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Autor: Möbelfertigung

Mehr genehmigte Wohnungen bis zum März

Gute Nachrichten für den zukünftigen Absatz der deutschen Möbelhersteller: Von Januar bis März 2020 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 78.600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben weiter mitteilt, waren das 4,0 Prozent mehr Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2020 rund 68.300 Wohnungen genehmigt. Das waren 3,8 Prozent oder 2.500 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser um 11,3 Prozent und die für Mehrfamilienhäuser um 4,4 Prozent. Die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser erhöhte sich dagegen nur leicht um 0,3 Prozent.

Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die von Januar bis März 2020 genehmigt wurden, erhöhte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,1 Prozent auf 53,8 Millionen Kubikmeter. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude.

Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen. Allerdings nimmt die Zahl der Bauvorhaben, die noch nicht begonnen beziehungsweise noch nicht abgeschlossen wurden (der sogenannte Bauüberhang), seit einigen Jahren zu. Die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit wird durch die Entwicklung der Baufertigstellungen dargestellt. Ergebnisse zu den Baufertigstellungen und zum Bauüberhang im Jahr 2019 wird das Statistische Bundesamt Anfang Juni 2020 veröffentlichen.

Hülsta bleibt „Klimaneutraler Möbelhersteller“

Bereits im vierten Jahr in Folge hat die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) ihr Mitgliedsunternehmen Hülsta als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet. „Die Firma Hülsta hat jetzt alle CO2-Emissionen aus 2019 erfolgreich bilanziert und durch die Investition in ausgewählte Klimaschutzprojekte kompensiert. Wir freuen uns über diesen wichtigen Beitrag zum Wohle unserer Umwelt und rezertifizieren Hülsta gerne mit dem DGM-Klimalabel“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Im Jahr 2016 hat die DGM den Klimapakt für die Möbelindustrie ins Leben gerufen, um einen Beitrag zum Klimaschutz aus einem Premiumsegment der deutschen Wirtschaft zu leisten. Heute gehören dem Klimapakt mehr als 20 namhafte Hersteller an, die ihren CO2-Ausstoß reduziert haben und ihre Emissionen jährlich bilanzieren.

„Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Ein Expertenteam in unserem Haus beschäftigt sich seit Jahrzehnten damit, Möbel zu fertigen, die auch in Puncto Umweltschutz wichtige Zeichen setzen. Wir wissen, dass diese ‘grünen‘ Werte auch die Werte unserer Kunden sind. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Zertifizierungen wie diese unser Engagement auch für Verbraucher gut sichtbar machen“, betont Dr. Thomas Knecht, Geschäftsführender Gesellschafter der Möbelmarken „Hülsta“ und „Now! by Hülsta“.

Die Möbelmarke Hülsta aus dem Münsterland geht beim Engagement noch einen Schritt weiter als viele andere, indem es seine CO2-Bilanz durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate ausgleicht. Ein Zertifikat entspricht dabei einer Tonne emittierten Treibhausgases. „Wenn die CO2-Emissionen eines Möbelherstellers so weit wie möglich reduziert wurden, stellt die finanzielle Unterstützung von geprüften Klimaschutzprojekten auf der ganzen Welt, wie zum Beispiel zur Aufforstung, Trinkwasseraufbereitung oder Gewinnung von Ökostrom, eine sehr sinnvolle Maßnahme dar, um die unvermeidbaren Emissionen zu neutralisieren und somit dem Klimawandel entgegenzuwirken“, erklärt Winning.

Dieses Engagement würdigt die DGM schließlich mit der Vergabe des Labels „Klimaneutraler Möbelhersteller“, mit dem die Unternehmen werben und Endverbraucher von sich überzeugen können. „Das Verantwortungsbewusstsein von Unternehmen gegenüber dem Klima und der Zukunft unseres Planeten ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Möbelkauf“, ist sich der Möbelexperte sicher.

