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Autor: Möbelfertigung

Zulieferprodukte: Insgesamt steigende Preise

Die Zulieferpreise entwickelten sich im Juli 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat einheitlich nach oben. Insbesondere der für die Branche wichtige Preis für Schnittholz legte kräftig um 86,3 Prozent zu. Auch die Preise für elektrischen Strom (+0,3 Prozent), Holzwerkstoffe (+23,1 Prozent), für Kunststoffe (+20,4 Prozent), für Schlösser und Beschläge (+3,0 Prozent), sowie für Erdgas (+97,2 Prozent) stiegen.

Deutsche Möbelausfuhren legen um 17 Prozent zu

„Das Exportgeschäft der deutschen Möbelhersteller hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres überraschend positiv entwickelt“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK). Bis Ende September wuchsen die Möbelausfuhren um 17 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. „Erfreulich ist, dass alle Sparten zweistellig zulegen konnten“, sagt Kurth. Am höchsten fiel das Wachstum bei Küche (plus 19,6 Prozent) und Polstermöbeln (plus 15 Prozent) aus. Auch im Vergleich zum Vor-Krisen-Jahr 2019 liegen die deutschen Möbelausfuhren mit rund 10 Prozent im Plus.

Am stärksten entwickelte sich Frankreich, der größte Absatzmarkt der deutschen Möbelhersteller. Die Verkäufe deutscher Möbel in das Nachbarland kletterten in den ersten drei Quartalen 2021 auf rund 1 Milliarde Euro (plus 30,7 Prozent). Zuwächse gab es auch in der Schweiz (plus 12,2 Prozent), Österreich (plus 17,3 Prozent), den Niederlanden (plus 12,5 Prozent), dem Vereinigten Königreich (plus 21,3 Prozent), Belgien (plus 12,9 Prozent), Italien (plus 20,5 Prozent) und Spanien (plus 22,8 Prozent).

Ihr Geschäft ausbauen konnte die deutsche Möbelindustrie auch außerhalb Europas. Die Möbelverkäufe in die Vereinigten Staaten zogen um knapp 7 Prozent an. In China gelang ein kleiner Zuwachs von knapp 2 Prozent und in Russland ein Plus von knapp 9 Prozent. Insgesamt erwirtschafteten die deutschen Möbelhersteller bis Ende September fast ein Drittel ihres Umsatzes (32,8 Prozent) im Ausland.

Weiterhin dynamisch entwickelten sich die Möbelimporte nach Deutschland mit einem Plus von 18,8 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Auf Platz eins der Lieferländer rangiert weiterhin China. Die Einfuhren aus der Volksrepublik stiegen mit einem Plus von knapp 41 Prozent überdurchschnittlich stark an, während Polen als Zweitplatzierter nur um 6,6 Prozent zulegen konnte. Ins Auge fallen zudem die höheren Importe aus Vietnam (plus 33 Prozent), der Türkei (plus 33 Prozent) und Indien (plus 78 Prozent).

HDH

Geschäftsklima Kunststoff: Lage negativer, Erwartungen stabil

Der ifo-Konjunkturtest für die Kunststoffindustrie zeigt im August 2021 eine negative Entwicklung beim Geschäftsklima. Der Wert für die Lage fiel im August 2021 gegenüber August 2021 von +55 auf +47 Punkte. Im Vorjahresmonat hatte der Wert bei -12 Punkten gelegen. Der Wert bei den Geschäftserwartungen sank im August 2021 gegenüber dem Vormonat geringfügig von +8 Punkten auf +7 Punkte. Der Wert hatte im August 2020 bei +10 Punkten gelegen.

Erweitert das Logistikzentrum von Blum

Dematic erweitert das Logistikzentrum der Julius Blum GmbH nahe der polnischen Stadt Posen. Auf dem Betriebsgelände des österreichischen Herstellers und Vertreibers von Möbelbeschlägen errichtet der Anbieter von Automatisierungstechnik ein neues, vollautomatisches Hochregallager. Im Rahmen dieser Erweiterung installiert das Heusenstammer Unternehmen zudem acht Regalbediengeräte, die für die automatische Ein- und Auslagerung von Paletten sorgen. Weitere Bestandteile der maßgeschneiderten Automatisierungslösung sind schwere Stückgutförderer vom Typ BK25 sowie Tragketten- und Etagenförderer, die bestehende Lagerbereiche mit dem Hochregallager verbinden. Mit dem System vergrößert Blum die Lagerkapazitäten und steigert den Automatisierungsgrad am Standort. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage sind für das vierte Quartal 2023 geplant.

