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Autor: Möbelfertigung

HDH

Holz- und Kunststoffindustrie warnt vor Überlastung der Unternehmen

„Die Maximalforderungen der IG Metall in den laufenden Tarifverhandlungen sind angesichts der anhaltend angespannten Materialversorgung und der Rohstoffpreisentwicklung völlig unangemessen“, so Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH). Die IG Metall setze zudem einseitig auf eine Altersteilzeitregelung, der den Fachkräftemangel in den Unternehmen mittelfristig verschärfen werde.

„Die Arbeitgeber haben mit einem frühen Angebot das deutliche Signal an ihre Mitarbeiter gesendet, die Pandemie und die Rohstoffkrise weiterhin gemeinsam durchstehen zu wollen. Dass die IG Metall trotz des Angebots sofort mit Streiks droht, macht deutlich, dass sie lediglich eigene Interessen verfolgt und von den wirtschaftlichen Risiken der Betriebe nichts wissen will“, erklärt Schwörer.

Die Erzeugerpreise sind so stark gestiegen wie seit 45 Jahren nicht mehr. Nach den wirtschaftlichen Corona-Beschränkungen treffen die dramatischen Preisentwicklungen die Unternehmen zur Unzeit. „Ob Kunststoffe, Bauholz, Kleb- und Schaumstoffe, Spanplatte oder Aluminium: Kosten explodieren, Kalkulationen implodieren. Einige Unternehmen konnten wegen Materialengpässen nicht mehr fristgerecht liefern. Gleichzeitig lassen die historischen Kostensteigerungen die Erträge schmelzen“, betont der HDH-Präsident.

Besonders unverständlich sei es, dass die IG Metall auf eine starre Altersteilzeitregelung pocht, die weder den Bedürfnissen der Beschäftigten noch den Herausforderungen der Unternehmen in einer alternden Gesellschaft gerecht werden. Für so wichtige Themen wie betriebliche Gesundheitsförderung, die Gestaltung alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen oder die Qualifizierung der Beschäftigten konnten die Betriebe bisher den Demografietarifvertrag nutzen. Diesen Vertrag hat die IG Metall im Vorfeld der Verhandlungen jedoch einseitig aufgekündigt.

Die Tarifverhandlungen der Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie werden derzeit von der IG Metall und den Tarifträgerverbänden in den einzelnen Tarifbezirken geführt, nachdem die Tarifverträge in den meisten Tarifgebieten zum 31.08.2021 endeten. Zuletzt sind die Tarifgehälter in der Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie in zwei Stufen Anfang 2020 und Anfang 2021 um 2,6 Prozent und 1,8 Prozent gestiegen. Die Gewerkschaft fordert nun 4,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten und eine Anpassung der Altersteilzeit durch eine Aufstockung des Demografiefonds.

Ohne auf das erste Angebot der Arbeitgeber (+ 1,2 Prozent mehr Lohn ab März 2022, weitere 1,3 Prozent ab März 2023) einzugehen, ging die IG Metall sofort in den Arbeitskampf über und führt bereits Streiks in Baden-Württemberg. Für Niedersachsen wurde der Arbeitskampf ebenfalls angekündigt.

Heiner Wemhöner ist im Finale des Wettbewerbs „Entrepreneur Of The Year 2021“

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY kürt in diesem Jahr zum 25. Mal die besten in-habergeführten Unternehmen Deutschlands. Die Pandemie, die digitale Transformation sowie die Konvergenz ganzer Branchen stellen die Wirtschaft vor Herausforderungen. Unternehmer, die erfolgreich durch diese stürmischen Zeiten steuern, leisten ganz besondere Arbeit. Mit dem „EY Entrepreneur Of The Year“ werden diese Leistungen hervorgehoben und sichtbar gemacht.

Die Gewinner werden bei einem hybriden Event in Berlin, also sowohl vor Ort in der Verti Music Hall als auch digital, am 04. November 2021 bekannt gegeben. Zudem werden die Ehrenpreise für außergewöhnliches wissenschaftliches und gesellschaftliches Engagement, sowie für außergewöhnliches unternehmerisches und gesellschaftliches Engagement verliehen.

