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Autor: Möbelfertigung

VDM

Möbelumsätze bis Dezember 2020 im Minus

Die Umsätze der Möbelindustrie sanken nach amtlichen Angaben im Zeitraum Januar bis Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Die Büromöbel wiesen mit minus 10,5 Prozent den höchsten Rückgang auf. Die Laden- und Objektmöbel landeten bei minus 7,5 Prozent, die „sonstigen Möbel“ – also beispielsweise Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile – bei minus 7,1 Prozent. Positiv fielen die Veränderungsraten bei den Polstermöbeln mit +1,9 Prozent aus, bei den Küchenmöbeln stieg der Umsatz um 4,5 Prozent. In allen Segmenten mit Ausnahme der Laden- und Objektmöbel war der Rückgang bei den Auslandsumsätzen weiterhin signifikant höher als im Inlandsgeschäft.

Bald ohne Delf Baumann in der Führungsetage

Zum ersten April will sich Delf Baumann, Inhaber der Unternehmen Bauformat und Burger (Baumann Group), aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Im Sommer feiert er seinen 60. Geburtstag.

Die Strukturen der Unternehmensgruppe sind in den letzten Jahren gut gewachsen, so heißt es in der Presseinfo. Deshalb weiß Baumann das Familienunternehmen bei den drei Geschäftsführern Michael Assner, Matthias Berens und Sabine Brockschnieder in guten Händen. Alle werden das Geschäft gleichberechtigt weiterführen. Als „eingespieltes Team“ genießen sie vollstes Vertrauen von Delf Baumann. 

Nach großen Investitionen in Anlagen (Gebäude und Maschinen), Personal und Organisation im Jahr 2020 wurde die Basis für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen. 25 Jahre, seit 1996, hat Delf Baumann das Unternehmen in dritter Generation erfolgreich geführt und versichert, dass die Erfolgsspur im Sinne der „kitchen family“ erhalten bleiben soll. Als Inhaber sieht er sich für die langfristige Unternehmensentwicklung und Strategie weiterhin zuständig und bleibt an allen wesentlichen Unternehmensentscheidungen beteiligt und repräsentiert als alleiniger Eigentümer die Baumann Group gegenüber Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern.

Baut eine neue Fabrik und investiert 25 Mio. Euro

Das Büromöbelproduktions- und -handelsunternehmen Narbutas International expandiert – in der litauischen Stadt Ukmergė wird gerade eine neue, 21.800 Quadratmeter große Fabrik gebaut. Die investierten 25 Millionen Eigenkapital werden erlauben, die bereits vorhandenen 36.600 Quadratmeter zu erweitern und die Produktionskapazität ca. um das 2,5 – 3-fache zu erhöhen.

Laut Petras Narbutas, dem Gründer und CEO der Gruppe, hat die Coronavirus-Pandemie einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft und die Unternehmen gehabt, doch die konsequente Strategie der Firma – ein weitgespanntes Netzwerk von Handelspartnern und Exporte in verschiedene Teile der Welt – erlaubt uns, der Zukunft optimistisch entgegenzusehen.

„Die Pandemie hat den Büro- und Büromöbelmarkt ziemlich hart getroffen. Wir sind keine Ausnahme, uns hat sie auch getroffen, unser Umsatz ist gesunken. Dennoch sind wir in einer stabilen Situation und glauben, dass vielleicht schon im nächsten Jahr, wenn die Pandemie unter Kontrolle sein wird, unser Umsatz- und Produktionsvolumen wieder steigen wird. Daher wollen wir diese Zeit für unsere Entwicklung und Expansion nutzen.“ Im Jahr 2019 betrugen die Umsatzerlöse von UAB Narbutas International und UAB Narbutas Lietuva 98,8 Mio. Euro und im Jahr 2020 93,4 Mio. Euro.

Das neue Fabrikgebäude wird mit Technologien ausgestattet sein, die einen effizienteren Produktionsprozess garantieren, eine noch größere Produktionsqualität sicherstellen und dem Markt erlauben werden, neue Büromöbel anzubieten, durch Erweiterung in den Kategorien Sitzmöbel, Akustikmöbel und Nichtstandard-Möbel.

