Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Erhält Qualitätssiegel „Top Ausbildung“

Küchenzubehör-Spezialist Naber bildet Fachkräfte in kaufmännischen Berufen sowie in den Bereichen Logistik und IT aus. Für die nachweislich hohe Qualität der Berufsausbildung hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück/Emsland dem Unternehmen das Siegel „Top Ausbildung“ zuerkannt.

Für junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb ist die Auszeichnung eine Entscheidungshilfe, denn Unternehmen mit diesem Qualitätssiegel bieten ihnen einen exzellenten Einstieg in den gewählten Beruf. Über das eigene Fachgebiet hinaus lernen die Nachwuchskräfte weitere Abteilungen kennen, ihr funktionsübergreifendes Verständnis des Betriebes wird gestärkt. Bei Naber ergänzen außerdem regelmäßige Produktschulungen die Qualifizierungsthemen.

Ein interdisziplinäres Betreuungs-Team unterstützt die Auszubildenden im Hause Naber im Berufsalltag und bei ihrer mittelfristigen Karriereplanung. Wer nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung im erlernten Beruf arbeiten möchte, wird ebenso gefördert wie jene, die weitere Qualifizierungen anstreben, etwa ein Studium.

Es spricht für die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Naber als Arbeitgeber, wenn ehemalige Auszubildende mit Bachelor- oder Master-Studienabschluss wieder ins Unternehmen zurückkehren. Dazu sagt Geschäftsführer Lasse Naber: „Dass sich hoch qualifizierte Fachkräfte, die hier ihre Ausbildung gemacht haben, erneut für unser Unternehmen entscheiden, ist ein ähnlich starkes Indiz für unsere Arbeitgeber- und Ausbildungs-Qualitäten wie das anerkannte IHK-Siegel, über das wir uns alle sehr freuen.“

Komplettanbieter im CLT-Bereich

Die Weinig Gruppe, nach eigenen Angaben der führende Technologieanbieter in der Holzbearbeitungsbranche, hat das Großprojekt bei der Firma Holzbauwerk Schwarzwald GmbH als Komplettanbieter für sich gewinnen können.

Von der Gütesortierung des Schnittholzes bis zum fertigen CLT Element und der entsprechenden Leitrechnertechnik liefert die Weinig Gruppe in diesem Projekt alles aus einer Hand: alle Automatisierungskomponenten, Hobel, Kappsägen, Keilzinkenanlagen, Fugenverleimanlagen für Längs- und Querlagen und auch die Flächenpresse.

Es sind mehrere Innovationen in das Projekt eingeflossen, die dem hohen Qualitätslevel und der gewünschten Flexibilität von Holzbauwerk Schwarzwald GmbH Rechnung tragen.

Nähere Informationen zu den Besonderheiten werden im weiteren Projektverlauf veröffentlicht. In der kommenden Woche stehen die ersten Anlagenteile zur Auslieferung bereit, was den Startschuss für die Installation der Produktionslinie am Standort Seewald – Besenfeld markiert.

Wieder insolvent

Erneut musste die Detmolder Küchenmanufaktur Bax Insolvenz anmelden: Ende Januar ist es beim Amtsgericht Detmold amtlich – und wieder ist es Rechtsanwalt Martin Schmidt, der das Verfahren betreut.

2011 hatte Bax nach seiner Zahlungsunfähigkeit mit Josef A. Wiese, Sohn des Coppenrath & Wiese-Mitbegründers Josef Wiese, einen Investor gefunden. Damals hatte das Unternehmen mit 63 Mitarbeiter:innen rund 7 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Das Personal des auf individuelle, maßfrei geplante Küchen konzentrierten Herstellers unter der Geschäftsführung von Josef Wiese und Roman Schneider hat sich inzwischen auf 45 Beschäftigte reduziert. Die Tradition der Manufaktur geht bis auf das Jahr 1890 zurück, die Konzentration auf die Fertigung von Manufakturküchen erfolgte 1960.

Aufmerksam wurde die Branche bereits vor einigen Tagen, als bekannt wurde, dass Vertriebsleiter Robert Woelk zu Beckermann Küchen gewechselt ist.