36 Unternehmen haben es in diesem Jahr ins Finale des Wettbewerbs geschafft. Einer der Finalisten ist Heiner Wemhöner. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Sie gibt uns allen zusätzlichen Ansporn“, kommentiert Heiner Wemhöner, Geschäftsführender Gesellschafter der Wemhöner Surface Technologies das Erreichen der Finalrunde. Verliehen werden die Auszeichnungen in den Kategorien „Familienunternehmen“, „Innovation“, „Nachhaltigkeit“ sowie „Junge Unternehmen“. Einer der Gewinner wird Deutschland beim „EY World Entrepreneur Of The Year“ 2022 in Monaco vertreten.

Nach den Beurteilungskriterien Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, Innovation, Transformation, Mitarbeiterführung und gesellschaftliche Verantwortung wählt eine unabhängige Jury namhafter Experten die Preisträger.

Das „Entrepreneur Of The Year“-Programm wurde 1986 von EY in den USA ins Leben gerufen. Seither hat sich der Wettbewerb in 60 Ländern etabliert und gehört zu den weltweit renommiertesten Unternehmerpreisen.

„Tech Together – Woodworking Competence“ 2021

Macht Lust auf mehr

Live vor Ort sein, mit Neuheiten, Beratung und Bewirtung – das hat tatsächlich anlässlich der ersten und mit etwa 2,5 Monaten Vorlaufzeit eher kurzfristig aus dem Boden „gestampften“ Maschinenhausmesse „Tech Together – Woodworking Competence“ in Ostwestfalen vom 27. bis zum 29. September sehr gut geklappt. Natürlich unter Einhaltung aller vor Ort derzeit gültigen Hygienevorschriften. Bei allen Beteiligten, also Heesemann, Heinrich Kuper, Hymmen, Koch Technology, Lehbrink Spezialmaschinen, MB Maschinenbau, Venjakob Maschinenbau, Wehrmann Holzbearbeitungsmaschinen und Hesse als Mitaussteller bei Venjakob gab es die Möglichkeit, Inhalten auch digital zu folgen, allerdings überwog überall das Besucherinteresse, endlich wieder „real“ Maschinen zusehen. Zugegeben: Es schoben sich keine Menschenmassen durch die verschiedenen Unternehmensstandorte. Das hat aber sicherlich auch keiner erwartet nach etwa 1,5 Jahren Pandemie und diversen Einschränkungen. Und dennoch zeigten sich die Firmen durchweg alle zufrieden, denn die „Tech Together“ hat spürbar für einen „Interessen-Peak“ geführt.

„Einiges war aufgrund der Kürze der Zeit etwas mit der heißen Nadel gestrickt“, erklärt beispielsweise Kuper-CEO Gerd Meurer. Und meint damit vor allem die Halle in Rietberg, die kurzerhand neu gestrichen und in einen Showroom verwandelt wurde, um alle Bereiche mit den Eigenentwicklungen für die Furnierverarbeitung, den Sondermaschinenbau und die Handelsware angemessen zu präsentieren. Was aber durchaus gut gelungen ist und sicherlich weiterhin Bestand haben wird.

Auch Ronald Busch, Inhaber und Geschäftsführer bei MB Maschinenbau, der gemeinsam mit seinen Söhnen Jannik und Jonas vielen interessanten Gesprächspartnern die Maschinen für den perfekten Schliff von Holzoberflächen präsentierte, freut sich über den Ersterfolg. „Wir müssen mit den Teilnehmern sicherlich noch einmal über den Zeitpunkt sprechen. Wir hatten angenommen, direkt nach den Möbelhausmessen hier in der Region wäre ein idealer Zeitpunkt. Aber vielleicht war es letztlich sogar ein Hemmschuh, denn nach der langen Pandemiezeit ist kaum noch jemand daran gewöhnt, so viel und lange unterwegs zu sein. Vielleicht sollten wir lieber ,entzerren‘ oder genau den gleichen Zeitpunkt wählen. Das werden wir miteinander diskutieren.“

Auf jeden Fall gab es Firmen, an den drei Hausmessetagen knapp 150 Gäste begrüßen durften. Hymmen beispielsweise konnte im Vorfeld über rund 100 Besucher registrieren. Etwa die Hälfte davon pickte sich den ersten Veranstaltungstag heraus, denn an diesem Tag gab es eine Vorstellung der strategischen Partnerschaft von Hymmen und I4F durch die beiden Geschäftsführer Dr. René Pankoke und John Rietveldt.

