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Autor: Möbelfertigung

Die Sieger stehen fest

Er ist der Sieger des Lehrlingswettbewerbs im rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerk 2021: Frederick Koch von der Unikat Möbeltischlerei GmbH in Gusterath. Sein Couchtisch aus Eiche und Stahl ist das herausragende Werkstück des Nachwuchswettbewerbs. Zweiter Sieger ist Jan-Philipp Jacob mit „Bakadiru, einem „BAlken als KAbelkanal für DIgitales auf/an/in RUstikalem“. Jakob wird im elterlichen Betrieb, Innenausbau Jacob in Enkenbach-Alsenborn, ausgebildet. Leon Schmitt, Auszubildender der Tischlerei Adam & Koster in Kenn, sicherte sich den dritten Rang mit seiner Digitalen Anrichte aus Eiche-Altholzbalken. Alle 16 Wettbewerbsteilnehmer wurden gestern im Foyer der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz durch die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Petra Dick-Walther und Hermann Hubing, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Tischlerverbands, ausgezeichnet.

In ihrem Grußwort zeigte sich Dick-Walter sehr beeindruckt von den Leistungen der Auszubildenden im zweiten Lehrjahr, denn neben der überzeugenden handwerklichen Qualität der Stücke seien überall die gestalterischen Vorüberlegungen und die kreative Umsetzung spürbar. Auch Hubing hob die Bedeutung des eigenständigen Gestaltens bei der Arbeit hervor, die ein wichtiger Teil des handwerklichen Schaffensprozesses sei. Dies sei für viele Tischler auch im späteren Berufsleben ein großer Antrieb. Die Freude an Form und Gestaltung spreche aus allen Wettbewerbsarbeiten. „Daher würde ich mich nicht wundern, wenn ich Ihre Gesellenstücke und Sie als Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Landeswettbewerb ‚Die gute Form‘ wiedersähe“, resümierte Hubing.

Jurymitglied Karin Bille von der Handwerkskammer Rheinhessen erläuterte, was die drei Jurorinnen bei den Siegerarbeiten besonders beeindruckt habe: Die Digitale Anrichte aus Altholz-Eichenbalken des Drittplatzierten Leon Schmitt sei gut proportioniert und von überzeugender Schlichtheit. Das verwendete Material, ein alter Eichenbalken, sei stimmig, die Optik der behandelten Oberfläche breche aber den rustikalen Charme, ebenso wie die unauffällig integrierten digitalen Funktionen.

Der „Bakadiru“ von Jan-Philipp Jacob besteche vor allem durch den interessanten, stimmigen Materialmix in Verbindung mit einer angenehmen Haptik, ausgewogenen Proportionen und der formschönen und harmonischen Ausführung. Frederick Kochs Couchtisch aus Eiche mit Stahl überzeugte die Jury durch seinen klaren und strukturellen Aufbau. Der filigran eingearbeitete QR-Code auf dem rustikalen Eichenbalken baut nach ihrer Ansicht ein Spannungsfeld im Sinne der Leitidee des diesjährigen Wettbewerbs auf. Eine konstruktive Besonderheit zeige sich zudem durch die Durchdringung der Tischplatte durch die schlichten Stahlfüße.

Der Wettbewerb, der jährlich vom Landesinnungsverband des Tischlerhandwerks unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums ausgerichtet wird, richtet sich an Auszubildende des zweiten Ausbildungsjahres, die zusätzlich zu ihrer Ausbildung im Bereich der Formgebung und Gestaltung Erfahrungen sammeln möchten. Er unterstützt die weitergehende Beschäftigung mit der Gestaltung, die einerseits Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist, andererseits aber auf die individuellen Wünsche späterer Kunden eingehen soll.

