Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Nicole Rubbe, Head PR DPS Software GmbH

„Zunächst was mich überrascht: Das Internet in Deutschland bricht nicht zusammen. Es scheint stabiler als gedacht und das, obwohl die meisten Mitarbeiter doch zuhause arbeiten. In der DPS sind Homeoffices gut umsetzbar. Dank VPN und all den Tools, die mittlerweile ein Meeting remote einfach machen.

So scheint Deutschland insgesamt in puncto Digitalisierung offensichtlich nicht so abgehängt zu sein, wie oft von Kritikern beschworen. Bei unseren Kunden, mit denen wir natürlich gerade jetzt in engem Kontakt stehen, wurden in Windeseile, oder soll man sagen in „Viruseile“ Arbeitsplätze zuhause geschaffen und die Produktionsabläufe völlig neu strukturiert.

Da macht sich zum Beispiel ein gutes Datenmanagement wie ,Solidworks PDM‘ bezahlt. Daten sind sicher und gut strukturiert, so dass Zugriffe von verschiedenen Mitarbeitern ohne Datenverluste möglich sind. Oder wenn Plattformen gestaltet wurden, auf denen eine Vielzahl an Mitarbeitern – egal wo sie gerade sind – an einem Produkt gemeinsam arbeiten können. Die ersten Kunden begeben sich bei uns auf die 3DExperience Plattform, die ein vernetztes Arbeiten im gesamten Unternehmen optimal unterstützt.

Dank ,SolidCAM‘ und im Möbelbereich ,Swood CAM‘ arbeiten im Moment sogar die Maschinenprogrammierer komfortabel von zuhause aus und steuern so die Maschinen. Vorher simulieren sie dabei auch noch den Produktionsverlauf, so dass der Kollege an der Maschine keine Kollisionen hat.

Einige Firmen nutzen die „ruhigere“ Zeit, um Updates oder Installationen zu initiieren oder die ,Swood‘ Bibliotheken zu ergänzen, für die man im hektischen Alltag keine Muße hatte.

Unsere Schulungen mussten leider alle abgesagt werden. Daher hat DPS jetzt Grundschulungen und komplette Aufbauschulungen, die remote ablaufen. Unsere Fachleute diskutieren dabei – fast wie im ‚normalen‘ Unterricht – mit den Teilnehmern und schalten sich bei Bedarf auf die Computer der Schüler auf.

Der persönliche Kontakt fehlt natürlich allen. Aber wir lernen gerade, auf unsere Fähigkeit zur Anpassung zu vertrauen. Und wir lernen wieviel Solidarität um uns herum entsteht. Bleiben Sie alle gesund!“

