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Autor: Möbelfertigung

Michael Bücking ist der neue Geschäftsführer

Seit Anfang Januar 2021 hat der Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen einen neuen Geschäftsführer. Nach fast dreißig Jahren ist Rechtsanwalt Heinz-Josef Kemmerling (65) in den Ruhestand getreten. Als Nachfolger wurde von der Mitgliederversammlung Michael Bücking gewählt.

Der 59-Jährige ist Dipl.-Ing. der Holztechnik sowie Tischlermeister und seit zwei Jahren bei Tischler NRW beschäftigt. Bücking war zuletzt 18 Jahre lang an der Holzfachschule Bad Wildungen tätig, davon sechs Jahre als stellvertretender Schulleiter und langjähriger Leiter der technischen Betriebsberatung des Landesfachverbandes in Hessen.

Bei mehrjährigen Aufenthalten in Ostafrika und Malaysia hat Bücking auch das Tischlerhandwerk im Ausland kennenlernen. Bei Tischlerverband in NRW unterstützt er den Hauptgeschäftsführer Dr. Johann Quatmann bei den geschäftsführenden Aufgaben. Darüber hinaus zählt – gemeinsam mit dem Beraterteam von Tischler NRW – insbesondere die Umsetzung der zahlreichen Digitalisierungsprojekte des Verbandes für die betriebliche Praxis und in der Erstausbildung zu den Aufgaben des gebürtigen Bremers.

Maschinen- und Anlagenbau zu freiwilligen Corona-Tests in den Betrieben bereit – Pauschale Selbstverpflichtung wird abgelehnt

Die Industriebetriebe in Deutschland haben in den vergangenen Monaten mit strengen Hygienekonzepten in der Produktion und einer deutlichen Ausweitung von Home-Office eine wichtige Rolle in der Pandemiebekämpfung übernommen. Auch der Plan der Regierung, flächendeckend Corona-Tests in den Betrieben durchzuführen, wird von den Unternehmen positiv gesehen, entsprechende Vorbereitungen laufen vielerorts bereits. „Die Betriebe im Maschinen- und Anlagenbau sind bereit, ihren Part auszuweiten und auf eigene Kosten Corona-Schnelltests für ihre Beschäftigten anzubieten“, sagt VDMA-Präsident Karl Haeusgen. Allerdings müsse dies eine freiwillige Maßnahme der Unternehmen sein, fordert er: „Eine pauschale Selbstverpflichtung der Unternehmen, wie es sich die Politik vorstellt, lehnen wir ab.“

Denn neben den hohen Kosten, die Unternehmen durch große Testreihen entstehen, gebe es für die Durchführung auch noch zahlreiche rechtliche Unsicherheiten. „Betriebliche Reihentests werfen haftungsrechtliche Fragen auf, die die Politik nicht einfach bei den Unternehmen abladen kann“, erläutert Haeusgen. „Auch die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten müssen beachtet werden. Die Unternehmen brauchen eine Verständigung mit der Politik darüber, wie mit positiven Testergebnissen umzugehen ist.“

Der VDMA-Präsident fordert deshalb von der Politik, die Industrie besser in die Corona-Bekämpfung einzubinden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Viele Unternehmen stünden auch bereit, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Betriebsärzte impfen zu lassen, sobald die Möglichkeiten dazu gegeben sind. Hier geht es vor allem um die Bereitstellung von ausreichend Impfstoff, der nicht mit extremen Temperaturen gekühlt werden muss. „Der Maschinen- und Anlagenbau wird auch weiterhin seinen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten“, betont Haeusgen. „Trotz allem guten Willen von unserer Seite muss die Haftung aber bei den Behörden bleiben. Es darf keine Vermischung von unternehmerischer und staatlicher Verantwortung beim Testen und Impfen geben.“

Führt weltweit in allen Werken Künstliche Intelligenz ein

Präziser als Auge und Ohr, schneller als der Verstand. Künstliche Intelligenz erfasst und verarbeitet Terabyte an Daten sekundenschnell und unterstützt den Menschen dabei, komplexe Zusammenhänge auf einen Blick zu erschließen und Maßnahmen einzuleiten. Das Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) hat ein KI-basiertes System entwickelt, das Anomalien und Störungen im Fertigungsprozess frühzeitig erkennt, den Ausschuss zuverlässig reduziert und die Produktqualität erhöht. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden Fabriken effizienter, produktiver, umweltfreundlicher – und Produkte noch besser. Unsere neue KI-Lösung sorgt in Werken für Kosteneinsparungen in Millionenhöhe“, sagte Bosch-CDO/CTO Dr. Michael Bolle am Mittwoch, den 03. März, anlässlich der digitalen KI-Konferenz „AI CON“ von Bosch.

