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Autor: Möbelfertigung

VDM

„Ruhezeit an Ostern ist wirtschaftsfern und inakzeptabel“

„Die Entscheidung, den Gründonnerstag und den Samstag vor Ostern zu arbeitsfreien Tagen zu erklären, ist zutiefst wirtschaftsfern und inakzeptabel. Durch den extrem kurzfristigen Wegfall dieser Produktionstage werden die Fertigungs- und Lieferketten in der deutschen Möbelindustrie erheblich beeinträchtigt, was einen entsprechenden wirtschaftlichen Schaden nach sich zieht. Vernetzte und international tätige Industrieunternehmen kann man nicht mal eben nach Belieben an- oder ausschalten. Zudem sind dadurch keine positiven Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen erkennbar, da die Unternehmen die Hygiene­maßnahmen streng einhalten und ihre Mitarbeiter regelmäßig testen.

Wir bedauern zudem sehr, dass mit der ideenlosen Umsetzung der Notbremse in Regionen, in denen die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf mehr als 100 gestiegen ist, die Möglichkeit des Einkaufs im Einzelhandel per vorheriger Terminvereinbarung (Click & Meet) zurückgenommen wird. Click & Meet hat sich als Instrument für den kontaktarmen Einkauf unter abgesicherten Hygienebedingungen im Möbelhandel bewährt und nach zehn Wochen Handelsschließung zu einer ersten Stabilisierung in unserer Branche beigetragen.“

Fachbeirat Logistik auf Lösungsfindung in angespannter Wirtschaftslage

Egal, ob aus Forschung, Industrie, Spedition oder Dienstleistung: Jeder Diskussionsteilnehmer der am 18. März sehr gut besuchten Sitzung des Fachbeirats Logistik im Daten Competence Center (Herford) bedauerte das Fehlen – oder vielleicht das Desinteresse? – des Möbelhandels an einer gemeinsamen Lösungsfindung der akuten Probleme rund um das Thema Neumöbellogistik. Dabei gibt es eine Vielzahl guter Ideen, die sowohl von Prof. Dr. Nektarios Bakakis als auch von Vertretern der AMÖ und der Industrie vorgestellt wurden – und zeitnah in gemeinsame praxisrelevante Förderprojekte münden könnten, so die Überzeugung von DCC-Chef Dr. Olaf Plümer und der online präsenten Fachbeiräte.

Nach Begrüßung der Teilnehmer auf der virtuellen Sitzung durch den Geschäftsführer des DCC erläuterte Andreas Ruf vom VDM (Bad Honnef/Herford) die Lage der Möbelindustrie im besonderen Kontext zur Corona-Pandemie und den damit verbundenen Shutdowns. Dierk Hochgesang, Hauptgeschäftsführer des Logistikverbands AMÖ (Hattersheim) nahm diesen Schwerpunkt danach mit Blick auf die Neumöbellogistik auf.

Nicht nur aus seiner Sicht beginnt sich die Situation rund um die Logistik immer mehr zuzuspitzen: explodierende Dieselpreise, steigende CO2-Ausgleichsabgaben, zunehmende „Reibereien“ an der Rampe oder der fehlende Nachwuchs sind nur einige der Brennpunkte. Besser zahlende Branchen einerseits und andererseits die händische Entladung beim Möbelhandel durch die Fahrer sind die augenfälligsten Hürden, junge Menschen für den Job des Möbelspediteurs zu begeistern, so Hochgesang.

AMÖ-Vizepräsident Dr. Martin Ahnefeld unterstrich diese Einschätzung und legte den Finger direkt auf die Wunde: Schwierigkeiten bei logistischen Abläufe seien offenbar – außer für die unmittelbar Betroffenen – kein „lösungswürdiges“ Thema. Die Ware käme ja stets zum Möbelhandel und erst, wenn es richtig knirscht, wird wohl reagiert werden. Diese prekäre Situation könne nun durch Corona schnell und dramatisch eintreten…

Prof. Dr. Bakakis griff diese Zustandsbeschreibungen auf und stellte verschiedene Lösungsvorschläge vor: Zum Beispiel brachliegende Potentiale der Wertschöpfungskette zu erschließen, wie eine Bachelorarbeit der HS Worms bei einer Befragung von Industrie, Logistik und Handel unlängst herausarbeitete. Nicht nur Technologien wie Big Data oder KI seien relevant für Herausforderungen in der Logistik, sondern auch der elektronische Datenaustausch, Online-Marketing oder die hohe Dynamik sich entwickelnder Kundenwünsche. Ansonsten stelle sich immer mehr die Frage, so Prof. Bakakis, wozu der Handel noch gebraucht werde, wenn alternativ „D2C“ bedient werden kann.

