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Autor: Möbelfertigung

VDM

Geschäftsklima Möbel: Deutlich bessere Einschätzung der Lage

Das Geschäftsklima in der Möbelindustrie verbesserte sich im August 2021 deutlich. Der Wert für die Geschäftslage stieg im August 2021 im Vergleich zum Vormonat von +7 auf +32 Punkte. Im August 2020 hatte der Wert bei -12 Punkten gelegen. Bei den Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate hingegen zeigt sich die Möbelindustrie pessimistischer: Hier fiel der Wert im Vergleich zum Vormonat von +14 Punkten auf +11 Punkte. Im Vorjahresmonat hatte der Wert für die Geschäftserwartungen bei +10 Punkten gelegen.

Pilotprojekt für eine nachhaltigere Produktion

Beim Beschlagspezialisten Hettich hat die Zukunftsreise in Richtung „grüner Stahl“ bereits begonnen: In einem Pilotprojekt hat das Unternehmen in diesem Sommer Kaltband-Coils mit reduziertem CO2-Fußabdruck aus deutscher Herstellung für Komponenten seiner Topfscharnierserie Sensys bezogen. Die ersten Qualitätsprüfungen waren positiv, und das ist ein ermutigendes Ergebnis für Hettich. Langfristig möchte man gemeinsam mit Kunden und Partnern möglichst nicht nur CO2-arme, sondern sogar CO2-neutrale Produkte entwickeln und herstellen.
Jan Hobert, Lead Buyer Stahl bei der Hettich Management Service GmbH in Kirchlengern, hat das Hettich-Pilotprojekt „CO2-armer Stahl” betreut. „Die ersten drei Kaltband-Coils, die wir im September von der Bilstein Group bezogen haben, weisen gegenüber konventionell erzeugtem Stahl einen deutlich reduzierten CO2-Fußabdruck auf. Über den gesamten Fertigungsprozess sind über 70 Prozent weniger CO2-Emissionen angefallen.” In absoluten Zahlen heißt das: Nur 630 kg/t CO2 gegenüber 2.190 kg/t. Allein mit diesen drei Coils wurden also rund 90 Tonnen CO2 eingespart. Dies entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von 50 PKW bei einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von 15.000 km pro Jahr. In der gesamten Hettich Gruppe liegt das Vermeidungspotential durch den Einsatz des klimafreundlicheren Materials bei über 450.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Aber auch das zweite Ergebnis dieses Testlaufs ist für Hettich zukunftsweisend, wie Jan Hobert erklärt: „Unsere internen Tests belegen, dass der CO2-arme Stahl dem konventionellem Material in puncto Qualität und Verarbeitbarkeit in nichts nachsteht.”
Das Pilotprojekt bei Hettich war zunächst auf ein ausgewähltes Scharnierbauteil begrenzt, denn größere Mengen des CO2-armen Stahls sind kurzfristig nicht lieferbar und noch ist der Aufpreis pro Tonne erheblich. Außerdem lässt sich derzeit nicht abschätzen, ob und wie die Serienherstellung von CO2-reduzierten Produkten künftig möglich sein wird. In jedem Fall werden weitreichende Umstellungen in Zulieferung und Produktion notwendig sein. Bei Hettich ist man dennoch entschlossen, diesen Kurs weiter zu verfolgen, betont Geschäftsführer Uwe Kreidel: „Das Pilotprojekt war nur ein erster, wichtiger Schritt dem Weg zur Verarbeitung von CO2-reduziertem Stahl in der Serie. Wir arbeiten weiter an neuen Lösungen und freuen uns über interessierte Kunden, mit denen wir über den Zwischenschritt der CO2-armen Produkte langfristig sogar CO2-neutrale Produkte entwickeln können. Es ist eine Zukunftschance, die wir unbedingt nutzen möchten.”
Für den Beschlaghersteller Hettich ist Stahl von jeher ein zentrales Thema. Die vorteilhaften Werkstoffeigenschaften, die dieses Material mitbringt, sind maßgeblich für die hohe Qualität und Langlebigkeit der Produkte: Stahl ist zu 100 Prozent recyclingfähig und sogar „multi-recyclingfähig“, das heißt, er lässt sich unendlich oft einschmelzen und wiederverwenden. Außerdem kann man Stahl durch Legieren, Nachbehandlungen und Weiterverarbeitung gezielt an neue Anforderungen anpassen. Er lässt sich leicht zerteilen, pressen und transportieren, und da Stahl magnetisch ist, kann man ihn leicht sortieren und trennen. In seiner Produktentwicklung setzt Hettich bei der Stahlnutzung zudem auf optimiertes Materialmanagement: So viel wie technisch nötig – aber so wenig wie möglich. Und damit die Werkstoffe am Ende eines langen Produktlebens einfach wieder dem Materialkreislauf zugeführt werden können, achtet das Unternehmen auf Konstruktionssysteme, die ein möglichst sortenreines Recycling, einfache Demontierbarkeit und werkzeuglose Trennung der Bauteile erlaubt. – Die Kehrseite der Stahl-Medaille ist allerdings der erhebliche Primärenergiebedarf bei der klassischen Herstellung in der Hochofenroute.
Allein in Deutschland verursacht die Stahlindustrie aktuell rund ein Drittel der industriellen Treibhausgasemissionen. Um die Ziele der europäischen Klimaschutzpolitik und der nationalen Klimaschutzpläne zu erreichen, die bis zur Jahrhundertmitte eine Treibhausgasneutralität fordern, muss die ressourcenintensive Stahlproduktion umgebaut werden. Das 2020 gestartete „Handlungskonzept Stahl“ der deutschen Bundesregierung setzt ein Signal für klimafreundlichen Stahl „made in Germany“ und für die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft. Alle namenhaften deutschen Stahlhersteller arbeiten derzeit an alternativen Produktionsverfahren, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und schließlich ganz zu vermeiden. Perspektivisch können demnach Wasserstoff und Strom aus regenerativen Quellen den bisher zur Stahlherstellung benötigten Kohlenstoff komplett ersetzen und damit die CO2-Emissionen in der Stahlerzeugung um mehr als 95 Prozent senken.

