Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

„Interzum“ 2021

Teilnahme auch rein digital möglich

Noch mehr Flexibilität bieten zwei neue Beteiligungsmöglichkeiten an der „Interzum“ 2021. Dabei steht die „Interzum @home“ im Fokus.

„Wir werden mit der ,Interzum‘ 2021 den Zulieferern der Möbelindustrie und des Interior Designs wieder ihre Weltbühne für die Neuheiten & Trends bieten mit einem noch umfangreicheren digitalen Angebot“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, zur konsequenten digitalen Weiterentwicklung des Events. „Wir wissen, dass viele Unternehmen aufgrund der aktuell unsicheren Entwicklung der Pandemie für eine rein digitale Veranstaltung votieren. Deshalb haben wir uns für ein Konzept mit höchst flexiblen Beteiligungsmöglichkeiten entschieden, mit einem klaren Fokus auf dem digitalen Auftritt und damit auf der ,Interzum @home'“.

„Auch wenn die Präsenz auf der ,Interzum @home‘ bei der klassischen physischen Messepräsenz bereits für alle Aussteller inkludiert ist, folgen wir aufgrund der aktuellen Herausforderungen dem Wunsch vieler Aussteller und eröffnen jetzt jedem Unternehmen auch die Möglichkeit zur rein digitalen Teilnahme auf unserer neuen Plattform ,Interzum@home‘“, erläutert Maik Fischer, Director der „Interzum“. Hierfür wird es verschiedene Digital Only-Beteiligungspakete geben, die einen passgenauen Auftritt allein auf der digitalen „Interzum @home“ 2021 ermöglichen. Darüber hinaus gibt es eine weitere neue Beteiligungsoption, sozusagen als Mittler zwischen den beiden zuvor genannten Möglichkeiten, die Teilnahmeoption in der „Interzum @home“-Halle: Hier stellt die Koelnmesse den interessierten Ausstellern eine physische Messepräsenz inklusive eines attraktiven Standbaus in drei Größen zur Verfügung, die als Sprungbrett und Verbindungselement zwischen der Messe in Köln und der „Interzum @home“-Präsenz des Ausstellers genutzt werden kann. „Mit diesem zusätzlichen Ausstellungsformat bieten wir den Unternehmen den richtigen Rahmen für einen sicheren und anspruchsvollen Auftritt auf kompakter Fläche. Damit profitieren die Aussteller von einem hochkarätigen Umfeld der physisch in Köln stattfindenden „Interzum“ 2021 und nutzen gleichzeitig die Chancen der neuen digitalen Plattform „Interzum @home“. Somit bekommen die Aussteller sozusagen das Beste aus beiden Welten, stellt Fischer die neue mögliche Beteiligungsform vor.

Ziel der neuen digitalen Messeplattform „Interzum @home“ ist die Erhöhung der Gesamtreichweite über den neuen digitalen Kanal. Die Bausteine dieser Plattform, die sicherlich zum State of the Art gezählt werden kann, bieten vielfältige Möglichkeiten zur Interaktion, beispielsweise mit digitalen Showrooms, Stages, Workshops und Cafés. Damit erreicht die „Interzum“ auch in Zeiten der Corona-Pandemie über die Protagonisten vor Ort hinaus ein weltweites Publikum. Grob gesagt: Wissen und Content sind Schwerpunkte der „Interzum @home“, Erlebnis und Socializing wie bei der Veranstaltung vor Ort in Köln – aber natürlich immer mit fließenden Übergängen und Verbindungen. Das Networking ist das verbindende Glied zwischen Off- und Online.

Ergänzt um die digitale Bühne „Interzum@home“ ist und bleibt die „Interzum“ die führende Plattform für die Möbelfertigungs- und Innenausbauindustrie! Als weltweite Leitveranstaltung der Branche bleibt sie damit auch in diesen herausfordernden Zeiten für die Branche eine verlässliche Adresse für inspirierenden Austausch und neue Geschäftsmöglichkeiten. Die „Interzum“ bildet nicht nur den gesamten Markt ab, sondern zeigt die Trends, die die nächsten Jahre prägen werden und gibt so der Branche Orientierung; sie ermöglicht den persönlichen Austausch face-to-face und ist ein emotionales Erlebnis. Als modernes Event weist sie so auch 2021 den Weg in die Zukunft.

