Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

„CIFF“ Shanghai 2021

Dezember-Ausgabe findet virtuell statt

Die 48. Ausgabe der „CIFF“ Shanghai, die vom 11. bis 14. Dezember terminiert ist, findet ausschließlich online statt. Das haben die Veranstalter aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie jetzt beschlossen.

„,CIFF‘ bedankt sich herzlich bei allen Ausstellern, Besuchern und Kollegen der Möbelindustrie für ihr Verständnis und ihre Unterstützung. Wir werden weiterhin qualitativ hochwertige Dienstleistungen erbringen und alles daransetzen, die Online-Veranstaltung erfolgreich durchzuführen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Baumpflanzaktion 2021

Man kann fast schon von einer Tradition sprechen – auch in diesem Winter möchte das Team um Geschäftsführerin Larissa Kuntz das Weihnachtsgeschenke-Budget in neue Bäume investieren und so letztendlich in unser aller Zukunft.

Die diesjährige Aufforstungsfläche liegt im Forst der Gemeinde Malborn. Dort ist in den vergangenen Jahren durch Windwürfe und Käferbefall fast ein Hektar des ca. 80-jährigen Fichtenbestands zerstört worden. Nun gilt es der Konkurrenzvegetation zuvor zu kommen, Brombeere, Adlerfarn und Ginster breiten sich schon aus und nutzen die freigewordenen Räume schnell. Die Auswahl der Baumarten, Douglasie, Europäische Lärche und Bergahorn, sollen der Klimaerwärmung und dem Risiko einer Kalamität durch Mischung entgegenwirken und den hohen Fichtenanteil im Gemeindewald „Malborn“, zu Gunsten anderer standortsgeeigneter und klimaresistenter Baumarten verändern.

Die Pflanzaktion fand an einem der wenigen sonnigen Tage im Oktober statt und wurde begleitet von der Malborner Bürgermeisterin Petra-Claudia Hogh und Revierleiter Matthias Schön mit seinem Forstteam. Die weitere Bepflanzung und der Verbissschutz wird von Forstwirten aus den Gemeinden Malborn und Thalfang durchgeführt.

Auf der Rückfahrt legte die Elka-Delegation noch einen Zwischenstopp im Drohntal bei Merscheid ein. Dort fand die letztjährige Pflanzaktion statt und sie konnten sich davon überzeugen, dass die Setzlinge gut angegangen sind.

Holz gilt als besonders klimafreundlicher Werkstoff: In einem Kubikmeter Holz ist rund eine Tonne CO2 langfristig gebunden. Wenn dieses als Holzprodukt verarbeitet wird, kann Holz energieintensive Baustoffe, wie beispielsweise Stahl oder Beton ersetzen und somit CO2 einsparen.

HDE

Schwacher Start ins Weihnachtsgeschäft

Nicht von der Black Week profitiert: Die sich weiter verschärfende Corona-Lage sorgte in der Woche vor dem ersten Advent bei vielen Einzelhändlern für einen enttäuschenden Auftakt in die wichtigste Phase des Geschäftsjahres. Eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt, dass nur 20 Prozent der 350 befragten Unternehmen mit den Umsätzen im bisherigen Weihnachtsgeschäft zufrieden sind. Der HDE fordert deshalb weiterhin, 2G- und 3G-Regeln im Einzelhandel abzuschaffen bzw. nicht einzuführen. Denn im Einzelhandel herrsche aufgrund der funktionierenden Hygienekonzepte und der Maskenpflicht keine erhöhte Infektionsgefahr.

