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Autor: Möbelfertigung

Umsatzplus im Inland fast zweistellig

Mit einem sehr guten Jahresumsatz hat Schüller 2020 abgeschlossen: Über 46 Millionen Euro kamen im Corona-Jahr dazu, was 8,4 Prozent Plus entspricht. 600,8 Millionen Euro waren es 2020 insgesamt.

Selbst im schwierigen Exportumfeld konnte Schüller wachsen: Der Umsatz kletterte im Ausland um 4,6 Prozent auf 149,5 Millionen Euro, bei einer Exportquote von 24,9 Prozent. Auf den Heimatmarkt entfielen 451,3 Millionen Euro (+9,8 %). Die Anzahl der Beschäftigten stieg auf durchschnittlich 1.929 an (+4,9%). Für ihr Engagement erhielten sie Ende Oktober eine großzügige Corona-Sonderzahlung.

Vor allem die Neuheiten der Premiummarke „Next125“ trafen den Nerv der Zeit, so heißt es. Davon zeugt die Auszeichnung mit vier hochkarätigen Designpreisen.

Und auch die Produktionserweiterung konnte weitergeführt werden. Fertiggestellt wurde im August das Parkhaus, das auf 52.000 Quadratmeter Platz bietet für 1.830 PKW, 70 Motorräder und 448 Fahrräder. Außerdem wurde in Herrieden in Infrastruktur, Gebäude, technische Anlagen, Maschinen, Fuhrpark sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einer Summe von 69 Millionen Euro investiert. Ein nächster Schritt wird die Inbetriebnahme von Produktionshallen im Herbst 2021 sein.

Zudem wurde das Thema Nachhaltigkeit 2020 weiterverfolgt. Schüller trägt nun in allen drei Scope-Stufen das Siegel „Klimaneutraler Möbelhersteller“, das von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) verliehen wurde.

Wie in der Branche allgemein spielt auch in Herrieden die Digitalisierung eine Schlüsselrolle. Nicht nur die „Innovations Tour“ alternativ zur Herbstmesse war dafür 2020 ein Beispiel. So wurde ebenfalls das Extranet, das Service-Portal für den Handel, um einige Neuerungen wie etwa digitale Verkaufshandbücher und neue Downloadmöglichkeiten erweitert. Auch die Maßnahmen zur Weiterbildung wurden digitaler. Das Training-Center „|s|t|c“ schafft überdies ein attraktives Lernangebot on demand, das stark nachgefragt wird. Webinare, Online-Live-Seminare wie auch das Web-based-Training trafen laut Unternehmenseinschätzung genau den Puls der Zeit.

Visionäres Ausbildungskonzept in der Pipeline

Die Entscheidung wird in Kürze fallen. Dann ist klar, ob in Ostwestfalen ein neuartiges Bildungszentrum für die Holz- und Möbelindustrie entsteht oder nicht. 12 Monate Zeit bekam das Unternehmen Zeus GmbH für eine entsprechende Machbarkeitsstudie. Auftraggeber ist der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gemeinsam mit den Herforder Möbelverbänden, der Wirtschaftsförderung des Kreises Herford und weiteren Kooperationspartnern.

„Die Möbelindustrie ist ein wichtiger Arbeitsmarktmotor in Deutschland“, betont Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und der Herforder Möbelfachverbände. „Die Corona-Pandemie zeigt aktuell einmal mehr den hohen Stellenwert unserer Branche auf. Umso bedeutender ist es, langfristig die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich dieser Industriezweig erfolgreich entwickeln kann. Und das bezieht definitiv auch Personalthemen mit ein – insbesondere mit Blick auf den ab 2025 zu erwartenden rapiden Rückgang an Fachkräften.“

Im ersten Schritt ging es bei der Studie darum, die Machbarkeit zur Schaffung eines hochmodernen Trainingszentrums mit etwa 2.000 Quadratmetern in Ostwestfalen nahe der A2/A30 zu überprüfen. Hier sollen alle technischen Fähigkeiten in und nach der Ausbildung wie etwa Holzmechaniker, Mechatroniker und viele weitere Berufe der Möbelindustrie erlernt werden können. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Erhöhung der Attraktivität des Berufsbildes Holzmechaniker zu, der Fokus liegt zudem auf regelmäßigen Fortbildungen der gesamten Belegschaft eines Möbelherstellers. Darüber hinaus soll die Einrichtung interessierten Möbelherstellern beim Recruiting von Schülern und anderen Zielgruppen helfen.

