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Autor: Möbelfertigung

Corona hat für extreme Ergebnisse in der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie gesorgt

In Deutschland wurden im Jahr 2020 1.684 Tausend Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft – eine Zunahme von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr wird sich die Sonderkonjunktur im Bautenfarbenmarkt vorrausichtlich normalisieren, die Menge wird daher um annähernd fünf Prozent auf 1.604 Tausend Tonnen zurückgehen, berichtet Peter Jansen auf der virtuellen Jahreswirtschaftskonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben ging 2020 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent zurück und betrug 5,45 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr erwartet der VdL nur einen ganz leichten Anstieg um 0,5 Prozent auf gut 5,48 Milliarden Euro.

Bei den Bautenfarben gab es eine Corona-Sonderkonjunktur im DIY-Segment, ausgelöst durch Kurzarbeit und die Fokussierung auf das eigene Heim als Alternative für Reisen, Sport und Ausgehen. Der Profibereich konnte hingegen nur leicht zulegen – teilweise gab es bei den Malern Kapazitätsengpässe.

Für 2021 prognostiziert der VdL in der Menge einen Rückgang von dem hohen 2020er Niveau um 11 Prozent auf 846 Tausend Tonnen. Damit liegt die Menge noch leicht über der des Jahres 2019 vor der Krise. Der Umsatz wird um 10 Prozent auf 1.780 Millionen Euro zurückgehen.

Bei den Industrielacken kam es zu besonders starken Rückgängen, da die Produktion im verarbeitenden Gewerbe aufgrund des Frühjahr-Lockdowns teilweise stark eingeschränkt oder gar gestoppt wurde. Insgesamt betrug der Rückgang in der Menge -11 Prozent, im Wert -10 Prozent.

Mit Abstand am stärksten brachen die Autoserienlacken ein, dies resultierte unter anderem aus der hohen Exportquote des Sektors. Weniger dramatisch hat sich der Absatz in den Bereichen Möbel/Holz (-4%) und Autoreparatur (-7%) verringert.

2021 wird es wieder zu einem deutlichen Anstieg von mehr als 6 Prozent bei den Industrielacken kommen insbesondere im Bereich Autoserie (OEM). Der Umsatz der Industrielacke insgesamt wird im laufenden Jahr mit 9 Prozent wieder kräftig ansteigen auf 2,9 Milliarden Euro.

Der Absatz von Druckfarben ist 2020 regelrecht eingebrochen – es wurden mit 244.000 Tonnen 9 Prozent weniger verbraucht. Besonders stark schrumpften die Druckfarben für Publikationen, aber auch der Verpackungsdruck war leicht rückläufig. Für 2021 erwartet der VdL noch ein Minus von -2 Prozent in der Menge und -1 Prozent im Wert.

Der Export ging 2020 um -3,9 Prozent auf 3.416 Millionen Euro zurück. Importiert wurde für 1.101 Millionen Euro (-3,7%). 2021 wird sich der Außenhandel wieder erholen und voraussichtlich um rund zwei Prozent steigen.

Der VdL erwartet für 2021 eine deutliche Erholung in den industrienahen Sektoren. Dies wird in der Menge jedoch von den Rückgängen der auslaufenden Sonderkonjunktur bei den Bautenfarben und den weiterhin rückläufigen Druckfarben überkompensiert. Die Umsätze mit Lacken, Farben und Druckfarben werden aufgrund der Zunahme höherwertiger Industrielacke jedoch ganz leicht steigen können.

In den vergangenen Monaten haben sich die Preise für Rohstoffe stark erhöht. Zum Teil kam es auch zu Versorgungsengpässen wegen mangelnder Verfügbarkeit der Rohstoffe. Die positiven Erwartungen der Unternehmen führten zu einer lebhaften Nachfrage. Zusätzlich entstanden noch Engpässe bei den Transportkapazitäten.