„Der Einzelhandel konnte den immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen mit steigenden Infektionszahlen, höherer Inflation und Lieferengpässen bis in den November hinein trotzen. Die Folgen der dramatischen Verschärfung der Coronakrise erreichen jedoch in der zurückliegenden Woche vor dem 1. Advent den Einzelhandel“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Umfrage zeigt, dass knapp mehr als die Hälfte der stationären Nonfood-Händler mit der Umsatzentwicklung in der letzten Woche unzufrieden ist. Besonders schwach verlief das Geschäft im Bekleidungseinzelhandel. Hier ist nur jeder fünfte Händler zufrieden. Überwiegend gut lief es demnach lediglich im Lebensmittelhandel. Positive Impulse gab es außerdem bei Haushalts- und Spielwaren. Am häufigsten griffen die Kundinnen und Kunden in den vergangenen Tagen in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Smartphones, warme Bekleidung und Strickwaren, Haushaltswaren zum Kochen und Backen, sowie bei Comics und Puzzles zu.

Grund für die weit verbreitete Unzufriedenheit der Geschäftsleute sind die flächendeckend gefallenen Kundenfrequenzen. Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen berichten von Rückgängen gegenüber dem Vorjahr. „Viele Einzelhändler bangen um das Weihnachtsgeschäft und damit um ihre umsatzstärkste Zeit. Das ist auch eine Folge der vielerorts gültigen 2G- oder 3G-Regelung für den Einzelhandel in den Innenstädten. Denn die Schlangen vor der Kontrolle an den Türen der Nicht-Lebensmittel-Geschäfte schrecken die Menschen oft vom Einkaufen ab. Gleichzeitig ist allen auch in der Politik klar, dass der Einkauf kein Infektionsherd ist und Hygienekonzepte, Lüftungsanlagen sowie die Maskenpflicht für ausreichend Sicherheit sorgen. Deshalb müssen diese Zutrittsbeschränkungen wieder entfallen“, so Genth. In der jetzigen Situation rechnen laut HDE-Umfrage nur zwölf Prozent der Handelsunternehmen angesichts der Corona-Restriktionen mit einer positiven Entwicklung der Umsätze in den kommenden Wochen.

Hat Insolvenz beantragt und glaubt an guten Neuanfang

Die Lechner Holding AG sowie die D. Lechner GmbH, international führende Hersteller von maßgefertigten Küchenarbeitsplatten und -rückwänden sowie zweitgrößte Arbeitgeber der Region Rothenburg ob der Tauber, haben am 25. November 2021 beim Amtsgericht Ansbach Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Unternehmen Lechner wird unein-geschränkt fortgeführt. Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb zu restrukturieren und neu aufzustellen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl bestellt.

Lechner beschäftigt 600 Mitarbeiter am Standort Rothenburg ob der Tauber. In den letzten Jahren konnte Lechner innovative Produkte erfolgreich in den Markt einführen und den Umsatz mit bestehenden und neuen Kunden nennenswert ausbauen. Sprunghaft angestiegene Material- und Logistikpreise im Jahresverlauf haben die Liquidität des Unternehmens belastet. Zudem kam es zu Lieferverzögerungen der Vorlieferanten, sodass im vierten Quartal Aufträge nicht wie geplant abgearbeitet werden konnten.

Die Insolvenzantragstellung erfolgte frühzeitig wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. „Wir gehen so einen notwendigen Schritt zur langfristigen Sicherung unseres Unternehmens. In den kommenden zwei Monaten wollen wir unser Unternehmen nachhaltig zukunftsorientiert ausrichten“, beschreibt Andrea Lechner-Meidel, Geschäftsführerin und Vorständin der Lechner AG, die derzeitige Situation.

Der Geschäftsbetrieb läuft während der Insolvenz unverändert, uneingeschränkt und verbindlich weiter. „Kunden und Lieferanten können sich weiterhin auf den Warenzufluss, die Produktion, Termin- und Liefertreue verlassen“, so Frau Lechner-Meidel. Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sichert dabei die Bunde-sagentur für Arbeit bis Ende Januar. Im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung wurde die Belegschaft am 26. November 2021 über die aktuelle Situation informiert.