Die Resonanz war enorm: „Die Idee, eine Trainingskapazität für industrielle Möbelfertigung zu schaffen, scheint vielen Unternehmen unter den Nägel zu brennen“, beschreibt Markus Kamann, Geschäftsführer der Zeus GmbH und Bang-Ausbildungsnetzwerke – und damit ein echter Profi in Sachen Personalausbildung und -vermittlung im Mittelstand. „Insofern bekamen wir sehr schnell viele positive Rückmeldungen.“

Weitere Details zu diesem wegweisenden Projekt lesen Sie in der „möbelfertigung 1/2021“, die als Print-Ausgabe morgen erscheint. Das komplette digitale Magazin finden Sie HIER. In neuem Layout. In neuem Layout. Moderner, klarer, noch übersichtlicher!

Außerdem in der Ausgabe: Wie Entscheider rund um den Globus mit den Herausforderungen der Pandemie umgehen, warum die Küchenmöbelindustrie auf höhere Kapazitäten setzt, weshalb wir am Beginn der Ära des biophilen Designs stehen, warum es zunehmend zu einer Demokratisierung des Möbelkomforts kommt, in welcher Hinsicht wir aus Sicht des Vitra-Trendscouts Raphael Gielgen auf dem Mars angekommen sind, warum Augmented Reality ein großes Thema für den Möbelhandel sein sollte, wo der neue CEO von Pfleiderer aktuell die größten Herausforderungen sieht, wie Reform die traditionelle Küchenmöbelindustrie herausfordert, warum sich aus Sicht von iFurn auch kleine Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigen müssen, wie Speedmaster auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eine perfekte Logistik sichert, welche modernen Produktionsanlagen Ima Schelling bei Fournier Habitat installiert hat und viele weitere interessante Artikel.

 

Alexander Deuring ist der neue COO

Werner Deuring, Alleingesellschafter und CEO der Deurotech Group, hat seinen Sohn Alexander Deuring zum ersten Januar 2021 zum Chief Operating Officers (COO) in der Deurotech Group ernannt. In dieser Funktion verantwortet Alexander Deuring die Themenbereiche Digitalisierung, Controlling und Effizienzsteigerung.

Alexander Deuring ist seit Anfang 2018 im Bereich Business Development der Deurotech Group aktiv. Nach abgeschlossener Reife- und Diplomprüfung im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen an der HTL Bregenz hat er sein Studium der internationalen Wirtschaft, Management und Finanzen an der Bocconi University in Mailand absolviert und den Master in Management an der IE Business School in Madrid abgeschlossen. Danach wirkte er in der Industrie- und Finanzbranche.

Die Deurotech Group ist ein Zusammenschluss von Spezialisten im Bereich der Holzwerkstoff- und Papierindustrie und der Umwelttechnik. Die Maschinen- und Anlagenbauer Vits Technology und IFA Technology bieten aufeinander abgestimmt Prozessabschnitte der Oberflächenbeschichtung aus einer Hand an: Imprägnier- und Beschichtungsanlagen sowie Systeme zur Harzproduktion und Harzverarbeitung. Airprotech, Wessel-Umwelttechnik und Eisenmann Environmental Technology stellen Anlagen zur thermischen und biologischen Abluftreinigung und Energierückgewinnung, Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung, Abfallentsorgung und Wertstoffrecycling sowie Biogasanlagen und Anlagen zur Munitionsentsorgung her.

Ulrich Rotte Anlagenbau & Fördertechnik

Gehört jetzt auch zum Tapio Ökosystem

Digitale Lösungen sind gefragt. In kaum einer anderen Branche ist der Automatisierungsgrad derart weit fortgeschritten wie in der Holzverarbeitung. Viele Unternehmen haben die Digitalisierung schon umgesetzt oder befinden sich in der Transformation.