Hat sich komplett neu aufgestellt

Neues aus dem Hause Vetrotech Saint-Gobain: Mit dem Umzug des sechzehnköpfigen Vetrotech Deutschland-Teams von Aachen nach Krefeld ist die Re-Organisation der Bereiche Vertrieb und Verwaltung pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum von Vetrotech abgeschlossen. Auch die Produktion zieht um: Ab Sommer 2020 werden Brandschutz- und Hochsicherheitsgläser mit hochmodernen Maschinen im „Industrie 4.0“-Standard im neuen Werk in Würselen gefertigt.

„Mit unserem komplett neu aufgestellten Außendienstteam, einer effizienten Verwaltungsstruktur und Personalaufstockungen sind wir für die steigenden Anforderungen des Marktes bestens gerüstet“, sagt Arnold Sirag, Sales Area Manager Benelux und Deutschland. Dazu zähle auch das erklärte Ziel, weiter zu wachsen, denn „gemeinsam mit unseren Systempartnern sehen wir dafür genügend Möglichkeiten im Markt“, so Sirag. Zum Vertriebsteam gehören auch zwei erfahrene Techniker für die technische Kundenberatung. Sie entwickeln kundenspezifische Lösungen zum Beispiel mit Systempartnern, arbeiten eng mit der Abteilung Forschung und Entwicklung zusammen und unterstützen Verarbeiter, Architekten, Gutachter usw.

Überall, wo Menschen leben, arbeiten und zusammenkommen, ist es wesentlich, dass sie es in einem geschützten Rahmen tun können. Vetrotech Saint-Gobain stellt dafür entsprechende leistungsstarke, multifunktionale Sicherheitslösungen zur Verfügung. „Es entspricht unserer Unternehmensphilosophie, keine Kompromisse einzugehen, wenn es um den Schutz von Leben und Eigentum geht“, so Verkaufsleiter Christoph Baier: „Dazu bekennen wir uns als Team ausdrücklich und vertreten diese Haltung konsequent auch unseren Kunden gegenüber.“

Zu Vetrotech Saint-Gobain Deutschland gehören neben dem Krefelder Vertriebs- und Verwaltungsteam das Produktionswerk in Würselen, das Brandschutz-Prüflabor IFTS und der Bereich Forschung und Entwicklung, beide in Herzogenrath. Im Werk Würselen wird eine breite Palette feuerhemmender, schlagfester, angriffsfester, kugelsicherer, sprengwirkungshemmender, druck- und selbst hurrikanesicherer Hochsicherheitsgläser hergestellt nach dem Motto: Vetrotech bietet innovative Lösungen, die Sicherheit und Komfort in allen Lebensräumen selbst für anspruchsvollste Anwendungen bieten.

Mit 360-Grad Showroom und Online-Meetings gegen die Krise

Reform ist ein dänisches Designunternehmen, das sich auf Küchen spezialisiert hat. Der Weg zur Reform-Küche beginnt mit den Basis-Küchenmodulen von IKEA, die im nächsten Schritt mit den Design-Fronten und -Arbeitsplatten von Reform kombiniert werden. So werden hochwertige Designs einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Die „möbelfertigung“ sprach mit den Gründern Michael Andersen und Jeppe Christensen über einen ganzen Katalog von Maßnahmen, die das Unternehmen gestartet hat, um in Zeiten von Corona weiter top-service bieten zu können.
1. Bitte erzählen Sie vorab einmal: Wie funktioniert das Geschäftsmodell von Reform?
„Grundsätzlich liefern wir die coolsten Küchen zu einem fairen Preis – und das in einem Markt, der einerseits von gewöhnlichen, relativ ähnlichen und anderseits von wirklich schönen, aber sehr teuren Küchen bestimmt wird. Unsere Küchen überzeugen mit sehr gutem Design und liegen dennoch im mittleren Preissegment. Das Geschäftsmodell basiert darauf, mit einigen der besten Designerinnen und Designern weltweit zusammenzuarbeiten und sie eine schöne Küche entwerfen zu lassen, um diese dann direkt ab Werk an Endkunden in der ganzen Welt zu vertreiben. Wir betreiben Ausstellungsräume in Deutschland, Dänemark und den USA und verkaufen unser Produkt in fast alle Länder der EU. Alle unsere Showrooms sind im Besitz von Reform, so dass keine Margen für Franchisegeber oder Agenten anfallen. Die Kunden kaufen bei uns online oder in den Showrooms und wir liefern dann direkt an die Verbraucher. Auf diese Weise erhalten unsere Kunden eine hochwertige Designküche zu einem adäquaten Preis – und durch den Verzicht auf Zwischenhändler bleibt auch für uns noch eine faire Marge.“