Da sich die Bedürfnisse der Mitarbeiter und ihre Haltung gegenüber Arbeitsbereichen ändert, werden diese Möbelkategorien im modernen Büro immer relevanter. Es gibt eine steigende Nachfrage nach Konzentration von Stillezonen und nach Orten der Entspannung, auch für unformelle Team-Arbeit.

Erzielt Umsatzrekord

Bosch Power Tools hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro in über 190 Ländern erzielt. Das entspricht wechselkursbereinigt einem Wachstum von neun Prozent (nominal sechs Prozent) gegenüber dem Vorjahr. „Wir haben im Jahr 2020 in einem pandemiebedingt sehr dynamischen Umfeld einen Umsatzrekord erzielt. Dies verdanken wir in erster Linie dem Vertrauen unserer Verwender und Kunden sowie dem Engagement unserer Mitarbeiter“, sagt Henk Becker, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Power Tools. Das Geschäft entwickelte sich wesentlich besser als zunächst erwartet. Nach dem drastischen Umsatzeinbruch im Frühjahr erlebte die Branche in der zweiten Jahreshälfte durch das veränderte Kaufverhalten im Zuge der Corona-Pandemie eine deutliche Nachfragesteigerung.

Das Unternehmen steigerte den Umsatz im Jahr 2020 in rund 30 Vertriebsorganisationen zweistellig. Insgesamt verbuchte der Bereich für Europa wechselkursbereinigt ein Umsatzplus von 13 Prozent. Das Wachstum in Deutschland betrug 23 Prozent. In Nordamerika erreichte Bosch Power Tools zehn Prozent Umsatzsteigerung, in Lateinamerika 31 Prozent. Einzige rückläufige Region war Asien-Pazifik. Hier lag der Umsatz rund acht Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies ist auf die Einschränkungen durch die sehr viel längeren und massiveren Lockdowns als in den anderen Regionen zurückzuführen. Davon betroffen waren vor allem Indien und die ASEAN-Region. Die für Bosch Power Tools adressierbaren Märkte wuchsen 2020 global um fünf Prozent, sodass das Unternehmen durch das ausgewiesene Umsatzwachstum in Summe Marktanteile hinzugewinnen konnte.

SCM Group

Stattet erste Produktion für CLT-Platten in Russland aus

Der neue Produktionsbetrieb des auf die Herstellung moderner Hausbaumaterialien spezialisierten Unternehmens Segheza Group liegt in Sokol in der Region Wologda. Dort steht auch das „Area XL“, das neue CNC-Bearbeitungszentrum mit 5 Achsen, das von SCM für die industrielle Fertigung von großformatigen CLT-Platten entwickelt und hergestellt wurde.

Der neue Gigant für die Holzbauindustrie, der in die Produktionsanlage integriert ist, zog mit seinem großen Potenzial die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. In der Tat ermöglicht die Maschine die Herstellung von Bauelementen für Holzgebäude aus verleimten Platten durch verschiedene Bearbeitungen, wie den Schnitt von Fenstern und Türen und das Bohren von Öffnungen für Steckdosen und Verkabelung. Somit muss das Holzgebäude lediglich montiert werden, was die Bauzeit erheblich verkürzt.

Hohe Produktivität, Leistung und Präzision sind die wichtigsten Vorteile dieses neuen CNC-Bearbeitungszentrums. Bei seiner Entwicklung wurde eine Reihe spezifischer Anforderungen für die Bearbeitung großformatiger CLT-Platten berücksichtigt, wie die Prozessautomatisierung in der Bewegungs- und Positionierungsphase der Werkstücke, der äußerst starke Materialabtrag sowie die Sauberkeit und Sicherheit im Arbeitsbereich.

Während einige der Produkte bereits für ausländische Partner reserviert sind, plant die Segezha Group die proaktive Erschließung des russischen Binnenmarkts. So beabsichtigt das Unternehmen, im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Konzern Etalon (ebenfalls Teil von AFK Sistema) in Moskau mit dem Bau des ersten mehrstöckigen Gebäudes aus CLT-Platten in Russland zu beginnen.