1,5 Milliarden Euro Gesamteinnahmen für das laufende Geschäftsjahr angepeilt

Am 22. Juni begrüßte der Vorsitzende Richard Rackl, Geschäftsführer der CES-Gruppe, zusammen mit Stephan Schmidt, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft, auf der Mitgliederversammlung der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge die Teilnehmer auch in diesem Jahr – aufgrund der Corona-Pandemie – digital in einer Webkonferenz. Der Geschäftsführer Stephan Schmidt berichtete unter anderem über die Gesamteinnahmen von 2020.  Diese lagen bei rund 1,4 Millionen Euro. Das Ziel für das laufende Geschäftsjahr: Die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge möchte einen Umsatz von circa 1,5 Millionen Euro erreichen.

Neben dem Bericht der Geschäftsführung standen die Jahresabrechnung 2020, die Vorstellung des Etats für das laufende Jahr sowie die Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2022 auf der Tagesordnung. Ein weiterer Programmpunkt waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Corona-Maßnahmen im Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV). Auch das PIV merkt die Auswirkungen der Pandemie. So wurden Prüfungen teilweise verschoben oder abgesagt und es kam immer mal zu längeren Durchlaufzeiten, da die Kommunikation mit den Kunden verlangsamt war. Gründe hierfür waren meist Kurzarbeit oder die Arbeit von Kunden im Homeoffice. Trotz allem war das PIV neben den jährlichen Überwachungsprüfungen gut ausgelastet.

Es wurde auch wieder in neue Prüfeinrichtungen investiert. So besitzt das PIV inzwischen zwei Prüfroboter und es wurde ein weiterer Vier-Kanal-Dauerfunktionsprüfstand für Schließzylinder angeschafft. Zusammen mit den bereits vorhandenen Prüfständen ist es dem PIV nun möglich Dauerfunktionsprüfungen für insgesamt zwölf Schließzylinder parallel durchzuführen. Zudem gab es kürzlich eine Neueinstellung, sodass das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge nun insgesamt zwölf Mitarbeiter beschäftigt.

Bei der Jahresmitgliederversammlung im kommenden Jahr stehen dann wieder die turnusgemäßen Vorstandswahlen an.

Wird Marketingpartner bei Creative Partner

Zukünftige Herausforderungen gemeinsam besser meistern. Das steht hinter der Kooperation von Hettich mit der Verbundgruppe Creative Partner. „Die Herausforderungen der Zukunft sind so komplex, dass weder wir als Hersteller noch das Handwerk oder der Handel allein Antworten und Lösungen finden werden“, so Jan Hübschmann, Vertriebsleiter Handel/Handwerk für Zentraleuropa bei Hettich. „Das wird uns nur durch mehr Nähe und gemeinsames, intensives Netzwerken gelingen.“

Die Voraussetzungen dazu sind mit Creative Partner ideal, denn der Verbund initiiert seit 25 Jahren den Wissenstransfer zwischen seinen Mitgliedsbetrieben und sieht darin einen Schlüsselfaktor für deren erfolgreiche Weiterentwicklung. Erklärtes Ziel von Hettich ist, den Unternehmen im Tischler- und Schreinerhandwerk gut zuzuhören, um ihre Belange noch besser kennenzulernen und Produkte sowie Services bedarfsgerecht bereitzustellen. Im Gegenzug profitieren die Mitgliedsbetriebe von der Innovationskraft durch die international ausgerichtete Forschung, Entwicklung und die ganzheitliche Branchenkompetenz eines Global Player wie Hettich.
Die Digitalisierung in allen Bereichen wird zukünftig eine der größten Herausforderungen für die Handwerksunternehmen sein. Deshalb wollen Hettich und Creative Partner den Mitgliedern in diesem Kontext konkrete Hilfestellungen zu verschiedenen Themen anbieten, zum Beispiel wie die Tischlerei 2030 aussehen wird oder wie sich Beschläge für immer intelligenter werdende Möbel verarbeiten lassen. Beide Partner denken bereits über neue Dialogformate zum direkten Austausch zwischen Handwerk und Hersteller nach, um so voneinander lernen und profitieren zu können.

