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Autor: Möbelfertigung

Team 7 – Teil 1

Strebt eine „grüne Fabrik“ an

Ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung ist fest in der DNA von Team 7 verankert. Denn das Naturholzmöbel-Label aus Österreich legt Wert auf höchstmögliche Nachhaltigkeit. Von der autarken Energieversorgung mit Biomasse über eine ökologische Fertigung bis zu handgefertigten Biomöbeln nach Maß.

Vom Baum bis zum fertigen Möbel wirtschaftet die Manufaktur nach höchsten ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten. So legt das Unternehmen bei der Fertigung besonderen Wert auf „cleaner production“. Meint: den betrieblichen Energieeinsatz zu optimieren sowie den Wasserverbrauch und Abfallmengen zu minimieren. „Uns geht es darum, den CO2-Ausstoß immer weiter zu reduzieren, sodass wir im Zusammenschluss mit der CO2-senkenden Wirkung unserer Naturholzmöbel und den Reduktionseffekten unseres Team 7 Waldes in Summe sogar CO2-neutral werden können“, unterstreicht COO und Mitgeschäftsführer Hermann Pretzl. Der Hersteller strebt deshalb in allen Bereichen der Wertschöpfungskette nach höchster Energie- und Ressourceneffizienz. „Gemäß dieser Team 7 Leitlinie definieren wir unser Verständnis von einer ,grünen Fabrik‘.“ Dr. Georg Emprechtinger, CEO und geschäftsführender Eigentümer von Team 7, drückt es folgendermaßen aus: „Wir wollen uns nicht mit Zertifikaten ,freikaufen‘ und unsere Ökobilanz verschönern. Sondern wir wollen aktiv aus eigenen Stücken etwas tun, um ein wirklich nachhaltig denkendes und agierendes Unternehmen zu sein.“

Um die Produktivität des Betriebes und die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte auch zukünftig für die nächsten Generationen ausbauen und sicherstellen zu können, hat sich der Naturholzspezialist entschieden, seine Produktionswerke in Oberösterreich bis zum Jahr 2024 neu zu gestalten beziehungsweise völlig neu auszurichten. Bei der Umstrukturierung gilt es, die hohe Handwerkskunst von Team 7 in einen sinnvollen Einklang mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung zu bringen.

Die neue Fertigungshalle, die Anfang 2024 ihren Betrieb aufnehmen wird, ist deshalb ein konsequenter Schritt auf dem „grünen Weg“ von Team 7. „Dank der Investitionen können wir die Werkshalle um 2.000 Quadratmeter erweitern und die Produktionsschritte noch effizienter aufeinander abstimmen“, erklärt Hermann Pretzl. Dazu gehört auch die Energiegewinnung: Allein mit dem neuen Heizhaus generiert Team 7 eine autarke Wärmeversorgung für den kompletten Standort Ried. Die Photovoltaikanlage wird an beiden Standorten auf insgesamt 1.000 kWp ausgebaut. „Bei all diesen Maßnahmen leitet uns stets unsere Mission der ,grünen Fabrik‘“, so Hermann Pretzl. „In unserer ,grünen Fabrik‘ sind wir klimaneutral. Mit der Fertigung unserer Möbel ebenso wie mit der benötigten Energie und unseren Produkten als CO2-Speicher“, bringt Hermann Pretzl das selbst auferlegte Ziel des Naturholzspezialisten auf den Punkt.

Um diese Vorgabe zu erreichen, hat Team 7 drei wesentliche Säulen definiert. An erster Stelle stehen die nachhaltigen Produkte der Marke: Alle Möbel des Herstellers sind aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz als Kernmaterial gefertigt. „Es handelt sich um Produkte, die im Kreislauf der Natur verankert sind“, so Hermann Pretzl. Dank der hohen Nutzungsdauer der Möbel über Jahrzehnte hinaus bindet das Holz CO2 und wirkt als langfristiger Kohlenstoffspeicher dem Klimawandel entgegen.