VDL Präsident Peter Jansen kommentiert die aktuellen Zahlen folgendermaßen: „Die Branche hat in schwierigen Zeiten ihre Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind oft an Leistungsgrenzen gestoßen und haben vielfach eine hervorragende Arbeit geleistet. Gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitige professionelle Unterstützung in einem Verband sein können.“

Zwei Drittel der deutschen Möbelhersteller planen Kurzarbeit

Die deutsche Möbelindustrie fordert vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am 3. März nachdrücklich eine Öffnungsperspektive. „Fast elf Wochen Handelsschließung bedrohen mittlerweile auch den industriellen Kern der deutschen Möbelbranche, die Hersteller verzeichnen derzeit massive Auftragseinbußen“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Möbelverbände (VDM/VHK), fest. „Unsere Branche sieht sich gezwungen, großflächig Werke abzustellen. Lieferketten reißen und Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die Politik steht deshalb in der Pflicht, am Mittwoch endlich ihr mehrfach angekündigtes Öffnungskonzept vorzulegen.“           

Die Lage in der Möbelindustrie spitzt sich immer weiter zu“, berichtet Kurth von den Ergebnissen einer aktuellen Verbandsumfrage. Im März planen demnach zwei Drittel der befragten Möbelproduzenten Kurzarbeit. Im Februar hatte erst die Hälfte die Betriebe zu diesem Instrument gegriffen. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen litten im Februar unter Rückgängen beim Auftragseingang. Bei rund 30 Prozent der Hersteller beliefen sich die Einbußen auf mehr als 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Deshalb schlagen die Möbelverbände zunächst eine gestufte und an die Infektionszahlen angepasste Öffnung der Möbelhäuser vor. „Mit seinen großen Verkaufsflächen und den wirksamen Hygienekonzepten kann der Möbelhandel eine sichere Öffnung gewährleisten“, stellt Kurth fest. Konkret werden individuelle und vorab gebuchte Beratungstermine mit maximal zwei Personen pro Haushalt und einer Beratungszeit von höchstens einer Stunde angeregt. Als zweiter Schritt wird eine Öffnung mit vergrößerten Abstandsflächen von 50 Quadratmeter pro Kunde vorgeschlagen. „Bei den Verbrauchern hat sich ein hoher Bedarf an Anschaffungen für das Wohnumfeld aufgestaut, die wegen des Beratungs- und Planungsaufwands nicht über das Internet abgedeckt werden können.“

Zukunftsgerichtete Top-Themen bei der kommenden Ausgabe

Die beschleunigte Digitalisierung bringt Chancen, neue Möglichkeiten und auch Herausforderungen mit sich. Innovative Ideen sind willkommen und die Bereitschaft Neues auszuprobieren ist groß. Der vermehrte Einsatz digitaler Kommunikationslösungen führt aber auch dazu, Bewährtes zu schätzen. In diesem Spannungsfeld will die „Light + Building“ vom 13. bis 18. März 2022 in Frankfurt Orientierung bieten. Denn die dynamische Digitalisierung zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche des Lebens und somit auch durch die Top-Themen der „Light + Building“.

Doch was verbirgt sich hinter „Intelligent“, „Future-proof“ und „Trend-predicting“?
Das Top-Thema „Intelligent“ nimmt Systeme in den Fokus, deren Schlüsselelemente Konnektivität und Interoperabilität sind. Dadurch können sie nahtlos miteinander kommunizieren. Als Folge steigen in Gebäuden Komfort und Effizienz. Das zusätzliche Plus: Definierte Klimaziele lassen sich leichter kontrollieren. „Energie + Effizienz“ ist die erste Kategorie, die zu dem Top-Thema gehört. Sie stellt die Beleuchtung mit LED’s in Kombination mit intelligent vernetzten Operationen von Sensoren und Aktoren in den Mittelpunkt. Die zweite Kategorie „Vernetzung + Sicherheit“ thematisiert die Interoperabilität der verschiedenen Systeme und Komponenten der Gebäudeautomation. Eine wichtige Rolle spielt hier auch die Priorisierung automatisch vernetzter Funktionen und Operationen. Was passiert mit dem Fluchtweg, wenn die Fenster in einem Gebäude aufgrund eines Brandes automatisch schließen, um die Sauerstoffzufuhr zu reduzieren? Einem ganz anderen Thema widmet sich die Kategorie „Lademanagement + E-Infrastruktur“. Die hohe Verweildauer am Arbeitsplatz oder im Wohnhaus bietet optimale Voraussetzungen für das Laden von E-Autos. Dazu müssen Ladepunkte in die elektrische Infrastruktur eines Gebäudes integriert und im Optimalfall an eine intelligente Steuerung angeschlossen werden. Dann ist die Steuerung des Strombedarfs je nach Tageszeit und Anzahl der Geräte möglich.

