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Autor: Möbelfertigung

Umsatzwachstum in allen Bereichen

„Wachstum kann ich bestätigen“, so Team 7-Inhaber Dr. Georg Emprechtinger Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz. Damit meinte er nicht nur den Bau der „Team 7 Welt“, der voranschreitet, sondern auch die Umsätze. Über deren Höhe mochte er allerdings noch nichts sagen, wohl aber, dass alle Bereiche zulegen konnten und keiner besonders herausragt oder abfällt. Es gäbe zu viele Unwägbarkeiten, gerade was die Auslieferungen bis Jahresende angehen, sodass das eine seriöse Aussage noch nicht möglich sei. Zu übertreffen sind 101 Millionen Euro Umsatz aus dem Jahr 2020.

Die Absage der „Imm Cologne“ habe Team 7 diesmal deutlich stärker getroffen als vor einem Jahr, weil sie damals nicht so überraschend kam. Doch Dr. Emprechtinger ist vom erfolgreichen Comeback der Möbelnmesse überzeugt. Dass die Messe nicht stattfinde, ändere nichts an der Bedeutung der „Imm Cologne“. Der Bedarf für diese Messe sei da und Team 7 beim Re-Start 2023 dabei.

Die Neuheiten für 2022 werden wie im vergangenen Jahr in Deutschland und Östereich in den Team 7-Stores präsentiert und in der Schweiz, wo es keine eigenen Geschäfte gibt, im Porschezentrum in Zug. Viel passiert ist im „Wohnoffice“ – den Begriff habe Team 7 sich schützen lassen. Die flexiblen Office-Möbel kombinieren Wohnen, Natur und Arbeiten für das Trendthema „New Work“. Neu ist der „Pisa“-Schreibtisch von Kai Stania, der auch als Stehpult eingesetzt werden kann und über Steckdosen, USB-Anschlüsse sowie eine optionale Medienklappe verfügt. Dazu passt der neue „Lui“-Drehstuhl, beide sollen, wie Dr. Emprechtinger erklärte, später auch in der „Team 7 Welt“ eingesetzt werden. Das „Cubus“ Wohnen-Programm wurde um eine 39 Millimeter starke Platte für Holzliebhaber erweitert, die auch auskragen kann, sowie um übereck einsetzbare Alurahmentüren in Schwarz matt sowie Klar- oder Rauchglas. Neu sind Schlafzimmerschränke mit durchgängigen Korpusgrößen, einheitlichen Frontprogrammen und einer neuen Beschlagtechnik. Sogar eine Kombination von Dreh- und Schwebetüren ist möglich.

Schon vor weit über 40 Jahren konsequent auf nachhaltige, ab 2000 auch auf designbetonte Holzmöbel und rechtzeitig auf eine individuelle Fertigung gesetzt zu haben, sei heute ebenso ein Vorteil wie der, die komplette Wertschöpfungskette in eigenen Händen zu halten, vom Wald bis zum Möbel. Aktuell verlassen ca. 1.000 Kundenkommissionen pro Woche das Unternehmen. Bis 2024 soll die „grüne Fabrik“ fertig sein. „Wir möchten mehr als nur Möbel bauen. Uns geht es darum, mit unseren nach Maß gefertigten Naturholzmöbeln zu überzeugen, Ökologie mit Ästhetik zu verbinden und den grünen Gedanken in die Welt zu tragen.

Im Jahr 2025 plant Dr. Georg Emprechtinger, das Unternehmen in die Verantwortung seines Sohnes Stefan (31) zu übergeben. Der auch in den USA ausgebildete, studierte Betriebswirt, sammelt aktuell Praxiserfahrungen als Unternehmensberater.