Die zweite Säule der „grünen Fabrik“ ist die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion. So produziert Team 7 erst dann, wenn ein Kundenauftrag vorliegt. Dabei wird stets das gesamte Rohmaterial verarbeitet – bis hin zu Abschnitten und Resten für Kuppelprodukte. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen einen 77 Hektar großen Wald nach strengen Nachhaltigkeitskriterien. Um seine Erhaltung auch für die nächsten Generationen sicherstellen zu können, wird nach dem Fällen eines Baumes mindestens ein neuer nachgepflanzt. Allein durch diesen Zuwachs an Holz werden der Atmosphäre jährlich beachtliche 930 Tonnen CO2 entzogen.

Als drittes Standbein hat Team 7 das Thema Energieversorgung definiert. „Durch eine Vielzahl an Energieeffizienzmaßnahmen konnten wir in der vergangenen Dekade den Gesamtenergieverbrauch, trotz des stetig steigenden Umsatzes, um 12 Prozent senken“, bilanziert Hermann Pretzl. Photovoltaikanlagen in Pram und Ried sowie der Bezug von Ökostrom und Stromtankstellen an beiden Standorten belegen den hohen ökologischen Anspruch des Herstellers. Eine weitere wichtige Maßnahme zur Klimaneutralität ist die Verwendung des gesamten Rohmaterials zur umwelt­schonenden Wärmeerzeugung. „Durch unsere Biomasse-Heizung sind wir an beiden Standorten wärmeautark“, so Hermann Pretzl. Um eine zunehmende Energie- und Ressourceneffizienz zu gewährleisten, analysiert und optimiert die Manufaktur permanent alle Handlungen entlang des Entstehungsprozesses seiner Möbel. Zahlreiche internationale Zertifizierungen in den Bereichen Umwelt- und Qualitätsmanagement dokumentieren das große Engagement. So wurde Team 7 für seine ökologisch einwandfreie, nachhaltige und faire Produktion mit dem Österreichischen Umweltzeichen, ISO 14001 und ISO 9001 sowie dem europäischen Umweltsiegel Emas ausgezeichnet.

„Als Pionier und Marktführer für natürliches Wohnen fühlen wir uns dem Wohl der Umwelt und der Menschen verpflichtet“, unterstreicht Hermann Pretzl. „Das gilt natürlich auch für unsere Mitarbeiter.“ Deshalb legt Team 7 bei der Neuausrichtung in Ried auch höchsten Wert auf die Umsetzung moderner Arbeitsplätze. Flankiert von Arbeitszeitmodellen, mit denen sich Arbeit, Familie und Freizeit noch individueller vereinen lassen. Unterstützt werden die Mitarbeiter durch die beste verfügbare Technologie und entsprechende Anlagentechnik. „Auf diese Weise erhalten wir attraktive Arbeitsplätze für die nächsten Generationen in Oberösterreich und stärken nachhaltig die Marke Team 7“, betont Hermann Pretzl. „Darüber hinaus leisten wir auch einen wertvollen Beitrag für ,Möbel made in Austria‘.“

Holzeinschlag erreicht 2020 aufgrund von Waldschäden neuen Rekordwert

Im Jahr 2020 wurden in den deutschen Wäldern 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Damit erreichte der Holzeinschlag einen neuen Rekordwert: Nie zuvor seit der deutschen Vereinigung ist in Deutschland mehr Holz geschlagen worden als 2020. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Holzeinschlag damit noch einmal um 16,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchstwert von 68,9 Millionen Kubikmetern im Jahr 2019. Diese Entwicklung ist durch vermehrte Waldschäden infolge des auch durch Trockenheit und Hitze begünstigten Insektenbefalls begründet: So machte der Schadholzeinschlag aufgrund von Insektenschäden über die Hälfte (53,8 %) des gesamten Holzeinschlags im Jahr 2020 aus.

Mit einer Holzeinschlagsmenge von 62,2 Millionen Kubikmetern machte die Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ im Jahr 2020 einen Anteil von mehr als drei Vierteln (77,3 %) des Gesamtholzeinschlags aus. Zum Vergleich: In den Jahren 2010 bis 2017 lag der jährliche Holzeinschlag dieser Holzartengruppe mit 25,2 bis 30,4 Millionen Kubikmetern nicht einmal halb so hoch und nahm einen Anteil von etwa 48 bis 56 Prozent des Gesamtholzeinschlags (durchschnittlich 54 Millionen Kubikmeter) ein. Der seit drei Jahren sichtbare Trend zu vermehrtem Einschlag dieser Holzartengruppe setzte sich somit weiter fort: 2018 wurden 39,4 Millionen Kubikmeter eingeschlagen, was einem Anteil von 61,1 Prozent am Gesamtholzeinschlag von 64,6 Millionen Kubikmetern entsprach. 2019 belief sich der Einschlag bereits auf 47,8 Millionen Kubikmeter und einen Anteil von 69,5 Prozent.