„Häfele Discoveries“ fester Bestandteil beim Branchenereignis „Interzum@home“

Häfele definiert in Zeiten der Pandemie Kundennähe neu und präsentiert unter dem Namen „Häfele Discoveries“ ein hybrides Messeformat, das vom 04. – 07. Mai 2021 auch fester Bestandteil der von der Koelnmesse digital veranstalteten „Interzum@home“ sein wird. Einen Häfele Messestand in Köln wird es bei der „Interzum“ 2021 erstmals seit 1959 nicht geben.

„Durch den konstruktiven und kontinuierlichen Austausch zwischen der Messegesellschaft und den Ausstellern wird es gelingen, der Branche auch im Pandemiekontext die Neuheiten für 2021 anschaulich zu präsentieren. Das ist in der derzeitigen Situation alles andere als selbstverständlich und zeugt von einem außergewöhnlichen Miteinander“, hebt Unternehmensleiterin Sibylle Thierer lobend hervor.

Auch im Anschluss an das digitale Branchenevent vom 04. – 07. Mai 2021 kann man die Innovationen von Häfele im Internet virtuell entdecken und sich zum Beispiel. die während des Events aufgezeichneten Live-Vorträge ansehen oder mit Fachberatern über den Video-Chat in Kontakt treten. Ergänzt wird die digitale Plattform um eine weltweite Veranstaltungsreihe im Stil einer Roadshow, bei der die Produktneuheiten und Dienstleistungsangebote von Häfele auch physisch greifbar und erlebbar werden. Dabei stellen Produkt- und Serviceexperten live vor Ort in den zahlreichen Niederlassungen und Verkaufsbüros auf der ganzen Welt die Häfele Highlights für 2021vor. Das alles findet selbstverständlich ganz ohne Menschenmassen und jeweils angepasst an das lokale Pandemiegeschehen unter Einhaltung aller notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen statt.

Zum 100. Geburtstag von Häfele im Jahr 2023 signalisiert das Unternehmen jetzt schon seine Rückkehr als physischer Aussteller bei der „Interzum“ in Köln. Den Möbelbeschlag- und Licht-Spezialisten aus Nagold ist nämlich bewusst, dass die digitale Welt, sei sie noch so professionell und innovativ aufgezogen, den Mehrwert einer persönlichen Begegnung von Kunden und Ausstellern nicht ersetzen kann. „Wann haben wir denn sonst eine so wunderbare Gelegenheit, uns mit so vielen Kunden aus der ganzen Welt in wenigen Tagen auszutauschen“, sagt die Häfele Chefin.

Exporte Corona-bedingt unter Druck

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise waren bei der deutschen Möbelindustrie insbesondere im Auslandsgeschäft deutlich zu spüren. Der Auslandsumsatz sank von Januar bis November 2020 um 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dagegen ging der Inlandsumsatz lediglich um 2,8 Prozent zurück. Die Gründe dafür waren vielfältiger Natur: Das Exportgeschäft litt unter dem Nachfragerückgang infolge der Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen Ländern, den internationalen Reiseeinschränkungen, den Messeabsagen und den negativen Auswirkungen des Brexits.

Die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der von den heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche – lag in den ersten elf Monaten 2020 infolge des überdurchschnittlichen Rückgangs des Auslandsumsatzes bei 31,4 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2019 lag der entsprechende Wert noch bei 32,7 Prozent. Der VDM geht davon aus, dass die meisten Exportmärkte sich nach der Überwindung der Folgen der Pandemie im laufenden Jahr relativ schnell erholen und die Exportquote bereits im kommenden Jahr wieder das Niveau des Jahres 2019 erreichen dürfte.

Die meisten Auslandsmärkte zeigen sich aktuell deutlich stärker von der Krise betroffen als der heimische Markt: Die deutschen Möbelexporte sanken in den ersten zehn Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 5,9 Mrd. Euro. Einzelne Exportmärkte konnten dennoch deutliche Wachstumsraten vorweisen. Erfreulich ist die Steigerung der Ausfuhren in die Schweiz als zweitwichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie mit einem Plus von 4,9 Prozent. Frankreich belegt aktuell Platz eins im Ranking der wichtigsten Exportmärkte mit einem Minus von 6,3 Prozent. Auf den Rängen drei und vier folgen Österreich mit minus 5,7 Prozent und die Niederlande mit minus 0,6 Prozent. In fast allen anderen europäischen Export-märkten wurden ebenfalls Rückgänge verzeichnet. Besonders stark gab der Absatz deutscher Möbel in Großbritannien mit einem Minus von 12,3 Prozent nach. Die negative Tendenz infolge des Brexits wurde durch die Auswirkungen der Pandemie auf die britische Wirtschaft noch verschärft. Von den fünf wichtigsten Exportmärkten halten aktuell Frankreich und Belgien den Möbelhandel unter Auflagen geöffnet. In der Schweiz, in Österreich und den Niederlanden sind die Möbelhäuser derzeit geschlossen.