Impfangebot weitergeführt

Im Juni diesen Jahres hatte Hettich am Hauptsitz in Kirchlengern ein Impfzentrum eröffnet. Das Angebot richtete sich an die ostwestfälischen Kollegen sowie Familienangehörige und am Standort tätige Servicepartner. Da das Impfangebot großen Zuspruch erhielt, ließ Hettich dieses nun wieder aufleben. An verschiedenen Terminen in diesem und im neuen Jahr führt das Hettich Pandemie-Team mit Unterstützung der Anästhesiepraxis Bruns und Hoffknecht Erst- und Auffrischungsimpfungen durch.

Im Sommer hatte das Team alle örtlichen Gegebenheiten geprüft und entschieden, die Impfungen in unternehmenseigenen Räumlichkeiten durchzuführen. Bei der Impfaktion im Dezember und Januar wird für die Impfungen das Testzelt am Standort Kirchlengern genutzt. Selbstverständlich entspricht der gesamte Prozess den Anforderungen der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften.

„Wir freuen uns, dass wir unseren Hettich Kolleginnen und Kollegen erneut ein Angebot für eine Covid-19 Impfung machen können“, berichtet Lars Bohlmann, Geschäftsführer bei Hettich. „Schließlich ist es uns sehr wichtig, einander zu unterstützen und füreinander da zu sein.“

Zur Auswahl stehen die mRNA Impfstoffe BionTech und Moderna. Die Impfaktion fand bisher an zwei Tagen statt. Da die Nachfrage insbesondere an Boosterimpfungen sehr groß war, wurden kurzfristig weitere Zeitfenster für Termine eingerichtet. Über 600 Menschen haben sich an den zwei Tagen impfen lassen. „Weiter geht es dann im neuen Jahr“, blickt Inga Hepermann vom Hettich Pandemie-Team motiviert und zugleich dankbar nach vorne. „Wir sind überwältigt, dass uns so viele Kolleginnen und Kollegen aus ganz verschiedenen Unternehmensbereichen sowie externe Unterstützer so großartig unter die Arme greifen.“

Erfolgreiche „FurniTour“ führte durch 15 Länder

Rehau on Tour – so lautete die Devise von Juni bis November. In dieser Zeit ging die „FurniTour“ der Division Furniture Solutions auf Europa-Tournee und holte etwas von der Messeatmosphäre, die die Branche schmerzlich vermisst, zurück. Für die „FurniTour“ hatte das Unternehmen zwei verschiedene Messestände entwickelt: einen eigenständigen Auftritt mit einer Standfläche von 80 bis 120 Quadratmetern, mit dem das Unternehmen in der Ukraine, der Schweiz, in Spanien, Ungarn, Österreich, Großbritannien und Portugal Station machte. Eine Kompaktvariante mit maximal 40 Quadratmetern tourte in Kooperation mit lokalen Händlern durch Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Slowakei, Bosnien, Griechenland und Rumänien.
Rehau nutzte auf der „FurniTour“ die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen zu zeigen und vor allem intensive Gespräche zu führen. „Auch unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Covid-Sicherheitskonzepte hatten wir viel mehr Zeit für den einzelnen Kunden als auf einer großen Messe“, sagen die beiden Sales-Direktoren EMEA Thomas Ponater und Jochen Luft bei Rehau. Die Zahlen sprechen für sich: Bei einigen Veranstaltungen wurden mehr als 100 Kundenkontakte gezählt.

Die Zwischenstopps der „FurniTour“ waren so unterschiedlich, wie es die Einsatzbereiche der Rehau-Produkte sind: In Österreich etwa fand die mobile Messe im historisch-schönen Ambiente des Schlosses Traun statt. In Zürich wurde kurzerhand das Verkaufsbüro in einen temporären Showroom umgewandelt. Die Kompaktvariante kam in Rumänien zum Einsatz: Nach dem Tourauftakt auf der Möbelmesse „BIFE-SIM“ in Bukarest rollte die „FurniTour“ Romania durch acht weitere Städte – jeweils in Kooperation mit den wichtigsten Händlern vor Ort. „Die FurniTour war wirklich ein voller Erfolg“, schwärmt Dan-Constantin Pogaceanu, Vertriebsleiter Südosteuropa.