Vorläufige Antidumpingzölle auf russisches Birkensperrholz kein Beitrag zum bezahlbaren Bauen

Seit dem 12. Juni werden für den Import von russischem Birkensperrholz Antidumpingzölle zwischen 15 und 15,9 Prozent erhoben. Diese Zölle sind vorläufig, eine endgültige Entscheidung soll bis Mitte Dezember fallen. Alle Betroffenen und beteiligten Unternehmen können bis zum 28. Juni eine Stellungnahme dazu abgeben. Die EU-Kommission ist nach einer umfassenden Prüfung zu dem Ergebnis gekommen, dass europäische Hersteller durch den Dumping-Import erhebliche Nachteile erlitten haben und diesen durch den Zoll entgegengewirkt werden muss.

Hingegen hat sich der GD Holz bereits im Vorfeld bei der Kommission gegen Antidumpingmaßnahmen ausgesprochen. Denn vor dem Hintergrund der aktuellen sehr schwierigen Beschaffungssituation auch bei Holzwerkstoffen seien zusätzliche Importbarrieren kontraproduktiv und können die ohnehin schwierige Situation am Markt noch verschärfen. Hinzu kommt, dass der Binnenmarkt mit der eigenen Produktion von Sperrholz nur gut 50 Prozent  des Bedarfes decken kann. Daher muss ein großer Teil des Sperrholzes importiert werden.

Betroffen von den vorläufigen Antidumpingzöllen sind kleinere und mittlere Unternehmen, die beim Import durch die Sorgfaltspflicht nach der Holzhandelsverordnung ohnehin bereits erheblich belastet sind.

Im weiteren Verfahren wird sich der GD Holz daher dafür einsetzen, dass die vorläufig verhängten Zölle wieder aufgehoben werden. Der Branchenverband sieht dies auch als wichtigen Beitrag, die ohnehin stark steigenden Preise am Bau nicht auch noch durch regulatorische Eingriffe in den Markt weiter anzuheizen.

 

Das „Goldene M“ für Globa-Tex

Das ostwestfälische Unternehmen Globa-Tex ist neues, zertifiziertes Fördermitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Der Stoffzulieferer rückt damit noch stärker in den Fokus qualitätsorientierter Möbelhersteller. Das Unternehmen hat sich mit seinen mehr als 1.600 Artikeln in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Partner der Möbelindustrie entwickelt. „Möbelqualität fängt bei hochwertigen Zuliefermaterialien an – wir freuen uns, dass sich Globa-Tex entschieden hat, seinen hohen Qualitätsanspruch durch die geprüfte DGM-Fördermitgliedschaft weiter zu untermauern“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Im Jahr 2008 gegründet, entwickelte sich Globa-Tex schnell zu einem weltweit agierenden Textilhersteller, der die Zukunft der Branche mit hochwertigen und innovativen Stoffen mitgestalten möchte. Das Unternehmen beschäftigt 45 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Am Firmenstandort in Löhne hat Globa-Tex rund 15.000 qm Lager- und Bürofläche sowie ein eigenes Labor zur Qualitätskontrolle seiner Stoffe. Das Stoffangebot setzt sich aus einer großen Vielfalt an Materialien, Farben und Funktionen zusammen – von wasser- und fleckabweisenden bis hin zu schwer entflammbaren Stoffen. 2020 wurde das Sortiment um hochwertige Recycling-Produkte erweitert. Diese werden entsprechend dem Global Recycled Standard mit dem unabhängigen „GRS“-Gütesiegel zertifiziert. „Der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen sowie der Schutz von Umwelt und Klima sind Teil der Firmenphilosophie von Globa-Tex und auch wichtige Kriterien für die DGM-Mitgliedschaft, sodass die Zertifizierung mit dem ‚Goldenen M‘ ein logischer nächster Schritt war“, schließt Winning.