Die Insolvenzantragstellung eröffnet dem Unternehmen Chancen zur Umsetzung des eingeleiteten Sanierungsweges. Die Gespräche mit Investoren werden fortgesetzt und intensiviert. Die Ausgangslage des Unternehmens stellt sich dabei sehr gut dar. „Die Auftragsbücher sind voll und ein erstes Feedback unserer Kunden und Partner zeigt uns, dass diese mit vollem Vertrauen zu uns stehen“, so Christian Eichenberg, Bereichsleiter Vertrieb. Lechner genießt als Marktführer im Premium-segment für Arbeitsplatten eine hohe Reputation am Markt.

Marktvolumen gestiegen, aber rückläufige Exportzahlen für Furnier in 2020

Schöne Nachrichten in Sachen natürliche Werkstoffe kommen von der Initiative für Furnier + Natur (IFN). 2020 stieg das Marktvolumen für Furnier in vielen europäischen Ländern und auch in Deutschland an. Allerdings registrierte der Verband auch einen deutlichen Exportrückgang und rückläufige Verkaufszahlen in verschiedenen Bereichen, vor allem in einer der Schlüsselindustrien, der Automobilfertigung. Andererseits konnte die IFN im zweiten Pandemiejahr in der Möbelindustrie, im Möbelhandwerk, im Innenausbau und auch bei Architekturprojekten Furnier sehr erfolgreich liefern. Zum 2020er Erfolg der Branche tragen zudem eine Fülle von alltäglichen bis extravaganten Lifestyleprodukten aus und mit Furnier bei.

Das Marktvolumen stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich um 20,4 Prozent auf 83,4 Millionen. Die inländische Produktion reduzierte sich im vergangenen Jahr leicht auf 61,8 Millionen Euro. Die Exporte nahmen deutlich um 20,6 Prozent auf 122,5 Millionen Euro ab. Ebenfalls abgenommen haben die Importe um 10,1 Prozent auf 144,1 Millionen Euro.

Damit hat das inländische Marktvolumen für Furnier im Zehnjahres-Verlauf eine Stabilität und wuchs im Jahr 2020 erneut deutlich. Trotzdem entwickelt sich Deutschland seit den letzten beiden Jahrzehnten von einem starken Furnierproduzenten zu einer Handelsdrehscheibe für Furnier. Der größte Teil der deutschen Furniere wird inzwischen nicht mehr in Deutschland selbst produziert, sondern aus dem Ausland importiert. Ein großer Teil der Furnierproduktion wurde in den letzten Jahren ins Ausland verlegt.

Die wichtigsten Ursprungsländer der Importe von Furnier im Jahr 2020 waren die Ukraine mit Mio. 17 Millionen Euro, dicht gefolgt von Österreich mit 16,1 Millionen Euro, gefolgt von USA mit 13,3 Millionen Euro. Auffällig ist die hohe Steigerungsrate von Furnieren aus der Ukraine, aus Ungarn und Kroatien.

Gleichzeitig schrumpften auch die Furnierausfuhrmengen. Der Exportwert reduzierte sich im Jahr 2020 um 20,6 Prozent auf 122,5 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Exportmärkten gehörten Italien mit 10,8 Millionen Euro und die USA mit 10,2 Millionen Euro. Tschechien belegt mit 9,7 Millionen Euro den dritten Platz, gefolgt von Österreich mit 8,3 Millionen Euro. Auffällig ist hier die hohe Steigerungsrate von Exporten nach Frankreich.

Für 2021 erwartet die IFN ebenfalls ein gutes Jahr. Die Umsatzdellen werden alles in allem schwächer sein, als bei anderen Industrien und Händlern. Gerade die belieferte europäische Möbelindustrie konnte den Lockdown 2020 und auch den diesjährigen vom Frühjahr recht gut kompensieren. Auch über den Innenausbau, das Schreiner-Handwerk und den DIY-Bereich investierten viele Verbraucher in die Gestaltung ihres Zuhauses. Spannend bleibt die Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt Holz. Der Sachverhalt ist komplex und Spekulationen können derzeit in alle Richtungen gehen.