Dagegen waren die Holzeinschlagsmengen bei den Laubholzarten sowie bei Kiefer und Lärche im Jahr 2020 rückläufig. So sank die Einschlagsmenge für Laubholz im Vergleich zu 2019 um 12,9 Prozent auf 10,2 Millionen Kubikmeter und für Kiefer und Lärche um 13,7 Prozent auf 8,0 Millionen Kubikmeter.

Die Menge des aufgrund von Waldschäden eingeschlagenen Holzes ist besonders deutlich gestiegen: Der bereits sehr hohe Vorjahreswert von 46,2 Millionen Kubikmetern Schadholz stieg im Jahr 2020 um 30,0 Prozent auf 60,1 Millionen Kubikmeter. Damit hat sich der Schadholzeinschlag seit dem Jahr 2017 fast verfünffacht (2017: 12,3 Millionen Kubikmeter). Sowohl die Menge des Schadholzeinschlags als auch sein Anteil am Gesamtholzeinschlag in Höhe von fast drei Vierteln (74,8 %) waren noch nie so hoch wie im Jahr 2020. Schäden durch Insekten waren 2020 für den Einschlag von 43,3 Millionen Kubikmetern und damit 72,0 Prozent des Schadholzeinschlages verantwortlich, weitere 16,9 Prozent entstanden durch Wind- und Sturmschäden. Der Schadholzeinschlag durch Insekten überstieg damit deutlich die Mengen der bisherigen Rekordjahre 2018 mit 11,3 Millionen Kubikmetern und 2019 mit 31,7 Millionen Kubikmetern. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Menge sogar mehr als versiebenfacht: So lag der jährlich durch Insekten verursachte Schadholzeinschlag in den Jahren 2010 bis 2017 lediglich zwischen 0,9 und 6,0 Millionen Kubikmetern.

Die Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ hat am gesamten Schadholzeinschlag einen Anteil von 88,9 Prozent. Die enormen Einschlagsmengen in dieser Holzartengruppe und das erhöhte durch Insekten verursachte Schadholzaufkommen unterstreichen eine in den letzten Jahren häufig thematisierte problematische Entwicklung: Der Borkenkäfer verbreitet sich rasant in heimischen Wäldern und befällt dabei vorrangig Fichten.

Wird Mehrheitsgesellschafter beim Schiebetürspezialisten Kuhn

Die Hettich-Unternehmensgruppe ist im März mehrheitlich beim Schiebetürspezialisten Kuhn aus Bünde eingestiegen. Die hochwertigen individuellen Lösungen für Schiebetür- und Raumtrennsysteme werden ab sofort von Hettich vermarktet.
Das Unternehmen Kuhn bleibt als Marke und Unternehmen eigenständig. Firmengründer Norman Kuhn wird auch zukünftig als Mitgesellschafter und technischer Geschäftsführer für das Produktportfolio verantwortlich sein und für innovative technische Lösungen sorgen.

Hettich hat seit Jahrzehnten einen breiten Zugang zu Händlern, Tischlern und Innenausbauern Nun soll die strategische Partnerschaft mit Kuhn neue Synergieeffekte schaffen. Das Kuhn-Produktprogramm basiert auf einer Plattform, aus der sich Schiebetür- und Raumtrennsysteme konfigurieren lassen. Hettich ergänzt sein bestehendes Schiebetürprogramm damit erstmalig um korpusungebundene Schiebeelemente. Die gemeinsame Zielsetzung beider Unternehmen ist es, mit Vertriebspartnern das Geschäft für diese Systeme zielgerichtet auszubauen. Gestartet wird zunächst im Segment Handel/Handwerk in den Regionen DACH und Benelux.
„Das Kuhn-Sortiment mit seinen Lösungen für ,Schieben im Raum‘ ergänzt perfekt unser Portfolio. Über unsere Vertriebsstruktur und den Zugang zum Handwerk können wir das Geschäft gemeinsam sehr gut weiter ausbauen“, erklärt Jan Hübschmann, verantwortlicher Vertriebsleiter bei Hettich.