2. Sie haben mehrere Maßnahmen ergriffen, um auch in Zeiten von geschlossenen Läden mit Ihren Kunden in Kontakt zu bleiben. Welche sind das?
„In diesen Zeiten profitieren wir zunächst davon, dass unser Geschäft ohnehin hauptsächlich online abläuft. Und das haben wir nun weiter nach vorne gebracht und ausgebaut. Mit unserem neuen 360°-Showroom ermöglichen wir jetzt jeden Tag etliche virtuelle Besichtigungen und verabreden Online-Meetings mit Kunden auf der ganzen Welt. Diesen Service bieten wir nun als Alternative zu regulären Showroom-Besuchen an. Das flexible Format bietet die Option, Kunden unsere Designs und die vielfältigen Varianten zu zeigen, Fragen persönlich zu beantworten und bei der individuellen Küchenplanung face-to-face zu unterstützen – und dabei kann die Beratung entspannt von zu Hause oder jedem anderen Ort aus stattfinden. Natürlich leiden wir auch darunter, dass keine Menschen in unsere Ausstellungsräume kommen bzw. kommen können, aber wir verkaufen nach wie vor unseren Anteil an Küchen – vor allem mit Hilfe unseres motivierten Vertriebspersonals, das es bereits gewohnt ist, Kunden auch online zu beraten.“

Die verschiedenen Maßnahmen selbst erleben und sich genauer über das Unternehmen informieren können Sie auf https://www.reformcph.com/de/covid-19/

Diese und weitere interessante Artikel lesen Sie in der „möbelfertigung 3/2020“, die am 27. Mai erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Das erwarten Branchenentscheider für die Zeit nach Covid-19, mit diesen Strategien will Hesse-Lignal punkten, so pusht die Online-Initiative von Extranet24 Umsätze, diese Highlights gab es auf der „Indiawood“ in Bangalore zu sehen, CEO Gregor Baumbusch erläutert die Corona-Maßnahmen von Weinig, Handwerksexpertin Andrea Eigel gibt wertvolle Tipps für eine gute Homepage, das müssen Betriebe aus Sicht von Matthias Brack jetzt tun, so setzt Sonae Arauco gemeinsam mit seinen Kunden Trends um und noch viele Themen mehr.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Special „Handwerk & Innenausbau“.

Trends gemeinsam umsetzen

Wer die Erfolgsprodukte von Morgen kreieren möchte, muss die wichtigen gesellschaftlichen Strömungen sowie die Bedürfnisse der Konsumenten kennen. Und stets den Austausch mit anderen Kreativen suchen. So wie es Sonae Arauco im Rahmen seines Workshops „Impulse 2020“ konsequent tut. Dabei lautete die Frage, die gleich zu Beginn der Veranstaltung gestellt wurde: „Sind Sie auf die Zukunft vorbereitet?“ Auf diese forderte das Unternehmen seine Kunden aus der Industrie, bei rund 30 individuellen Terminen, zum Dialog auf.

„Natürlich zeigen wir eine ausgearbeitete und in sich stimmigen Kollektion, als Basis beziehungsweise als Ausgangspunkt für den Dialog mit unseren Partnern in der Möbel­industrie“, betont Dirk Eiynck, Global Design Manager von Sonae Arauco. Bei den Veranstaltungen der „Impulse 2020“ bis März diesen Jahres waren unter anderem namhafte Unternehmen aus dem Küchen- und Kastenmöbelbereich dabei. Diesen wurden zunächst die globalen Trendströmungen präsentiert, ergänzt durch unterschiedliche Momentaufnahmen der letzten 12 Monate, die wichtige Impulse zum Gedankenaustausch gaben.

