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Autor: Möbelfertigung

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2021

Die Bilderstrecke zur Veranstaltung mit neuem Konzept

Holzwerkstoffe, die Strom leiten; Systeme zur Werkerführung; neuartige Werkstoffzusammenstellungen; Beschläge, die geklebt werden: Die „Internationalen Möbeltage Dresden“ boten ein tolles Spektrum an Forschungsinhalten, die die Möbelproduktion von morgen beeinflussen werden. Insgesamt acht renommierte Studieneinrichtungen präsentierten am 08. und 09. November im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden „Forschung an der Schwelle zur Praxis“. Abgerundet wurde die Veranstaltung am ersten Konferenztag durch drei Keywords aus den Bereichen Onlinehandel, Innovationsschutz und „New Work“.

Die live anwesenden Teilnehmer (2G-Regelung) und digital zugeschalteten Streamer hatten zudem die Chance mit allen Referenten in vielen Netzwerkpausen und einem geselligen Abend in den „Wenzel Prager Bierstuben“ in einen engen Austausch zu treten, was auch rege genutzt wurde. Klicken Sie einfach auf das Foto zum starten der Bilderstrecke zur Veranstaltung.

Wir bedanken uns besonders bei unseren Sponsoren, ohne die das Event nicht möglich gewesen wäre: Blum, Hettich, Homag, IHD, Imm Cologne, Kleiberit, Leuco, OE Electrics und Priess+Horstmann.

Die nächsten „Internationalen Möbeltage Dresden“ sind für das Frühjahr 2023 in Vorbereitung.

BSH

Mehrheit würde mehr für nachhaltige Produkte zahlen

Dass Nachhaltigkeit als Topthema immer mehr Relevanz auch für Hausgeräte gewinnt, ist weithin bekannt. Mit einer YouGov-Umfrage hat die BSH jetzt in elf Ländern Verbraucher nach einzelnen Kriterien befragt.

Grundsätzlich liegen die Deutschen im Europavergleich eher im Mittelfeld, wenn es um nachhaltige Produkte bei ihrer Kaufentscheidung geht. In Italien sind es 77 Prozent und in Spanien 79 Prozent fast doppelt so viele. Jedoch ist Nachhaltigkeit für Deutsche wichtiger bei Hausgeräten (67 Prozent) als bei Kleidung (57 Prozent), Mobilität (53 Prozent) und Einrichtungsgegenständen (53 Prozent). Nur bei Lebensmitteln (72 Prozent) spielt Nachhaltigkeit eine größere Rolle. Immerhin vier von fünf informieren sich vor oder während des Kaufs darüber, wie nachhaltig ihr neues großes Hausgerät ist.

Lebensdauer und Qualität (81 Prozent), Funktionalität (74 Prozent) sowie Energie- und Wasserverbrauch (71 Prozent) werden von den deutschen Teilnehmenden bei der Wahl eines großen Hausgerätes am häufigsten als sehr wichtig eingestuft. Zwei Drittel sind zudem bereit, beim Kauf ihres nächsten großen Hausgerätes einen höheren Preis zu zahlen, wenn dieses energieeffizienter und/oder umweltschonender hergestellt ist als ein günstigeres, ansonsten gleichwertiges Modell.

Bekanntlich investiert die BSH schon seit langem in Forschung und Entwicklung, um nachhaltige Innovationen voranzutreiben. Dazu ergänzt Christine Betz, seit Juli Chief Sustainability Officerin: „Neben der Reduktion unseres CO2-Ausstoßes im Fertigungsprozess verfolgen wir das Ziel, die Emissionen der Scope 3, die z. B. durch die Beschaffung von Gütern und die Nutzung der Geräte verursacht werden, bis 2030 um 15 Prozent zu senken.“

Besonders erstaunlich: Jede dritte befragte Person kann sich laut der Studie vorstellen, auch ressourcensparende Hausgeräte zu mieten. Seit Mai 2021 ist das BSH-Abomodell „BlueMovement“ nach den Niederlanden ebenso in Deutschland verfügbar. Die BSH bleibt dabei in Verantwortung und Besitz der Geräte, repariert und bereitet sie nach der Nutzung für den nächsten Haushalt wieder auf und recycelt sie am Lebensende.

Bosch

Digitales User-Event für professionelle Handwerker

Für Profi-Handwerker wird der 18. November 2021 der spannendste Donnerstag des Jahres: Pünktlich zum Feierabend startet Bosch Power Tools um 19:00 Uhr sein bisher größtes digitales Live-Ereignis für Handwerker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vorhang auf für das Bosch Pro Event. Den Titel „Von Profis für Profis“ kann das interessierte Fachpublikum wörtlich nehmen: Hier gibt es exklusive Profi-Lösungen für viele anspruchsvolle Aufgaben aus dem Arbeitsalltag direkt auf die Bildschirme, und zwar live und kostenlos.