„Die Beteiligung durch Hettich ist der entscheidende Meilenstein in unserem jungen Unternehmen und richtet den Fokus auf unsere Kernkompetenz mit den drei zentralen Unternehmens­schwerpunkten: Produktentwicklung, Softwareentwicklung und Fertigung ab Stückzahl 1. Die zusätzliche Vertriebskooperation ermöglicht der Marke Kuhn den Eintritt in neue Märkte. Ich freue mich sehr, dass wir ab jetzt gemeinsam mit Hettich die Zukunft gestalten“, ergänzt Norman Kuhn, Geschäftsführer Technik/Entwicklung.

Bereits zu den diesjährigen „HettichXperiencedays“ werden ausgewählte Kuhn-Produkte im Trendbereich New Work unter dem Motto „Spaces in Motion“ präsentiert.

Zuversicht und große Pläne für das Jahr 2021

„Die Schwierigkeiten des vergangenen Jahres konnten uns nicht bremsen und trotz vieler Unwägbarkeiten sind wir zuversichtlich für das Jahr 2021“, erklärt Franco Bulian, der seit dem ersten Januar die Geschäftsführung bei Catas übernommen hat, mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. Natürlich stellt die Corona-Pandemie auch das erfolgreiche europäische Prüflabor der Holzmöbelbranche immer wieder vor große Herausforderungen. „Wir konnten das schreckliche Jahr 2020 mit besseren Ergebnissen abgeschließen, als wir es erwartet hatten“, so Bulian weiter. „Die ersten zwei Monate waren sehr positiv, aber im März traf die ,Covid-19-Katastrophe‘ auch unser Labor und bescherte uns ein Minus von 15 Prozent bei der Anzahl der durchgeführten Tests im Vergleich zu 2019. Dies konnten wir glücklicherweise in der zweiten Jahreshälfte wieder aufholen, der Umsatz lag letztlich sogar leicht über dem Vorjahr. Was unter anderem an der gestiegenen Anzahl der von uns ausgestellten Produktzertifizierungen lag. Im Jahr 2020 waren es 175 gegenüber 168 in 2019. Seit einigen Monaten ist die Situation, zumindest was die Anzahl der Prüfungen betrifft, wieder normal. Zumindest normal vor dem Hintergrund der sich nahezu täglich ändernden Bedingungen mit der Pandemie in Italien und der ganzen Welt.“

In seiner neuen Funktion muss Bulian sich also mit einer gewissen Unsicherheit auseinandersetzen, denn immerhin führt der Mangel an Veranstaltungen und Messen unter dem Strich zu einem Rückgang an neuen Produkten, die in den Markt eingeführt werden. „Allerdings haben die ersten Monate jetzt in 2021 gezeigt, wie wendig die Möbelbranche ist. Zudem ist ein großes Interesse der Endverbraucher zu spüren, die sich durch die anhaltende Pandemie vermehrt auf ihr Zuhause konzentrieren. Jeder verbringt deutlich mehr Zeit daheim und möchte sich sein Umfeld entsprechend schön gestalten“, fügte der neue Direktor von Catas hinzu.

Die neuen Wegen und Gewohnheiten, die mit der Corona-Pandemie Einzug hielten – nämlich digital zu kommunizieren – haben laut Bulian durchaus positive Nebeneffekte: „Wir von Catas sind in verschiedenen Normungsarbeitsgruppen bei internationalen technischen Komitees aktiv. Und wir kommen online jetzt deutlich häufiger zusammen als mit analogen Treffen, es gibt mehr Konsens und schnellere Entscheidungen. All das ist für die Normung wirklich gut“, kommentierte er.

Ein angesagtes Thema ist und bleiben die Emissionen. In den ersten Monaten des Jahres 2021 verzeichnete Catas einen Anstieg bei den Testanfragen von Kunden aus aller Welt, von denen viele in den Vorjahren noch keinen Kontakt zum Labor hatten. Das war auch einer der Gründe, warum Catas am Hauptsitz in San Giovanni al Natisone in Pandemiezeiten weiter investiert hat. Zwischenzeitlich gibt es dort 76 Prüfkammern, die voll ausgelastet sind.