An der offiziellen Einweihung des Standorts am 25. Februar nahmen auch Yuri Vorobiev, stellvertretender Vorsitzender des Föderationsrates der Föderationsversammlung der Russischen Föderation, Oleg Kuvshinnikov, Gouverneur der Region Wologda, und Nikolai Shmatkov, Direktor von FSC Russland, teil.

Nimmt an „Interzum@home“ teil

Schattdecor bestätigt seine Teilnahme an der „Interzum@home“ 2021 und wird dort von 4. bis 7. Mai 2021 digital seine neue Dekorkollektion basierend auf einem zukunftsorientierten, global ausgerichteten Trendkonzept vorstellen.

Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing: „Wie wollen die Menschen künftig leben? Unsere Aufgabe als Gestalter von Lebensräumen ist es, hierauf Antworten zu liefern, Lösungen aufzuzeigen und Sicherheit zu geben. Kreative sind gefragt wie nie. Wir möchten das digitale Angebot der ,Interzum‘ nutzen, um mit unseren Kunden auch online in Kontakt zu treten und unsere neue Dekorkollektion samt Trendkonzept zu bewerben. Darüber hinaus werden wir eigene digitale und mobile Konzepte präsentieren, an deren Umsetzung wir aktuell arbeiten.“

Laut Küchen glaube man von Unternehmensseite an die Bedeutung des internationalen Branchentreffs – auch rein digital. Mit der Messeteilnahme wolle man das noch einmal unterstreichen. „Als global agierendes Unternehmen glauben wir an die ,Interzum‘ als Marktplatz für den internationalen Wettbewerb. Doch auch wir sind gespannt, welchen Traffic und welche Anziehungskraft eine digitale Interzum im Vergleich zu vorangegangenen Ausgaben bieten kann. Dennoch ist jetzt die Zeit, in der wir risikobereit bleiben müssen, auch wenn sich das rein digitale Format erst etablieren muss. Nach der heißen Phase werden wir sehen, wie sie von Ausstellern und Besuchern angenommen werden wird“, so Claudia Küchen, die als Vorstand bei Schattdecor die Abteilungen Design, Marketing, Kommunikation und Dekormanagement verantwortet.

Auch intern arbeite man an einer Strategie für den digitalen Unternehmensauftritt. Unter anderem plane man den Launch eines eigenen digitalen Eventbereichs, der zur Vermarktung von Kollektionen und Kampagnen und zur Interaktion mit Kunden auf der ganzen Welt genutzt werden kann.

Zum Halbjahr soll das Projekt abgeschlossen und in die neue Website des Unternehmens, die zu Beginn des Jahres ihren Relaunch gefeiert hat, integriert sein. Küchen: „Im Anschluss an die ,Interzum‘ werden wir auf unserer neuen Website eine Landingpage mit spannenden digitalen Visualisierungen veröffentlichen, anhand derer wir unser neues Trendkonzept und unsere Dekorkollektion in vollem Umfang präsentieren. Zudem bereiten wir uns auf ein eigenes, gruppenweites digitales Event im Herbst vor. Aber bevor es so weit ist, sind wir sehr gespannt, wie sich das rein digitale Messenetzwerken bei der ,Interzum@home‘ anfühlen wird. Wir freuen uns sehr darauf, unsere Kunden online zu treffen und arbeiten bereits an den Einladungen.“

Für 2023 sei man auf Seiten von Schattdecor aber optimistisch, dass es wieder zu einer physischen Aussteller- und Besuchermesse kommen kann – wenn auch ergänzt um die neuen digitalen Komponenten.

Schon 80 Prozent der Fläche belegt

Bereits ein Jahr vor dem Veranstaltungstermin verzeichnet die „Fensterbau Frontale“ Anmeldungen von 480 Ausstellern aus 33 Ländern. Mit über 50.000 Quadratmetern sind bereits 80 Prozent der verfügbaren Netto-Standfläche in den elf Messehallen belegt. Neu ist die Tagefolge: Die Weltleitmesse für Fenster-, Tür- und Fassadenbau findet von Dienstag, 29. März bis Freitag, 1. April 2022 in Nürnberg statt – natürlich wieder parallel zur „Holz-Handwerk“.