Nach der schnellen und unkomplizierten Anmeldung zum Event über bit.ly/bosch-pro-event freuen sich die Teilnehmer über den Ausflug in sechs spannende Gewerke-Welten, bei denen die Bosch-Experten gemeinsam mit bekannten Fachhandwerkern in Live-Sessions anschaulich und unterhaltsam Lösungen vorstellen und Innovationen diskutieren. Dazu gibt es eigens für das Event geschaffene Gewerke-Räume, in denen der Teilnehmer am Tablet oder Rechner immer mittendrin ist. Er kann per Live-Chat und Mentimeter die Aktionen in den Räumen mitgestalten. Bosch Power Tools bietet jeweils zwei Live-Sessions zu den Themen Bau; Holzbau; Metall; Elektrik; Schreiner, Maler & Trockenbau sowie Sanitär, Heizung, Klima & Fliesen an. Die Teilnehmer können während des circa 90-minütigen Programms aus den Themen wählen und verschiedene Gewerke besuchen. Zum Start begrüßt die bekannte TV-Moderatorin Linda van de Mars die Gäste und zeigt in Interviews, Diskussionsrunden und Workshops mit Bosch-Entwicklern spannende Neuigkeiten zur beeindruckenden Performance der mit bürstenlosen Hochleistungsmotoren ausgestatteten kabellosen Biturbo-Geräten, die Leistungsvorteile des neuen Expert-Zubehörsortiments und die Geräte der neuen Partner aus dem Bosch Professional 18V System. Für gute Unterhaltung sorgen Challenges, bei denen die Bosch Elektro-/Messwerkzeuge sowie Zubehöre ihre ganze Leistungsfähigkeit anschaulich unter Beweis stellen. Zum Abschluss des Events läutet Bosch Power Tools eine Expertenrunde ein. Hier stehen die Bosch-Experten den Teilnehmern persönlich Rede und Antwort.

Interessierte Fachhandwerker sollten mit ihrer Registrierung nicht mehr warten, denn es winken kostenlose Hochleistungs-Zubehöre aus der Bosch Expert-Linie für die ersten 10.000 Anmeldungen. Die Eventplattform ist nicht nur während, sondern auch vor und nach der Live-Veranstaltung geöffnet. Wer am 18. November nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, nach der Anmeldung auf alle Räume, Diskussionen und Beiträge im Re-Live zuzugreifen – selbstverständlich kostenlos.

FSK

Fachgruppe PUR feiert „25 + 2“ Jubiläum

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) lädt zum 25-jährigen Bestehen seiner größten Fachgruppe zur Jubiläumssitzung am 11. Mai 2022 im Forschungszentrum Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg ein.

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) feiert am 10. und 11. Mai 2022 das Jubiläum der Fachgruppe PUR im Forschungszentrum DESY (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Hamburg. Seit Gründung hat sich die Fachgruppe für 27 Jahre voller Tatendrang und aktiver Arbeit im FSK engagiert. Die Jubiläumssitzung würdigt dies mit einem Fachtag und einer Besichtigung des DESY sowie einer Barkassen-Fahrt in der Hafenstadt. Zum Auftakt findet ein vorabendliches Get-Together statt. Ursprünglich waren die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen im Mai 2020 geplant. Aufgrund der Pandemie war dies nicht möglich, so dass die Jubiläumssitzung im Mai 2022 unter dem Motto: „25 Jahre + 2 – Fachgruppe PUR“ nachgeholt wird.

Anlässlich des Jubiläums lohnt sich auch ein Blick in die Vergangenheit des Verbandes, seiner Fachgruppe und des erfolgreichen Werkstoffes Polyurethan.

Der heutige FSK e.V. steht als Fachverband für alle Schaumkunststoffe und Polyurethan-Anwendungen und ist ein Zusammenschluss aus dem 1955 gegründeten Verband Deutscher Schaumkunststoff-Verarbeiter (VSV) und dem 1962 gegründeten ISK (Industrieverband Schaumkunststoffe), welcher 1966 in FSK umbenannt wurde. Die Kooperation der beiden Vereine funktionierte vom ersten Tag gut. Die Zusammenarbeit mündete schließlich in die Eingliederung des VSV in den FSK im Jahr 2004.

Weitere Highlights der Vereinsgeschichte sind die Fachtage, die seitdem unter der FSK-Fahne regelmäßig und mit internationalem Charakter stattfinden, wie z.B. in 1980 und 1987 der Internationale Polyurethan-Kongress in Kooperation mit der „Society of the Plastics Industry“, USA, in Straßburg, der bisher größten Veranstaltung dieser Art.

Die Fachgruppe Polyurethan gründete man bereits Ende 1994 und nahm die aktive Fachgruppenarbeit im Jahre 1995 auf. Seit 1998 verleiht die Fachgruppe im Rahmen der Internationalen FSK-Fachtagung den Innovationspreis Polyurethan. Zahlreiche Innovationen rund um den Werkstoff konnte die Fachgruppe im FSK mit dem beliebten Preis küren, der sowohl Experten, Firmen als auch Newcomern und Studenten die Möglichkeit gibt, ihre Neuheiten vorzustellen.