Wie werden Produktionsprozesse effizienter? Wann benötigt der Maschinenpark tatsächlich eine Wartung und in welcher Sprache kommuniziert die Haustür mit der Heizung? Diese und viele andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Top-Themas „Future proof“. Mieten oder kaufen? Diese Frage hat bereits beantwortet, wer sich für „x + Service“ entscheidet. Dabei kann es sich um eine Technologie, eine Dienstleistung oder ein ganzes Paket handeln. Die Abrechnung erfolgt dann ähnlich wie bei einem Leasing-Modell. Typische Anwendungen der Licht- und Gebäudetechnik sind „Light as a Service“ (LaaS) und „Safety as a Service“. Ob im Gesundheits-, Automobil- oder Heizungsbereich – regelmäßige Kontrollen versprechen eine frühzeitige Erkennung von Defekten oder drohenden Ausfällen. Neue Technologien versetzen im Licht- und Gebäudebereich dazu in die Lage, Komponenten untereinander zu vernetzen sowie Daten kontinuierlich zu erheben. Das ermöglicht eine vorausschauende Wartung und ist das Thema von „Analyse + Predictive Maintenance“. Bei „Physischer + Digitaler Zwilling“ stehen die Vielzahl der Gewerke im Mittelpunkt, die an der Planung, dem Bau und Betrieb eines Gebäudes beteiligt sind. Wie bei einem guten Orchester sollten alle optimal zusammenspielen und auf notwendige Daten zugreifen. Dabei hilft der „Digitale Zwilling“ des Objekts in Form der IT-gestützten Datenschnittstelle Building Information Modelling (BIM). Mit der zielgerichteten und langfristigen Wirkung von Licht für den Menschen beschäftigt sich die Technologie „Human Centric Lighting“ (HCL). Um diese geht es beim Thema „Gesundheit + Licht“. Neben der visuellen Qualität des Lichts können moderne Beleuchtungssysteme die Farbtemperatur entsprechend der Tageszeit anpassen.

„Trend-predicting“: Das Top-Thema stellt Licht- und Leuchten-Design in den Vordergrund und zeigt gleichzeitig, wie Licht Teil des Netzwerks wird. In einer Wohlfühlzone entsteht ein Home-Office-Arbeitsplatz, aus einem Warteraum wird eine repräsentative Lounge-Zone. Der Fokus des Trendthemas „praktisch + schön“ liegt auf der Herausforderung, sich dem jeweils spezifischen Lichtbedarf optimal anzupassen. Die Leuchten sind variabel und wandelbar, sowohl auf gestalterischer als auch technischer Ebene. Lichtschienensysteme und Komponenten im Baukastenformat kommen im öffentlichen und privaten Raum zum Einsatz. Smarte Steuerung inklusive. Klassische Leuchten-Designs nehmen auf der Light + Building neben futuristischen Lichtgestalten immer einen prominenten Platz ein. Ihnen trägt das Thema „klassisch + echt“ Rechnung. Das Trendthema „historisch + zeitgenössisch“ bündelt Leuchten internationaler Designer, deren Netzwerkfähigkeit technologisch die Brücke in die Zukunft schlägt. Ihr Gewand nimmt oftmals Bezug auf historische und klassische Archetypen. Laternenformen, Kronleuchter oder die Glühbirne selbst sorgen für Retro-Look kombiniert mit neuester Technik. Das Thema Ortsungebundenheit greift das Thema „futuristisch + schlicht“ auf. LED-basierte Tischleuchten und Laternen lassen sich ohne lästiges Stromkabel, dafür mit Schlaufe oder Harken konstruiert, flexibel platzieren. Standleuchten werden ebenfalls portabel und fallen durch überraschende Formen, Farben und Design auf.

Die nächste „Light + Building“ findet vom 13. bis 18. März 2022 statt.

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie weltweiten Beeinträchtigungen und den damit verbundenen Veranstaltungsverboten sowie Reiserestriktionen hatte die Messe Frankfurt die „Light + Building“ im Jahr 2020 ausgesetzt.

