Arbeiten im Home-Office zu einer geringeren Besetzungsdichte im Büro und ermöglicht das Einhalten des erforderlichen räumlichen Abstands zwischen den Anwesenden.

Besprechungen finden seltener statt – und anders:
Für die Post-Corona-Zeit stellt sich die Frage, ob und wie wir einander in Zukunft begegnen. Viele Besprechungen und Angebote werden auf digitale Plattformen verlegt. Die Häufigkeit realer Begegnungen dürfte abnehmen: Wir treffen uns nur noch, wenn es unvermeidbar ist – dann mit größerem Abstand in Besprechungsräumen oder im Stehen.

Neue Richtwerte bestimmen die gemeinsame Nutzung von Räumen:
In voll belegten Arbeitsräumen, dicht nebeneinander an langen Tischen oder jeden Tag an einem anderen Schreibtisch – so werden wir wohl vorerst nicht mehr arbeiten, wenn wir nach der Krise wieder ins Büro gehen. Dies muss jedoch nicht die Rückkehr der Zelle oder Wabe bedeuten. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter Abstand halten und die gemeinsame Nutzung von Gegenständen und Orten reduzieren.

Der Firmenstandort gewinnt an Bedeutung:
Die persönliche Anwesenheit wird für Unternehmen, Teams und Aufgaben unvermeidbar bleiben, die auf körperlichen Einsatz, direkte Zusammenarbeit oder das Bedienen von Maschinen angewiesen sind. Aktuelle Umfragen und Studien zeigen, dass Angestellte den Arbeitsplatz in der Firma keineswegs als notwendiges Übel betrachten, sondern gerne im Büro arbeiten. Diese Bewertung hat sich im Laufe der Covid-19-Pandemie bestätigt: Nach mehreren Wochen Home-Office vermissten die meisten Arbeitnehmenden die gewohnte Arbeitsumgebung, das kollegiale Miteinander und die vertrauten Abläufe. Aus diesem Blickwinkel erscheint das klassische Büro als Ort des Zusammenkommens in einer zunehmend digitalisierten Welt. „Ein gutes, physische Büro gewinnt in der Krisenzeit an Bedeutung: Es wird zum Ort des Zusammenkommens und Miteinanders – zu einem Ort, an dem sich die kulturellen Werte des Unternehmens spiegeln“, so Nora Fehlbaum, CEO Vitra.

Eine neue Ästhetik entsteht – oder nicht:
Was haben wir durch Covid-19 gelernt? Wir können eigentlich fast überall arbeiten. Wenn wir in Zukunft ins Büro gehen, dann haben wir eine bewusste Entscheidung getroffen. Wir möchten unsere Kollegen sehen, spezielle Aufgaben erledigen oder uns auf die Unternehmensziele und -werte einstimmen. Ein übergreifendes Thema wird das Bedürfnis nach Menschlichkeit sein. Im Büro darf es ruhig formeller aussehen als zu Hause, aber eben auf eine Weise, die den Grundbedürfnissen der Menschen nach der Krise entspricht. Im Büro muss man sich wohlfühlen können, beschützt und sicher – nicht zuletzt, weil hohe Hygienestandards gelten. Möglicherweise kommen neuartige Formen, Farben und Materialien auf, die dieses Bedürfnis erfüllen. Die Post-Corona-Innovationswelle vollzieht sich bisher vornehmlich digital und bleibt daher unsichtbar – wie das Virus selbst. Vertrautes und Bewährtes gewinnt daher an Bedeutung – zeitlose Produkte, die schon unseren Eltern und Großeltern gute Dienste geleistet haben.

Ausgabe 01 des Vitra E-Paper finden Sie hier zum Download: HIER

Ausgabe 02 und 03 folgen in den nächsten Wochen und werden unter demselben Link verfügbar sein. Pro E-Paper werden zwei der sechs Hypothesen intensiver behandelt.