Der DCC-Berater rückte danach „digital twins“ und „Retourenmanagement“ in den Fokus. Während die digitalen Zwillinge gesetzgeberisch zum ersten Januar 2023 gefordert werden und nicht zuletzt durch das kommende Lieferkettengesetz an Bedeutung gewinnen, wird die Vermeidung oder sogar Abwendung von Retouren wohl bald ebenfalls zum Politikum. Immerhin ginge es um gewaltige Ressourcen, die aufgewendet werden müssen – und zudem den Carbon Footprint immer weiter vertiefen, anstatt ihn zu entlasten.

Der anschließende Gedankenaustausch zeigte eine außergewöhnliche Bereitschaft der Unternehmen, die anstehenden Probleme aktiv anzugehen. Gerade bei Technologien wie Blockchain sehen sich selbst große Hersteller wie aus der Küchenmöbelindustrie an ihre Grenzen gebracht und benötigen externen Beistand. Diese Kontakte wird Prof. Bakakis ebenso herstellen wie öffentliche Fördertöpfe für die Lösung logistischer Herausforderungen zu erschließen helfen. Denn dafür, so betonte Dr. Plümer abschließend, sei die Ausgangslage ideal: Mit Industrie und Logistik, Forschung und Lehre sowie dem DCC als Branchenorganisation sind alle Akteure perfekt vernetzt und erfüllen sofort beste Förderungsvoraussetzungen. Und gemeinsam zu lösende Logistikthemen gibt es mehr als genug, die als Unternehmen niemals zu „stemmen“ sind.

Der Druck auf die Farbenindustrie durch die Entwicklung an den Rohstoffmärkten steigt

Die europäische Lack-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie steht aufgrund steigender Rohstoffpreise unter hohem Druck. Ein komplexer Mix aus Nachfrage, Kapazitätsproblemen und knappen Transportressourcen erhöht bei wichtigen Rohstoffen die Unsicherheit in der Lieferkette. Trotz enormer Auswirkungen für die Branche ist die Farbenindustrie bemüht, die Risiken für die Kunden zu reduzieren.

„Nach einem Jahr, das von der COVID-19-Pandemie geprägt war, steht unsere Branche 2021 aufgrund des Anstiegs der Rohstoffpreise erneut vor großen Herausforderungen“, so André Vieira de Castro, Vorsitzender des Verbands der europäischen Lack-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie (CEPE). Für den Anstieg gibt es gleich mehrere Gründe: eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Erholung, eine Verknappung der verfügbaren Rohstoffe wegen schlechter Wetterbedingungen und die Schließung mehrerer Werke, die Rohstofflieferanten sich auf „force majeure“ – höhere Gewalt – berufen lässt. Zusätzlich erhöhen sich die Transportkosten durch den stark gestiegenen Ölpreis. André Vieira de Castro ergänzt: „Die Belastung für die Branche ist immens, da die Rohstoffpreise mehr als die Hälfte der Kosten ausmachen. Seit Januar sind die Kosten für Schlüsselkomponenten wie Epoxidharze in Europa um 60 Prozent gestiegen. Ähnlich sieht es bei den Lösemitteln aus, allein der Preis für Aceton und n-Butylacetat ist dort um 123 Prozent beziehungsweise 91 Prozent gestiegen.“

Die aktuelle Situation hat ihren Ursprung in Europa und Asien und insbesondere aus der unerwartet schnellen V-förmigen Erholung in China, die die Nachfrage nach wichtigen Rohstoffen anheizt. Neben Epoxidharzen umfasst die Liste der stark nachgefragten petrochemischen Rohstoffe unter anderem Polyesterharze, Polypropylenglykole, Acrylsäuren, Acrylharz, UV-Harze, Polyurethanharze und Lösungsmittel. Parallel zu den petrochemischen Rohstoffen sind auch die globalen Kosten für Pigmente (einschließlich Titandioxid, rotes und gelbes Eisenoxid) stark gestiegen. Zu den wichtigsten Treibern der Preiserhöhungen gehören die starke Nachfrage in allen Industriebereichen, ein größerer inländischer Versorgungsbedarf in den Produktionsländern, allgemeine Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage sowie höhere Kosten für Pigmentkomponenten. Die aktuelle Situation wird durch Kapazitätsprobleme zusätzlich verschärft: Störungen bei Produzenten in Asien und Europa – entweder durch Fabrikschließungen oder Betriebsunfälle – haben das Angebot deutlich verknappt. Ein weiterer Kostenfaktor sind knappe Transportressourcen. Die COVID-19-Pandemie hat zu einer sprunghaften Nachfrage im internationalen Handel geführt, die sich auf die globalen Bewegungen der Schiffscontainer auswirkt. Der derzeit weltweite Mangel von Containern an den richtigen Orten hat zu einem starken Anstieg der Transportkosten geführt: Die Preise für Container zwischen China und Europa sind seit dem vierten Quartal 2020 um mehr als 400 Prozent gestiegen.