Die außereuropäischen Exportmärkte entwickelten sich im bisherigen Jahresverlauf uneinheitlich. Besonders erfreulich ist aus Branchensicht, dass der weltweit größte chinesische Möbelmarkt die Folgen der Corona-Krise sehr schnell überwunden zu haben scheint – die deutschen Möbelexporte nach China kletterten von Januar bis Oktober 2020 um 2,9 Prozent. Dagegen fielen die Rückgänge in den USA mit 15,7 Prozent und in Russland mit 14,2 Prozent angesichts der hohen Infektionszahlen signifikant aus.

Die deutschen Möbelimporte entwickelten sich im genannten Zeitraunm mit einem minimalen Plus von 0,6 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro leicht positiv. Die Dynamik in den einzelnen Ländern zeigte sich jedoch uneinheitlich – deutlichen Rückgängen in einigen Ländern standen kräftige Steigerungen in anderen Nationen gegenüber. Polen verlor 3,2 Prozent, blieb jedoch wie in den vergangenen Jahren das mit Abstand wichtigste Möbelherkunftsland. Die Importe aus dem zweitwichtigsten Importland China legten um 9,1 Prozent zu, die Importe aus dem drittplatzierten Italien gingen um 3,4 Prozent zurück. Überdurchschnittlich stark stiegen die Einfuhren aus Rumänien (plus 26,9 Prozent), Vietnam (plus 14 Prozent) und der Türkei (plus 16,8 Prozent). Vor dem Hintergrund der gesunkenen Exporte und der gestiegenen Importe legte das Außenhandelsdefizit in den ersten zehn Monaten 2020 um 82 Prozent auf rund 925 Mio. Euro zu.

Baut Inlandsvertrieb stark aus

Allmilmö will sein Retail-Geschäft noch intensiver betreuen und baut seinen Vertrieb im Inland aus. Dazu nahmen am 1. Januar drei neue, branchenerfahrene Mitarbeiter ihre Tätigkeit im Unternehmen auf.

Dabei übernimmt Ralf Arendt die Gesamtvertriebsleitung, während Ralf Braun und Bernd Rothermel gemeinsam mit Zeyko-„Urgestein“ Hans Peter Vogel Süd- und Mitteldeutschland als Vertriebsleiter betreuen.

Mit insgesamt sieben marktpräsenten Mitarbeitern kann der Retail-Bereich nun massiv ausgebaut werden.

Legt vorläufige Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2020 vor

BASF legt vorläufige Zahlen für das 4. Quartal 2020 und das Gesamtjahr 2020 vor. Der Umsatz stieg im 4. Quartal 2020 um 8 Prozent auf 15.905 Mio. Euro (4. Quartal 2019: 14.686 Mio. Euro). Ausschlaggebend hierfür waren höhere Mengen und Preise; negative Währungseffekte wirkten gegenläufig. Im Gesamtjahr 2020 ging der Umsatz um 167 Mio. Euro auf 59.149 Mio. Euro zurück (2019: 59.316 Mio. Euro) und lag damit über der im Oktober 2020 prognostizierten Spanne von 57 Mrd. Euro bis 58 Mrd.Euro.

Das operative Geschäft der BASF-Gruppe verlief im 4. Quartal 2020 besser als erwartet. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit voraussichtlich 1.113 Mio. Euro um 32 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals (4. Quartal 2019: 842 Mio. Euro) und leicht über der höchsten Analystenschätzung. Gegenüber dem 3. Quartal 2020 erhöhte sich das EBIT vor Sondereinflüssen im 4. Quartal 2020 voraussichtlich um 532 Mio. Euro (3. Quartal 2020: 581 Mio. Euro).

Die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das EBIT vor Sondereinflüssen der Segmente wurden im 4. Quartal 2020 deutlich übertroffen von Materials, Chemicals und Industrial Solutions. In den Segmenten Surface Technologies und Nutrition & Care lag das EBIT vor Sondereinflüssen leicht unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen, während es im Segment Agricultural Solutions, vor allem aufgrund negativer Währungseffekte, deutlich hinter dem Analystenkonsens zurückblieb. Bei Sonstige war das EBIT vor Sondereinflüssen weniger negativ als von Analysten durchschnittlich erwartet.

