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Autor: Möbelfertigung

Leitfaden für den Arbeitsplatz nach der Corona-Krise

Eins ist sicher: Die Corona-Krise wird einen nachhaltigen Einfluss auf die Arbeit, die Arbeitnehmer und den Arbeitsplatz haben – in sämtlichen Branchen. Mit dem plötzlichen Übergang und der Verlagerung des Großteils der Belegschaft vom Büro in das Home-Office spüren dies alle bereits jetzt: Die Arbeitswelt hat sich verändert. Vor der Covid-19-Krise wurde bei der Neugestaltung vor allem darauf Wert gelegt, die Interaktion zwischen den Angestellten zu ermöglichen, um Kreativität, Innovation und Agilität zu fördern. Offene Arbeitsumgebungen, mobile Arbeitsplätze und Gemeinschaftsbereiche stellen Unternehmen vor dem neuen Hintergrund des Infektionsrisikos nun vor Herausforderungen.
„Der physische Arbeitsplatz ist Dreh- und Angelpunkt, der es den Kollegen ermöglicht, sich miteinander zu verbinden und persönlich auszutauschen. Die jetzige Situation bietet Unternehmen die Chance, den Arbeitsplatz langfristig umzugestalten“, so Stephan Derr, Vorstandsvorsitzender der Steelcase AG, Experte für neue Arbeitsformen und Raumlösungen.

Anlehnend an die politischen Vorgaben und wirtschaftliche Lage wird die Rückkehr der Belegschaft in die Unternehmensräume phasenweise stattfinden. Dabei stehen Unternehmen vor der Herausforderung, so schnell wie möglich wieder produktiv und wettbewerbsfähig zu werden, ohne gesundheitliche Aspekte und Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen.

Um Unternehmen bei der Um- oder Neugestaltung des Arbeitsplatzes zu unterstützen, hat Steelcase gemeinsam mit Vordenkern und globalen Unternehmen einen umfangreichen ersten Leitfaden mit Strategien und möglichen Maßnahmen entwickelt. Die Strategien sind auf drei Zeithorizonte ausgelegt: dem Jetzt, der nahen und langfristigen Zukunft:

Jetzt / Nachrüsten: In der ersten Phase sollten Unternehmen mit den jetzigen Gegebenheiten planen, um eine schnelle Rückkehr zu gewährleisten. Das bedeutet, die bereits zur Verfügung stehende Ausstattung nachzurüsten. Dies kann unter anderem durch Maßnahmen zur physischen Distanzierung geschehen, beispielsweise durch eine simple Veränderung des Raumkonzeptes. Die Drehung einzelner Möbel und Einführung bestimmter Reinigungs- und Sicherheitsvorkehrungen können hier bereits viel bewirken.

In naher Zukunft / Rekonfigurieren: Um Abstandsregelungen einzuhalten und Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten werden Unternehmen zudem neue Raumkonfigurationen vornehmen und Arbeitsumgebung anpassen. Bei der Neugestaltung helfen einfach anpassbare Lösungen und eine flexible Möblierung, um neue Räume schnellstmöglich den aktuell vorhandenen Gegebenheiten anzupassen.

Langfristig / Neu erfinden: Führungskräfte sollten für Ernstfälle wie Epidemien, Naturereignisse oder wirtschaftliche Geschehnisse vorausschauende Vorkehrungen treffen. Für die zukünftige Arbeitswelt heißt das, innovative Unternehmenskulturen zu etablieren, in der neue Arbeitsweisen und -normen akzeptiert und gefördert werden. Das Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen, die es möglich machen, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Neben adaptiven Raumlösungen werden sowohl neue kontaktfreie Technologien als auch neuartige gut desinfizierbare Materialien den Arbeitsplatz der Zukunft maßgebend mitbestimmen.