Seit der Entdeckung der Grundlagen der Polyurethan-Chemie durch Otto Bayer in 1937 hat sich der Werkstoff Polyurethan mit einer rasanten Entwicklung zu einem enorm vielfältigen, unersetzlichen und unverzichtbaren Werkstoff entwickelt und ist in vielen Anwendungsgebiete eingegangen. Der neu erschaffene Hartschaum erwies sich als überaus gebrauchstauglich und wurde bereits 1940 in Verbundkonstruktionen im Flugzeug eingesetzt. Zahlreiche weitere Entwicklungen hinsichtlich Einsatzes und auch Verfahrenstechnik sind in den letzten 80 Jahren hinzugekommen. Durch ihre Haltbarkeit, Korrosions- und Wetterbeständigkeit eignen sich Polyurethane zur Beschichtung verschiedenster Oberflächen sowie für die sichere Verbindung unterschiedlicher Materialien, wie Holz, Gummi, Metall, Karton oder Glas.

Entdecken Sie die neuesten Trends zu Polyurethan im Rahmen unseres Fachtages am 11. Mai 2022. Der Fachverband stellt das Veranstaltungsprogramm in Kürze vor.

Weitere Informationen zum Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) und dessen Veranstaltungen sowie zur Arbeit der Fachgremien sind online abrufbar unter: www.fsk-vsv.de oder telefonisch: 0711 993 751- 0.

Innovationsprojekt „Woodworking-as-a-Service“ auf den Weg gebracht

Mehr Flexibilität bei Markt- und Konjunkturschwankungen sowie Zugang zu neusten Technologien. Das verspricht das neue Geschäftsmodell „Woodworking-as-a-Service“, welches in den nächsten zwei Jahren entstehen soll. Dies ermöglicht es künftig den Kunden, eine Maschine nach der tatsächlichen Nutzung zu bezahlen. Das bedeutet, dass nicht einmalig eine Maschine für einen Betrag X angeschafft wird, sondern dass Kunden eine Maschine erhalten, deren Auslastung in regelmäßigen Abständen in Rechnung gestellt wird. So steht nicht mehr die Maschine im Vordergrund des Geschäftsmodells, sondern ihre Leistung, ihr Output, ihre Verfügbarkeit und der gebotene Service, der all dies zusichert.

Im Zuge des Förderprogrammes „InvestBW“ des Landes Baden-Württemberg hat die Weinig Gruppe zudem die Zusage zur Förderung der Geschäftsmodellinnovation „Woodworking-as-a-Service“ erhalten. Hierbei werden Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg für technologische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert, die auf neue sowie datenbasierte Geschäftsmodelle und Dienstleistungen (Smart Services) abzielen.

Innerhalb dieses Förderprojektes wird Weinig mit dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Roth Steuerungstechnik und Hogra-Holz zusammenarbeiten. Dabei unterstützt das Fraunhofer IPA aus Stuttgart das Konsortium mit den neusten Methoden aus der Wissenschaft und mit Expertise in der Geschäftsmodellierung. Roth Steuerungstechnik aus Billigheim ist der Softwareexperte im Team und ein wichtiger Partner rund um die Entwicklung der technischen Anwendung des Service. Besonders stolz sei man auf die Beteiligung von Hogra-Holz aus Limbach als Pilotkunde, wie Jochen Ganz, Leiter der Abteilung New Business & Innovation bei Weinig, mitteilt. Mit ihrer Beteiligung könne sichergestellt werden, dass das Geschäftsmodell nah an den Anforderungen des Kunden entwickelt und von Beginn an die Kundenperspektive integriert würde.

Der offizielle Projektstart ist bereits gefallen. In einem Meeting mit den beteiligten Partnern wurden der Projektplan sowie die Arbeitspakete finalisiert. Über die weiteren Entwicklungen wolle man in regelmäßigen Abständen informieren, um volle Transparenz zu gewährleisten, so Julian Geiselhardt, Innovationsmanager und Projektleiter für „Woodworking-as-a-Service“.

Mit der Fokussierung auf den Ausbau smarter und digitaler Geschäftsmodelle wird Weinig einmal mehr seinem Ruf als Innovationstreiber gerecht.

Ada

Seit gestern vorübergehender Produktionsstopp in Anger

Die Ada Möbelwerke in Anger setzen ihre Produktion aufgrund der aktuell stark steigenden COVID-19 Infektionszahlen für ein bis zwei Wochen aus. Weiz gehört zu einem der am stärksten betroffenen Bezirke der Steiermark, diese Tatsache spürt Ada leider auch im Betrieb. Ada sieht sich daher gezwungen, die Produktion vorrübergehend zu schließen. Sobald sich die Situation verbessert, wird der Produktionsbetrieb umgehend wieder aufgenommen.