Die komplette Ausgabe jetzt online lesen

Ab sofort können Sie die komplette Ausgabe 1/2022 der „möbelfertigung“ online lesen! Das geht natürlich auch in der App!

Top-Themen der Ausgabe: Das brennende Thema Lieferkette in der Analyse, wo aus Sicht von Leicht Küchen CEO Stefan Waldenmaier die größten Herausdforderungen beim Thema Losgröße 1 liegen, wie Elrond reibungslos bei Likora den kompletten Maschinenpark ausgetauscht hat, was die Fusion von 2020 und Compusoft bedeutet, wie Wandelbots die Robotik demokratisieren will, auf welche Weise Pfleiderer CEO Dr. Boris Gorella die Umsätze des Holzwerkstoffspezialisten pushen will, das große Trendpanel 2022 und vieles mehr.

Zur Navigation der E-Magazines: Unser Service für unsere Kunden ist es, dass alle Anzeigen auf den Absender verlinkt sind. Zudem auch der obere Teil des Inhaltsverzeichnisses. Sie können dort klicken, um auf die jeweilige Seite zu gelangen. Top-Themen können direkt vom Titel per Klick angewählt werden.

Außerdem: Um eine bessere Lesbarkeit zu garantieren, können Sie einzelne Textblöcke nun durch einmaliges Anklicken (bzw. touch auf mobilen Geräten) hervorheben und vergrößern.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.
Um das E-Magazin auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets bequem konsumieren zu können, gibt es jetzt ganz neu eine „möbelfertigung“ App. Diese erhalten Sie kostenfrei als Download wahlweise im ,,Google Play Store‘‘ für Android-Systeme oder im iOS ,,App Store‘‘ für Apple-Gerate.

Branchenstimmen, Zahlen und rechtliche Aspekte zum Thema Lieferkette

Seit geraumer Zeit bremsen Materialengpässe die deutsche Industrie. Die „möbelfertigung“ beschäftigt sich in der kommenden Ausgabe tiefgehend mit diesem Thema. So wurden diverse Unternehmen befragt und auch Daten des Statistischen Bundesamtes ausgewertet. Darüber hinaus äußert sich der Jurist Dr. Lars Maritzen in einer neuen Kolumne zu rechtlichen Aspekten des Themas.

Im November 2021 gaben laut Statistischem Bundesamt fast 75 Prozent der einbezogenen Industrieunternehmen an, von Produktionsbehinderungen durch Knappheit bei Rohstoffen und Vormaterialien betroffen zu sein. Besonders trifft das die Hersteller von Bekleidung und die Automobilindustrie, hier berichten über 88 Prozent der befragten Unternehmen von Materialknappheit. Ähnlich viele Hersteller aus dem Maschinenbau und der Produktion von elektrischen Ausrüstungen sind mit Knappheit bei Vorleistungsgütern konfrontiert.

Dass sich dies auf die Möbelindustrie übertragen lässt, zeigt eine Umfrage der „möbelfertigung“. „Ballerina-Küchen hat sehr frühzeitig die Lagerbestände extrem erhöht, umso entstehende Engpässe ausgleichen zu können. Leider gibt es dennoch häufig Lieferprobleme bei der Anlieferung von Tagesatzwaren, die unsere Fertigungsprozesse stören“, erläutert Heidrun Brinkmeier, Geschäftführung Marketing/Vertrieb von Ballerina Küchen. „Ebenso leiden wir sehr stark unter den Liefer­verzögerungen der Produktionsmaschinen, da dadurch unser Kapazitätsausbau verzögert wird.“ Ähnlich äußert sich André Dorner, Geschäftsführer von Blum Deutschland: „Die Rohstoffknappheit hat uns das ganze letzte Jahr vor besondere Herausforderung gestellt. Auch in der zweiten Jahreshälfte hat sich die Verfügbarkeit, wie erwartet, nicht verbessert und betrifft neben Stahl und Kunststoff auch zahlreiche andere Materialien, wie etwa Elektronikbauteile. Blum konnte sich durch Vorplanung und Flexibilität bei der Beschaffung die Liefersicherheit ein den Umständen entsprechend hohes Niveau bewahren.“ Ähnlich sieht es bei den Holzwerkstoffspezialisten aus: „Aktuell ist keine Entspannung absehbar“, so Ulrich Bühler, Gruppenleitung Vertrieb/Marketing bei Egger. „Betroffen sind insbesondere die Chemierohstoffe, die für die Holzwerkstoff-, Kanten- und Oberflächen­produktion benötigt werden. Erschwerend hinzu kommen die massiv steigenden Energie- sowie Transportkosten sowie die stark reduzierten Transportkapazitäten und die international verschobenen Handelsströme.“