Zu diesem Zweck bietet das Unternehmen Tapio seit 2017 eine geeignete digitale Plattform als Ökosystem für die Holzbranche. Tapio bietet im offenen Ökosystem verschiedenste technologische Lösungen rund um Werkzeugverwaltung, Maschineninstandhaltung und der Kontrolle von Maschinenzuständen. Diese digitalen Tools vernetzen die Fertigungen kleiner Handwerksbetriebe genauso wie die Produktion global agierender Möbelhersteller. Homag, als einer der führenden Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen, ist beispielsweise ein starker Partner im Tapio-Ökosystem, der auch eigene Anwendungen via Tapio anbietet.

Von nun an ist auch der Service der „Rotte Smart-Factory“-Plattform (SFP) in der Tapio-Welt zu finden. Unser, unter dem Leitfaden der Hilfe-zur-Selbsthilfe, entwickeltes Bediener-Assistenz-System wird bereits von Kunden aus der holzverarbeitenden Industrie eingesetzt. Mit der Verknüpfung der Rotte SFP in das Tapio-System möchten wir zukünftig unseren Kunden der Holzindustrie zusätzliche Vorteile des Wissensmanagements mit Kontextbezug bieten. „Aus der Zusammenarbeit mit Tapio beabsichtigen wir neben der Ausweitung der digitalen Assistenzdienste und Services für beide Systeme, auch unsere Dienstleistung weiteren Unternehmen zugänglich zu machen“, so Dr. Franz-Barthold Gockel, Geschäftsführer von Rotte, zur geschlossenen Partnerschaft.

Das Tapio-Netzwerk, bestehend aus namenhaften Partnern und Dienstleistern, bietet darüber hinaus neue Möglichkeiten gemeinsame Synergieeffekte zu nutzen, um den digitalen Wandel in der Industrie weiter voranzutreiben, und zwar branchenübergreifend.

Neue Perspektiven für das Küchensegment schaffen

Das dänische Unternehmen Reform hat das ehrgeizige Ziel, Designküchen zu einem erschwinglichen Preis einem breiten Publikum zugänglich machen. Damit fordern die beiden Gründer Jeppe Christensen und Michael Andersen die traditionelle Küchenindustrie heraus.

„Wir entwickeln Küchen, die dazu entworfen sind, wirklich benutzt und „genossen“ zu werden – jeden Tag“, so Jeppe Christensen gegenüber der „möbelfertigung“. „Dabei wollen wir die Konformität der Küchenbranche herausfordern, immer wieder die kulturellen Aspekte erforschen und inspirierende, neue Perspektiven schaffen, wie wir in unseren Küchenräumen leben und arbeiten. In Form wie in Funktionalität sind wir innovativ, indem wir mit neuen sowie traditionellen Materialien und Methoden experimentieren und diese (neu) kombinieren, um den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht zu werden. Wir stellen den Status Quo in Frage.“

Dabei verkauft das Unternehmen vor allem an Endkunden. „Direkt ab Werk sozusagen“, wie Michael Andersen betont. „Darauf ist unser Vertriebssystem momentan ausgerichtet. Wir arbeiten auch vermehrt mit Interior Designer*innen und Innenarchitekt*innen und Architek*innen zusammen – je nach Markt gestaltet sich das jeweils etwas unterschiedlich. Architekt*innen und Inneneinricht*innen können für ihre Kunden bei uns kaufen; aber unsere Produkte nicht im eigenen Vertrieb weiterverkaufen.“

Wie das Arbeiten mit verschiedenen freien Designern funktioniert und welche ehrgeizigen Umsatzziele Reform hat, lesen Sie in der „möbelfertigung 1/2021“, die morgen erscheint. In neuem Layout. Moderner, klarer, noch übersichtlicher!

Außerdem in der Ausgabe: Wie Entscheider rund um den Globus mit den Herausforderungen der Pandemie umgehen, warum die Küchenmöbelindustrie auf höhere Kapazitäten setzt, weshalb wir am Beginn der Ära des biophilen Designs stehen, warum es zunehmend zu einer Demokratisierung des Möbelkomforts kommt, in welcher Hinsicht wir aus Sicht des Vitra-Trendscouts Raphael Gielgen auf dem Mars angekommen sind, warum Augmented Reality ein großes Thema für den Möbelhandel sein sollte, wo der neue CEO von Pfleiderer aktuell die größten Herausforderungen sieht, warum sich aus Sicht von iFurn auch kleine Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigen müssen, wie Speedmaster auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eine perfekte Logistik sichert, welche modernen Produktionsanlagen Ima Schelling bei Fournier Habitat installiert hat und viele weitere interessante Artikel.