Wie diese aussahen und welche Auswirkungen sie auf Wohnwelten haben, lesen Sie in der „möbelfertigung 3/2020“, die am 27. Mai erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Das erwarten Branchenentscheider für die Zeit nach Covid-19, mit diesen Strategien will Hesse-Lignal punkten, so pusht die Online-Initiative von Extranet24 Umsätze, diese Highlights gab es auf der „Indiawood“ in Bangalore zu sehen, CEO Gregor Baumbusch erläutert die Corona-Maßnahmen von Weinig, Handwerksexpertin Andrea Eigel gibt wertvolle Tipps für eine gute Homepage, das müssen Betriebe aus Sicht von Matthias Brack jetzt tun und noch viele Themen mehr.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Special „Handwerk & Innenausbau“.

Digitalisierung gerade in der Krise vorantreiben

In der aktuellen Corona-Krise ist im Bereich Digitalisierung die größte Herausforderung für Maschinenbau-Unternehmen der Mangel an Digitalisierungsstrategien im Unternehmen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der befragten Softwarehäuser geben an, dass bei ihren Kunden aus dem Maschinenbau die Verschiebung oder gar Streichung von Digitalisierungsprojekten ein großes Problem darstellt.

Dies ergab eine Blitz-Umfrage, die der VDMA Software und Digitalisierung erhoben hat. Befragt wurden Softwarehäuser aus dem Mitgliedsbereich des VDMA, die die Fragen mit Blick auf ihren Kundenstamm aus dem Maschinenbau beantworten sollten. Bei der Frage nach den Digitalisierungsherausforderungen sind fehlende Kollaborationstools (47 Prozent) sowie die fehlende oder unzureichende digitale Durchgängigkeit von Wertschöpfungsketten (43 Prozent) ein weiteres Problem. Gut aufgestellt ist der Maschinenbau hingegen in der produktionsnahen Digitalisierung. „Beispielsweise die Vernetzung innerhalb der Produktion sowie die Einbindung von Sensorik zur Optimierung der Produktion“, resümiert Prof. Claus Oetter, Geschäftsführer VDMA Software und Digitalisierung.

Die befragten Softwarehäuser aus der VDMA-Mitgliedschaft sehen gerade in der Krise die Chance, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Workflows voranzutreiben. „Eine wesentliche Chance wird darin bestehen, Kundenbeziehungen aufzubauen und zu festigen, indem Distanz und Nähe verbunden werden beispielsweise durch die Visualisierung von Show-Rooms oder Trainings“, erklärt Oetter. Außerdem zeigt sich, dass Digitalisierung ein wichtiger Baustein ist, um Resilienz gegen Krisen aufzubauen. „Jeder, der sein Geschäftsmodell jetzt mutig und konsequent hinterfragt, wird Chancen aus der Krise generieren. Wer beispielsweise schon virtuelle Inbetriebnahmen und das Thema Simulation beherrscht, ist bereits jetzt ein Gewinner“, sagt Oetter.

Die Umfrage zeigt, dass etwa die Hälfte der Software- und Digitalisierungsbranche (51 Prozent) aufgrund der aktuellen Situation über neue Geschäftsmodelle nachdenkt oder ihr Portfolio sogar schon verändert hat. Beispiele hierfür sind etwa der Ausbau von virtuellen Trainings oder Produktpräsentationen sowie Produkte für Remote Support und Predictive Maintenance.

„Das Haus“ wird 2021 ein smartes Apartment

Zum Jubiläum gibt es eine Runderneuerung von „Das Haus“. Die erfolgreiche Design-Event-Reihe der internationalen Einrichtungsmesse „Imm cologne“ wird upgedatet, und es gibt einen neuen Standort. Inhaltlich wird sich „Das Haus“ Zukunftsthemen und Marktentwicklungen öffnen, die durch wechselnde Designer in gewohnt persönlichen Inszenierungen und unter Einbeziehung führender Marken umgesetzt werden sollen – exemplarisch, experimentell und erlebnisorientiert.