Neben Ballerina, Blum und Egger äußern sich in der Umfrage der „möbelfertigung“ auch die Unternehmen Kesseböhmer, Schattdecor, Palmberg, Rauch, Continental, Homag, Hunger, Himolla und Pronorm.

Nachvollziehbar ist, dass eine derart angespannte Situation auch rechtliche Fragen aufwirft. „In den letzten Monaten hatte ich viele Beratungsanfragen rund um den Umgang mit nicht eingehaltenen ­– vertraglich zugesicherten – Lieferzeiten, mit der Geltendmachung von Verzugsschäden oder der Frage, ob man sich auf force majeure berufen kann“, so der Jurist Dr. Lars Maritzen. „Was aber praktisch operativ tun, wenn man als Lieferant nicht alle seine Abnehmer zeitgleich bedienen kann und daher wohl möglich vertragsbrüchig wird? Dem Lieferanten steht es grundsätzlich frei in einer Situation, in der er nicht alle vertraglichen Verpflichtungen vollständig erfüllen kann, zu entscheiden, welche vertragliche Verpflichtung er in welchem Umfang erfüllt. Dieser Grundsatz wird allerdings von der Rechtsprechung über die sogenannten Repartierungspflicht eingeschränkt. Diese Figur wurde aus dem Gedanken von Treu und Glauben für die Fälle entwickelt, in denen die vorhandene Warenmenge nicht mehr ausreicht, um alle Abnehmer entsprechend zu beliefern. Gegenstand der Repartierungspflicht ist, dass in einer solchen Situation nicht ein Abnehmer alles und der andere nichts erhält, sondern im Grundsatz die Verpflichtung des Lieferanten besteht, alle Gläubiger anteilig zu beliefern. Zum identischen Ergebnis gelangt man auch unter Heranziehung kartellrechtlicher Grundsätze.“
In seiner Kolumne in der „möbelfertigung 1/2022“, die am 9. Februar erscheint, führt Dr. Lars Maritzen das Thema noch tiegehender aus.

Weitere spannende Themen der Ausgabe: Wo aus Sicht von Leicht Küchen CEO Stefan Waldenmaier die größten Herausdforderungen beim Thema Losgröße 1 liegen, welche Trends die Unternehmen Salice, Surteco und SCM für ihre Segmente im Jahr 2022 und darüber hinaus sehen, wie Elrond reibungslos bei Likora den kompletten Maschinenpark ausgetauscht hat, was die Fusion von 2020 und Compusoft bedeutet, wie Wandelbots die Robotik demokratisieren will, auf welche Weise Pfleiderer CEO Dr. Boris Gorella die Umsätze des Holzwerkstoffspezialisten pushen will und vieles mehr.

Spatenstich für neuen Eingang

Mit dem ersten Spatenstich ist der Startschuss für den Bau des neuen Sparda-Bank Tower und Eingang „Messeplatz“ der Messe Frankfurt gefallen. In den kommenden Monaten soll im Europaviertel der Main-Metropole ein neues Büro- und Hotel-Hochhaus mit 35 oberirdischen Geschossen und einer Gebäudehöhe von 124 m in direktem Verbund mit dem neuen Messeeingang „Messeplatz“ entstehen. Genutzt wird das Gebäude künftig von der Sparda-Bank Hessen, die auch Eigentümerin des Hochhauses sein wird und dort mit ihrer Bankzentrale einzieht. Auf 19 Etagen zieht zudem die Atlantic Hotel Gruppe ein. Die Messe Frankfurt bleibt Eigentümerin und betreibt den neuen Eingang „Messeplatz“, der über den gemeinsam genutzten Vorplatz erschlossen wird. Das Messe-Gelände erhält damit einen neuen, viergeschossigen Eingang von Süden, der unmittelbar an der künftigen U-Bahnhaltestelle der im Bau befindlichen Verlängerung der U5 ins Europaviertel liegt. Über die Via Mobile, das überdachte und verglaste Transportsystem mit Laufbändern und Rolltreppen auf dem Frankfurter Messegelände, wird der neue Süd-Eingang mit der 2018 eröffneten Halle 12 und damit auch mit allen anderen Hallen der Messe verbunden sein. Das knapp 5.000 qm große geplante Gebäude umfasst eine großzügige Empfangshalle mit Zugangskontrollsystemen, Veranstaltungs- und Konferenzräumen sowie Gastronomieeinrichtungen.