Vom Test- zum Impfzentrum

Wie bereits im März angekündigt, folgt bei Hettich nun der weitere Schritt in Richtung Schutz vor Covid19. Das bewährte Pandemie- Team hat mit Unterstützung des Ärztenetzwerk MuM (Medizin und Mehr) aus Bünde ein eigenes Impfzentrum eingerichtet.

Nach Prüfung aller örtlichen Gegebenheiten wurde entschieden, die Impfungen in unternehmenseigenen Räumlichkeiten durchzuführen. Diese bieten ausreichend Platz für die notwendigen Vorgespräche, die Impfungen und die Nachsorgezeit. Selbstverständlich entspricht der gesamte Prozess den Anforderungen der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften. Nach den guten Erfahrungen mit dem Ärztenetzwerk MuM bei den seit März laufenden PCR-Testungen am Standort, finden nun auch die Impfungen in bewährter Kooperation statt.

„Das Angebot der Impfung an unser ostwestfälisches Hettich Team und ihre Lebenspartner sowie Servicepartner wird gut angenommen“, freut sich Lars Bohlmann, Geschäftsführer bei Hettich. Die Impfaktion findet in dieser Woche von Montag bis Sonntag statt. Dabei werden täglich bis zu 300 Personen geimpft werden. Da die BioNTech Impfstoffmengen nach wie vor nur sehr begrenzt verfügbar sind, wurde zusätzlich der Impfstoff AstraZeneca beschafft, um kurzfristig trotz des Impfstoffmangels ein umfangreiches Impfangebot machen zu können.

Die große Anzahl der Kolleginnen und Kollegen am Hauptsitz des Unternehmens erfordert auch bei den Impfungen wieder eine gute Zeitplanung. Ein IT-Tool sorgt für eine einfache Vergabe der Impftermine für die Erst- und Zweitimpfung. Und natürlich braucht so eine Aktion auch viele Helfer. „Wir sind überwältigt, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich nach unserem Aufruf gemeldet haben, die uns bei all den bürokratischen und gesundheitsrechtlichen Erfordernissen unterstützen“, so Inga Hepermann vom Hettich Pandemie-Team. „Unser herzliches Dankeschön gilt allen externen und internen Beteiligten, die uns auf unserem Weg zu mehr Schutz in dieser Corona-Pandemie begleiten“, ergänzt Bohlmann.

Jetzt Entwürfe für den „Pure Talents Contest“ einreichen

Die „Imm Cologne“ sucht im Rahmen ihres „Pure Talents Contest“ erneut die besten Entwürfe für zeitgenössische, nachhaltige Wohnobjekte. Ausgestellt werden diese wieder im Rahmen der internationalen Einrichtungsmesse, die vom 17. bis 23. Januar 2022 in Köln über die Bühne geht. Im vergangenen Jahr wurden 862 Beiträge aus 59 Ländern zur „Imm Cologne 2021“ eingereicht und repräsentierten dabei insgesamt 240 Design-Hochschulen. Die jungen Kreativen zeigen Entwürfe, die nicht immer mit dem Trend gehen, sondern gerne etwas expressiver in der Farbwahl sind, ungewöhnlicher in der Gestaltung und pfiffiger in der Anwendung.

Die Auswahl der besten Einreichungen trifft in diesem Jahr eine hochkarätig besetzte Jury. Diese besteht aus der Designerin Eva Marguerre (Designstudio Besau-Marguerre) aus Hamburg, dem Designer Sebastian Herkner aus Offenbach, dem Unternehmer Norbert Ruf, Creative Director und Geschäftsführer Thonet GmbH, sowie Jennifer Reaves, die Geschäftsführerin DesignFest GmbH. Sie achten nicht nur auf gestalterische Qualitäten, sondern auch auf eine einzigartige Vision, die für viele Nutzer weltweit Bedeutung haben könnte.

