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Autor: Möbelfertigung

Fast 30 Prozent mehr Aufträge für das verarbeitende Gewerbe im Juni

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt 27,9 Prozent höher als im Mai 2020. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 11,3 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt 23,8 Prozent höher als im Mai 2020.

Die Corona-Krise prägt seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt um 11,3 Prozent niedriger.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Juni 2020 um 35,3 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 22,0 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 22,3 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 21,7 Prozent gegenüber Mai 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Juni 2020 mit 10,6 Prozent über dem Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 45,7 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 1,1 Prozent.

In der Automobilindustrie ist der Auftragseingang im Juni 2020 wieder deutlich angestiegen (+66,5 % zum Vormonat). Er liegt aber noch um 12,2 Prozent niedriger als im Februar 2020.

Für Mai 2020 ergab sich insgesamt ein Anstieg um 10,4 Prozent gegenüber April 2020. Das im Vormonat veröffentlichte vorläufige Ergebnis wurde damit bestätigt.

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt um 12,5 Prozent höher als im Vormonat. Für Mai 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 9,7 Prozent gegenüber April 2020 (vorläufiger Wert: +10,6 %). Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt 14,7 Prozent niedriger.

In der Automobilindustrie ist der Umsatz im Juni 2020 wieder deutlich angestiegen (+53,5 % zum Vormonat). Er liegt aber noch um 20,6 Prozent niedriger als im Februar 2020.

Cor

Nach 13 Jahren: Cor-Katalog wieder gedruckt erschienen

Im Zeitalter der digitalen Medien, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gewinnt einerseits der Zugang zu Datenquellen und Online-Angeboten immer mehr an Bedeutung. Andererseits bleiben hochwertige Printprodukte ein geschätzter Markenbotschafter und eine wichtige Informationsquelle. Dieser Tendenz trägt Cor Rechnung und bringt nach 13 Jahren wieder einen Gesamtkatalog heraus.
In Anlehnung an die bisherigen Einzelkataloge ist die neue Ausgabe nach Produktgruppen gegliedert: Dabei macht der Designklassiker „Conseta“ den Anfang, gefolgt von den Sofas und Sesseln sowie den Stühlen und Tischen. Nicht fehlen darf die „Conseta“-History sowie ein Einblick in die Unternehmensphilosophie „Zuhause in Rheda-Wiedenbrück“.

Mit einer Auflage von vorerst 14.000 Exemplaren ist der Produktkatalog eher ein Buch, als ein Katalog. Die 258 Seiten erstrecken sich auf hochwertigem, volumigen Naturpapier und werden mit einer offenen Fadenbindung zusammengehalten. Der in Blau gehaltene Umschlag greift die Pantone-Farbe des Jahres 2020 auf.

Jetzt, wo das eigene Zuhause wieder mehr in den Mittelpunkt rückt, ist der neue Cor-Gesamtkatalog ein zeitloses Handbuch der Wohninspirationen, dass sich in jedem Regal wohl fühlt.

Referent Salvatore Figliuzzi über Design, Möbeloberflächen und die Wertschätzung von Möbeln

Seien Sie dabei, wenn auf der ersten „Surface in Motion – Technology and Design Conference“ Top-Referenten die aktuellen Themen rund um dekorative Oberflächen von Holzwerkstoffen vorstellen. Neben den allerneuesten technischen Möglichkeiten, geht es dabei auch um jüngste Zukunftstrends, innovative Materialkompositionen und die Wirkung, die Oberflächen im Raum entfalten. Bringen Sie sich auf den neuesten Stand – vom Color-Management bis Trending Surfaces – und wählen Sie aus zwei parallelen Vortragsprogrammen, ganz nach Ihrer Präferenz „Technologie“ oder „Design“. Die Fachmagazine „möbelfertigung“ und „arcade“ sprechen mit diesem neuen Eventformat die Holzwerkstoffbranche, deren Zulieferer, Möbelproduzenten, (Innen-)Architekten und Designer an. Von Schüller und Nolte Küchen, über Ikea, Krono Swiss, Egger und Pfleiderer bis Schattdecor, Surteco, Impress und Interprint sind die größten Player im September auf der „Surface in Motion“ dabei. 