„Die Entscheidung ist uns keinesfalls leichtgefallen. Wohlüberlegt und auch um weitere stärkere Einschränkungen zu vermeiden, haben wir uns zum Schutz unserer Mitarbeiter für diese notwendige Maßnahme entschieden“, so Ada-Vorstand Gerhard Vorraber.

Der Polstermöbel- und Bettenspezialist ist trotz der Produktionsschließung bestrebt, bestehende Aufträge möglichst fristgerecht und zur Zufriedenheit der Kunden zu erfüllen. Ada beobachtet die Lage genau und setzt dementsprechende Maßnahmen, um den Betrieb so bald wie möglich wieder aufzunehmen. Die Lage im Bezirk Weiz ist aufgrund der geringen Impfbereitschaft zurzeit äußerst angespannt.

Starkes drittes Quartal und Übernahme von Arculus

Jungheinrich zieht eine positive Bilanz der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2021. In einem aufgrund der weltweit angespannten Lieferketten herausfordernden Umfeld konnte der Konzern seine Finanzkennzahlen zum Teil deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Auftragseingang übertraf nach neun Monaten mit 3,58 Mrd. Euro den Vorjahreswert um 31 Prozent. Der Konzernumsatz erhöhte sich auf 3,02 Mrd. Euro. In einem nach wie vor anspruchsvollen Marktumfeld verbesserte sich das EBIT deutlich um 72 Prozent auf 258,4 Mio. Euro. Die EBIT-Rendite erhöhte sich auf 8,6 Prozent. Das Nettoguthaben belief sich zum 30. September 2021 auf 295 Mio. Euro. Der Auftragsbestand der Jungheinrich AG erreichte zum Stichtag 1,43 Mrd. Euro und war damit 71 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Aufgrund dieser positiven Entwicklung hatte Jungheinrich seine Prognose für Auftragseingang und Ergebnis für das Gesamtjahr 2021 bereits im Oktober erneut angehoben.

Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG: „Trotz weltweiter Lieferengpässe und stark gestiegener Materialkosten konnte Jungheinrich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres eine sehr gute Geschäftsentwicklung verzeichnen. Durch das gezielte und rechtzeitige Management unserer Lieferketten haben wir Produktionsstillstände weitgehend vermeiden können. Das ist ein großer Erfolg, für den ich allen beteiligten Mitarbeitenden sowie unseren Partnern und Lieferanten danke. Wir werden alle Maßnahmen zur Sicherung von Jungheinrichs Lieferfähigkeit uneingeschränkt fortsetzen. Das gute Ergebnis und der sehr ordentliche Auftragsbestand geben uns Rückenwind für die weitere Geschäftsentwicklung und die konsequente Umsetzung unserer Konzernstrategie 2025+.“

Update Strategie 2025 +
Im Rahmen seiner Quartalsberichterstattung gibt Jungheinrich das erste Update zur fortschreitenden Umsetzung seiner Strategie 2025+. Vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und Geschäftsentwicklung hat das Unternehmen wie angekündigt die Zielgrößen der Strategie überprüft und auf Grundlage der aktualisierten Erwartungen für die nächsten Jahre angehoben. So soll der Konzernumsatz organisch nun auf 5,5 Mrd. Euro (bisher: 4,6 Mrd. Euro) wachsen, die Ziel-EBIT-Rendite in einem Korridor von 8 bis 10 Prozent (bisher: >8 Prozent) und die Steuerungskennzahl ROCE-neu zwischen 21 Prozent und 25 Prozent liegen. Das EBIT pro Mitarbeitenden soll sich in der Größenordnung von rund 23.000 Euro bewegen.

Im laufenden Jahr wurde weltweit eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen der Strategie 2025+ angestoßen und zum Teil auch bereits erfolgreich umgesetzt:

Automatisierung ist Kern des zukünftigen Wachstums von Jungheinrich. Vor diesem Hintergrund hat der Konzern die Arculus GmbH, München, ein im Bereich der Autonomous Mobile Robots (AMR) tätiges Unternehmen, im vierten Quartal 2021 übernommen. Mit Standorten in München, Ingolstadt, Stuttgart und Dresden fokussiert sich Arculus mit seinem branchenerfahrenen Team von Soft- und Hardwarespezialisten auf AMR, modulare Produktionsplattformen und Softwarelösungen für mobile Automation. Zu den Kunden von Arculus zählen namhafte Automobilhersteller sowie Industriekunden verschiedener Branchen. Mit Arculus ergänzt Jungheinrich sein bereits bestehendes Portfolio von Automatisierungssystemen um hochinnovative Soft- und Hardwarelösungen im stark wachsenden Segment von Autonomous Mobile Robots. Mit dem IFOY Award 2021-ausgezeichneten Software-Leitsystem von Arculus können herstellerunabhängige AMR- und AGV-Flotten auf Basis der VDA 5050-Schnittstellen betrieben werden. Dazu erklärt Dr. Brzoska: „Mit der Akquisition von Arculus ist es uns gelungen, unsere Kompetenzen im Handlungsfeld Automatisierung umfassend auszubauen. Wesentliche AMR-Anwendungsbereiche, wie der Ware-zur-Person-Kommissionierung, werden nicht zuletzt durch den stetig zunehmenden E-Commerce anhaltend stark wachsen. Zusammen mit dem Team von Arculus heben wir Wachstumssynergien und erschließen uns wesentliche Zukunftsfelder in der automatisierten Lagerlogistik. Gemeinsam schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte des Lagers der Zukunft auf.“

