Zum Hauptinhalt springen

Autor: Hahn, Sebastian

Schardt

Insolvenzantrag gestellt

Der Kindermöbelhersteller Schardt mit Sitz in Mitwitz musste jetzt beim Amtsgericht Coburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen. „Die Geschäftsführung, vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Schardt Verwaltungs GmbH sowie deren Geschäftsführer Barbara Gisela Schardt und Philipp Rainer Schardt, sieht sich nun durch die Anordnung einer vorläufigen Insolvenzverwaltung in ihren Handlungsmöglichkeiten beschränkt. Die Verfahrensführung wird durch die Kanzlei Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, vertreten durch Rechtsanwalt Oliver Röthel, betreut“, führt das Verbraucherschutzforum.Berlin aus.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht Rechtsanwalt Dr. Harald Schwartz aus Nürnberg bestellt. Schardt beschäftigt aktuell rund 50 Mitarbeiter:innen.

HDE

Erwartet stabiles Weihnachtsgeschäft

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) ein stabiles Weihnachtsgeschäft. Der HDE rechnet für diesen November und Dezember mit einem nominalen Umsatzplus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach dieser Prognose setzen die Handelsunternehmen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt 121,4 Mrd. Euro um. Mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und die Handelsumsätze der vergangenen Monate passt der HDE zudem seine Jahresprognose an und geht nun für den gesamten Einzelhandel 2024 von einem nominalen Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von ebenfalls 1,3 Prozent aus. Was real Nullwachstum bedeutet.

„Die Entwicklung des Weihnachtsgeschäfts fügt sich in das Gesamtjahr 2024 ein, die Umsätze bleiben trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil. Es ist eine Binsenweisheit, dass der Konsum zu einem hohen Anteil Psychologie ist. Und hier sieht es aktuell nicht richtig gut aus. Krieg in der Ukraine, Kämpfe im Nahen Osten und große wirtschaftliche Verunsicherung. Das führt dazu, dass die Menschen ihr Geld eher zusammenhalten“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Trotz der weit verbreiteten schlechten Stimmung planen die Deutschen im Durchschnitt Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Höhe von durchschnittlich 297 Euro – das sind zwei Euro mehr als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Handelsblatt Research Institutes bei über 2.000 Personen im Auftrag des HDE. Hier zeigt sich auch, dass etwas mehr als die Hälfte der Menschen gleich viel wie im Vorjahr in Weihnachtsgeschenke investieren will, elf Prozent planen mit einer Steigerung, 24 Prozent mit einer Reduzierung der Ausgaben. Besonders häufig greifen die Befragten bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke demnach bei Geschenkgutscheinen, Spielwaren und Kosmetik oder Körperpflegeprodukten zu.

Auf Unternehmensseite erwarten 53 Prozent der Nicht-Lebensmittelhändler ein schlechteres oder deutlich schlechteres Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr. 82 Prozent der Fachhändler für Haushaltswaren, Glas und Porzellan erwarten ein schlechteres Ergebnis als im Vorjahr, neun Prozent davon sogar ein deutlich schlechteres Ergebnis. Auch der Möbelhandel ist eher skeptisch: Hier erwarten 50 Prozent der Befragten ein schlechteres Weihnachtsgeschäft und 11 Prozent sogar ein deutlich schlechteres Business. Das ist das Ergebnis einer HDE-Unternehmensumfrage unter knapp 300 Handelsunternehmen aller Größen, Standorte und Branchen in Deutschland.