Darunter auch Salvatore Figliuzzi, Director Marketing / Design bei der Interprint-Gruppe. Wir haben ihm vorab einige Fragen gestellt:
moebelfertigung.com: Wie stark bestimmen Möbeloberflächen das Interieur und die Atmosphäre von Räumen in Hinblick auf die Gesamtinszenierung? 
Salvatore Figliuzzi: Ich würde bei der Rauminszenierung auf das Zusammenspiel aller Elemente achten. In der Küche, wo zum Beispiel das Möbel dominanter ist, spielt die Möbeloberfläche für die Inszenierung eine entscheidendere Rolle als im Wohnzimmer, wo das Element Möbel im Vergleich zu früher weniger Fläche einnimmt. Dementsprechend hat das Sofa eine auffallendere Rolle für die Farb- bzw. Raumatmosphäre.

moebelfertigung.com: Was bedeutet für Sie gutes Design?
Salvatore Figliuzzi: Diese Frage kann sehr Facettenreich beantwortet werden, da Design auf verschiedene Bereiche einwirkt. Was mir schon besonders auffällt ist, dass meistens gutes Design in vielen Produktbereichen selten erschwinglich ist. Daher schon fast die philosophische Frage: Ist gutes Design massentauglich? Oder wird bewusst gesteuert? Für mich persönlich ist Design/Kreativität ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, weil ich sehr vieles unter diesem Aspekt betrachte, genieße oder auch Spaß dabei habe.

moebelfertigung.com: Welchen Schwerpunkt dürfen wir auf der „Surface in Motion“ in Ihrer Präsentation erwarten?  Salvatore Figliuzzi: Für mich stellt sich die Frage, warum das Möbel in der Gesellschaft nicht den Stellenwert hat, den es verdient. Ich denke, dass wir alle entlang der Wertschöpfungskette bis hin zur Verkaufsfläche dem Thema Wohnen/Möbel ein neues Image verpassen müssen.

Vom 21. bis 22. September wird die Branche bei Oberflächen in die Tiefe gehen. Auf der ersten „Surface in Motion“ stehen Themen rund um die dekorative Oberfläche von Holzwerkstoffen auf dem Tableau. Genauso wichtig, wie die Fachbeiträge des Top-Speaker-Feldes wird aber auch der Netzwerkgedanke unter den Teilnehmern sein. 

Angemeldet sind bisher unter anderem Teilnehmer von folgenden Unternehmen: 

Egger Holzwerkstoffe, Schattdecor, Continental, Hueck Rheinische, Raumprobe, Interlübke, Interprint, IKEA, DTS, Ahlstrom-Munksjö, Saueressig Ungricht, Rehau, Homag, Hymmen, Renolit, Wemhöner, SESA, Sappi, Colorgate, Krono Swiss, Pfleiderer, Cleaf, Unilin, Schüller Küchen, Nolte Küchen, Mauro Saviola, Schöller Technocell, Plantag, Melaplast, Ostermann, Koenig & Bauer, UPCO, Neschen Coating, Dakor Melmin, Surteco, MB Digitalprint, IOT, Sun Chemical, Nolte Lacke, Metadynea Austria, Schmid, Kleiberit, HUGA, Filmolux, EPF, CSIL, Dekordruck Leipzig …

Treffen Sie das Who-ist-Who der Oberflächenbranche! 

Die komplette Veranstaltung wird simultan Deutsch / Englisch übersetzt und sich am zweiten Kongresstag in einen Technik- und einen Designschwerpunkt aufteilen, so dass jeder Teilnehmer, ganz nach seinen eigenen Präferenzen wählen kann. 