Mit dem Projekt “Neues IT-Werk“ legt Jungheinrich im Handlungsfeld Digitalisierung ein hybrides Cloud-Fundament, das Mensch, Maschine und Software weltweit miteinander vernetzt und so neue mehrwertschaffende Geschäftsmodelle ermöglicht. Gleichzeitig wurde das digitale Flottenmanagement-System „Jungheinrich FMS“ im Jahr 2021 weiter ausgebaut. Die zentrale digitale Verwaltung von Flotten inklusive Zugangsmanagement sowie detaillierter Auswertung zu Betriebsstunden und Kosten und einer ebenso detaillierten Aufzeichnung von Schocks ermöglichen den Betreibern, wesentliche Vorteile in der Einsatzplanung, Wartung und Fahrzeugverfügbarkeit zu realisieren. Neue Module verschaffen zusätzliche Produktivitätsfortschritte und bieten hohe Benutzerfreundlichkeit sowie ein proaktives Management kritischer Situationen.

Elektromobilität ist Kernkompetenz von Jungheinrich. Im Rahmen der Strategie 2025+ baut der Konzern seine führende Position bei den Energiesystemen weiter aus. Ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung in diesem Bereich stellt dabei die neue Generation von Fahrzeugen mit integrierter Lithium-Ionen-Batterie dar. 2021 hat Jungheinrich zwei weitere Fahrzeugneuheiten auf Basis dieses neuen Batteriekonzeptes auf den Markt gebracht. Beide Elektro-Mitfahr-Deichselhubwagen sind durch die intelligente Integration der Batterie signifikant kürzer als ihre Vorgängermodelle. Das ermöglicht ein besonders wendiges Fahrverhalten sowie präzises Manövrieren auch auf engstem Raum. So entsteht zusätzlicher Platz als wertvolle Lagerfläche. Neben dieser branchenführenden Kompaktheit gehören beide zu den komfortabelsten und sichersten ihrer Klassen.

Im Rahmen des DEEP-Programmes zur digitalen Transformation und Effizienzsteigerung des Konzerns wurde im Verlauf des Jahres 2021 die Ist-Analyse inklusive der Definition der IT-Zielarchitektur abgeschlossen. Zur weiteren Erhöhung der Kundenzentrierung sind Umsetzungsprojekte gestartet worden, insbesondere zum Aufbau eines neuen ERP-Systems.

Die Kundennähe durch die lokale Aufstellung in einem internationalen Netzwerk ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren des Geschäftsmodells von Jungheinrich. Das strategische Ziel im Rahmen der Strategie 2025+ ist es, den Global Footprint des Konzerns weiter auszubauen und außerhalb des Kernmarktes Europa einen Umsatzanteil von 20 Prozent zu erzielen. Dabei will Jungheinrich insbesondere in Nordamerika und auch im asiatischen Raum verstärkt wachsen.

Kernziel der Strategie 2025+ ist es, nachhaltig Werte für alle Jungheinrich-Stakeholder zu schaffen. Jungheinrich ist sich seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung für alle weltweiten Aktivitäten des Konzerns bewusst. Nachhaltigkeit bestimmt heute und in Zukunft maßgeblich die Unternehmensausrichtung und bildet das Fundament für die Zusammenarbeit bei und das Wirken von Jungheinrich. Im Rahmen der Strategie 2025+ wurden Ziele und Maßnahmen für nachhaltiges Handeln im gesamten Unternehmen definiert. Unter anderem werden seit dem ersten Quartal 2021 alle deutschen Jungheinrich-Standorte ausschließlich mit Ökostrom betrieben. Die Umstellung der ausländischen Niederlassungen und Werke erfolgt sukzessive. Zudem hat der Konzern damit begonnen, an seinen Standorten eigenen Solarstrom zu erzeugen. Alle dafür geeigneten Liegenschaften werden Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. Gleichzeitig wird die konzernweite Dienstwagenflotte auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Aktuell werden im Unternehmen zudem Modelle entwickelt, um Nachhaltigkeitsprinzipien auch im Produktentwicklungsprozess zu verankern. Das beinhaltet auch, dass die Zusammenarbeit mit Lieferanten dahingehend intensiviert und entsprechend angepasst wird. Für den Umgang mit Lieferanten wurden Standards entwickelt, deren Einhaltung mit Audits regelmäßig überprüft werden. Die Ambitionen und Maßnahmen zum Klima- und Ressourcenschutz sind Ausdruck davon, dass Jungheinrich seine Verantwortung ernst nimmt und mit seinem nachhaltigen Produktportfolio die erste Wahl für seine Kunden sein will.