Schließt sich dem Cordless Alliance System an

Seit fast vierzig Jahren gibt es Jöst abrasives, seit rund vier Jahren ist die Firma in der Reinigungsbranche unterwegs. Geschäftsführer Christian Jöst hat dabei eines schnell bemerkt: „Man hat keine Vorstellung davon, wie wenig Steckdosen es gerade in öffentlichen Gebäuden in den Toilettenbereichen oder Treppenhäusern gibt.“ Da war es nur ein logischer Schritt, die Bodenreinigungsmaschine Floor Cleaner Junior 18 auch in einer Akku-Variante anzubieten. „Wir waren auf der Suche nach hochwertigen Akkus und Ladegeräten. Und dabei war es uns wichtig, einen echten Partner zu finden, der uns auch in Zukunft weiterbringt. Mit CAS haben wir das“, sagt Jöst. Und so ist Jöst abrasives ab sofort das 17. Unternehmen, das auf das herstellerübergreifende Akku-System Cordless Alliance System (CAS) setzt. Mit dem Nürtinger Elektrowerkzeug-Hersteller Metabo, Initiator von CAS, verbindet Jöst abrasives bereits seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft, bis dato als Lieferant von Schleifmitteln. Denn vor allem für diese ist die Firma aus dem Odenwald bekannt. „Jöst ist bei Schleifmitteln und Reinigungspads absolute Spitze und sowohl beim Fachhandel als auch unter professionellen Anwendern sehr bekannt“, weiß Thomas Zeller, Leiter des CAS-Partnerprogramms bei Metabo. „Somit gewinnen wir einen Experten für die Reinigung vieler unterschiedlicher Werkstoffe, die bei unseren Kunden be- und verarbeitet werden.“
Jöst abrasives entwickelt, produziert und liefert Schleif- und Reinigungsmittel für einen weltweiten Kundenstamm. Die Produktpalette beinhaltet ein umfassendes Programm für Maler, Autolackierer, Schreiner, Schlosser und Mechaniker. Kurzum: Alle Profis, die mit Metall, Stein, Holz, Kunststoffen, Gummiteilen, Farben oder Lacken arbeiten, finden in den Schleifsystemen von Jöst abrasives die richtige Lösung. „CAS bietet uns die Möglichkeit, uns mit anderen Premium-Herstellern und -Marken zu vernetzen. So können wir ganzheitliche Lösungen anbieten, auch bei Anwendungen, für die wir bislang selbst keine Maschinen im Angebot haben“, erklärt Christian Jöst.
Die neue Akku-Maschine von Jöst abrasives, der „Floor Cleaner Junior 18 “ („FJC-18“), reinigt alle Arten von Oberflächen: Kunststoff-, Epoxidharz-, Parkett- und gewachste Holzböden ebenso wie strukturierte Stein- oder Teppichböden. Die Reinigung erfolgt in einem Arbeitsgang, die Akku-Bodenbearbeitungsmaschine kommt bis an den Rand und in jede Ecke. Aber der „FCJ-18“ kommt nicht nur bei Reinigungsarbeiten auf Trocken- und Nassflächen zum Einsatz, er eignet sich auch zum Schleifen und Polieren von Bodenbelägen – etwa dem Entfernen alter Beschichtungen. „Das mobile Heißluftgebläse von Steinel, der Akku-Staubsauger von Starmix oder ein Akku-Bohrschrauber von Metabo sind hier die ideale Ergänzung für unser System“, sagt Christian Jöst.
Wie in vielen Branchen zeichne sich auch in der Reinigungsbranche ein großer Trend hin zu Akku-Maschinen ab, berichtet Christian Jöst. „Auch für unsere anderen Zielgruppen, beispielsweise Mineralwerkstoffbearbeiter, Möbelproduzenten und Schreinereien, würden wir gerne Akku-Versionen auf den Markt bringen. Mit CAS können wir unseren Kunden eine ausgereifte Akku-Technologie ‚made in Germany‘ bieten, die selbst für große Maschinen genügend Leistung bietet. So könnten auch größere Flächen schnell und einfach bearbeitet werden.“ Mit CAS ist das für Jöst abrasives nicht länger Zukunftsmusik. Steckdosen in Treppenhäusern suchen – das war gestern.

Tapio-Webinar für Tischler und Schreiner

Eines ist in der aktuellen Phase der Unsicherheit rund um das Coronavirus sicherlich jedem Unternehmer klargeworden: Ohne Digitalstrategie geht es nicht. Beispielsweise um Arbeitsplätze an andere Orte verlegen zu können, aber auch um Maschinen online zu kontrollieren und zu warten. Und das betrifft nicht nur große Firmen, sondern schlicht und ergreifend alle.

Das Team von Tapio nutzt die aktuelle Situation, um mit Webinaren einen Mehrwert zu schaffen und bietet bereits am kommenden Donnerstag (2. April) ab 16 Uhr zum ersten Mal ein solches an. Zielgruppe sind Tischler und Schreiner und natürlich auch alle sonstigen Interessierte der Holzbranche. Das Thema lautet „Die Werkstatt fit machen für die digitale Zukunft“.