Vor diesem Hintergrund will man bei Hettich rechtzeitig die Weichen neu stellen – zumal die aktuellen Verwerfungen und Preisexplosionen auf den internationalen Stahlmärkten für große Unsicherheit sorgen. Jürgen Werner, Geschäftsführer Hettich: „Ein nicht unerheblicher Teil unserer Kunden ist regional in Ostwestfalen-Lippe angesiedelt. Auch aus diesem Grund sind wir bestrebt, die Supply Chain möglichst effizient und krisensicher zu gestalten. Die Perspektive, mittel- oder langfristig CO2-reduzierten Stahl aus deutscher Produktion beziehen zu können, wird ein wichtiger Faktor für mehr Planungssicherheit und mehr Nachhaltigkeit sein.”

„Techtextil“ und „Texprocess“ 2022

Endlich wieder Innovationen live erleben

Neustart nach coronabedingter Pause: Vom 21. bis 24. Juni 2022 bringen die „Techtextil“ und die „Texprocess“ die Branche der technischen Textilien und der textilen Verarbeitungsindustrie wieder physisch in Frankfurt am Main zusammen. Diese ausstellenden Unternehmen und Themen erwarten die Fachbesucher:innen.

Rund acht Monate vor der ersten Frankfurter Ausgabe der „Techtextil“, internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe und der „Texprocess“, internationale Leitmesse für die Verarbeitung textiler und flexibler Materialien, haben sich für beide Veranstaltungen rund 900 Aussteller:innen, darunter viele Organisator:innen von Gemeinschaftsständen, angemeldet.

Die Zahl der Anmeldungen für die „Techtextil“ liegt aktuell bei etwa 85 Prozent der Vorveranstaltung zum gleichen Zeitpunkt. Die „Texprocess“ verzeichnet bislang rund 70 Prozent des Anmeldestands der Vorveranstaltung.