Gewinnt Patentverletzungsverfahren im Digitaldruck gegen Barberán

Hymmen GmbH Maschinen- und Anlagenbau, nach eigenen Angaben ein weltweit führender Anbieter von Digitaldrucksystemen, hat mit Urteil vom 25. November 2021 einen Rechtsstreit über die Verletzung von Digitaldruckpatenten gegen Barberán S.A. gewonnen. Das Gericht in Düsseldorf hat der von Hymmen eingereichten Klage ganz überwiegend stattgegeben und stellte fest, dass das Digitaldruck-Patent „EP2313281“ (DE) von Hymmen durch Barberán verletzt wurde.

Gegen das hiermit von Hymmen erfolgreich durchgesetzte Patent ist eine Nichtigkeitsklage anhängig, über die bislang noch nicht entschieden wurde. Vor der Erhebung der Nichtigkeitsklage hatte aber bereits das Europäische Patentamt die Gültigkeit des Patents im Einspruchsverfahren bestätigt. Infolge der erstinstanzlichen Entscheidung des Düsseldorfer Gerichts wurde Barberán untersagt, Digitaldruckmaschinen der „Jetmaster“-Serie, die die Technologie des Digitaldruck-Patents „EP2313281“ (DE) von Hymmen nutzen, für das Bedrucken von Holzwerkstoffen in Deutschland anzubieten und zu verkaufen.

Das Digitaldruck-Patent „EP2313281“ (DE) von Hymmen betrifft den digitalen Druck von qualitativ hochwertigen dekorativen Oberflächen, wobei im Wesentlichen mit einer um einen bestimmten Faktor variablen Tröpfchengröße gearbeitet wird, beginnend mit kleinsten Tröpfchen von weniger als 20pl (= Pikoliter). Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig und kann mit der Berufung angefochten werden. Allerdings kann Hymmen kurzfristig darüber entscheiden, das Urteil nach vorheriger Leistung einer Sicherheit vorläufig gegen Barberán zu vollstrecken.

Barberán wurde in der oben genannten Gerichtsentscheidung vom 25. November 2021 im Einzelnen dazu verurteilt:
–       es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung vom Gericht festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000 EUR, ersatzweise Ordnungshaft, zu unterlassen, in Deutschland Druckmaschinen anzubieten und/oder zu liefern, die das patentgemäße Verfahren verletzen.
–       der Firma Hymmen Auskunft über die Herkunft und den Vertriebsweg aller patentverletzenden Erzeugnisse zu erteilen seit dem 11. August 2012 unter Angabe der Namen und Anschriften der gewerblichen Abnehmer zu erteilen.
–       der Firma Hymmen Auskunft über die Verkaufspreise aller verkauften patentverletzenden Digitaldruckmaschinen seit dem 11. August 2012 zu geben.
–       der Firma Hymmen eine Aufstellung aller Angebote seit dem 11. August 2012 zu geben, inkl. der Angebotspreise, der nach den einzelnen Kostenfaktoren aufgeschlüsselten Gestehungskosten, einschließlich Bezugspreisen und des erzielten Gewinns.
–       Schadenersatz: Weiterhin wird Barberán verurteilt zur Leistung von Schadensersatz gegenüber Hymmen für den Schaden, der Hymmen durch die patentverletzenden Angebote von Digitaldruckmaschinen seit dem 11. August 2012 entstanden ist.

Keine Verurteilung erfolgte lediglich in Bezug auf erfolgte Lieferungen, da das Gericht zwar die unmittelbare Gefahr für die Lieferung entsprechender patentverletzender Maschinen bejaht hat, aber nicht abschließend feststellen konnte, dass patentverletzende Druckmaschinen bereits von Barberán nach Deutschland geliefert wurden.

Das Digitaldruck-Patent „EP2313281“ von Hymmen steht in zahlreichen europäischen Ländern in Kraft. Aktuell sind dies Deutschland, Spanien, Italien, Österreich, Belgien und Polen. Hymmen behält sich vor sein Digitaldruck-Patent auch in den weiteren Ländern mit Gültigkeit gerichtlich gegen potenzielle Patentverletzungen durchzusetzen.