Während die Farbenindustrie versucht, mit den aktuellen Unsicherheiten so gut wie möglich zurechtzukommen, sollte der Druck des Weltmarkts den europäischen Entscheidungsträgern zu denken geben. „Mehr Nachhaltigkeit ist unbestreitbar der Weg in die Zukunft, aber der globale Wettbewerb sollte bei den Maßnahmen des EU Green Deals nicht außer Acht gelassen werden“, schließt André Vieira de Castro: „Europa braucht unbedingt eine starke Chemieindustrie mit Fabriken in Europa, um autarker zu sein, sonst ist die europäische Wirtschaft als Ganzes gefährdet.“

Investiert 20 Mio. Euro in das Werk Geseke

Mit dem Ziel, die Fertigungskapazitäten für das zu erwartende Umsatzwachstum abzusichern, investiert der Büromöbelhersteller Sedus rund 20 Mio. Euro in den ostwestfälischen Produktionsstandort Geseke. Die Verträge für das Großprojekt sind unterzeichnet: Zum Jahreswechsel 2021/2022 sollen die um 9.000 Quadratmeter erweiterten Fertigungs- und Lagerhallen bereits stehen, damit die neue, intern „Futura 2“ genannte Anlage im Herbst 2022 betriebsbereit sein kann. Diese Anlage ergänzt die bestehende Fertigungslinie aus dem Jahr 2012, mit der Kastenmöbel ab Losgröße 1 und nach individuellem Kundenwunsch gefertigt werden können. Durch die konsequente Vergrößerung des Sortiments, vor allem in den letzten 20 Jahren, wuchsen auch die Umsätze, wobei die Produktionsanlagen inzwischen oft bis zu 100 Prozent ausgelastet sind. Davon ausgehend, dass der Trend sich weiter fortsetzt, wurde nun die Entscheidung getroffen, rechtzeitig weitere Kapazitäten aufzubauen, die sogar einer Umsatzverdoppelung standhalten könnten.
Daniel Kittner, Vorstand Technik der Sedus Stoll AG in Dogern, hält den Zeitpunkt der größten Einzelinvestition in der Firmengeschichte für genau richtig: „Wir hoffen, dass diese schwierigen Zeiten der Pandemie bald vorbei sind und wollen mit diesen zukunftsorientierten Maßnahmen ein deutlich positives Signal setzen. Durch den steigenden Anteil von Home-Office-Arbeit haben wir unser Sortiment spontan noch um entsprechende Möbel erweitert, die im internationalen Markt sehr gut ankommen. Wenn sich das Arbeitsleben wieder normalisiert, werden viele Unternehmen ihre Büros umgebaut und umgestaltet haben, denn heute sind neue Arbeitsplatzkonzepte gefragter denn je. Das Büro wird zum Ort agiler Teamarbeit, zum inspirierenden Treffpunkt, zum kreativen Zentrum und zum Forum für Wissensaustausch. Für diesen Trend haben wir sogar ein völlig neues Produktsegment geschaffen, das ebenfalls weitere Umsätze bringen wird.“

Daniel Werhahn, Geschäftsführer der Sedus Systems GmbH in Geseke, will mit der Umsetzung des Großprojektes „Futura 2“ zeitnah starten: „Ich gehe davon aus, dass die Erweiterungsbauten und die Montage der Anlage reibungslos vonstattengehen und wir die Anlage wie im Zeitplan vorgesehen in Betrieb nehmen werden. Mit der Ima Schelling Group und Priess, Horstmann & Co. haben wir sehr leistungsfähige Lieferanten beauftragt.“

Die Sedus-Stoll-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatz von über 210 Mio. Euro abgeschlossen und beschäftigt aktuell über 900 Mitarbeiter, 300 davon im Sedus-Werk Geseke.