„Es kommt wieder Bewegung in die Branche und der Bedarf, sich über neue Entwicklungen auszutauschen und Innovationen live zu erleben, ist enorm – ob national oder international. Die Unternehmen haben in den letzten mehr als eineinhalb Jahren der Pandemie nie dagewesene Herausforderungen meistern müssen. Viele Unternehmen haben sich ganz neu aufgestellt und gleichzeitig Innovationen auf den Weg gebracht. Darüber wollen sie sich nun mit einem internationalen Publikum austauschen“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies, bei der Messe Frankfurt.

„Die ,Techtextil‘ und ,Texprocess‘ werden im Juni 2022 den Blick nach vorne ermöglichen. Die Verwerfungen der Pandemie und die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit richten den Fokus noch stärker auf flexible, digital automatisierte und nachhaltige Produktionsstrukturen. Unter anderem werden diese auch regionaler sein, als bisher“, so Elgar Straub, Managing Director, VDMA Textile Care, Fabric and Leather Technologies. „Angepasste technologische Lösungen sind vorhanden und werden immer stärker nachgefragt. Die hohen Anmeldezahlen zeigen den Bedarf nach Austausch.“

Beide Messen finden als hybride Veranstaltungen statt und umfassen neben dem physischen Messeangebot mit Rahmenprogramm zahlreiche digitale Zusatz-Angebote für Aussteller:innen und Besucher:innen.

Ob die UN Decade of Action, die bis 2030 die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele weltweit vorsieht, der Green Deal der Europäischen Kommission, der Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen soll, oder das kürzlich von der deutschen Bundesregierung verabschiedete Sorgfaltspflichtengesetz („Lieferkettengesetz“), das Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten haftbar macht: Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, das auch die Textil- und Modeindustrie bewegt und zu dem die Branche aufgrund ihrer Größe und ihrer Auswirkungen auf Mensch und Natur viel beitragen kann.

Mit „Sustainability@Techtextil“ und „Sustainability@Texprocess“ stellen beide Leitmessen im Juni 2022 Nachhaltigkeitsansätze der ausstellenden Unternehmen und Institutionen in den Fokus. Fachdiskussionen ergänzen das Thema. Erneut zeichnen die „Techtextil“ und „Texprocess Innovation Awards“ in einer eigenen Kategorie zudem herausragende Leistungen in Sachen Nachhaltigkeit in der Branche aus.

Dynamisch und divers: Die Textilbranche ist in Bewegung und textile Startups sind in zahlreichen Zukunftsbereichen wie 3D-Design, Blockchain, E-Commerce oder Nachhaltigkeit aktiv. Die „Techtextil“ und „Texprocess“ stellen erstmals auf einem eigenen Areal internationale Startups für technische Textilien und die textile Verarbeitung vor. Das Areal ergänzt das bewährte und vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützte Areal „Junge innovative Unternehmen aus Deutschland“, in dem sich junge Unternehmen mit Sitz in Deutschland vorstellen, die maximal zehn Jahre am Markt sind.

Der textile Nachwuchs steht zudem im Mittelpunkt des „Texprocess“ -Campus, auf dem sich Hochschulen und Universitäten präsentieren.

Vom Baumwollanbau, über wasserschonende Färbeverfahren bis zum Finishing: So zeitlos Denim-Mode ist, so zahlreich die Mythen und Fakten rund um deren Nachhaltigkeit, aber auch so vielfältig die Innovationen der Branche. Mit der Denim Future Factory (DFF) widmet die „Texprocess“ 2022 der Denimindustrie einen thematischen Schwerpunkt.

Mit den „Techtextil“ und Texprocess Foren erhalten Besucher:innen beider Messen an allen Messetagen hochaktuelle und facettenreiche Einblicke in eine Vielzahl an Branchenthemen.

Hervorragende Neu- und Weiterentwicklungen bei technischen Textilien, Vliesstoffen und funktionalen Bekleidungstextilien sowie Technologien und Prozesse für die Verarbeitung von Textilien und flexiblen Materialien werden auch in 2022 mit den „Techtextil“ und „Texprocess“ Innovation Awards ausgezeichnet.

Mit der Ausgabe 2022 nutzen die „Techtextil“ und die „Texprocess“ mit den Hallen 8, 9, 11 und 12 erstmals das Westgelände der Messe Frankfurt. Hinsichtlich der jeweils geltenden Hygienebestimmungen steht die Messe Frankfurt in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, um den Schutz von Aussteller*innen und Besucher*innen zu jedem Zeitpunkt bestmöglich zu gewährleisten.