„Für Hymmen ist dies ein wichtiger Sieg, der die Stärke der patentierten Technologie bestätigt. Hymmen wird weiterhin geeignete rechtliche Schritte gegen alle Verstöße einleiten, um seine bahnbrechenden Patente und Technologien im Bereich des Digitaldrucks und der digitalen Strukturierung weltweit zu schützen“, heißt es aus Bielefeld.

„FSC Furniture Awards“

„Sustainability Champions“ stehen fest – zwei deutsche Unternehmen dabei

Der Forest Stewardship Council (FSC) hat im Rahmen einer Online-Preisverleihungs-Zeremonie die Gewinner der „FSC Furniture Awards 2021“ bekannt gegeben. Nachdem der Preis 2019 und 2020 noch allein auf Italien beschränkt war, haben 2021 erstmals elf Länder teilgenommen: neben Italien auch Deutschland, Österreich, Bosnien Herzegowina, Kroatien, Tschechien, Polen, San Marino, Serbien, Slowenien und Großbritannien. Zwölf Auszeichnungen für Möbel im Innen- und Außenbereich, darunter fünf Sonderpreise für CSR, Kommunikation, Umweltfreundlichkeit, Kennzeichnung und kleine Unternehmen sowie eine lobende Erwähnung, wurden an FSC-zertifizierte Unternehmen der Möbelbranche in Italien, Großbritannien, Deutschland, Polen und Kroatien vergeben.

Folgende Gewinner wurden in den unterschiedlichen Bereichen von der Jury prämiert.

„Wohnen und Leben“: Composad s.r.l., Viadana (Italien), mit „Velata“ Bettsystem,
„Home-Office“: Melaco Sp.z o.o aus Nowa Sól (Polen),
„Büromöbel“: Hammerbacher aus Neumarkt (Deutschland). Bei dem Hersteller sind sämtliche Produkte seit mehr als zehn Jahren FSC-zertifiziert. Firmenchef Bernhard Hammerbacher betonte in seiner Dankesrede, dass das FSC-Siegel heute ein starkes Verkaufsargument sei. Bei „Möbel für den öffentlichen Raum“ gewann ebenfalls ein deutscher Produzent, nämlich die Schäfer Trennwandsysteme aus ­Horhausen. Geschäftsführer Martin Schäfer machte deutlich, dass viele Prozesse bei der Umstellung auf FSC-zertifiziertes Holz anstanden und freute sich deshalb besonders über die Auszeichnung.
„Außenmöbel für zu Hause“: Roda s.r.l., Gavirate (Italien), mit „Orson“-Sonnenliegen
„Außenmöbel für den öffentlichen Raum“: Community Products LTD, East Sussex (UK), das britische Unternehmen wurde zusätzlich mit dem Sonderpreis „Green Award“ für seine Nachhaltigkeitspolitik ausgezeichnet.

Darüber hinaus gab es drei Sonderpreise.
„CSR-Policy“: Buoyant Upholstery LTD, Lancashire (UK),
„Kommunikation“: Stosa Cucine s.p.a (Italien), für das Engagement zur Förderung der FSC-Werte
„beste FSC-Kennzeichnung“: Calligaris s.p.a,  Udine (Italien) für die Kennzeichnung seiner Designprodukte

Die Auszeichnung für kleine Unternehmen konnte zudem Cantarutti s.r.l, Udine (Italien) für sich entscheiden. Und eine „Besondere Erwähnung“ erhielt die Era Grupa d.o.o., Vinkovci (Kroatien) für ihr Engagement bei der Beschaffung von FSC-zertifizierten Rohstoffen.