Zu Gast ist Christoph Krause, ein ausgewiesener Digitaldenker sowie Leiter des Kompetenzzentrum Digitales Handwerk in Koblenz, der gemeinsam mit Julian Spöcker, Tapio-Experte rund um das offene Ökosystem der Holzbranche, und Tapio Produktmanagerin Julia Kasper, die in der Familientischlerei in Rhens groß geworden ist und entsprechend ihre Digitalexpertise im Schreinerhandwerk einbringen wird, das Webinar bestreitet.

Gemeinsam wollen die drei besprechen, wie die Werkstatt für die digitale Zukunft aufgestellt werden kann. Zusätzlich gibt es konkrete Beispiele aus der Praxis. Das Webinar wird sich rund eine Dreiviertelstunde mit den Inhalten „Was bedeutet Digitalisierung für mich als Schreiner/Tischler oder auch industrieller Fertiger in der Holzbranche?“, „Welche Möglichkeiten bieten sich mir?“ und „Wie sieht die Umsetzung in der Praxis wirklich aus?“ auseinandersetzen.

Einfach kostenfrei registrieren und komprimiert erfahren, was für die digitale Werkstatt wichtig ist unter: https://webinar-schreiner-tischler-digitale-werkstatt.eventbrite.de

Auch Rehau sagt Teilnahme für Juni-Ausweichtermin ab

Mit der Absage der Teilnahme an dem Ersatztermin der „Holz-Handwerk“ 2020 reagiert Rehau auf die aktuelle Situation. Der Entschluss sei nicht leichtgefallen, sagt Thomas Ponater, Director of Marketing & Sales EMEA Interior for Furniture Solutions (Foto), doch „Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Partnern und Kunden“ seien jetzt oberste Priorität. Derzeit arbeite man daran, wie man die Neuheiten, die auf der „Holz-Handwerk“ vorgestellt werden sollten, dem Handwerk auf anderem Wege präsentieren könne. Zuvor hatte Rehau auch schon die Teilnahme an der parallel geplanten „Fensterbau-Frontale“ abgesagt.

Impulse für maßgeschneiderte Raumkonzepte wollte Rehau auf der „Holz-Handwerk“ 2020 setzen – und hatte dafür ein breites Portfolio an neuen Produkten und Services entwickelt. Angesichts der Corona-Situation wird das Handwerk diese Neuentwicklungen nun auf anderem Wege zu sehen bekommen. „Die wichtigste Aufgabe von Wirtschaftsakteuren wie uns ist es in der derzeitigen Situation, die Mitarbeiter, Partner und Kunden zu schützen und einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzutreten“, so Thomas Ponater. „Das bedeutet leider auch, dass wir unsere Teilnahme an der diesjährigen ,Holz-Handwerk‘ nach reiflicher Überlegung absagen mussten.“ Bisher sei es noch nicht absehbar, wie sich die Lage weiterentwickeln wird. Zum Schutz und Wohle der Menschen habe man sich also zu diesem Schritt entschieden.

„Die Absage ist uns nicht leichtgefallen. Die ,Holz-Handwerk‘ ist eine wichtige Schnittstelle zwischen Industrie und Handwerk und bietet eine starke Plattform für den produktiven Austausch“, so Thomas Ponater weiter. „Doch besondere Situationen erfordern besonders verantwortliches Handeln und die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten in den Fokus zu stellen.“

Derzeit arbeitet Rehau mit Hochdruck daran, die Neuentwicklungen und Innovationen den Kunden auf anderen Plattformen vorzustellen.