Ein Networking-Dinner am ersten Eventabend ist in der Teilnahme enthalten. 

Weitere Infos und Anmeldung: https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

32 neue Auszubildende an Bord

Als Arbeitgeber ist Remmers gefragt. Erneut konnte das familiengeführte Unternehmen mehr als 30 junge Damen und Herren zum Ausbildungsstart 2020 begrüßen. Aufgrund von Corona-bedingten Hygienemaßnahmen begann der erste Arbeitstag für den beruflichen Nachwuchs zeitversetzt in drei Gruppen. Den Anfang machten die Industriekaufleute, kaufmännischen Jahrespraktikanten und Bachelor-Studierenden, gefolgt von der großen Gruppe der Chemielaboranten zwei Stunden später. Um die Mittagszeit startete die dritte Gruppe, bestehend aus Auszubildenden mit den Berufszielen Chemikant, Mediengestalter, Mechatroniker, Fachinformatiker Systemintegration sowie Fachkraft für Lagerlogistik.

Begrüßt wurden alle von Ausbildungsleiterin Doris Wolke sowie den jeweiligen Ausbildern und den unternehmensinternen Paten der einzelnen Berufszweige. Die Ausbildungsleiterin hob hervor: „Wir freuen uns, dass Sie sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium in unserem familiären Unternehmen entschieden haben. Ich begrüße Sie als Teil der Remmers-Familie.“ Sie betonte außerdem, dass trotz der ungewohnten Bedingungen während der Pandemie sich das bewährte Ausbildungskonzept von Remmers nicht geändert habe. Auch der Anspruch, den beruflichen Nachwuchs möglichst früh mit verantwortungswollen Aufgaben zu betrauen, solle erneut eingelöst werden. Jahr für Jahr erzielten die Remmers-Azubis Bestnoten oberhalb des Branchen- und IHK-Durchschnitts: „Wir werden von Unternehmensseite alles tun, um sie bestmöglich zu fördern. Denn Ihre qualifizierte Ausbildung sichert langfristig die Zukunft unseres Unternehmens.“ so Doris Wolke.

Nach der gruppenweisen Begrüßung verbrachten die neuen Kolleginnen und Kollegen den Rest ihres ersten Arbeitstages bei Remmers in den jeweiligen Fachabteilungen und machten sich dort mit ihren Aufgaben vertraut. Der zu diesem Anlass ansonsten übliche Kennenlerntag inklusive Baumpflanzaktion der neuen Azubis musste ebenso auf den September verschoben werden wie die offizielle Begrüßung durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd-Dieter Sieverding.

Horgenglarus

Marco Wenger gibt die Geschäftsführung ab und wird in den Verwaltungsrat berufen

Vor neun Jahren, 2011, begann die erfolgreiche Zusammenarbeit von Marco Wenger als Geschäftsführer der „Möbeli“ mit Markus von Nordeck, dem Verwaltungsratspräsidenten und Eigentümer der ältesten Tisch- und Stuhlmanufaktur der Schweiz. Seither hat sich die AG Möbelfabrik Horgenglarus stark entwickelt, die Produktionsabläufe wurden optimiert, in eine nachhaltige Fertigung investiert, die Erschließung neuer Märkte und die Digitalisierung vorangetrieben, neue Produkte entwickelt und die Marke Horgenglarus, mit Besinnung auf ihre Kernwerte, klar positioniert. Nun steht ein weiterer, wichtiger Schritt bevor. Marco Wenger wird die Verantwortung als Geschäftsführer von Horgenglarus per Ende 2020 abgeben und neu dem Verwaltungsrat der Glarner Möbelmanufaktur angehören und seine Kenntnisse und Erfahrung in die strategische Weiterentwicklung der Manufaktur einbringen.
Die operative Führung wird in neue Hände gelegt. Erste Gespräche mit möglichen Kandidaten werden derzeit geführt.
Marco Wenger hat in den neun Jahren, in denen er Horgenglarus geführt hat, das Unternehmen stark vorangebracht und umsichtig und äußerst erfolgreich weiterentwickelt. Er kann eine überzeugende Erfolgsbilanz vorweisen, heißt es in einer Pressemitteilung. Markus von Nordeck dankt Marco Wenger für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohl von Horgenglarus. „Ich freue mich, die Zusammenarbeit mit Marco Wenger, als neues Mitglied des Verwaltungsrates in neuer Funktion aber mit großer Kontinuität fortzusetzen“, so Markus von Nordeck.