„Sowohl die Architektur auf dem Gelände der Messe Frankfurt als auch in der unmittelbaren Umgebung zum Europaviertel ist von ikonographischen Gebäuden geprägt, die sich durch individuelle Gestaltung auszeichnen. Hier wird sich das neue Hochhaus am Messeplatz ideal einfügen und einen deutlich sichtbaren Beitrag zur europaweit einzigartigen Skyline Frankfurts leisten“, sagt Stadträtin Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen der Stadt Frankfurt am Main.

Und Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH, fügt hinzu: „Für die Messe Frankfurt wird mit der Gestaltung des neuen Eingangs Messeplatz, der in unserem Besitz bleibt, die weltweit einzigartige innerstädtische Lage vollendet. Denn das Gelände ist damit aus jeder Himmelsrichtung in kürzester Zeit für unsere Kunden und Gäste bestens erreichbar. Mit dem Bau der neuen U-Bahnlinie im Europaviertel verfügen wir künftig über öffentliche Anschlüsse via zwei U-Bahnlinien, vier S-Bahnlinien, Straßenbahnen und Busse.“

Die schönen Seiten der Digitalisierung

Dicht gepackte, enorm informative zwei Stunden wartete heute auf die Teilnehmer beim dritten Tag der digitalen Woche „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ des Branchennetzwerkes „möbelfertigung“. Dass Möbelhersteller im Bezug auf die Digitalisierung in Analogien denken sollten hat beispielsweise Christian Baudis, Ex-Google Deutschland-Chef und Inhaber von MyDigital betont. Er verglich die Digitalisierung mit einem Haus, dessen Fundament das Internet ist. Dank des Internets werden Daten superschnell von A nach B transportiert und auf dieser Basis können dann die Stockwerke a la Robotik, Sensorik, Big Data/KI, digitale Gesundheit, Cloud & Cyber Security und einiges mehr entstehen. Und vieles, was hier derzeit ausgetüftelt wird, eignet sich eben auch in Abwandlung für die Möbelindustrie.
Andreas Keunecke von Mink Bürsten zeigte auf, welchen großen Einfluss die richtigen Bürsten im Produktionsfluss auf die Qualität von Bauteilen hat. Denn: Die Flexibilität der „Borsten“ verhindert beispielsweise Kratzer zu nahezu 100 Prozent. Rund 40 Prozent aller Einsatzfälle der Mink-Bürsten entstehen individuell und projektbezogen, weil es beispielsweise keine zwei Herstellern mit komplett identischen Ladungsträgern gibt. Impulsgeber können sowohl die Möbelhersteller selber sein, in vielen Fällen sind es aber auch die Maschinenproduzenten.

Matthias Hacker von Rehau ist ein Profi in Sachen digitale Kanten. Dieses wichtige Zulieferteil zum Schmalseitenverschluss an Möbelteilen ist dank des bayerischen Produzenten inzwischen ziemlich „intelligent“. Eine Kantenrolle kann mittlerweile vielfältigste Informationen transportieren, sogar ganz kundenindividuelle. Pilotkunden helfen Rehau dabei, auch die letzten Probleme und Problemchen der umfassenden digitalen Anbindung von Kanten zu lösen. Ein weiterer Baustein seit Anfang 2021 ist die App „MyEdge“, mit der Maschinenbediener arbeiten können.