Alle Teilnehmer der ersten „Tech Together“ werden sicher beratschlagen, wie es trotz wieder anlaufenden Messen im Jahr 2022 mit der „Tech Together – Woodworking Competence“ weitergehen soll. Zumal die Liste potenzieller Maschinenhersteller in Ostwestfalen, zu denen dieses Konzept ebenfalls passen könnte, bei weitem noch nicht zu Ende ist. Es gab sogar mögliche weitere Teilnehmer, die allerdings mit ihren eigenen Marketingbestrebungen um eine individuelle Hausmesse so weit vorangeschritten waren, dass es für 2021 keinen gemeinsamen Weg geben konnte. Das dürfte sich in Zukunft ändern. Denn eins ist klar: Gemeinsam sind alle Beteiligten stärker, üben deutlich mehr Strahlkraft auf potenzielle Besucher aus.

Einen Eindruck der Hausmesse an den verschiedenen Unternehmensstandorten bekommen Sie mit unserer kleinen Bilderstrecke. Einfach auf das Startbild klicken. Den kompletten Nachbericht lesen Sie in der Ausgabe „möbelfertigung“ 07/2021, die Anfang November erscheint.

Gerald Böse: „Die ZOW findet statt!“

Vom 8. bis 10. Februar 2022 geht die „ZOW“ an den Start, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Koelnmesse Gerald Böse deutlich betont. „Wir hören zurzeit immer wieder Fragestellungen wie: Machen die Kölner tatsächlich eine ,ZOW‘ im Februar 2022? Dazu habe ich einen klaren Standpunkt. Wir stehen zur ,ZOW 2022‘ und werden in diese Messe investieren und sie nicht von einzelnen unternehmerischen Entscheidungen abhängig machen,“ so Böse.

Deshalb laufen auch die Vorbereitungen für diesen wichtigen Branchentreff nach zwei Jahren Zwangspause für Messen zurzeit auf Hochtouren. Dabei stimmen die ersten Kennzahlen das Team rund um Matthias Pollmann und Maik Fischer optimistisch. „Ich bin der festen Überzeugung, dass von der nächsten ,ZOW‘ ein starkes Signal für die Innovationskraft der Industrie in den europäischen Markt gehen wird. Die ersten Prognosen für die Veranstaltung sind positiv, aber geben noch kein Anlass zur Euphorie,“ so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement. „Wir bauen darauf, dass noch mehr Unternehmen mit ihrer Teilnahme an der ,ZOW‘ ein klares Signal für eine starke Ordermesse der Zulieferindustrie im Herzen der deutschen Möbelindustrie geben werden.“

Sara Armbruster wird President und CEO

Steelcase Inc. hat bekannt gegeben, dass Sara Armbruster die Nachfolge von Jim Keane als President und CEO von Steelcase antritt. Keane, der vorab seine Absicht, im Januar 2022 in Pension zu gehen, verkündet hatte, bleibt bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Unternehmens.

Sara Armbruster bringt mehr als zwei Jahrzehnte an Erfahrung in den Bereichen Strategische Unternehmensführung und Business Innovation in ihre neue Rolle ein. Seit sie 2007 zu Steelcase kam, übernahm Armbruster die Aufsicht zahlreicher Geschäftsbereiche, unter anderem Steelcase Education, Steelcase Health sowie die Leitung der PolyVision Corporation. Armbruster hat als Führungskraft etliche Male bewiesen, dass sie Wachstum und Innovation durch strategisches, ergebnisorientiertes Management voranbringen kann. Zu ihren vielschichtigen Verantwortlichkeiten gehörten die Leitung der globalen IT-Abteilung, globale Designforschung, die Entwicklung und Anwendung neuer Geschäftsmodelle und die Leitung der Covid-19-Projektgruppe im Rahmen der Krisenbewältigung.

„Saras Führungserfahrung und ihre Sachkenntnis im Bereich des nutzerorientierten Designs machen sie zur idealen Besetzung für den Posten des Steelcase CEO“, erläutert Rob Pew, Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Steelcase. „Sie hat die außergewöhnliche Fähigkeit, Entwicklungen vorherzusehen. Genau das benötigen unsere Kunden jetzt, da sie sich intensiv damit befassen, wie sich die Veränderungen der Arbeit und Arbeitsumgebungen der letzten zwei Jahre auswirken. Sara baut auf der starken Grundlage, die Jim Keane gelegt hat, auf und wird unser beispielhaftes globales Management-Team beim Aufbruch in eine neue Ära von Steelcase führen.“  