Die Qualität der Luft in Wohnräumen steht im Mittelpunkt und es werden wichtige Neuigkeiten für die nahe Zukunft erwartet: „Im Rahmen der Aktivitäten des italienischen Normungsgremiums arbeiten wir an einer Norm für die Klassifizierung der VOC-Emissionen von Möbelkomponenten“, so Bulian. „Bis jetzt gibt es hier keine Regeln, die durch spezifische Gesetze oder Verordnungen vorgeschrieben sind. Und Italien könnte das erste Land sein, das eine Norm verabschiedet, die es erlaubt, Möbeloberflächen nach ihren Emissionen und Bestandteilen, einschließlich der Beschichtungssysteme, zu klassifizieren. Technisch gesehen würden einem Möbelhersteller ein Standardwerkzeug an die Hand gegeben, welches es ihm erleichtert, chemisch unbedenklicheren beschichteten Platten und Beschichtungssysteme zu identifizieren und vom Markt auszuwählen, wenn er ein emissionsarmes Möbelteil herstellen möchte.“

Nachhaltigkeit und Ökologie sind wichtige Schlüsselwörter für Catas. Es ist geplant, eine neue Dienstleistung anzubieten, die die Ökobilanz eines Möbelstücks erfasst: Das „LCA-Zertifikat“. Das Label könnte ein wichtiger Gradmesser werden, um die Nachhaltigkeit eines Produktes zu bewerten oder zumindest einen gewissen „Respekt für die Umwelt“ ausdrücken. Auch hier natürlich wieder entsprechend gleichbleibender Kriterien und nachprüfbarer Laborergebnisse. Allerdings ist die „LCA-Zertifizierung“ ein komplexer Prozess, der Unternehmen zu beträchtlichen Investitionen verpflichtet.

All diese Möglichkeiten will Catas schaffen, will im Schulterschluss mit nationalen und internationalen Herstellern agieren, die sich auf die hohe Prüfkompetenz verlassen. „Zum Jahresende 2020 verfügten wir über 170 akkreditierte Prüfverfahren, im Vergleich zu 138 im Jahr zuvor. Diese Zahl steht für unser Engagement, die Holz- und Möbelindustrie mit Prüfberichten und Zertifikaten auszustatten, die wichtige und anerkannte Visitenkarten für Qualität auf der ganzen Welt sind. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass 40 Prozent aller Anfragen bereits aus dem Ausland kommen – und wir wollen die Internationalität weiter steigern, ohne unsere Kunden in Italien zu vergessen“, fasst Franco Bulian zusammen.

„Domotex“

Fällt doch komplett aus

Die eigentlich geplanten „Domotex Digital Days“ (19. bis 21. Mai) wurden nun doch vollständig abgesagt. „Der Bedarf an digitalen Veranstaltungen in der Branche ist inzwischen gedeckt. Darüber hinaus verzeichnen unsere Aussteller trotz – oder gerade wegen – der Pandemie eine gute Auftragslage“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weiter teilen die Verantwortlichen mit: „Mit der Sonderausgabe ,Domotex Digital Days 2021‘ wollten wir in der aktuellen Krise aktiv mitgestalten, müssen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch feststellen, dass trotz aller digitaler Ideen und Ansätze, das Vor-Ort-Erlebnis einer ,Domotex‘ nicht zu ersetzen ist. Vor dem Hintergrund haben wir uns nun entschieden, die ,Domotex Digital Days 2021‘ im Mai abzusagen und freuen uns mit Ihnen auf die nächste ,Domotex‘, die als hybride Veranstaltung vom 13. bis 16. Januar 2022 auf dem Messegelände in Hannover stattfinden wird.“

Weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe im Februar

Ende Februar 2021 waren rund 5,4 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, ging die Zahl der Beschäftigten gegenüber Februar 2020 um gut 161.000 zurück (-2,9 %). Im Vergleich zum Vormonat Januar 2021 nahm die Zahl der Beschäftigten geringfügig um 0,1 Prozent ab.