In Zukunft werden Arbeitsräume anders geplant und gestaltet werden müssen als bisher. Kurz- und langfristig gilt es für Unternehmen, Strategien für eine physische Umgebung zu erarbeiten, die den neuen Sicherheitsvorschriften entsprechen und gleichzeitig den Mitarbeitern ermöglichen, wie bisher kreativ und produktiv zusammenzuarbeiten. Das Wohlbefinden jedes einzelnen wird dabei eine verstärkte Rolle einnehmen. Denn die körperliche, kognitive und emotionale Verfassung der Mitarbeiter hängt davon ab, wie sicher und komfortabel sie ihre Umgebung empfinden, was sich wiederum maßgeblich auf die Arbeitsleistung auswirkt.Hier finden Sie den ausführlichen Leitfaden und konkreten Handlungsempfehlungen sowie Beispiel-Bilder zur Neuanordnung von Räumlichkeiten.

Industrieverband benennt Ausbildungspreis der Kunststoffbranche zu Ehren von Günter Schwank um

Zu Ehren des deutschen Pioniers und Visionärs der Kunststoff verarbeitenden Industrie, Günter Schwank (1931 bis 2019), ist der Ausbildungspreis der Kunststoffbranche umbenannt worden. Mit der Umbenennung in „Günter-Schwank-Preis“ wurde der zu Lebzeiten engagierte und geschätzte Unternehmer für sein außerordentliches Engagement in der Kunststoff verarbeitenden Industrie und allem voran in der Nachwuchsförderung geehrt.
„Unsere Branche hat Günter Schwank gerade bei der Nachwuchsförderung viel zu verdanken“, so Ralf Olsen, Hauptgeschäftsführer des Pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff und im Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) zuständig für Bildungspolitik und Berufsbildung. „Die Umbenennung ist ein neuerliches Zeichen unserer Wertschätzung, Anerkennung und des Gedenkens an unser langjähriges Pro-K Ehrenvorstandsmitglied. Gleichzeitig wollen wir damit einmal mehr auch auf die Bedeutung der Nachwuchsförderung für unsere Branche hinweisen.“, hob Olsen hervor.

In seiner Amtszeit als GKV Präsident initiierte Schwank im Jahr 2000 den Ausbildungspreis der Kunststoffbranche. Seit 2001 werden mit dem Preis jährlich die zehn bundesbesten Absolventen der Ausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik ausgezeichnet. Bestandteil der Auszeichnung ist zudem die Würdigung der ausbildenden Unternehmen sowie der beteiligten Berufsschulen. Der Nachwuchspreis ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert.

Ist im Auftrag des Landes Baden-Württemberg an der Produktion von „FFP2“ Masken beteiligt

Die Amann Group setzt ihr Know-how als führender Nähfadenhersteller ab sofort für die Herstellung von nach „FFP2 Standard“ zertifizierten Atemschutzmasken ein. Amann unterstützt die Hauber Gruppe, die im Auftrag des Landes Baden-Württemberg dringend benötigte Schutzausrüstung in der aktuellen Krisensituation produziert.

Die Hauber-Gruppe, Nürtingen, ist Gründungsmitglied des Konsortiums „Fight“, dessen Ziel es ist, in Deutschland ein belastbares Masken-Wertschöpfungs-Netzwerk zu etablieren. Es vereinte innerhalb kurzer Zeit kompetente mittelständische Unternehmen, um in Deutschland die Produktion von zertifizierter Schutzkleidung vornehmen zu können.

Amann verfügt in seinem hochmodernen Sewing Technology Center in Bönnigheim über die notwendige maschinelle Ausstattung sowie über kompetente Mitarbeiter mit ausgezeichneten nähtechnischen Fähigkeiten. Die Umstellung auf die Verarbeitung der neuen Materialien konnte kurzfristig vollzogen werden.

Für Geschäftsführer Bodo Bölzle ist dieser kurzfristige Einstieg in die Produktion sehr positiv: „Die Fertigung, die wir in Kürze hochgefahren haben, ist zwar im Rahmen unseres Labors verhältnismäßig klein. Aber für Amann ist es sehr wichtig, dass wir uns für eine Verbesserung der Versorgungslage mit Schutzausrüstung im Rahmen unserer Möglichkeiten engagieren. Denn jeder Beitrag hierzu zählt.“

Das Unternehmen ist ab sofort in der Konfektion von Atemschutzmasken tätig. Die Produktion erfolgt unter strengen hygienischen Auflagen. Die „FFP2“ Masken sind von der Dekra zertifiziert. Sie sind für medizinisches Fachpersonal während der Pandemie zur Bekämpfung des COVID-19-Virus zugelassen. Die Verteilung erfolgt über das Land Baden-Württemberg.

