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Autor: Möbelfertigung

„Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“

Das Messe-Duo wird aufgrund von Corona-Virus verschoben

Die NürnbergMesse und der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen haben entschieden, die „Holz-Handwerk“ und „Fensterbau Frontale“ zu verschieben. Das Messe-Duo findet nicht wie geplant vom 18. – 21. März 2020 statt, sondern zu einem noch festzulegenden Termin 2020 in Nürnberg. Grund für die Verschiebung sind die gestiegene Verbreitung des Corona-Virus und entsprechende Rückmeldungen von Kunden und Branchenvertretern.

Die Veranstalter hoffen auf das Verständnis in der Branche für die Verschiebung. „Ziel einer jeden Messe muss es sein, für Aussteller und Besucher gleichermaßen ein besonderes Erlebnis zu schaffen und den vielfältigen Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen. Dieses Ziel lässt sich unter den derzeit gegebenen Umständen leider nicht realisieren“, heißt es von Seiten der Verantwortlichen.

Ausweichtermin steht fest

Die „Light + Building“ hat einen Alternativtermin gefunden. Die Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik wird vom 27. September bis 02. Oktober 2020 auf dem Frankfurter Messegelände stattfinden. Bereits erworbene Tickets behalten auch für den neuen Termin volle Gültigkeit. Die Verschiebung war aufgrund der verstärkten Ausbreitung des Coronavirus notwendig geworden.

Gewinnt den „If Design Award 2020“

Iveco erhielt hat den renommierten „If Design Award 2020“ für den „Iveco S-Way“ in der Kategorie Automobile/Fahrzeuge.
Das Fahrzeug wurde von einer internationalen Jury aus 78 unabhängigen Experten unter einer Fülle von 7.298 Einreichungen aus 56 Ländern prämiert. Die Auswahlkriterien waren der Innovations- und Ausarbeitungsgrad unter Berücksichtigung der Einzigartigkeit, Ausführung und Verarbeitung des Produkts. Funktionalität. Das schließt Benutzerfreundlichkeit, Ergonomie, Sicherheit, ästhetische und emotionale Anziehungskraft, räumliches Konzept, unternehmerische Verantwortung in Bezug auf Produktionseffizienz und ebenso die Berücksichtigung von Umweltstandards und CO2-Effizienz und soziale Verantwortung mit ein.
„Es ist großartig, solch eine prestigeträchtige Auszeichnung zu erhalten“, so Thomas Hilse, Iveco Brand President. „Es ist die wichtige Bestätigung einer hochkompetenten, unabhängigen Jury, die beweist, dass wir unser Ziel erreicht haben: die Idee der Kundenorientierung mit einem Fahrzeug neu zu definieren, das Design und die neuesten Innovationen in Bezug auf Konnektivität und Automatisierung verwendet, um eine Komplettlösung bereitzustellen, die unseren Kunden und Fahrer in jeder Beziehung maximal entgegen kommt.“
Der „Iveco S-Way“ erfüllt die Kriterien perfekt: Die Kabine wurde vollständig an die Bedürfnisse von Fahrer und Eigentümer angepasst. Das Kabinendesign bietet Fahrern erstklassige Lebens- und Arbeitsbedingungen und sorgt gleichzeitig für ihre Sicherheit. Es bietet ein komplettes Paket von Funktionen, die mit dem Fokus auf Fahrerorientierung, Nachhaltigkeit und einem neuen, erweiterten Konnektivitätsniveau entwickelt wurden – alles, was Logistikunternehmen benötigen, um im hart umkämpften Markt von heute die Verfügbarkeit, Effizienz und Produktivität ihrer Flotten auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Das Design des Fahrzeugs konzentriert sich auf die Umsetzung technischer und aerodynamischer Merkmale in eine harmonische und stylistische Karosserie, die in der Lage ist, gleichzeitig Technologie und Kraft, Dynamik und Gleichgewicht, raffinierte Ästhetik und Qualität zu kommunizieren.

Neue Kurztaktpresse bei Egger in Frankreich

„Erste Platte“ hieß es bei Egger im französischen Rambersvillers für die insgesamt vierte Kurztaktpresse „KT 700“, die die-Gruppe bislang bei Siempelkamp in Auftrag gab.