VDM

Umsätze der Möbelindustrie sanken 2020 um vier Prozent

„Die Verlängerung des Lockdowns ist sehr bitter für unsere Branche“, räumt Jan Kurth im Rahmen der Pressekonferenz zur wirtschaftlichen Situation am 20. Januar, ein. „Denn der Januar ist sonst der stärkste Monat. Und dass außerdem die ,Imm Cologne‘ ausfallen muss, schmerzt zusätzlich. Denn die Impulse, die diese Leitmesse gibt, sind immer extrem groß.“ Und auch andere Aspekte drücken die Branche. Denn im Normalfall finden in Deutschland täglich 20.000 Umzüge pro Tag statt, was ebenfalls für Umsätze sorgt. Diese Zahlen sind aktuell natürlich deutlich niedriger.
Kritisch sieht Kurth einen Aspekt der Lockdown-Maßnahmen: „Eine Rechtverordnung zum Thema Home-Office halte ich für unnötig, denn die Unternehmen haben schon viele Maßnahmen getroffen. Auf mich wirkt es wie Symbolpolitik, um zu zeigen, dass nicht nur Privatpersonen sondern auch die Wirtschaft durch Maßnahmen eingeschränkt werden. Grundsätzlich glaube ich auch nicht, dass die Infektionslage aus den Büros kommt.“

Grundsätzlich fordert der VDM einen mittelfristig möglichen Weg für ein Wirtschaften im „abgesicherten Modus“. Gerade der deutsche Möbelhandel mit seinen großflächigen Verkaufsräumen und den seit Monaten erprobten Hygienekonzepten liefert dafür gute Voraussetzungen. „Ergänzend fordern wir bereits kurzfristig eine flächendeckende Möglichkeit zur Onlinebuchung von Beratungs- und Verkaufsterminen mit maximal zwei Personen, um die Frequenzen zu steuern und Begegnungen von Kunden zu reduzieren. Neben dem weiteren Ausbau der Onlineberatung müssen die aktuellen Click & Collect-Lösungen bestehen bleiben.“

Jan Kurth skizzierte in der Konferenz auch das Möbeljahr 2020. So erlebte die deutsche Möbelindustrie einen sehr wechselvollen Geschäftsverlauf erlebt. Zunächst brachte der Lock-down im Frühjahr drastische Einbußen. Nach der Wiedereröffnung des Möbelhandels zog die Nachfrage dann sehr schnell und stark wieder an.

2020 in Zahlen
Nach internen Erhebungen der Fachverbände stiegen die Auftragseingänge in der deutschen Wohnmöbelindustrie von Januar bis Dezember 2020 signifikant um 14,1 Prozent und in der Küchenmöbelindustrie um 11,8 Prozent. Auch in der Polstermöbelindustrie wurde ein deutlicher Anstieg um 5,5 Prozent registriert. „Für das Gesamtjahr 2020 rechnen wir für die deutsche Möbelindustrie mit einem Umsatzminus von rund 4 Prozent“, so Kurth. „Damit liegt die Entwicklung im Rahmen unserer Prognose aus dem August, als wir ein Umsatzminus von bis zu 5 Prozent vorhergesagt haben. Der Umsatz wird voraussichtlich rund 17,2 Milliarden Euro erreichen.“ In der Summe der ersten elf Monate 2020 betrugen die Umsätze der Branche nach Angaben der amtlichen Statistik rund 15,8 Milliarden Euro – ein Minus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Umsatzzahlen nach Segmenten
Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen kräftigen Umsatzanstieg um 3,7 Prozent auf rund 4,9 Milliarden Euro und entwickelten sich damit wesentlich besser als andere Segmente. Eine weitgehend stabile Umsatzentwicklung registrierten die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis November 2020 minimal um 0,4 Prozent auf rund 830 Millionen Euro zurückgingen. Dagegen fiel die Umsatzent-wicklung beim größten Segment der Möbelindustrie – den sonstigen Möbeln und Möbelteilen – mit minus 8,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro negativer aus als im Branchendurchschnitt. Die Büromöbelindustrie wies mit einem Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro ebenfalls ein deutlich negatives Ergebnis aus (minus 11,7 Prozent). Die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert und er-zielten einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie.