Shutdown im April: Deutsche Produktion wird vorübergehend runtergefahren

Vom morgen bis 30. April 2020 wird die Schwinn Beschläge GmbH ihre Pro­duktion am deutschen Standort Ober-Ramstadt ruhen lassen. Der Her­steller von Möbelgriffen und -accessoires folgt damit den Bemühungen und allgemeinen Empfehlungen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch einige Kunden hätten aus die­sem Grund ihre Produktionskapazität bereits gesenkt oder ganz ge­schlossen. Schwinn managt seit dem 1. März 2020 die Insolvenz in Ei­genverwaltung. Die vorübergehende Maßnahme soll auch die Fortfüh­rung des Sanierungs­prozesses sicherstellen.
Lediglich die in Ober-Ramstadt ansässige Produktion der Kunststoffgriffe wird am 1. April 2020 heruntergefahren. Die Bereiche Warenannahme, Versand und Logistik bleiben besetzt, damit Schwinn – wenn auch mit kleineren Einschränkungen – lieferfähig bleibt. Den Kontakt zu den Kun­den hält Schwinn per E-Mail aufrecht.

Geschäftsführer Oliver Hoffmann berichtet, dass das Werk in Polen der­zeit nicht von einer Schließung betroffen sei; die Zamak-Produktion laufe weiter – wenn auch mit reduzierter Ausbringung, weil sich zahlrei­che Mitarbeiter landesüblich in der Kinderbetreuung befänden. Die Zu­lieferbetriebe in China hätten die Produktion zu 80 Prozent wieder auf­genommen, Luftfrachten seien möglich. Darum geht Hoffmann davon aus, dass sich der Warenverkehr mit China recht bald sukzessive verbes­sern wird.

Schwinn bewertet die Situation täglich neu und bereitet sich darauf vor, den Betrieb in Ober-Ramstadt auch vor dem 30. April 2020 wieder auf­zunehmen. Alle Maßnahmen zielen jetzt darauf ab, gestärkt als zuverläs­siger Partner der Möbelindustrie aus der Krise hervorzugehen.

Guido Hübner, Technischer Leiter Assmann Büromöbel

Möbelfertigung: Herr Hübner, Inwiefern sind Sie produktionsseitig von der Corona-Krise betroffen?
Guido Hübner: Zur Zeit glücklicherweise noch gar nicht. Alle geplanten Mitarbeiter sind an Bord, Material ist verfügbar und die Anlagen laufen.

Möbelfertigung: Gibt es Probleme in Ihrer Lieferkette, beispielsweise weil jetzt die letzten Container aus China eintreffen und bestimmte Teile weniger verfügbar sein werden?
Guido Hübner: Wir haben bereits frühzeitig eine Vielzahl an organisatorischen Maßnahmen eingeleitet, um weiterhin einen reibungslosen Prozess vom Auftragseingang über die Fertigung bis hin zur Auslieferung sicherzustellen. Stand heute ist die Lieferkette unserer Zulieferer sichergestellt und nicht unterbrochen. Dementsprechend können wir derzeit alle Liefervereinbarungen erfüllen.

Möbelfertigung: Wie bewerten Sie die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Corona-Virus?
Guido Hübner: Die von der Bundesregierung durchgeführten Maßnahmen sind vollkommen richtig. In diesem Fall geht Gesundheit der Menschen vor Wirtschaft.

Möbelfertigung: Gibt es als Unternehmen dafür einen „Notfallplan“?
Guido Hübner: Wir haben individuell auf unser Unternehmen angepasste Notfallpläne,  die auch in unseren Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert sind. Beschrieben sind hier allgemeine Grundsätze und Prozesse, sowie Handlungs- und Verhaltensempfehlungen. Die gemachten Erfahrungen der letzten Tage werden wir auswerten und entsprechend ergänzen, da diese in Teilen außergewöhnliche Situation bisher nicht vorgesehen war.

Möbelfertigung: Welche Unterstützung würden Sie sich von der Regierung wünschen?
Guido Hübner: Die bürokratischen Hürden bei einer möglichen Einführung von Kurzarbeit müssen so gering wie möglich sein. Die finanzielle Unterstützung seitens der Regierung darf Unternehmen nicht jahrelang belasten und alle Unternehmen sollten in der Konsequenz gleich behandelt werden.