„Ich fühle mich geehrt, dass ich Steelcase beim Beginn eines neuen Kapitels für unser Unternehmen anleiten darf“, sagt Armbruster. „Unternehmen befassen sich mit neuen Arbeitsformen und unsere Kunden verlassen sich diesbezüglich auf uns als Ansprechpartner. Wir sind davon überzeugt, dass das Büro weiterhin einen der wichtigsten Grundpfeiler für Kultur und Innovation darstellt – und wir sind überzeugt davon, dass es möglich ist, eine bessere Arbeitsumgebung und -atmosphäre zu erschaffen, ganz nach unserem Motto ‚Better is Possible‘. Es ist unser wichtigstes Anliegen, unsere Kunden dabei zu unterstützen, die Arbeit und das Klima in ihrem Unternehmen zu verbessern – unabhängig davon, wie und wo die Arbeit stattfindet.”

Als CEO wird Armbruster den Fokus auf globale Wachstumsstrategien legen, um den sich permanent ändernden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Sie wird außerdem weiterhin das langjährige Engagement des Unternehmens in den Bereichen Umweltschutz, Gesellschaft und Unternehmensführung aktiv unterstützen. Steelcase hat vor kurzem den Impact Report 2021 herausgebracht. In dem Report des Unternehmens werden die Erfolge und Fortschritte in diesen Bereichen dargestellt und erläutert sowie weitere Ziele vorgestellt, die sich das Unternehmen gesetzt hat, um auch in Zukunft seinen Einfluss für gute Zwecke zu nutzen.

„In unserem Unternehmen ist gerade eine unglaubliche Energie spürbar“, erklärt Armbruster. „Wir bündeln unser Engagement, behalten unsere strategischen Ziele stets im Blick und sind gut vorbereitet, um unsere Kunden in aller Welt zu unterstützen. Ich kann mir keine bessere und interessantere Zeit vorstellen, um die Rolle des CEO zu übernehmen.“

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – 100.000 qm der „Xylexpo“ schon belegt

Im Rahmen der aktuell in Mailand laufenden „Emo“ nahmen sich die Veranstalter des neuen Messedoppels „Xylexpo“ und „Bi-Mu“ die Zeit für einen Pressekonferenz, um über den „Stand der Dinge“ zu sprechen. Die Erste am Mikrofon war Barbara Colombo, President Ucimu-Sistemi per Produrre, also des italienischen Verbands der Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern, Automatisierungssystemen und Zusatzprodukten (NC, Werkzeuge, Komponenten, Zubehör). Colombo präsentierte vor allem Zahlen – unterstrich beispielsweise die Bedeutung der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen auf dem Weltmarkt. Sowohl im Produktionsvolumen, als auch in der Exportstatistik liegen die Italiener auf einem im weltweiten Vergleich sehr guten vierten Platz nach China, Deutschland und Japan. Hauptabnehmermärkte für die italienischen Maschinen sind China, die USA und Deutschland. Interessant wurde es dann bei dem Ausblick auf die zu erwartenden Ergebnisse im Jahr 2021, die laut Colombo dann auch Auswirkungen auf das Messedoppel „Xylexpo“ und „Bi-Mu“ vom 12. bis zum 15. Oktober 2022 haben dürften: Sowohl die Produktionsmengen, als auch die Exporte ziehen im zweistelligen Bereich an, verglichen mit 2020. Und liegen dann bereits wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Pandemie im Jahr 2019. „Wir glauben fest daran, dass das die Messen im Oktober beflügeln wird“, so die Verbandspräsidentin. „Und die Menschen wollen wieder Messen. Das erleben wir aktuell hier auf der ,Emo‘ mit vollen Hallen und Stau auf der Anfahrt zum Messegelände.“