„In den Ländern und Regionen, in denen Rehau bereits etabliert ist, konnten wir mit unseren Partnern sprechen und unsere Neuheiten mal jenseits von Videokonferenzen vorstellen. Durch die vielen Stationen konnten wir beispielsweise in Rumänien einen direkten Dialog mit den Fachleuten nahezu im ganzen Land aufbauen. Regional und ganz nah an den Zielgruppen Industrie, Schreiner und Innenarchitekten.“

Investitionen des Baugewerbes im Jahr 2020 um 3,4 % gestiegen

Die Bauunternehmen in Deutschland mit 20 und mehr Beschäftigten haben im Jahr 2020 knapp 5,2 Milliarden Euro in Sachanlagen investiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 170 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (+3,4 %). Damit überstieg das Investitionsvolumen erstmals die Grenze von 5 Milliarden Euro.

Die Investitionen in Sachanlagen (zum Beispiel Baumaschinen, Geräte und Gebäude) haben sich im Vorjahresvergleich in nahezu allen Wirtschaftszweigen des Baugewerbes erhöht. Die stärksten prozentualen Zuwächse gab es in den Wirtschaftszweigen „Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellenarbeiten“ mit +9,4 Prozent auf 249 Millionen Euro, „Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten“ mit +6,1 Prozent auf 801 Millionen Euro und „Leitungstiefbau und Kläranlagenbau“ mit +5,9 Prozent auf 568 Millionen Euro. Rückläufig waren die Investitionen in Sachanlagen im Vergleich zu 2019 im Wirtschaftszweig „Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken“ mit -2,2 Prozent auf 884 Millionen Euro.

Aussteller sollen über Verschiebung in den Juli entscheiden – Umfrage bis 14. Januar

Corona lässt keine langfristigen Planungen zu – nachdem in Deutschland und Europa alle gehofft haben, dass uns das Virus nie wieder so fest im Griff haben wird, wie 2020, spitzt sich die Lage erneut zu. Eine Branche, die direkt massiv betroffen ist, dabei wurde gerade im kleinen Rahmen wieder „Fahrt aufgenommen“, ist der Veranstaltungs- und Messebereich. Nachdem mit der „Imm Cologne“ die Koelnmesse eine ihrer bedeutendsten Messen in 2022 gekippt hat, machen sich jetzt offensichtlich auch die Nürnberger Gedanken um ihr Messedoppel „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau-Frontale“. Zumindest ist dies aus einer E-Mail herauszulesen, die heute am späten Nachmittag an alle angemeldeten Aussteller ging.

Aufgrund der momentan sehr dynamischen Situation hat der Messeveranstalter kurzfristig das „Nürnberger Modell“ erarbeitet, welches Kundenwünsche, Planungssicherheit und rechtliche Verbindlichkeit in Zeiten der Pandemie bestmöglich vereinen soll – und so eine Messeteilnahme optimal unterstützt.

Die NürnbergMesse muss derzeit den Spagat zwischen dem rechtlichen Rahmen für Messen, aber dem unberechenbaren Pandemieverlauf schaffen. Entsprechend der Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und des neuen Infektionsschutzgesetzes sind Messen und Kongresse Stand heute gesetzlich zulässig. Und wurden auch auf Basis eines Hygienekonzepts, das gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung entstand, in Nürnberg erfolgreich durchgeführt. Auf der anderen Seite muss auch die NürnbergMesse aufgrund des aktuell dynamischen Infektionsgeschehens mit kurzfristigen Anpassungen beziehungsweise Verschärfungen der Gesetzgebung auf Bundes- und Landesebene rechnen.