„Bei uns geht es, anders als bei vielen vergleichbaren Wettbewerben, um weit mehr als ‚nur‘ um gutes Design. Unsere Jury macht sich ein Gesamtbild vom eingereichten Produkt und den jungen Kreativen, und das gibt den Ausschlag, wer mit einem Entwurf nominiert wird“, erklärt Dick Spierenburg, Creativ Director der „Imm Cologne“. Und Jennifer Reaves ergänzt: „Für mich zählt nicht nur die gestalterische Innovation. Ein erfolgreicher Designer muss heute ebenso ein Unternehmer sein, und hierzu gehören Kompetenzen wie die Vermarktung des eigenen Talents, die Kalkulation eines Produktes von der Produktion bis hin zum Endkundenpreis, die Analyse des Marktes und vieles mehr. Nur wer sich der Gesamtheit und der Notwendigkeit dieser Aufgaben bewusst ist, kann Gewinner des Pure Talents Contest sein.“

Zur kommenden Möbelmesse soll das Format des Designwettbewerbs eine zeitgemäße Entwicklung nehmen. „In einer digitalen Welt haben wir uns daran gewöhnt, alles sofort in Bildern zu sehen. Deshalb wollen auch wir mehr in digitalen Bildern denken. Mit der konzeptionellen Neufassung wird der Pure Talents Contest in den digitalen Raum erweitert“, erläutert Claire Steinbrück, Director der „Imm Cologne“.

Der Fokus bei dem neuen Konzept liegt auf der Erhöhung der digitalen Reichweite, wobei die beiden digitalen Komponenten als logische Ergänzung zur physischen Präsentation der Messe dienen.
Der von der Koelnmesse ausgelobte und organisierte Wettbewerb richtet sich speziell an Gestalterinnen und Gestalter, die sich noch im Studium befinden oder ihre Ausbildung gerade erst beendet haben. Die Einreichungsfrist für den Contest 2022 endet am 15. September 2021. Danach erfolgt die Sichtung und Auswahl der 20 besten Produkte durch die Jury. Aus den nominierten und durch die Messe medial präsentierten Einreichungen werden die drei besten Entwürfe gekürt. Es wird ein erster, zweiter und dritter Preis vergeben, die mit 1.500, 1.000 beziehungsweise 500 Euro dotiert sind. Zusätzlich wird für den „Pure Talents Contest 2022“ noch ein „Audience Prize“ vergeben, dessen Preisträgerin oder Preisträger per People´s Vote über die soziale Plattform Instagram bestimmt wird und der ebenfalls mit 500 Euro dotiert ist.

Die Teilnahme am Wettbewerb wie auch gegebenenfalls an der Sonderausstellung „Pure Talents Contest“ ist kostenfrei. Alle Informationen zu dem Wettbewerb finden Interessierte hier.

Azubi-Wettbewerb „DigitalRustikal“

Am 23. Juni findet in Holzfachschule Bad Wildungen das Finale des diesjährigen Lehrlingswettbewerbs des hessischen Tischlerhandwerks statt. Bis zum 22. Juni können die Werkstücke der 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besichtigt werden, bevor am Folgetag die Bewertung durch eine Fachjury und die feierliche Siegerehrung stattfinden.

Das Leitmotiv des diesjährigen Wettbewerbs lautet „DigitalRustikal“. Denn alle Exponate beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit dem thematisch vorgegebenen Wechselverhältnis zwischen „altmodisch“ und modern. Dies zeigt sich vor allem bei den verwendeten Materialien sowie in der Nutzung moderner Technologien wie beispielsweise Induktionsfeldern zum Laden von Mobiltelefonen, die in vielen Objekten geschickt verbaut worden sind. Einige dieser digitalen Zusatzfunktionen sind mit einer beigefügten Fernbedienung steuerbar.