Im Februar 2018 hatten Egger und Siempelkamp den Vertrag für die Neulieferung der Hochleistungs- Kurztaktpresse zur Beschichtung von Spanplatten unterzeichnet. Die neue Kurztakt-Anlage ist eine Ersatzinvestition für eine alte Kurztaktpresse aus dem Jahr 1993. Die Lieferung umfasst eine Vielkolben-Kurztaktpresse „KT 700“ inklusive Rohplatten- und Fertigplattenhandling mit entsprechender Automatisierung.

Mit der neu gelieferten Kurztaktpresse erweitert Egger sein Produktspektrum am Standort Rambervillers in puncto Beschichtungstechnologie aufgrund der vielen Spezialprodukte um einen wesentlichen Baustein.

Beschleunigt sein Individualisierungs-Angebot mit zweiter Furniture On Demand-Lösung

Lectra gibt bekannt, dass Vilmers eine zweite Furniture On Demand-Lösung implementiert. Entscheidend für den litauischen Polstermöbelhersteller waren die Zeiteinsparungen aufgrund der direkten Vernetzung des ERP-Systems mit der Zuschnittabteilung sowie die verbesserte Effizienz und Materialausnutzung. Vilmers wurde 1997 gegründet und startete als Massenhersteller von Ledermöbeln. Die Entscheidung des Unternehmens, auf die Produktion modularer, stoffbezogener Sofasysteme umzusteigen, erwies sich als enormer Erfolg und brachte ein jährliches Umsatzwachstum von 25 Prozent. Vilmers bietet seinen hauptsächlich aus Skandinavien, den Benelux-Ländern und Frankreich stammenden Kunden eine große Auswahl an 85 modularen Sofas mit über 250 Stoffen und Farben. Kunden können Maße, Armlehnen, Nähte und Anzahl der Sofasitze nach Wunsch festlegen und trotzdem mit kurzen Lieferzeiten von höchstens 3 bis 6 Wochen rechnen.

„Wir produzieren derzeit 170 Sitzeinheiten pro Tag, wovon 85 Prozent kundenspezifische Aufträge sind. Wir wollen dieses Volumen auf 100 Prozent ausbauen. Furniture On Demand von Lectra hilft uns, die Lieferzeiten zu verkürzen und noch mehr Optionen zur Individualisierung anzubieten, wodurch wir dieses strategische Ziel erreichen werden“, erklärt Ovidijus Jalonskis, CEO von Vilmers. Furniture on Demand – bestehend aus einer Cloud-basierten digitalen Zuschnittplattform und einer Zuschnittlösung für Einzellagen – bringt Industrie 4.0-Technologie in die Produktion von Vilmers und verspricht dadurch mehr Agilität, Durchsatz und Kosteneffizienz. Die digitale Zuschnittplattform ist mit dem unternehmenseigenen ERP-System vernetzt, was es ermöglicht, Auftragseingang und -abwicklung zu automatisieren. Das beschleunigt die zeitintensiven und komplexen Phasen der Planung und Vorbereitung und reduziert Fehler. Dank der Vernetzung und Automatisierung konnte Vilmers einen ganzen Tag bei der Auftragsabwicklung sparen und den Materialausschuss um drei Prozent verringern.

Ziel des Unternehmens ist es, das Angebot zur Personalisierung weiter auszubauen und gleichzeitig die kurzen Lieferzeiten zu wahren. Lectras Zuschnittlinie für Einzellagen, Virga, sorgt durch das gleichzeitige Scannen, Zuschneiden und Abräumen für kürzere Durchlaufzeiten. Mit der vernetzten Zuschnittlinie konnte Vilmers seine Effizienz im Vergleich zum vorherigen Zuschnitt-Verfahren um insgesamt 25 Prozent steigern.

Für Vilmers ist die Furniture On Demand-Lösung ein zentraler Bestandteil auf dem Weg zu Industrie 4.0. „Wir investieren stark in Produktionslösungen, die uns bei der Implementierung von Industrie 4.0-Produktionsprozessen helfen. Wir denken, dass dies für die Zukunft unseres Unternehmens entscheidend ist. Die Furniture On Demand-Lösung von Lectra ist der erste Schritt für Vilmers, ein Unternehmen der Industrie 4.0 zu werden“, erklärt Ovidijus Jalonskis.