Laut Ausstellerinformation ist eine zunehmende Verunsicherung unter den Ausstellern des Messedoppels „Holz-Handwerk“/„Fensterbau-Frontale“ spürbar. „Viele Aussteller sind auf uns zugegangen und haben um die Prüfung eines Verschiebungstermins gebeten, um sich in der derzeitigen Lage mit dynamischen Infektionsgeschehen zeitlich etwas Luft zu verschaffen. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Unter gemeinsamer Prüfung aller Aspekte und des vollen Messekalenders würde sich eine Verschiebung auf 12. bis 15. Juli 2022 ergeben. Mit diesem Termin verbinden wir auch die Erwartung, dass mit Zugang zum Frühjahr hin die Situation immer stabiler werden wird“, heißt es in der Aussendung.

Darum gibt es mit dem „Nürnberger Modell“ nun bis zum 14. Januar 2022 eine Umfrage unter den angemeldeten Ausstellern. Eine Verschiebung in den Juli könnte Zustande kommen, wenn dieser Verschiebung mindestens eine Anzahl von Ausstellern zustimmt, die zusammen 65 Prozent der gebuchten Nettoausstellungsfläche repräsentiert. Ob eine Veranstaltung coronabedingt verschoben wird oder nicht, liegt – solange noch kein Veranstaltungsverbot gilt – im Ermessen des Veranstalters. Und die Nürnberger wählen einen Weg, an dieser Stelle gemeinsam mit ihren Kunden „zu entscheiden“. Dabei werden „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau-Frontale“ als eine gemeinsame Veranstaltung gewertet, also nur gemeinsam verschoben. Eine entsprechende Vertragsänderung für diesen Fall einer Verschiebung ging jedem Aussteller jetzt zu.

SCM Group

Hat eine Vertriebsvereinbarung mit Randek geschlossen

Der italienische Konzern SCM und das schwedische Unternehmen Randek AB haben eine strategische Vereinbarung für die umfassende Bereitstellung von integrierten Komplettlösungen für den Holzbau geschlossen.

Mit dieser neuen Partnerschaft wird die Palette der technologischen Lösungen, die bereits von beiden Unternehmen weltweit angeboten wird, weiter ausgebaut und gestärkt: Das Unternehmen SCM steht mit seiner kontinuierlichen Innovationstätigkeit für ein Angebot modernster Bearbeitungszentren mit numerischer Steuerung für die Bearbeitung unterschiedlichster Strukturelemente, die der heutige Markt nachfragt. Randek AB ist weltweit für seine leistungsstarken innovativen Technologien im Fertighaussektor bekannt.

Die Partnerschaft ermöglicht es beiden Unternehmen, die Produkte des jeweils anderen anzubieten und somit komplette integrierte Lösungen zu liefern.

„Durch unsere Partnerschaft mit Randek AB können wir unser Sortiment an Produkten und Dienstleistungen für den Holzbau in umfassender und strategischer Weise ausbauen. Damit garantieren wir unseren Kunden den Zugang zu einer breiten Palette spezifischer technologischer Lösungen, in diesem Fall für die Bearbeitung von Fertigbauwänden, mit stärkerer Produktionseffizienz und höherer Anlagenrendite“, bestätigt Tommaso Martini, SCM Manager für den Bereich Holzbau.

„Im Rahmen einer Vereinbarung mit einem weltweit führenden Konzern wie SCM, der über eine fundierte industrielle Fachkompetenz und ein engmaschiges internationales Vertriebsnetz verfügt, können wir unsere Präsenz auf den relevanten Märkten weiter verstärken und dem Kunden einen noch direkteren und umfassenderen Service bieten“, so Ola Lindh, Geschäftsführer von Randek AB.