In Pilotwerken, in denen die KI-Lösung bereits zum Einsatz kommt, ließen sich pro Jahr zwischen einer und zwei Millionen Euro einsparen. Im Hildesheimer Werk beispielsweise wurden dank der KI Störungen in den Prozessabläufen identifiziert und beseitigt. Die Taktzeiten der Linien sanken so um rund 15 Prozent. Den KI-Effekt bestätigen Studien: Von einem flächendeckenden Einsatz von KI in Deutschland profitiere vor allem Industrie 4.0. Verteilt auf die unterschiedlichen Branchen, stecke mit über 50 Prozent (182 Milliarden Euro) das größte Kosteneinsparpotenzial in einer von KI unterstützten Produktion (Quelle: Verband der Internetwirtschaft e.V. und Arthur D. Little, 2019). Bei Bosch wird die vom BCAI entwickelte KI-Lösung 2021 zunächst in rund 50 Werken der Antriebssparte weltweit ausgerollt und an über 800 Fertigungslinien angebunden. Täglich werden dann über eine Milliarde Datennachrichten in der Analyse-Plattform gespeichert. Anschließend plant Bosch, die KI-Lösung unternehmensweit in seinen rund 240 Werken einzusetzen. Zudem fließen die gewonnenen Erfahrungen und das Technologie-Know-how in die Entwicklung neuer KI-Techniken für die Fertigung ein.

Pilotanwender der neuen KI-Analyse-Plattform ist die Antriebssparte des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. In den nächsten Jahren investiert Bosch hier rund 500 Millionen Euro in die Digitalisierung und Vernetzung der Werke. Die voraussichtliche Ersparnis wird doppelt so hoch sein: rund eine Milliarde Euro bis 2025. Ein integraler Bestandteil des Projekts ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In Zusammenarbeit zwischen dem BCAI und den Werken des Geschäftsbereichs ist eine universelle KI-Lösung für die Fertigung entstanden, die mithilfe des Nexeed Manufacturing Execution System (MES) von Bosch Connected Industry Messwerte aus unterschiedlichen Quellen automatisiert sammelt, aufbereitet und nahezu in Echtzeit analysiert. Sensordaten von Maschinen dienen als Grundlage, um etwa Schwankungen in unterschiedlichsten Fertigungsverfahren zu ermitteln.

Die Industrie-4.0-Software Nexeed „übersetzt“ und visualisiert die Daten und Codes, die KI gibt eine Handlungsempfehlung ab, der Mitarbeiter entscheidet. Genutzt werden dafür vor allem „Dashboards“, individuell konfiguriert und auf lokale Anwendungsfälle und die entsprechende KI-Analyse zugeschnitten. So sind potenzielle Ursachen von Fehlern leichter zu finden. Auch selbstanpassende Prozesse für Maschinen und Montagelinien lassen sich integrieren. Weicht beispielsweise ein Bohrloch von der definierten Platzierung ab, leitet die KI selbstständig die notwendigen Schritte ein. Unterstützt wird die KI mitunter durch Kameras, die entlang von Fertigungslinien den Produktionsprozess aufzeichnen. Anhand von Mustern identifiziert die KI Abweichungen, Maßnahmen lassen sich umgehend ergreifen. Darüber hinaus sind in einzelnen Fällen Feld- und Kundendaten mit der Plattform verknüpft. Dies hilft dabei, noch besser zu verstehen, wie sich Produkte im Einsatz verhalten, um Mängel rechtzeitig festzustellen und drohende Fehler vorherzusagen.

Die Einsicht in der Industrie ist da, noch mangelt es an der Umsetzung: Mehr als jedes zweite deutsche Unternehmen (58 Prozent) sieht in Künstlicher Intelligenz disruptives Potenzial. Aber nur jedes siebte Unternehmen (14 Prozent) nutzt aktuell KI für Industrie 4.0 (Bitkom, 2020). Dass sich eine klare Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) einen vermehrten Einsatz von industrieller KI, etwa bei der Herstellung von Autos oder Flugzeugen, wünscht, ist ein Kernergebnis des „Bosch KI-Zukunftskompass“. Die im November 2020 vorgestellte Studie zeigt, mehr als zwei Drittel der Befragten befürworten KI-basierte Lösungen bei der Diagnose von Maschinenfehlern sowie in anderen High-Tech-Bereichen. Bosch setzt bereits umfassend auf Künstliche Intelligenz.

