Rekordausgaben für Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte BSH einen Umsatz von 14,8 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag er auf dem Niveau des Vorjahres, nominal ging er erwartungsgemäß nach der Corona-Sonderkonjunktur um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Dennoch wird kräftig in Produkt- und Wachstumsstrategie sowie in Forschung und Entwicklung investiert.
Die Region Nordamerika (USA/Kanada) verzeichnete trotz stabiler Marktanteile einen Umsatzrückgang von 11,3 Prozent, die Region Greater China – 10,5 Prozent, in der Region Europa waren es – 6,3 Prozent.Trotz der rückläufigen Entwicklung, insbesondere im Heimatmarkt Deutschland, gab es auch positive Ergebnisse: Etwa in Südeuropa, wo Umsatzzuwächse erreicht wurden.In der Region Emerging Markets (u.a. Osteuropa, Mittlerer Osten und Afrika) fiel der Umsatzrückgang mit 2,2 Prozent vergleichsweise geringer aus. Ohne Berücksichtigung der vollständig vollzogenen Aufgabe des Russlandgeschäfts konnte die BSH insbesondere durch die positive Entwicklung in der Türkei ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnen.
„Wir verfolgen einen strategischen Zukunftsfahrplan”, betont CEO Dr. Matthias Metz.„So haben wir beispielsweise in der Türkei in ein neues Service- und Logistik-Zentrum sowie in eine neue Herdfabrik in Ägypten für den afrikanischen Markt investiert. In unserer neuen Fabrik in Mexiko laufen ab Mitte des Jahres die ersten Kühlgeräte für den nordamerikanischen Markt vom Band. Mit unseren neuen Erlebnis- und Design-Zentren in verschiedenen Städten Nordamerikas unterstützen wir aktiv unsere Kunden und Partner, wie zum Beispiel Bauträger, Designer undArchitekten.“
Der Rückgang der Haus- und Wohnungskäufe im vergangenen Jahr führte zu einer deutlichen Reduktion des Küchenabsatzes und damit zu einer insgesamt geringeren Nachfrage nach Hausgeräten, insbesondere im Einbausegment. Besonders deutlich wird dies im Bereich Kochen, also bei Öfen und Kochfeldern, sowie im Bereich Kühlen und Geschirrspülen.Positiv entwickelten sich hingegen der Bereich Wäschepflege und der Kundendienst.Bei den kleinen Hausgeräten (consumerproducts)gab es einen Umsatzrückgang von 7,2 Prozent.
Mit Investitionen von 600 Mio. Euro, rund vier Prozent des Umsatzes, setzt die BSH ihre Produkt- und Wachstumsstrategie in allen Regionen fokussiert um. „Mit einerRekordsumme von rund 850 Mio. Euro investieren wir zudem so viel in Forschung und Entwicklung wie nie zuvor”, sagt CFO Gerhard Dambach.Darüber hinaus flossen 2023 10 Mio. Euroin mehr als 270 Energieeffizienzmaßnahmen, damit wurden rund 35 Gigawattstunden Energie in der Produktion eingespart. Im Kühlgerätewerk in Giengen wurde eine Wärmerückgewinnungsanlage installiert, in China die größte Photovoltaikanlage der gesamten Bosch-Gruppe errichtet.Seit September 2023 kommt am Standort Dillingen bei der Fertigung von Geschirrspülern teilweise Edelstahl zum Einsatz, der einen bis zu 47 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als herkömmlicher Edelstahl hat.
Um den Einsatz von Reparaturen als nachhaltigere Alternative zum Austausch zu stärken, hat die BSH im vergangenen Jahr die Ersatzteilverfügbarkeit für Großgeräte auf bis zu 15 Jahre, für Kleingeräte auf bis zu 10 Jahre verlängert. Damit übertrifft der Hausgerätehersteller bei Großgeräten die gesetzlichen Anforderungen in der EU und auch die meisten Wettbewerber deutlich.