Ein erster gemeinsamer Vertriebserfolg ist bereits zu verbuchen: Randek AB und SCM werden die Maschinenausrüstung für eine der modernsten Holzhausfabriken entwickeln und liefern. Dabei geht es um die Produktion von Modulen mit Stahl- und Holzrahmen. Der nicht namentlich benannte Kunde ließ im Vorfeld durch die Bosch Engineering and Production Services eine gründliche Analyse potenzieller Lieferanten durchführen. „Mit mehr als sechzig Jahren Erfahrung als weltweiter Engineering- und Fertigungsdienstleister und rund 240 Fertigungsspezialisten verfügen wir über ein breites Netzwerk und eine umfassende Marktabdeckung. Die Entscheidung, unserem Kunden die Unternehmen Randek AB und SCM zu empfehlen, fiel aufgrund deren langjähriger Erfahrung in diesem Geschäft und ihrem hohen Standardisierungsgrad. Darüber hinaus hat uns der Besuch bei den Anbietern beeindruckt und gezeigt, dass diese Unternehmen so aufgestellt sind, dass die Anforderungen und Wünsche unseres Kunden rundum erfüllt werden“, erklärt Markus Wörnle von der Robert Bosch GmbH Engineering and Production Services.

Neue Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht – Ehrgeizige Ziele in den Bereichen Werkstoffe, Klima und Menschen

Pfleiderer hat im Rahmen der Konkretisierung der Mittelfriststrategie seine Aktivitäten und Ziele im Bereich Nachhaltigkeit präzisiert. Unter dem Titel „Natürlich Nachhaltig“ hat Das Unternehmen nun die Details seines Nachhaltigkeitsansatzes in einem Strategie-Dokument zusammengefasst und veröffentlicht.

„Wir blicken mit Stolz auf mehr als 125 Jahre Erfahrung mit Holz als einem der nachhaltigsten Werkstoffe überhaupt zurück und nehmen heute schon eine Spitzenposition in Sachen Nachhaltigkeit in unserer Industrie ein“, betont Dr. Boris Gorella, Vorsitzender der Geschäftsführung und CEO von Pfleiderer. „Uns ist aber bewusst, dass wir mehr tun müssen, um die vor uns liegenden unternehmerischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Entsprechend haben wir mit „Natürlich Nachhaltig“ ein klares und zukunftsorientiertes Nachhaltigkeitsbekenntnis in den Dimensionen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) abgelegt und dieses in den Schwerpunktbereichen Werkstoffe, Klima und Menschen konkretisiert.“

Kein Baum wird gefällt – Kreislaufwirtschaft als Kernelement

Für die Herstellung von Pfleiderer-Produkten werden keine Bäume gezielt gefällt. Der Holzmix bei Pfleiderer besteht nur zu rund 15 Prozent aus Holz der Forstwirtschaft, meist in Form von Durchforstungs- und Bruchholz. Der übrige Teil entfällt auf Produktionsreste aus der Sägeindustrie wie Sägespäne und -staub sowie Verschnitt (so genanntes Pre-Consumer-Recycling, circa 45 Prozent) und Recycling-Material, das vom Endverbraucher zurückkommt und durch aufwendige Aufbereitung wieder dem Produktkreislauf zugeführt wird (so genanntes Post-Consumer-Recycling, circa 40 Prozent). Hierzu zählen beispielsweise beschädigte Paletten aus der Verpackungsindustrie oder gebrauchte Wohnmöbel und Küchenschränke.

Dr. Frank Herrmann, operativ verantwortlicher Geschäftsführer (COO) unterstreicht: „Pfleiderer hat schon vor Jahren erkannt, dass Kaskadennutzung und Kreislaufwirtschaft die einzigen Wirtschaftsmodelle sind, mit denen sich eine nachhaltige Fertigung hochwertiger Holzprodukte gewährleisten lässt. Wir haben hier ganz klar die CO2-Minderung durch Ausweitung unseres Recyclingansatzes und hocheffiziente Energieerzeugung und -nutzung im Fokus.“

So generiert Pfleiderer über Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen Energie zu 100 Prozent aus Biomasse. Diese versorgen die Werke mit Strom und Wärme bei deutlicher Brennstoffeinsparung.