„Dematic hat uns mit einem Gesamtpaket aus intralogistischem Know-how, technischer Qualität und persönlicher Betreuung überzeugt. Die Lösung besteht aus bewährten Standardkomponenten, die sich weltweit bereits in vielen anderen Blum-Werken als höchst zuverlässig und langlebig erwiesen haben“, sagt Markus Schneider, Gruppenleiter Intralogistik bei der Julius Blum GmbH. Neben der intralogistischen Automatisierung inklusive Softwarelösung für das neue Hochregallager umfasst der Auftrag auch den Anschluss an die Bestands-Fördertechnik und die Verbindung der einzelnen Logistikbereiche.

Vor mehr als 40 Jahren hat Dematic das erste Hochregallager der Welt gebaut und nimmt damit in der Branche eine Pionierstellung ein. Für das Blum-Werk in Posen entwickelte das Heusenstammer Unternehmen eine maßgeschneiderte Automatisierungslösung bestehend aus einem neuen Palettenhochregallager, das von acht Regalbediengeräten vom Typ „SR-U1200/1“ mit Teleskopgabel bedient wird. In dem neuen Lagerbereich bevorratet das Unternehmen Komponenten sowie fertige Möbelbeschlagsysteme. Die Regalbediengeräte verfügen über Einradantrieb und sind besonders langlebig. „Durch die modulare Bauweise können die Regalbediengeräte exakt auf unsere Anforderungen ausgerichtet werden“, schildert der Gruppenleiter.

Zum Lieferumfang von Dematic gehören zudem schwere Stückgutförderer vom Typ „BK25“, die der Ein- und Auslagerung ganzer Paletten dienen und dabei in der Lage sind, fünf verschiedene Ladehilfsmittel-Typen zu transportieren. Ergänzt wird das Fördertechnik-Paket von Tragkettenförderern vom Typ T5, die für ein waagerechtes Fördern und rechtwinkliges Ein- und Ausschleusen von Paletten oder Gitterboxen sorgen. Sechs Etagenförderer fungieren als Verbindungselement zwischen den Fördererebenen und heben oder senken das Stückgut bei Bedarf. „Die Lösung garantiert uns optimal aufeinander abgestimmte Prozesse und einen vollautomatischen Materialfluss zwischen den einzelnen Lagerbereichen“, ergänzt Schneider. Darüber hinaus erweitert Dematic das Materialflussrechnersystem und einen Lagerverwaltungsrechner, um sämtliche relevanten Daten automatisch in einem System zusammenfließen zu lassen.

Dematic und Blum verbindet eine lange und erfolgreiche Partnerschaft. Erstmalig versorgte das Dematic Vorgängerunternehmen Mannesmann Demag den Hersteller und Vertreiber von Möbelbeschlagsystemen im Jahr 1986 mit maßgeschneiderter Lagertechnik. „Sowohl die Lösungen von Dematic als auch die Zusammenarbeit haben sich bewährt“, sagt Schneider. Auch an weiteren Standorten ist Dematic für Blum im Einsatz – zum Beispiel in mehreren Werken in Österreich, im Zentrallager in Kanada und im Produktionslager in den USA. Die Automatisierung erfolgt primär mit Regalbediengeräten, Fördertechnik und Kommissionierplätzen sowie der dazugehörigen Software. „Die langjährige Zusammenarbeit, der direkte Kontakt zu Schlüsselpersonen sowie Standards helfen dabei, die gemeinsamen Projekte schnell, zuverlässig und effizient umzusetzen“, resümiert Schneider.

Eignungstest für das Tischlerhandwerk

Die Arbeit mit Holz und anderen modernen Werkstoffen ist für viele Jugendliche ein Traumjob. Doch der Beruf des Tischlers ist zwar attraktiv, aber auch anspruchsvoll. Wer wissen möchte, ob er die nötigen Voraussetzungen mitbringt, um eine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, sollte sich unbedingt vorher schlau machen. Die Innungen des Tischlerhandwerks in Hessen und Rheinland-Pfalz bieten interessierten Jugendlichen hierzu in den kommenden Wochen einen freiwilligen Eignungstest an.