Lieferkettengesetz funktioniert nur im Schulterschluss mit der Wirtschaft

„Wir verfolgen mit Sorge, dass in der Debatte um das Lieferkettengesetz der praxis- und realitätsnähere Lösungsansatz von Bundeswirtschaftsminister Altmaier offenbar torpediert wird. Ohne die Wirtschaft ins Boot zu holen, wird aber ein solches Gesetz seine gewünschte Wirkung verfehlen. Der Maschinen- und Anlagenbau steht weltweit für gute und sichere Arbeitsbedingungen, gut bezahlte Jobs und komplexe Investitionsgüter mit Tausenden von Komponenten in weitverzweigten Lieferketten“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

Er kritisiert an dem vorliegenden Entwurf insbesondere, dass er kleine und mittelständische Unternehmen indirekt mit erfasst: „Das Lieferkettengesetz mag erst bei Unternehmen mit 3.000 beziehungsweise absehbar mit 1.000 Beschäftigten ansetzen. Aber die vielen Mittelständler, welche den Kern der deutschen Industrie bilden, sind trotzdem betroffen, weil sie als Zulieferer gegenüber den großen Unternehmen für ihre Lieferketten geradestehen müssen“, erklärt Brodtmann.

Zudem sei es völlig realitätsfern anzunehmen, dass ein Maschinenbauer seine Lieferstrukturen über alle Ebenen durchleuchten könnte – „das kann er selbst dann nicht, wenn seine Mitarbeiter nichts anderes mehr täten“, warnt der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Zu beanstanden sei darüber hinaus, dass der Gesetzesentwurf nicht zwischen Konsumgütern und Investitionsgütern unterscheidet, ergänzt er. „Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ein Unternehmen einfache Konsumgüter wie Tee oder Kakao oder Tausende verschiedene Maschinenteile aus anderen Industrieländern importiert“, stellt Brodtmann klar. Zudem müsse das Lieferkettengesetz dort ansetzen, wo die Risiken besonders hoch sind. „Dazu gehören aber nicht Zulieferer, die deutsche Unternehmen aus der Europäischen Union oder anderen demokratischen Ländern beliefern. Wie armselig wäre denn eine europäische Politik, die für die Einhaltung der Menschenrechte innerhalb der EU die Hilfe deutscher Unternehmen benötigt?“, kritisiert Brodtmann abschließend.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2021

Anmeldungen ab sofort möglich

Alles auf Kurs für völlig neu konzipierte „Internationale Möbeltage Dresden“. Seit dieser Woche ist die Anmeldung für die Veranstaltung am 7. und 8. Juni 2021 auf der Homepage www.moebeltage.de „scharf geschaltet“ und auch die Hotelsuche in Dresden für den Aufenthalt kann über die Microsite erledigt werden. Die Besucher der Konferenz erwartet ein anspruchsvolles Programm, bei dem vor allem Forschungsprojekte an der Schwelle zur Praxis im Mittelpunkt stehen. Insgesamt 8 renommierte Hochschulen der Holz- und Möbeltechnik aus dem In- und Ausland geben einen einzigartigen Einblick in ihre innovativen wissenschaftlichen Arbeiten. Mit dabei ist die Berner Fachhochschule/Biel, die Berufsakademie Melle, die Technische Universität Dresden, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe/Lemgo, die Berufsakademie Sachsen/Dresden, das Institut für Holztechnologie Dresden, die Technische Hochschule Rosenheim und auch das Fraunhofer-Institut für Holzforschung WKI aus Braunschweig.

Wer wissen will, wo es im Bereich Kleben von Möbelbeschlägen, funktionalisierten Möbelplatten und gedruckten Strukturen in Zukunft hingeht, was es mit „Superwood“ auf sich hat und wie vielseitig die Leichtspanplatte „Particle Grid Board“ ist, der sollte sich den Kongress in der sächsischen Landeshauptstadt nicht entgehen lassen. Bis zum 1. April 2021 gilt noch die reduzierte Early Bird-Gebühr.

Alle Informationen rund um die Veranstaltung – die natürlich streng nach den zu diesem Zeitpunkt geltenden Corona-Richtlinien durchgeführt werden wird – gibt es auf www.moebeltage.de. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

Erhält IHK-Siegel für hohe Ausbildungs-Qualität

Kesseböhmer hat das Qualitätssiegel „Top Ausbildung“ der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim erhalten. Und das zum zweiten Mal nach 2015. Damit wür­digen die Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen das Enga­gement von Ausbildungsverantwortlichen bei der Gewinnung von Fachkräftenachwuchs. Darüber hinaus unterstreicht das Siegel die hohe Qualität der Ausbildungsangebote.