Optimistischer sind demnach vor allem Unternehmen aus den Bereichen Sportartikel, Spielwaren, Unterhaltungselektronik sowie Uhren und Schmuck. Von Preen: „Die Bedeutung der letzten beiden Monate für das Wohl und Wehe des Geschäftsjahres ist in vielen Handelsbranchen enorm. So erzielen in dieser Zeit Spielwarenhändler fast ein Viertel ihres Jahresumsatzes, bei Glas, Keramik und Büchern liegt dieser Wert ebenfalls bei über 23 Prozent. Auf den gesamten Einzelhandel mit allen seinen Teilbranchen gerechnet liegt der Umsatzanteil von November und Dezember bei 18,5 Prozent des Jahresumsatzes.“

Sowohl im Weihnachtsgeschäft als auch auf das ganze Jahr betrachtet wird der Onlinehandel 2024 nicht mehr der Wachstumstreiber wie noch vor einigen Jahren sein: Die Weihnachtsumsätze in diesem Bereich werden um nominal 1,4 Prozent im Vergleich zu 2023 steigen, hier liegt der Umsatz dann bei 21,5 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr liegt das Plus dann bei nominal plus zwei Prozent. Der Onlinehandel hatte während der Coronazeit einen enormen Schub erhalten und ein hohes Umsatzniveau erreicht, das derzeit schwer zu übertreffen ist.

Eckhard Schwarzer, Präsident Der Mittelstandsverbund, begrüßt, dass der Weg für Neuwahlen frei ist
Der Mittelstandsverbund

Fordert schnelle Neuwahlen

Nach dem Bruch der Ampel-Koalition begrüßt Der Mittelstandsverbund ZGV, dass der Weg für vorgezogene Wahlen freimachtgemacht wurde. Die Schuldenbremse auszusetzen wäre in den Augen des Verbundes ökonomisch falsch gewesen. 

„Ein Neuanfang für Deutschland ist überfällig! Unser Land braucht jetzt jedoch Klarheit, Stabilität und eine Regierung, die Wachstum, wirtschaftliche Freiheit, Innovation und Bürokratieabbau statt -aufbau in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Eine solche Regierung brauchen wir so schnell wie möglich. Bundeskanzler Olaf Scholz darf deshalb mit der Vertrauensfrage nicht bis Januar warten, sondern sollte sie umgehend im Bundestag stellen. Wir können uns angesichts der ernsten wirtschaftlichen Lage in Deutschland und unserer internationalen Herausforderungen weitere Monate Stillstand nicht erlauben“, betont Präsident Eckhard Schwarzer.

BDiA

Kooperiert mit Material Bank

Der BDIA Bund Deutscher Innenarchitektinnen und Innenarchitekten freut sich, die Kooperation mit Material Bank bekannt zu geben. Als einziger Berufsverband in Deutschland fördert der BDIA die Fort- und Weiterbildung der Innenarchitekt*innen. Die Zusammenarbeit mit Material Bank soll Synergien schaffen und ermöglicht es dem bdia, seinen Mitgliedern innovative, nutzerorientierte und praxisnahe Seminare anzubieten, sowie Material Bank, nutzernahe und unmittelbare Erfahrungen aus dem Kreis der Teilnehmenden für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu sammeln. Die Kooperation soll den gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsaustausch befördern. 

Der Kreis

Marcel Gerling wird neuer Vertriebsleiter

Marcel Gerling (45) wird neuer Vertriebsleiter bei der Leonberger Gemeinschaft für Küchenspezialisten. Er folgt damit auf Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Ulf Triebener, welcher auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Er wird mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt.

„Wir danken Herrn Triebener für sein Engagement und seine wertvolle Arbeit für unser Unternehmen und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender Gesellschafter von Der Kreis.

Mit Marcel Gerling gewinnt der Systemverbund einen erfahrenen Vertriebsprofi und eine aufgeschlossene Führungspersönlichkeit. Der Wahl-Odenwälder ist bei Der Kreis und seinen Küchenspezialisten kein Unbekannter: Bei vielen Kongressen, in ERFA-Gruppen und in Einzelgesprächen konnten sich die Mitglieder schon von seiner Expertise als Finanzexperte, bei Fragen zur Existenzgründung, Studioübernahme und Nachfolgeregelung überzeugen.

„In dieser Zeit konnte ich viel über die Küchenbranche und die Bedürfnisse der Mitglieder und der Industriepartner lernen und freue mich nun auf meine neue Aufgabe als Vertriebsleiter bei der führenden Verbundgruppe für Küchenspezialisten in Europa“, kommentiert der studierte Betriebswirt.