Neue Furnierumfrage 2021 ist gestartet

Bereits seit 17 Jahren führt die Fachabteilung Furniere im Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) eine regelmäßige Furnierumfrage durch. Befragt werden mehr als 300 Unternehmen, die sich mit Herstellung, Handel und Verarbeitung von Furnier beschäftigen. Die Umfrage richtet sich somit zum Beispiel auch an Möbelwerke, Kantenhersteller, Plattenhersteller, Fixmaßunternehmen und Fußbodenhersteller. Durch die breite Streuung kann der GD Holz mit den Ergebnissen einen repräsentativen Schnitt über die Lage der deutschen Furnierwirtschaft abbilden.

Der GD Holz wertet die Umfrage und ihre Ergebnisse als wichtiges Trend- und Konjunkturbarometer für die Furnierwirtschaft. Die Umfrage ist darüber hinaus für die Unternehmen ein gutes Instrument, um die aktuelle Lage in der Branche einschätzen zu können. In der Branche wird daher diese Umfrage als wichtigstes Markt- und Trendbarometer hoch geschätzt.

Interessierte Unternehmen, die vom GD Holz noch nicht angeschrieben wurden und der Furnierwirtschaft angehören, können unter folgendem Link noch bis zum 8. März an der Umfrage teilnehmen: https://www.surveymonkey.de/r/Furnierumfrage2021

Um die Beantwortung zu vereinfachen, wurde die Umfrage im Vergleich zum letzten Mal erheblich verkürzt. Alle teilnehmenden Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Nach Abschluss der Umfrage können diese dann von den vollständigen Ergebnissen der Umfrage profitieren. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Anschluss über die Medien des GD Holz und in der Fachpresse veröffentlicht.

Der GD Holz sieht die Furnierumfrage als hervorragende Dienstleistung für die ihm angeschlossenen Unternehmen der Furnierwirtschaft. In seiner Abteilung Furniere betreut der GD Holz etwa 60 Unternehmen.

Startet morgen erneut mit hochkarätigen Speakern und Content

Bevor die digitale Plattform „Drupa Preview“ dem virtuellen Branchenevent „Virtual.drupa“ weichen wird, bringt sie am Dienstag, den 23. Februar 2021 nochmals ein Konferenzprogramm an den Start, das aktuelle Top-Themen der Druckindustrie in den Fokus rückt. Mit dabei sind auch internationale Keyplayer wie Bobst, Heidelberg und Konica Minolta, die damit erneut ihr Commitment zur „Drupa“ unterstreichen.

Über den Link https://preview.drupa.de/23Februar2021 können sich Interessenten kostenfrei für die neuen Live Web Sessions der „Drupa Preview“ anmelden. Branchenexperten aus beteiligten Unternehmen und Partnerverbänden der „Drupa“ Sonderforen wie VDMA und Epda diskutieren in ihren Sessions und Videobeiträgen über Highlight-Themen und globale Trends wie Industrie 4.0., Digitalisierung, Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, E-Commerce oder Plattformökonomie – und bauen damit den Spannungsbogen zur virtual.drupa weiter auf. Hersteller wie Isra Vision, KNF, Leonhard Kurz, Saueressig, Synthgon, Trotec Laser, Voith sowie die zuvor genannten Bobst, Heidelberg und Konica Minolta versprechen hoch relevanten Wissenstransfer, Die „Drupa Preview“, die seit Oktober 2020 nun zum vierten Mal stattfindet, vermittelt Besuchern mit den drei Säulen Exhibition Space, Conference Area und Networking Plaza einen Eindruck davon, welche Mehrwerte die „Virtual.Drupa“ vom 20. bis 23. April 2021 zu bieten hat.