Morgen heißt es dann zum letzten Mal online gehen zwischen 11 und 13 Uhr für den letzten Tag der digitalen Woche. Prof. Dr. Galina Kolev vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln spricht live über die wirtschaftspolitischen Herausforderungen in Zeiten von Corona, Martin Beeh von Välinge will eine Blaupause für deutsche Möbelhersteller liefern, indem er beispielhaft ausführt, wie der schwedischer Unternehmer Magnus Andersson seine Möbelproduktion digital, stark und in umkämpften Märkten wettbewerbsfähig hält. Spannend wird es auch ganz am Ende noch einmal, denn Verena Fink von Woodpecker Finch und Tino Eggert von der „möbelfertigung“ sprechen darüber, wie Künstliche Intelligenz das Recruiting und die Zusammenarbeit in Unternehmen verändert.

Kurzentschlossene sichern sich am besten jetzt gleich über die Veranstaltungsmicrosite https://www.moebel-events.de/effiziente-moebelfertigung/ eine Teilnahme. Was sich sogar für den letzten Tag noch lohnt, denn die drei bereits verstrichenen Tage lassen sich in Form des Filmarchivs, in dem alle Beiträge on demand etwa eine Woche nach der Veranstaltung bis zum 1. Mai bereitstehen, problemlos „nachholen“.

Wir danken unseren Sponsoren 2020, Biesse, Homag, imos, interzum, L’Engineers, Mink Bürsten, SCM und Välinge.

„ContiHome“ weist den Weg in die Zukunft des Wohnens

Das Technologieunternehmen Continental hat mit seinem Tiny House („winziges Haus“) etwas verwirklicht, wovon Zulieferer der Bau- und Möbelbranche schon lange träumen: ein ganzes Haus ausschließlich mit den eigenen Materialien auszustatten – innen genauso wie außen. „Unser neuer Showroom heißt ,ContiHome‘ und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, die wir mit unserer breiten Produktpalette offerieren“, erklärt Ralf Imbery, Leiter Innovation, Transformation und Design bei Continental. „Ein Haus – von Grund auf entwickelt mit unserer Kompetenz im Bau- und Möbelbereich und mit unserem Oberflächen-Know-how.“ Denn Continental hat nicht irgendein Gebäude mit den eigenen Materialien versehen, sondern das komplette Musterhaus selbst konzipiert, entworfen – und gebaut. Herausgekommen ist dabei ein smartes und mobiles Tiny House, das aktuelle Trends aufgreift, darüber hinaus in die Zukunft des Wohnens weist und bei Messen und Events das gesamte Produktportfolio erlebbar macht.

„Micro Housing“ und „Minimalismus“ sind zwei solcher Trends, die das „ContiHome“ widerspiegelt. Denn Tiny Houses sind eine Antwort auf steigende Mieten, Wohnraummangel und Ressourcenknappheit. Ob schlafen, kochen, essen, entspannen oder arbeiten – das „ContiHome“ ermöglicht das alles auf lediglich 32 Quadratmetern Grundfläche. Erreicht wird das durch ein ganzheitliches Gestaltungskonzept aus verschiedenen Oberflächenmaterialien, Designelementen und Funktionsbereichen, die variabel gewählt werden können. Abgestimmte Unterhaltungs- und Stimmungselemente wie Licht und Sound lassen sich ganz einfach per App oder über einen Touchscreen an der Eingangstür steuern. Sie schaffen Atmosphären, die jede Nutzung optimal unterstützen. Das macht das Wohnen auf kleinem Raum im „ContiHome“ nicht bloß umweltfreundlicher als in einem großen Haus, sondern gleichzeitig auch noch komfortabler.

Kerntugenden des „ContiHome“ sind seine Mobilität und Flexibilität. Montiert auf einem Trailer kann es jederzeit seinen Standort wechseln. Die Einrichtung hat es ebenfalls in sich. Besonders flexibel ist das multifunktionale Möbel, das als Sideboard, Arbeitsplatz oder Essbereich fungiert, die ausklappbare Terrasse und der versteckte Stauraum in Treppenhaus und Sitzbereich. Eine smarte Lösung ist auch der in der Küche versteckte elektronische Kamin. Er funktioniert mit Wasserdampf und kann als Raumteiler genutzt werden.