Pfleiderer setzt an seinen Standorten für die Rohspanplattenfertigung auf intelligente Holz-Kreisläufe. So werden Sägereste vom Sägewerk und recycelte Hölzer angenommen und für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Im Produktionsprozess entstehen über Sortierung, Beleimung, Verdichtung und Verpressung neue Holzwerkstoffplatten in hoher Qualität für vielfältige Anwendungen zum Beispiel im Innenausbau, in der Möbelproduktion oder im konstruktiven Holzbau.

Ehrgeizige Ziele in Schwerpunktbereichen

Pfleiderer hat sich für jeden Schwerpunktbereich anspruchsvolle, ehrgeizige Ziele gesetzt. Im Bereich „Werkstoffe“ verpflichtet sich das Unternehmen, den Anteil des verwendeten Recyclingholzes von 40 Proeznt im Jahr 2020 auf 50 Prozent in 2025 zu erhöhen, das eingesetzte Durchforstungs- und Restholz ausschließlich von FSC- oder PEFC-zertifizierten Lieferanten zu beziehen und mindestens zehn Prozent der Spanplatten (nach Volumen) unter Verwendung von Bioharzen zu fertigen.

Im Bereich „Klima“ setzt Pfleiderer auf ambitionierte kurz- und mittelfristige Reduktionsziele für Treibhausgase, mit deren Erreichung die Umstellung zur Klimaneutralität gelingen soll. Die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen sollen dabei um 21 Prozent bis 2025 sinken. Darüber hinaus strebt das Unternehmen eine Reduzierung der indirekten Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit zugekauften chemischen Produkten um 21 Proznet bis 2025 an (Scope 3).

Im Schwerpunktbereich „Menschen“ lautet das vorrangige Ziel, bis 2025 eine Unfallrate mit Ausfallzeit von 0,5 zu erreichen. Des Weiteren stehen unter anderem die Weiterbildung und -entwicklung unserer Mitarbeitenden im Sinne der Chancengleichheit für alle im Mittelpunkt sowie die Förderung und Bindung von Nachwuchs- und Fachkräften.

Im Werk „wimmelt“ es von nachhaltigen Maßnahmen

Wini lebt Verantwortung. Das präsentiert das mittelständische Familienunternehmen nun mit einem Faltplakat, der so genannten Umweltkarte. Die Illustration gibt auf spielerische Weise einen Überblick über alle Aktivitäten zur nachhaltigen Herstellung von Büromöbeln und dem Wini Werk in Marienau. Dem Kredo folgend, Made in Germany aus dem Weserbergland in die Welt. Mit QR-Codes können Interessierte sich alle wichtigen Unterlagen zum Thema Nachhaltigkeit direkt herunterladen.

„Erzählen Sie mal: Wie nachhaltig ist Wini?“ Für die MitarbeiterInnen von Wini Büromöbel ist diese Frage nichts Neues. Üblicherweise werden daraufhin Zertifikate, PowerPoint Folien und sämtliche Unterlagen zum Thema Nachhaltigkeit präsentiert. Bei den ganzen Maßnahmen und Anforderungen wird es immer schwieriger den Überblick zu behalten. Besonders bei den Zertifikaten stellt sich die Frage: Was steckt dahinter? Eine transparente Übersicht musste her. Ein wenig Recherchearbeit und ein paar Brainstorming-Runden später steht das Ergebnis: Eine Illustration des Wini Werkes mit sämtlichen nachhaltigen Maßnahmen. Dass daraus ein Wimmelbild entsteht, lag auf der Hand, da sehr viele verschiedene Elemente, Figuren und Handlungen berücksichtigt werden mussten.