Mit der Verschiebung in das Jahr 2022 ändern beide Messen zur kommenden Ausgabe zudem ihren Messerhythmus und wechseln dauerhaft in die geraden Jahre. Auch für 2024 steht mit dem 23. bis 26. April bereits ein neuer Messetermin fest.

Anmeldungen für die „Techtextil“ und „Texprocess“ sind weiterhin möglich.

Schon jetzt top besetzt

Über 80 Aussteller zählen die „Partnertage Ostwestfalen“ 2022 Stand heute. Neben starken Marktplayern für das Volumengeschäft Möbel sind vom 1. bis 3. Februar interessante Newcomer mit verkaufsstarken Angeboten vertreten. Erwartet werden circa 120 Teilnehmer. Es besteht also noch die Möglichkeit auf einen Standplatz im Messezentrum Bad Salzuflen.

Mit von der Partie sind langjährige Teilnehmer wie Benformato, Cilek, Domo, Duo Collection, Elfo, Euro Diffusion, Finori, Forte, Gradel, Hela, IMV, Mäusbacher, MCA, Quadrato, Reality, Sun Garden, Trendteam, Unico und Vierhaus. Dazu gesellen sich im Februar nächsten Jahres interessante neue Aussteller aus verschiedenen Sortimentsbereichen, die mit ihren Möbeln und Accessoires innovative Anreize setzen, um das Volumen-Geschäft gleich früh im Jahr anzuschieben. Zu den Newcomern gehören Firmen wie Brix, Livingfurn, Modam’s Mobilya, Tradepoint, Xonox, Yatas und Zoe Furnconsult.

Ob Stuhl, Ecksofa, Einzelmöbel, Boxspringbett oder Wohnwand – alles, was verstärkt im Konsum nachgefragt wird, ist auf den „Partnertagen Ostwestfalen“ 2022 in großer Menge und Vielfalt zu haben. Das gesamte Angebot dreht sich um Bestseller, Aktionsware, Trendsetter und gut verkäufliche Sortimente. Die Einkäufer der unterschiedlichen Vermarktungsschienen werden vom 1. bis 3. Februar im Messezentrum Bad Salzuflen fündig. Die Wichtigkeit und Bedeutung der Veranstaltung belegt die Öffnung von den benachbarten Hausmessen in der Möbelregion Ostwestfalen. „Liefern ist aktuell nicht ohne. Gerade in Zeiten wie diesen kommt es darauf an, gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, so die Initiatoren, die schon jetzt gerne ihre Einladung zum Besuch des beliebten Branchentreffs für den Möbelkonsum aussprechen.

Idee der „Partnertage Ostwestfalen“ ist es, Volumenabnehmern einen eigenen Ordertermin zu Beginn des Jahres anzubieten. Im Mittelpunkt der sympathischen, außergewöhnlichen Veranstaltung stehen Werbeware und Aktionsartikel für Frequenz und Umsatz. Zudem bieten die Industriepartner umsatzstarke Sortimente für die konsumigen Preislagen stationär wie online. Neben der lockeren Arbeitsatmosphäre sind intensive Gespräche und persönliche Kontakte die wichtigen Markenzeichen dieser einmaligen Veranstaltung.

Neue Katalog-Sets 2022

Zum ersten Januar 2022 wird der neue Naber Gesamtkatalog gültig. Für die Ordner 21/22 versendet der Küchenzubehör-Vollsortimenter druckfrische Katalog-Sets, die gegen die Inhalte 2021 auszutauschen sind. Bei Herstellung und Transport werden enorme Ressourcen eingespart, wenn die Ordner 1 „Basics“, 2 „Tech“ und 3 „Interieur“ zwei Jahre in Folge genutzt werden. Kunden von Naber sind mit dieser Praxis seit längerem vertraut. Neukunden erhalten selbstverständlich ein komplettes Katalog-Trio mit Ordnern und Innenseiten.