Dabei ist das handwerkliche Können der Teilnehmer schon ebenso gut zu erkennen wie ihre Kreativität. Die unabhängige Fachjury bewertet die Stücke nach formalen Kriterien wie Aufbau, Erkennbarkeit und Durchgängigkeit des Form- und Konstruktionsprinzips, Materialverwendung, Detailausbildung, Form und Herausstellungsverfahren oder werkstoffgerechter Verarbeitung. Ebenso wichtig sind den Juroren die eigenständige und kreative Herangehensweise. Dass die persönliche „Handschrift“ des Entwerfers dabei zum Ausdruck kommt, ist ausdrücklich erwünscht.

Der unter Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir stehende Lehrlingswettbewerb richtet sich an Azubis des zweiten Ausbildungsjahres, die zusätzlich zu ihrer Lehre im Bereich der Formgebung und Gestaltung Erfahrungen sammeln möchtenGesucht werden stets kreative Lösungen, die unter Anwendung aktueller Technologien entstehen. Es darf alles verwendet werden, was in modernen Tischlereien verarbeitet wird. Dabei soll jedoch der Anteil von Holz und Holzwerkstoffen überwiegen.

Virtuelle Vorstandswahl und gute Branchenentwicklung trotz Corona-Pandemie

Am 17. Juni konnte sich der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) wieder über eine gut besuchte Jahresmitgliederversammlung freuen. Zum 75-jährigen Bestehen des FVSB in diesem Jahr fand diese jedoch wie bereits im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie digital in einer Webkonferenz statt.

Der Vorsitzende Karl Kristian Woelm, geschäftsführender Gesellschafter der Woelm GmbH, und Stephan Schmidt, Geschäftsführer des FVSB, begrüßten die rund 40 Teilnehmer und führten durch das Programm. „Wie auch im vergangenen Jahr freuen wir uns über die rege Teilnahme unserer Mitglieder an dieser etwas anderen Form der Mitgliederversammlung. Wir würden uns jedoch freuen, wenn die kommende Jahresmitgliederversammlung wieder vor Ort in unserem frisch renovierten Hause stattfinden kann“, so Woelm.

In seiner Eröffnungsrede ging Karl Kristian Woelm darauf ein, dass die Pandemie im Vorjahr in allen Betrieben enorme Anstrengungen erforderte und man nun mit ganz anderen, unerwarteten Problemen zu tun hat. Durch den derzeitigen Boom ist auch die Schloss- und Beschlagindustrie von der Materialknappheit und Verteuerung betroffen, und dabei, so Woelm, ist eine Ende nicht absehbar.

Holger Koch, stellvertretender FVSB-Geschäftsführer, berichtete über die Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Schloss- und Beschlagindustrie im Gebäudebereich konnte ihre Produktion erneut ausbauen: Das Volumen stieg um 2,7 Prozent auf 3 Milliarden Euro.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie liegen seit September die Eckdaten für die gesamte Schloss- und Beschlagindustrie hinsichtlich Umsatz, Auftragseingang und Nettoproduktion wieder über den Vorjahreswerten, insbesondere im November und Dezember war ein deutlicher Dynamikzuwachs zu verzeichnen. Bereits im Februar stiegen die Auftragseingänge wieder massiv an, was sich im März bereits bei der Nettoproduktion und im Umsatz niedergeschlagen hat. Die Werte für das erste Quartal liegen daher meist deutlich über den Vorjahreswerten, die Corona-Pandemie hatte im vergangenen Jahr leider auch Auswirkungen auf die Schloss- und Beschlagindustrie. „Wie die Daten zeigen, konnten die Produktionseinbrüche zum Jahresende aufgeholt werden, womit nicht zu rechnen war. „Derzeit sind die Auftragsbücher prall gefüllt, Materialknappheit und fehlende Handwerker sind eher das Problem“, so Koch.

Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse der Heinze-Marktstudien zum Außentüren- und Fenstermarkt zeigen, dass sich der Fenster- und Außentürenmarkt trotz Corona-Krise gut entwickelt. Der deutsche Fenster- und Außentürenmarkt konnte auch im Corona-Jahr 2020 zulegen. Der Fenstermarkt hat mit einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber 2019 abgeschlossen, der Außentürenmarkt liegt sogar 3,9 Prozent über dem Vorjahreswert.