In der Fertigung unterstützt die Technologie dabei, den Ausschuss zu reduzieren, die Auslastung von Maschinen und Anlagen zu erhöhen und Produktionsprozesse zu optimieren. „Künstliche Intelligenz ist eine Technologie von epochalem Charakter – vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks. KI wird die Industrie revolutionieren. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz lernen Maschinen und Produkte mit- und weiterzudenken“, sagt Bolle. Neben Projekten in eigenen Werken bringt Bosch KI-basierte Lösungen auf den Markt. Zu den Anwendungen in der Fertigung zählen die automatisierte optische Inspektion von Werkstücken, Software für eine intelligente Produktionssteuerung und ein ausgeklügeltes Energiemanagement. Auf der digitalen Hannover Messe 2021 (12. – 16. April) stellt Bosch KI-Lösungen für die Produktion vor.

Für Bosch ist Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie. Ab 2025 sollen alle Bosch-Produkte über KI verfügen oder mit ihrer Hilfe entwickelt oder hergestellt werden. Dazu investiert Bosch in kluge Köpfe, eine adäquate Infrastruktur und passende Rahmenbedingungen. Bis Ende 2022 macht Bosch 20 000 Mitarbeiter fit in KI. Ein entscheidender Hebel: das Forschungs- und Entwicklungszentrum für Künstliche Intelligenz. Bereits im dritten Jahr nach seiner Gründung hat das BCAI einen „return on invest“ realisiert, liefert mit Projekten einen Ergebnisbeitrag von rund 300 Millionen Euro.

Der Anspruch: „Wir erforschen und bieten KI, die sicher, robust und nachvollziehbar ist“, sagt Bolle. Dabei geht es dem Unternehmen vor allem um industrielle KI, also die Verbindung von Künstlicher Intelligenz und physischer Welt. Bosch verfügt dabei über beste Voraussetzungen. „Wir fertigen in unseren Werken unterschiedlichste Produkte – von Kühlschränken, Elektrowerkzeugen über Antriebsstränge und Assistenzsysteme für die Automobilindustrie bis hin zur Automatisierungstechnik für den Einsatz in Fabriken. Dieses Wissen kombinieren wir jetzt mit KI-Algorithmen“, erklärt Bolle.

22 angehende Tischlermeister begrüßt

Am 1. März 2021 haben 22 neue Schüler an der Holzfachschule Bad Wildungen mit dem Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk (Teil I + II) begonnen. Begrüßt wurden die angehenden Tischlermeister von Hermann Hubing, Schulleiter der Holzfachschule Bad Wildungen, und Andreas Bognanni, Lehrgangsleiter und stellvertretender Schulleiter der Holzfachschule. Der Vorbereitungslehrgang findet unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen als Präsenzunterricht statt und dauert bis zum 9. Juli 2021.

Die erfolgreichen Tischlermeister erhalten ihre Meisterurkunden dann am 11. September 2021 im Rahmen der Meisterfeier der Holzfachschule Bad Wildungen.

Deutsche Exporte 2020: China stabil, USA schwach

Die wichtigsten Abnehmer deutscher Exporte waren im vergangenen Jahr die USA und China. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen von Deutschland Waren im Wert von 103,8 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten und Waren im Wert von 95,9 Milliarden Euro nach China exportiert. Dabei hat die Corona-Krise das Exportgeschäft mit beiden Staaten unterschiedlich beeinträchtigt: Während Exporte nach China im Jahr 2020 mit einem Rückgang von 0,1 Prozent nahezu auf dem Vorjahresniveau blieben, nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten mit minus 12,5 Prozent stark ab. 

Die Export-Rückgänge in die Vereinigten Staaten waren im Jahr 2020 die höchsten seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Damals brachen die deutschen Exporte in das Land um 23,9 Prozent gegenüber 2008 ein. Im Handel mit China waren die deutschen Exporte letztmalig im Jahr 2015 aufgrund der Krise der Automobilindustrie infolge der sogenannten „Abgasaffäre“ gesunken (minus 4,1 Prozent). 

Besonders deutlich sind die unterschiedlichen Entwicklungen in 2020 bei der Betrachtung der einzelnen Quartale: Das Exportgeschäft mit dem im ersten Quartal 2020 von der Corona-Pandemie besonders betroffenen China (minus 8,3 Prozent zum Vorjahresquartal) startete schwächer ins Jahr als das Geschäft mit den Vereinigten Staaten (minus 1,3 Prozent). Im zweiten Quartal kehrte sich das Bild um: Die deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten brachen um 31,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. Dagegen wiesen die Exporte nach China nur einen vergleichsweisen geringen Rückgang von 4,4 Prozent aus. Im dritten Quartal 2020 stiegen die Exporte nach China sogar wieder (plus drei Prozent zum Vorjahresquartal) und die Exporte in die Vereinigten Staaten gingen nicht mehr so stark zurück (minus 14,8 Prozent). Im vierten  Quartal stiegen die deutschen Exporte nach China noch stärker an (plus 8,6 Prozent zum Vorjahresquartal) und die Exporte in die Vereinigten Staaten stabilisierten sich (minus 2,6 Prozent). 