Möbelfertigung: Inwiefern müssen Sie im Bereich Service umdenken, müssen sich Kunden auf längere Zyklen einstellen? Oder greifen die Umstellungen durch die Digitalisierung in den letzten Jahren bereits und es sind gar nicht so große Auswirkungen?
Guido Hübner: Unsere Umstellungen und Anpassungen im Rahmen von Industrie 4.0 und Digitalisierung greifen und wir sehen diesbezüglich keine großen Auswirkungen bezogen auf die aktuelle Situation

Möbelfertigung: Wie sieht es in Sachen Neuaufträgen aus?
Guido Hübner: Assmann erwartet einen massiven Auftragseingangseinbruch im April/Mai 2020, den wir vielleicht – abhängig von der weiteren Entwicklung – in der zweiten Jahreshälfte zum Teil aufholen können. Mittelfristig erwarten wir einen dauerhaften Nachfragerückgang für Büromöbel.

Möbelfertigung: Lässt sich der wirtschaftliche Schaden für Ihr Unternehmen beziffern?
Guido Hübner: Wir rechnen mit 50 Prozent Umsatzeinbußen für das verbleibende Jahr 2020.

Möbelfertigung: Gibt es grundlegende Empfehlungen, die sie an andere und vielleicht auch Kunden weitergeben würden?
Guido Hübner: Haben Sie ein waches Auge auf Einnahmen und Ausgaben, Forcieren Sie interne/externe Kommunikation und informieren Sie Ihre Mitarbeiter über alle geplanten Maßnahmen, um einer Verunsicherung vorzubeugen.

Möbelfertigung: Ziehen Sie eventuell auch positive Lehren aus der aktuellen Situation?
Guido Hübner: Die Loyalität und Solidarität von Mitarbeitern und Unternehmenspartner in schweren Zeiten. Interessant ist, dass durch die aktuellen Zwänge moderne Arbeitsformen-/ mittel, zum Beispiel das Arbeiten von Zuhause, das Abhalten von Videokonferenzen,etc. selbstverständlich geworden sind. Dies führt zu mehr Effektivität, die wir auch in Zukunft beibehalten werden.

HDH

Holzindustrie fordert Nachbesserungen bei Liquiditätshilfen

Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH), lobt die Maßnahmen der Bundesregierung zur Krisenbewältigung, fordert aber schnelle und unbürokratische Soforthilfe zur Existenzsicherung der Betriebe. Der HDH legt der Politik einen 10-Punkte-Plan zur Krisenbewältigung und zu wiederbelebenden Konjunkturmaßnahmen vor.

Für die deutsche Holzindustrie sind die Auswirkungen der Krise teilweise heftig. Globale Lieferbeziehungen sind fast gänzlich zum Erliegen gekommen. Grenzkontrollen und -schließungen zu europäischen Nachbarländern, behördlich angeordnete Quarantänemaßnahmen und die Schließungen von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen verschärfen zusätzlich die Material- und Personalknappheit in vielen Betrieben.

„Die Holzindustrie ist wie der Rest der Wirtschaft von dieser Krise betroffen, momentan jedoch noch unterschiedlich stark“, erläutert Schwörer die Auswirkungen auf die Branche. Während die Verpackungsindustrie mit dem Rückgang im internationalen Warenverkehr und dem Personalmangel aufgrund der Beschränkungen an innereuropäischen Grenzen zu kämpfen hat, gehen immer mehr Unternehmen der Möbelindustrie wegen der Schließung der Warenhäuser in Kurzarbeit. Der baunahe Bereich arbeitet dagegen den noch immer guten Auftragsbestand der Vormonate ab. Jedoch ist auch hier bereits der Fachkräftemangel spürbar und die Sorge steigt, ob und wie die Baustellen unter den hohen Anforderungen an Hygiene- und Abstandsgeboten aufrechtzuerhalten sind.