In den aktuell 468 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten (minus 1,8 Prozent) arbeiten 82.601 Frauen und Männer. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Export
Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise waren insbesondere im Auslandsgeschäft deutlich zu spüren. Der Auslandsumsatz der deutschen Möbelindustrie sank von Januar bis November 2020 um 8,4 Prozent. Die Industrieexportquote lag in den ersten elf Monaten 2020 bei 31,4 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (32,7 Prozent). Die deutschen Möbelexporte sanken in den ersten zehn Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Erfreulich hingegen ist die Steigerung der Ausfuhren in die Schweiz als zweitwichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie mit einem Plus von 4,9 Prozent.

Frankreich belegt aktuell Platz eins im Ranking der wichtigsten Exportmärkte mit einem Minus von 6,3 Pr-zent. Auf den Rängen drei und vier folgen Österreich mit minus 5,7 Prozent und die Niederlande mit minus 0,6 Prozent. Besonders stark gab der Absatz deutscher Möbel in Großbritannien mit einem Minus von 12,3 Prozent nach. Die negative Tendenz infolge des Brexits wurde durch die Auswirkungen der Pandemie auf die britische Wirtschaft noch verschärft. Die außereuropäischen Exportmärkte entwickelten sich uneinheitlich. China hat die Folgen der Corona-Krise sehr schnell überwunden – die deutschen Möbelexporte nach China kletterten von Januar bis Oktober 2020 um 2,9 Prozent. Dagegen fielen die Rückgänge in den USA mit minus 15,7 Prozent und in Russland mit minus 14,2 Prozent sehr hoch aus.

Prognose
In Sachen Prognose tut sich Jan Kurth schwer: „Ein konkreter Ausblick auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten fällt aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemie schwer. Vieles wird vom Zeitpunkt der Wiederöffnung des Möbelhandels abhängen. Was den Stellenwert unserer Branche in der Verbraucher-sicht angeht, sind wir optimistisch gestimmt. Weiter an Fahrt nimmt auch das Thema Digitalisierung auf, wie nicht nur der Schub für den Online-Möbelhandel zeigt, dessen Anteil wir für 2020 auf 18 Prozent schätzen.“

Vierte Generation in der Geschäftsleitung

Beginn der 4. Unternehmergeneration: Seit dem 1. Januar 2021 ist Jan Hendrik Karsch neuer Geschäftsführer bei Wini Büromöbel. Zuletzt Marketing-Leiter im Unternehmen tritt er damit in die Fußstapfen seiner Eltern Carolina Schmidt-Karsch und Hans F. Karsch – den Geschäftsführenden Gesellschaftern des niedersächsischen Büromöbelherstellers. 
Jan Hendrik Karsch wird den Familienbetrieb zusammen mit den drei weiteren externen Geschäftsführern weiterführen – mitsamt seinen Unternehmenswerten und der besonderen Unternehmenskultur, so, wie es bislang Mitarbeiter, Kunden, Fachhandelspartner und Geschäftsfreunde immer geschätzt haben. „Wir müssen unsere bestehende Werte auch in sich verändernden Rahmenbedingungen und einer Welt der Unsicherheit bewahren“, sagt Jan Hendrik Karsch. „Besonders wichtig ist mir hierbei das Verständnis von Wini als Familienunternehmen und als verlässlicher Partner. Wir verstehen uns bei Wini als Gemeinschaft, und zu unseren Kunden oder Lieferanten pflegen wir gute und schon sehr lange Beziehungen, die es auch in der Zukunft zu erhalten gilt.“

Dennoch ist geplant, dass Carolina Schmidt-Karsch auch in den kommenden Jahren die Geschicke des Unternehmens weiterhin lenken wird – jedoch nach und nach die Gesamt-Verantwortung an ihren Sohn überträgt. „Mit nunmehr 66 Jahren bin ich persönlich sehr glücklich, dass mein Sohn die Verantwortung des Familienunternehmens übernimmt. Auch mein Mann freut sich, seine Position als Geschäftsführer an seinen Sohn weiterzugeben und so mit dem Generationenwechsel für die Zukunft des Unternehmens die Weichen zu stellen“, so Carolina Schmidt-Karsch, Geschäftsführende Gesellschafterin bei Wini Büromöbel. In der Geschäftsführerriege ist Jan Hendrik Karsch jedoch kein ganz so neues Gesicht, denn er nimmt bereits seit zwei Jahren an der Leitungsrunde teil und partizipiert damit an den wichtigsten Entscheidungen.