Luigi De Vito, Präsident des Acimall, teilte die Meinung Colombos, dass die gute Auftragssituation einen positiven Einfluss auf die Messen haben wird. „Wir hatten ein tolles erstes Quartal hier in Italien“, so De Vito, „der Auftragszuwachs betrug knapp über 100 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2020. Aus dem Inland ermittelte der Verband für seine Mitglieder einen Anstieg um 88,7 Prozent, aus dem Ausland um über 190 Prozent.“ Wobei hier nicht vergessen werden darf, dass gerade der Export mit der Corona-Pandemie, die relativ früh im ersten Quartal unter anderem in Norditalien ihren Ausbruch nahm, enorm eingebrochen ist. Dennoch machen die Zahlen natürlich Mut für ein gutes Messejahr 2022. „Aktuell dämpft die schwierige Rohstoffverfügung die Euphorie. Und schlägt sich auch in steigenden Preisen nieder. Das sollte sich aber bis in einem Jahr bis zum Messedoppel abgeschwächt haben“, so De Vito. Grundsätzlich sei die Auftragslage aber derart gut, dass das Endergebnis in 2021 von italienischen Holzbearbeitungsmaschinen und Werkzeugproduzenten sehr deutlich über den Ergebnissen von 2017 bis 2020 liegen dürften. Der Acimall rechnet mit einem Produktionsergebnis von etwa drei Mrd. Euro. Luigi De Vito ging in seinem Vortrag auf das neue Datum der „Xylexpo“ ein: „Wir haben uns in der Corona-Pandemie viele Gedanken zu der ,Xylexpo‘ gemacht, denn die weltweite Situation hat sämtliche Messekalender durcheinandergebracht. Zudem kam die Idee, mit der ,Bi-Mu‘ zusammen zu veranstalten. Ergänzend dazu haben wir wichtige Aussteller aus dem In- und Ausland befragt. Und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Herbsttermin besser zum Innovationszyklus vieler Unternehmen passt. Zudem sind wir dann im europäischen Messekalender entzerrt von anderen Events, bei denen ebefalls Maschinen präsentiert werden und die ,Xylexpo‘ kann in den gerade Jahren DAS Messehighlight werden im Schulterschluss mit der ,Bi-Mu‘.

Auf besonders viele Besucher hofft auch Alfredo Mariotti, General Manager der „Bi-Mu“. Die Besucher der Messe haben nun doppelt Grund zu kommen. Denn viele, die sich für neue Holzbearbeitungsmaschinenkonzepte interessieren, die zielen auch auf eine hochgradige Automation. Und dafür steht die ,Bi-Mu‘“, so Mariotti. Auch er bekräftigt noch einmal die gute Prognose für das Jahr 2022. „Bis dahin dürften einige Bestrebungen der Regierung greifen, beispielsweise um die Rohstofflage zu entspannen.“ In Summe also alles sehr gute Vorzeichen. „wir planen eine Speakers Corner für Vorträge und eine Sonderfläche für alles rund um Robotik. Das dürfte sowohl traditionelle ,Xylexpo‘, als auch ,Bi-Mu‘ Besucher anziehen. Wir gehen davon aus, dass sich die Aufenthaltsdauer auf dem Messegelände insgesamt verlängern wird. Zudem werden durch die veränderte Bandbreite des Messeportfolios auch noch mehr potenzielle Aussteller angesprochen.“

Als letzter ergriff Dario Corbetta, General Manager der „Xylexpo“ auf der heutigen Pressekonferenz das Wort. „Wir freuen uns auf die nächste ,Xylexpo‘ – im Schulterschluss mit einer solch passenden andern Messe wie der ,Bi-Mu‘. Schon jetzt sind über 10.000 Quadratmeter Fläche von der ,Xylexpo‘ verkauft. Über 100 Aussteller sind dabei und unterstreichen, dass sie auf diese Messeplattform setzen, auch mit dem neuen Datum. Der Frühbucherrabatt läuft noch bis zum Jahresende 2021. Und: Wir haben die Messegebühren nicht erhöht. Die Preise sind identisch mit dem Jahr 2020. Was daran liegt, dass die Messe dem Verband gehört – und nicht einer Messegesellschaft. Es geht also nicht um möglichst viel Profit. Sondern darum, dass die Teilnehmer optimale Bedingungen für ihre Geschäfte vorfinden. Wir rechnen mit etwa 100.000 Besuchern im Oktober 2022.“ Die Aufteilung auf dem Messegelände soll folgendermaßen aussehen: Die „Xylexpo“ belegt die Hallen 14, 18, 22 und 24. Während die „Bi-Mu“ in den gegenüberliegenden Hallen 9, 11, 13 und 15 angesiedelt ist. Die Anordnung soll für einen guten Besucherstrom bei beiden Messen führen, aber genauso den Besuch der jeweils anderen Messe ermöglichen. Corbetta gibt sich optimistisch: „Wir glauben daran, dass die neue ,Xylexpo‘ eine führende Veranstaltung sein wird.“

Beteiligt sich zu 50 Prozent an Fine Decor

Schattdecor baut mit einer 50-prozentigen Beteiligung an Fine Decor sein Portfolio aus. Durch den Zusammenschluss setzen die Unternehmen auf die Symbiose aus langjähriger Dekor- und Designkompetenz und einem innovativen, nachhaltigen Substrat in Form von recycelter PET-Folie. „Wir schließen uns zusammen, um der Branche ein einzigartiges, zukunftsträchtiges und nachhaltiges Produkt zu bieten, welches innovative Lösungen für anspruchsvolle Kundenbedürfnisse bietet“, heißt es aus der Geschäftsführung beider Unternehmen.