Der etwa einstündige Test umfasst Aufgaben aus den Bereichen Rechnen, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Grundverständnis, Rechtschreibung und Allgemeinwissen. Auch die Konzentrationsfähigkeit wird geprüft. Jeder Teilnehmer bekommt nach dem Test ein Zertifikat mit seinen Ergebnissen. Es gibt Auskunft über die prinzipielle Eignung und rät unter Umständen dazu, Wissenslücken zu schließen und zur besseren Entscheidungsgrundlage ein Praktikum zu absolvieren.

Auch für Tischlereien, die zum neuen Lehrjahr Ausbildungsplätze anbieten, ist der Test nützlich. Denn mit dem Zertifikat können sich die Teilnehmer bei ihnen um eine Lehrstelle oder ein Praktikum bewerben. Die Betriebsinhaber haben so gute Anhaltspunkte, welche Voraussetzungen ein Bewerber mitbringt.

Wer am Eignungstext für das Tischlerhandwerk teilnehmen möchte, kann sich in der Geschäftsstelle der örtlichen Tischler- oder Schreinerinnung über Veranstaltungsort und-datum informieren. Dort erhalten interessierte Jugendliche auch weitere Informationen über die Berufsausbildung im Tischlerhandwerk. Eine Liste der hessischen und rheinland-pfälzischen Innungen findet sich auf der Internetseite des Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz unter https://www.leben-raum-gestaltung.de/innungen/

Ende der Kunststoffverpackungen bis spätestens 2028

Ikea möchte positiven Einfluss auf Menschen und Umwelt haben – und auf diesem Weg geht das Unternehmen nun einen weiteren Schritt, indem es keinen Kunststoff mehr in seinen Verkaufsverpackungen verwenden wird. Diese Maßnahme vollzieht Ikea schrittweise: Bis 2025 werden die Kunststoffverpackungen für neue Sortimente ausgelistet und im bestehenden Sortiment werden die Kunststoffverpackungen bis 2028 ersetzt. Mit der Umstellung möchte Ikea dazu beitragen, Kunststoffabfälle und damit Umweltverschmutzungen zu reduzieren. Zugleich möchte das Unternehmen die Entwicklung innovativer Verpackungslösungen vorantreiben, die vorwiegend aus erneuerbaren und recycelten Materialien bestehen.

Die Verkaufsverpackungen der Ikea Produkte sind ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells des schwedischen Unternehmens sowie ein wichtiger Aspekt in Sachen Erschwinglichkeit, Nachhaltigkeit und einer sicheren Handhabung. Um Kunststoffabfällen und Umweltverschmutzungen entgegenzuwirken, hat Ikea die Menge des Kunststoffs, der in Verpackungslösungen zum Einsatz kommt, bereits deutlich reduziert. Schon heute sind weniger als 10 Prozent der gesamten jährlich verwendeten Ikea Verpackungsmaterialien aus Kunststoff. Und das Unternehmen arbeitet hart daran, die verbleibende Lücke zu schließen: Indem Ikea gänzlich auf Kunststoff in Verkaufsverpackungen verzichten wird, wird das Unternehmen die Umstellung auf erneuerbare oder recycelte Materialien im eigenen Betrieb vorantreiben und auch ein branchenweites Zeichen setzen.

„Der Verzicht auf Kunststoff in Verkaufsverpackungen ist der nächste große Meilenstein auf unserem Weg, Verpackungen nachhaltiger zu machen, die Umweltverschmutzung durch Kunststoff grundsätzlich zu verringern sowie Verpackungen aus erneuerbaren und recycelten Materialien zu entwickeln. Die Umstellung wird in den kommenden Jahren schrittweise erfolgen und der Schwerpunkt wird dabei auf Papier als recycelbarem und erneuerbarem Material liegen“, sagt Erik Olsen, Packaging & Identification Manager bei Ikea in Schweden.