2021 erwartet die Besucher ein Apartment-Haus mit zukunftweisenden Beispielen für neue Formen des urbanen Wohnens. Zu der Jubiläums-Sonderausgabe werden gleich mehrere ehemalige „Das Haus“-Designer eingeladen, sich konzeptionell und gestalterisch an der Weiterentwicklung des Formats zu beteiligen. Durch die Autorschaft mehrerer Kreativer erhält die Wohnvision eine größere Komplexität. Für ein einheitliches Erscheinungsbild sorgt dabei das Rahmendesign von „Imm Cologne“-Creative Director und Designer Dick Spierenburg.

Um den Übergang zu neuen Themen zu markieren, zieht „Das Haus“ um in den „Pure Atmospheres“-Bereich in Halle 11.2. Passend zum Gesamtkonzept erhält „Das Apartment Haus“ auch inhaltlich mehr Spielraum, um den Diskurs zu einem aktuellen Interior Design-Thema gleich über mehrere Räume durchspielen zu können.

Wohnen wird heute als ganzheitlicher Lebensbereich wahrgenommen, der Rückzugsbedürfnisse genauso wie soziale Aktivitäten, indoor wie outdoor, Entertainment wie Home Working umfasst. Neue Zukunftsherausforderungen für die Einrichtungsbranche stellen sich aber nicht nur bei der Integration des Home-Office in das traditionelle Wohnumfeld, sondern auch bei der Entwicklung von Modellen für ein „Neues Wohnen“, in denen Lösungen für die Wohnraumverdichtung gesucht werden. 2021 widmet sich die experimentelle Plattform für Interior Design daher einem Zukunftsthema, das die Stadtentwicklung immer stärker prägt: den Long oder Short Stay Apartments – innovative Angebote für temporäres oder permanentes Wohnen im urban verdichteten Raum. Long and Short Stay Apartments bilden eine neue Klasse von Ausstattungsgeschäft. Führungskräfte, Expats, Digital Nomads, Berufspendler, berufliche Neustarter und Studenten haben dabei ganz unterschiedliche Anforderungen an gemanagte Urban Living Wohnkonzepte.

Die „Imm Cologne“ antwortet auf die Veränderungen des Hospitality-Marktes und schafft Raum für die Konzepte ihrer Aussteller für Hotels und Lounges, Bars, Clubs und Restaurants. Die spannendste Entwicklung zeigt sich derzeit im Residential Interior Design. „Es entstehen neue Modelle für zeitlich und räumlich flexible Menschen, die für Wohnkonzepte wie Apartment-Häuser und Co-Living-Projekte aufgeschlossen sind“, so Dick Spierenburg, Creative Director der Messe. „Auf der ,Imm cologne 2021‘ werden wir in einer Sonderausgabe des Design-Events ,Das Haus‘ eine experimentelle Plattform auch für solch innovative Konzepte schaffen, um die für die Branche wichtigen Impulse aufzunehmen.“

Long oder Short Stay Apartments werden komplett eingerichtet vermietet. Zudem bieten die neuen Apartmenthäuser aber auch Formen des Co-Livings an, die den privaten Bereich durch gemeinschaftlich zu nutzende Raumangebote für Hospitality, Sport und Workspaces erweitern. „Das Apartment Haus“ wird an einer Reihe inspirierender Beispiele von Designer-Entwürfen und branded Apartments zeigen, wie private und öffentliche Räume solcher Wohnkonzepte des „Neuen Wohnens“ aussehen können.

Änderung im Führungsteam

Die IFN-Holding (Internationales Fensternetzwerk) mit ihrem Flaggschiff Internorm ist die führende europäische Unternehmensgruppe für Komplettlösungen rund um das Fenster. Dr. Heinz Scharl, der das Führungsteam des Familienkonzerns als Vorstand der Holding und als strategischer Geschäftsführer von Internorm seit 2018 verstärkt, verlässt mit Ende Mai im Einvernehmen das Unternehmen.