Entwicklung Januar – September 2021
Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ist von Januar bis September 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum besonders stark gewachsen. Dabei war in allen Regionen ein sehr deutlicher Nachfrageanstieg zu verzeichnen. In Europa stiegen die Bestellungen – vorrangig getrieben durch die Nachfrage nach lagertechnischen Geräten – im Berichtszeitraum sehr deutlich an.

Der stückzahlbezogene Auftragseingang, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 119,4 Tsd. Fahrzeugen nach neun Monaten um 48 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (80,7 Tsd. Fahrzeuge). Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder – Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst – umfasst, übertraf mit 3.581 Mio. Euro den Vorjahreswert von 2.732 Mio. Euro ebenso deutlich (plus 31 Prozent) und reflektiert die sehr gute Marktentwicklung, insbesondere in Europa. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2021 stieg auf 1.428 Mio. Euro und war somit um 595 Mio. Euro beziehungsweise 71 Prozent höher als der Vorjahreswert (833 Mio. Euro).

Der Konzernumsatz erreichte in den ersten Monaten einen Wert von 3.020 Mio. Euro und lag damit rund 11 Prozent über dem Vorjahr (2.723 Mio. Euro). Haupttreiber für den höheren Konzernumsatz war das Neugeschäft mit einem Umsatzanstieg um 204 Mio. Euro. Die wesentlichen Ursachen dafür waren die gestiegene Nachfrage und das damit verbundene deutlich höhere Produktionsvolumen bei Neufahrzeugen sowie die Zuwächse bei Projektaufträgen für Automatiksysteme. Der Kundendienst legte mit einem Umsatz von 867 Mio. Euro im Berichtszeitraum (Vorjahr: 796 Mio. Euro) sehr deutlich zu. Der Umsatz im Finanzdienstleistungsgeschäft erreichte nach neun Monaten des Berichtsjahres mit 827 Mio. Euro das Vorjahresniveau (826 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) des Jungheinrich-Konzerns verzeichnete im Zeitraum Januar bis September 2021 mit 258,4 Mio. Euro einen spürbaren Zuwachs um 72 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (150,2 Mio. Euro). Dieser war überwiegend durch die deutliche Steigerung der Werksauslastung bestimmt. Außerdem konnten die teilweise erheblichen Materialpreissteigerungen durch entsprechende Preisanpassungen und Effizienzmaßnahmen mehr als kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich nach neun Monaten deutlich auf 249,6 Mio. Euro (Vorjahr: 133,8 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug im Zeitraum von Januar bis September 2021 183,5 Mio. Euro (Vorjahr: 96,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 1,80 Euro (Vorjahr: 0,96 Euro). Zum 30. September 2021 wurde ein Nettoguthaben in Höhe von 295 Mio. Euro erzielt (31. Dezember 2020: 194 Mio. Euro). Die Verbesserung um 101 Mio. Euro resultierte vorrangig aus dem gestiegenen Ergebnis nach Steuern.

Jungheinrich hat seine Prognose für Auftragseingang, EBIT, EBIT-Rendite, EBT, EBT-Rendite und ROCE für das Jahr 2021 per Ad hoc Meldung vom 25. Oktober nochmals angehoben. Der Vorstand erwartet nunmehr für das Gesamtjahr 2021 einen Auftragseingang zwischen 4,6 Mrd. Euro und 4,8 Mrd. Euro (bisher: 4,2 Mrd. Euro bis 4,5 Mrd. Euro). Der Konzernumsatz dürfte sich aufgrund der nach wie vor großen Herausforderungen in der Lieferkette innerhalb der bisher prognostizierten Bandbreite von 4,0 Mrd. Euro bis 4,2 Mrd. Euro bewegen. Das EBIT wird 2021 nach aktueller Einschätzung zwischen 340 Mio. Euro und 370 Mio. Euro liegen (bisher: 300 Mio. Euro bis 350 Mio. Euro). Dementsprechend wird eine EBIT-Rendite innerhalb einer Bandbreite von 8,5 Prozent bis 8,8 Prozent erwartet (bisher: 7,5 Prozent bis 8,3 Prozent). Das EBT dürfte 325 Mio. Euro bis 355 Mio. Euro erreichen (bisher: 280 Mio. Euro bis 330 Mio. Euro). Die EBT-Rendite soll zwischen 8,1 Prozent und 8,5 Prozent liegen (bisher: 7,0 Prozent bis 7,9 Prozent). Der Vorstand geht von einem ROCE-Wert zwischen 20 Prozent und 23 Prozent (bisher: zwischen 17 Prozent und 21 Prozent) aus. Die mit Wirkung zum 30. Juni 2021 eingeführte Steuerungskennzahl ROCE-neu soll einen Wert zwischen 19 Prozent und 22 Prozent (bisher: zwischen 17 Prozent bis 21 Prozent) erreichen.