Die virtuelle Veranstaltung im April, die schon jetzt einen positiven Buchungsverlauf verzeichnet, gipfelt in einer Vielzahl von Ausstellern, die sich und ihre Produkte in digitalen Showrooms präsentieren. Matchmaking-Optionen aktivieren Interaktion, Networking und Leadgeneration unter den Branchenexperten, während durchgängige Conference Streams spannenden Input liefern. Die angebotenen Live Websessions und Videovorträge sind wichtige Tools, um in Zeiten von Kontaktbeschränkungen die Top-Themen und Innovationen der Branche in den Fokus zu stellen. Ihre Funktionalitäten werden den Interessenten nun noch einmal im Konferenzprogramm des letzten „Drupa Preview Days“ vorgestellt.

Kostenfreie Registrierungen für die Plattform, über die Teilnehmer Zugang zu den Videovorträgen der Conference Area und den Live Web Sessions des Exhibition Spaces erhalten, können unter folgendem Link vorgenommen werden: https://preview.drupa.de/de/Registrierung

Die richtigen Weichen in der Personalplanung gestellt

Für viele Unternehmen war das Jahr 2020 eine Achterbahnfahrt, denn die Auftragseingänge fielen teilweise auf absolute Tiefs, um kurz danach Richtung Rekordniveaus zu klettern. Für Speedmaster galt dies nicht, wie Geschäftsführer Günther Schweiger im Interview mit der „möbelfertigung“ betont: „Mit einer Achterbahnfahrt hatte dieses Jahr nichts gemein. Außer zu Beginn des Lockdowns, fuhren wir das komplette Jahr über mit einem Auftragshoch. Das ist zwar rückblickend sehr positiv, doch Planungssicherheit hatten wir natürlich das ganze Jahr nicht. Denn wir haben ja nur minimale Vorlaufzeiten für unsere Aufträge. Während die Logistikplanung unser täglich Brot ist, war dies auf Seiten der Personalplanung deutlich schwieriger für uns, hier die richtigen Weichen zu stellen. Aber auch das ist uns im Rückblick gut gelungen.“ Dabei funktionierten bei dem Unternehmen auch die Lieferketten, wenn es auch bestimmte Herausforderungen gegeben hat: „Bei unserem Geschäftsmodell steht die Liefertreue an oberster Stelle. Denn zwischen Auftragseingang und Auslieferung liegen bei uns gerade mal 48 Stunden“, erläutert Schweiger. „Und so, wie sich unsere Kunden auf uns verlassen, müssen wir uns auch auf unsere Partner in der Lieferkette verlassen. Ob Platten, Kanten, Beschläge, sonstige Zukaufteile – es gab kaum Engpässe in den Lieferketten. Und unsere Partner zeigten höchste Flexibilität. Dementsprechend bin ich sehr stolz, dass wir jeden Auftrag termingerecht liefern konnten.“

Was Günther Schweiger für das aktuelle Geschäftsjahr erwartet und wie das Handwerk aus seiner Sicht bislang durch die Pandemie gekommen ist, lesen Sie in der „möbelfertigung 1/2021“, die als Print-Ausgabe am 24. Februar erscheint. Das komplette digitale Magazin finden Sie HIER. In neuem Layout. Moderner, klarer, noch übersichtlicher!

Außerdem in der Ausgabe: Wie Entscheider rund um den Globus mit den Herausforderungen der Pandemie umgehen, warum die Küchenmöbelindustrie auf höhere Kapazitäten setzt, weshalb wir am Beginn der Ära des biophilen Designs stehen, warum es zunehmend zu einer Demokratisierung des Möbelkomforts kommt, in welcher Hinsicht wir aus Sicht des Vitra-Trendscouts Raphael Gielgen auf dem Mars angekommen sind, warum Augmented Reality ein großes Thema für den Möbelhandel sein sollte, wo der neue CEO von Pfleiderer aktuell die größten Herausforderungen sieht, wie Reform die traditionelle Küchenmöbelindustrie herausfordert, warum sich aus Sicht von iFurn auch kleine Unternehmen mit der Digitalisierung beschäftigen müssen, welche modernen Produktionsanlagen Ima Schelling bei Fournier Habitat installiert hat und viele weitere interessante Artikel.