Konsolidiert die Vertriebs- und Planungsaktivitäten bei Bauformat

Bauformat Küchen, einer der führenden Produzenten von hochwertigen Möbeln in Ostwestfalen, vertraut auf BPI Solutions bei der Geschäftsprozessoptimierung der Vertriebs- und Planungsaktivitäten in den drei Geschäftsbereichen Bauformat, Burger und Bad. BPI Solutions implementiert die CRM-Software „CAS Genesis World Platinum Suite“ zur Weiterentwicklung der Ablauforganisation.

Bauformat Küchen ist einer der führenden Produzenten von hochwertigen Möbeln in Ostwestfalen und produziert am Standort Löhne mit 360 Mitarbeitern seit 1929 Einbauküchen. Zusammen mit der Marke Burger Küchen inklusive deren Badmöbellinie Badea rangiert Bauformat unter der Dachmarke Baumann Group. Das Unternehmen zeichnet sich durch ein hohes Qualitätsbewusstsein aus und produziert langlebige Küchen, die das Gütesiegel „Made in Germany“ tragen. Dass es sich beispielsweise bei den nahezu 200 verfügbaren Küchenfronten um besonders hochwertige Produkte handelt, wird durch das „RAL-Gütezeichen“ bestätigt. Neben Hochwertigkeit ist auch Nachhaltigkeit ein Schwerpunkt von Bauformat.

Gute Produkte, eine bekannte Marke, verbunden mit einem überragenden Service, sind für Bauformat immer eine Herausforderung die Kommunikationswege laufend nach zu justieren und zu verbessern. Mit der Entscheidung für die „Platinum Suite“ von „CAS Genesis World“ stehen Bauformat sämtliche Module als All-In-One-Lösung mit maximaler Planungsfreiheit zur Verfügung. Durch den ganzheitlichen Ansatz gelingt Bauformat die zentrale Steuerung sämtliche Aktivitäten. Mandantengesteuert stehen die Stammdaten für alle Geschäftskunden in einer Anwendung übersichtlich bereit. Dies beinhaltet sowohl die Platzierung und Ausstellungspflege der Objekte als auch die Besuchsberichte, das Berichtswesen und die Auswertung.

Parallel hat Bauformat die Produktplanung optimiert. Waren in der Vergangenheit die Daten über File Server verteilt abgelegt und ein transparentes Projektcontrolling erschwert, so vereinfacht jetzt das Modul Projekt der „CAS Genesis World“ die Projektierung von Anfang an. Heute erfolgt das komplette Projektmanagement in der CAS-Anwendung. Die Produktentwicklung plant und strukturiert die Projekte und bezieht Risiken, Phasen, Meilensteine und Ziele sowie Aufgaben, Ressourcen, Budgets, Kosten und Zeiten von Beginn an mit ein. Projektstatus, Ad-hoc-Auswertungen und ein Frühwarnsystem unterstützen die Überwachung der einzelnen Projekte. Die grafische Ansicht liefert zusätzlich einen transparenten Überblick zum Auslastungsstatus der Mitarbeiter und vermeidet Terminkollisionen.

„Die gute Zusammenarbeit und die Branchenkenntnis von BPI Solutions waren in diesem Projekt sehr willkommen. Entscheidend für den großartigen Erfolg sind gewiss die Einbindung aller Mitarbeiter und die hohe Flexibilität der Lösung, welche insbesondere durch den sehr hohen Individualisierungsgrad per Datenbank- und App-Designer erzielt wird“, resümiert Torsten Meier.

Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz

Die Amtszeit des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Gesellschaft, Dr.-Ing. Jürgen Großmann, endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2020. Dr. Großmann hat erklärt, in dieser Hauptversammlung eine Wiederwahl nicht mehr anzustreben. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 8. Mai 2020 vorgeschlagen, Jochen Müller, Mitglied des Vorstands der LSG Lufthansa Service Holding AG, Neu-Isenburg, zum Nachfolger von Dr. Großmann als Aufsichtsratsmitglied zu wählen.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung 2020. Die Gesellschaft erwartet, dass Andreas Engelhardt zur Wahl als Vorsitzender im Aufsichtsrat vorgeschlagen wird. Herr Engelhardt ist zurzeit bereits Mitglied des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, die ordentliche Hauptversammlung des Jahres 2020, ursprünglich geplant am 25. Juni 2020, auf einen späteren, noch zu bestimmenden Termin zu verschieben, sofern die rechtliche Grundlage für eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) bis Ende Mai gegeben ist. Andernfalls wird die Hauptversammlung mit verkürzter Einberufungsfrist gemäß Covid-19 Gesetz zum 25. Juni 2020 als virtuelle Hauptversammlung einberufen.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

Trotzt schwierigem Marktumfeld mit ordentlichem ersten Quartal

Jungheinrich hat sich in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet und erreicht in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 ein ordentliches Quartalsergebnis. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Auftragseingang im Wert auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang in Stück fiel im Vergleichszeitraum um drei Prozent, während der Weltmarkt für Flurförderzeuge um neun Prozent deutlich zurückging. Der Umsatz sank um drei Prozent.

In den Jungheinrich-Werken konnte auf angepasstem Niveau produziert werden, die Lieferketten waren weitgehend intakt. Die bisher einzige Produktionspause erfolgte aufgrund von Lieferkettenverzögerungen im Werk Moosburg, das unmittelbar nach Ostern die Produktion wieder fortsetzte. Die Jungheinrich-Auslandsstandorte arbeiteten auch angesichts örtlicher staatlicher Regelungen ohne größere Einschränkungen. Kundendiensttechniker waren überall auf der Welt unter Beachtung der lokalen Bedingungen im Kundeneinsatz.

„Der Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden sowie die Sicherung unserer Lieferfähigkeit haben für Jungheinrich oberste Priorität. Es zahlt sich aus, dass wir uns bereits im Sommer vergangenen Jahres wetterfest gemacht haben und deshalb auf die ersten Krisenanzeichen umgehend reagieren konnten“, sagt Jungheinrich-Vorstandsvorsitzender Dr. Lars Brzoska.

Die Ungewissheit über die zukünftigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die globale wirtschaftliche Entwicklung lässt aktuell keine verlässliche Einschätzung der Geschäftsentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres zu. Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand der Jungheinrich AG in der vergangenen Woche beschlossen, die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückzunehmen. Seit Anfang April sind erhebliche Nachfragerückgänge über alle Regionen und Produktsegmente zu verzeichnen, die zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseinganges und Umsatzes führen werden. Sobald sich aufgrund der weltweiten Eindämmungsbemühungen eine Abschwächung der Pandemie ergibt und sich die Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung von Jungheinrich während des restlichen Jahres 2020 verlässlich quantifizieren lassen, wird die Prognose aktualisiert.

„Jungheinrich verfügt über ein zukunftsgerichtetes Geschäftsmodell, eine solide Liquiditätsreserve und eine gesunde Bilanzstruktur. Weltweit tragen unsere Teams durch ihre engagierte Arbeit erfolgreich dazu bei, dass wir die Herausforderungen mit unserem Krisenmanagement meistern. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf dieser Basis gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden. Herzlich danken möchte ich allen Kunden, Partnern und Lieferanten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in dieser schwierigen Zeit. Zudem danke ich allen Jungheinrich Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die gegenwärtig außergewöhnliche Leistungen zeigen. Sie stellen mit ihrer Arbeit sicher, dass insbesondere die wichtigen Versorgungsketten von Unternehmen der sogenannten kritischen Infrastruktur, u.a. Lebensmittelproduktion und -distribution, Pharmazie, Medizintechnik, Supermärkte und Transportwirtschaft, weltweit verlässlich funktionieren. Auf diesen besonderen Einsatz und Zusammenhalt unserer Mannschaft sind wir stolz!“ sagt Brzoska.

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ging im 1. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 9 Prozent zurück. Der spürbare Rückgang ist weitgehend auf die stark gesunkene Nachfrage in China zurückzuführen. Dort hatte die COVID-19-Pandemie bereits im 1. Quartal 2020 ihren Höhepunkt erreicht. Das weltweit am stärksten vom Nachfragerückgang betroffene Produktsegment ist das der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler. Rund 70 Prozent des um 36.000 Fahrzeuge geringeren Bestellvolumens entfallen auf dieses Produktsegment.