Darüber hinaus gab der FSC jüngste Zahlen und Entwicklungen zur Verbreitung des FSC-Siegels bekannt. Die Länder mit den meisten FSC-zertifizierten Unternehmen, die Möbel herstellen, sind Polen (861), das Vereinigte Königreich (746), Italien (602) und Deutschland (533). In Österreich sind insgesamt 42 Unternehmen zertifiziert. Die Möbelhochburg Deutschland zählt zudem genauso wie Polen und Italien zu den Top 5 der weltweit führenden Länder im globalen Holzmöbelexport. Die Bedeutung und Auswirkungen des deutschen Markts auf den Möbelsektor und auf Lieferketten in Europa bzw. der ganzen Welt sind aber vor allem auf Nachfragerseite zu sehen. So gut wie alle deutschen und österreichischen führenden Möbelhändler arbeiten bereits mit dem FSC zusammen. Sei es in Form von strengen Einkaufskriterien oder durch Werbelizenzen. Darunter finden sich XXXLutz, Ikea, die Otto Group, Jysk, Möbel Pfister, Poco, Roller, Segmüller, Tchibo, Aldi, Obi, Westwing.
 
Diese Zahlen gehen Hand in Hand mit einer wachsenden Nachfrage nach Produkten aus nachhaltiger Produktion. Laut einer neuen Studie, die GlobeScan im Auftrag von FSC International durchgeführt hat, erwarten 84 Prozent der Verbraucher, dass Unternehmen sicherstellen, dass die von ihnen verkauften Holz-/Papierprodukte nicht zur Abholzung von Wäldern beitragen. Dieser neue Bericht ist Teil der Bemühungen des FSC, zu verstehen, wie Wälder, Menschen und Märkte auf die globalen Veränderungen reagieren. Etwa 80 Prozent der deutschen Konsumenten wünschen sich unabhängige Zertifizierungen für die Nachhaltigkeit von Produkten und Ressourcen. Über 70 Prozent der Teilnehmer:innen der GlobeScan-Onlineumfrage kennen das FSC-Zeichen (gestützte Bekanntheit).

„Der FSC arbeitet eng mit Möbelherstellern, Marken und Einzelhändlern zusammen, um sie bei der Entwicklung ihrer Lieferketten zu unterstützen, das Bewusstsein für nachhaltige Forstwirtschaft und deren Vorteile zu schärfen und ihr Engagement für die FSC-Zertifizierung zu kommunizieren“, sagt Jeremy Harrison, Chief Markets Officer bei FSC International, „Die positiven Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden durch die Forschungsergebnisse von GlobeScan bestätigt.

„Im Zeitalter des Klimawandels müssen wir praktikable Lösungen und positive Beispiele dafür liefern, wie Walderhaltung, Gemeinden und Märkte nebeneinander bestehen können. Die FSC Furniture Awards fördern vorbildliche Praktiken und belohnen die Leistungen von Unternehmen, die sich entschieden haben, ihren Weg zur Nachhaltigkeit mit dem FSC zu gehen“, betont zudem Alexia Schrott, Marketing Managerin des FSC Italien und Koordinatorin des Projekts.

Maschinen- und Anlagenbau sichert die Zukunft der intelligent vernetzten Produktion

OPC UA ist der Schlüssel für die standardisierte Vernetzung von Maschinen vom Shopfloor bis in die Cloud im Maschinen- und Anlagenbau. Der VDMA hat dies von Beginn an erkannt und das Thema OPC UA in zahlreichen branchenspezifischen Projekten aufgesetzt. Dieser dezentrale Ansatz wird nun durch eine neue strategische Ausrichtung und Positionierung abgelöst: „Die neue Abteilung Machine Information Interoperability haben wir im VDMA gegründet, um die Interoperabilität der Produktionswelten und das Ökosystem Industrie 4.0 ständig zu optimieren. Die OPC UA Schnittstellenentwicklung ist dabei der Schwerpunkt der Arbeiten und bildet damit die Grundlage zu unserer Umati-Initiative hin zu einer einheitlichen, umsetzungsstarken Implementierung. Damit finden wir weltweiten Zuspruch“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Die leitende Funktion der neu gegründeten Abteilung übernimmt Andreas Faath. „Mit Andreas Faath haben wir eine starke Spitze der Abteilung Machine Information Interoperability. Bereits seit einigen Jahren hat er die Aktivitäten zu OPC UA als Projektleiter maßgeblich vorangetrieben“, sagt Rauen. In der neu gegründeten Abteilung wird insbesondere die zentrale Entwicklung von branchenspezifischen OPC UA Companion Specifications vorangetrieben sowie langfristig die Konsistenz und Kohärenz zu weiteren Interoperabilitätsansätzen im Ökosystem Industrie 4.0 sichern.

