Produktionsrückgang um 18,5 Prozent
Die 1.289 Mitgliedsunternehmen des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs haben 2023 Waren im Wert von 9,8 Mrd. Euro abgesetzt. Das ist ein Rückgang von 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Wir sehen den Trend einer rückläufigen Produktion in ganz Europa und weltweit. In Österreich ist die Holzindustrie angesichts der Rezession immer noch gut aufgestellt“, betont Fachverbandsleiter Herbert Jöbstl. Aber auch die Exportzahlen sind niedriger. Der Außenhandelsüberschuss betrug 1,5 Mrd. Euro – ein Rückgang von 14 Prozent. „Auf den internationalen Märkten konnten sich unsere Betriebe auf hohem Niveau behaupten. Mit den richtigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wird die Holzindustrie zukünftig erfolgreich bleiben“, so Jöbstl.
Trotz der schwierigen Geschäftslage ist die Anzahl der Beschäftigten in der Holzindustrie weitgehend stabil. 2023 gab es rund 27.400 Beschäftigte, gegenüber dem Vorjahr sind das rund 720 Stellen weniger. Die Anzahl der Auszubildenden in den Betrieben ist von 819 in 2022 auf 826 im Jahr 2023 gestiegen. „Im aktuellen Umfeld verzichten unsere Betriebe auf Gewinne, um die gut ausgebildeten Fachkräfte möglichst zu halten. Niemand baut ohne akute Not Stellen ab. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen wird jede ausgebildete Fachkraft gebraucht. Aber das funktioniert nicht dauerhaft. Unsere Mitglieder müssen bald wieder Geld verdienen und ihre Kapazitäten effizient auslasten“, warnt Dr. Erlfried Taurer, stellvertretende Fachverbandsleiterin.
Angesichts der andauernd schwachen Baukonjunktur plädiert der Fachverband der Holzindustrie für weitere Impulse, um die Auftragslage am Bau zu beleben. Zudem warnt der Verband: „Die zunehmenden und immer komplexeren Vorgaben der Europäischen Union sind eine wachsende Belastung für die Wirtschaft. Zwischen 2019 und 2023 hat der europäische Gesetzgeber den Unternehmen insgesamt 850 neue Verpflichtungen auferlegt, was mehr als 5.000 Seiten an Rechtsvorschriften entspricht.“