„Die Bereitschaft, sich als Reaktion auf die Marktnachfrage neu zu bewerten und neu zu erfinden, zeigt, dass Vilmers ein ehrgeiziges, zukunftsorientiertes Unternehmen ist. Wir sind überzeugt, dass Furniture On Demand Vilmers dabei helfen wird, in diesem neuen Zeitalter der Möbelherstellung zu florieren und die Vision von Industrie 4.0 zu verwirklichen”, erklärt Céline Choussy, Chief Marketing and Communications Officer, Lectra.

Badenia Bettcomfort GmbH & Co. KG ist neues Mitglied

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat ein neues ordentliches Mitglied: das Unternehmen Badenia Bettcomfort GmbH & Co. KG aus dem badischen Friesenheim, das sich gleichzeitig verpflichtet, die strengen Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430 einzuhalten und dafür mit dem „Goldenen M“ ausgezeichnet wird. „Wir freuen uns über den Beitritt und das Qualitätsbewusstsein von Badenia Bettcomfort. Alle Hersteller mit dem RAL Gütezeichen ‚Goldenes M‘ versprechen die einwandfreie Funktionalität und uneingeschränkte Gesundheitsverträglichkeit ihrer Produkte sowie deren Langlebigkeit, Sicherheit und Umweltverträglichkeit“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Badenia Bettcomfort produziert heute Boxspringbetten, Matratzen und weitere Bettwaren. Gegründet wurde das Unternehmen 1946 als Josef Adam, Franz Faißt und Ernst Jäckle beschlossen, eine eigene Fabrik zur Herstellung von Stepp- und Dau-nendecken zu gründen. Seit 2004 gehört das Unternehmen zur Euro-Comfort-Gruppe und ist eine Schwesterfirma der Firma Lück, die der DGM bereits im April 2019 beigetreten war nach Übernahme der Marke Ewald Schillig.

Als DGM-Mitglied ist die Einhaltung der Güte- und Prüfbestimmungen RAL GZ 430 verpflichtend. Diese beinhalten sowohl allgemeine Qualitätsanforderungen, als auch segmentspezifische Kriterien – beispielsweise für Matratzen und Boxspringbetten. Dass alle notwendigen Kriterien eingehalten werden, müssen die DGM-Mitgliedsunternehmen durch gründliche Qualitätskontrollen, Messungen usw. in unabhängigen Prüflaboren nachweisen. „So tragen Möbel mit dem ‚Goldenen M‘ schließlich zu einer nachhaltigen Wohnungs- oder auch Büroeinrichtung bei. Endverbraucher können sich dank des Gütezeichens sicher sein, beim Möbelkauf eine sinnvolle und zukunftsfähige Investition zu tätigen“, schließt Winning. DGM/FT

Schwächere Konjunktur dämpft Auftragseingang

Die Homag Group konnte im Geschäftsjahr 2019 ihren Umsatz nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau halten. Beim Auftragseingang und im Ergebnis machte sich hingegen die schwächere Konjunktur- und Branchensituation bemerkbar.
Nach vorläufigen Zahlen belief sich der Umsatz der Homag Group im Geschäftsjahr 2019 auf 1.279 Mio. Euro (Vorjahr: 1.298 Mio. Euro). Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2019 bei 546 Mio. Euro (31.12.2018: 602 Mio. Euro), und der Auftragseingang verringerte sich deutlich auf 1.220 Mio. Euro (Vorjahr: 1.337 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2019 waren 6.569 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.12.2018: 6.593) im Unternehmen beschäftigt.

Das EBIT ist gekennzeichnet von den Einmalaufwendungen für die im November 2019 beschlossenen strukturellen Maßnahmen zur Zukunftssicherung, die unter anderem die Stilllegung der Produktion am Standort in Hemmoor umfasst. „Wir stellen uns mit zahlreichen Maßnahmen neu auf“, erklärt der Vorsitzende des Vorstands Pekka Paasivaara. „So wollen wir unsere internen Strukturen und Prozesse optimieren und unsere Effizienz erhöhen, um für den nächsten Aufschwung bestmöglich vorbereitet zu sein.“ Unter Einbeziehung der Einmalaufwendungen hat sich das EBIT auf 46,2 Mio. Euro (Vorjahr: 94,9 Mio. Euro) verringert. Auch ohne diesen Sonderaufwand sank das operative EBIT um 13 Prozent auf 82,8 Mio. Euro. Maßgeblich dafür waren unter anderem das schwache Marktumfeld und Auslastungsdefizite.