Cordless Alliance System mit „Eisen“-Award ausgezeichnet

Die „Eisenwarenmesse“ 2020 musste zwar ausfallen, aber einen Grund zum Feiern hat sie Metabo trotzdem geliefert: Das Cordless Alliance System hat den „Eisen“ 2020 gewonnen. Der „Eisen“ ist eine Auszeichnung für innovative Produktentwicklungen, die alle zwei Jahre im Zusammenhang mit der „Internationalen Eisenwarenmesse“ von der Messegesellschaft Koelnmesse vergeben wird. Das herstellerübergreifende Akku-System konnte sich in der Kategorie „Werkzeuge, Handwerkzeuge, Elektrowerkzeuge und Zubehör“ durchsetzen und wurde speziell für den Aspekt Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Denn innerhalb CAS sind alle Elektrowerkzeuge mit ein und demselben Akku kompatibel – das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ressourcenschonend. In Summe brauchen professionelle Anwender dadurch weniger Akkus und können sie maximal intensiv nutzen. Das Chaos von Akkus und Ladegeräten unterschiedlicher Hersteller, das auf vielen Baustellen und in Werkstätten noch herrscht, gehört damit der Vergangenheit an. Die Jury des „Eisen“ lobte die Verbindung der CAS-Partner zum Wohle der Kunden und der Kundenfreundlichkeit. „CAS ist kein Produkt an sich, aber eine extrem innovative Idee“, erklärte die Messegesellschaft.

MHK

Trauer um Hans Strothoff

Die Möbelbranche hat eine große Persönlichkeit verloren: Nach langer, schwerer Krankheit ist Hans Strothoff am 11. August gestorben, drei Monate vor seinem 70. Geburtstag.

Eine steile Karriere zeichnet den Weg von Hans Strothoff, einen echten Macher im besten Sinne. Nachdem er eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte, begann Strothoff 1969 seine berufliche Laufbahn in der Möbelbranche bei Asko Finnland Möbel. Bei Designo, wo er seit 1975 tätig war, stieg er schon bald in die Geschäftsführung auf.

1980 gründete er als 30-Jähriger die MHK in Frankfurt, seither hat er die immens gewachsene Kooperation an die Spitze der europäischen Küchen-Verbundgruppen geführt. In diesem Jahr wollte Strothoff eigentlich das 40-jährige Jubiläum der MHK Group feiern, was aber Corona-bedingt abgesagt werden musste.  Auch in der Krise stand er an der Seite der MHK-Mitglieder und mobilisierte sofort eine umfassende Corona-Hilfe.

Aktuell gehören 3.264 Handelspartner im In- und Ausland zur Gruppe, deren Außenumsatz 2019 bei 6,642 Mrd. Euro lag. Das Franchisesystem Reddy, das Softwareunternehmen Carat, die Cronbank und vieles mehr sind Ergebnis seiner unternehmerischen Initiative. Über all die Jahre ist Hans Strothoff seiner Linie treu geblieben: Immer nach vorn gehen, immer eine neue Idee und immer auch selbst das Heft in die Hand nehmen. Ein Unternehmer, ohne den die Branche ärmer ist. Ihn kennzeichneten leidenschaftliches ­Engagement für das Thema Küche, für den Mittelstand, für die Bildung. Bürgerengagement bewies er im Verein „Zukunft Dreieich“.