„Interzum @home“

Digitale „Interzum“ verzeichnet weitere Zusagen

Rein digital, als „Interzum @home“, findet in diesem Jahr vom 4. bis 7. Mai die führende Plattform für die Möbelfertigungs- und Innenausbauindustrie statt. In einer Pressemitteilung der Koelnmesse heißt es: Aussteller und Besucher werden Messe völlig neu erleben. Zudem biete die digitale Branchenschau alle gewohnten Vorteile: Austausch und Vernetzung mit Branchen-Experten, Business-Leads, Inspirationen durch die Zukunftsmacher und Trendsetter der Branche. Und das alles zu dem Zeitpunkt, an dem die Hersteller auf Impulse für eine neue Design-Saison angewiesen sind. Aktuell nehmen Unternehmen wie Hettich, Häfele, Blum, Vauth-Sagel, Grass, Kesseböhmer, Schüco Alu Competence, Titus, Samet, Rehau, Sugatsune, Elektra, Schattdecor, Impress, Continental, Sonae Arauco, Unilin, Leggett & Platt, Fecken-Kirfel, Albrecht Bäumer, Vita Group und Boyteks an der „Interzum @home“ teil.

Weiter schreibt die Koelnmesse: Die „Interzum @home“ bietet auch den Besuchern ungeahnte Chancen. Denn gerade jetzt braucht die Branche Möglichkeiten für weltweiten Austausch und Inspiration, die die digitale „Interzum“ auf eine überraschend smarte Art bietet. Das digitale Angebot ist kein bloßer Ersatz für die Präsenz, sondern bietet völlig neue Perspektiven. Mit Experten austauschen? Von Trends inspirieren lassen? Vielleicht nicht mit allen Sinnen, aber ganz entspannt und dann, wenn es zeitlich passt.

Die die Online-Messematrix begleitenden Sonderveranstaltungen, insgesamt mehr als 30 Beiträge aus 11 Ländern, zielen in diese Richtung: Die Materialkonferenz materials.cologne sowie die digitalen Stages „Trends“, „Green Smart Materials“ sowie „Mattress Recycling“ greifen Themen auf, die künftige Unternehmenserfolge generieren. Die Ausstellerbühne der „Product Stage“ sowie die regelmäßig verliehenen „Interzum Awards“ sorgen für Reichweite und Aufmerksamkeit für die Produkte und Lösungen der Aussteller. Besucher und Aussteller aus Unternehmen, aber auch Medienvertreter, Multiplikatoren, Influencer oder Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung bekommen auf den virtuellen Eventbühnen der „Interzum@home“ das aktuellste Branchenwissen geboten.

Staatsanwaltschaft Oldenburg erhebt Anklage

Im Bilanz-Skandal der Steinhoff-Gruppe, zu der unter anderem ein Standort in Westerstede gehört, hat jetzt die Staatsanwaltschaft Oldenburg Anklage gegen drei ehemalige Verantwortliche eines Konzerns erhoben. Wie die Justizbehörde mitteilte, geht es dabei um Taten im Zeitraum von Juli 2011 bis Januar 2015. Die namentlich nicht genannten Ex-Manager „sollen dafür verantwortlich sein, dass aus Scheingeschäften resultierende Buchgewinne in die Bilanzen konzernzugehöriger Gesellschaften eingeflossen sind.“ Und weiter: „Nach der Anklage soll es auf der Grundlage solcher Scheingeschäfte zu Bilanzmanipulationen von mehr als 1,5 Milliarden Euro sowie weiterer 820 Millionen Euro durch eine überhöhte Darstellung erworbenen Immobilienvermögens gekommen sein.“

Einem vierten Angeklagten, „der im Tatzeitraum Verantwortlicher von zwei in die Abwicklung der mutmaßlichen Scheingeschäfte eingebundenen Gesellschaften war“, wird Beihilfe vorgeworfen.

2017 waren die Unregelmäßigkeiten in den Steinhoff-Bilanzen bekannt geworden. Diese haben den ohnehin schon angeschlagenen Konzern in eine noch stärkere Schieflage gebracht. Daraufhin hat sich das Unternehmen in Österreich von Kika/Leiner sowie hierzulande von Poco getrennt.

2019 bestätigten Buchprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC), das Gewinne und Firmenwerte aufgebläht wurden (moebelfertigung.com berichtete).

Bernd Schellenberg ist bereits wieder ausgeschieden

In Winnweiler kehrt keine Ruhe ein: Bernd Schellenberg ist seit Anfang der vergangenen Woche nicht mehr Geschäftsführer der Schramm Werkstätten und freigestellt. Da zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart wurde, kann über die Hintergründe nur spekuliert werden. Alleiniger Geschäftsführer ist jetzt Martin Kaus, der, nach dem Rückzug der Familie Schramm aus dem operativen Geschäft, zusammen mit Bernd Schellenberg im April 2020 die Leitung übernommen hatte.