„2019 kam es zu einer ausgeprägten Marktberuhigung im Geschäft mit der Möbelindustrie“, betont Pekka Paasivaara. „Insbesondere in Deutschland verringerte sich der Auftragseingang nach den hohen Investitionen der Vorjahre spürbar. In anderen Regionen bewegte sich die Nachfrage ungefähr auf dem Vorjahresniveau.“

Die Investitionen blieben in der Homag Group mit 41,8 Mio. Euro hingegen nahezu konstant und betrafen vor allem Digital- und IT-Projekte sowie Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung.

Auch in diesem Jahr will die Homag Group ihre Kunden mit einem umfangreichen Lösungsangebot überzeugen. Paasivaara: „Eines unserer Leitthemen ist die Organisation von Handwerksbetrieben im digitalen Zeitalter. Im Vordergrund stehen praktische Lösungen, die den Arbeitsalltag von Schreinern und Tischlern erleichtern und die Effizienz der Betriebe erhöhen. Zudem haben wir digitale Assistenten aus vielen Bereichen im Angebot, die einen echten Nutzen und Mehrwert bieten.“

Das Business-Event mit Wohnzimmer-Feeling

Am 5. März geht in Hamburg die dritte „Wohnklamotte Konferenz“ unter dem Motto „Gemeinsam wachsen im digitalen Marketing“ mit 15 hochkarätigen Speakern an den Start – unter ihnen ist „möbel kultur“-Chefredakteur Sascha Tapken. Gemeinsam mit Wohnklamotte-Chefredakteurin Josephine Seidel-Leuteritz wird er diskutieren, warum den Endverbrauchern der Spaß am Einrichten vergeht. Außerdem auf der Referentenliste stehen Philipp Westermeyer, Gründer der Online Marketing Rockstars, Katharina Schwarz, Head of Influencer Marketing Westwing, sowie Tim Buchholz, Pricipal Platform Business Otto. Im Fokus der Veranstaltung stehen vor allem Social Media Marketing und Influencer Marketing für die Einrichtungsbranche. Das genaue Programm finden Sie hier. Erwartet werden etwa 250 Gäste.

Erstmals wird es zu den Business-Talks auch Masterclasses am Nachmittag geben. Egal, ob Neuromarketing, Facebook Messenger, asiatische Influencer, SEO oder IGTV, Wohnklamotte macht die Branche fit für die digitale Zukunft.

Die „möbel kultur“ begleitet das Event im ehemaligen Hamburger Hauptzollamt dieses Jahr als Medienpartner. Ein Nachbericht zur Veranstaltung folgt in der April-Ausgabe.

5 Mrd. Euro-Hürde erstmals übersprungen

Die kompletten Umsatzzahlen der deutschen Küchenmöbelindustrie für 2019, wie vom Statistischen Bundesamt berechnet und vom VdDK veröffentlicht, stehen nun fest. Demnach stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 2,82 Prozent auf 5,013 Mrd. Euro. Das Inland legte dabei nur minimal mit 0,52 Prozent auf 2,915 Mrd. Euro zu, während der Auslandsumsatz um 6,2 Prozent auf 2,098 Mrd. Euro kletterte. Die Exportquote beträgt nunmehr 41,77 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 4,55 Prozent auf 16.972 Mitarbeiter, bei durchschnittlich 50 Betrieben über 50 Beschäftigten. Seit Oktober sind es nur 49 Betriebe.

Das Auftragspanel des VdDK (also die interne Statistik des Verbandes der Deutschen Küchenmöbelindustrie) gibt bis zum Ende des 4. Quartals 4,94 Prozent Plus in Stückzahlen und 5,11 Prozent Plus nach Wert an. Daraus lässt sich durch den zeitlichen Vorlauf der Statistik (allerdings auf eingeschränkter Datenbasis) auch ein guter Start für 2020 ableiten. Dabei sind auch die Auftragswerte fürs Inland positiv (+4,24% und 6,25% im Ausland).