Als einem der größten Ausbildungsbetriebe der Region misst Kesseböhmer der Ausbildung traditionell einen hohen Stellenwert bei. „Den Großteil unseres Fachkräftenachwuchses gewinnen wir durch un­sere betriebliche Ausbildung“, erläutert Geschäftsführer Gerd Langenberg. Das Engagement beginnt aber schon viel früher. Zum Beispiel koope­riert Kesseböhmer mit den Schulen, um frühzeitig mit den jungen Menschen, ihren Eltern und Lehrern ins Gespräch zu kommen und alle bei der Berufsorientierung zu unterstützen.

Angelina Janz, kaufmännische Ausbildungsleiterin bei Kesseböhmer, be­tont, dass zur Ausbildungsqualität auch ein strukturierter Berufsstart zähle, bei dem schon vor Ausbildungsbeginn erste Informationen ver­mittelt würden und ein Kennenlernen stattfinde. „Die Auszubildenden sollen sich von Anfang an als Teil von Kesseböhmer und als Team verste­hen“, ergänzt Personalleiter Nils Pehmöller.

Das umfangreiche Engagement bei der Ausbildung konnte Kesseböhmer jetzt im Zertifizierungsverfahren der IHK mit ausführlichem Fragebogen und detailliertem Audit überzeugend darlegen. Es reicht von Bewerber­fachtagen und -trainings über die Organisation eines alljährlichen „Abends der Ausbildung“, verschiedenen Schnuppertagen und Praktika bis hin zum „Management Information Game“.

An den Standorten Bad Essen und Bohmte absolvieren derzeit insge­samt 155 junge Menschen ihre Ausbildung bei Kesseböhmer.

Das Unternehmen bietet fünf duale Studiengänge und 13 Ausbildungs­berufe an. Zum Ausbildungsstart 2021 gibt es noch freie Plätze in unterschiedlichen Berufsgruppen.

„Interzum“

Mattress Recycling Stage: Call for Speakers

35 Millionen Matratzen werden jedes Jahr allein in Europa entsorgt. Nur ein Bruchteil davon kann effektiv recycelt werden. Zu schlecht ist die Materialqualität, zu komplex die Zusammensetzung. Die Folge: Ein Großteil landet auf Mülldeponien oder wird verbrannt. Die Matratze wird zum echten Umweltproblem. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten Hersteller und Zulieferer mit Hochdruck an nachhaltigeren Produkten und Komponenten. Geplante Änderungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz befeuern diese Entwicklung zusätzlich, Zirkularität wird zur Benchmark für die gesamte Branche.

Die „Interzum@home“ greift dieses hochaktuelle Thema auf und holt in Kooperation mit dem B2B-Netzwerk „möbelfertigung“ die großen Namen der Matratzenindustrie auf die digitale Bühne. Vom 4. bis 7. Mai präsentieren auf der Mattress Recycling Stage wichtige Impulsgeber der Branche ihre Ideen, Konzepte und Produkte rund um die zirkuläre Matratze. Die Besucher der Plattform erwartet ein spannender Mix aus Vorträgen, Interviews und Podiumsdiskussionen, der aufzeigt, wieviel Dynamik im weltweit wachsenden Kreislaufwirtschaftsmarkt für Matratzen steckt. Zahlreiche hochkarätige Experten haben bereits zugesagt.

Sie engagieren sich für Circular-Economy-Lösungen im Bereich Matratze und wollen als Speaker dabei sein? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht!

Informationen rund um die Mattress Recycling Stage erhalten Sie bei Julia Mauer.

E-Mail: julia.mauer@holzmann.de, Tel. +49 (0)40 63 20 18 55.

Anmeldeschluss: 3. März 2021

Messewirtschaft fordert Konzept für Neustart

Vor der am 3. März 2021 geplanten Ministerpräsidentenkonferenz fordert die Messewirtschaft eine zeitnahe Perspektive für ihren Neustart. Vor genau einem Jahr mussten die ersten Messen Corona-bedingt abgesagt werden. Dementsprechend steht die Branche seit Anfang März 2020– mit einer kurzen Unterbrechung – still. Zum Neustart gehöre zunächst, Messen wieder als Business-Plattformen einzustufen, entsprechend der Entscheidung von Bund und Ländern vom 6. Mai 2020.