Seit über einem Jahr tobte der Machtkampf um den Bettenspezialisten, den zuvor jahrelang Axel Schramm geführt hatte. Den Führungsanspruch machte ihm seine Schwester Susanne streitig – mit Erfolg vor Gericht. Beide zogen sich anschließend aus der operativen Führung zurück. Susanne Schramm war es, die Bernd Schellenberg von Leolux in die Nordpfalz gelotst hatte.

Am ersten April 2020 startete Schellenberg als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, während Martin Kaus die Bereiche Finanzen, Controlling, IT und Operations verantwortete. In der Schusslinie stand Bernd Schellenberg schon öfter. So kursierte im November ein persönliches Schreiben von Axel Schramm an Kunden über eine angebliche Abberufung Bernd Schellenbergs, dem allerdings postwendend ein entschiedenes Dementi folgte.

Ruhe kehrte hinter den Kulissen offensichtlich nicht ein. Denn gerade mal vier Monate später ist die Abberufung von Bernd Schellenberg als Geschäftsführer Tatsache.

Schnuppertag findet erneut virtuell statt

An der Fakultät für Holztechnik und Bau der TH Rosenheim blickt man in Lehre, Forschung und Entwicklung auf eine fast 100-jährige Historie zum Werkstoff Holz zurück. Die Fakultät hat sowohl klassische Fragestellungen als auch aktuelle Diskussionen im Blick. Vom innovativen Holz- und Leichtbau über die energieeffiziente Optimierung der Gebäudehülle bis zur Verwendung erneuerbarer Energien – die technischen Studiengänge der TH Rosenheim bieten neue Perspektiven rund um die Themen Holz, Bau, Fassade, Energietechnik und klimafreundliche Energiegewinnung. 

Im Rahmen des virtuellen „Schnuppertags“ am 30. März 2021 von 10.00 bis 18.00 Uhr können sich Interessierte unter anderen über diese Bachelorstudiengängen informieren und einfach und bequem von zu Hause die Technische Hochschule Rosenheim via Videos kennenlernen, sich Vorträge über alle Bachelorstudiengänge anhören sowie an online Vorlesungen und Fachvorträgen teilnehmen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mit der Studienberatung, Professor:innen, Mitarbeiter:innen aller Fakultäten und Studierenden per Video zu chatten und Fragen zu stellen. Außerdem gibt es allgemeine Infos rund ums Studium wie etwa Studienvorbereitung, Studienfinanzierung, Auslandsaufenthalte und duale Studienangebote.

Für die Teilnahme am virtuellen Schnuppertag ist keine Anmeldung nötig.  Weitere Informationen finden Sie hier.

Baut am Hauptsitz in Thansau neu

Schattdecor startete im März 2021 mit dem geplanten Neubau am Hauptsitz des weltweit agierenden Dekordruckers in Thansau. In zwei Jahren geplanter Bauphase soll auf 1.800 Quadratmetern, verbunden mit dem aktuellen Bestandsgebäude, bis zum zweiten Quartal 2023 ein viergeschossiges Bürogebäude entstehen.
Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG: „Wir investieren bewusst in Wachstum. Wir glauben an das Herz der Gruppe, den Hauptsitz Thansau. Durch die Erweiterung schaffen wir Raum für Zukunft und Fortschritt.“

Dort, wo man an Kapazitätsgrenzen stoße, könne durch die neu geschaffene Fläche eine Entzerrung und räumlich sinnvolle Umstrukturierung stattfinden. Daneben seien auch für die Retis Holding und den Vorstand der Schattdecor AG Räumlichkeiten vorgesehen. Auer: „Als Familienunternehmen profitieren wir von einer starken Eigentümerfamilie, die künftig auch physisch am Stammsitz ihr Zuhause finden wird. Ein starkes und positives Zeichen für unsere gesamte Mannschaft.“

Großes Augenmerk legt der lokale Mittelständler getreu seiner Firmenkultur auf einen Bau, der so weit wie möglich in Einklang mit Mensch und Natur steht und dementsprechend mit den mindestmöglichen Auswirkungen vonstattengehen soll.

Claus Neuffer, Bereichsleiter Technik: „Wir haben uns dafür entschieden, dort zu bauen, wo unser Vorhaben den geringsten Einfluss auf Anwohner und Natur nimmt. Zudem haben wir gemeinsam mit einem Architekturbüro ein Konzept entworfen, mit dem wir natürliche Ausgleichsflächen schaffen, beispielsweise in Form einer extensiven Dachbegrünung. Auch die bereits bestehenden Bäume bleiben erhalten und werden lediglich versetzt. Später sollen sie Teil einer großen Obst- und Blumenwiese werden.“