Ikea gibt jährlich mehr als eine Milliarde Euro für rund 920.000 Tonnen Verpackungsmaterial aus. Die Abkehr von Kunststoff in Verkaufsverpackungen wird die Entwicklung neuer Lösungen sowie die enge Zusammenarbeit mit Produktentwicklungsteams und Ikea Lieferantinnen und Lieferanten auf der ganzen Welt erfordern. Lediglich für einige Produkte des Ikea Lebensmittelsortiments werden Kunststoffverpackungen auch weiterhin zum Einsatz kommen – überall dort, wo sie aus Gründen der Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsstandards auch nach 2028 noch nötig sind. Aber auch in diesem Fall, werden sie aus erneuerbaren oder recycelten Quellen stammen.

„Einfallsreichtum hat bei Ikea Tradition und die Verpackungen unserer Produkte sind da keine Ausnahme. Die Abkehr von Kunststoff in unseren Verkaufsverpackungen wird in den kommenden Jahren zweifellos eine Herausforderung darstellen. Mit unserer Initiative möchten wir die Innovation im Verpackungsbereich vorantreiben und unsere Größe und Reichweite nutzen, um über unsere Lieferkette hinaus positive Auswirkungen in der Branche zu erzielen“, so Maja Kjellberg, Packaging Development Leader bei Ikea in Schweden.

Drei Auszeichnungen beim „German Design Award“

Aus den Produkten der Kategorie „Excellent Product Design – Material and Surfaces“ wurde die Rehau „Edelmatt Kollektion“ zum Gewinner gekürt. Matte Oberflächen, ob komplett uniform oder kombiniert mit hochwertigen Kontrastmaterialien, bringen Eleganz in trendige Wohnwelten. Mit der „Edelmatt Kollektion“ können Schreiner, Designer und Industriepartner Möbel und Räume schaffen, die, wie aus einem Guss gestaltet, den Zeitgeist treffen. Ermöglicht wird dies dadurch, dass Oberfläche, Kante und Stauraum im Designverbund erhältlich sind. Die ansprechende Optik wird begleitet von einer angenehmen, samtweichen Haptik mit Soft Touch und Anti-Fingerprint.

Pünktlich zur Bekanntgabe der Preisträger gesellt sich in der „Edelmatt“-Welt von Rehau eine Neuigkeit: Ab sofort können auch Arbeitsplatten in „Rauvisio noir“ bestellt werden.

Wie die Welt der Oberflächen für Kunden und Partner in schriftlicher Form dargestellt wird, war für die Jury des German Design Awards ebenfalls preiswürdig. In der Kategorie „Excellent Communications Design – Editorial“ landete die Rehau Broschüre Oberfläche auf dem Siegerpodest. Im Zuge der Etablierung der neuen Edelmatt Kollektion wurde die Broschüre vom Rehau-Marketingteam komplett überarbeitet. Eine Kreativleistung, die nun belohnt wird: Für das Editorial gab es die begehrte Trophäe.

Rehau ist nachhaltig – und ermöglicht auch seinen Kunden, Produkte einzusetzen, die die natürlichen Ressourcen schonen. Eine Manifestation dieses Ansatzes sind die Kantenprodukte RAUKANTEX eco & evo. Mit „Raukantex eco“ hat Rehau ein Kantenband entwickelt, das zu 50 Prozent aus postindustriellen Rezyklaten besteht. „Raukantex evo“ basiert auf nichtfossilen Vorrohstoffen, durch deren Einsatz kein zusätzlicher Rohölbedarf für das PP-Grundmaterial der Kante entsteht. Die Jury des German Design Awards würdigte diese Innovationen mit einem Preis in der Kategorie „Excellent Product Design – Eco Design“, die eingerichtet wurde, um zu zeigen, dass Design und Nachhaltigkeit keine Gegensätze bilden.

„Auszeichnungen wie der German Design Award sind eine gute Bestätigung und Wertschätzung für unsere neuen Themen und gleichzeitig ist das natürlich auch ein großes Lob an das jeweilige Team“, sagt Hans Peter Mehnert, Head of Product Management Furniture Systems and Components. „Dass es in diesem Jahr gleich drei Gewinner in drei unterschiedlichen Bereichen gab, zeigt uns, dass wir mit unserer Innovationsstrategie auf dem richtigen Weg sind.“

Verkauft Bedding-Sparte an die Aquinos-Gruppe

Recticel hat eine verbindliche Vereinbarung mit der Aquinos-Gruppe über die Veräußerung des Geschäftsbereichs Bedding getroffen. Diese sieht vor, dass das Segment für einen Unternehmenswert von 122,4 Millionen Euro an die Aquinos-Gruppe verkauft wird. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2022 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und Konsultationen.