Seit 2017 war er als Geschäftsführer der Volksbank Partner GmbH in Michelstadt für den Gesamtvertrieb in Deutschland und Österreich verantwortlich und betreute kleine und mittlere Unternehmen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Marcel Gerling einen branchen- und vertriebserfahrenen Profi für unser erfolgreiches Unternehmen gewinnen konnten. Er wird unseren vertrieblichen Wachstumskurs stärken und die serviceorientierte Betreuung unserer Mitglieder als neuer Vertriebsleiter aktiv vorantreiben. Ich wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg für seine zukünftige Aufgabe“, so Der Kreis-Chef Ernst-Martin Schaible.

Eröffnet neues Werk in China

Seit mehr als zehn Jahren verzeichnet Arcolor ein stetiges Wachstum in China im Bereich der wasserbasierten Dekordruckfarben. Um den vielfältigen Anforderungen der chinesischen Kunden gerecht zu werden, wurde der Bau eines eigenen Werks in China notwendig – auch um Flexibilität, Service sowie Markteinführungszeiten weiter zu optimieren.

Deshalb begann Arcolor im Frühjahr 2022 mit einer Machbarkeitsstudie für ein eigenes Produktionswerk in Quzhou (Provinz Zhejiang). Im März 2023 erfolgte der Spatenstich für den Bau auf einem 20.000 m2 grossen Gelände. Das Projekt konnte in nur 388 Tagen weitestgehend fertiggestellt werden. Die Eröffnungszeremonie fand am 23. Oktober 2024 statt.

Das Gebäude wurde grosszügig dimensioniert, um zukünftige Wachstumschancen bereits zu berücksichtigen. Die Produktionsfläche umfasst zurzeit rund 2.400 m2 und lässt sich bei Bedarf flexibel ausbauen. Langfristig ist eine Produktionskapazität von über 15.000 Tonnen pro Jahr möglich. In Quzhou werden fortan nicht nur wasserbasierte Dekordruckfarben, sondern auch wasserbasierte Druckfarben für den Verpackungsbereich entwickelt, produziert und vermarktet.

Ein Lager mit rund 3.000 m2 Fläche ergänzt die Produktion. Das erhöht die von den chinesischen Kunden gewünschte Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit. Das Lager erlaubt es zugleich, wichtige Rohstoffe sowie Halb- und Fertigprodukte optimal zu bewirtschaften.

Arcolor steht für innovative, massgeschneiderte Produkte. Als Entwicklungspartner will das Unternehmen nicht nur produktionstechnisch und logistisch nah bei seinen Kunden sein, sondern hat mit dem neuen Werk auch die Möglichkeit geschaffen, mit einer eigenen Entwicklungsabteilung und Anwendungstechnik die Kunden in China schnell mit optimalen Lösungen zu unterstützen.

Arcolor produziert nicht nur wirtschaftlich, sondern auch umweltfreundlich. Deshalb sind auch in China alle Arcolor -Farben vollständig wasserbasiert. Zur teilweisen Deckung des Energiebedarfs wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 662 kWp installiert.

Surteco-Logo 2023
Surteco Group SE

Umsatz- und Ergebnis trotz schwierigerer Rahmenbedingungen im Prognoserahmen

In den ersten drei Quartalen 2024 stiegen die Umsätze des Surteco Konzerns trotz schwieriger Rahmenbedingungen um 4 Prozent auf 662,2 Mio. Euro (Q1-3 2023: 637,3). Die anhaltend schwache Nachfrage wurde dabei durch die Konsolidierung der Omnova Geschäftsbereiche (im Vorjahr nur von März bis September) kompensiert. Auf der Ergebnisseite führten verbesserte Quoten bei Material, Personal und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einem deutli-chen Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA adjusted) um +20 Prozent auf 76,8 Mio. Euro (Vorjahr: 64,0 Mio. Euro). Das EBITDA reported – ohne die Bereinigung um Transaktions- und Integrations-kosten, PPA Step-up Vorräte sowie Beratungskosten – stieg um +63 Prozent auf 76,1 Mio. Euro nach 46,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Konzerngewinn der ersten neun Monate 2024 betrug 7,8 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr durch Sonderaufwendungen ein Fehlbetrag von -13,3 Mio. Euro entstand. Insofern stieg das Ergebnis je Aktie von -0,86 Euro im Vorjahr auf nunmehr 0,50 Euro.

