Nachdem die deutschen Polstermöbelhersteller das Jahr 2020 mit einem kleinen Plus abschließen konnten, gestaltete sich der Jahresstart als sehr herausfordernd. Mit einem Umsatz von 75,5 Millionen Euro im Januar 2021 erwirtschafteten sie 12,95 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) mitteilte. Rückgänge waren dabei sowohl im Inland als auch im Ausland zu verzeichnen. So betrug das Minus auf dem hiesigen Markt 10,17 Prozent. Im Ausland ging der Umsatz um 2,15 Prozent zurück und in der Eurozone um 12,18 Prozent.
Drei auf einen Streich – das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat das Messegelände in Hannover gleich drei Mal als „Digitaler Ort Niedersachsen“ ausgezeichnet. Prämiert wurden drei Einzelprojekte: das H’Up als neue, multifunktionale Eventlocation, die Media Factory als Streaming-Studiokomplex und das jüngste Projekt, 5G Smart Venue.
„Mit der Auszeichnung „Digitale Orte Niedersachsen“ rücken wir Initiativen, Projekte, Unternehmen und Institutionen in den Fokus, die sich besonders für die Digitalisierung engagieren und damit einen wichtigen Beitrag für die Innovationskraft unseres Landes leisten“, erläutert Stefan Muhle, Staatssekretär für Digitalisierung im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.
„Mit Beginn der Corona-Pandemie haben wir neue hybride und digitale Eventformate entwickelt, um unseren Kunden individuelle Lösungen für die digitale Ansprache ihrer Kunden zu ermöglichen. Wir haben damit schnell die Möglichkeit für virtuelle Marktplätze geschaffen – quer durch alle Branchen – und stellen so sicher, dass Angebot auf Nachfrage treffen kann“, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes, Deutsche Messe AG.
Das H’Up ist dabei die neue, multifunktionale Eventlocation und bildet je nach Pandemieverlauf sowohl digitale als auch hybride Veranstaltungen und Eventformate ab. Die Media Factory ist ein großflächiger Streaming-Studiokomplex für Digitalevents sowie für die Produktion professioneller Video- und Audioaufnahmen. Das jüngste Projekt ist das 5G Smart Venue mit der flächendeckenden Ausstattung des kompletten Geländes mit dem 5G-Mobilfunkstandard. „Mit der 5G-Ausstattung entwickeln wir unser Messegelände zu einem innovativen Multifunktions-Campus“, ergänzt Köckler.
Die Deutsche Messe passt ihre Angebote und Veranstaltungsformate an die neuen Marktbedingungen an und hat damit in den letzten Monaten einen wichtigen Grundstein für die Zukunft des Unternehmens gelegt. „Wir freuen uns, dass unsere drei neuen Produkte sehr gut im Markt angenommen werden und jetzt auch vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium offiziell als „Digitale Orte Niedersachsen“ ausgezeichnet wurden“, resümiert Köckler.
Bei Loddenkemper und Femira zieht sich Jürgen Merkelbach zum ersten Mai 2022 in den Ruhestand zurück. Seit mehr als 25 Jahren ist er verantwortlich für die Entwicklung und Vertriebsleitung von Femira-Bettensysteme. Zusätzlich hat er in den vergangenen Jahren auch die Vertriebsleitung für Loddenkemper-Raumsysteme übernommen und war insofern als Gesamtvertriebsleiter tätig. Trotz des Abschieds bleibt er dem Unternehmen aber erhalten. So ist geplant, dass Merkelbach dem Hersteller auch nach dem ersten Mai 2022 in beratender Funktion zur Seite steht, um weitere Geschäftszweige außerhalb des Fachhandelsbereiches zu erschließen.
Künftig wird mit der Gesamt-Vertriebsleitung der Unternehmen Femira und Loddenkemper Olaf Hinske betraut. Er tritt seinen Posten zum ersten April dieses Jahres an und wird dabei mit Merkelbach und den verantwortlichen Vertriebsleitern zusammenarbeiten. Hinske war in der Vergangenheit bereits bei verschiedenen Kastenmöbelherstellern als Vertriebsleiter tätig, unter anderem bei bei C. Disselkamp Schlafraumsysteme und Panthel Möbelwerk. Zuletzt verantwortete er den Bereich Schlafen der Hammer-Fachmärkte als verantwortlicher Einkäufer.
Die Auftragseingangsstatistik des Verbandes der Deutschen Polstermöbelindustrie e. V. (VdDP) nimmt auch im Dezember 2020 wieder deutlich an Fahrt auf. Die Auftragseingänge sind insgesamt deutlich positiver ausgefallen mit aktuell +27,59 Prozent zum Vorjahresmonat. Der Auftragseingang aus dem Inland ist mit +32,20 Prozent stärker im Ergebnis als der Auftragseingang aus dem Ausland mit +13,00 Prozent.
Die Auftragseingänge in der Wohnmöbelindustrie auf Basis der verbandsinternen Umfrage des Verbandes der Deutschen Wohnmöbelindustrie e. V. (VdDW) sind im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter im deutlichen zweistelligen Plus. Demnach sind die Auftragseingänge der deutschen Wohnmöbelindustrie im Referenzmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt +31,18 Prozent höher ausgefallen. Der Auftragseingang aus dem Inland ist mit +35,19 Prozent im Ergebnis besser ausgefallen als der Auftragseingang aus dem Ausland mit +20,54 Prozent.
Die Auftragseingänge für Dezember 2020 in der deutschen Küchenmöbelindustrie sind deutlich positiv. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahresmonat die Auftragseingänge im Dezember um +30,30 Prozent gestiegen. Nach wie vor besser läuft das Inlandsgeschäft mit einer Steigerung von +36,86 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Ausland ist um +21,50 Prozent gegenüber Dezember 2019 gewachsen. Die Daten beruhen auf Basis der verbandsinternen Umfrage des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie e. V. (VdDK).