Kooperation mit Hansekontor Nord West Maklergesellschaft

Die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen, Herford, pflegen ein dicht geknüpftes Netzwerk – viele Zulieferer und Dienstleister der Branche sind teils langjährige Kooperationspartner. Der jüngste Zugang kommt mit der Hansekontor Nord West Maklergesellschaft mbH aus Bremen. Das Unternehmen versteht sich als Fachmakler in den Segmenten Kreditversicherungen, Factoring und Bürgschaften.
Gewachsen auf fünf Standorte für ganz Deutschland unterhält Hansekontor neben Bremen weitere Gesellschaften in Hamburg, Köln, Wiesbaden und München. Der 1998 gegründete Kreditversicherungsmakler ist auf die Betreuung von Warenkredit- und Anfechtungsversicherungen sowie Factoring, Forderungsverkauf, Vertrauensschadenversicherung und Bürgschaften spezialisiert.

Das Unternehmen kennt den Markt, verschafft Mandanten die nötige Transparenz, entwickelt Konzepte, veranlasst Ausschreibungen, findet die optimalen Partner und hält Verträge auf optimalem Stand. So sind beispielsweise bei Kreditversicherungen „Rahmenverträge“ meistens nicht zweckmäßig, da jeder Kunde seine individuellen Themen und Bedürfnisse hat. Hinzu kommen immer branchenspezifische Besonderheiten – auch in der Möbelbranche. Jeder Vertrag erfordert eine ganz spezielle Gestaltung.

Hansekontor arbeitet deshalb mit sogenannten Ausschnittsmandaten zur Abgrenzung von den jeweiligen Sachversicherungsmaklern. Im Tagesgeschäft werden zudem Mitarbeiterschulungen bei Mandanten veranstaltet und bei wichtigen Kreditlimits oder Schadenfällen steht sofort Hilfe bereit. Da die einkaufsseitige Limitzeichnung zunehmend wichtiger wird, übernimmt Hansekontor auch hier die Koordination.

Renovierungs-Boom pusht Laminatbodenabsatz – Plus von 2,74 Prozent in 2020

Trotz der besonderen Umstände und Herausforderungen im vergangenen Jahr: Die Mitglieder des Verbands der Europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF) konnten ihr Geschäft mit 459,0 Mio. Quadratmetern verkauften Bodenbelägen im Vergleich zu 2019 um 2,74 % steigern. Das teilte der EPLF auf seiner digitalen Jahrespressekonferenz mit. Obwohl die Pandemie die Fußbodenindustrie im Frühjahr fast zum Stillstand gebracht hat, ist es den Mitgliedern, nach Angaben des Verbands, recht schnell gelungen, die Rückstände aufzuholen, da die weltweiten Verkaufszahlen im Jahresverlauf Fahrt aufnahmen und sich sehr positiv entwickelten. Mit Blick auf die weltweiten Märkte verzeichnete Nordamerika die größte Absatzsteigerung mit +22,4 % im Vergleich zu 2019 und 49,1 Mio. verkauften Quadratmetern. Hauptgrund für die deutliche Absatzsteigerung in Nordamerika – und die allgemeine Erholung der weltweiten Verkaufszahlen – war mit hoher Wahrscheinlichkeit die Beliebtheit von Renovierungs- und Heimwerkerprojekten während der Pandemie.

Ein weiterer positiver Trend zeichnete sich in Westeuropa ab, wo der Gesamtabsatz 225,7 Mio. Quadratmeter erreichte, was einem Anstieg von 3,6 % gegenüber 2019 entspricht. Wie im Vorjahr ist Deutschland weiterhin der stärkste Markt in Europa mit einem Absatz von 52,7 Mio. Quadratmetern (+6,1 % gegenüber 2019). Obwohl Frankreich und Großbritannien 37,1 Mio. Quadratmeter Bodenbeläge verkauften, fiel die Wachstumsrate in Großbritannien (+13,7 % im Vergleich zu 2019) deutlich höher aus als in Frankreich (+1,6 % gegenüber 2019). Ähnlich wie in Großbritannien stieg der Absatz in den Niederlanden um 13,8 % auf 21,1 Mio. Quadratmeter verkaufte Bodenbeläge an. Das einzige große Land in Westeuropa, das einen Absatzrückgang verzeichnete, war Spanien (14,6 Mio. verkaufte Quadratmeter, -12,8 %).