Möbel, Böden, Wände, Fenster, Fassaden und Terrasse sind allesamt mit pflegeleichten und langlebigen Oberflächen von Continental ausgestattet und demonstrieren die Kernkompetenzen in Sachen Haptik, Design, Funktionalität, Ästhetik und Komfort. Ein Ziel war dabei, mit recycelbaren Materialien den Wunsch vieler Verbraucher nach nachhaltigen Produkten zu erfüllen. So können die beschichteten Fensterprofile zu 100 Prozent recycelt und in einem zweiten Lebenszyklus zur Herstellung neuer Fensterelemente verwendet werden. „Generell streben wir bei unseren Entwicklungen eine lange Lebensdauer an, alles ist darauf ausgerichtet, dass unsere Materialien so lange wie möglich genutzt werden können“, bringt Imbery den Anspruch der Oberflächenspezialisten von Continental auf den Punkt.

Gerade in kleinen Räumen, wo sich Sinneseindrücke konzentrieren, ist es wichtig, dass die verschiedenen Materialien, die Formensprache sowie die Farben optimal miteinander harmonieren. Auch im Hinblick auf die unterschiedlichen Lebenssituationen, für die das „ContiHome“ genutzt werden kann, spielt die ganzheitliche Gestaltung eine wichtige Rolle. Die ist vom Industrial Design geprägt und zeigt sich markant, geradlinig, pragmatisch. Damit bei aller Modernität die Wohnlichkeit nicht auf der Strecke bleibt, kommen neben angesagten Schwarz- und Anthrazittönen warme Naturtöne zum Einsatz.

Individuelle Akzente setzt beispielsweise eine Wandbespannung aus digital bedrucktem Kunstleder im Schlafbereich. Ein innovatives Highlight ist die Uhr im „ContiHome“. Sie zeigt die Zeit durch ein hinterleuchtetes transluzentes Material. Das kreative Potenzial spiegelt sich ebenso in der Fassadengestaltung. Dort überrascht ein Materialmix aus täuschend echt anmutender Holzoptik und extrem matten, dunklen Flächen.

„Mit unserem ,ContiHome‘ wollen wir Kunden und Partner dazu verleiten, auch mal über den Tellerrand zu schauen“, sagt Ralf Imbery. „Deshalb haben wir die verschiedenen Eigenschaften unserer Produkte in nur einem Projekt verdichtet – innovativ, designt mit funktionalen Oberflächen, nachhaltig und intelligent. Und inspirieren damit zu neuem Denken.“

Starker Jahresabschluss 2021 für den deutschen Maschinenbau

Den Maschinen- und Anlagenbauern ist im vergangenen Jahr eine außerordentlich starke Aufholjagd gelungen. War das erste Corona-Jahr 2020 noch geprägt von deutlichen Rückgängen der Bestellungen, so konnten die Orderbücher im Jahr 2021 wieder kräftig gefüllt werden. Insgesamt verbuchten die Maschinenbauer aus Deutschland einen Auftragszuwachs von real 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Inlandsbestellungen um 18 Prozent und die Auslandsorders um 39 Prozent zulegten. Preisbereinigt übertraf der Auftragseingang sogar das hohe Niveau des konjunkturell guten Jahres 2018 um 7 Prozent. „In der Folge sind die Unternehmen mit einem überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand von 10,9 Monaten ins laufende Jahr gestartet. Das gibt Sicherheit, auch wenn die bestehenden Lieferengpässe noch eine ganze Weile andauern und die Abarbeitung der Aufträge erschweren werden“, resümierte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Im Dezember 2021 zeigten die Unternehmen nochmals einen Schlussspurt und verbuchten ein stattliches Orderplus von 21 Prozent. „Dies ist besonders erfreulich, da das Bestellniveau im Dezember 2020 bereits recht hoch lag“, erläuterte Wortmann. Die Inlandsorders stiegen im Berichtsmonat um 15 Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland legten um 24 Prozent zu. Aus den Euro-Ländern kamen dabei 15 Prozent mehr Bestellungen, aus den Nicht-Euro-Ländern waren es sogar 28 Prozent mehr Aufträge.

Für das gesamte vierte Quartal 2021 ergab sich somit ein Auftragszuwachs von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen erhöhten sich um 14 Prozent, aus dem Ausland kamen 24 Prozent mehr Aufträge. Die Euro-Länder erhöhten ihre Orders in diesem Zeitraum um 28 Prozent, die Nicht-Euro-Staaten um 23 Prozent.