Darüber hinaus galt sein unermüdliches Engagement auch dem BVDM als langjähriger Präsident, als Vorstandsvorsitzender des Handelsverbandes Wohnen und Büro und als Vorstandsvorsitzender der Möfa. Er war Ehrensenator der Goethe-Universität Frankfurt und Gründer der Strothoff International School, erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und 2012 den Exzellenzpreis der Unternehmervereinigung Liberaler Mittelstand Hessen.

Hans Strothoff hinterlässt seine Frau Jutta, seine Tochter Claudia und Enkelkinder. Nach jahrzehntelanger Verbundenheit spricht der Ferdinand Holzmann Verlag der Familie und allen Mitarbeitern das Beileid aus.

 „Dass Hans Strothoff von uns gegangen ist, stellt für uns einen unfassbaren Verlust dar. Wir trauern um einen grandiosen Unternehmer, einen höchst kreativen Gründer und einen großartigen Menschen“, so Werner Heilos, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der MHK Group und Wegbegleiter. Wir fühlen in diesen schweren Stunden mit der Familie von Hans Strothoff, der wir persönlich sehr verbunden sind.“ Die Branche habe Hans Strothoff als Menschen kennen- und schätzen gelernt, der nach vorn blickte – in die Zukunft dachte. Für ihn waren sowohl Gesellschafter als auch Industriepartner und Mitarbeiter seine Familie, so heißt es. Der Nachruf erinnert nicht nur an die zahlreichen Dienstleistungen und weiteren Branchengruppierungen, die wie Carat, Cronbank, Reddy, Interdomus oder die Top Malermeister im Laufe der 40-jährigen Geschichte das Wachstum der MHK beschleunigt haben, sondern auch an die enge Verbindung zur Stadt Dreieich. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist sie Firmensitz der MHK-Europazentrale und auch Strothoffs Wahlheimat. Mit der Gründung des Vereins „Zukunft Dreieich – Integration und Nachhaltigkeit e. V.“ im Jahr 2014 gab er seiner Heimatstadt etwas von seinem persönlichen Erfolg zurück. Ziel des Vereins ist es, die Wohn- und Standortqualität der Stadt Dreieich zu erhöhen.

„Der Tod von Hans Strothoff hinterlässt eine große Lücke“, so Werner Heilos. „Doch unsere Gemeinschaft ist durch sein visionäres Handeln bestens gerüstet.“ Er hinterlasse einen kerngesunden Verband und habe bereits frühzeitig die Weichen für einen sicheren Fortbestand gestellt. Sein ausdrücklicher Wunsch war, dass die Gruppe auch nach seinem Ableben als Unternehmenseinheit bestehen bleibt. „Wir versichern unseren Partnern in Handel, Handwerk und Industrie, dass wir die wirtschaftliche Stärke und die unternehmerische Kultur der MHK Group bewahren und gezielt ausbauen werden und auch künftig alle anstehenden Entscheidungen im Sinne von Hans Strothoff, seines Unternehmens und zum Erfolg aller treffen werden“, unterstreicht Werner Heilos. „An dieses Vermächtnis fühlen wir uns künftig mit ganzem Herzen und voller Kraft gebunden.“ 

„Die deutsche Möbelbranche hat eine ihrer bedeutendsten Persönlichkeiten und zudem einen ebenso visionären wie streitbaren Unternehmer verloren“, betont Michael Stiehl, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Mit seinem Weitblick, seinem unternehmerischen Gespür und seinen innovativen Ideen hat er sich unermüdlich für das Thema Küche eingesetzt und zudem die Branchenausbildung junger Menschen konsequent gefördert“, ergänzt Stefan Waldenmaier, Vorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie.

Neues Umschlaglager an der A6 in Betrieb genommen

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen der weltweit tätigen Würth-Gruppe, hat direkt an der A6/Ausfahrt Kupferzell im Gewerbepark Hohenlohe und in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz ein neues Umschlaglager errichtet. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde das Lager im Mai 2020 eingeweiht. Derzeit arbeiten 163 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Außenlager.

