Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – 100.000 qm der „Xylexpo“ schon belegt
Im Rahmen der aktuell in Mailand laufenden „Emo“ nahmen sich die Veranstalter des neuen Messedoppels „Xylexpo“ und „Bi-Mu“ die Zeit für einen Pressekonferenz, um über den „Stand der Dinge“ zu sprechen. Die Erste am Mikrofon war Barbara Colombo, President Ucimu-Sistemi per Produrre, also des italienischen Verbands der Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern, Automatisierungssystemen und Zusatzprodukten (NC, Werkzeuge, Komponenten, Zubehör). Colombo präsentierte vor allem Zahlen – unterstrich beispielsweise die Bedeutung der italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen auf dem Weltmarkt. Sowohl im Produktionsvolumen, als auch in der Exportstatistik liegen die Italiener auf einem im weltweiten Vergleich sehr guten vierten Platz nach China, Deutschland und Japan. Hauptabnehmermärkte für die italienischen Maschinen sind China, die USA und Deutschland. Interessant wurde es dann bei dem Ausblick auf die zu erwartenden Ergebnisse im Jahr 2021, die laut Colombo dann auch Auswirkungen auf das Messedoppel „Xylexpo“ und „Bi-Mu“ vom 12. bis zum 15. Oktober 2022 haben dürften: Sowohl die Produktionsmengen, als auch die Exporte ziehen im zweistelligen Bereich an, verglichen mit 2020. Und liegen dann bereits wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Pandemie im Jahr 2019. „Wir glauben fest daran, dass das die Messen im Oktober beflügeln wird“, so die Verbandspräsidentin. „Und die Menschen wollen wieder Messen. Das erleben wir aktuell hier auf der ,Emo‘ mit vollen Hallen und Stau auf der Anfahrt zum Messegelände.“
Luigi De Vito, Präsident des Acimall, teilte die Meinung Colombos, dass die gute Auftragssituation einen positiven Einfluss auf die Messen haben wird. „Wir hatten ein tolles erstes Quartal hier in Italien“, so De Vito, „der Auftragszuwachs betrug knapp über 100 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2020. Aus dem Inland ermittelte der Verband für seine Mitglieder einen Anstieg um 88,7 Prozent, aus dem Ausland um über 190 Prozent.“ Wobei hier nicht vergessen werden darf, dass gerade der Export mit der Corona-Pandemie, die relativ früh im ersten Quartal unter anderem in Norditalien ihren Ausbruch nahm, enorm eingebrochen ist. Dennoch machen die Zahlen natürlich Mut für ein gutes Messejahr 2022. „Aktuell dämpft die schwierige Rohstoffverfügung die Euphorie. Und schlägt sich auch in steigenden Preisen nieder. Das sollte sich aber bis in einem Jahr bis zum Messedoppel abgeschwächt haben“, so De Vito. Grundsätzlich sei die Auftragslage aber derart gut, dass das Endergebnis in 2021 von italienischen Holzbearbeitungsmaschinen und Werkzeugproduzenten sehr deutlich über den Ergebnissen von 2017 bis 2020 liegen dürften. Der Acimall rechnet mit einem Produktionsergebnis von etwa drei Mrd. Euro. Luigi De Vito ging in seinem Vortrag auf das neue Datum der „Xylexpo“ ein: „Wir haben uns in der Corona-Pandemie viele Gedanken zu der ,Xylexpo‘ gemacht, denn die weltweite Situation hat sämtliche Messekalender durcheinandergebracht. Zudem kam die Idee, mit der ,Bi-Mu‘ zusammen zu veranstalten. Ergänzend dazu haben wir wichtige Aussteller aus dem In- und Ausland befragt. Und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Herbsttermin besser zum Innovationszyklus vieler Unternehmen passt. Zudem sind wir dann im europäischen Messekalender entzerrt von anderen Events, bei denen ebefalls Maschinen präsentiert werden und die ,Xylexpo‘ kann in den gerade Jahren DAS Messehighlight werden im Schulterschluss mit der ,Bi-Mu‘.
Auf besonders viele Besucher hofft auch Alfredo Mariotti, General Manager der „Bi-Mu“. Die Besucher der Messe haben nun doppelt Grund zu kommen. Denn viele, die sich für neue Holzbearbeitungsmaschinenkonzepte interessieren, die zielen auch auf eine hochgradige Automation. Und dafür steht die ,Bi-Mu‘“, so Mariotti. Auch er bekräftigt noch einmal die gute Prognose für das Jahr 2022. „Bis dahin dürften einige Bestrebungen der Regierung greifen, beispielsweise um die Rohstofflage zu entspannen.“ In Summe also alles sehr gute Vorzeichen. „wir planen eine Speakers Corner für Vorträge und eine Sonderfläche für alles rund um Robotik. Das dürfte sowohl traditionelle ,Xylexpo‘, als auch ,Bi-Mu‘ Besucher anziehen. Wir gehen davon aus, dass sich die Aufenthaltsdauer auf dem Messegelände insgesamt verlängern wird. Zudem werden durch die veränderte Bandbreite des Messeportfolios auch noch mehr potenzielle Aussteller angesprochen.“
Als letzter ergriff Dario Corbetta, General Manager der „Xylexpo“ auf der heutigen Pressekonferenz das Wort. „Wir freuen uns auf die nächste ,Xylexpo‘ – im Schulterschluss mit einer solch passenden andern Messe wie der ,Bi-Mu‘. Schon jetzt sind über 10.000 Quadratmeter Fläche von der ,Xylexpo‘ verkauft. Über 100 Aussteller sind dabei und unterstreichen, dass sie auf diese Messeplattform setzen, auch mit dem neuen Datum. Der Frühbucherrabatt läuft noch bis zum Jahresende 2021. Und: Wir haben die Messegebühren nicht erhöht. Die Preise sind identisch mit dem Jahr 2020. Was daran liegt, dass die Messe dem Verband gehört – und nicht einer Messegesellschaft. Es geht also nicht um möglichst viel Profit. Sondern darum, dass die Teilnehmer optimale Bedingungen für ihre Geschäfte vorfinden. Wir rechnen mit etwa 100.000 Besuchern im Oktober 2022.“ Die Aufteilung auf dem Messegelände soll folgendermaßen aussehen: Die „Xylexpo“ belegt die Hallen 14, 18, 22 und 24. Während die „Bi-Mu“ in den gegenüberliegenden Hallen 9, 11, 13 und 15 angesiedelt ist. Die Anordnung soll für einen guten Besucherstrom bei beiden Messen führen, aber genauso den Besuch der jeweils anderen Messe ermöglichen. Corbetta gibt sich optimistisch: „Wir glauben daran, dass die neue ,Xylexpo‘ eine führende Veranstaltung sein wird.“