Jan Hendrik Karsch, studierter Master Sales and Marketing (FHDW Hannover) mit dualer Ausbildung, hat in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und bewusst fernab des Familienunternehmens praktische Expertise erlangt. So arbeitete er u.a. als Assistenz der Vertriebsleitung in einem großen Handelsunternehmen der Baustoffbranche. Im Januar 2018 trat er in das eigene Familienunternehmen ein, übernahm dort ein halbes Jahr später die Leitung des Marketing. „An der Geschäftsführung reizt mich vor allem die Möglichkeit, das Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern weiterzuentwickeln und die Zukunft von Wini Büromöbel aktiv zu gestalten“, so der 31-Jährige. „Neben der Betreuung von Projekten aus verschiedensten Unternehmensbereichen sehe ich eine besondere Verantwortung, die Digitalisierung bei Wini voranzutreiben. Auf diese Weise möchten wir unseren Kunden einen einfachen, reibungslosen Ablauf über die gesamte Supply-Chain gewährleisten!“

Die Welt der Möbelbeschläge in zwei Bänden

Der zweibändige neue Katalog für Möbelbeschläge „Der Große Häfele“ wird in diesen Tagen an die Geschäftspartner verschickt. Die internationale Enzyklopädie für Beschlagtechnik konnte sich in den Jahren mit den beiden Bänden „Design“ und „Technik“ zu einem umfassenden Nachschlagewerk für Zubehör und Service rund ums Möbel entwickeln.

Dabei erleichtern das durchgängig einheitliche Erscheinungsbild der gedruckten und der digitalen Katalogwelt die Orientierung, die Suche und die Bestellung.

Wie imnmer bietet „Der große Häfele“ viele Highlights: Zum Beispiel widmet das Unternehmen dem Thema Licht eine ganzheitliche Betrachtung auf insgesamt 400, inklusive smarter Vernetzung und Steuerung von Lichtszenarien über Wandschalter, per Fernbedienung oder mit dem Smartphone.

In Sachen Design, Material und trendige Oberflächen erfüllen dieZierbeschlagkollektionen von Häfele höchste Ansprüche.

Darüber hinaus spielen die Topco-Produkte und Dienstleistungen nach Maß für Schreiner, Tischler und Innenausbauer eine ganz wichtige Rolle.

Highlights im Topco-Service sind die zu jedem Kundenwunsch passenden Komplettschubkästen von Häfele. Außerdem gehören aGriffe und Garderoben, Raumausstattung für die Küche, Leitern, Rollläden, Homeoffice-Arbeitsplätze und Ladenbau-Systeme – alles individuell gefertigt – zum Angebot.

Hinzu kommt noch die neue „Yes!“ Berater App, die hilft, mit den Kunden noch effektiver neue Ideen zu entwickeln und die gewünschte Einrichtung mit einer extrem schnellen und hochwertigen 3D-Darstellung zu präsentieren.

Nimmt neue RAL-Spritzkabine in Betrieb

Huga verdoppelt seine Lackierkapazitäten durch eine neue RAL-Spritzkabine. Auf fast 200 Quadratmetern wird vorbereitet, lackiert und getrocknet – umweltschonend und auf Basis der neusten technologischen Möglichkeiten. Ein weiterer Schritt des Unternehmens für ein umweltbewusstes und produktiveres Arbeiten.

Innovativ, effizient und umweltschonend, so lautete der Anspruch bei der Auswahl der neuen RAL-Spritzkabine des Gütersloher Innentüren-Spezialisten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn viele Neuerungen erleichtern nicht nur die Arbeit, sondern schonen zusätzlich die Umwelt. Um die Lackierleistungen zu erhöhen, wurde auch bei der Fläche nicht gespart, so dass nun der Vorbereitungsraum mit neuer Absaugwand auf 20 Quadratmeter vergrößert wurde und auch die Spritzkabine mit 60 Quadratmetern sowie der Trockenraum mit 105 Quadratmetern ganz neue Möglichkeiten bieten. Besonders effektiv ist das Handlingsystem, mit dem eine Tür von beiden Seiten lackiert werden kann – dies erspart dem Huga-Team eine Menge Zeit. Der Lackierbereich besitzt eine zusätzliche Luftbefeuchtung, um den Huga-Standard in puncto Oberflächenqualität sicherzustellen.

Doch auch nachhaltiger sollte die neue Spritzkabine sein. Jetzt ist sie mit der aktuellsten Abluft- und Filtertechnik sowie optimierter Luftführung ausgestattet, so dass fast kein Overspray mehr entsteht. Die frequenzgeregelten Radialventilatoren weisen einen besonders hohen Wirkungsgrad auf und sorgen somit für minimalen Energieverbrauch.