Fine Decor produziert und veredelt nachhaltige Uni-Lacklaminatoberflächen auf PET-Basis für die Küchen- und Möbelindustrie. Dabei hat der Dekorfolienhersteller eine eigene Technologie mit Fertigungskreislauf entwickelt, die es ermöglicht aus dem recycelten Material eine unifarbene oder mit Dekordruck versehende Möbeloberfläche herzustellen. Selbst Ausschuss wird in den eigenen Herstellungsprozess zurückgeführt und vollständig verarbeitet. Die nachhaltige Oberfläche ist elastisch und feuchtigkeitsresistent und bietet aufgrund ihrer Zusammensetzung eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Tiefziehfolien.

Schattdecor erweitert damit sein Produktportfolio im Bereich der Finished Surfaces und kann künftig auch Folien auf PET-Basis bedrucken und veredeln. Das erste gemeinsame Produkt wird von beiden Unternehmen unter dem Namen „Fineflex“ vermarktet.

Auf der Seite des Folienherstellers Fine Decor ist man euphorisch hinsichtlich der nächsten geplanten, gemeinsamen Schritte und künftiger Projekte. Hasan Sekmann, Firmengründer von Fine Decor: „Es ist eine Bereicherung für uns, einen Partner wie Schattdecor an unserer Seite zu wissen, der wie wir eine Vision von Wachstum, Fortschritt und innovativen Entwicklungen mit nachhaltigem Mehrwert hat. Mit unserer europäischen Produktion sichern wir unseren Kunden stabile Lieferketten und sind durch diese lokale Wertschöpfung ein verlässlicher Partner für die Möbelindustrie. Gemeinsam können wir die Zukunft gestalten. Und das wortwörtlich, denn hier treffen Designexpertise, modernste Technologien und Erfindergeist aufeinander, gepaart mit Leidenschaft, Motivation und einem über die Jahre aufgebauten Netzwerk.“

 „Durch unsere Partnerschaft mit Fine Decor investieren wir weiter in unsere Mission ‚One Source. Unlimited Solutions‘“, ergänzt Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG. „Wir bieten zeitgemäße, innovative Lösungen ‚made in Germany‘ und stärken uns gegenseitig mit unserer Expertise und unserem bestehenden Netzwerk. Mit Fine Decor haben wir einen Partner gefunden, der unsere Leidenschaft für Mensch und Produkt und unsere Vision von der Zukunft teilt.“

„Das ist genau das, was es jetzt in der Branche braucht“, so Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing. „Mit dieser Symbiose bedienen wir beides: den Bedarf nach Pressemitteilung erstklassiger Druckqualität, gepaart mit angesagtem Design und einem recycelten Substrat, welches den immer weiter steigenden Umweltansprüchen in Europa gerecht wird. Mit unseren hauseigenen Entwicklungen und Produktneuheiten auf umweltfreundlichen, formaldehydfreien Thermoplasten haben wir bestimmt, wohin die Reise für uns gehen soll. Jetzt machen wir den nächsten Schritt in Richtung Zukunft“, führt Küchen weiter aus.

Frank Schumacher, Vorstand Vertrieb schließt an: „Der Markt ist bereit für neue, nachhaltig produzierte Oberflächen. Die Suche nach alternativen Substraten zum überwiegend papierbasierten Dekorgeschäft beschäftigt uns bei Schattdecor schon einige Zeit. Mit Hasan Sekmann und seinem Team bei Fine Decor haben wir nun den perfekten Partner für die Umsetzung unserer Produktstrategie gefunden.“

Der Folienhersteller Fine Decor wurde 2004 gegründet und zählt im Bereich der Lacklaminate zu einem der führenden Unternehmen in seiner Branche. Das Unternehmen hat mittlerweile Kunden in über 20 Ländern weltweit.