Die Zahl der Beschäftigten nahm im Februar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, in fast allen Wirtschaftsbereichen des Verarbeitenden Gewerbes ab. Am stärksten sank die Beschäftigtenzahl in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit -6,5 Prozent. Deutlich zurückgegangen sind die Beschäftigtenzahlen auch in der Herstellung von Metallerzeugnissen (-5,0 %), im Maschinenbau (-4,8 %), in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (-3,7 %), in der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (-3,5 %) und in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-3,0 %). Leicht rückläufig war die Beschäftigtenzahl in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-0,9 %). Wenig verändert hat sich die Zahl der Beschäftigten in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen mit -0,4 Prozent. Gestiegen ist die Beschäftigtenzahl gegenüber dem Vorjahresmonat in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (+1,7 %). Zu beachten ist, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich deshalb Veränderungen bei der Kurzarbeit nicht in den Beschäftigtenzahlen niederschlagen.

Auswirkungen der Corona-Krise waren auch bei den geleisteten Arbeitsstunden im Februar 2021 weiterhin zu erkennen: Die geleisteten Arbeitsstunden nahmen im Vergleich zum Februar 2020 bei gleicher Zahl von Arbeitstagen um 3,1 Prozent auf 681 Millionen Stunden ab.

Die Entgelte für die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe lagen im Februar 2021 insgesamt bei rund 22,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das ein Rückgang um 3,1 Prozent. Das von Beschäftigten bezogene Kurzarbeitergeld ist dabei kein Bestandteil des nachgewiesenen Entgelts.

Neue Gesamtvertriebsleitung

Der langjährige Gesamt-Vertriebsleiter und Prokurist der Naber GmbH, Bernhard Schonhoff, wird zum großen Bedauern der Geschäftsführung im Laufe des Jahres 2021 in den Ruhestand wechseln.

Herr Schonhoff kam bereits im Jahr 1979 zur Naber GmbH. In seiner mehr als vierzigjährigen Firmenzugehörigkeit hat er geschickt und in äußerst vielfältiger Weise maßgeblich zum beeindruckenden Erfolg des Unternehmens beigetragen. Die Geschäftsführung spricht Schonhoff daher ihren herzlichen Dank aus und wünscht ihm für die nun folgenden ruhigeren Jahre alles erdenklich Gute.

Als branchenweit geschätzter und überaus kompetenter Gesprächspartner ist es für Naber schwer, Schonhoff zu ersetzen. Umso mehr freut sich das Unternehmen, mit Jörg Brune einen Nachfolger vorstellen zu können, dessen gewinnende Persönlichkeit und hohe berufliche Qualifikation die besten Voraussetzungen für diese Aufgabe bedeuten. Brune war viele Jahre als leitender Angestellter und zuletzt als Geschäftsführer bei der WKS Textilveredlungs GmbH in Wilsum tätig. Erfahrungen in der Küchenbranche konnte er bereits durch eine frühere Tätigkeit bei der Berbel Ablufttechnik GmbH in Rheine sammeln. Er wird in den kommenden Monaten von Bernhard Schonhoff in das komplexe Aufgabengebiet eingearbeitet. Damit ist gewährleistet, dass die hervorragende Qualität der Gesamt-Vertriebsleitung der Naber GmbH kontinuierlich weitergeführt wird.

Berufsbegleitender Masterstudiengang Holztechnik jetzt auch rein digital

Die Technische Hochschule Rosenheim bietet ab dem Wintersemester 2021/22 eine online Variante des Masterstudiengangs Holztechnik für Berufstätige an. Dabei müssen sich Studierende aber nicht auf ein rein digitales Studium festlegen, sondern haben die Möglichkeit auch vor Ort an Seminaren teilzunehmen.