Allerdings verbleiben die nordischen Bedding-Aktivitäten bei Recticel und werden in das Living & Care Segment von Recticel Engineered Foams integriert. Der Nettoerlös nach Transaktionskosten wird voraussichtlich 97 Mio. EUR betragen, vorbehaltlich abschließender Anpassungen.

Der Geschäftsbereich Bedding von Recticel produziert Matratzen, Lattenroste und Boxspringbetten, die hauptsächlich unter Markennamen wie „Beka“, „Lattoflex“, „Literie Bultex“, „Schlaraffia“, „Sembella“, „Superba“ und „Swissflex“ vermarktet werden, sowie Ingredient-Brands wie „Geltex inside“. Der Geschäftsbereich Bedding umfasst derzeit neun Produktionsstandorte in sieben EU-Ländern – Österreich (1), Belgien (2), Deutschland (2), Polen (1), Rumänien (1), Schweiz (1) und die Niederlande (1) – und beschäftigt rund 1.555 Mitarbeiter. Im Jahr 2020 erwirtschaftete der Geschäftsbereich einen Gesamtumsatz von 225,9 Millionen Euro, ohne die nordischen Bedding-Aktivitäten.

Die 1985 gegründete Aquinos-Gruppe befindet sich in Privatbesitz und hat ihren Hauptsitz in Sinde – Tábua (Portugal). Sie ist mit über 3.300 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Portugal, Frankreich und Polen einer der größten Hersteller von Polstermöbeln und Matratzen in Europa. Die Aquinos-Gruppe, die im Jahr 2020 einen Jahresumsatz von 370 Mio. EUR erzielt hat, beabsichtigt, ihr Bedding-Geschäft weiter auszubauen, indem es ihr bestehendes Produktangebot durch starke Marken ergänzt sowie ihre geografische Reichweite ausdehnt.

„Die Veräußerung des Geschäftsbereichs Bedding ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Verschlankung der Konzernstruktur und zur Verwirklichung unserer strategischen Ziele bei gleichzeitiger weiterer Stärkung unserer Kapitalstruktur“, so Recticell-CEO Olivier Chapelle. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Aquinos-Gruppe einen neuen Eigentümer gefunden haben, der über die kaufmännischen und industriellen Fähigkeiten verfügt, um das volle Potenzial unserer Bedding-Marken, unserer proprietären Technologie und unserer hochqualifizierten Teams zu entfalten.“

 „Die Übernahme des Bedding-Geschäfts von Recticel wird unsere Position auf dem europäischen Markt für Schlafkomfort deutlich stärken“, ergänzt Carlos Aquino, Vorsitzender und CEO der Aquinos-Gruppe. „Die starke Marke und das ergänzende Produktangebot von Recticel werden es uns ermöglichen, eine viel stärker diversifizierte Gruppe mit einer erweiterten geografischen Reichweite zu werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Transaktion innerhalb kürzester Zeit durchführen und abschließen können, und freuen uns darauf, das Bedding-Geschäft und die Teams von Recticel zu integrieren, um unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten.“
Der Verkauf des Bedding-Geschäfts steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre und bestimmter üblicher Abschlussbedingungen und Konsultationen. Die außerordentliche Hauptversammlung der Aktionäre ist für den 24. Dezember 2021 geplant. Der Erlös aus dem Verkauf wird zum Abbau der ausstehenden Schulden verwendet.

VDM

Geschäftsklima bei Möbel-Segmenten positiver

Das Geschäftsklima bei den Möbeln hat sich signifikant verbessert. Der Wert stieg im August 2021 im Vergleich zum Vormonat von +10 auf +21 Punkte. Bei den Büromöbeln gab es einen positiven Trend von +16 auf +39 Punkte, bei den Ladenmöbeln von +13 auf +38 Punkte, bei den Wohnmöbeln von -8 auf +11 Punkte, bei den Polstermöbeln von +1 auf +33. Bei den Küchenmöbeln dagegen fiel der Wert für das Geschäftsklima von +40 Punkten auf +32 Punkte.