Des Weiteren wird erwartet, dass Jungheinrich zum Geschäftsjahresende 2021 unverändert ein Nettoguthaben von deutlich über 300 Mio. Euro erreichen wird.

Bei der Prognoseerhöhung wird unterstellt, dass es in den verbleibenden Wochen bis zum Geschäftsjahresende nicht zu einer wesentlichen Verschlechterung bei der weiterhin angespannten Materialversorgung, insbesondere von Elektronikkomponenten, kommt. Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit von Jungheinrich werden uneingeschränkt fortgesetzt. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass verschärfte Engpässe in der Materialversorgung in Zukunft auch zu gravierenden Produktionsstillständen führen können.

Service-Roboter verzeichnen Sonderkonjunktur durch Corona

Der Markt für professionelle Service-Roboter hat weltweit einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar erzielt – ein Plus von 12 Prozent im Jahr 2020 (Stichprobenmethode). Gleichzeitig stieg der Umsatz mit Service-Robotern für den privaten und häuslichen Gebrauch um 16 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Das berichtet die International Federation of Robotics (IFR) mit der Veröffentlichung des Jahrbuchs „World Robotics 2021 – Service Robots“.

„Die Service-Roboter setzen ihren Erfolgskurs fort und zeigen weltweit ein enormes Marktpotenzial“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. „Der Absatz von professionellen Service-Robotern stieg um beeindruckende 41 Prozent auf 131.800 Einheiten im Jahr 2020.“

Folgende Top-5 Anwendungstrends für professionelle Service-Roboter profitierten von einem Nachfrageschub, der von der weltweiten Pandemie ausgelöst wurde:

Jeder dritte professionelle Service-Roboter wird für den Transport von Waren oder Gütern eingesetzt. Der Umsatz mit autonomen mobilen Robotern (AMR) inklusive Lieferrobotern stieg um 11 Prozent auf über 1 Milliarde US-Dollar. Die meisten verkauften Einheiten kommen in Innenräumen zum Einsatz – beispielsweise in der Produktion oder in Lagerhäusern. Einen Trend gibt es für flexible Lösungen, mit denen die AMRs in komplexen Umgebungen agieren können – beispielsweise zusammen mit Gabelstaplern, anderen mobilen Robotern oder Menschen. Darüber hinaus gibt es ein starkes Marktpotenzial für Transportroboter mit Publikumsverkehr im Außenbereich, beispielsweise bei der Zustellung auf der letzten Meile. Die Vermarktungs- und Monetarisierungsmöglichkeiten hängen nach wie vor von der Einführung gesetzlicher Rahmenbedingungen ab, deren Fehlen derzeit in den meisten Ländern einem großflächigen Einsatz dieser Roboter noch im Wege steht.

Die Nachfrage nach professionellen Reinigungsrobotern stieg um 92 Prozent auf 34.400 verkaufte Einheiten. Als Reaktion auf die steigenden Hygieneanforderungen in der Covid-19-Pandemie entwickelten mehr als 50 Anbieter von Service-Robotern Desinfektionsroboter, die Flüssigkeiten versprühen oder mit ultraviolettem Licht arbeiten. Häufig bauen die Hersteller bereits bestehende mobile Robotermodelle zu Desinfektionsrobotern um. Das Potenzial für Desinfektionsroboter in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen ist nach wie vor groß. Der Absatz von professionellen Bodenreinigungsrobotern wird im Zeitraum von 2021 bis 2024 im Durchschnitt voraussichtlich jährlich zweistellig wachsen.

Das ertragsstärkste Segment bei den professionellen Service-Robotern ist die Medizinrobotik mit einem Marktanteil von 55 Prozent im Jahr 2020. Dazu tragen vor allem Robotersysteme bei, die in der Chirurgie eingesetzt werden und die höchsten Einzelpreise erzielen. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar. Eine enorm wachsende Zahl von Robotern für die Rehabilitation und nicht-invasive Therapie sorgt in diesem Segment für die größten Stückzahlen. Etwa 75 Prozent der Anbieter von Medizinrobotern stammen aus Nordamerika und Europa.

Die weltweite Pandemie sorgte für eine besondere Nachfrage für soziale Roboter. Sie helfen beispielsweise den Bewohnern von Pflegeheimen, in Zeiten von Social-Distancing mit Freunden und der Familie in Kontakt zu bleiben. Kommunikationsroboter sorgen für Informationsangebote im öffentlichen Raum, um den persönlichen Kontakt mit Menschen zu vermeiden, bauen Videoschalten für Geschäftskonferenzen auf oder helfen bei Wartungsaufgaben in der Produktion.  