Der Jungheinrich-Konzern hat das 1. Quartal 2020 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 53,7 Mio. Euro (Vorjahr: 59,6 Mio. Euro) abgeschlossen. Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) lag bei 5,8 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) von Januar bis März 2020 betrug demzufolge 43,5 Mio. Euro (Vorjahr: 56,5 Mio. Euro). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 4,7 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Zum 31. März 2020 erreichte die Nettoverschuldung 104 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 172 Mio. Euro).

Bauhauptgewerbe im Februar um zehn Prozent im Vorjahresvergleich gewachsen

Im Februar 2020 war der Umsatz im Bauhauptgewerbe 10,0 Prozent höher als im Februar 2019. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten beiden Monaten 2020 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,0 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent.

Im Januar und Februar sind insgesamt 51.300 Wohnungen genehmigt worden. Das lsind 4 prozent mehr Genehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Diese Zahl ist ein wichtiger Frühindikator zur Einschätzung der zukünftigen Bauaktivität, da Baugenehmigungen geplante Bauvorhaben darstellen und somit auch für die Möbelindustrie als Indikator für Neuanschaffungen von Möbeln dient. Ein positives Signal, dass auch nach der Coronakrise Möbel in Deutschland gebraucht werden.

„Interzum“ 2021

Fokussiert mit Sonderschau „Trend Case Digital Printing“ auf Digitaldruck

In diesen Zeiten scheinen sich neue Perspektiven für das Wohnen und Leben in rasanter Geschwindigkeit zu entwickeln. Die intensive Nutzung digitaler Medien, die Überschneidung von Berufs- und Privatleben führen ganz natürlich zu einer neuen Wohnkultur. Die Wohnqualität wird künftig nicht nur durch die Gestaltung der Räume, sondern auch durch die Übergänge von innen und außen bestimmt werden. Architektur und Interior Design spielen mit offenen Fassaden, Loft-ähnlichen Konzepten und Möbeln, die Raumfunktionen übernehmen. So ist das moderne Zuhause auch am besten als Filter, als Membran zwischen Innen- und Außenwelt zu verstehen. Dies Entwicklung schlägt sich unmittelbar in der Wohn-Büro-Gestaltung und im Möbeldesign nieder; Hersteller reagieren darauf mit neuen Produktlösungen und neuen Fertigungstechniken.

Mit Blick auf den aktuellen Technologieschub durch die Digitalisierung steht der Digitaldruck vor dem endgültigen Durchbruch. Entscheidend hierbei ist, dass der Digitaldruck endlich Lösungen anbietet, die mit geringem Aufwand und schneller Umsetzung die Kundenwünsche nach Selbstdarstellung, Einzigartigkeit und Abgrenzung im Interior Design qualitativ hochwertig befriedigen. Dank der dynamischen Druckbildgestaltung können Oberflächen individuell und einzigartig designed werden, der Digitaldruck ist prädestiniert für die industrielle Einzelfertigung beziehungsweise Losgröße 1.

In ihrer Rolle als Impulsgeber und Plattform für Innovationen fokussiert die „Interzum“ deshalb auch 2021 auf das Thema Digitaldruck. Mit der Sonderschau „Trend Case Digital Printing“ gibt sie dieser Technologie, nach der Premiere 2019 einen deutlich breiteren Raum innerhalb der Messe. Wieder haben Aussteller die Möglichkeit im Umfeld des Trend Case ihre innovative Produktlösungen zum Thema Digitaldruck einem interessierten Fachpublikum vorzustellen.

Im Mittelpunkt des Trend Case stehen die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und die Vielfalt des modernen Digitaldrucks: on demand oder costumized, im Direktdruck oder auf Motivträger. Auf jede offene Frage von Möbelherstellern, Designern, Innausbauern oder Architekten wird es eine Antwort geben – zu Vorteilen und Risiken, zu technischen und gestalterischen Herausforderungen, zu bedruckbaren Materialien und technischen Umsetzungen.