Neuer Vorstand gewählt

Mit einem richtungsweisenden Programm fand am 24. September 2021 die diesjährige Herbstversammlung des Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) in Meßstetten-Tieringen statt. Eingeladen hatte die Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG. Themen waren die Digitalprojekte des Verbands und die Vorbereitung der „Orgatec“ 2022. Zunächst stand jedoch die turnusgemäße Neuwahl des IBA-Vorstands auf der Agenda.

Weil Hendrik Hund von Hund Möbelwerke nach fast 20 Jahren nicht mehr für den Vorsitz des Gremiums kandidierte, musste auch die Spitze der Branchenvertretung neu besetzt werden. Einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde sein bisheriger Stellvertreter Helmut Link von Interstuhl.

„Nach so vielen Jahren an der Spitze des Vorstands wird es Zeit für Veränderungen“, erklärte Hendrik Hund seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Vorsitz des Branchenverbands. In seine Amtszeit, die 1992 begann, fielen mit den Krisen der 2000er-Jahre und der Corona-Pandemie auch schwierige Zeiten. Trotzdem gelang es ihm und seinen Vorstandskollegen immer wieder, die gemeinsame Verbandsarbeit und damit die Branche zu stärken. Unter Führung Hendrik Hunds wurden das Aktions- und Themenspektrum des Verbands erweitert und der Wandel der „Orgatec“ von einer Produkt- zur Themenmesse vorangetrieben. Im Jahr 2006 wurde mit der Einführung der Quality Office-Zertifizierungen ein Zeichen für Qualität gesetzt.

2018 folgte mit dem FEMB-Nachhaltigkeitsstandard und dem europäischen LEVEL-Zertifizierung ein klares Bekenntnis der Branche zu den Grundsätzen nachhaltigen Handelns. Mit den New Work Order-Studien und dem Blick auf den Arbeitsplatz als Faktor der Arbeitgeberattraktivität kamen neue Themen hinzu, was schließlich im Jahr 2016 zur Umbenennung der Branchenvertretung von Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel in Industrieverband Büro und Arbeitswelt resultierte. Seither konzentrierten sich die IBA-Vorstände auf Digitalisierungsthemen.

Mit Blick auf den Verbandsvorsitz Hendrik Hunds schließt sich damit ein Kreis. Bereits in den 1990er-Jahren, zu Beginn seiner Amtszeit, ging es darum, technische Lösungen für gemeinsame Aufgaben zu entwickeln. Das Ergebnis war der heute noch richtungsweisende Datenstandard OFML (Office Furniture Modelling Language).

Einstimmig zum Vorsitzenden des IBA gewählt wurde Helmut Link (Interstuhl). Mit den Worten „Ich bin stolz, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen die Erfolgsgeschichte des Verbandes weiterschreiben zu dürfen und verspreche, mich tatkräftig, besonnen und klug für die Weiterentwicklung des IBA einzusetzen“ dankte er für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Zu seinen Stellvertretern wurden Philipp Müller (VS) und Hendrik Hund benannt, der so die Verbandsarbeit auch in Zukunft aktiv unterstützen wird.

Dirk Aßmann (Assmann) und Dr. Jochen Ihring (Dauphin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt wurden Dr. Roman Ehrhardt (Vitra), Anton Flechtner (Vario), Hartmut Hagemann (König + Neurath), Maik Hänel (Haworth), Daniel Kittner (Sedus) und Thomas Schmeer (Viasit). Auch ihre Wahl erfolgte einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen. Die Amtszeit beträgt satzungsgemäß zwei Jahre.

Im Anschluss an die Vorstandswahlen dankte Helmut Link noch einmal seinem Vorgänger im Amt und überreichte ihm in Würdigung seiner Verdienste um das Wohl der Branche die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden des IBA.

Im Zentrum des zweiten Teils der Mitgliederversammlung standen die Projekte, welche die IBA-Mitlieder unter Führung der neu gewählten Vorstände angehen wollen. Lag die Herausforderung in früheren Jahren noch darin, Büroeinrichtungen im Bewusstsein der Entscheider zu verankern, sind die Wahl und die Gestaltung der Arbeitsplätze durch Corona und den vielfachen Umzug ins Homeoffice in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit getreten. „Nun gilt es, die Sichtbarkeit des Verbandes und seinen Einfluss auf internationaler Ebene zu vergrößern“, betonte Helmut Link. Dafür arbeiten der IBA und seine Mitglieder seit geraumer Zeit an einer gemeinsamen Kompetenzplattform.