Industrieproduktion im Jahr 2020 um mehr als 10 Prozent gesunken

In der deutschen Industrie wurde im Jahr 2020 gut ein Zehntel weniger produziert als im Vorjahr: Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe war im Jahr 2020 nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preis- und kalenderbereinigt 10,8 Prozent niedriger als im Jahr 2019. Im Jahresverlauf war die Industrieproduktion während der ersten Phase der Corona-bedingten Einschränkungen in den Monaten April und Mai 2020 mit -29,7 Prozent beziehungsweise -23,4 Prozent stark gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gesunken. Im Dezember 2020 lag der Rückstand der Industrieproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch bei -1,5 Prozent. Der Umsatz der im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe tätigen Industriebetriebe war im Jahr 2020 preis- und kalenderbereinigt um 10,1 Prozent niedriger als im Vorjahr. Dabei ist der Inlandsumsatz um 8,3 Prozent und der Umsatz mit ausländischen Abnehmern um 11,9 Prozent gesunken.

Besonders stark war im Jahr 2020 der Produktionsrückgang in der Automobilindustrie: Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen haben insgesamt im Jahr 2020 25,0 Prozent weniger produziert als im Vorjahr. Die größten Rückgänge in der Automobilindustrie gab es im April und im Mai mit -84,3 Prozent beziehungsweise -52,7 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Im Dezember lag der Rückstand gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur noch bei -1,0 Prozent. Der Umsatz der in Deutschland in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen tätigen Industriebetriebe lag im Jahr 2020 preis- und kalenderbereinigt um 17,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gemessen am Umsatz der in Deutschland ansässigen Industriebetriebe ist die Automobilindustrie Deutschlands wichtigster Industriezweig: So erbrachten die rund 809.000 Erwerbstätigen in den 968 Betrieben der Automobilindustrie mit mehr als 50 Beschäftigten im Jahr 2020 einen Umsatz von insgesamt 379,3 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von knapp 23 Prozent am Gesamtumsatz aller Industriebetriebe in Deutschland.

Im Maschinenbau lag der preis- und kalenderbereinigte Produktionswert im Jahr 2020 um 13,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. Im April 2020 meldeten die Maschinenbaubetriebe einen Produktionsrückgang von 28,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Dezember 2020 betrug der Rückstand gegenüber dem Vorjahresmonat noch -10,3 Prozent. Der Umsatz der im Maschinenbau tätigen Industriebetriebe lag im Jahr 2020 preis- und kalenderbereinigt um 13,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gemessen am Umsatz der in Deutschland ansässigen Industriebetriebe ist der Maschinenbau der zweitwichtigste Industriezweig: Die rund 968.857 Erwerbstätigen in den 3.798 Betrieben des Maschinenbaus mit mehr als 50 Beschäftigten erbrachten im Jahr 2020 einen Umsatz von insgesamt 217,4 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von gut 13 Prozent am Gesamtumsatz aller Industriebetriebe in Deutschland.

Stark beeinträchtigt war im Jahr 2020 auch die Metallindustrie. Die Betriebe der Metallerzeugung und -bearbeitung haben 13,3 Prozent weniger produziert als im Vorjahr, bei der Herstellung von Metallerzeugnissen war ein Rückgang von 11,6 Prozent zu verzeichnen. In beiden Bereichen war der Rückgang im April 2020 am stärksten, in diesem Monat war die Produktion in diesem Monat um fast ein Drittel niedriger als im April 2019.

Auch die Betriebe zur Herstellung von Bekleidung sowie von Schuhen und Lederwaren waren durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt. Die Bekleidungshersteller haben im Jahr 2020 preis- und kalenderbereinigt 20,0 Prozent weniger produziert als im Vorjahr, bei der Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen ging die Produktion um 17,6 Prozent zurück. In der Bekleidungsindustrie wurde der stärkste Produktionsrückgang im April 2020 mit -56,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Bei der Herstellung von Leder, Lederwaren und Schuhen war im Mai 2020 mit -46,5 Prozent der stärkste Rückgang zu verzeichnen. Gemessen am Umsatz gab es bei den Herstellern von Bekleidung branchenweit den größten Rückgang mit -19,3 Prozent.

Vergleichsweise wenig zurückgegangen ist die Produktion in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie sowie der Chemieindustrie. Bei der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln sank sie um 2,8 Prozent, bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen um 1,1 Prozent.

Der einzige Wirtschaftszweig, in dem die Produktion im Vorjahresvergleich gestiegen ist, war die Holzindustrie. Die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel) legte im Jahr 2020 preis- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.