Schritt für Schritt, Semester um Semester wird das digitale Angebot des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Holztechnik ausgebaut. Das spezielle Vorlesungsangebot für Berufstätige wird dabei kein eigenständiges Angebot sein, sondern sinnvoll in das bereits existierende Vorlesungsangebot des Masterstudiengangs Holztechnik integriert werden. Angepasst an die Inhalte wird es reine Online-Formate, hybride Veranstaltungen als auch Blockveranstaltungen in Präsenz für alle Masterstudierenden gemeinsam geben. „Unser Ziel ist es ein attraktives Masterstudium für die Holzbranche anzubieten, bei dem die Studierenden sich nicht zwischen Job und Studium entscheiden müssen.“, stellt der Studiengangsleiter Prof. Andreas Heinzmann dar. „Ideen zu einem angepassten Angebot für Berufstägige gibt es bereits seit längerem, der aktuelle Digitalisierungsschub erleichtert uns nun jedoch die praktische Umsetzung.“, so Heinzmann weiter. Empfohlen wird allen berufstätigen Studierenden eine Mischung aus Präsenz- und online-Studium, der jeweilige Umfang wird jedoch nicht starr vorgegeben, sondern kann jedes Semester individuell gewählt werden – bis hin zu einem reinen online Studium. Absolventinnen und Absolventen von Diplomstudiengängen mit mehr als 210 ECTS-Punkten können Leistungen im Masterstudium anerkannt werden, wodurch sich die Studiendauer reduziert.

Der Masterstudiengang Holztechnik wurde vor fast 20 Jahren ins Leben gerufen, und ist seit fast 15 Jahren auch in Teilzeit mit einer Regelstudienzeit von sechs statt drei Semestern studierbar. Im Zuge der Internationalisierung wird der Masterstudiengang Holztechnik seit 2016 komplett in englischer Sprache durchgeführt – viele Studierende entscheiden sich bewusst für diesen englischsprachigen Studiengang um Ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen. Zudem gibt der Studiengang durch einen hohen Anteil an internationalen Studierenden aus verschiedensten Ländern jedem die Gelegenheit andere Kulturen und Sichtweisen kennenzulernen, und bereitet dadurch ideal auf eine spätere global vernetzte Tätigkeit vor. Mit dem Abschluss Master of Science haben alle Absolventinnen und Absolventen außerdem die Möglichkeit ihre akademische Karriere in einer Promotion fortzusetzen.

Die #felderchallenge geht in die zweite Runde

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr präsentiert das österreichische Maschinenbau-Unternehmen Felder Group jetzt die Neuauflage der #felderchallenge.

Eine Herausforderung für fleißige HeimwerkerInnen, die mit originellen Ideen individuelle Werkstücke schaffen und mit einer brandneuen  Holzbearbeitungsmaschne belohnt werden wollen. Die Felder Group möchte mit dieser Challenge ambitionierte HolzbearbeiterInnen weltweit dazu ermutigen, mit ihrem eigenen Projekt andere zu inspirieren. Dabei winken wieder tolle Gewinne für die kreativsten Einsendungen.

Ob einfach oder komplex, klein oder groß – Holzbearbeitungsprojekte jeglicher Größenordnung sind erwünscht. Unter allen Einsendungen prämieren eine Experten-Jury und die Community von feldergroup.com die besten zehn Projekte, welche auf allen Onlineplattformen veröffentlicht werden.

Zu gewinnen gibt es dabei eine Hammer CNC Portalfräsmaschine „HNC 47.82“, eine Felder Bandsäge „FB 510“ oder eine Handkantenanleimmaschine „Forka 200 eco plus“ sowie Werkzeugkoffer, Japanische Handsägen-Sets und ein Goodie-Bag für jeden Teilnehmer der #felderchallenge 2021!

Außerdem gibt es heuer erstmals den Felder „Golden Choice Award“. Ein einzigartiger Award für einzigartige Leistungen: Jedes Jury-Mitglied hat eine „Golden Choice“. Die damit ausgezeichneten Projekte erhalten dann den Felder „Golden Choice Award“ und kommen außerdem direkt ins finale Voting.

Zur Teilnahme ist Folgendes notwendig:

  • Fotos oder Videos vom eigenen Holzbearbeitungsprojekt
  • Bauplan oder Zeichnung
  • Kurzbeschreibung des Projektes
  • Veröffentlichung des Projektes auf Social Media wie Facebook oder Instagram mit den Hashtags #felderchallenge oder der Markierung @feldergroup

Einsendefrist ist der 9. Juni 2021.

Auch wenn es an eigenen Ideen mangeln sollte, ist eine Teilnahme möglich. Das Felder Group TV auf YouTube bietet eine Reihe an DIY-Videoanleitungen, welche gerne nachgebaut und auf Social Media veröffentlicht werden dürfen.

Weitere Infos und Teilnahmebedingungen unter: https://www.felder-group.com/de-de/felderchallenge