Anschließend berichtete Stephan Schmidt über das europäische Geschehen. Hier ging er insbesondere auf die Normung und das Thema Umwelt ein und die zahlreichen Themen mit denen sich der Verband derzeit beschäftig wie beispielsweise die ARGE Verbands-EPDs, die Europäische Normung, Master Key Systems (MKS) und der SCIP-Datenbank. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Jahresrechnung 2020, die Vorstellung des Etats für das laufende Jahr sowie die Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2022.

Ein weiteres Thema der Versammlung war die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der europäischen Schloss- und Beschlagindustrie (ARGE). Durch die Mitgliedschaft in der ARGE gestaltet der FVSB die internationalen Interessen der Mitgliedsunternehmen mit. Hier berichtete Hans Weissenböck, Generalsekretär der ARGE, über die Arbeit der ARGE und den hohen Nutzen der Vernetzung auf europäischer Ebene. So wirkt die ARGE beispielsweise bei Initiativen mit, welche auf die Zukunft des Bauens in 2050 gerichtet sind. Die diesjährige Jahreskonferenz der ARGE wird aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant in Stockholm veranstaltet. Stattdessen wird sie am 30. September und 1. Oktober 2021 als Online-Veranstaltung stattfinden. Die nächste reguläre ARGE-Konferenz ist 2022 in Stockholm geplant.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung standen turnusgemäß Wahlen an. Hier stellten sich fast alle bisherigen Vorstände wieder zur Wahl. In diesem Jahr kandidierte Karl Kristian Woelm erneut für das Amt des Vorsitzenden. Karl Kristian Woelm wurde von den anwesenden Mitgliedsunternehmen ohne Gegenstimmen gewählt. Woelm ist bereits seit 2015 im FVSB-Vorstand und seit 2017 als Vorsitzender tätig. Auch der stellvertretende Vorsitzende Wolf Hoppe (HOPPE AG) wurde in seinem Amt bestätigt. Matthias Kohl (Beyer & Müller GmbH & Co. KG) wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Da Michael Meier (SIMONSWERK GmbH) aus der Geschäftsführung der SIMONSWERK GmbH in den Ruhestand geht, ist er nicht mehr stellvertretender Vorsitzender sondern bleibt dem Vorstand als normales Mitglied erhalten, was sehr begrüßt wurde. Des Weiteren ist Richard Rackl (CES-Gruppe) als Vorsitzender einer Fachabteilung satzungsgemäß Mitglied des Vorstands. Zugewählte Vorstandsmitglieder sind Volker Kirchberg (Niederhoff & Dellenbusch GmbH & Co. KG) und Julius von Resch (Gretsch-Unitas GmbH). Wolfgang K. Schlieper (WILKA Schließtechnik GmbH) schied aus dem Vorstand aus, jedoch nimmt Robert Schlieper (WILKA Schließtechnik GmbH) seinen Platz ein. „Wir danken Wolfgang K. Schlieper für 24 Jahre im FVSB-Vorstand, davon 6 Jahre als Vorsitzender, und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so der FVSB-Vorsitzende Karl Kristian Woelm. Wolfgang K. Schlieper bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die stets vertrauensvolle und zielgerichtete Zusammenarbeit. Darüber hinaus gibt es mit Martin Graé (Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH) noch ein kooptiertes Vorstandsmitglied als Mitglied des ARGE Executive Teams.

Der FVSB-Vorsitzende K. K. Woelm zieht das Fazit, dass der Verband gut aufgestellt ist und wirklich viele aktuelle und wichtige Themen betreut. Besonders betont er die Effizienz und das Netzwerk des Verbandes. Er hofft, dass bald wieder normale Sitzungen stattfinden können und weist auf den Termin der nächsten FVSB-Jahresmitgliederversammlung am 23. Juni 2022 hin.