Die zweite Version der „OPC UA for Machinery“ beinhaltet den Maschinenstatus, welcher für Anwendungsfälle wie Machine Monitoring oder KPI Calculations benötigt wird. Durch diesen Baustein ist erkennbar in welchem Zustand sich die Maschine gerade befindet. „Die neue Veröffentlichung der für den gesamten Maschinenbau geltenden OPC UA for Machinery Spezifikation ist ein weiterer großer Schritt in Richtung des Zielbilds einer einheitlichen Weltsprache der Produktion“, sagt Andreas Faath. Stefan Hoppe, Präsident der OPC Foundation ergänzt: „Durch die Harmonisierungsaktivitäten des VDMA gelingt es, die riesige, komplexe und heterogene Welt der Produktion zu vereinfachen, sodass das produzierende Gewerbe aufeinander abgestimmte branchenübergreifende Lösungen nutzen kann.“

Durch die themenbezogenen Bausteine der OPC UA for Machinery wird eine modulare Nutzungsweise ermöglicht. Die Verwendung der Bausteine führt im Wesentlichen zu Kosteneinsparungen bei der Inbetriebnahme und erleichtert die Überwachung der Produktion enorm. Das Dokument ist kostenfrei als VDMA Einheitsblatt und OPC Foundation Spezifikation online zu beziehen. Bis zum 01. März 2022 besteht für die Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Kommentierung.

Die OPC UA for Machinery ist der entscheidende Schritt hin zu einer übergreifenden Harmonisierung der zahlreichen Aktivitäten, die sich rund um den Maschinen- und Anlagenbau etabliert haben. Allein im VDMA beschäftigen sich derzeit 40 Arbeitsgruppen und über 600 Unternehmen mit der OPC UA Schnittstellenstandardisierung mit wachsender Dynamik und internationaler Wahrnehmung. Die Relevanz dieses Harmonisierungsunterfangens wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erkannt und wird im Zuge des Projektes „Interoperable Interfaces for Intelligent Production“ unterstützt. Die Projektergebnisse bilden sowohl im nationalen als auch im internationalen Umfeld einen zentralen Baustein von Industrie 4.0.

„Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und weiteren Interessensgruppen ermöglichet die Harmonisierung der Weltsprache der Produktion, gefördert vom BMWi, die intelligent vernetzte Produktion global auf ein neues Level zu heben“, sagt Andreas Faath.

Umsätze mit „Power X-Change“ Produkten weiter ausgebaut

Exzellente Zahlen präsentierte kürzlich die Einhell Germany AG: Der Spezialist für do-it-yourself-Werkzeuge und Gartengeräte erzielte im dritten Geschäfts-Quartal 2021 erneut hohe Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag. Der Konzern investiert auch weiterhin stark in Produkte und Marketing, um die gute Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung weiter zu stärken. Auch der weitere Ausblick ist positiv. Der Einhell-Vorstand erhöhte zudem die Prognose für das Gesamtjahr.

Die Einhell Germany AG konnte in den Monaten Januar bis September 2021 das Geschäftsvolumen deutlich erhöhen und erzielte einen Umsatz von 686,7 Millionen Euro (Vorjahr EUR 529,6 Mio.) Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 58,8 Millionen Euro und liegt deutlich über dem Vorjahreswert (EUR 37,4 Mio.). Dies entspricht einer Rendite vor Ertragsteuern von etwa 8,6 Prozent (i. Vj. 7,1 Prozent).