In Bewegung geraten außer den gedruckten Katalogseiten auch jede Menge Daten: Im Laufe des Dezembers stellt Naber den Gesamtkatalog 2022 zum Download auf naber.com zur Verfügung. Als Nachschlagewerk eignen sich die PDF-Dateien, die für alle Interessierten bereitstehen. Registrierte Händler können die Daten im Händlerportal auch im XLSX- und CSV-Format abrufen und sie in ihren Webshop und das Warenwirtschaftssystem integrieren.

Zusätzlich werden die aktualisierten IDM-Daten des Gesamtkataloges für die Küchen-Planungssoftwares bereitgestellt. Sie profitieren darüber hinaus von voller Transparenz bei allen Bestellvorgängen und beim Vorab-Prüfen der Lieferbarkeit des von ihnen gewünschten Küchenzubehörs.

Über die Eigenschaften und Funktionsweisen der Produkte und technischen Systeme informiert Naber zusätzlich in Form von Broschüren und Videos. In der „Service“-Rubrik auf naber.com befinden sich die Videothek und der Download-Bereich mit digitalisierten Produkt-Broschüren. Spezielle Websites mit multimedialen Inhalten können zu den hochaktuellen Themen Lichttechnik und Lüftungstechnik aufgerufen werden: naber.com/lic und compair-flow.com.

„Domotex“ 2022

Wird nicht im Januar 2022 stattfinden

Die „Domotex“ wird im Januar 2022 nicht stattfinden. Das hat die Deutsche Messe AG als Veranstalterin der führenden Messe für Teppiche und Bodenbeläge mitgeteilt.
 
„Wir haben bis zuletzt gemeinsam mit den ausstellenden Unternehmen für die ,Domotex‘ gekämpft und stehen seit Monaten täglich im Austausch mit der Branche“, sagt Sonia Wedell-Castellano, Global Director „Domotex“, Deutsche Messe AG. „Die ,Domotex‘ ist im besonderen Maße von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen, denn die überwiegende Mehrheit der Aussteller und -Besucher kommt aus dem Ausland. Angesichts des aktuellen Pandemie-Geschehens ist jedoch mit einer kurzfristigen Erholung des internationalen Geschäftsreiseverkehrs nicht zu rechnen“, ergänzt Wedell-Castellano.
 
Noch vor gut einem Monat wollten die Veranstalter die „Domotex“ im Südteil des Messegeländes in Hannover in einem kompakten Format als Re-Start-Veranstaltung in drei Hallen ausrichten und so der Branche nach nahezu zwei Jahren Pandemie die Chance auf ein physisches Treffen ermöglichen. Wedell-Castellano: „Was vor einem Monat noch als realistisches und vielversprechendes Re-Start-Szenario galt und vom Markt auch gut angenommen wurde, hat sich in den letzten Tagen als nicht mehr darstellbar gezeigt.“

Die Veranstalter prüfen einen „Domotex“-Termin im weiteren Verlauf des Kalenderjahres 2022.

Gefahr durch Cyberangriffe wächst stark

Die deutsche Wirtschaft ist immer stärker von Hackerangriffen bedroht: „Die Zahl der Cyberattacken nimmt rasant zu“, warnte Manuel Bach, Leiter des Referats „Cyber-Sicherheit für Kleine und Mittlere Unternehmen“ beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), auf dem VHK-VDM-Webinar „Cybersicherheit ist Chefsache“, das am 17. November mit mehr als 90 Teilnehmern großes Interesse verzeichnete. Im bisherigen Jahresverlauf habe das BSI 14,8 Millionen Meldungen zu Schadprogramm-Infektionen an die deutschen Netzbetreiber übermittelt – und damit doppelt so viele wie im gesamten Vorjahr, sagte Bach.

Bestimmendes Thema sind seinen Beobachtungen zufolge seit zwei Jahren die Ransomware-Attacken. Dabei verschlüsseln Cyberkriminelle mit Schadsoftware Daten auf den Computern von Unternehmen, Behörden oder sonstigen Einrichtungen und fordern Lösegeld für die Entschlüsselung. Häufig werden zuvor auch Daten von den Angreifern ausgeleitet und die Opfer zusätzlich damit erpresst, dass die Daten veröffentlicht werden, wenn sie die Lösegeldforderung nicht erfüllen. Die Kriminellen operieren unter anderem mit E-Mails mit schädlichen Anhängen oder Links, mit Angriffen auf externe Netzwerkverbindungen oder der Ausnutzung von Softwareschwachstellen. Ein bekanntes Beispiel ist der gefährliche Trojaner „Emotet“, der derzeit erneut verbreitet wird.