„In der Zusammenarbeit in den letzten beiden Jahren haben sich unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens ergeben. Gerade jetzt, in der Bewältigung der Auswirkung der Corona-Krise, setzen wir auf eine klare und eindeutige Ausrichtung des Unternehmens, die von den Gesellschaftern und dem gesamten Managementteam vollinhaltlich getragen wird“, erklärt Christian Klinger, Miteigentümer und Unternehmenssprecher die einvernehmliche Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden. „Wir bedanken uns bei Dr. Scharl für seine Leistungen sowohl für unsere Gruppe wie auch für die von ihm verantworteten Unternehmen Internorm und HSF.“

Dr. Heinz Scharl, der auch vor seiner Tätigkeit bei der IFN-Holding AG in großen Konzernen wie der Klinger Gruppe oder Agrana in führender Position verantwortlich zeichnete, wird mit Ende Mai das Unternehmen verlassen. Seine Funktionen werden in naher Zukunft nachbesetzt.

Extranet24

Online-Initiative gegen Umsatzrückgänge

Viele Schreiner und Ladenbauer nutzen Extranet24 als digitale Werkbank, um individuelle Wohnideen online zu realisieren. Gefertigt werden die Möbel nach industriellen Qualitätsstandards im Werk der Extranet24 AG in Weiterstadt, anschließend montagefertig geliefert. Angesichts der Corona-Krise geht Extranet24 einen Schritt weiter: Mit der Online-Initiative „macht-das-beste-daraus.de“ wird Schreinern eine neue Kommunikationsplattform geboten. Damit diese mit ihren Kunden in Kontakt bleiben und situationsgerecht kommunizieren können. Marketingleiter Thomas Fleckenstein erklärt die Idee dahinter.

möbelfertigung: Wie kam Extranet24 auf die Idee mit der derzeitigen Aktion „macht-das-beste-daraus“?
Thomas Fleckenstein:
Da wir mit unseren Kunden in engem Kontakt stehen, erfuhren wir früh, dass viele Schreinerkollegen von der Krise schwer betroffen sind. Vor allem im B2B-Geschäft werden Budgets gestrichen und sicher geglaubte Aufträge gehen verloren. Manchem Handwerker bleibt der Zutritt zur Baustelle verwehrt. Da sorgt man sich trotz voller Auftragsbücher. Vielerorts kämpft man – quasi über Nacht – mit existenziellen Problemen. Wir haben uns überlegt, dass bei den Privathaushalten gegenwärtig ein Bedarf an Schreinerleistungen besteht. Die Leute sitzen zuhause fest und haben Zeit, sich mit ihrer Wohnsituation zu beschäftigen. Viele Privatkunden verfügen, aufgrund stornierter Urlaubsreisen, sogar über unerwartete finanzielle Spielräume. Darin sehen wir wertvolle Chancen, die es zu nutzen gilt.

möbelfertigung: Und wie kann man diese Bedarfsträger erreichen?
Thomas Fleckenstein:
Die Leute verbringen vielfach so viel Zeit am Computer wie nie zuvor, stöbern im Internet. Sie gehen weder aus, noch verreisen sie und möchten sich zumindest in ihren vier Wänden wohlfühlen. Die Themen Wohnkomfort und Behaglichkeit treten in den Vordergrund. Und das ist die Kernkompetenz unserer Schreiner!
Leider hat nicht jeder Schreiner eine flexible Internetpräsenz, um auf diese Situation einzugehen. Hier kommt dann unsere neue Online­Initiative „macht-das-beste-daraus.de“ ins Spiel.

Lesen Sie das komplette Interview mit Thomas Fleckenstein in der „möbelfertigung 3/2020“, die am 27. Mai erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Das erwarten Branchenentscheider für die Zeit nach Covid-19, mit diesen Strategien will Hesse-Lignal punkten, CEO Gregor Baumbusch erläutert die Corona-Maßnahmen der Weinig Gruppe, diese Highlights gab es auf der „Indiawood“ in Bangalore zu sehen, was Betriebswirt Matthias Brack seinen Schreinerkollegen in der aktuellen Corona-Krise rät, Handwerksexpertin Andrea Eigel gibt wertvolle Tipps für eine gute Homepage, so setzt Sonae Arauco gemeinsam mit seinen Kunden Trends um und noch viele Themen mehr.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Special „Handwerk & Innenausbau“.