Roboter im Hotel- und Gastgewerbe verzeichnen ebenfalls steigende Absatzerfolge und erzielten einen Umsatz von 249 Millionen US-Dollar. Die Nachfrage nach Robotern für die Zubereitung von Speisen und Getränken stieg enorm – der Umsatz verdreifachte sich fast auf 32 Millionen US-Dollar (+ 196 %). Die Covid-19-Pandemie schärfte das Bewusstsein dafür, den menschlichen Kontakt mit Lebensmitteln zu vermeiden. Das Potenzial für Roboter im Hotel- und Gastgewerbe ist nach wie vor groß und wird voraussichtlich ein mittleres zweistelliges jährliches Wachstum erzielen.

Roboter für den häuslichen Gebrauch sind die größte Gruppe im Verbrauchersegment: Knapp 18,5 Millionen Einheiten (+ 6 %) im Wert von 4,3 Milliarden US-Dollar wurden im Jahr 2020 verkauft.

Der Absatz von Staubsaugerrobotern und anderen Roboter für die häusliche Bodenreinigung stiegen um 5 Prozent auf mehr als 17,2 Millionen Einheiten mit einem Wert von 2,4 Milliarden US-Dollar. Diese Art von Service-Robotern ist heutzutage fast überall im Einzelhandel erhältlich und für alle Kunden leicht zugänglich. Diesen Markt bedienen viele amerikanische, asiatische und europäische Anbieter. 

Bei den Gartenrobotern sind die Rasenmähroboter stark nachgefragt. Dieser Markt wird in den nächsten Jahren voraussichtlich im Durchschnitt mit niedrigen zweistelligen Raten per annum wachsen.

„Die Service-Roboter-Branche entwickelt sich rasant“, sagt IFR-Präsident Milton Guerry. „Jedes Jahr erscheinen viele Start-Up-Unternehmen am Markt, die innovative Service-Roboter-Anwendungen entwickeln und bestehende Konzepte verbessern. Einige dieser jungen Unternehmen verschwinden allerdings ebenso schnell wie sie aufgetaucht sind. Die Aktivität im Bereich der Service-Robotik bleibt jedoch hoch: Einerseits durch Übernahmen etablierter Unternehmen und andererseits durch Übernahmen von Firmen aus anderen Branchen, die in diesem spannenden Bereich expandieren und arbeiten wollen.“

Weltweit gelten 80 Prozent der erfassten 1.050 Anbieter von Service-Robotern als etablierte Unternehmen, die vor mehr als fünf Jahren gegründet wurden. 47 Prozent der Anbieter von Service-Robotern kommen aus Europa, 27 Prozent aus Nordamerika und 25 Prozent aus Asien.

Wachstum hält an

Auf einem anhaltenden Wachstumskurs bleibt die Home24 S.E. in den ersten neun Monaten dieses Jahres. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte das Unternehmen seinen Umsatz währungsbereinigt um 40 Prozent auf 464 Mio. Euro steigern. Damit hat Home24 das Wachstum der ersten neun Monate des Jahres 2020, das währungsbereinigt bei 38 Prozent lag, nochmals übertroffen.

In Europa stieg der Umsatz bis Ende September 2021 auf 380 Mio. Euro (Vorjahr: 265 Mio. Euro), was einem Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Brasilien wurde ein währungsbereinigter Anstieg von 28 Prozent auf 84 Mio. Euro berzeichnet (Vorjahr: 74 Mio. Euro).

Basierend auf den bisher erzielten Ergebnissen bekräftigt der Online-Player seine Prognose für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 28 bis 32 Prozent. Darüber hinaus geht das Unternehmen unverändert davon aus, im Gesamtjahr 2021 eine bereinigte EBITDA-Marge in der Spanne von 0  bis +2 Prozent zu erreichen. „Unsere starke Entwicklung der ersten neun Monate 2021 zeigt, dass wir in der Lage sind, auch in dem aktuell herausfordernden Marktumfeld auf Wachstumskurs zu bleiben und dabei starke operative und finanzielle Ergebnisse zu liefern. Unser zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Rekord-Vorjahresquartal zeigt, dass unsere Wachstumstreiber intakt sind“, sagt Marc Appelhoff, Vorstandsvorsitzender von Home24. „Zudem bauen wir unsere strategische Stärken weiter aus: So stellen wir mittlerweile bereits 20 Prozent der Speditionsware in Deutschland mit eigenen Lieferteams zu und steigern damit die Kundenzufriedenheit erheblich. In den kommenden Quartalen werden wir diesen Bereich noch ausweiten. Wir sehen uns weiterhin auf einem sehr guten Weg, bis Ende 2023 die Umsatzmilliarde auf annualisierter Basis zu erreichen.“