Diese wird das derzeitige Angebot des IBA Forums professionalisieren und durch zusätzliche Angebote erweitern. Für den Erfolg werden Beiträge der Geschäftsstelle sowie Showrooms und andere Angebote der IBA-Mitglieder zu einem Gesamtpakt verwoben. Starten soll die neue Plattform im kommenden Frühsommer.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die „Orgatec“ 2022. Für die Koelnmesse präsentierten Matthias Pollmann (Vice President Trade Fair Management) und Thomas Postert (Director „Orgatec“) den Stand der Planungen für das nach wie vor wichtigste Branchenevent. Dabei sprachen sie praktische Fragen wie die automatisierte Zugangskontrolle mittels einer eigens von der Koelnmesse entwickelten App an und gaben Einblicke in die Planung des Rahmenprogramms sowie in die Möglichkeiten, die Vor-Ort-Aktivitäten der Aussteller durch digitale Präsenzen zu verlängern.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung nutzten die Verbandsmitglieder die Möglichkeit, Produktion und Ausstellungsräume der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG zu besichtigen. Dass das Verbandstreffen am Firmensitz des neu gewählten Verbandsvorsitzenden stattfand, war indes ein, wenn auch schöner, Zufall. Das IBA-Mitgliedsunternehmen Interstuhl hatte bereits im Jahr 2020 zur Besichtigung ihrer Räumlichkeiten in Meßstetten-Tieringen und einer Vorabendveranstaltung in dem von den Architekten Werner Sobek und Helmut Jahn geplanten und realisierten TK-Elevator-Testturm in Rottweil eingeladen.

Aufgrund der seinerzeit herrschenden Corona-Situation musste die Einladung aber verschoben werden. Nun war das Treffen dank Schutzimpfungen und ergänzender Tests doch möglich geworden.

Innovationen zum Anfassen

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Lange waren Kundenkontakte und Produktpräsentationen nur auf virtueller ­beziehungsweise digitaler Basis möglich. Nun veranstaltete DekoraPur, vor dem Hintergrund der aktuellen Lockerungen, ein spannendes Kundenevent und traf ­dabei mit seinem Motto „Innovationen zum Anfassen“ voll ins Schwarze.

Viele Kunden und Interessenten aus den Bereichen Plattenhersteller, Möbelindustrie und Fachhandel folgten der Einladung von DekoraPur nach Barsinghausen und informierten sich bei Fachvorträgen, Fachgesprächen und Rundgängen durch die Fertigung über die Möglichkeiten und Neuheiten der innovativen Oberflächenveredelung mit der „Kleiberit HotCoating-Technologie“.
So konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im laufenden Anlagenbetrieb – ­natürlich unter Beachtung notwendiger Hygienemaßnahmen – alle Vorteile und die vielfältigen positiven Eigenschaften der veredelten Oberflächen, das Qualitätsmanagement, sowie die professionelle und kundenbezogene Prozess­planung erleben. Aufgeteilt in jeweils kleinere Gruppen gab es darüber hinaus Möglichkeiten zum intensiven fachlichen Gesprächsaustausch beziehungsweise zu individuellen Fragen.

Im neu eingerichteten Präsentations- und Schulungsraum wurde die Vielfalt der Oberflächenangebote, sowohl im Standard als auch ganz besonders innovative und ­individuelle Kundenlösungen präsentiert. Dabei standen die neuesten Supermattelemente „Pure.Perfect.Matt“ und die absolut bestechenden Hochglanz­elemente „Pure.Brilliant.Gloss“ sowie ­neueste Materialien für die Bad- und Feuchtraum­sanierung ganz besonders im Fokus.
Dass die „HotCoating-Technologie“ nicht nur im Innenbereich, sondern auch im Außenbereich für Fassadenelemente und Terrassendielen Anwendung findet, weckte zudem die Neugier von Architekten und entsprechender Lieferanten für diesen Bereich.

Kein Wunder, dass beide Tage absolut ausgebucht waren. Zum Abschluss konnten alle Teilnehmer noch die neu konfektionierte Präsentationsmappe entgegennehmen, bestückt mit den neuesten innovativen Oberflächen­elementen zur Auswahl und Verwendung zukünftiger Projekte.
Mehr Infos: www.dekorapur.com