Die Absätze in Osteuropa blieben im Vergleich zu 2019 stabil (-0,2 %, 134,8 Mio. verkaufte Quadratmeter). Russland, der größte Markt der Region, ist 2020 mit 46,2 Mio. Quadratmetern verkaufter Bodenbeläge weiter gewachsen (+5,6 % im Vergleich zu 2019). Die Verkaufszahlen in Polen verringerten sich um -6,6 % (29,0 Mio. verkaufte Quadratmeter), während die Ukraine im Vergleich zum Vorjahr eine Wachstumsrate von 1,1 % erzielte und ihren Platz unter den drei führenden Märkten in Osteuropa verteidigen konnte (10,4 Mio. verkaufte Quadratmeter). Der Absatz in Rumänien ging um -4,9 % (9,6 Mio. verkaufte Quadratmeter) zurück, während der Markt in Ungarn um 11,7 % wuchs (7,7 Mio. verkaufte Quadratmeter).

In Nordamerika, wurden 49,1 Mio. Quadratmeter Bodenbeläge verkauft, was einem Anstieg von 22,4 % im Vergleich zu 2019 entspricht. Der US-Markt erlebte ein deutliches Wachstum von +28,1 % gegenüber 2019 (38,1 Mio. verkaufte Quadratmeter), während Kanada eine Absatzsteigerung von +6,1 % verzeichnete (11,0 Mio. verkaufte Quadratmeter).

In allen anderen Regionen meldeten die Mitglieder des EPLFs Absatzrückgänge. Asien verzeichnete den größten Rückgang mit – 11,9 % (25,1 Mio. verkaufte Quadratmeter). In Lateinamerika wurden 14,1 Mio. Quadratmeter verkauft (-10,1 % im Vergleich zu 2019), in Australien/Ozeanien 3,2 Mio. Quadratmeter (-10,7 % im Vergleich zu 2019) und in Afrika 4,7 Mio. Quadratmeter (-5,6 % im Vergleich zu 2019).

Begrüßt die Öffnungsperspektive

Die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern kommentiert Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), folgendermaßen: „Wir hätten uns sicherlich weitreichendere Öffnungsschritte für den Möbelhandel gewünscht. Die Entscheidungen der gestrigen Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik zeigen für den Möbelverkauf und damit auch für die deutsche Möbelindustrie nach elf Wochen Handelsschließungen zumindest eine Perspektive auf“, kommentiert Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. „Die auch von uns geforderten Einzelberatungstermine nach vorheriger Buchung sind ein erster Schritt, zumindest den dringendsten Einrichtungsbedarf der Bevölkerung zu decken. Die Begrenzung auf 40 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Kunde stellt dabei für den großflächigen deutschen Möbelhandel kein Hindernis dar. Wir begrüßen, dass die für eine komplette Öffnung des Einzelhandels zunächst geplante Inzidenzschwelle von 35 wieder fallengelassen wurde. Mit dem stattdessen festgelegten Inzidenzwert von 50 wird zumindest in einigen Regionen der Übergang in ein normaleres Wirtschaften erleichtert.“

Arbeitet künftig mit Csi Industries B.V. zusammen

Der Engineering-Spezialist Gärtner Innovation aus Gütersloh und der niederländische Hersteller Csi Industries B.V. haben eine Kooperation vereinbart und wollen in der Zukunft eng zusammenarbeiten. Ziel ist es, in Deutschland noch präsenter aufzutreten. Hierfür übernimmt Gärtner Innovation den Vertrieb für Csi Industries im Postleitzahlengebiet 30 bis 79.

Bereits seit 1964 entwickelt die CSi Förder- und Palettiertechnologie, verfügt über eine große Expertise. Durch das breite Produktprogramm können unterschiedlichste Logistiklösungen realisiert werden. Diese reichen vom Handling von Einzelteilen, über die Bildung von Kommissionen bis hin zur Verladung in den LKW. Hierbei kann von einfachen Roboter-Palettierzellen bis hin zu schnellen und anspruchsvollen Multiload-Palettieranlagen auf vielfach bewährte Technik zurückgegriffen werden. Eine robuste Konstruktion, die intelligente Steuerung, einfache Bedienung und geringe Wartung sind entscheidende Eigenschaften, die sich bei allen CSi-Anlagen widerspiegeln.