„Den Samstag in der Tagefolge des Messeverbunds durch einen Wochentag zu ersetzen, war schon lange ein Wunsch der Branchen, wie Befragungen der Aussteller und Besucher ergaben“, so Elke Harreiß, Leiterin „Fensterbau Frontale“. „2022 setzen wir dies erstmals um. Für Auf- und Abbau werden den Ausstellern mindestens genauso viele Tage wie gewohnt zur Verfügung stehen.“

Mit den Rückmeldungen der Aussteller zum aktuellen Zeitpunkt ist Elke Harreiß sehr zufrieden: „In den Gesprächen spüren wir Zuversicht und Vorfreude auf die Messe – trotz oder gerade wegen der anhaltenden Corona-Pandemie. Der Wunsch, sich persönlich zu treffen und auszutauschen, bleibt hoch. Dies unterstreicht der aktuelle Anmeldestand: Verglichen mit demselben Zeitraum der Vorveranstaltung stehen wir bei 89 Prozent der gebuchten Fläche.“

Das Team der „Fensterbau Frontale“ plant die Veranstaltung entlang der derzeit geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften und mit ergänzenden, digitalen Komponenten, um Ausstellern und Besuchern aus aller Welt einen Mehrwert zu bieten. „Das Interesse an Onlineformaten ist innerhalb eines Jahres stark gestiegen. Digitale Informations- und Weiterbildungsangebote sind nicht mehr wegzudenken und werden auch nach der Pandemie wichtig bleiben. Als Weltleitmesse ist es unser Anspruch, unser Programm entsprechend breit und zukunftsgerichtet aufzustellen.“

Dazu gehört auch das Angebot mit dem Motto „Fensterbau Frontale connected“: Um für alle Branchenbeteiligten die Zeit bis zum nächsten Messetermin zu überbrücken, bündelt die Messe relevante Informationen im Netz. So sind in der Aussteller- und Produktdatenbank nach wie vor alle Profile und Kontaktdaten der für die „Fensterbau Frontale 2020“ angemeldeten Unternehmen abrufbar. Darüber hinaus bietet der Newsroom regelmäßig neue Inhalte aus der Branche. Und auch in den Social Media Kanälen der Messe werden neben Informationen zu den Messevorbereitungen kontinuierlich Neuigkeiten geteilt und unter den Hashtags #FFconnected und #bridgingthegap gebündelt.

VDM

Inlandsumsätze der Möbelindustrie im Dezember 2020 im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Umsätze der Möbelindustrie im Dezember 2020 im Vergleich zum Dezember 2019 im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg von 8,8 Prozent. Dabei fielen die Erlöse im Ausland um -2,5 Prozent, die Inlandsumsätze stiegen um 14,3 Prozent. Im Dezember 2019 hatte es im Vergleich zum Dezember 2018 ein Plus von 2,1 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um +9,5 Prozent gestiegen, die Inlandsumsätze um -1,2 Prozent gefallen.

Ausbaugewerbe trotzte 2020 der Corona-Krise

Im Jahr 2020 erzielte das Ausbaugewerbe trotz der Pandemie einen 6,2 Prozent höheren Umsatz als 2019. Damit ist der Umsatz der Branche im siebten Jahr in Folge gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen außerdem mitteilt, verzeichneten 2020 alle Wirtschaftszweige des Ausbaugewerbes Umsatzzuwächse. Unter den umsatzstärksten Gewerken des Ausbaugewerbes stiegen die Umsätze in der Gas- und Wasserinstallation mit plus 7,0 Prozent sowie in der Elektroinstallation mit plus 6,7 Prozent am stärksten. Die Zahl der Beschäftigten im Ausbaugewerbe stieg gegenüber 2019 um ein Prozent.

Besonders stark war das vierte Quartal: Hier wuchs der Umsatz im Ausbaugewerbe im Vergleich zu 2019 um 13,3 Prozent. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen im gesamten Ausbaugewerbe stiegen die Umsätze in der Gas- und Wasserinstallation mit plus 14,9 Prozent sowie in der Bautischlerei und -schlosserei mit plus 14,6 Prozent am stärksten. Die Zahl der Beschäftigten im Ausbaugewerbe stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5 Prozent.