Wie vor zehn Monaten sollte mit der Öffnung des Einzelhandels auch die Durchführung von Messen wieder grundsätzlich zugelassen werden, denn in beiden Branchen gebe es sehr ähnliche Ge-schäftsabläufe und räumliche Strukturen, so der Vorsitzende des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft, Philip Harting. „Messen sind Instrumente für die Geschäftsanbahnung, die Präsen-tation von Innovationen und für Kooperationsverhandlungen. Das gilt vor allem für den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Gerade kleine und mittlere Firmen haben durch Messe-Absa-gen erhebliche wirtschaftliche Einbußen erlitten. Die Unternehmen brauchen dringend ihre Branchenplattformen.“

Außerdem könnten Messen die Einkaufsbereitschaft des stark g-schädigten Einzelhandels stimulieren. Damit Messen in der Lage sind diese Funktionen zu erfüllen, brauchen Aussteller und Veranstalter aber eine konkrete Planungsgrundlage.

 „Die Bundesländer haben im vergangenen Jahr detaillierte Vorgaben zur Durchführung von Messen in ihren Verordnungen erlassen“, so Harting. „Darauf aufbauend haben die Messegesellschaften ent-sprechende Konzepte für den Gesundheitsschutz entwickelt und mit den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt. Auf dieser Basis sind im letzten Herbst mehr als 20 Messen erfolgreich und sicher durchgeführt worden. Diese Regelungen müssen nur reaktiviert werden.“

Grundlage für die damalige Zulassung von Messen seien insbesondere die guten Rahmenbedingungen gewesen, die Messen bieten, wie zum Beispiel großzügige Flächen zur Steuerung der Besucherströme, moderne Belüftungssysteme und die Vollregistrierung aller Teilnehmer. Diese Standards, die teilweise über den Anforderungen an den Handel liegen, seien bei der Entscheidung für die erneute Zulassung von Messen entsprechend hoch zu bewerten.

Notwendig für einen erfolgreichen Start des Messebetriebs ist außerdem eine konkrete Perspektive für die Öffnung der Hotel- und Gastronomiebetriebe. Sobald es die Entwicklung der Infektionszahlen zulasse, muss auch der grenzüberschreitende Geschäftsreiseverkehr wieder ohne relevante Einschränkungen möglich sein. Denn nur so ließe sich auf den Messen ein Mindestmaß an Internationalität sichern. Relevanz für viele Wirtschaftsbranchen und für die Verbraucher hätten aber auch regionale Messen, die oft vergleichsweise kurzfristig organisiert werden könnten. Eine frühzeitige erfolgreiche Durchführung solcher Veranstaltungen werde eine wichtige Signalwirkung für das gesamte Messegeschäft haben.

„Ligna“ / VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Bedauern über das Ausscheiden von Dr. Gruchow – Keine negativen Auswirkungen für die Weltleitmesse

Ein Jahr des Übergangs und der Vorbereitung des Neustarts hat die Deutsche Messe AG für 2021 ausgerufen. Diese Mammut-Aufgaben wird Dr. Andreas Gruchow, der seit 2008 im Vorstand des Unternehmens war, nicht mehr managen. Er habe sein Mandat einvernehmlich niedergelegt, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Deutsche Messe AG wird künftig von einem Vorstand, Dr. Jochen Köckler, geführt. (Die Meldung finden Sie HIER)

Bislang fiel auch die Weltleitmesse „Ligna“ in den Verantwortungsbereich von Dr. Gruchow. Mitveranstalter des wichtigsten globalen Marktplatzes der Holzindustrie ist der VDMA, Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen. Wie sieht man in der Frankfurter Verbandszentrale die Veränderung im Top-Management der Deutschen Messe AG und gibt es Auswirkungen auf die „Ligna“?

„Wir bedauern das Ausscheiden von Dr. Gruchow“, so Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen gegenüber moebelfertigung.com. „Dr. Gruchow ist nicht nur ein ausgewiesener Messe-Experte, sondern gerade im Bereich der Holzindustrie mit detailreichem Fachwissen ausgestattet. Er war für uns ein erfahrener Ansprech- und Sparringspartner.“

Für die Weltleitmesse „Ligna“ sehe er keinerlei negative Auswirkungen, so Dr. Dirr. „Die Deutsche Messe AG verfügt über ein schlagkräftiges Team. Und Dr. Jochen Köckler hatte die Messe in der Vergangenheit ja bereits in seinem Verantwortungsbereich. Und in dieser Zeit wir haben bestens und sehr erfolgreich zusammengearbeitet.“

Abzuwarten bleibt, ob und wenn ja welche Veränderungen auf den Ebenen unterhalb des Vorstands mittelfristig folgen.