Seit einem Jahr hat Covid-19 die Welt im Griff und beeinträchtigt das private wie wirtschaftliche Leben. Doch wie hat sich die Pandemie in verschiedenen Möbel-Märkten ausgewirkt? Mit welchen Maßnahmen reagieren die jeweilige Regierungen? Wie gingen und gehen die Unternehmen mit der Situation um, und wie sehen deren Prognosen aus? Die „möbelfertigung“ befragte Entscheider auf vier verschiedenen Kontinenten, die ein positiver Aspekt in der ansonsten so angespannten Lage eint: Rund um den Globus investieren die Konsumenten verstärkt in Möbel und Renovierung. In Folge geht es der Branche, trotz zum Teil sehr herausfordernder Rahmenbedingungen, verhältnismäßig gut. Wenn auch nach wie vor häufig auf Sicht gefahren werden muss. Die komplette Umfrage können Sie HIER als PDF downloaden!
Die „MEM Industrial – Tecno Mueble Internacional“ 2021, die führende Veranstaltung der Holzbearbeitungs- und Möbelindustrie in Mexiko und Lateinamerika, wird vom 18. bis 21. August 2021 auf der Expo Guadalajara in Jalisco ausgerichtet. Die Messe findet aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie unter Einhaltung eines umfangreichen Sicherheits- und Hygiene-Konzepts statt, das den im Sommer geltenden Auflagen entspricht. Unternehmen, die auf der Messe ausstellen wollen, können sich von nun an online anmelden. „Durch den Zusammenschluss von ,MEM Industrial‘ und ,Tecno Mueble Internacional‘ ist die Messe ab 2021 die führende Veranstaltung für die Holz- und Möbelindustrie in Mexiko und Lateinamerika. Die Veranstaltung wird die Zulieferer der Möbel- und Holzbearbeitungsindustrie zusammenbringen und die Bühne für neue Geschäftsabschlüsse schaffen“, sagt Christian Pfeiffer, Global Director Ligna & Woodworking Shows bei der der Deutschen Messe, Hannover.
Ein weiterer Vorteil des Zusammenschlusses beider Messen ist der Wechsel der Veranstaltungsorte: In geraden Jahren findet die „MEM Industrial – Tecno Mueble Internacional“ in Mexiko-Stadt statt, in ungeraden Jahren, wie 2021, auf der Expo Guadalajara. Darüber hinaus werden alle Aussteller und Besucher der „MEM Industrial – Tecno Mueble Internacional“ 2021 auch Zutritt zur „Expo Mueble Internacional“ haben, einer Möbelmesse, die zum gleichen Termin auf der Expo Guadalajara in Jalisco ausgerichtet wird.2021 wird es einen Makeathon geben, der sich
an Designer, Ingenieure und kreative Talente aus verschiedenen Disziplinen richtet. Der Makeathon @MEM Industrial-TMI 2021 fordert die Teilnehmer auf, 3D-Modellierung und digitale Fertigungsverfahren zu nutzen, um Möbellösungen in den Kategorien Wohnen, Arbeiten und Stadt zu entwickeln. „Der Makeathon ist ein Kreativmarathon, der enge Verbindungen, Zusammenarbeit, den Austausch von Ideen und die direkte Kommunikation zwischen Vertretern der Möbelindustrie und Kreativen fördert. Er will aufstrebende Talente im Bereich Design und digitale Fertigung in Mexiko fördern und gleichzeitig die Anpassung, das Redesign und die Neuerfindung von Produkten, Prozessen und Materialien unterstützen, die als Modelle für die Industrie der Zukunft dienen werden“, fügt Pfeiffer hinzu. Interessierte können sich für den Wettbewerb auf der Website der „MEM Industrial – Tecno Mueble Internacional“ 2021 anmelden.
Die „MEM Industrial – Tecno Mueble Internacional“ 2021 wird zudem von einem Konferenzprogramm begleitet, das die Themen Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette, die Rolle des Designs und die Bedeutung der Digitalisierung in der Industrie in den Fokus stellt.
Über 5.000 Facheinkäufer werden vom 18. bis 21. August auf der Expo Guadalajara erwartet. Mehr als 200 führende Marken werden dort ihre Produkte auf 11.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren.
Die Online-Anmeldungen zur Messe sind von nun an möglich unter: www.memindustrial.mx
Zum 30. September wird die Polipol-Gruppe ihr Werk in Torgelow, den einzigen Produktionsstandort in Deutschland, schließen. Das hat Geschäftsführer Marc Greve auf Nachfrage von moebelkultur.de bestätigt. In Torgelow fertigt Polipol für Hukla derzeit mit noch 100 Mitarbeitern Sessel. Die komplette Fertigung für Hukla wird künftig im polnischen Wagrowiec zusammengefasst. „Das ist ein nötiger Schritt, den wir schon länger geplant haben“, erläutert Greve. Denn in diesen Zeiten, wo die Themen Lieferfähigkeit und schnelle Lieferzeiten immer wichtiger werden, mache es keinen Sinn mehr, einen zweiten, kleinen Standort aufrecht zu erhalten. Dazu kommt, dass die rund 40 Jahre alte Immobilie in Torgelow nur gemietet war. In Wagrowiec steht das modernste Werk von Polipol. Dort werden aktuell 1.200 Mitarbeiter beschäftigt.
Marc Greve sagte außerdem, dass die ersten drei Tage, seitdem die Möbelhäuser zumindest zum Teil und oftmals mit Click & Meet wieder geöffnet haben, sehr positiv angelaufen sind. „Wir verzeichnen sehr gute Auftragseingänge“, so Greve.