Der Einhell-Konzern konnte auch die Umsätze aus den „Power X-Change“ Produkten weiter ausbauen. Die Umsatzzuwächse wurden in allen für den Konzern relevanten Märkten erzielt und bewegen sich deutlich über Vorjahresniveau. Der Anteil der verkauften „Power X-Change“ Produkte am Gesamtumsatz beträgt zum 30. September 2021 37,0 Prozent. Er soll mittelfristig auf deutlich über 50 Prozent ausgebaut werden. In der Region „D/A/CH“ stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 deutlich auf 294,7 Millionen Euro (i. Vj. EUR 234,1 Mio.). Außerdem konnte Einhell besonders in dieser Region die Marktanteile weiter ausbauen.

„Auch im Geschäftsjahr 2021 ist die Endverbraucher-Nachfrage nach unseren ,Power X-Change‘-Produkten ungebrochen hoch. Wir sind sehr dankbar dafür, dass es bei uns so gut läuft. Wir setzen schon seit Jahren konsequent auf den Trend kabellose Freiheit, der jetzt der Turbobeschleuniger für unser Geschäft ist“, kommentiert Andreas Kroiss, CEO der Einhell Germany AG, das Ergebnis.

Das Unternehmen setzt auf die Fortsetzung des Wachstumskurses, auch auf den Märkten weltweit: „Unser internationales Vertriebsnetz werden wir mittelfristig weiterentwickeln, um unsere entsprechenden Umsatzziele erreichen zu können. Dazu müssen wir einerseits in bestehenden Märkten unser Potential weiter ausschöpfen und andererseits neue DIY-Märkte hinzugewinnen, in denen wir bisher nicht präsent sind“, so Andreas Kroiss. Der Bereich Onlinehandel wächst ebenfalls weiter. So wird Einhell im B2B-Bereich den bereits begonnenen Weg zur angestrebten digitalen Leadership konsequent fortsetzen.

Zwei Maßnahmen prägten das dritte Quartal 2021 besonders: Zum einen vereinbarte die Einhell Germany AG zum Start der Bundesliga-Saison 2021/2022 eine „Gold Partnerschaft“ mit dem FC Bayern München und fungiert nun für vier Jahre als „Official Home and Garden Expert“ beim deutschen Rekordmeister und zweifachen Triple-Gewinner. Zum anderen startete Einhell im Herbst eine reichweitenstarke TV-Kampagne, die auch in den nächsten Jahren Bestand haben soll. Inhalt: Gemeinsam mit FC Bayern Münchens CEO Oliver Kahn als neuer weltweiter Markenbotschafter des Unternehmens setzen international bekannte Schauspieler als „E-Team“ das Akkusystem „Power X-Change“ von Einhell in Szene.

„Insgesamt stellen wir fest, dass sich der Einhell-Konzern auf einem erfolgreichen Weg befindet“, freut sich Einhell-CEO Andreas Kroiss. „Aufgrund der bisherigen Erfahrungen während der Pandemie und aufgrund der Stärke in den verschiedenen Vertriebskanälen erwarten wir eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung – hohen Seefrachtraten und Rohstoffpreiserhöhungen zum Trotz.“ Das veranlasst den Vorstand des Einhell-Konzerns auch, die Prognose zu erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2021 geht der Einhell-Vorstand nun von Umsätzen in Höhe von ca. 880 Millionen Euro (bisher: 830 bis 850 Mio. EUR) sowie einer Rendite vor Steuern in Höhe von ca. 8,5 Prozent (bisher: 8,0 Prozent) aus.

Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie führe allerdings nach wie vor zu Unsicherheiten, welche sich noch in nicht abschätzbarem Maße auf die Beschaffungsmärkte und Absatzmärkte auswirken könnten, wirft der Einhell-Chef aber auch einen Blick auf mögliche Risiken.