Schwörer begrüßt deshalb die auf den Weg gebrachten finanziellen Maßnahmen von Bund und Ländern. Die Liquiditätshilfen sind ein wichtiger und richtiger Schritt. Auch die vereinfachten Regelungen zur Kurzarbeit sind eine Hilfe. Aber er mahnt zugleich: „In der akuten Krise müssen die Mittel für notleidende Betriebe jetzt unbürokratisch und schnell vergeben werden. Auch ist es jetzt nicht die Zeit, Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes zu fordern.“ Es müsse vielmehr sichergestellt werden, dass die Hilfen gerecht vergeben werden und sich der deutsche Mittelstand nicht durch verzinste staatliche Notkredite hoch verschuldet.

Konkrete Vorschläge zur Krisenbewältigung sowie mittel- und langfristige Maßnahmen zur Wiederbelebung der Konjunktur fasst der HDH deshalb für die Politik in einem 10-Punkte-Plan zusammen. Schwörer führt aus: „Für unsere Unternehmen ist es oberste Priorität, die Betriebe durch die Krise zu bringen und die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter zu sichern. Deshalb fordern wir in dieser Ausnahmesituation zinsfreie Überbrückungskredite, verbunden mit Bundesbürgschaften insbesondere auch für Warenkreditversicherung.“ Nach der Krise sei die Schaffung von Investitionsanreizen durch steuerliche Maßnahmen entscheidend. Denkbar seien nach Schwörer die Anhebung der AfA auf drei Prozent sowie die Einführung von Sonderabschreibungen.

Unterstützt seine Partner mit vielfältigen Angeboten

Wichtig ist in diesen Zeiten der Zusammenhalt, der TopaTeam-Außendienst ist im Dauereinsatz und bespricht meist telefonisch mit den Partnern die aktuelle Situation im Betrieb und gibt Lösungsansätze, wenn diese benötigt werden.

Während der Krise bietet TopaTeam einen umfassenden Informationsservice zur aktuellen Situation. Wir informieren in unserem Intranet regelmäßig über Hilfestellungen durch den Staat sowie zu aktuellen Lieferzeiten der Lieferanten.

Die Partner haben die Möglichkeit, mit dem Marketing-Team Kampagnen speziell für die Corona-Zeit zu entwickeln – zum Beispiel Facebook-Anzeigen, Newsletter oder Imageflyer. Der große Vorteil ist zudem das Einrichtungsmagazin „WohnSinn“, das die angeschlossenen Betriebe in individualisierter Form an ihre Kunden versenden können. Die neue Ausgabe wird aktuell druckfähig gemacht und erscheint Anfang Mai. Mit diesem eigenen Kundenmagazin haben die TopaTeam-Partner die Möglichkeit, sich gut zu präsentieren und redaktionell aufbereitete Wohntipps gezielt bei dem Kunden im Briefkasten zu platzieren.

In einer Pressemitteilung heißt es: „In vielen Partnergesprächen merken wir, wie gut die TopaTeam Partner für die nächsten Wochen aufgestellt und voller Tatendrang sind, wir wünschen allen vorrangig beste Gesundheit und weiterhin ein erfolgreiches Geschäft!“

Vorübergehende Schließung von Büro und Produktion bis zum 19. April

Aufgrund der Corona-Pandemie legt auch Bretz seine Produktion vorübergehend still. „Nachdem der Einzelhandel und auch weitgehende Lager nun temporär schließen mussten, haben wir beschlossen, auch unsere Produktion und unser Büro vorerst bis zum 19. April zu schließen“, heißt es in einer Mitteilung des Polstermöbelherstellers. „Wir planen unsere Produktion am 20 April wieder aufzunehmen, sofern der Einzelhandel wieder öffnet.
Aktuell ist somit davon auszugehen, dass sich Bestellungen um circa vier Wochen verzögern.“

Für Fragen und Anliegen ist das Unternehmen aber auch weiterhin mit einer Notbesetzung per E-Mail unter service@bretz.de erreichbar.