Opfer eines Ransomware-Angriffs wurde im Juni 2021 der deutsche Polstermöbelhersteller Himolla. Zwölf Tage lang hätten alle europäischen Werke stillgestanden, obwohl man umfangreiche Vorkehrungen für solche Fälle getroffen habe, berichtete Geschäftsführer Ralph Bestgen. Das Unternehmen richtete einen Krisenstab ein, informierte die zuständigen Stellen beim Landeskriminalamt, dem BSI und der Datenschutzbehörde und beauftragte externe Dienstleister mit der Forensik und der Wiederherstellung der Daten. Bestgens Empfehlung an die Webinar-Teilnehmer lautete, die IT-Systeme abzusichern und regelmäßig zu überprüfen, Stresstests durchzuführen und Notfallpläne zu entwickeln. Zudem müsse das Thema auf der obersten Führungsebene angesiedelt werden.

Nicht nur Großkonzerne, sondern auch kleine und mittelgroße Unternehmen würden zum Ziel von Hackern, stellte Dirk Nehring, technischer Leiter beim Bielefelder IT-Systemhaus MarcanT AG, fest. Nötig seien unter anderem eine Optimierung der bestehenden IT-Infrastruktur unter Einsatz von Cloud-Lösungen, die Einrichtung hochmoderner Firewalls sowie regelmäßige Updates und Backups. Gleichzeitig müssten die Mitarbeiter geschult und für die hohen Risiken sensibilisiert werden.

Den Abschluss bildeten Impulsvorträge von zwei Kooperationspartnern der Holz- und Möbelverbände: Sven Grimm, Senior Underwriter Haftpflicht bei der Allianz, machte auf die Möglichkeit aufmerksam, sich mit einer Cyberpolice beispielsweise gegen Schäden zur Wiederherstellung von Daten, gegen Schäden durch eigene Betriebsunterbrechungen sowie gegen Haftpflichtansprüche Dritter abzusichern. Als ergänzende Option stellte Rüdiger Kirsch, Global Fidelity Expert bei Euler Hermes, die Vertrauensschadenversicherung vor, mit der sich Unternehmen etwa gegen vorsätzlich verursachte Cyber- und Vertrauensschäden schützen können.

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), und Christian Langwald, Leiter Wirtschaft und Statistik, bedankten sich bei allen Referenten für die spannenden und aufschlussreichen Vorträge.

Geschäftsführerin Larissa Kuntz von Business Magazin ausgezeichnet

Das Wirtschaftsmagazin Business Insider Deutschland hat am 28.10.2021 25 Zukunftsmacherinnen gekürt, die ihre Branche nachhaltig verändern möchten. Mit dabei ist unsere Chefin Larissa Kuntz und das erfüllt uns echt mit Stolz!

Ihre konsequente und zielstrebige Arbeit hat in der #Holzbranche Zeichen gesetzt und es ist eine große Anerkennung ihrer Leistung mit dieser Auszeichnung bedacht zu werden – neben Frauen aus Konzernen wie Coca Cola, SAP, Lufthansa, Siemens oder der Otto Group.

Die Story dahinter und welche #Powerfrauen noch ausgezeichnet wurden, lesen Sie hier: https://www.businessinsider.de/wirtschaft/die-neuen-frauen-das-sind-die-25-zukunftsmacherinnen-die-i…

HDH

Geschäftsklima bei Holz – Lage und Erwartungen negativer

Die Geschäftslage der Unternehmen im Holzgewerbe fällt im August 2021 zum Vormonat etwas ab von +68 auf +57 Punkte. Im August 2020 hatte dieser Wert bei +30 Punkten gelegen. Die Geschäftserwartungen fielen im Vergleich zum Vormonat von +8 auf -5 Punkte. Im August 2020 hatte der Wert bei -7 Punkten gelegen.