Um den Fachbesuchern nicht nur die Möglichkeiten des Digitaldrucks aufzuzeigen, sondern ihnen auch unmittelbare Geschäftskontakte zu entsprechenden Anbietern zu ermöglichen, lädt die „Interzum“ zu diesem Hotspot alle Unternehmen als Aussteller ein, die Komponenten, Dienstleistungen, Maschinen oder außergewöhnliche Applikationen im Digitaldruck anbieten. Es ist erklärte Zielstellung, diese Wertschöpfungskette geschlossen und vielseitig abzubilden sowie den Besuchern ein ‚One Stop Shopping‘ zu bieten, das alle Bedarfe und Situationen abdecken kann. Positioniert ist die Sonderfläche im Segment „Materials & Nature“, in dem auch die zahlreichen Oberflächenspezialisten mit ihren Neuigkeiten zur interzum 2021 aufwarten.

Neue Studie – Produktpiraterie schädigt Maschinenbau in Milliardenhöhe

Durch Produkt- und Markenpiraterie entsteht im Maschinenbau ein Milliardenschaden, der in den beiden vergangenen Jahren sogar noch größer geworden ist. Laut der aktuellen Studie „Produktpiraterie 2020“ ist der jährliche Schaden inzwischen auf 7,6 Milliarden Euro gewachsen – 2018 waren es noch 7,3 Milliarden Euro. Ein Umsatz in dieser Höhe würde im Maschinenbau umgerechnet knapp 35.000 Arbeitsplätze bedeuten. „Erschreckend dabei ist, dass 57 Prozent der Unternehmen von Fälschungen berichten, die eine Gefahr für die Anlage darstellen. Das zeigt, dass es sich bei Plagiaten nicht um Kavaliersdelikte handelt, denn der Betrieb von gefälschten Maschinen oder Anlagen mit gefälschten Komponenten kann eine echte Gefahr für den Bediener bedeuten“, sagt Steffen Zimmermann, Leiter VDMA Competence Center Industrial Security.

Alle zwei Jahre befragt der VDMA seine Mitgliedsfirmen zu den Bedrohungen und Auswirkungen von Fälschungen. In der aktuellen Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC im Auftrag des VDMA erstellt wurde, gaben 74 Prozent der befragten Unternehmen an, von Produktpiraterie betroffen zu sein, bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern erreichte dieser Anteil sogar 90 Prozent – beides sind neue Höchstwerte. „Eine Trendwende ist auch in der gefühlten Bedrohung durch Fälscher zu erkennen. War dieser Wert zuletzt auf 39 Prozent gesunken, so sprachen nunmehr 52 Prozent der Befragten von einer Zunahme des wahrgenommenen Bedrohungsniveaus“, resümiert Zimmermann. Besonders stark blüht der Handel mit gefälschten Maschinen und Komponenten in China, die Volksrepublik wird als wichtigstes Vertriebsland für Plagiate genannt (61 Prozent), gefolgt von Deutschland mit 19 Prozent. Auf dem dritten Platz rangiert erstmals Russland mit 12 Prozent.

Als Auftraggeber für Plagiate nennen die meisten befragten Unternehmen die Wettbewerber (72 Prozent), aber auch Geschäftspartner wie Kunden, Zulieferer oder Joint-Venture-Partner werden als Ausgangspunkt von Fälschungen gesehen (41 Prozent). Am Häufigsten werden dabei einzelne Teile gefälscht (64 Prozent), gefolgt von Designplagiaten (60 Prozent). Auch ganze Maschinen werden als Fälschungen auf den Markt gebracht (40 Prozent).

Wenig Hoffnung haben die Unternehmen, den entstandenen Schaden mit Hilfe von Klage vor Gericht erstattet zu bekommen. Nur 26 Prozent der befragten Firmen leiten überhaupt ein zivilgerichtliches Verfahren ein – 2018 waren es noch 39 Prozent gewesen. Rund die Hälfte der Befragten verzichtet komplett auf Maßnahmen. „Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen scheinen zunehmend zu resignieren oder den Aufwand für die Rechtsverfolgung zu scheuen“, sagt VDMA-Experte Zimmermann.

Die vollständige Studie „Produktpiraterie 2020“ finden Sie hier.