Die Umweltkarte lädt LeserInnen auf Entdeckungsreise über den Standort ein, wobei wichtige Fakten und auch kleine Details eingearbeitet sind. Selbst die Wini -Truppe beim ansässigen Katastrophenschutz ist mit dabei. Zu finden sind die wichtigsten Maßnahmen von Wini zum Thema Nachhaltigkeit. Die Sprechblasen geben schnelle Auskunft über das, was auf dem Bild zu sehen ist. Mit Hilfe einer Legende aus Zahlen werden wichtige Themen ausführlicher erklärt. Da beispielweise über 95 Prozent der Heizenergie am Standort von einer eigenen Hackschnitzelheizung erzeugt wird, gibt die Legende entsprechende Infos über die Entstehung der Holzreste, die dort verbrannt werden. Über die QR-Codes können Interessierte relevante Unterlagen, wie die C02-Bilanz oder den Lieferantenkodex mit dem Smartphone herunterladen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist für die Winis eine Herzensangelegenheit und auch als feste Säule in der Firmenpolitik integriert. „Jeder in unserer Gesellschaft muss sich selbst auf die Suche begeben, was er zur Nachhaltigkeit beitragen kann.“, berichtet Carolina Schmidt-Karsch, Inhaberin von Wini, „Wir freuen uns mit dem Wimmelbild unseren Beitrag auf eine verspielte und zugleich transparente Weise zu präsentieren.“ Die Umweltkarte erscheint in digitaler Version und als klimaneutral gedrucktes Plakat in A2-Format. Das Papier ist aus FSC zertifizierten recyceltem Material.

Digitale Strategien und mehr beim 13. Holz-/Holzalufenster-Kongress

Bei seinem 13. Holz-/Holzalufenster-Kongress (BPH) am 17./18. Februar 2022 in Melle stellt der Bundesverband Proholzfenster e.V. (BPH) schwerpunktmäßig digitale Strategien in den Fokus. Unternehmen der Fensterbau-Branche müssen sich mit diesen Themen auseinandersetzen, wenn sie auch künftig erfolgreich sein wollen.

Unter dem Motto „Z wie Zukunft – Innovationen, Trends, Strategien“ findet der zweitägige Kongress im Solarlux Foyer in Melle statt, ebenso die begleitende Fachausstellung der Zulieferer. Digitale Themen bilden einen Schwerpunkt im Programm: Wie kann man mit dem Internet Kunden gewinnen – um die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb geht es im Vortrag von Stefan Appelhans. Den Weg zum digitalen Betrieb beschreibt Siegfried Eberle. In seinem Workshop zeigt er, wie Fensterbauer durch Cloud-basiertes Aufmaß- und Montagemanagement messbar Kosten und Arbeitszeit einsparen und so die Innovationskraft ihres Unternehmens stärken. Keinesfalls zu vernachlässigen ist dabei die Sicherheit im Netz. Versicherungsexperte André Görges und Martin Stöger als Mitglied eines betroffenen Unternehmens stellen sich in einem weiteren Workshop den drängenden Fragen: Wie schützt man sich vor Cyberkriminalität – und was kann man tun, wenn es doch passiert?

Inwieweit beeinflussen auch der Klimawandel und die Covid-Pandemie die unternehmerischen Entscheidungen? Weitere Vorträge und Workshops widmen sich dem Zusammenspiel von Politik und Holzbaumarkt, zukunftssichernden Sanierungskonzepten für den Bestand oder auch ganz praktischen Themen wie den richtigen Maßnahmen beim Altfensterausbau. Eine Werksführung bei Solarlux schließlich bietet den Teilnehmern hochinteressante Einblicke in die Geschäfte des Weltmarktführers für Glasfaltwände.

Im Rahmen der Tagung findet am 17. Februar auch die BPH-Mitgliederversammlung statt. Anschließend lädt der Verband alle Kongressteilnehmer zum ungezwungenen Get together mit Buffet und Unterhaltungsprogramm ein.

Zu diesem Hauptevent der Holzfenster-Branche sind alle Interessierten eingeladen, sich mit Experten, Kollegen und Geschäftspartnern auszutauschen, Netzwerke zu knüpfen und wertvolle Informationen und Inspirationen für den eigenen Betrieb mit nach Hause zu nehmen. Detailliertes Programm und Anmeldung unter: www.proholzfenster.de