Die Nachfrage in den wichtigen Absatzmärkten des Konzerns hat sich gegenüber dem ersten Halbbjahr 2024 nochmals deutlich eingetrübt und dürfte sich in naher Zukunft nicht wesentlich verbesseren. Daher wird der Konzernumsatz im Bereich zwischen 860 Mio. Euro und 880 Mio. Euro und das EBITDA adjusted im Bereich zwischen 85 Mio. Euro und 95 Mio. Euro erwartet, was sich innerhalb des Prognoserahmens aus dem Geschäftsbericht 2023 bewegt.

„Wir erwarten ein sehr herausforderndes Schlussquartal 2024. Mit unseren verbesserten Kostenpositionen und dem Programm Performance Plus wollen wir jedoch unsere Prognose im unteren Bereich erreichen“, so Wolfgang Moyses, der Vorstandsvorsitzende der Surteco Group SE.
Den Bericht zu den ersten drei Quartalen 2024 sowie weitere Informationen über die Surteco Group SE finden Sie im Internet unter www.surteco.com.

Gruppo Saviola

Stellt Vertrieb in Deutschland neu auf

Nach der Übernahme von Rheinspan wird der Vertrieb von Saviola nun neu strukturiert. Unter Leitung von Rosario Ingarao, der nun Teil der Geschäftsführung von Rheinspan ist, stoßen Josha Haag und Sandra Werner zur Gruppe hinzu, um die Vertriebsaktivitäten zu bündeln.

Frank Schorege, der bisher mit seiner Handelsvertretung für den Vertrieb von Saviola-Produkten in Deutschland verantwortlich war, arbeitet entsprechend nicht mehr mit dem Unternehmen zusammen. Er bleibt der Branche aber mit der ahs GmbH https://a-h-s-gmbh.com/ erhalten.

Übernimmt Klein Ibérica

Am 15. Oktober 2024 hat die Hawa Sliding Solutions AG die in Barcelona/Spanien ansässige und international tätige Klein-Gruppe übernommen. Klein gehöre ebenso wie Hawa zu den Spezialisten und globalen Marktführern im Bereich Schiebelösungen, heißt es in einer Medienmitteilung. Mit der Akquisition erweitere Hawa das Portfolio und stärke die weltweite Marktposition. Die Führungsmannschaft bei Klein bleibe ebenso erhalten wie Marken und Standorte beider Unternehmen.

Das 1931 gegründete Familienunternehmen Klein hat sich mit Innovatio­nen im naturbezogenen Interior Design einen Namen gemacht. Das Un­ternehmen beschäftigt 65 Mitarbeiter, darunter fünf am Standort New Jersey in den USA. Mit Schiebe- und Falttürsystemen sowie mit Lösun­gen für den Außenbereich ergänzt Klein das Hawa-Portfolio in den Berei­chen im und am Bau.

„Mit Klein werden wir unser Unternehmen langfristig stärken“, ist Ezequiel Di Claudio, CEO der Hawa Sliding Solutions AG und Vorsitzender der neu gebildeten Gruppenleitung, überzeugt. Als Familienunterneh­men teile man die gleichen Werte und Prinzipien. Gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen könne Hawa seinen Kunden nun ein noch umfassenderes Lösungsangebot im Schieben bieten.

Marc Tàrrega Klein, Hauptgeschäftsführer von Klein Ibérica S.A.U., fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, nun Teil der Hawa Group zu sein. Diese Übernahme ist eine Anerkennung unserer über 90-jährigen Geschichte und des Engagements unseres Teams. Sie eröffnet uns neue Perspekti­ven und stärkt uns, zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern.“