Ziel der optimierten Logistikstrategie ist es, Liefersplits zu vermeiden und die Positionen pro Bestellung zu bündeln, sodass der Kunde genau eine Sendung erhält. Hierfür fasst das neue Lager verschiedene Versandstellen sowie Außenlager zusammen. Es ist Sammel- und Knotenpunkt für den Umschlag und die Zusammenfassung von Warenströmen zur Weiterverteilung in ganz Europa. Rund 20 Prozent aller Aufträge aus dem neuen Lager gehen direkt ins europäische Ausland: Bestückung der Lager von Würth Tochtergesellschaften genau wie Sendungen direkt zu Endkunden, die im Ausland sitzen.

Über das neue Außenlager hebt der Konzern die logistische Leistungsfähigkeit auf eine neue Ebene. „Von unserem neuen Umschlaglager profitieren letztendlich gleichermaßen unsere Kunden wie auch wir als Unternehmen. Unsere Kunden erhalten weniger Pakete als zuvor, Lieferungen gehen schneller zum Kunden, es wird weniger Verpackungs- und Füllmaterial benötigt, es fallen weniger Fahr- und Transportwege und somit geringere Transportkosten an“, so Thomas Wahl, Geschäftsführer Logistik bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG, über den Neubau. „Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation einer weltweiten Pandemie haben unsere Logistikzentren ihre Leistungsfähigkeit und Krisensicherheit unter Beweis gestellt. Wir konnten die vorhandenen Bedarfe unserer Kunden jederzeit bedienen“, ergänzt Bernd Herrmann, Mitglied der Konzernführung der Würth-Gruppe.

Die Investitionssumme für das neue Umschlaglager und die damit verbundene Neugestaltung des Logistikprozesses beläuft sich auf rund 73 Millionen Euro und setzt ein entsprechendes Frachtvolumen voraus. Damit ist diese bisher größte Logistikinvestition auf der einen Seite ein klares Bekenntnis des Unternehmens zur weiteren Standortentwicklung in Hohenlohe und spricht auf der anderen Seite gleichzeitig für das weitere Wachstum des Mutterunternehmens. Im Endausbau 2024 werden rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb im Logistikkomplex arbeiten.

Das Lager ist multifunktional nutzbar, hat eine Grundfläche von rund 50.000 Quadratmetern und bietet 10.000 Quadratmeter Bodenlager für großvolumige/sperrige Artikel wie zum Beispiel Schubkarren. Es verfügt über 12.800 Palettenplätze sowie 72 Andockstellen zur Be- und Entladung der LKW. Auf einer Regallänge von rund 4.000 Metern mit einer Höhe von 12 Metern schafft das Lager ausreichend Kapazität für sogenannte Langgüter, wie zum Beispiel Montageschienen mit bis zu 6 Metern Länge.

Leicht erhöhter Wohnungsbestand im Jahr 2019

Bilanz gezogen: Ende 2019 gab es in Deutschland 42,5 Millionen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg der Wohnungsbestand im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent oder 277.400 Wohnungen. Im Vergleich zum Jahr 2010 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 5,0 Prozent beziehungsweise 2,0 Millionen Wohnungen. Somit kamen Ende 2019 auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 511 Wohnungen und damit 16 Wohnungen mehr als neun Jahre zuvor.

Die Wohnfläche des Wohnungsbestandes belief sich Ende 2019 auf insgesamt knapp 3,9 Milliarden Quadratmeter (m2). Damit vergrößerte sie sich gegenüber dem Jahr 2010 um 6,2 Prozent. Die Wohnfläche je Wohnung betrug Ende 2019 durchschnittlich 91,9 Quadratmeter, die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner 47,0 Quadratmeter. Damit haben sich die Wohnfläche je Wohnung seit dem Jahr 2010 um 1,0 Quadratmeter und die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner um 2,0 Quadratmeter erhöht.